Kochen mit der Sonne. Ohne Stromkabel und Brandgefahr Der Solarkocher bietet die Möglichkeit, auch in Mitteleuropa an 100 bis 150 Tagen im Jahr, umweltfreundlich zu backen oder zu kochen. Einfache Bauweise Unser Solarkocher ist eine isolierte Holzkiste mit einer Glasscheibe als Abdeckung. Die Sonnenstrahlen werden von einem schwarz gestrichenen Absorber (s. Info) in Wärme umgewandelt und durch die Glasscheibe im Inneren des Kochers gehalten. Mit dieser einfachen Technik erreichen wir im Solarkocher eine Temperatur von 140 180 Grad. 1
Die Kochstelle wurde mit schwarzer Farbe gestrichen da dadurch die Wärme besser absorbiert d.h. aufgesaugt, aufgenommen wird. Was kann man mit dem Solarkocher alles zubereiten? Fast alles! Suppen, Brot, Pizza, Kuchen, Gemüse, Artischocken, Würstchen usw. Das Spaghetti-Kochen ist in unserem Solarkocher nicht empfehlenswert. Sehr wohl lässt sich das Kochwasser im Kocher erwärmen. Die Nudeln können anschließend am Küchenherd gekocht werden. Kochzeit Die Kochzeit ist bei gutem Wetter etwa doppelt so lang, wie mit einem herkömmlichen Herd. Tipps zum Kochen mit dem Solarofen Kochablauf An einem sonnigen Sommertag, können mehrere Speisen nacheinander im Solarofen zubereitet werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ihr mit den Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig beginnt, damit der Ofen bei guter Sonneneinstrahlung mit Speisen belegt ist. Besonders Neugierige können auch Töpfe mit Glasdeckel verwenden. 2
Das Kochgeschirr darf keine Plastikteile enthalten und sollte möglichst dunkel und leicht sein. Allgemein wird beim Solarofen weniger Wasser benutzt, da dieses die Kochzeiten verlängert. Grob gesagt, reicht ein Drittel des üblichen Wassers. Salz könnt ihr bei der Speisezubereitung im Solarofen weniger nehmen, da die Speisen sehr schonend zubereitet werden und so mehr von ihrem Eigengeschmack behalten. Das Essen ist also sehr gesund und auch schmackhaft. Suppen Suppen sollten als Konzentrat, also mit ganz wenig Flüssigkeit im Solarofen zubereitet und danach mit Flüssigkeit verdünnt werden. Gemüse und Obst Gemüse und Obst stark zerkleinern und mit Butter oder Olivenöl und Gewürzen ohne Flüssigkeit dünsten. Kartoffeln und Gemüse Bei Kartoffeln und Gemüse solltet ihr erst den Ofen leer vorheizen, um so den Kochvorgang so kurz wie möglich zu halten. Fleisch Fleisch solltet ihr erst am Küchenherd auf jeder Seite kurz anbraten. Nachher kann es im Solarkocher garen. Eier Wenn ihr Eier kocht, so könnt ihr die Eier einfach in einen Topf legen und sie erwärmen. 3
Nützliche Zusatzbestandteile Um jederzeit die Temperatur im Backofen feststellen zu können, benutzt bitte das Backofenthermometer. Ihr solltet den Gitterrost in die Kochmulde einlegen, damit die Wärme gut zirkulieren kann. Gleichmäßige Temperaturen erreicht man, wenn zusätzlich eine dunkle Steinschieferplatte eingelegt wird. Immer der Sonne zugeneigt Der Solarkocher sollte habstündlich bis stündlich nach dem Sonnenstand ausgerichtet werden. Dies gilt auch für den Reflektordeckel. Der Reflektordeckel sollte so fixiert sein, dass die Sonnenstrahlen in die Kochmulde reflektiert werden. Vorsichtsmaßnahmen!! Der Solarkocher darf nur in Anwesenheit einer Aufsichtsperson benützt werden. Benutzt zum Herausnehmen der heißen Töpfe und Pfannen immer die Wärmeschutzhandschuhe. Bevor das Kochgut aus dem Solarkocher entnommen wird, empfiehlt es sich, den Glasdeckel des Kochers für wenige Sekunden 1 2 cm zu öffnen. So kann zuerst der heiße Dampf entweichen. 4
Vollkornbrötchen aus dem Sonnenofen Bevor ihr ans Brotbacken denkt, solltet ihr euch zuerst den Wetterbericht des Tages ansehen. Ist ein sonniger Tag angekündigt, dann könnt ihr euch an die Arbeit machen. Sucht euch für den Sonnenofen einen geeigneten sonnigen Platz. Vor allem während der Kochzeit darf die Sonne nicht verschwinden. Die Koch- und Backzeit ist im Sonnenofen länger. Sie dauert ungefähr doppelt so lang, als in der Küche. Zutaten: 500 g gemahlenes Vollkorn-Weizen oder Dinkelmehl 350 g lauwarmes Wasser 20 g Hefe (Germ) ½ Esslöffel Salz 1 Teelöffel Honig 50 g Butter Gemahlene Gewürze nach belieben z. B. Anis, Fenchel, Koriander, Brotklee Zubereitung Das frisch gemahlene Mehl in eine Rührschüssel geben und salzen. Das Wasser gebt ihr in einen Messbecher und löst darin die Hefe und den Honig gut auf, gießt alles zum Mehl und rührt zuerst mit dem Schneebesen unter und knetet dann alles zu einem geschmeidigen Teig. Der Teig soll nicht zu trocken sein. Klebt er beim Kneten so taucht die Hände in Wasser und knetet weiter. 5
Zum Schluss knetet ihr die Butter ein und stellt den zugedeckten Teig an einen warmen Ort. Nach einer halben Stunde könnt ihr den Teig noch einmal durchkneten und lässt ihn noch 15 Minuten gehen. Anschließend formt man aus dem Teig kleine Brote und legt sie auf ein bemehltes Backblech oder in eine Backform. Die Brötchen sollten nicht zu groß sein. Achtet darauf, dass der Teig nicht über das Backblech hinausgeht. Gebt das Backblech in den Ofen und verschließt die Fensterrahmen. Beobachtet die Temperatur am Thermometer und den Sonnenstand. Mit viel Sonne und ein bisschen Geduld könnt ihr ungefähr nach einer Stunde die ersten Sonnenbrötchen verkosten. 6