Betriebliches Eingliederungsmanagement von der Integration Einzelner zum Eingliederungsmanagement - Arbeitsschutztag Sachsen-Anhalt Schönebeck, 24.09.2008
Übersicht Hintergrund Betrieblicher Wandel Rechtslage Arbeitsfähigkeit Was hat sich verändert? Wozu ist wer verpflichtet? Wovon hängt Arbeitsfähigkeit ab? Betriebliche Eingliederung Fähigkeitsbeurteilung Handlungsfelder Eingliederungsmanagement Kosten-Nutzen-Überlegung Was kann der Mitarbeiter leisten? Wie wird s gemacht? Lohnt sich das? 2
Betrieblicher Wandel Arbeit und Gesundheit Abnahme Zunahme Mitarbeiterzahl Unqualifizierte angelernte Berufe Uniforme Routinearbeit Körperliche Belastung Junge Nachwuchskräfte Arbeitspensum Hoch qualifizierte Dienstleistungsberufe Komplexität der Aufgaben Psychische Belastung Alternde Belegschaften 3
Welche Krankheiten verursachen wieviele Fälle mit Arbeitsunfähigkeit und wieviel Fehltage? 35,0 30,0 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 0,0 14,3 31,5 9,3 3,9 Anteil an Fällen mit Arbeitsunfähigkeit 21,4 18,0 14,4 10,0 Anteil an Fehltagen Muskel-Skeletterkrankungen Atemwegs- Erkrankungen Verletzungen Psychische Erkrankungen Quelle: DAK Arbeitsunfähigkeitsdaten 2005 4
Sozialgesetzbuch lx 84 Prävention (2) Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, klärt der Arbeitgeber..., wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden... werden kann (betriebliches Eingliederungsmanagement). Soweit erforderlich wird der Werks- oder Betriebsarzt hinzugezogen. 6
Arbeitsfähigkeit ist... die Summe von Faktoren, die eine Person in einer bestimmten Situation in die Lage versetzen, eine gestellte Aufgabe erfolgreich zu bewältigen. (Arbeitsfähigkeit 2010) 7
Betriebliche Eingliederung Die Belastung ist gleich, aber die Beanspruchung differiert erheblich 8
Beurteilung von Anforderungen und Fähigkeiten 9
Casemanagement Anforderungs- und Fähigkeitsprofil Analyse Planung BEM-Gespräch Eingliederungsplan Feedback-Gespräch Evaluation Maßnahmen Rehabilitation Arbeitsgestaltung 10
Betriebliches Eingliederungsmanagement ist...... ein dynamisches betriebsspezifisches Instrument, das dazu dient sowohl systematisch in der Belegschaft als auch im individuellen Einzelfall - Arbeitsunfähigkeit zu überwinden - Den Arbeitsplatz zu erhalten - Erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen. 11
Handlungsfeld Rehabilitation Rehabilitation Arbeitsunfähigkeit überwinden Maßnahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation Stufenweise Wiedereingliederung Arbeitserprobung Belastungserprobung 12
Handlungsfeld Integration Rehabilitation Arbeitsunfähigkeit überwinden Maßnahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation Stufenweise Wiedereingliederung Arbeitserprobung Belastungserprobung Integration Arbeitsplatz erhalten Arbeitsgestaltung Einarbeitung Qualifizierung, Coaching Umschulung, Versetzung 13
Handlungsfeld Prävention Rehabilitation Integration Prävention Arbeitsunfähigkeit überwinden Arbeitsplatz erhalten Arbeitsunfähigkeit vorbeugen Maßnahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation Arbeitsgestaltung Gefährdungsbeurteilung Stufenweise Wiedereingliederung Einarbeitung Risikobewertung Arbeitserprobung Qualifizierung, Coaching Arbeits- und Gesundheitsschutz Belastungserprobung Umschulung, Versetzung Gesundheitsförderung 14
Betriebliches Eingliederungsmanagement Fehlzeitenanalyse, Belastungsanalyse BEM-Ablaufstruktur Anforderungs- und Fähigkeitsprofil Analyse Planung BEM-Gespräch Eingliederungsplan Feedback-Gespräch Evaluation Maßnahmen Rehabilitation Arbeitsgestaltung Kosten-Nutzen- Analyse Maßnahmenkatalog 15
Welchen Vorteil hat der Mitarbeiter durch Betriebliches Eingliederungsmanagement? Erhalt des Arbeitsplatzes (Vermeidung einer Kündigung aus Krankheitsgründen) Verbesserung der Arbeitsbedingungen Arbeitsgestaltung entsprechend der gesundheitlichen Situation Mögliche Spannungen zur Führungskraft können überwunden werden 16
Welchen Vorteil hat Ihr Unternehmen durch Betriebliches Eingliederungsmanagement? Kosten-Nutzen-Analyse Einsparung von Ausgaben für Aushilfspersonal Abruf gesetzlicher Unterstützungsleistungen Imagefaktor Unternehmen präsentiert sich als fair und weitblickend Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen 17
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 18
Wie wird s gemacht? Aufbau des Betrieblichen Eingliederungsmanagements Start-Workshop Welches Ziel wollen wir mit dem BEM erreichen? Wer macht was bis wann? 19
Wer macht was? Festlegen von Verantwortlichkeiten Information der Mitarbeiter!! Qualifikation/Qualifizierung der Beteiligten - Führen von Erstgesprächen - Führungskräfteschulung 20
Praktische Umsetzung Das 5-Phasen-System Installieren eines Frühwarnsystems zur Erkennung von Problemen Instrumente zur Datenerfassung Schaltstelle für Bearbeitung, Entscheidung und Umsetzung Durchführung konkreter Maßnahmen Dokumentation und Evaluation 21