WOHNUNGSMARKT SCHLESWIG-HOLSTEIN Entwicklungen und Ausblick Wirtschaftsrat Deutschland Landesfachkommission Immobilienwirtschaft Mittwoch, 9. März 2016 in Kronshagen 9. März 2016 Achim Georg
Agenda 01 02 03 04 05 06 07 Über Georg Consulting Überblick und Demografie Haushalte Wohnungsbestand Wohnungsmarktprognose Ausgewählte Wohnungsmärkte Ausblick Herausforderungen Wohnungswirtschaft 2
1. Über Georg Consulting Georg Consulting arbeitet bundesweit im Schnittfeld von Immobilienwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Regionalwirtschaft Mitarbeiter aus den Disziplinen: Geografie, Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Stadt- und Regionalplanung, Immobilienwirtschaft Praxisnahe und umsetzungsorientierte Beratung Beispielhafte Projekte: Immobilienwirtschaft und Marktforschung, u. a.: Standort- und Marktanalysen Machbarkeitsstudien Zielgruppenanalysen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Um- und Nachnutzungskonzepte Regionalwirtschaftliche Effekte Marktberichte/PR Wohnungsmarktanalyse JadeBay Wie wollen Fachkräfte wohnen? Studie zu Wohnbauprojektentwicklung Alte Feuerwache Hameln Studie: Universitäres Wohnen in Bochum Potenzialanalyse Betreutes Wohnen in Düren Hotelstudien Eutin und Kaltenkirchen Regionales Entwicklungskonzept Fehmarnbelt-Querung und REK A7-Süd Kreisentwicklungskonzept Ludwigslust Parchim 2030 3
Einwohner 2. Überblick und Demografie Bevölkerungsstand Bevölkerung am 30. Juni 2015 in den Kreisen Schleswig-Holsteins 350.000 300.000 Bevölkerung Schleswig-Holstein gesamt: 2.841.016 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 Quellen: Statistikamt Nord (2016); Georg Consulting (2016). 4
2. Überblick und Demografie Bevölkerungsentwicklung Bevölkerungsentwicklung in den Kreisen Schleswig-Holsteins 2011 2014 Bevölkerungsentwicklung Schleswig-Holstein 2011 2014: 0,2 % p.a. Bevölkerungszuwächse in den Hamburger Umlandkreisen Deutliche Rückgänge an der Westküste Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 2011 2014 < -0,1 % -0,1 bis 0,0 % 0,0 bis 0,2 % 0,2 bis 0,4 % 0,4 bis 0,6 % > 0,6 % Quellen: Statistische Ämter des Bundes und der Länder (2015); Statistikamt Nord (2015); Georg Consulting (2016). 5
2. Überblick und Demografie Bevölkerungsprognose Indexierte Bevölkerungsprognose Schleswig-Holstein (Basisjahr 2012) 2012 = 100 180 160 140 120 100 80 60 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 0 bis u. 20 J. 20 bis u. 40 J. 40 bis u. 60 J. 60 bis u. 80 J. 80 bis u. 101 J. gesamt Quellen: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung Raumordnungsprognose 2035 (2015); Georg Consulting (2016). Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre nimmt deutlich zu! 6
2. Überblick und Demografie Bevölkerungsprognose Bevölkerungsprognose für die Kreise Schleswig-Holsteins 2015 2025 Bevölkerungsprognose Schleswig-Holstein 2015 2025: 0,0 % p.a. Hamburger Umlandkreise und östliche Landkreise werden weiter wachsen. Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 2015 2025 < -0,4 % -0,4 bis -0,2 % -0,2 bis 0,0 % 0,0 bis 0,2 % 0,2 bis 0,4 % > 0,4 % Rückgänge in Zukunft auch für Kiel und Lübeck prognostiziert Quellen: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung Raumordnungsprognose 2035 (2015); Georg Consulting (2016). 7
Haushalte (1.000) 3. Haushalte Haushaltsprognose Anzahl der Privathaushalte in den Kreisen Schleswig-Holstein 2013 (Ergebnisse des Mikrozensus) 160 140 120 Privathaushalte Schleswig-Holstein gesamt: 1.402 Tsd. 100 80 60 40 20 0 Quellen: Statistikamt Nord Mikrozensus (2015); Georg Consulting (2016). 8
3. Haushalte Haushaltsprognose Indexierte Haushaltsprognose Schleswig-Holstein (Basisjahr 2012) 2012 = 100 115 110 105 100 95 90 85 80 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 1-Personen-Haushalte 2-Personen-Haushalte 3-Personen-Haushalte 4-Personen-Haushalte 5-Personen-Haushalte insgesamt Quellen: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung Raumordnungsprognose 2035 (2015); Georg Consulting (2016). Trotz landesweit stagnierender Einwohnerentwicklung wächst die Wohnungsnachfrage durch Zunahme der Zahl der Haushalte Kleine Haushalte wachsen zahlenmäßig deutlich 9
Anzahl Wohnungen 2014 Veränderungen gegenüber 2013 in % 4. Wohnungsbestand Wohnungsbestand in Schleswig-Holstein 2014 und Entwicklung seit 2013 160.000 1,4 140.000 120.000 100.000 80.000 60.000 40.000 20.000 1,2 1,0 0,8 0,6 0,4 0,2 0 0,0 Anzahl Wohnungen 2014 Veränderungen gegenüber 2013 in % Quellen: Statistikamt Nord (2015); Georg Consulting (2016). 10
Anzahl Wohnungen 4. Wohnungsbestand Fertiggestellte Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden in den Kreisen Schleswig-Holsteins 2014 2.000 1.800 1.600 1.400 Wohnungsfertigstellungen Schleswig-Holstein gesamt: 10.464 1.200 1.000 800 600 400 200 0 Quellen: Statistikamt Nord (2015); Georg Consulting (2016). 11
5. Wohnungsmarktprognose Wohnflächennachfrage Entwicklung der Wohnflächennachfrage (1.000 m 2 ) Schleswig-Holstein 2015 2025 In Teilräumen stark steigende Wohnflächennachfrage prognostizierte Wachstumsrate 2015 2025 0,0 bis 4,0 % 4,0 bis 5,0 % 5,0 bis 6,0 % 6,0 bis 7,0 % 7,0 bis 8,0 % > 8,0 % Quellen: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung Wohnungsmarktprognose 2030 (2015); Georg Consulting (2016). 12
Wohnflächennachfrage in 1.000 m² 5. Wohnungsmarktprognose Wohnflächennachfrage Prognose der Wohnflächennachfrage Schleswig-Holstein, Basisjahr 2015 und Prognose 2030 140.000 120.000 100.000 2015 2025 80.000 60.000 2015 2025 2015 2025 40.000 2015 2025 2015 2025 20.000 0 Quellen: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung Wohnungsmarktprognose 2030 (2015); Georg Consulting (2016). 13
5. Wohnungsmarktprognose Neubaubedarf Indexierte Prognose des Neubaubedarfs (Anzahl Wohnungen) Schleswig-Holstein (Basisjahr 2015) 2015 = 100 105 100 95 90 85 80 75 70 65 60 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Neubaubedarf insgesamt Neubaubedarf in Ein- und Zweifamilienhäusern Neubaubedarf in Mehrfamilienhäusern Quellen: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung Wohnungsmarktprognose 2030 (2015); Georg Consulting (2016). Bedeutungszuwachs qualitativer Neubau und Bestandsentwicklung 14
Kauffälle Eigentumswohnungen 6. Ausgewählte Wohnungsmärkte Kauffälle Eigentumswohnungen Entwicklung der Anzahl Kauffälle von Eigentumswohnungen in Kiel, Flensburg und Neumünster 1.200 1.000 800 600 400 200 0 Zum Zeitpunkt der Berechnung keine Angaben für Neumünster 2014 und keine Angaben für Lübeck nach 2007. Quellen: Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Städte (2015); Georg Consulting (2016). Kiel Flensburg Neumünster 15
Umsatz (EUR) Eigentumswohnungen je Kauffall 6. Ausgewählte Wohnungsmärkte Ø Umsätze Eigentumswohnungen Entwicklung der Umsätze (EUR) durch den Verkauf von Eigentumswohnungen je Kauffall in Kiel, Flensburg und Neumünster 160.000 140.000 120.000 100.000 80.000 60.000 40.000 20.000 0 Kiel Flensburg Neumünster Zum Zeitpunkt der Berechnung keine Angaben für Neumünster 2014 und keine Angaben für Lübeck nach 2007. Quellen: Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Städte (2015); Georg Consulting (2016). 16
monatliche Mietrpeise (EUR/m 2 ) 6. Ausgewählte Wohnungsmärkte Ø Mietpreise Angebotsmieten Entwicklung der Durchschnittsmieten (Wohnungen) in EUR/m 2 /Monat 9,0 8,5 8,0 7,5 7,0 7,84 7,56 6,92 6,5 6,0 5,5 5,54 5,0 4,5 4,0 2013 2014 2015 2016 Lübeck Kiel Neumünster Flensburg Quellen: Immowelt (2016); Georg Consulting (2016). Vielfach breite Mietspanne Höchstmieten im qualitativen Neubau oder attraktiven Altbau deutlich über der Durchschnittsmiete 17
7. Ausblick Herausforderung Wohnungswirtschaft Zahl der Haushalte steigt mittelfristig weiter an Haushaltswachstum regional sehr unterschiedlich verteilt In einigen Regionen wächst das Leerstandsrisiko In Wachstumsräumen steigt die Nachfrage nach preisgünstigen Wohnungen Das Wachstum älterer Menschen generiert neue Bedarfe und neue Nachfrage Die Nachfrage wird mehr von kleinen und weniger von großen Haushalten getragen Die Nachfrage wird vielfältiger (Vielfalt an Lebensstilen) Zentrale Standorte und integrierte Ortslagen werden als Wohnstandorte attraktiver In entspannten Märkten gefährden steigende Qualitätsanforderungen die Marktgängigkeit von Altbeständen Kleinstrukturen und Nachbarschaft werden attraktiver Neue Eigentumsformen gewinnen an Bedeutung (gemeinschaftliches Wohnen) Wohnbaulandentwicklung auf Innenentwicklung konzentrieren und Wohnungsneubau auf integrierte Ortslagen lenken Wohnungsangebot diversifizieren und auf Zielgruppen orientieren Angebot preisgünstiger Mietwohnungen sichern Wohnungsneubau zur qualitativen Ergänzung des Bestands nutzen Aufwertung von Bestandsgebieten 18
Ansprechpartner Achim Georg Georg Consulting Immobilienwirtschaft Regionalökonomie Bei den Mühren 70 20457 Hamburg Tel. 040 300 68 37 0 Fax. 040 300 68 37 20 www.georg-ic.de 19