PRÜFUNGSVORBEREITUNG Rechnungswesen Aufgabe 1 Das betriebliche Rechnungswesen wird in vier Teilbereiche gegliedert. a) Nennen Sie die vier Teilbereiche. b) Erläutern Sie den Zusammenhang der Teilbereiche. Aufgabe 2 Ordnen Sie den unten genannten Geschäftsvorfällen die entsprechenden Werteveränderungen zu, indem Sie die entsprechende Ziffer in das jeweilige Antwortkästchen eintragen. Werteveränderungen: 1. Aktivtausch 2. Passivtausch 3. Aktiv-Passiv-Mehrung 4. Aktiv-Passiv-Minderung Geschäftsvorfälle: Barverkauf eines Geschäftswagens Tilgung eines Bankkredites aus Bankguthaben Kunde überweist auf unser Bankkonto Barkauf eines Druckers Zielkauf von Rohstoffen Zielverkauf von Waren Überweisung einer gebuchten Lieferantenrechnung Kauf einer Maschine auf Ziel Umwandlung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Darlehen Kauf eines Büroregals gegen Bankscheck Nr. Aufgabe 3 Es gibt wichtige Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. a) Nennen Sie drei Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. b) Beschreiben Sie den Inhalt Ihrer gewählten Grundsätze. Energiefachwirt - 1-11.10.2014
Aufgabe 4 Erstellen Sie aus den folgenden Angaben die ordnungsgemäß gegliederte Bilanz. Beachten Sie dabei die richtige Reihenfolge der Positionen. Das Eigenkapital ist zu berechnen. Bankguthaben 19.500 Bebaute Grundstücke 250.000 Darlehen 89.700 Kasse 24.900 Fuhrpark 87.400 Vorräte 99.300 Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA) 36.800 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 145.830 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 99.900 Verbindlichkeiten gegenüber Finanzamt (Umsatzsteuer) 18.440 Aufgabe 5 Kreuzen Sie zu den folgenden Teilaufgaben jeweils an, ob die einzelnen Aussagen richtig oder falsch sind. Für jede richtig angekreuzte Aussage erhalten Sie einen Punkt. - Kosten, denen kein Aufwand gegenübersteht, heißen... richtig falsch aufwandsgleiche Kosten. Zweckaufwand. Zusatzkosten. neutrale Kosten. - Kalkulatorische Kosten... werden in Anders- und Zusatzkosten unterschieden. umfassen u. a. Garantiekosten, Abschreibungen und Unternehmerlohn. - Die Verrechnung kalkulatorischer Zinsen... für Eigenkapital ist überflüssig, weil Eigenkapital nichts kostet. wird nur für das abnutzbare Anlagevermögen vorgenommen. hat keinen Einfluss auf die Höhe des Verkaufspreises. - Das Betriebsergebnis einer Abrechnungsperiode... ist immer die Differenz zwischen Umsatz und Gesamtkosten der Periode. ergibt sich aus dem neutralen und kalkulatorischen Ergebnis der Periode. ist stets höher als das neutrale Ergebnis. Aufgabe 6 Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) eines kleinen Industriebetriebes weist zum Quartalsende nach Verteilung der Gemeinkosten folgende Gemeinkostensummen in den 4 Hauptkostenstellen aus: Energiefachwirt - 2-11.10.2014
Material Fertigung Verwaltung Vertrieb 47.000,- 179.000,- 32.667,- 34.333,- Es fielen im gleichen Zeitraum folgende Einzelkosten an: Fertigungsmaterial 150.000,- Fertigungslöhne 140.000,- Sondereinzelkosten der Fertigung 1.000,- Die Bestandsvermehrungen an FE betrugen im gleichen Zeitabschnitt 4.000,- Bei den UFE liegt weder ein Minder- noch ein Mehrbestand vor. a) Erstellen Sie eine Gesamtkalkulation bis zu den Selbstkosten des Umsatzes! b) Berechnen Sie die Gemeinkostenzuschlagssätze! Für die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind die Herstellkosten des Umsatzes Bezugsgrundlage. Aufgabe 7 Die Stofftiere-AG stellt die Produktgruppen Teddybären und Krokodile her. Die Marketingabteilung will die Werbung auf die Produktgruppe konzentrieren, die besonders gewinnträchtig ist. Außerdem ist der Controller an dem Gesamtergebnis der beiden Gruppen interessiert. Zur Verfügung stehen die im nachfolgenden Kostenträgerzeitblatt eingetragenen Zahlen. Außerdem liegen folgende Angaben vor: Bestandsveränderungen: Mehrbestand an Fertigerzeugnissen Teddybären 180 000 Krokodile 85 000 Minderbestand an unfertigen Erzeugnissen Teddybären 25 000 Krokodile 70 000 Istkosten: Verwaltungsgemeinkosten 290 000 Vertriebsgemeinkosten 153 000 Normalzuschlagssätze bezogen auf die Herstellkosten des Umsatzes zu Normalkosten: für Verwaltungsgemeinkosten 18 % für Vertriebsgemeinkosten 10 % Hinweis: Nachkommastellen werden kaufmännisch auf volle Tsd. auf- bzw. abgerundet. a) Vervollständigen Sie das folgende Kostenträgerzeitblatt. b) Gehen Sie in dieser Teilaufgabe von folgenden Umsatzergebnissen aus: gesamt 400 000 Teddybären 600 000 Krokodile 200 000 Unterbreiten Sie der Geschäftsleitung Vorschläge für Maßnahmen, um die Umsatzergebnisse bei den einzelnen Produktgruppen und damit auch insgesamt zu verbessern. Erläutern Sie dabei auch, inwieweit Ihre Vorschläge auf der Basis der Vollkostenergebnisse problematisch sein können. Energiefachwirt - 3-11.10.2014
Aufgabe 8 Ein Großhändler für Unterhaltungselektronik sieht sich vor die Situation gestellt, dass sich für einen Artikel die Preise sowohl auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Absatzmarkt verändert haben. Sein Lieferant musste aufgrund gestiegener Rohstoffpreise den Listenverkaufspreis auf 572 erhöhen. Da sich im Einzugsgebiet des Großhändlers ein Mitbewerber niedergelassen hat, musste der Listenverkaufspreis auf 1.097,96 zurückgenommen werden. Stellen Sie fest, wie hoch in der neuen Situation der Gewinn und der Gewinnzuschlag sind. Verwenden Sie für Ihre Berechnungen ein ordnungsgemäßes Kalkulationsschema. Der Großhändler kalkuliert mit den folgenden Größen: Lieferantenrabatt 20 % Lieferantenskonto 2 % Eingangsfracht, netto 80 Handlungskostenzuschlag 60 % Kundenrabatt 15 % Kundenskonto 3 % Energiefachwirt - 4-11.10.2014
Aufgabe 9 Ein Fahrradhersteller kann in seiner Produktion bei Vollauslastung 3.000 Trekkingbikes pro Monat herstellen. Durchschnittlich ist diese Kapazität zu 80% ausgelastet. Über die Kosten liegen folgende Informationen vor: Monat September Oktober Produktion [Stück] 1.800 900 Gesamtkosten [ ] 1.140.000 690.000 Es wird von einem linearen Kostenverlauf ausgegangen. Der Verkaufspreis wurde gebildet, indem auf die Selbstkosten bei durchschnittlicher Auslastung ein Zuschlag von 100 /Stück vorkalkuliert wurde. a) Berechnen Sie die Produktionsstückzahl, bei der der Betrieb kostendeckend arbeitet. b) Ermitteln Sie das Betriebsergebnis für den Monat Oktober. c) Ermitteln Sie die Produktionsstückzahl, für die eine Umsatzrendite von 10% erzielt wird. Aufgabe 10 Ein Betrieb stellt ein Spezialteil her, dessen Kosten mithilfe der Zuschlagskalkulation berechnet werden sollen. Folgende Daten liegen bisher vor: Materialkosten/10 Stück 1.480 Vorgabezeit/Stück 2,5 Std. Fertigungslohnkosten/Stunde 11 Restfertigungsgemeinkostenzuschlagssatz 48 % Maschinenzeit für 10 Stück 60 Std. Maschinenstundensatz 88 /Std. Materialgemeinkostenzuschlagssatz 24 % Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkostenzuschlagssatz 18 % Gewinnzuschlag 8 % Skonto für den Kunden 2 % Rabatt für den Kunden 5% Anschaffung einer speziellen Werkzeugeinrichtung für 1.000 Stück 180.000 a) Ermitteln Sie den Listenverkaufspreis pro Stück (ohne Mehrwertsteuer) nach diesen Angaben. b) Berechnen Sie den minimalen Verkaufspreis pro Stück, bei dem nur die Selbstkosten gedeckt sind und der Kunde dennoch einen Skonto von 2 % erhalten soll (Berechnung ohne Mehrwertsteuer). Aufgabe 11 Die Maschinenbau AG fertigt u. a. eine Vorrichtung für die Erweiterung der Auflagefläche bei Drehmaschinen. Die Herstellung erfolgt in zwei Stufen. In der Abrechnungsperiode wurden in der ersten Stufe 100 Vorrichtungen gefertigt, in der zweiten Stufe 60 Vorrichtungen. Die gesamten Herstellkosten der ersten Stufe betrugen 200.000, die der zweiten Stufe 60.000. An Verwaltungsgemeinkosten sind 20.000 und an Vertriebsgemeinkosten sind 40.000 angefallen. Verkauft wurden 50 Vorrichtungen. Zu Beginn der Abrechnungsperiode lagen keine Lagerbestände an Vorrichtungen vor. Aufgabenstellung: a) Die Selbstkosten pro Vorrichtung der abgesetzten Menge sind zu ermitteln. b) Die Herstellkosten pro Vorrichtung in der ersten Stufe sind zu ermitteln. c) Die Herstellkosten der nicht verkauften Vorrichtungen sind zu ermitteln. d) Der Wert der unfertigen und der fertigen Vorrichtungen am Lager ist zu ermitteln. Energiefachwirt - 5-11.10.2014
Aufgabe 12 Die Sleepwell-GmbH liefert Daunendecken an ein Großversandhaus. Das Fertigungsprogramm besteht aus drei verschiedenen Qualitätsstufen der Größe 140 200 cm. Für die Kalkulation stehen folgende Daten zur Verfügung: Qualitätsstufe Stückzahl Fertigungsmaterial gesamt Standard 3 000 Stck. 90 000 Komfort 5 000 Stck. 300 000 Luxus 2 000 Stck. 180 000 An Fertigungslöhnen fallen insgesamt 650 000, an Gemeinkosten 205 000 an. Die Sleepwell-GmbH rechnet weiter mit 25 % Wiederverkäuferrabatt, 20 % Gewinn, 19 % Umsatzsteuer, 3 % Kundenskonto. a) Berechnen Sie mit Hilfe der Äquivalenzziffernkalkulation die Selbstkosten für eine Daunendecke jeder Sorte, wenn das Fertigungsmaterial pro Stück als Grundlage für die Zurechnung der übrigen Kosten gewählt wird. b) Die Sleepwell-GmbH will nun auch Kopfkissen in ihr Produktionsprogramm aufnehmen. Berechnen Sie den Endverkaufspreis für ein Kissen, wenn die GmbH mit Selbstkosten von 30,- pro Kissen rechnet. c) In welchen betrieblichen Situationen können folgende Kalkulationsverfahren sinnvoll angewendet werden: - Einstufige Divisionskalkulation - Äquivalenzziffernkalkulation - Zuschlagskalkulation Nennen Sie jeweils ein Beispiel. Aufgabe 13 Im Rahmen der Jahresabschlussanalyse durch einen Unternehmenskäufer stellt die Beurteilung der Rentabilität eine wichtige Maßnahme dar. Aus dem Jahr 2013 liegen folgende Daten vor: Grundstücke und Gebäude 200.000 BGA 700.000 Forderungen 50.000 Warenbestand 30.000 Bankguthaben 50.000 Eigenkapital 720.000 Darlehen 290.000 Verbindlichkeiten 20.000 Weitere Angaben für 2013: Summe der Aufwendungen 2.000.000 davon Zinsaufwendungen 16.250 Summe der Umsatzerlöse 2.180.000 Energiefachwirt - 6-11.10.2014
a) Berechnen Sie die Eigenkapitalrentabilität 2013. b) Berechnen Sie die Gesamtkapitalrentabilität 2013. c) Berechnen Sie die Umsatzrentabilität 2013. Aufgabe 14 Planungsrechnung betrifft sowohl die strategische als auch die operative Planung. Es ist ein wichtiges Kontrollinstrument zur frühzeitigen Erkennung von Abweichungen und damit die Basis für Soll-Ist- Vergleiche. Nennen Sie drei Teilpläne der Planungsrechnung mit jeweils zwei Informationen, die diese Teilpläne enthalten. Energiefachwirt - 7-11.10.2014