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Unterrichtsvorbereitung im Fach Sachunterricht Thema der Unterrichtseinheit: "Indianer" Thema der Stunde: Die Lebensweisen der Indianerstämme in den verschiedenen Gebieten Nordamerikas Schule: Dempwolffstraße Dempwolffstraße 7 21073 Hamburg: Datum: 05.12.07 Zeit: 10:00 10:45 Uhr Tel.: 040 / 4145963 Fax.: 040 / 41459652 Klasse: 4c Raum: Klassenraum 4c, 1. OG Vorgelegt von: Petra Reddeck Mail: preddeck@gmx.de Inhalt: 1 Ziele der UE 2 2 Übersicht über die Stunden der UE Einordnung der Stunde in den Kontext der Unterrichtseinheit 2 3 Planung der Stunde 3 3.1 Bedingungsfelder des Unterrichts 3 3.1.1 Vorüberlegungen zur Lerngruppe und den Lernvoraussetzungen 3 3.2 Didaktische Entscheidungen 4 3.2.1 Didaktische Überlegungen 4 3.2.2 Überlegungen zur methodischen Umsetzung und zu den Medien 5 3.3 Stundenplanung Verlaufsplanung 6 4 Anhang 7 4.1 Literatur 7 4.2 Analyse des Unterrichtsgegenstandes 8 Tafelbild 9 Sitzplan 10 1

1 Ziele der Unterrichtseinheit Fachliche Lernziele Durchlaufende Lernziele Die SuS wissen wie die Indianer zu ihrem Namen kamen und kennen einige Vorurteile gegenüber Indianer, indem sie Fragen hierzu beantwortet haben. können auf einer Karte von Nordamerika mithilfe der Himmelsrichtungen die unterschiedlichen Regionen erkennen und die Indianerstämme zuordnen. entwickeln ein Verständnis dafür, dass Indianer in verschiedenen Regionen Nordamerikas unter unterschiedlichen Lebensbedingungen gelebt haben, indem sie zu Themen wie Nahrung, Kleidung, Behausung, Jagd usw. in verschiedenen Gruppen arbeiten. lernen den Konflikt der Siedler mit den Indianern verstehen, indem sie diesen in einem Rollenspiel nachspielen. besuchen eine Ausstellung über Indianer im Museum, bei der sie verschiedene Arbeitsaufträge bearbeiten. Die SuS Sozialkompetenz: trainieren ihre Kooperation untereinander. indem sie in Partnerarbeit zusammenarbeiten. halten vereinbarte Regeln ein. Methodenkompetenz: lernen Informationen aus Sachtexten zu entnehmen, indem sie diese anhand von mehreren Schritten untersuchen. bereiten Präsentationen vor und stellen diese der Klasse vor, indem sie ihre Arbeitsergebnisse auf einem Plakat dar- Stellen. 2 Übersicht über die Stunden der Unterrichtseinheit - Einordnung der Stunde in den Kontext der Unterrichtseinheit 1. / 2 Stunde: Stundenfrage Thema der Stunde Was ist die zentrale Schüleraktivität? Was ist die zentrale Lehreraktivität? Welche Medien, Soz.-, Differenzierungsform bieten sich an? Anm. - Was weißt du schon alles über Indianer? - SuS raten das Thema in einem Ratespiel - SuS finden Wörter, die ihnen zum Thema Indianer einfallen. - SuS lesen einen Sachtext als Einstieg in das Thema und bearbeiten diesen mit der 5-Schritte Methode - Ratespiel moderieren - Arbeitsauftrag formulieren und visualisieren - Ergebnisse zusammenfassen - Tafel zum Sammeln der Ergebnisse - Visualisierung des Arbeitsauftrages - Sachtext - Anleitung zum Bearbeiten von Sachtexten Anm. zur didaktischen Entscheidung: - Das Ratespiel erhöht die Spannung für das neue Thema. - Durch Brainstorming erste Annäherung an das Thema Indianer und transparent machen eines Teils des Vorwissens der SuS zu diesem Thema. - Der Sachtext ermöglicht eine erste tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema, zudem unterstützt die Methode der Sachtexbearbeitung in 5 Schritten die SuS sich mit dieser Textform auseinanderzusetzen. 3. Stunde Stundenfrage Thema der Stunde Was ist die zentrale Schüleraktivität? Was ist die zentrale Lehreraktivität? Welche Medien, Soz.-, Differenzierungsform bieten sich an? Anm. 2

- Wo haben die Indianer in Nordamerika gelebt? - Eintragen der Himmelsrichtungen auf der Karte - Karte von Nordamerika zur Verfügung stellen. - Tafel mit Karte von Nordamerika - Zuordnen der Stämme zu den Indianern der Regionen. auf einer Nordamerikakarte. - Einteilen der Partnergruppen zu den Indianerstämmen durch Ziehen lassen des Namens. - Kärtchen mit Stammnamen, - Sichern der Informationen auf einem AB mit Karte. Anm. zur didaktischen Entscheidung: - Das Eintragen der Himmelsrichtungen knüpft an das Wissen aus der letzten Unterrichtseinheit an und gibt den SuS eine Orientierung auf der Karte. - Je eine Partnergruppe bekommt einen Stammnamen zugeordnet, der gleichzeitig der Gruppenname ist. Für die SuS ist somit eine Identifizierungsmöglichkeit mit ihrem Stamm möglich. - Zuordnen der Indianerstämme zu den verschiedenen Gebieten visualisiert den SuS anschaulich, dass die Stämme in unterschiedlichen Gebieten gelebt haben. - SuS schreiben den Indianerstamm und das Gebiet auf ein AB und malen die Region, in der ihr Stamm lebt farbig an. 4. Stunde: Hospistunde siehe Verlaufsplanung Begleitend zur Unterrichtseinheit: Fächerübergreifend Deutsch Lesen des Buchs "Der fliegenden Stern" 3 Planung der Stunde 3.1 Bedingungsfelder des Unterrichts 3.1.1 Vorüberlegungen zur Lerngruppe und den Lernvoraussetzungen DIE SITUATION IN DIESER LERNGRUPPE Die Lerngruppe besteht aus 25 Schülerinnen, davon 14 Jungen und 11 Mädchen, die mehrheitlich einen ausländischen familiären Hintergrund haben. Ich unterrichte die Lerngruppe der Klasse 4c im Sachunterricht seit dem 1. Schulhalbjahr 07 / 08 mit vier Stunden in der Woche eigenverantwortlich. Im letzten Schulhalbjahr habe ich in der Klasse eine Stunde Mathematik unterrichtet. Die Klasse hat im vergangenen Jahr häufig Lehrerwechsel erlebt, Ende letzten Jahres auch einen Klassenlehrerwechsel und eine Neuzusammensetzung der Klasse aus zwei Klassen. Schon im letzten Schulhalbjahr gestaltete sich meine Arbeit in der Lerngruppe schwierig, da diese nicht bereit war eine weitere neue Lehrperson anzuerkennen. Der Arbeitsbeginn nach den Sommerferien im Sachunterricht war wiederum extrem konflikthaft, da die SchülerInnen ihre alte Sachunterrichtslehrerin, die viele seit der ersten Klasse kannten behalten wollten und sowohl mich, als auch das neue Sachunterrichtsthema ablehnten und es teilweise zu einem Unterrichtsboykott eines großen Teils der Lerngruppe kam. In den letzten Monaten war ein Arbeiten in der Klasse zeitweilig nur möglich, wenn der Klassenlehrer als Doppelbesetzung in der Klasse war, was aus organisatorischen Gründen nur während zwei Doppelstunden in der Woche möglich war. Vorüberlegungen zur Lerngruppe und zu den Lernvoraussetzungen EINGEFÜHRTE REGELN, RITUALE: - Handlungs- und Zieltransparenz schaffen Sicherheit und Orientierung. - Akustisches Leisezeichen durch Klangstab - Verteilerdienste - Nach der großen Pause gibt es nur ein Klingeln. MEINE ARBEITSSCHWERPUNKTE IN DER GRUPPE: - Bei frontalen Phasen sind die Aufmerksamkeitsspannen in dieser Lerngruppe sehr gering. - Teilweise geringes Interesse an Sachunterrichtsthemen. Konsequenzen für Lehrerauftritt, Organisation und Gestaltung des Lernprozesses - Zu Beginn der Stunde Stundenprogramm und Stundenthema als Tafelanschrieb. - Zum Stundenbeginn, beim Phasenwechsel sowie bei Unruhe - SuS verteilen Material und Aufgabenblätter. - Beginn der 3. Stunde, daher um 10:00 Uhr. - Handlungsorientierte Phasen, freie Arbeitsphasen, Partnerarbeit, Stationenarbeit. - Einbeziehung der Interessen der SchülerInnen in die Themenwahl. 3

EINZELNE SUS: - Viele SuS in dieser Lerngruppe zeigen ein hohes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, das sich oftmals durch auffälliges, störendes Verhalten äußert. Wortexperten: Navid, Tim, Milena, Yevgeni, Jan, Lena - Produktive Aufmerksamkeit durch Einführung von Helfer- und Expertenkindern bei der Stationenarbeit beim letzten Thema. - Pro Tischgruppe Wortexperten beim Thema Indianer, die besondere Stärken im sprachlichen Bereich haben und die anderen SuS bei der Erarbeitung von Sachtexten unterstützen können. FACHLICHE LERNVORAUSSETZUNGEN: Die SuS - das Thema Indianer wird fächerübergreifend auch in Deutsch unterrichtet. - haben sich in einem Text mit den Vorurteilen gegenüber Indianern auseinandergesetzt und Fragen dazu beantwortet. - kennen die verschiedenen Regionen in Nordamerika und wissen in welcher Region ihr Stamm lebt. SOZIALE / MEHODISCHE LERNVORAUSSETZUNGEN: - Die SuS sind die Sozialform Partnerarbeit gewohnt, müssen aber die Kooperation untereinander noch verbessern. - Einige SchülerInnen haben Schwierigkeiten Gesprächsregeln einzuhalten. - Daher sollen die SuS ihre Arbeitsergebnisse mit ihrem Partner vergleichen und sich auf ein Ergebnis einigen. - Bei frontalen Phasen Erinnerung an die Gesprächsregeln. 3.2 Didaktische Entscheidungen 3.2.1 Didaktische Überlegungen Das Thema der Unterrichtseinheit "Indianer" stößt oftmals auf ein großes Interesse bei Schülern und fasziniert sie. Vielen Schülern sind Indianergeschichten, Indianerfilme wie z.b. Winnetou oder Pocahontas vertraut und Kinder spielen oder verkleiden sich zu z.b. zu Fasching oft als Indianer. An diese Vorerfahrungen anknüpfend ist die Unterrichtseinheit "Indianer" in besonderer Weise dazu geeignet sich bewusst mit einer anderen Kultur auseinanderzusetzen. Zu Beginn kann der Blick von der kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektive auf das Thema gerichtet werden, der die Chance bietet Stereotypen und Vorurteile des europäischen Blicks auf die indigene Bevölkerung Nordamerikas zum Gegenstand des Unterrichts zu machen (die edlen Wilden, furchteinflößende Kriegerhorde oder Vorbilder einer ökologischen Lebensweise). Um beim Thema Indianer nicht auf der alltags- und kulturhistorischen Ebene zu bleiben, wird auch der Konflikt zwischen den weißen Siedlern und den indigenen Völkern Nordamerikas thematisiert, der mittels eines Rollenspiels am Ende der Unterrichtseinheit inszeniert wird. Hieran können Grundschüler an den Gedanken herangeführt werden, dass das Zusammenleben in anderen Kulturen ebenso wenig konfliktlos verläuft wie das Zusammentreffen mit anderen Kulturen in ihrem Alltag. Nur selten wird verdeutlicht, wann und in welcher Region die Indianer gelebt haben. Die raum-zeitliche Verortung der jeweils im Unterricht thematisierten Lebensweise bleibt deshalb oft unbestimmt. Integriert man diese Aspekte in den Unterrichtsgegenstand werden die raumbezogene und historische Perspektive in den Blick genommen. Um die Vielfalt der indianischen Gruppen für Schüler zu vereinfachen, lassen sich diese anhand ihrer jeweiligen Lebensräume und ihrer Lebensgrundlage gliedern und mittels einer Landkarte veranschaulichen. Die Eigenschaften und Besonderheiten jeder Gruppe bezogen auf verschiedene Aspekte (Lebensraum, Lebensgrundlagen, Alltag, Entwicklung) können mittels Texten und Bildern erarbeitet und später auf Plakaten ausgestellt und präsentiert werden. Die Entwicklungsdynamik der Geschichte wird erfahrbar, wenn verdeutlicht wird, dass sich die indianischen Kulturen sowohl eigenständig als auch durch den Einfluss der Weißen verändert und entwickelt haben. Diese Entwicklung kann als ein Aspekt in die Eigenschaften und Besonderheiten der indianischen Gruppen einfließen. Im Sachunterricht können an dieser Unterrichtseinheit exemplarisch die verschiedenen Perspektiven miteinander verknüpft werden. In allen Phasen der Unterrichtseinheit greift der Erwerb von fachlichen Lernzielen sowie von Methoden- und Sozialkompetenz ineinander. 4

BEZUG ZU DEN RICHTLINIEN RAHMENPLAN 1 Lernfeld Leben in Europa und in der Welt / Miteinander leben: - Kulturelle Vielfalt im Alltag der indigenen Bevölkerung - Ferne Länder die Indianer in Nordamerika - Wir wohnen zusammen, wir leben zusammen Lebensgemeinschaft Familie: Arbeitsteilung in der Familie - Öffentliche Gemeinschaft und Konflikte zwischen Siedlern und Indianern PERSPEKTIVRAHMEN SACHUNTERRICHT 2 Fähigkeiten bezogen auf die sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektive: - die Wahrnehmung von Verschiedenheit und die Achtung für alle Menschen - Das Erkennen von Interessenlagen und das Vertreten eigener Interessen - Erfassen kultureller Rekonstruktion von Wirklichkeit Fähigkeiten bezogen auf die raumbezogene Perspektive: - Räume wurden von vielen Generationen in der Vergangenheit kulturell gestaltet; ihr heutiges Aussehen ist davon beeinflusst oder geprägt. - Menschen sind für die Gestaltung und Veränderung von Räumen verantwortlich. Sie leben in ihnen und nutzen diese nach ihren Bedürfnissen und Werthaltungen, wobei sie diese dabei bewusst bewahren oder auch zerstören. Fähigkeiten bezogen auf die historische Perspektive: - Was man über die Vergangenheit weiß betrifft immer nur einen Ausschnitt, über den man Quellen hat, die als hinreichend zuverlässig gelten können, aber immer perspektivisch sind. - Wirklichkeitsbewusstsein - Um das Handeln von Menschen in der Vergangenheit zu verstehen, darf man sie nicht nur aus der heutigen Sicht beurteilen, sondern muss auch versuchen die damaligen Bedingungen des Handels zu erkennen. - Perspektivenbewusstsein, Fremdverstehen, Toleranz für Fremdes und Anderes ORIENTIERUNGSRAHMEN 3 - Bei der Planung dieser Unterrichtseinheit finden einige der Indikatoren des Orientierungsrahmens aus den Abschnitten 2.2.2 Gestaltung von Lehr- und Lehrprozessen und 2.2.4 Klassen- und Gruppenführung ihre Berücksichtigung. 3.2.2 Überlegungen zur Methodik und Didaktik der Stunde - Der aufgehängte Plan an der Tafel von Nordamerika visualisiert die verschiedenen Regionen, in denen die Indianer gelebt haben. Außerdem hält er die Zugehörigkeit der Stämme zu den einzelnen Regionen für die SuS präsent. - Durch das wiederholte Zuordnen der Stämme zu den Regionen, wird eine Anknüpfung an die vorherige Stunde bewirkt. - In der Erarbeitungsphase erschließen sich die SuS den Text zunächst in Einzelarbeit, um dann in Partnerarbeit die Überschriften zu vergleichen und die Bilder den jeweiligen Abschnitten zuzuordnen. Die Sozialform der Partnerarbeit soll die Kooperation untereinander trainieren. - Die Motivation der SuS und die eigene Auseinandersetzung mit dem Text werden durch die Identifikation mit dem Stammesnamen angeregt. - Die Aufgabenstellung ist in dieser Stunde für alle SuS eher homogen, eine Differenzierung ist über die Intensität des Lesens, die Inanspruchnahme von Hilfsmitteln (erklärte Wörter, Wortexperten), die 1 2 3 Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Rahmenplan Sachunterricht. Bildungsplan Grundschule. Hamburg: 2003. Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU): Perspektivrahmen Sachunterricht. Rieden: 2002 Klinkhardt. Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Orientierungsrahmen. Qualitätsentwicklung an Hamburger Schulen. Hamburg: 2006. 5

Länge der Texte sowie durch die Ausgestaltung der Überschriften gegeben. Eine Zusatzaufgabe in beiden Phasen stellt eine quantitative Differenz dar und regt die SuS an sich inhaltlich mit dem Text näher auseinanderzusetzen und eigene Vorstellungen in Zeichnungen umzusetzen. - Die Steuerung über die Länge der Einzel- und Partnerarbeitsphasen ist gewollt, um die Arbeitsphase für diese Lerngruppe zu strukturieren. Mit zu freier Zeiteinteilung über einen längeren Zeitraum können die SuS oftmals nicht umgehen und die Arbeitsproduktivität leidet darunter. - Die Ergebnissicherung mit der Partnergruppe gibt Gelegenheit die eigene Arbeit mit der der Partnergruppe zu vergleichen und ggf. zu ergänzen oder zu verändern. - Durch das Vorstellen der Aufgaben in den Partnergruppen wird die eigene Arbeit gewürdigt und die Ideen der anderen Gruppe inspirieren die SuS. - Das Feedback ermutigt die Schülerinnen eigene Ideen für die folgende Stunde zu formulieren über das eigene Lernen nachzudenken und gibt der Stunde einen runden Abschluss. 3.3 Stundenplanung - Verlaufsplanung Fachliches Stundenziel bzw. Schwerpunktlernziel Die SuS eignen sich Fachwissen über ihren Indianerstamm an, - indem sie in Einzelarbeit einen Sachtext zu ihrem Indianerstamm lesen, die Bedeutungen von unbekannten Wörtern klären und Überschriften für die einzelnen Absätze finden. - indem sie in Partnerarbeit den Absätzen Bilder zuordnen. Durchlaufendes Stundenziel bzw. Schwerpunktlernziel Die SuS - trainieren ihre Kooperation untereinander, indem sie in Partnerarbeit zusammenarbeiten, wobei sie sich auf ein Ergebnis einigen müssen und ihre Arbeit arbeitsteilig aufteilen. Phase/ Bez./ Thema Uhrzeit Lehreraktivitäten / Impulse Schülerbezogene Überlegungen/Schüleraktivitäten Sozialformen / Medien / Einsatz der Päd... 1. Einstieg Ca. 5-7 Min. - Begrüßung, Info zum Stundenprogramm - Du lernst heute jeder zu seinem Indianerstamm SuS hören zu Tafel: - Karte von Nordamerika L. gibt Satzanfänge an der Tafel als Unterstützung für die SuS vor. SuS sagen ihren Indianerstamm und ihre Region, in der sie leben und heften die Kärtchen mit den Stammesnamen in die entsprechende Region auf der Nordamerikakarte. Sozialform: - frontal Didaktisch-methodischer Kommentar: - Informierender Einstieg und Lernziele schaffen Handlungs- und Zieltransparenz der Stunde. - Die Visualisierung der Sozialformen durch Symbole schafft zusätzliche Orientierung für die SuS. - Das Zuordnen zu den Regionen aktiviert, wiederholt und erinnert die SuS daran, in welcher Region von Nordamerika ihr Indianerstamm lebt, informiert die SuS über die anderen Stämme und schafft Lernlaune für die Erarbeitungsphase. Phase/ Bez./ Thema Uhrzeit Lehreraktivitäten / Impulse Schülerbezogene Überlegungen/Schüleraktivitäten Sozialformen / Medien / Einsatz der Päd... 2. Auftrags klarheit Ca. 3 5' "Während den Arbeitsauftrag vorliest, lesen die anderen auf ihrem Blatt mit." "Du hast jetzt 10 Minuten Zeit für die Einzelarbeit. Ich sage Bescheid, wenn die Partnerarbeit beginnt. Wer früher fertig ist bearbeitet die Zusatzaufgabe." Habt ihr Fragen zu dem Arbeitsauftrag? Austeildienst teilt Text und Arbeitsblatt aus. Ein S. liest die Aufgabenstellung vor, die anderen lesen auf ihrem Blatt leise mit. SuS stellen Fragen zu dem Arbeitsauftrag. Tafel: Du Brauchst: - Sozialform: - frontal Didaktisch-methodischer Kommentar: - Handlungstransparenz durch Organisations- und Ablaufsklarheit der Arbeitsphase, indem die Aufgabenstellung gemeinsam gelesen wird. - Während der Arbeitsphase kann jeder S. auf seinem Aufgabenblatt nachschauen. 6

Phase/ Bez./ Thema Uhrzeit Lehreraktivitäten / Impulse Schülerbezogene Überlegungen/Schüleraktivitäten Sozialformen / Medien / Einsatz der Päd... 3. Arbeitsphase Ca. 20 Min. Lehrperson begleitet die SchülerInnen in der Arbeitsphase, indem sie das Arbeitsverhalten der SuS beobachtet und sich Notizen macht. Lehrperson gibt das Signal, wann mit der Partnerarbeit begonnen werden soll. SuS lesen sich den Text zuerst alleine durch und vergleichen dann die Überschriften mit ihrem Partner und ordnen die Bilder zu. Ein S. pro Gruppentisch holt die Arbeitsblätter und Bilder. Medien: - Arbeitsblätter - Bilder Sozialform: - Partnerarbeit Didaktisch-methodischer Kommentar: - Die Arbeit erfolgt erst in Einzelarbeit, in der die SuS den Text lesen und unbekannte Wörter anstreichen. - Darauf folgt eine Partnerarbeitsphase, in der die SuS ihre Ergebnisse vergleichen, sich auf eine Überschrift einigen und Bilder zu den Texten zuordnen aufkleben. - Die SuS arbeiten in den Partnergruppen zu einem bestimmten Indianerstamm, der in der letzten Stunde festgelegt wurde. - Die Partnerarbeitsphase dient dazu die Kooperation untereinander zu fördern. Phase/ Bez./ Thema Uhrzeit Lehreraktivitäten / Impulse Schülerbezogene Überlegungen/Schüleraktivitäten Sozialformen / Medien / Einsatz der Päd... 4. Ergebnissicherung 5-7' Auswertung der Parnerarbeit im Tandem: "Die Gruppen, deren Indianerstamm in der gleichen Region lebt vergleichen ihre Ergebnisse." SuS vergleichen ihre Ergebnisse mit der anderen Gruppe an ihrem Gruppentisch. Tafel: - Vergleicht Sozialform: - Tandem Struktur dazu an der Tafel Didaktisch-methodischer Kommentar: - Das gegenseitige Vorstellen der Ergebnisse würdigt die Arbeit der SuS und gibt Gelegenheit sich durch die Ergebnisse der anderen Gruppe inspirieren zu lassen. - Durch die Aufträge was verglichen werden soll bekommt die Auswertung im Tandem eine Struktur, an der sich die SuS orientieren können. Phase/ Bez./ Thema Uhrzeit Lehreraktivitäten / Impulse Schülerbezogene Überlegungen/Schüleraktivitäten Sozialformen / Medien / Einsatz der Päd... 5. Feedback 3-5' - Feedback mit Satzanfängen und Begründung: " Mir hat heute gefallen, dass weil " Mich hat heute gestört, dass weil - Lehrperson schreibt mit, um Punkte, die die Unterrichtsplanung betreffen berücksichtigen zu können. Didaktisch-methodischer Kommentar: - Beim Feedback üben die SuS über ihre heutige Arbeit nachzudenken. - Der Satzanfang gibt den SuS dabei eine Hilfestellung. Die SuS verwenden die begonnen Satzanfänge und ergänzen sie mit ihrer Meinung. Tafel: - Mich hat Sozialform: - frontal 4. Anhang 4.1 Literatur Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Orientierungsrahmen. Qualitätsentwicklung an Hamburger Schulen. Hamburg: 2006. Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Rahmenplan Sachunterricht. Bildungsplan Grundschule. Hamburg: 2003. Henke-Bockschatz, G. (2004): Nordamerikanische Indianer als Thema im Sachunterricht. In: Die Grundschulzeitschrift 175/176. S. 6-11. Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU): Perspektivrahmen Sachunterricht. Rieden: Klinkhardt 2002. Pädagogik-Kooperative Bremen: Indianerkartei. Unterrichtsmaterial zum Buch von Ursula Wölfel "Fliegender Stern" 3. bis 6. Klasse. 7

4.2 Analyse des Unterrichtsgegenstandes Vielfalt: Die Europäer bezeichneten die Bevölkerung, die sie auf dem amerikanischen Kontinent vorfanden pauschal als "Indianer" und ignorierten dabei die Unterschiede der fremden Kultur. Heutzutage wird versucht mit Bezeichnungen wie "Native Americans" oder "First Nations" der kulturellen Vielfalt gerecht zu werden. Um 1500 setzte sich die indigene Bevölkerung Nordamerikas aus über 250 Stammesverbänden zusammen. Sie gehörten über 60 verschiedenen Sprachfamilien an, die sich oftmals nicht untereinander verständigen konnten. Nicht nur durch ihre Sprache, sondern ebenso durch die Art der materiellen Reproduktion unterschieden sich die Gesellschaften und Völker voneinander, die jeweils stark von den natürlichen Lebensvoraussetzungen z.b. vom Vorkommen bestimmter Tierarten geprägt waren. Politische und soziale Organisation: Auch Politisch, sozial und kulturellrituell waren die einzelnen Gruppen sehr unterschiedlich organisiert. Gemeinsam war den Gruppen, dass ihr sozialer und politischer Zusammenhalt hauptsächlich auf Verwandtschaftsverhältnissen beruhte. Territorialstaatsähnliche politische Gebilde waren nur punktuell und ansatzweise vorhanden. Religion: Im religiösen Leben der Indianer spielte die Vorstellung eine zentrale Rolle, dass die Phänomene der Natur von einer magischen Lebenskraft durchdrungen seien und sich in Form von Schutzgeistern zeigten. In diesem Zusammenhang haben auch die so genannten Medizinmänner für die jeweiligen Völker eine große Bedeutung, die einen oder mehrere Schutzgeister für sich beanspruchen konnten. Frauen und Männer: Die Rollenzuteilung zwischen den Geschlechtern war sehr eindeutig verteilt. Die Männer waren für Jagd und Krieg verantwortlich, wofür sie oft wochenlang nicht zu Hause waren. Die Frauen hingegen haben die Verantwortung für Ernährungs- und Haushaltsarbeiten übernommen. Mit der Heirat schlossen sich die Männer vielerorts dem Haushalt der Frau an. Einfluss der Siedler / Konflikte mit den Siedlern: Zum Alltag gehörten kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen, die sich auch nicht änderten als die Europäer in die Gebiete vordrangen. Manche Gruppen versuchten sogar durch ein Bündnis mit Engländern, Franzosen oder Spaniern, die in Konkurrenz um die Vormachtstellung in der "Neuen Welt" standen, feindlichen Gruppierungen zu schaden. Die weißen Siedler nahmen erheblichen Einfluss auf die indigenen Gesellschaften, deren Lebensverhältnisse sich innerhalb kurzer Zeit fundamental veränderten. Neben gewalttätigen Auseinandersetzungen trugen vor allem Krankheiten zu einer drastischen Reduzierung der indigenen Bevölkerung bei. Parallel zu ihrer ökonomischen und materiellen Durchdringung und Aufweichung wurden die indigenen Gesellschaften Ziel christlicher Missionare. Während des 18. und 19. Jahrhunderts wurden die indigenen Völker nach und nach ihres bisherigen Lebensraumes beraubt und in Reservate abgedrängt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts beispielsweise waren die Indianer bis auf wenige Ausnahmen aus dem Gebiet zwischen Mississippi und Atlantik durch zum Teil brutalste Zwangsumsiedlungen vertrieben worden. 4 4 Vgl. Henke-Bockschatz, G. (2004): Nordamerikanische Indianer als Thema im Sachunterricht. In: Die Grundschulzeitschrift 175/176. S. 6-11. 8

Tafelbild Wir machen heute: 1. Wo liegt unser Indianer stamm in Nordamerika 2. Unser Indianerstamm EA 3. Unser Indianerstamm PA 4. Vergleich mit der Tischgruppe 5. Feedback Die nordamerikanischen Indianer Unser Indianerstamm in Nordamerika Ich gehöre zum Stamm der und lebe in Wortexperten pro Tischgruppe: Milena, Tim, Jan, Navid (Adnan), Yevgeni (Melissa), Lena Du lernst heute: - wo und worin die Indianer deines Stammes gewohnt haben. - wovon sie sich ernährt haben. - wie sie sich gekleidet haben. - was sie gejagt haben. - was das Besondere an ihnen war. Vergleichen der Ergebnisse mit dem anderen Indianerstamm: Vergleicht - eure Überschriften und begründet warum ihr diese gewählt habt. - die Zuordnung der Bilder. Feedback: Mir hat heute gefallen, dass weil Mich hat heute gestört, dass weil Ich nehme mir vor 9

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