Der Auftrag der Schule

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Transkript:

Der Auftrag der Schule Die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Bildung und Erziehung. Unterrichtlich gesehen gehören dazu einerseits unterstützende Maßnahmen für leistungsschwächere und andererseits Angebote zur angemessenen Entfaltung leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler. Gerade im Unterricht der Sekundarstufe I wirken sich Überforderung aber auch Unterforderung sehr nachteilig aus. Viele begabte Schüler verlieren die Lust an Schule und den Spaß am Lernen. Ein deutlicher Leistungsabfall ist häufig die Folge. Das müsste nicht sein. Eine Möglichkeit gezielter Begabtenförderung bietet unsere Schule deshalb mit dem Modell Begys an.

BEGYS was ist das? Das Projekt Begabtenförderung am Gymnasium mit Verkürzung der Schulzeit - kurz BEGYS genannt wendet sich an motivierte, leistungsfähige, engagierte und vor allem leistungsbereite Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums.

Wie funktioniert Begys? Dieses Modell der Schulzeitverkürzung ist nicht mit dem G8GTS- Modell zu verwechseln. Nach der pädagogischen Einheit der Orientierungsstufe, die frei von äußerer Differenzierung ist, bietet die BeGys-Klasse ab der Jahrgangsstufe 7 den Schülerinnen einen homogenen Lernort, der ihren besonderen Neigungen entgegenkommt. Denn dadurch steht der Förderaspekt im Vordergrund und nicht die Schulzeitverkürzung für alle SuS in heterogenen Klassen. Die BeGys-Klassen haben damit andere Lernvoraussetzungen als G8. Im BEGYS-Modell die Inhalte der Lehrpläne nicht geändert, sie werden aber dem verkürzten Durchlauf angepasst. Diese Kürzung der Unterrichtszeit rechtfertigt sich durch kürzere Übungs- und Wiederholungsphasen.

Am Ende der 10. Klasse wird die BeGysklasse aufgelöst. Alle Schülerinnen und Schüler absolvieren gemeinsam wieder die Oberstufe. Damit bleiben die Anforderungen zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife für alle Schülerinnen und Schüler identisch.

BEGYS - Fahrplan Ersteinschätzung (der Klassenkonferenz) am Ende der Klassenstufe 5 Erste pädagogische Konferenzen in Klasse 6 (November) mit Beobachtungsaufträgen an die Kolleginnen und Kollegen mögliche Informationsgespräche am Elternsprechtag Anfang Mai/Juni in Klassenstufe 6: BeGys- Beratungskonferenz: Vorschläge für zukünftige BeGys-SuS + Elterninformation Ca. 10 Tage später: Informationsveranstaltungen für empfohlene SuS und Eltern Angebot eines individuellen Beratungsgesprächs durch die Orientierungsstufenleitung und/oder die Schulleitung Entscheidung der Eltern und Anmeldung des Kindes für die Projekt-Klasse zum nächsten Schuljahr Ende Juni (Termin Schulbuchausleihe) Entscheidung der Schulleitung über die Einrichtung der Klasse

PRO Begys Contra Gezielte Förderung Kleine Klassen Lernen unter Gleichgesinnten Teamwork = Zusammenhalt Freunde bleiben Freunde Neue Freunde kennenlernen JA zu Freizeitaktivitäten Herausforderung Weiterer Werdegang zukunftsorientiert Befürchtungen vor : Mobbing Überforderung Zu vielen Hausaufgaben Einem schlechten Notenschnitt Verlust von Freunden Zu wenig Freizeit. Folie: Elterninitiative 2013

BEGYS - Erfahrungen Akzeleration gilt wissenschaftlich als das am besten erforschte Begabtenförderungsprinzip. Die Schüler der BEGYS Klassen bewältigen in der Regel mühelos die Mittelstufe und danach den Übergang in die MSS. Sie zeigen auch in der MSS wieder besonders gute Leistungen und zeichnen sich dadurch aus, dass sie selbständig, effizient (strukturiert und organisiert) und kreativ zu arbeiten gewohnt sind. Das Verhältnis zu ihren um 1 Jahr älteren Mitschülern gestaltet sich normal. Dass bei der Förderung im kognitiven Bereich die Persönlichkeitsbildung nicht vernachlässigt wird, zeigt sich daran, dass sich ehemalige BEGYS Schüler im Verlauf der Oberstufe auch durch ein hohes Verantwortungsgefühl und soziales Engagement auszeichnen. Die Abiturergebnisse bestätigen den positiven Eindruck aus der Mittelstufe. Abitur 2014 φ Begys 2,0 andere 2,5 von 23 SuS

Die Schülerinnen und Schüler lernen in besonders motivierten Gruppen. Daraus ergibt sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre für Schülerinnen, Schüler und Lehrer. Hier sind Gleichgesinnte zusammen. Das ist ein großer Vorteil für Schüler mit schneller Auffassungsgabe. Durchhänger in der Mittelstufe sind seltener als in den Regelklassen. BEGYS bringt ein Jahr mehr Flexibilität in der Ausbildung z. B. für ein Auslandsjahr. So kann der Verschiedenheit der Kinder Rechnung getragen werden. (aus dem Bericht des Kultusministeriums Mainz) Die Erfahrung zeigt, dass sich an den Begys-Schulen weder die Regelklassen zu Restklassen entwickeln noch die Projektklassen zu elitären Zirkeln. Vielmehr gibt es ein gutes Miteinander. BeGysschülerinnen und schüler zeichnen sich oft in der Mittelstufe durch großes soziales Engagement und beim Übergang in die Oberstufe eher durch besonderes Verantwortungsgefühl aus und übernehmen in auffallend hoher Zahl soziale Aufgaben in den Lerngruppen. (aus dem Bericht des Kultusministeriums Mainz)

BeGys Kriterien für die Nominierung Motivation Leistungsbereitschaft Notenbild Zustandekommen der Noten (Luft nach oben) Umgang mit Rückschlägen/übergroßer Ehrgeiz Auf keinem Fall IQ alleine, BeGys ist keine Hochbegabtenklasse!