Raumprogramm und Raumgestaltung Referent: Thomas Schai Betriebsökonom HWV, dipl. Verkaufsleiter Mitglied der Geschäftsleitung, VR direco ag Die Architekten Die Generalunternehmer Rickenbach b. Wil 1
Seminar für Wohneigentum 2
Die Grundfragen Wieviele Zimmer brauchen wir? Wie wollen wir die Räume nutzen? Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Wie wollen wir unseren Wohnraum gestalten? 3
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Kommen Sie Ihren Bedürfnissen und Vorstellungen auf die Spur! Ist (Was habe ich heute?) Raumprogramm (Wohin will ich?) Muss (notwendig) Soll (ideal und sinnvoll) Wünsche (nice to have) Was gefällt Ihnen (nicht) an der aktuellen Wohnsituation? Diskutieren Sie mit Ihren Freunden über Ihre Raumbedürfnisse und Vorstellungen! Sammeln Sie Bilder und Ideen über mögliche Raumgestaltungen! Skizzieren Sie Ihre räumlichen Vorstellungen bildlich und konkret! Denken Sie an die aktuelle und an künftige Lebensphasen und darüber, wie Sie in der Raumgestaltung darauf Rücksicht nehmen wollen! 4
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Welche Bedürfnisse für welche Räume? Wohnen? 5
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Welche Bedürfnisse für welche Räume? Küche/Essen? 6
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Welche Bedürfnisse für welche Räume? Arbeiten? 7
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Welche Bedürfnisse für welche Räume? Schlafen? 8
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Raumnutzung und Vorbereitung für ein Raumprogramm 9 Anzahl Wohnmitglieder (x Erwachsene, x Kinder, Haustiere) Körperliche Fitness der Bewohner / demografische Struktur Häufigkeit und Intensität der Raumnutzung (Tag, Nacht, Anzahl h pro Tag) Nutzung von Aussenräumen Häufigkeit und Anzahl von Gäste- oder Kundenbesuchen Tätigkeiten im Eigenheim: Berufsarbeit, Hausarbeit Art der Freizeitgestaltung der Erwachsenen, der Kinder Anzahl benötigter Zimmer Form (Geometrie) und Grösse der Zimmer in m2 Offene, fliessende oder geschlossene Zimmerübergänge Art und Stil der Einrichtungen pro Zimmer
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Welche Nutzung für welche Räume? Zum Erholen/Abschalten? 10
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Welche Nutzung für welche Räume? Zum Regenerieren/Atmen? 11
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Welche Nutzung für welche Räume? Zum Spielen/Lärmen? 12
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Muster Raumprogramm (5 ½-Zimmer-Einfamilienhaus) 13 Gebäude 2 Kinderzimmer à 12-14 m2 1 Kinderbad mit Wanne/Dusche/WC 1 Elternzimmer à 14 16 m2 + Ankleide 1 Elternbad mit Dusche/WC 1 Büro 1 Gäste-WC Küche/Essen/Wohnen als ein Raum Gedeckte Terrasse Technikraum (was erforderlich) Hauswirtschaftsraum à 12 m2 Keller Bastelraum à 12 14 m2 Doppelgarage Veloraum Umgebung Laube mit Platz für Gartengeräte Einfache Gartengestaltung Technik Gas oder Wärmepumpe Solaranlage Supplement Sauna Cheminée Spezielle Küche
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Muster Raumprogramm eines Kunden 14
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Muster Raumprogramm eines Kunden 15
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Muster Raumprogramm eines Kunden 16
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Muster-Grundriss 6 ½-Zimmer-Eigentumswohnung 17 1 Kinderzimmer 1 Elternzimmer 1 Büro 1 Lese-/Fernsehzimmer 1 Reservezimmer Gäste-WC Dusche/WC Bad/Dusche/WC Küche/Essen/Wohnen kombiniert Waschraum Keller/Abstellraum Terrasse + gedeckter Sitzplatz
Wieviele Zimmer brauchen wir und wie wollen wir diese nutzen? Muster-Grundrisse (5 ½- und 4 ½-Zimmer-Stwe in Terrassenüberbauung) 18
Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Nutzung von Synergien im Tagesablauf Morgendlicher Weg vom Bett über Bad zum Frühstück (Beziehung Schlafzimmer, Bad/Toilette, Ankleide) Verbindung von Kochen, Essen und Wohnen (Beziehung Küche, Ess- und Wohnbereich) Weg vom Wohn- und/oder Arbeitsbereich zum Auto (Beziehung Wohnraum, Arbeitsraum, Garage) Einbezug der Kinder in die Haus- oder Berufsarbeit (Beziehung Arbeitszimmer, Kinderzimmer) Verbindung der Freizeit- und Erholungsaktivitäten (Beziehung Wohnraum, Hobbyraum, Fitnessraum, Sauna, Bad, Toilette) 19 Abgrenzung Ruhe/Aktivität (Beziehung Musikraum, Gästezimmer, Kinderzimmer, Bibliothek, Schlafzimmer)
Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Beispiele von Raumbeziehungen 20
Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Beispiele von Raumbeziehungen 21
Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Lage der Räume im Wohnbereich und Verbindungen untereinander Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachgeschoss Verbindung mit Treppen, Stufen Lage im Osten, Westen, Süden, Norden Morgen-, Abendsonne Lage an Aussenwand oder im Inneren Natürliches oder künstliches Licht (fensterlos) Offene, fliessende oder geschlossene Raumübergänge 22 Bogendurchgänge, Schiebewände, Türen
Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Muster einer Beziehungsmatrix 23 Räume Fläche Anforderungen Wohnen 25 T/N (16), EG, A Küche 12 Essen 15 Bibliothek 12 T (1) Büro 12 Schlafen 1 14 N (9) Schlafen 2 14 T/N (8), DG, A Schlafen 3 14 Schlafen 4 14 Bad 8 sep. WC 2 Dusche 4 Abstellraum 5 Keller 14 Technik 8 Sauna Fitnessraum Entree
Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Grundriss-Muster für Raumbeziehungen Beziehung Kochen Essen Wohnen Beziehung zum Aussenbereich 24
Welche Beziehung sollen die Räume zueinander haben? Grundriss-Muster für Raumbeziehungen Beziehung Kochen Essen Wohnen Beziehung zum Aussenbereich 25
Wie wollen wir unseren Wohnraum gestalten? 26
Wie wollen wir unseren Wohnraum gestalten? Grundbedürfnis Rückzug, Intimität, Ruhe Gemeinschaft, Aktivität Viel Raum und Luft Viel natürliches Licht Nähe zur Natur und Aussenwelt Intensives, dauerhaftes Wohnen Flexibel und variabel bleiben Umsetzung räumlich und gestalterisch Lärm- und Sichtschutz, geschlossene Räume Grosszügige, offene, übersichtliche Räume Hohe, grosse Räume mit Fenstern Grosse Fenster, Morgen- und Abendsonne Sitzplatz, Wintergarten, Balkon, Sicht in Natur Robuste Materialien, feste Einrichtungen Räumliche Anpassungen ermöglichen 27 Leben Sie Ihre Kreativität aus, in der Raumplanung und vor allem auch bei der Inneneinrichtung und Möblierung Wohnen = Leben = Veränderungsprozesse
Wie wollen wir unseren Wohnraum gestalten? Wohnen innen Wohnen aussen 28 Garage
Veranschaulichung (Visualisierung)? Unter Visualisierung in der Architektur verstehen wir die bildliche, dreidimensionale Darstellung eines geplanten Bauwerks oder eine Situationslösung. Die Visualisierung tritt anstelle von technischen Zeichnungen, die für Laien oft schwer lesbar sind. 29
Fazit Nutzen Sie alle Quellen, Ihre Wohnbedürfnisse zu komponieren! Definieren Sie MUSS- / SOLLZIELE - WÜNSCHE Erarbeiten Sie ein realistisches Raumprogramm (Budget) Raumbeziehungen ergeben sich aus Ihren Lebensgewohnheiten Je besser das Raumprogramm, desto besser die architektonische Idee 30