Wassertiefen an der Ems
Wassertiefen an der Ems Vortragsinhalt 1. Einführung Wasser- und Schifffahrtsamt Emden 2. Anforderungen an die Unterhaltung 3. Feststellung der Wassertiefen, Bewertung bisheriger Ergebnisse 4. Ausblick S2
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Einführung Emden: ditt drittgrößter europäischer Seehafen für Autoumschlag (> 1 Mio. Autos) 4-5 Mio. t (Massengut, Windenergie) Leer: Baustoffe, Metall, Futtermittel Papenburg: Werftschiffe der Meyer-Werft, Schiffsteile, Moor, Stück-, Massengut S4 NL-Häfen: Delfzijl: Chemie (20 % in NL) Eemshaven: Gas, Kohle, Biomasse
Solltiefen Außenems Erreichbarkeit für Schiffe mit einem Tiefgang von ca. 8,00 m (tidenunabhängig) Emder Fahrwasser: SKN -8,10/-8,20m Ausbauplanungen 7-9 Mio. m³/a Baggerstrategie Unterhaltung der Solltiefe durch kontinuierliche Baggerung Einsatz großer Baggergeräte, Unterbringung erfolgt über Umlagerung Strategieänderung g 2008
Solltiefen Unterems Tiefgang bis max. 6,20m zulässig, aktuell: 5,60m max. Tiefgänge Unterhaltungstiefe: NN -4,60m NN-6,30m (Überführungsfall, Maximaltiefe) Überführungen von Kreuzfahrtschiffen: Bedarfstiefe mit Stau max. 8,50m Baggerstrategie 1-1,5Mio. m³/a Unterhaltung der Solltiefe durch Kampagnenbaggerung Kleine Baggergeräte Landseitige Unterbringung Staufall maßgeblich für Baggermenge
Feststellung der Wassertiefen S8
Feststellung der Wassertiefen S9
Feststellung der Wassertiefen Flotte von drei Vermessungsschiffen Leistungsumfang ca. 15.000 km pro Jahr, Peilfrequenz je nach Priorität Vertikalecholote DESO 15, DESO 30 Frequenzen von 210kHz und 33kHz Unterems: zusätzlich Abrahmen Fächerecholote nicht geeignet Schleppfisch Navitracker in den 90ern, umfassende Dichtebestimmungen Einsatz der Stema Sonde, Rheologie Untersuchung und Bewertung neuer Technik S10
Feststellung der Wassertiefen SKN -6,5m SKN -8,5m KM 48 S11
Feststellung der Wassertiefen S12
Feststellung der Wassertiefen Nautische Sohle nach PIANC: Die nautische Sohle wird festgelegt als derjenige Horizont, von dem ab die physikalischen Eigenschaften des Bodens einen kritischen Grenzwert erreichen, jenseits dessen eine Grundberührung des Schiffskiels entweder Schäden am Schiff oder nicht mehr tolerierbare Wirkungen auf Steuerbarkeit und Manövrierfähigkeit verursachen. S13
Feststellung der Wassertiefen Festlegung geotechnischer Größen Wasser hohe Frequenz: 210 khz Grenzdichte: =1,02 g/cm³ Viskosität (Nautisonde): =1 Pa*s Sedimentsuspension Nautische Sohle? = 1,2 g/cm³ = 10 Pa*s Schlickboden (Weichsediment) feste Sohle niedrige Frequenz (33 khz) S14
Vergleich zwischen Echolot- und SILAS-Ergebnissen Schwarz = Echolot 33KHz Grün = SILAS 1,2 t/m3. Rot = SILAS 1,3 t/m3. Ausschnitt Km 45,7 Km 50 Emder Fahrwasser km 45,7 bis 50,0 S15
Vergleich zwischen Echolot- und SILAS-Ergebnissen Schwarz = Echolot 33 KHz Grün = SILAS 1,2 t/m3. Rot = SILAS 1,3 t/m3. 1,5m Differenz liegt z.t. zwischen 0,2 m und 1,5 m Km 45,7 Km 50 S16 Emder Fahrwasser km 47 bis 48
Ausschnitt Digitalisierungslinien in SILAS Fester Boden Solltiefe NN -10,5 m Blau = 1,03 t/m3. Orange = SILAS 1,2 t/m3. Rot = SILAS 1,3 t/m3.
Im Weichschlickbereich Ausschnitt Schwarz = Abrahmen Digitalisierungslinien in SILAS Blau = 1,03 t/m3. Orange = SILAS 1,2 t/m3. Rot = SILAS 1,3 t/m3. Solltiefe NN -10,5 m
Bewertung bisheriger Ergebnisse Die peiltechnische Erfassung des Reviers der Unter- und Außenems bedarf komplexer Betrachtungen. Die Erfassung der schiffbaren Wassertiefe wurde seit Jahren verbessert (Echolot, Navitracker und Stema-System). Durch die verwendete Technik besteht ein objektives Auswerteverfahren (digital-automatisierte Auswertung deckt sich mit manueller Auswertung) Alle Erkenntnisse (Messwerte und Erfahrungen) werden für die Erstellung der Peilpläne genutzt. Keine negativen Rückmeldungen seitens Nutzer. Geotechnische Betrachtungen basieren bislang auf Auswertungen der Dichte. Für eine Auswertung des Parameters Viskosität sind weitere Untersuchungen notwendig, um belastbare Aussagen zur nautischen Sohle zu bekommen. Im Revier der Ems liegt auf deutscher Seite bereits ein hoher Standard bzgl. der Akzeptanz von Peilergebnissen vor. S19
Ausblick Die Suche nach der exakten schiffbaren Sohllage wird fortgesetzt. Nachrüstung der Schiffe mit dem DESO 30-Echolot Erneute Prüfung der Eignung weiterer Frequenzen (15kHz, 12kHz) Klärung offener Fragen zur Auswertung von gemessenen Parametern zur Festlegung des nautischen Horizontes und Vergleichbarkeit im Bereich der gesamten Ems (Zusammenarbeit mit BAW und BfG) Verfolgung neuer Entwicklungen in Revieren mit ähnlichen Randbedingungen weiterhin erforderlich. Neuerungen bei der Peiltechnik und in den Auswerteverfahren sind intensiv i mit Nautikern und Lotsen abzustimmen. S20
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! S21