Geschiedene Ehen nach Ehedauer



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Transkript:

Geschiedene Ehen nach Ehedauer Ehedauer 43 in Jahren 0 47 im Jahr 00 insgesamt: 87.07.049.6 davon: ohne minderjähriges Kind * 4.30 5.64 3 5.835 8.550 4 5.785 9. 5 6 5.938 6.74 0.33 0.58 7 5.367 9.946 8 4.533 9.34 9 0 3.73 3.670 8.38 8.43.88 7.776.35 6.905 3.00 6.575 4.797 6.5 * zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung 5 6-0 - 5.58 4.340 ** 6.006 5.39 ** ** Durchschnitt der geschiedenen Ehen mit einer Ehedauer von 6 bis 0 Jahren (6.953 insgesamt) bzw. bis 5 Jahren (.70 insgesamt) 0.000.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 9.000 0.000 Quelle: Lizenz: Statistisches Creative Commons Bundesamt by-nc-nd/3.0/de Lizenz: Bundeszentrale Creative Commons für politische by-nc-nd/3.0/de Bildung, 0, www.bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung, 0, www.bpb.de Anzahl Seite 4

Fakten Von den 53.79 Ehelösungen des Jahres 00 erfolgten 43.3 durch den Tod des Ehemannes, 0.43 durch den Tod der Ehefrau, durch Aufhebung der Ehe und 87.07 durch Scheidung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Ehescheidungen von 99 bis 003 kontinuierlich von 35.00 auf 3.975 pro Jahr. In den Folgejahren verringerte sich die absolute Zahl der Ehescheidungen. 009 ließen sich 85.87 Paare scheiden, 00 waren es 87.07 und 0 dann 87.640. Wurden 99/99 von.000 bestehenden Ehen etwa sieben geschieden, waren es 003/004 mehr als elf von.000 (,4 bzw.,5). Im Jahr 0 lag dieser Wert etwas niedriger bei 0,7. Insgesamt wurden zwischen 950 und 0 in Deutschland 8,64 Millionen Ehen geschieden. Bei 0.58 der 87.07 Ehescheidungen des Jahres 00 belief sich die Ehedauer auf sechs Jahre, 47 Ehepaare ließen sich noch im Jahr der Trauung scheiden und 6.006 nach 5 Jahren Ehe. Die durchschnittliche Dauer der im Jahr 0 geschiedenen Ehen betrug 4 Jahre und 6 Monate. Damit setzte sich 0 der Trend der vergangenen Jahre fort, dass sich Paare erst nach einer längeren Ehedauer scheiden lassen im Jahr 99 waren es noch Jahre und 6 Monate. Das Risiko, dass eine Ehe geschieden wird, ist auch abhängig von der Dauer der Ehe. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wiesen im Berichtsjahr 00 die Ehen, die seit drei bis acht Jahren bestanden, die höchsten ehedauerspezifischen Scheidungsziffern auf das Scheidungsrisiko ist demnach eher in einem Zeitraum besonders hoch und nicht in einem bestimmten Ehejahr. Am höchsten war die ehedauerspezifische Scheidungsziffer in Westdeutschland (einschließlich Berlin) bei einer Ehedauer von fünf Jahren. In Ostdeutschland war der Wert bei der Ehedauer von sieben Jahren am höchsten. Bis zu diesen Höchstwerten nimmt das Scheidungsrisiko tendenziell zu, danach nimmt es tendenziell ab. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass die Mehrzahl der Geschiedenen zum Zeitpunkt der Scheidung zumindest ein Jahr getrennt lebten: 5.08 Ehen (80,8 Prozent) wurden im Jahr 00 nach einjähriger Trennung geschieden. Bei 3.093 Scheidungen waren die Partner noch kein ganzes Jahr getrennt. Die Zahl der Scheidungen nach dreijähriger Trennung betrug 3.589. Die restlichen.37 Ehen wurden aufgrund anderer Vorschriften geschieden. Die Frage nach dem generellen Risiko, dass Ehen durch Gerichtsurteil gelöst werden, ist mit den Daten, die der amtlichen Statistik zur Verfügung stehen, nur eingeschränkt zu beantworten. Mit Hilfe verschiedener Ansätze lassen sich aber Ober- und Untergrenzen bestimmen. Wird davon ausgegangen, dass sich die Höhe des Risikos der Ehelösung durch Scheidung [...] mittelfristig zwischen diesen Werten bewegt, dann muss aus heutiger Sicht damit gerechnet werden, dass in Deutschland mehr als ein Drittel aller Ehen früher oder später geschieden wird (Statistisches Bundesamt: Wirtschaft und Statistik /005: 08). Seite 5

Im Jahr 00 wurde der Scheidungsantrag in 98.973 Fällen von der Frau (5,9 Prozent) und in 7.70 Fällen vom Mann (38,9 Prozent) gestellt. In den übrigen Fällen beantragten beide Ehegatten die Scheidung. Im selben Jahr hatte knapp die Hälfte der geschiedenen Ehepaare Kinder unter 8 Jahren (48,9 Prozent). Insgesamt waren 45.46 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen. Zwischen 990 und 00 waren bei 50,8 Prozent aller Scheidungen minderjährige Kinder betroffen durchschnittlich 44.09 Kinder pro Jahr, mehr als drei Millionen minderjährige Kinder insgesamt. Im Jahr 00 wurden in Deutschland 38.047 Ehen geschlossen (0: 377.86) davon 46.05 Erst-Ehen und 6.00 Wiederverheiratungen. Bezogen auf die Einwohnerzahl waren das 4,7 Eheschließungen je.000 Einwohner (0: 4,6). 950 lag die Zahl der Eheschließungen noch bei rund 750.500 das entsprach 0,8 Eheschließungen je.000 Einwohner. Abgesehen von kleineren Schwankungen verringerte sich die Zahl der Eheschließungen je.000 Einwohner zwischen 96 und 978 stetig von 9,5 auf 6,0. Nach einem leichten Anstieg der Eheschließungen auf 6,8 je.000 Einwohner bis zum Jahr 988, ist die Zahl in den Folgejahren wieder stetig gesunken. Das durchschnittliche Heiratsalter stieg bei den Männern zwischen 99 und 00 von 3,8 auf 37,3 Jahre. Bei den vor der Eheschließung ledigen Männern stieg es im selben Zeitraum von 8,5 auf 33, Jahre (Westdeutschland 980: 6, Jahre). Das Heiratsalter der Frauen hat sich ebenfalls kontinuierlich erhöht. Heirateten die Frauen 99 noch im Alter von 8,9 Jahren, heirateten sie im Jahr 00 im Durchschnitt 5, Jahre später. Bei den vor der Eheschließung ledigen Frauen lag das Heiratsalter 99 bei 6, und 00 bei 30,3 Jahren (Westdeutschland 980: 3,4 Jahre). Datenquelle Statistisches Bundesamt: Lange Reihen: Eheschließungen und Ehescheidungen, Statistik der rechtskräftigen Beschlüsse in Eheauflösungssachen, Pressemitteilung Nr. 4, Natürliche Bevölkerungsbewegung 00, Ehescheidungen 009, Wirtschaft und Statistik /005 Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen Für die Berechnung der ehedauerspezifischen Scheidungsziffer werden die in einem Berichtsjahr geschiedenen Ehen, die eine bestimmte Ehedauer aufweisen, auf.000 Ehen desselben Eheschließungsjahres bezogen. Seite 6

, Antragsteller und Kinderzahl (Teil ) davon: Ehedauer insgesamt je 0.000 geschlossene Ehen ohne mit mit minderjährige(n) Kind(er/n) mit 3 und mehr 0 47 43 4 0.6 33.049 76 33 3 5.64 50 4.30.48 6 37 3 8.550 3 5.835.63 46 5 4 9. 44 5.785.595 64 9 5 0.33 66 6.74.985 999 96 6 0.58 66 5.938 3.9.8 94 7 9.946 60 5.367.867.460 96 8 9.34 38 4.533.846.68 448 9 8.43 6 3.670.584.78 469 0 8.38 94 3.73.45.985 503 ermittelt als Differenz zwischen Eheschließungsjahr und Berichtsjahr; zum Beispiel 00: Ehedauer 0 = Eheschließung 00, = Eheschließung 009, usw. Zeitpunkt der Urteilsverkündung Seite 7

, Antragsteller und Kinderzahl (Teil ) davon: Ehedauer insgesamt je 0.000 geschlossene Ehen ohne mit mit minderjährige(n) Kind(er/n) mit 3 und mehr 7.776 8.88.40.089 559 6.905 65.35.07.0 606 3 6.575 56.00.946.06 66 4 6.5 46.797.778. 68 5 6.006 40.58.795.07 774 6 bis 0 6.953 586 7.347 7.733 8.98 3.476 bis 5.70 47.65 6.035 3.099.73 6 und mehr 3.550 x 0.6.39 744 35 insgesamt 87.07 3.890 3 95.57 49.089 33.539 0.77 v Westdeutschland 4 6.70 4.000 8.60 4.555 30.386 9.865 Ostdeutschland 4.36 3.88 3.95 6.534 3.53 907 ermittelt als Differenz zwischen Eheschließungsjahr und Berichtsjahr; zum Beispiel 00: Ehedauer 0 = Eheschließung 00, = Eheschließung 009, usw. Zeitpunkt der Urteilsverkündung 3 Summe der 00 geschiedenen Ehen, die eine Ehedauer von 0 bis 5 Jahren verzeichneten, bezogen auf jeweils 0.000 geschlossene Ehen gleicher Ehedauer. 4 einschließlich Berlin Seite 8