WOCHENPLAN. Unterrichtskonzept und Rhythmisierung

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WOCHENPLAN Unterrichtskonzept und Rhythmisierung

Inhalt Lernprozesse Unterrichtskonzepte Entwicklungsperspektive Diskussion

Lernprozesse unterschiedliche Menschen = unterschiedliche Lernprozesse Tempo, Intelligenz, Vorkenntnisse, Motivation, Geschlecht, Tagesform, Gesundheit, Lerntypus, Sortieren in lernhomogene Gruppen: Geburtstag, Wohnort, Elternwunsch, Individualität versus Lehrplan für alle

Lernprozesse erfolgreich 1. Vorkenntnisse 2. Intelligenz (Bedeutung nimmt im Lernprozess ab.) 3. Motivation/ Interesse (D. Wahl 2005) 4. Wille/ Wirksamkeit (Methoden) aus neurobiologischer Sicht: 1. Information + Emotion 2. Selektive Aufmerksamkeit 3. Zeit zum abspeichern (subcortex; Bewegung, Pausen, Schlaf, andere Hirnareale, )

Lernprozesse im Wochenplan Vielfältige Möglichkeiten, die Schüler dort abzuholen, wo sie gerade stehen, (Binnen-) Differenzierung innerhalb größerer Lerngruppen, Berücksichtigung persönlichen Bedürfnissen, Möglichkeit nach ihren persönlichen Lerntypen und (Um-) Wegen entsprechend zu lernen, Lernende erfahren, wie sie sich selbst und anstehende Arbeiten organisieren können, Verantwortungsübernahme der Lernenden und Selbstständigkeit für das eigene Planen und Lernen Berücksichtigung wichtiger Grundsätze der Motivationstheorie Zeit für die individuelle Begleitung von Schülern (Müllener-Malina 2000) Frustrationserlebnisse durch Über- bzw. Unterforderung werden vermieden, da unterschiedliche Aktivitäten (entsprechend der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen) gleichzeitig laufen können (Marxen 1987).

Grundsätze im Wochenplan vom Tagesplan zum Wochenplan Vorbereitete Lernumgebung Anleitung von Inhalt, Methode Pflicht, Wahlpflicht, Freiaufgaben Hilfesystem Kontrollsystem Integration von Hausaufgaben Arbeitsordnung (Regeln, Rücksicht, Ruhe) Beratungsstelle Lehrer Reflexion zum Lernprozess

Schüler im Wochenplan Was muss ich tun? Was darf ich tun? Wie kann ich vorgehen? Was benötige ich zu Lösung der Aufgaben? Wann arbeite ich? Mit wem verabrede ich mich? Wochenplan mein Logbuch

Raum im Wochenplan Individuelle Spur im Raum Arbeitsplätze für: Recherche Entdecken Experiment Übung Training Wiederholung pauken Entspannung Ruhe Bewegung Freiarbeit Kontrolle Testung Reflexion

Entwicklungsperspektive HEUTE Fachorientierung Lehrerzentrierung Wochenplan Stundenrhythmus Klassenverband Klassenkontrollarbeit MORGEN Fächerverbund Schülerzentrierung Jahresplan Eigene Arbeitsphasen Themenverband Individualtest Die wachsende Heterogenität der Schüler und die quantitative Wissensexplosion erfordern individuelle maßgeschneiderte Lernwege. Damit ist die Selbstverantwortung für eigene Lernprozesse und das Coaching der Lehrer voraussetzend für das Gelingen.

Beispiele Wochenplangenerator im Internet: http://www.eduhi.at/ material/wochenplan

Beispiele

Beispiele

Beispiele

Beispiele

Beispiele

Beispiele Christoph Edgar Arnold Universität Leipzig 2010

Danke für die Aufmerksamkeit