AUTOMARKT SUVs dick im Kommen



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Transkript:

AUTOMARKT SUVs dick im Kommen 26. DEZEMBER 2013 Von FRANK-THOMAS WENZEL Audi präsentierte seinen SUV SQ5 auf der IAA in Frankfurt im September. Der Marktanteil der Sports Utility Vehicle (SUV) wächst in Deutschland ohne Unterlass. Nur knapp dürfte in diesem Jahr die Marke von 500.000 Neuwagen verfehlt werden. Wenn es so weiter geht, ist das hochgebockte Auto in einigen Jahren der dominierende Pkw-Typ auf den deutschen Straßen. Der Marktanteil der Sports Utility Vehicle (SUV) wächst ohne Unterlass. Nach Hochrechnungen des Car-Instituts der Uni Duisburg- Essen kommen die wuchtigen Fahrzeuge in diesem Jahr auf einen Marktanteil von 16,5 Prozent. Nur knapp dürfte die Marke von 500.000 Neuwagen verfehlt werden in den ersten neun Monaten wurden schon 449.000 Fahrzeuge verkauft. Dass es weiter aufwärts geht, ist für Branchenkenner ausgemacht. Denn es kommen neue Modelle. Etwa der kompakte Porsche Macan. BMW weitet die Palette mit dem X4 aus, Mercedes bringt den GLA. Das Car-Institut prognostiziert, dass der Marktanteil bis 2020 sogar auf 28 Prozent steigt. Getrieben wird das Wachstum durch nicht immer ganz rationale Erwägungen der Kundschaft. Die Autos vermitteln ein größeres Sicherheitsgefühl, auch wegen der erhöhten Sitzposition. Unstreitbar ist, dass das Einsteigen für ältere Menschen

einfacher als bei konventionellen Autos ist. Ein weiterer Faktor ist das sportliche Image. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht der VW Tiguan, der 2013 schon knapp 60.000 Mal verkauft wurde. Es folgt der Q3 von Audi. Bemerkenswert ist, dass Porsche immer mehr zum SUV-Autobauer wird. Car-Direktor Ferdinand Dudenhöffer schätzt, dass der Anteil der geländegängigen Autos 2014 auf mehr als 50 Prozent steigen wird. Dass die Autobauer den SUV-Trend mit massivem Marketing befeuern, wundert nicht. Sie verdienen an den SUVs erheblich mehr als an Limousinen oder Kombis. Doch liegt der Verbrauch deutlich höher. Das könnte in den nächsten Jahren zum Problem werden beim Einhalten der EU-Schadstoffgrenzwerte. AUTOR Frank-Thomas Wenzel 27.12.2013 SUV-Marktanteil steigt VW Tiguan vor Audi Q3 16,5 Prozent Marktanteil - jedes sechste verkaufte Auto 2013 war ein SUV. Den Großteil der Absätze machten dabei VW, Audi und BMW unter sich aus. 2014 sollen die Zahlen erneut steigen. Im Jahr 2013 haben die sportlichen Geländewagen (SUV) bei den Autoverkäufen eine so große Rolle gespielt wie noch nie zuvor. Mit mehr als 485.000 verkauften Wagen war 2013 jedes sechste verkaufte Auto ein SUV, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Verkaufsschlager VW Tiguan Mit prognostizierten 16,5 Prozent hätten die SUV ihren Marktanteil damit weiter gesteigert. Marktführer bei den großen Wagen sei wie schon 2012 mit knapp 60.000 Verkäufen der VW Tiguan gewesen. Auf Rang zwei habe es mit 26.000 Verkäufen in diesem Jahr der SUV Q3 von Audi geschafft, gefolgt vom BMW-X1 mit 24.000 Verkäufen.

26.12.2013 Wirtschaft ZAHLEN & FAKTEN Gefragte Geländewagen Die sportlichen Geländewagen (SUV) werden bei deutschen Autokäufern immer beliebter. 2013 ist ihr Marktanteil mit 485 000 Verkäufen auf geschätzte 16,5 Prozent gestiegen, berichtete Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Wegen einer Vielzahl zusätzlicher Modelle sei 2014 mit dem erstmaligen Erreichen der Halbmillionen-Marke zu rechnen. Der Trend sei für die Hersteller profitabel, gefährde aber wegen des höheren Energie-Verbrauchs die Klimaziele der Branche. 23.12.2013 Deutsche fliegen auf Geländewagen Duisburg (DK) Die Deutschen freunden sich immer mehr mit sportlichen Geländewagen (SUV) an, was sich in rasant steigenden Absatzzahlen zeigt. Ganz vorne mit dabei ist dabei die VW-Tochter Audi, wie aus einer am Montag vorgestellten Studie des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Der Drang zu den Spritschluckern hat aber auch Nachteile: Der höhere CO2- Ausstoß der SUV bringt die Autohersteller bei ihren Bemühungen, die Klimaschutzvorgaben der EU zu erfüllen, in die Bredouille. Der CAR-Untersuchung zufolge werden im laufenden Jahr voraussichtlich rund 485 000 Vorjahr: 491 119) SUV verkauft in den ersten elf Monaten 2013 waren es 448 498. Der Marktanteil der großen, aber eher boulevardtauglichen Geländewagen dürfte damit auf den Rekordwert von 16,5 Prozent klettern nach 15,9 Prozent im vergangenen Jahr. Vor einem Jahrzehnt kamen die Giganten der Landstraße in Deutschland auf gerade einmal 4,9 Prozent. Der Trend zur Größe setzt sich der Studie zufolge in den kommenden Jahren auch fort, voraussichtlich aber deutlich gebremst: Im nächsten Jahr dürfen laut CAR hierzulande etwa 560 000 SUV abgesetzt werden. Und für 2020 sagt CAR-Chef

Ferdinand Dudenhöffer mit rund 900 000 verkauften Geländewagen einen SUV- Marktanteil von sogar 28 Prozent voraus. Ganz vorneweg fährt laut Dudenhöffer derzeit der VW Tiguan mit knapp 60 000 verkauften Fahrzeugen. Auf Platz zwei rangiert demnach der Audi Q3 mit knapp 26 000 SUV, gefolgt vom BMW X1 mit knapp 24 000 Verkäufen. Heute kann der Autokäufer unter 79 unterschiedlichen SUV-Modellen wählen, hat Autoexperte Dudenhöffer herausgefunden. Und es dürften noch einige mehr werden, weil 16 der in Deutschland vertretenen 50 Automarken nach Erkenntnissen der Duisburger Autoexperten noch gar keine SUV im Angebot haben. Der damit voraussichtlich auch steigende CO2-Ausstoß könnte allerdings die Bemühungen der Autohersteller torpedieren, die ab 2021 geltenden EU-Grenzen für den Schadstoffausstoß von 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer einzuhalten. Denn die SUV haben ein relativ höheres Gewicht, einen größeren Luftwiderstand, eine stärkere Motorisierung und damit einhergehend einen höheren Verbrauch. Der CO2-Ausstoß eines SUV liege um 40 Prozent höher als bei einem vergleichbar motorisierten Pkw, so Dudenhöffer. Die Konsequenz: Entweder die Autobauer finden eine technische Lösung etwa Plug-In-Hybride oder es stehen nach dem Jahr 2021 hohe EU-Strafzahlungen an. SUV bauen Marktanteil bei den Autoverkäufen weiter aus 23.12.2013 Im Jahr 2013 haben die sportlichen Geländewagen (SUV) bei den Autoverkäufen eine so große Rolle gespielt wie noch nie zuvor. Im Jahr 2013 haben die sportlichen Geländewagen (SUV) bei den Autoverkäufen eine so große Rolle gespielt wie noch nie zuvor. Mit mehr als 485.000 verkauften Wagen war 2013 jedes sechste verkaufte Auto ein SUV, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Mit prognostizierten 16,5 Prozent hätten die SUV ihren Marktanteil damit weiter gesteigert. Marktführer bei den großen Wagen sei wie schon 2012 mit knapp 60.000 Verkäufen der VW-Tiguan gewesen. Auf Rang zwei habe es mit 26.000 Verkäufen in diesem Jahr der SUV Q3 von Audi geschafft, gefolgt vom BMW-X1 mit 24.000 Verkäufen. "Mit 99,9-prozentiger Sicherheit" würden die Verkaufszahlen bei SUV im kommenden Jahr erstmals die Marke von 500.000 überschreiten, heißt es in der Untersuchung weiter. Auch über 2014 hinaus wird sich den Prognosen zufolge das seit Ende der 90er Jahre andauernde Wachstum im Geschäft mit den schweren Autos weiter fortsetzen. Sollte es im bisherigen Tempo weitergehen, dann wären im Jahr 2020 mit 1,3 Millionen SUV 42 Prozent aller Neuwagen auf Deutschlands Straßen sportliche Geländewagen. Die Duisburger Autoexperten gehen allerdings von einem langsameren Wachstum in den kommenden Jahren aus: Ihren Prognosen zufolge werden 2020 nur 28 Prozent der Neuwagen aus dem Segment der SUV kommen.

Das für Autobauer als besonders profitabel geltende Geschäft mit den Geländewagen wird damit weiter zunehmen, obwohl die Wagen im Unterhalt deutlich teurer sind als andere Autos. SUV sind schwerer, haben einen höheren Luftwiderstand und sind stärker motorisiert, sie verbrauchen dadurch mindestens 25 Prozent mehr Treibstoff als die konventionellen Fließ- oder Stufenheckfahrzeuge, wie es in der Untersuchung heißt. Dadurch stießen sie auch deutlich mehr Schadstoffe aus als andere Autos. bie/ilo 23.12.13 - Ungebremste Liebe Sportliche Geländewagen sind weiter im Trend Deutsche Autokäufer stehen auf sportliche SUVs (Sport Utility Vehicle). Die Liebe zu den Geländewagen wächst seit den 90ern ungebremst. Auch das Angebot der Geländewagen ist groß. Im fast abgelaufenen Jahr 2013 ist ihr Marktanteil mit 485.000 Verkäufen auf geschätzte 16,5 Prozent gestiegen, wie Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer am Montag berichtete. Wegen einer Vielzahl zusätzlicher Modelle sei im kommenden Jahr sicher mit einem weiteren Anstieg und dem erstmaligen Erreichen der Halbmillionen-Marke zu rechnen. Der Trend sei für die Hersteller profitabel, gefährde aber gleichzeitig wegen des höheren Energie- Verbrauchs die Klimaziele der Branche. Mit mehr Gewicht und höherem Luftwiderstand verbrauchen SUV laut Dudenhöffer mindestens 25 Prozent mehr Sprit als vergleichbare Limousinen. dpa 485.000 SUV-Neuzulassungen Verkappte Geländewagen erobern Deutschland VON FRANK-THOMAS WENZEL Sportliche Geländewagen, die sogenannten SUV, haben in diesem Jahr eine so große Rolle wie nie zuvor gespielt. Jede sechste Neuzulassung entfiel auf diese

Fahrzeugklasse. Nach einer Untersuchung des Car-Instituts der Uni Duisburg-Essen dürften 2013 mehr als 485.000 SUV an den Mann gebracht worden sein. Vor zehn Jahren lag der SUV-Anteil bei 5 Prozent des Marktes, mittlerweile sind es 16,5 Prozent. FRANKFURT (MAIN)/MZ. Wenn es so weiter geht, ist das hochgebockte Auto in einigen Jahren der dominierende Pkw- Typ auf den deutschen Straßen. Der Marktanteil der Sports Utility Vehicle (SUV) wächst ohne Unterlass. Nach Hochrechnungen des Car-Instituts der Uni Duisburg-Essen kommen die wuchtigen Fahrzeuge in diesem Jahr auf einen Marktanteil von 16,5 Prozent. Nur knapp dürfte die Marke von 500.000 Neuwagen verfehlt werden in den ersten neun Monaten wurden schon 449 000 Fahrzeuge verkauft. Dass es weiter aufwärts geht, ist für Branchenkenner ausgemachte Sache. Die halbe Million bei den Neuzulassungen dürfte 2014 sicher fallen. Denn es kommt eine Reihe neuer Modelle. Etwa der kompakte Porsche Macan. BMW weitet die Palette mit dem X4 aus, Mercedes bringt den GLA, für den es schon vorab viel Lob gegeben hat. Das Car-Institut prognostiziert, dass der Marktanteil bis 2020 sogar auf 28 Prozent steigt. Noch vor zehn Jahren lag er bei weniger als fünf Prozent. Getrieben wird das Wachstum durch nicht immer ganz rationale Erwägungen der Kundschaft. Die Autos vermitteln ein größeres Sicherheitsgefühl, auch wegen der erhöhten Sitzposition. Unstrittig ist hingegen, dass das Einsteigen für ältere Menschen einfacher als bei einem konventionellen Auto ist. Ein weiterer Faktor ist das Image: Die verkappten Geländewagen werden mit Sportlichkeit assoziiert. Auf der Beliebtheitsskala mit deutlichem Abstand ganz oben steht der VW Tiguan, der sich dieses Jahr schon knapp 60.000 mal verkauft hat. Es folgt der Q3 von der Konzernschwester Audi. Bemerkenswert ist, dass Porsche immer mehr zum SUV-Autobauer wird. Car-Direktor Ferdinand Dudenhöffer schätzt, dass dort im nächsten Jahr der Anteil der geländegängigen Autos auf mehr als 50 Prozent steigen wird. Dass die Autobauer den SUV-Trend mit massivem Marketing heftig befeuern, wundert nicht. Sie verdienen an den Fahrzeugen erheblich mehr als an Limousinen oder Kombis. Allerdings liegt der Sprit-Verbrauch deutlich höher. Das könnte in den nächsten Jahren zum Problem werden beim Einhalten der EU-Schadstoffgrenzwerte. Auswege könnten etwa Hybridantriebe mit Elektromotor oder umweltfreundliche Gasantriebe bieten.