w w w. a c a d e m y o f s p o r t s. d e w w w. c a m p u s. a c a d e m y o f s p o r t s. d e Koordinationstraining L E SEPROBE
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Kapitel 4 Koordinationstraining in der Praxis 4.1 Übersicht 4.2 Gestaltungsformen des Koordinationstrainings 4.3 Hilfsmittel im Koordinationstraining 4.3.1 Bälle 4.3.2 Unterlagen 4.3.3 Sonstige Zusatzgeräte 4.4 Koordinationstraining in der Praxis - Übungsübersicht 4.4.1 Training auf stabiler Unterlage 4.4.2 Training auf instabiler Unterlage Lehrskript Seite 57 von 86
Lehrskript Lernorientierung Nach Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie: Seite 58 von 86 Die häufigsten Trainingsmittel und formen überblicken; die verschiedenen Gestaltungsformen des Koordinationstrainings kennen und in den Bereichen Group Fitness und Personal Training unterscheiden können; diverse Hilfsmittel zur Unterstützung des Trainings kennen; einen Überblick für die praktische Umsetzung von Trainings haben und entsprechende Übungen anleiten können.
4.1 Übersicht Lehrskript Wie im theoretischen Teil des Skriptes bereits mehrfach erwähnt, sind die unterschiedlichen koordinativen Fähigkeiten auf vielfältige Weise zu trainieren. Im Folgenden sollen die häufigsten Trainingsmittel und formen aufgelistet und vorgestellt werden. Die häufigsten Trainingsformen sind - Training auf stabiler Unterlage (mit und ohne Hilfsmittel), - Training auf instabiler Unterlage, - therapeutisches Training (hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt, da es nicht in den normalen Arbeitsbereich eines Fitnesstrainers fällt). Die häufig gebrauchten Hilfsmittel im Koordinationstraining sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) : - Bälle (vom Tennis bis zum Redondoball), - Unterlagen (Matten, Balance Pads, Balance Kissen etc.), - sonstige Zusatzgeräte (Balanceigel und -steine, The-raband, Tube, MFT-Board, Multi-Roll, Sypoba etc.). 4.2 Gestaltungsformen des Koordinationstrainings Koordinatives Training kann vielfältig organisiert werden, die genaue Ausgestaltung hängt auch von den Zielen des Trainers bzw. der Zielperson(-en) ab. Die Gestaltungsformen können alle - wie in der Übersicht erwähnt - in den vorgestellten Trainingsformen (mit und ohne Hilfsmittel) durchgeführt werden. Im persönlichen One-to-one-Training werden individuelle Ziele des Kunden verfolgt. Der wird entweder mit einer Problemstellung auf den Trainer zukommen oder es zeigen sich im Training zu bearbeitende Herausforderungen, die dann durch Aufgaben des Trainers bearbeitet werden. Die erste Steigerungsstufe, die entweder im Personal Training mit dem Trainer oder im Gruppentraining zu zweit (Trainingsformen dazwischen sind natürlich auch möglich) umgesetzt werden, sind Partnerübungen. Die dritte Form beschreibt das Gruppentraining, das häufig in Schulen und Vereinen angewandt wird. Die Komplexität der oberen beiden Formen kann dabei natürlich nicht aufrechterhalten werden. Seite 59 von 86
Obstsalat Aufwärmen Training auf stabiler Unterlage Lehrskript Koordinationszirkel/ Arbeiten mit instabilen Unterlagen Der Fokus im Gruppentraining liegt unter anderem aber auch im freudvollen Erleben von Bewegung und der Schulung allgemeiner Fähigkeiten sowie auf dem sozialen Aspekt. In der Übungsübersicht wird auf die Gestaltungsform der Group Fitness nicht näher eingegangen, daher soll hier exemplarisch aufgezeigt werden, wie ein solches Training sowohl für Kinder- und Jugendliche als auch für Erwachsene gestaltet werden kann. Leute durchzählen, 1 = Apfel, 2 = Birne, 3 = Pflaume. Beim Kommando Obstsalat wechseln alle die Plätze, bei Zahlen- Kommandos nur die genannten Personen). mit Redondo-Ball - Ball von einer in die andere Hand werfen - Ball über Kopf/vorne-hinten/unter dem Knie übergeben - Ball einhändig werfen und fangen - Ball hochwerfen, klatschen, fangen - Ball prellen (mit Handwechsel, mit angehobenem Bein) Körper ins Lot bringen beckenbreiter Stand und vor/zurück, links/rechts, diagonal und im Kreis wippen/drehen, Füße bleiben dabei immer am Boden Einbeinstand - mit Beinwechsel, Arme dazu schwingen - mit Ball geometrische Figuren am Boden beschreiben - mit Partner: Hände zusammen und versuchen, den anderen wegzudrücken (bei Einbeinstand Beinwechsel!) - gerollte Matte - Einbeinstand, Spielbein zeichnet geometrische Figuren - gerollte Matte - Einbeinstand, Thera-Band zusammenlegen und versuchen, sie wie einen Expander auseinander zu ziehen - gerollte Matte - mit Softbällen oder Tüchern jonglieren - gerollte Matte - (Knie-)Liegestützposition mit Händen auf Matte halten - gerollte Matte - Standwaage und Ball mit gestreckten Armen nach vor halten Tabelle 2 Beispiel für eine Erwachseneneinheit im Bereich Koordinationstraining (im Rahmen einer 50-minütigen Einheit zum Thema Koordination und Beweglichkeit) Seite 60 von 86
Lehrskript Nach dem Koordinationsteil folgt eine Beweglichkeits-Einheit mit einem intensiven Dehnprogramm, das hier inhaltlich nicht weiter ausgeführt wird. Begrüßung Hauptteil Abschluss Vorstellung des Stundenthemas und Diskussion Aufwärmspiel: Musik-Stopp-Spiel mit Kommandos strecken, am Stand laufen, anfersen, anhocken, rückwärtsgehen, seitwärts springen, Zehen zur Nase Einbeinstand, einbeinig hüpfen, einbeinig bücken Bewegungsparcours mit verbundenen Stationen (Ziel ist es, dass die Kinder den Boden nicht mehr berühren, außer an markierten Stellen mit Reifen) Kletter-Strecke mit unterschiedlich hohen Kästen (mit Matten abgesichert) Balancierstrecke mit Fluss- und Hügelsteinen, sowie mit Balancierigeln Mini-Tramp-Station mit Bewegungsaufgaben umgedrehte Langbank mit Reissäckchen zum Balancieren (Säckchen dürfen nicht berührt werden) Stäbe unter eine Turnmatte (vorne und hinten mit Matten sichern) zum darüber gehen Stäbe unter eine umgedrehte Langbank (vorne und hinten mit kleinem Kasten sichern) zum darüber gehen (unbedingt sichern!) jedes Kind sucht sich einen Fluss- oder Hügelstein, bzw. zwei Balanceigel und es werden darauf stehend Gleichgewichtsübungen gemacht (Einbeinstand, Augen schließen, in die Knie gehen) Tabelle 3 Beispiel für eine Kinderturneinheit im Bereich Koordinationstraining (im Rahmen einer 50-minütigen Einheit zum Thema Koordination und Beweglichkeit) Seite 61 von 86
Lehrskript 4.3 Hilfsmittel im Koordinationstraining Im Folgenden sollen ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben einige der am häufigsten gebrauchten Hilfsmittel im Koordinationstraining vorgestellt werden. Sie werden in willkürlicher Reihenfolge vorgestellt. 4.3.1 Bälle Bälle können im Koordinationstraining vielfältig eingesetzt werden vor allem für Sensomotorik-Übungen im Fußbereich, Koordination mit Händen und auch in Kombinationsübungen im Kraft- und Koordinationsbereich. Im Wesentlichen unterscheidet man kleine Bälle (z. B. Trainings- Golfbälle aus PU-Schaum, Tennisbälle, Igelbälle) und große Bälle (Redondo-Ball, ABS Powerball/Pezziball). Die kleinen Bälle werden wie in den Trainingsübersichten zu ersehen hauptsächlich zur Senso-Schulung und Entspannung eingesetzt, wohingegen die großen Bälle für Koordinationsschulungen eingesetzt werden. Kleine Bälle: (kein Bild verfügbar) Igelbälle Tennisbälle Trainingsgolfbälle Große Bälle: Gymnastikball groß Redondoball Seite 62 von 86
4.3.2 Unterlagen Airex Matten DynAir Ballkissen (XXL) Lehrskript Durch ihre Produkteigenschaften, u.a. spezielle Hygiene-Formeln, eignen sich Airex - Matten für den Einsatz im Personal Training genauso wie in der Group Fitness. Sie können sowohl gerollt als auch flach am Boden liegend eingesetzt werden und sind somit ein wichtiger Bestandteil im koordinativen Training. Das DynAir Ballkissen von TOGU ist mit dem AGR Gütesiegel ausgezeichnet. Es stellt eine platzsparende Alternative zum großen Ball (Pezzi-Ball) dar und ist einsetzbar in den Bereichen Rückentraining, Gymnastik, Reha und Koordination. XXL bedeutet 50 cm Durchmesser, 14 cm Höhe und noch mehr Labilität in Sporttherapie, Rehabilitation und Leistungssport. Hüftbreiter Stand und achsengerechtes Arbeiten zur Verbesserung von Gelenkstabilität, Koordination und Gleichgewicht sind möglich. Das Gerät verfügt über eine samtig-glatte Classic- Oberfläche und eine runde Senso -Noppen-Seite. In Bauch- und Rückenlage ermöglicht es Überkreuzkoordinationstraining im hohen Maß. Man erhält das Ballkissen XXL in folgenden Schwierigkeitsgraden: - Level III, Schwierigkeitsgrad schwer - ideal in der Therapie, Reha oder für das Training zu Hause, - Level IV, Schwierigkeitsgrad extra schwer - für den Einsatz im Leistungssport und im hoch koordinativen Stabilisationstraining. Seite 63 von 86
Lehrskript Airex -Balancepad Seite 64 von 86 Das Airex -Balancepad ist für Übungen im Stand oder am Boden geeignet. Es besteht aus rutschfestem Material und ist ca. 40 x 50 cm groß. Menschen mit Knieproblemen profitieren von dem 6 cm dicken Pad, das Übungen auf Knien weniger schmerzintensiv oder schmerzfrei durchgeführt werden können. 4.3.3 Sonstige Zusatzgeräte Multiroll /Multiroll Pilates Da die Multiroll aus Ruton und nicht aus Schaumstoff besteht, kann sie sowohl am Boden als auch im Wasser verwendet werden. Beide Versionen sind luftgefüllt, abgerundete Kanten verhindern ein unangenehmes Drücken. Durch den variablen Innendruck lassen sich unterschiedliche Schwierigkeitsgrade realisieren. Beide Rollen haben eine angenehm samtige Oberfläche. Senso Balanceigel Latexbänder / Tubes Balanceigel mit Noppen oder geometrischen Formen finden ihren Einsatz sowohl im Kinderals auch Erwachsenenbereich. Sie sind entweder als Balancierwege für Kinder einsetzbar oder als funktionelles Trainingsgerät für Erwachsene. Passende Übungen finden Sie in der Übungsübersicht. Latexbänder werden von vielen Herstellern in unterschiedlichen Stärken angeboten, die durch verschiedene Farben symbolisiert werden. Die Bedeutung der Farben variiert von Hersteller zu Hersteller. Die Zugstärke lässt sich bei jedem Band verringern, wenn die Bänder kürzer gegriffen werden. Sie verdoppelt sich, wenn das Band doppelt gefasst wird.
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