Strukturwandelbarometer 201 Aktuelle Ergebnisse der Befragung zum Wandel in der Arbeitswelt Pressegespräch am 17.02.2015 Georg Michenthaler IFES - Institut für empirische Sozialforschung GmbH Teinfaltstraße 8 1010 Wien
2 Was ist der betriebliche Strukturwandelbarometer? Der betriebliche Strukturwandelbarometer misst die Veränderungen in den heimischen Unternehmen aus der Perspektive von Betriebsrät/innen anhand von 31 Indikatoren in folgenden fünf Dimensionen: 1. Arbeitsbedingungen und Arbeitsumfeld 2. Beschäftigtenstrukturen 3. Unternehmensstrukturen. Unternehmensstrategien 5. Mitbestimmung Die Erhebung des betrieblichen Strukturwandels erfolgt mittels einer periodisch durchgeführten Online-Befragung von Betriebsrät/innen heimischer Leitbetriebe. An der Befragung für die aktuelle Auswertung haben 25 Angehörige von Betriebsratskörperschaften in erster Linie Betriebsratsvorsitzende bzw. deren Stellvertreter/innen von privatwirtschaftlichen Unternehmen aller Branchen teilgenommen.
3 Die stärksten Veränderungen Frage: Hat es in Ihrem Unternehmen im letzten Halbjahr eine der folgenden Veränderungen gegeben? [in Prozent] 0 10 20 30 0 50 60 70 80 90 100 ZUNAHME VON Zeitdruck 65 Flexibilitätsanforderungen 60 VERSC HLEC HTERUNG VON Betriebsklima 0
Mitbestimmung von Betriebsräten teilweise behindert Frage: Hat es in Ihrem Unternehmen im letzten Halbjahr eine der folgenden Veränderungen gegeben? [in Prozent] -100-80 -60-0 -20 0 20 0 60 80 100 Informationspolitik der Geschäftsführung -21 15 Einbindung des Betriebsrats -2 13 tatsächlicher Einfluss des Betriebsrates -21 11 Verringerung / Verschlechterung Erhöhung / Verbesserung
5 BR mit Einfluss bremsen negative Entwicklungen FRAGE: Hat es in Ihrem Unternehmen im letzten Halbjahr eine der folgenden Veränderungen gegeben [in Prozent] 0 20 0 60 80 100 65 Erhöhung des Zeitdrucks 58 87 0 Verschlechterungen des Betriebsklimas 27 73 GESAMT BR mit steigendem Einfluss BR mit sinkendem Einfluss
6 BR mit Einfluss fördern positive Entwicklungen FRAGE: Hat es in Ihrem Unternehmen im letzten Halbjahr eine er folgenden Veränderungen [in Prozent] 0 20 0 60 80 100 Verbesserung der Gleichstellung von Frauen 5 19 Verbesserung der Vereinbarkeit 2 15 Erhöhung von Investitionen in Anlagen 29 37 6 Erhöhung von Investitionen in Personal 15 27 62 Ausweitung von Aktivitäten ökologischer/sozialer Verantwortung 8 17 31 GESAMT BR mit steigendem Einfluss BR mit sinkendem Einfluss
7 Die Profiteure des betrieblichen Strukturwandels FRAGE: Wie sehr profitiert die Belegschaft Ihres Erachtens von den Strukturveränderungen in Ihrem Betrieb? [in Prozent] 0 20 0 60 80 100 GESAMT 9 32 36 22 BR mit steigendem Einfluss 15 6 35 BR mit sinkendem Einfluss 8 21 33 39 sehr etwas kaum gar nicht
8 Wirtschaftlicher Optimismus und BR-Einfluss FRAGE: Wenn Sie an die nächsten fünf Jahre denken, sind Sie da hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung Ihres Betriebes/Unternehmens sehr optimistisch, eher optimistisch, eher pessimistisch oder sehr pessimistisch? [in Prozent] 0 20 0 60 80 100 GESAMT 9 50 36 BR mit steigendem Einfluss 27 6 23 BR mit sinkendem Einfluss 37 56 sehr optimistisch eher optimistisch eher pessimistisch sehr pessimistisch
9 Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz FRAGE: Mit der Novellierung des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes sind die österreichischen Betriebe seit dem Vorjahr verpflichtet, alle Arbeitsplätze im Hinblick auf psychische Arbeitsbelastungen zu evaluieren. Findet diese Evaluierung in Ihrem Betrieb statt was davon trifft zu? FRAGE: Wurden im Zusammenhang mit der Arbeitsplatzevaluierung bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation eingeleitet? [in Prozent] 0 20 0 60 80 100 21 33 2 11 11 abgeleitete Maßnahmen (Basis: Evaluierung zumindest teilweise durchgeführt) weiß nicht 12% die Evaluierung wurde bereits zur Gänze durchgeführt die Evaluierung wurde bereits in Teilbereichen durchgeführt die Evaluierung ist erst in Planung weder noch, nichts davon weiß nicht ja 9% nein 39%
10 Maßnahmen zeigen Wirkung 0 20 0 60 80 100 Erhöhung des Zeitdrucks 55 65 Erhöhung der Flexibilitätsanforderungen 9 60 Verschlechterungen des Betriebsklimas 28 0 GESAMT Maßnahmen eingeleitet