Geislinger setzt auf PLM mit SAP



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1 Dokumentenmanagement

Transkript:

Geislinger setzt auf PLM mit SAP Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung Die effektive Verwaltung von Produktdaten ist ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg. Wenn alle am Entwicklungsprozess Beteiligten sowie die Logistikabwicklung und Produktion sich darauf verlassen können, werden Innovationen schneller umgesetzt und lassen sich mehr Aufträge reibungslos abwickeln. Dieses Ziel verfolgte das Unternehmen Geislinger mit der Ablösung seiner bestehenden Zeichnungsverwaltungs- und Stücklistensysteme und der Einführung von SAP PLM mit Integration von NX. Geislinger ist Markt- und Innovationsführer in der Herstellung von Drehschwingungsdämpfern und drehelastischen hochdämpfenden Kupplungen. Eine führende Position hat das Unternehmen auch bei Verlagerungskupplungen aus Stahl und Faserverbundwerkstoffen sowie Drehschwingungs-Überwachungssystemen. Die Produkte von Geislinger kommen in großen Gas- und Dieselmotoren von Kraftwerksanlagen, Schiffen, Zügen und Windturbinen sowie großen Kolbenkompressoren, Muldenkippern und Baggern zum Einsatz. Auch kundenindividuelle Anforderungen werden von Seite 1 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Geislinger ohne Zusatzkosten oder längere Lieferzeiten umgesetzt. Das setzt optimal abgestimmte und durchgängige Informationsflüsse und Geschäftsprozesse voraus. Durch die Einführung der SAP PLM Integration für NX wurden die Prozesse in Produktentwicklung und Logistik ebenso verbessert wie deren Zusammenspiel. In der Produktentwicklung arbeiten bei Geislinger rund 20 Konstrukteure mit NX an den Standorten Hallwang bei Salzburg und Bad Sankt Leonhard. Sämtliche 2D- und 3D-Daten wurden in einer Verzeichnisstruktur auf einem Datenserver abgelegt. Stücklisten wurden in einem separaten Stücklistensystem verwaltet. Für die Verwaltung von Zeichnungen gab es ein eigenes Zeichnungsverwaltungssystem. Um produktiv mit dem 3D-CAD-System NX arbeiten und dessen Potenziale ausschöpfen zu können, haben wird den Einsatz eines geeigneten PDM-Systems geprüft. Außerdem wollten wir die verschiedenen Systeme und Schnittstellen reduzieren und in das künftige PDM-System integrieren, so Martin Anzinger, CAD/PDM-Verantwortlicher bei Geislinger. Darüber hinaus bestand ein dringender Bedarf, die zunehmende Anzahl kundenspezifischer Aufträge durch den Produktionsprozess zu schleusen. Nach umfangreichen Tests hat sich Geislinger dazu entschieden, das CAD-/CAM-System NX in SAP zu integrieren. SAP wird bei Geislinger schon seit einigen Jahren in der Logistik genutzt. Die Integration von CAD und SAP war eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein noch höheres Maß an Daten- und Prozessdurchgängigkeit erreicht werden konnte, erläutert Karl-Heinz Stavinoha, IT-Leiter bei Geislinger. Zwischengeschaltete PDM-Systeme wären nur hinderlich gewesen. NX-Modelle, Baugruppen und Zeichnungen werden über ihren gesamten Produktlebenszyklus konsistent in SAP verwaltet, ebenso wie unsere Materialstämme und Stücklisten. Das konnte uns nur gelingen mit einem zentralen System, das Produkt- und Produktionsdaten integriert verwalten kann, erläutert Karl-Heinz Stavinoha die Systementscheidung für SAP PLM. Seite 2 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung Darstellung eines Dämpfers im CAD-System NX Darstellung des Dämpfers in der Baugruppensicht in SAP. Die grünen Icons für Dokumente und Materialien zeigen an, dass es sich um eine freigegebene Baugruppe und freigegebene Materialstämme handelt. Seite 3 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Nach anfänglicher Skepsis sind die Konstrukteure heute von den implementierten Funktionen überzeugt, ergänzt Martin Anzinger. Die NX-Integration mit ihrer leistungsfähigen Benutzeroberfläche ECTR ist auf die Belange im Engineering zugeschnitten. Wir können damit effizient unsere Daten verwalten, berichtet Martin Anzinger. Besonders wichtig ist, ergänzt Karl-Heinz Stavinoha, dass wir keine weitere Schnittstelle mehr zur Logistik brauchen. NX-Modelle sind direkt mit Daten der Logistik, wie dem Materialstamm, verbunden. Stücklisten werden heute durch das System unterstützt abgeleitet und sind, wie auch die zugehörigen CAD-Dokumente, nahtlos in unsere Änderungsprozesse eingebunden. Wir konstruieren heute an 2 Standorten. SAP dient dabei als gemeinsame Plattform für eine effiziente Zusammenarbeit, berichtet Martin Anzinger. 4-Takt-Motor mit Dämpfer Seite 4 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Kurbelwelle mit einem Dämpfer Umsetzung in Phasen Die Integration wurde von einem 3-köpfigen Kernteam eingeführt, mit Unterstützung von Mitgliedern aus der jeweiligen Fachabteilung. Ziel war es, die CAD- und PLM- Anforderungen der Abteilungen optimal umzusetzen, erläutert Martin Anzinger. Nach 9 Monaten gingen die Konstrukteure mit der NX-Integration produktiv. Die Einführung der Integrationslösung erfolgte in 2 Phasen. In Phase 1 wurde der Standardleistungsumfang der Integrationslösung eingeführt. Die Implementierung erfolgte zusammen mit der Karlsruher DSC Software AG. Bereits in Phase 1 wurden etablierte Prozesse kritisch betrachtet. Wenn Verbesserungsmöglichkeiten erkannt wurden, dann sollten diese gleich umgesetzt werden. Besondere Bedeutung hatte dabei der SAP-Änderungsdienst. Der SAP-Änderungsdienst, der bisher nicht verwendet wurde, wird heute für Material- und Stücklisten und auch NX-Dokumente genutzt. Zusammengehörige Objekte werden hierdurch geklammert und gemeinsam durch den Änderungsprozess geschleust. Änderungen sind damit nachvollziehbar. Wir haben sichergestellt, dass konsistente und gültige Unterlagen sowie Stücklisten jederzeit verfügbar sind, erläutert Karl-Heinz Stavinoha. Seite 5 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Schwingungsdämpfer Die größte Herausforderung im Projekt war die Zusammenführung der verschiedenen Datenbestände und Applikationen in SAP. Heute werden über 80.000 NX-Modelle und Zeichnungen in SAP verwaltet. 2D-Zeichnungen, 3D-Modelle, PDF-Dokumente und alle anderen technischen Unterlagen stehen jetzt sofort allen berechtigten Anwendern zur Verfügung. SAP mit der direkten Integration von NX ist aus dem Tagesgeschäft bei Geislinger nicht mehr wegzudenken. Wir schätzen die tiefe Integration von NX und SAP sowie die hohe Anpassungsfähigkeit an unsere Anforderungen, erklärt Karl-Heinz Stavinoha. Migration Systemreduzierung und Vereinheitlichung Eine große Herausforderung in Phase 1 war die Migration von ZNR, eine auf dem Betriebssystem VMS basierende Zeichnungsverwaltung, sowie eines Stücklistensystems nach SAP. Zudem waren die NX-Dateien, die in Ordnerstrukturen des Dateisystems abgelegt waren, nach SAP zu übernehmen. Die verschiedenen Datenbestände mussten mit den bereits in SAP vorhandenen Daten abgeglichen und harmonisiert werden. Ende April 2011 erfolgte die erste Datenmigration in das SAP-QA-System. Aufgrund der Vielzahl von Datenquellen und divergierenden Datenqualität wurden Zusatzprogrammierungen an den Migrationstools von DSC erforderlich. Spezielle Anpassungen wurden realisiert, zum Beispiel für die Stücklistenzusammenführung, für die Aufbereitung und Überführung bestehender Baugruppenteilefamilien in Master-Modelkonforme Strukturen sowie von PDF-Dokumenten, zum Beispiel für Stücklisten und Änderungsmitteilungen. Seite 6 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Auch auf Seiten Geislingers wurden Programme in SAP implementiert, etwa zur automatischen Textgenerierung, zur Dokumentenermittlung, für die Erzeugung von Reports zum PDF-Druck von Stücklisten analog dem ZNR-System. Nach der Implementierung der Zusatzprogramme wurde ein zweiter Übernahmelauf Anfang Juni 2011 durchgeführt. Im Juli 2011 konnten wir dann die Integrationstest durchführen, berichtet Karl-Heinz Stavinoha. Die übernommenen Daten wurden sodann von den Key-Usern geprüft. Diese waren auch in die Umsetzung der neuen Prozesse involviert und für die Weitergabe des Know-Hows an die Endanwender verantwortlich. Im September 2011 ging Geislinger mit der Integrationslösung produktiv. Prozessautomatisierung Bei der Dokumentanlage wird, abhängig von der gewählten Dokumentdefinition, im Hintergrund ein Materialstamm angelegt und gleich mit dem Dokument verknüpft. Die Materialanlage wird über wenige Eingabeparameter aus der Dokumentdefinition des CAD-Dokumentes und unter Verwendung eines passenden Vorlagenmaterials gesteuert. So werden unter anderem das Werk, die Materialart und bestimmte Felder in verschiedenen Materialsichten automatisch mit Werten belegt. Bei der Freigabe des Dokumentes werden automatisch Felder in der Materialklassifizierung befüllt. Darüber hinaus werden Stücklisten heute automatisiert in SAP generiert. Die Materialstückliste entspricht der Teileliste, die bisher von Hand aufgebaut wurde und von der Disposition zur Erstellung der Produktionsstücklisten als Vorlage verwendet wird. Heute wird automatisch eine Stückliste erstellt. Dabei werden die an den Blättern der Baugruppe hinterlegten Materialien berücksichtigt. Die Stückliste dient als Vorlage zur Erstellung der Produktionsstückliste. Durch Kopieren der Stückliste aus dem Konstruktionswerk auf ein anderes Werk und eine andere Verwendung sowie weitere Automatismen, die Geislinger selbst implementiert hat, entsteht die Produktionsstückliste. Seite 7 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Ausblick In Projektphase 2 ist unter anderem geplant, ein bestehendes Programm zur automatischen Erstellung von Federpaketen in das SAP-System einzubinden. Federpakete sind die wichtigste Komponente eines torsionselastischen Dämpfers. Sie sind radial angeordnet und bestehen aus 2 und mehr Federblättern. Die Berechnung und kundenspezifische Auslegung der Federpakete ist eine der Kernkompetenzen von Geislinger. Das Programm generiert NX-Modelle und -Baugruppen und stellt diese sofort den Konstrukteuren bereit. Dazu wird Geislinger das bestehende Programm so anpassen, dass die Dokumentnummern aus SAP gezogen werden und die Dokumente gleich in SAP angelegt und gespeichert werden. Neben Verbesserungen in der Konstruktion wird auch die Dokumentenverwaltung mit SAP weiter ausgebaut. Dann werden sowohl die NX-Daten als auch alle anderen technischen Unterlagen in SAP verwaltet, zum Beispiel die Berechnungen des Federspiels, Einreichschreiben, Abnahmeeinreichungen, QSV-Dokumente, das Konstruktionshandbuch, Betriebsanleitungen, Produktinformationen, E-Mails und Materialzertifikate. Damit die Dokumente schnell über ihre Inhalte wiedergefunden werden können, wird Geislinger auch die SAP-Volltextsuch-Engine TREX einführen. Insgesamt, so Karl-Heinz Stavinoha, haben wir heute durchgängige Daten und Prozesse, von der Logistik bis zum After-Sales. Das gute Zusammenspiel von Produktentwicklung und Produktion/Logistik bringt uns erhebliche Effizienzsteigerungen. Seite 8 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013

Kontakt Geislinger GmbH Hallwanger Landesstraße 3 A-5300 HALLWANG/SALZBURG Fon: +43-662 66999-0 Fax: +43-662 66999-40 E-Mail: info@geislinger.com DSC Software AG Dr. Arne Gaiser, Vertrieb Armin Bernotat, Projekte Copyright Bilder: Geislinger GmbH 2012 DSC Software AG Am Sandfeld 17 76149 Karlsruhe Germany Phone +49 (0) 721 9774-100 Fax +49 (0) 721 9774-101 info@dscsag.com www.dscsag.com Seite 9 von 9 - Anwenderbericht - Effizientes Zusammenspiel von Produktentwicklung - DSC Software AG - Geislinger - April 2013