Technischer Leitfaden

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Transkript:

Technischer Leitfaden Technische und klinische Informationen MONDE mandible MPS BMR Modulares Unterkiefer-System Cluster FRACTURE OMF / Oral Maxillo Facial

Aufbau Technischer Leitfaden Implantate Schrauben Platten Instrumente Schraubenaufnahme und Fixierung Bohren Messen Plattenaufnahme und Positionierung Biegen, Konturieren Schneiden, Ablängen Container Behälter für: Implantate Instrumente MONDE mandible Inhaltsverzeichnis Übersicht Seite 3 Schrauben Seite 4-5 Platten Seite 6-7 Klinische Fallbeispiele Seite 8-9 Mandibular Reconstruction Mesh Seite 10-11 Instrumente - für Schrauben Seite 12-18 - für Platten Seite 19-21 Container Seite 22-23 2

Übersicht MONDE mandible Das modulare Unterkiefer-System Cluster, bestehend aus drei Systemen, wurde speziell für die Rekonstruktion des Unterkiefers, den Traumabereich und Frakturen konzipiert und deckt somit das gesamte Spektrum aller gängigen Indikationen für den Unterkieferbereich ab: Trauma / Polytrauma Unterkieferrekonstruktion Tumorchirurgie Unterkieferfrakturen MPS MPS (Mandibular Polyvalent System) Das Mandibular Polyvalent System bietet eine komplette Auswahl an Platten und Schrauben sowohl für den Trauma- Bereich, als auch für die Rekonstruktion des Unterkiefers. Das modulare Konzept macht es zum System Ihrer Wahl bei Trauma- und Polytrauma-Indikationen, sowie der Tumorchirurgie bei der Unterkieferrekonstruktion mit vaskularisierten Knochentransplantaten. BMR BMR (Bendable Mandibular Reconstruction System) Das Titan-Unterkiefer-Rekonstruktions-System ist sowohl für den Einsatz bei primären und sekundären Überbrückungsindikationen, als auch zur anatomischen Lagefixierung, sowie als interne Fixation verwendbar. FRACTURE FRACTURE System Das Frakturen-Implantat-System gewährleistet eine stabile Fixation für viele Arten von Frakturen des Unterkiefers. Die Platten mit Kompressionsmöglichkeiten erlauben eine sichere und einfache Stabilisierung des Kiefers. 3

Implantate Schrauben Eigenschaften & Vorteile Schraubenkopf-Design selbsthaltend Sicherer Selbsthaltemechanismus von Schraube und Schraubendreherklinge Problemlose und einfache Schraubenentnahme verschiedene Anschlüsse: CF (CROSS-FIT) MCD (Mondeal Contour Drive) Schrauben-Gewinde selbstschneidend Optimale Selbstschneidefähigkeit dank scharfem und präzisem Gewinde Stabile Fixierung im Knochen Atraumatische Schraubenspitze verhindert Schädigungen und Reizungen des Weichgewebes Patientenschonend Schrauben-Spitze atraumatisch Übersicht Schrauben Schraube Ø (in mm) 2.0 2.3 2.7 3.0 MPS locking & non locking (Längen in mm) (6/8/10/12/14/16/18) (6/8/10/12/14/16/18) (8/10/12/14/16/18) NF (8/12/16) BMR locking & non locking (Längen in mm) (6/8/10/12/14/16/18) (8/10/12/14/16/18) NF (8/12/16) FRACTURE non locking (Längen in mm) (6/8/10/12/14/16/18) NF (8/12/16) Ø Länge Schraubenkopf: MCD NF Notfallschraube (nur non locking) CF 4

Implantate Schrauben Eigenschaften & Vorteile Hinweise zur Winkelstabilität Bei der winkelstabilen Schraube gilt es darauf zu achten, dass beim Vorbohren eine Bohrhülse in das Gewinde der Platte eingebracht wird, welche die Bohrrichtung und so auch die gewünschte Position der Schraube im Knochen später vorgibt. Diese Position wird durch die Verschraubung des Außengewindes am Schraubenkopf mit dem Innengewinde der Plattenbohrung sichergestellt der Basis eines winkelstabilen Systems. So schließt die Schraubenkopf-Oberfläche quasi mit der Platte ab und gibt ihr so eine Form, die in dieser Stabilität bei herkömmlichen non-locking Schrauben- und Platten-Kombinationen nicht aufzufinden ist. Auch die Kraftübertragung durch die reduzierte Kontaktfläche zwischen Platte und Knochen ist ein positives Resultat dieser Methode, da die Platten nicht etwa auf den Knochen gepresst werden, sondern vielmehr nur anliegen, da die eigentliche Fixierung der Schraube bereits im Innengewinde der Platte liegt. Dieses Verfahren ist wiederum weniger geeignet, wenn die Schraube als Kompressionsschraube genutzt werden soll, um ein Knochenfragment an die Platte heranzuziehen. Hier kann dann auf die nicht winkelstabilen Schrauben unseres Systems zurückgegriffen werden. Schraubenkopf-Design winkelstabil locking non locking 2 verschiedene Schraubenkopf-Typen: - locking (winkelstabil), mit Außengewinde am Schraubenkopf - non locking, ohne Gewindekopf Polyaxiale Verblockungstechnologie Gewinde Plattenloch Polyaxiale (+/- 15 ) und winkelstabile Verblockung Hohe Stabilität durch Verspannen des Schraubenkopfs im Plattenbereich Die Verblockungstechnologie begünstigt eine winkestabile Verbindungsstelle zwischen der Schraube mit Außengewinde am Schraubenkopf und dem Innengewinde im Plattenloch (nur bei MPS und BMR). Innengewinde Plattenloch winkelstabile Verblockung +/- 15 Außengewinde Schraubenkopf 5

Implantate Platten M P S Alle Platten haben ein Innengewinde in den Plattenlöchern, um in Verbindung mit winkelstabilen Schrauben eine poliaxiale Verblockung zu ermöglichen. Plattenstärke: 1.5 mm Plattenstärke: 2.0 mm Plattenstärke: 2.5 mm gerade Platten mit / ohne Steg gewinkelte Platten rechts / links gerade Platten ohne Steg gewinkelte Platten rechts / links gerade Platten ohne Steg gewinkelte Platten rechts / links Für eine Platte können verschiedene Schraubendurchmesser verwendet werden: Für MPS: Ø 2.0 mm Ø 2.3 mm Ø 2.7 mm Für BMR: Ø 2.0 mm Ø 2.7 mm 6

Implantate Platten B M R F R A C T U R E Alle Platten haben ein Innengewinde in den Plattenlöchern, um in Verbindung mit winkelstabilen Schrauben eine poliaxiale Verblockung zu ermöglichen. Durch das Eindrehen und Festziehen einer non locking Schraube in ein ovales Kompressionsloch, wird eine aktive Kompression verschiedener Knochensegmente innerhalb der Längsachse des Kompressionsloches ermöglicht. Plattenstärke: 2.8 mm Plattenstärke: 1.5 mm gerade Platten ohne Steg gewinkelte Platten rechts / links gerade Platten mit / ohne Steg Kompression gewinkelte Platten Kompression Vorteile des Titans für Implantate Reintitan (DIN EN ISO 5832-2/ASTM F67) wird grundsätzlich für die Herstellung von Knochenplatten verwendet. Bei Knochenschrauben hingegen kommt die Titanlegierung (DIN EN ISO 5832-2/ASTM F136) zum Einsatz. Diese Materialien werden seit Jahrzehnten weltweit für Kurz- und Langzeit-Implantate in der Osteosynthese verwendet. Aus folgenden Gründen: Vollständige Biokompatibilität Hohe Korrosionsbeständigkeit Keine Toxizität im biologischen Milieu Störungsfreie Bildgebung bei Röntgenaufnahmen, Computer- und Magnetresonanztomographien 7

Klinische Fallbeispiele BMR Klinisches Fallbeispiel 1 Mit BMR rekonstruierter Unterkieferdefekt des rechten horizontalen Unterkieferastes nach Tumorresektion. Proximales Unterkiefersegment desselben Patienten en Detail mit vier selbstschneidenden 2.7 mm Schrauben. Distales Unterkiefersegment desselben Patienten en Detail mit drei selbstschneidenden 2.7 mm Schrauben. Klinisches Fallbeispiel 2 Operationssitus (Röntgenbild) eines mit BMR-Platte primär rekonstruierten Unterkiefers nach Tumorresektion der rechten Seite. Die vor der Resektion angepasste und fixierte BMR-Platte wird temporär wieder entfernt, die Unterkieferresektion durchgeführt, anschließend erfolgt die definitive Schraubenfixation der BMR-Platte zur stabilen alloplastischen Rekonstruktion des Unterkiefers. Wenn möglich, wird anschließend die BMR-Platte muskulär, z.b. durch cranial gestielte tiefe Halsmuskeln, eingescheidet. Nach etwa zweijähriger Rezidivfreiheit kann die Unterkieferersatzosteoplastik durch ein autologes kortikospongiöses Beckenkammtransplantat erfolgen. Ist die Platte reizlos eingeheilt und sämtliche Schrauben knöchern fest integriert, kann das autologe Beckenknochentransplantat für die etwa viermonatige Einheilung an der bereits integrierten BMR-Platte mit den violettfarben kodierten 2.0 mm Transplantat Fixationsschrauben fixiert werden. 8

Klinische Fallbeispiele BMR Klinisches Fallbeispiel 3 Pre-operatives Röntgenbild eines Patienten mit einer ausgedehnten knöchernen Destruktion des rechten Unterkiefers durch ein histologisch gesichertes Plattenepithelcarcinom der Unterkieferalveolarkammschleimhaut rechts. Mit BMR-Platte rekonstruierter Unterkiefer desselben Patienten nach erfolgter Tumorradikaloperation einschließlich Resektion des rechten Unterkiefers (Resektion Processus muscularis, aufsteigender Ast und rechter horizontaler Ast). Röntgenbilder desselben Patienten nach primärer alloplastischer Rekonstruktion des Unterkiefers durch BMR-Platte. Man erkennt eine symmetrische Rekonstruktion des ausgedehnten Unterkieferdefektes. 9

Mandibular Reconstruction Mesh (nach Prof. Dr. Dr. Dumbach) Das Titan Mesh ist grundsätzlich zur primären wie sekundären knöchernen Rekonstruktion jedes beliebigen Unterkieferdefektes einschließlich der Kiefergelenke geeignet. Es hat sich besonders gut bei Problemfällen mit ersatzschwachem Transplantatlager, nach Entzündungen und Bestrahlung, aber auch nach fehlgeschlagener Rekonstruktion bewährt. 1 Vorteile: Das Einsetzen enossaler Implantate in den rekonstruierten Unterkiefer ist wegen der dafür in der Regel besonders günstigen Knochenqualität und -quantität meist problemlos möglich. Die operationstechnische Handhabung ist einfach. Es bietet eine große Erfolgssicherheit, daher auch eine komplikationslose Heilung und problemlose Nachbehandlung. II Die vorgeformten und leicht verformbaren Metallgitter ermöglichen unabhängig von der Defektgröße und Lokalisation eine achsengerechte, symmetrische und ästhetisch einwandfreie Wiederherstellung der Unterkieferkonturen einschließlich der Problemzonen des Kinn- und Kieferwinkelbereichs. II Trotz ausreichender Stabilität ist ein günstiger Einfluss funktioneller Reize bei Unterkieferbewegungen auf dem Transplantatknochen möglich und dessen Ein- und Umbau wird dadurch beschleunigt. II Die Dauer der intermaxillären Fixation kann wesentlich verkürzt werden, in vielen Fällen kann vollständig darauf verzichtet werden. II Eine Belassung des Gitters im Organismus auf Dauer ist in den meisten Fällen ohne Bedenken möglich. II Literatur: Dumbach, Josef: Unterkieferrekonstruktion mit Titangitter, autogener Spongiosa und Hydroxylapatit : biomechan., tierexperimentellhistolog. u. klin. Unters. / Josef Dumbach. - München ; Wien : Hanser, 1987. ISBN 3-446-14941-4 1-6.1: Indikationen zur Verwendung des Titan-Mesh-Systems, S. 66f II - 6.5: Vor- und Nachteile des Titan-Mesh-Systems, S. 78f 10

Mandibular Reconstruction Mesh (nach Prof. Dr. Dr. Dumbach) Mesh gerade links / rechts Mesh gebogen links / rechts! Verwenden Sie zur Fixation die Schrauben mit 2.0 mm Durchmesser aus dem BMR-System! Klinisches Fallbeispiel 1 2 3 4 Abbildung 1: Zustand nach Unterkieferkontinuitätsresektion rechts und alloplastischem Ersatz mit einer Überbrückungsplatte. Abbildung 2: Unterkieferrekonstruktion mittels MONDEAL Titangitter und autogener Beckenkammspongiosa. Abbildung 3: OP Situs nach Fixation des Meshs mit Minischrauben und Auffüllen des Gitters mit Spongiosa. Abbildung 4: Vollständig inkorporiertes Knochentransplantat. Situation 2 Monate nach Entfernung des Meshs. Operateur: Dr. Dr. Herbert Rodemer Leitender Oberarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Klinikum Saarbrücken 11

Instrumente für Schrauben Schraubenaufnahme und Fixierung MCD CF Schraubendrehergriff Länge 9.5 cm (für auswechselbare Klingen) Klinge, selbsthaltend Zusammenbau Klinge (selbsthaltend) und Schraubendrehergriff 1 2 3 4 12

Instrumente für Schrauben Schraubenaufnahme und Fixierung Schraubenaufnahme aus Behälter mit selbsthaltender Klinge Schraubendreherklinge in den Schraubenkopf einführen und fest eindrücken. Die Schraube senkrecht entnehmen. Hinweise aus allgemeiner Gebrauchsanweisung: Verbindung Schraubendreher und Schraubenkopf Es ist erforderlich, zu gewährleisten, dass die Verbindung Schraubendreher/Schraubenkopf exakt in axialer Richtung ausgerichtet ist; ansonsten entsteht ein erhöhtes Beschädigungsrisiko durch mechanische Einwirkungen für Implantat oder Schraubendreher. Beim Aufnehmen der Knochenschraube muss der Schraubendreher mit ausreichend axialem Druck über den Schraubenkopf geführt werden, um zu gewährleisten, dass eine axiale Ausrichtung und ein guter Kontakt zwischen Schraubendreher und Schraube erreicht werden. 13

Instrumente für Schrauben Bohren Bohrer für Schrauben Farbcode Durchm. x Länge Arbeitstiefe Anschluss 1.5 x 50 mm 22 mm Stryker B M R 2.0 1.5 x 105 mm 22 mm Stryker M P S F R A C T U R E 2.3 1.9 x 80 mm 22 mm Stryker 1.9 x 105 mm 22 mm Stryker 2.1 x 80 mm 22 mm Stryker B M R 2.7 2.1 x 105 mm 22 mm Stryker Durchmesser Ø Länge Arbeitstiefe 14

Instrumente für Schrauben Bohren Transbuccale Bohr- und Schraubhilfe, bestehend aus: 2 4 1 1 2 Handgriff Wangenhalter Bohrhülse Trokar 3 3 4 Die Transbuccale Bohr- und Schraubhilfe kommt zum Einsatz, wenn bei engen Platzverhältnissen der extraorale Zugang bevorzugt wird. Hinweise aus allgemeiner Gebrauchsanweisung: Bohrer Es wird empfohlen, kleine Spiralbohrer nur einmalig zu verwenden. Aufgrund der kleinen Abmessungen sind Beschädigungen nur erschwert zu erkennen! Bohrer sollten generell unter Verwendung von Bohrbüchsen oder anderen geeigneten Instrumenten verwendet werden, um Verletzungen des Weichteilgewebes vorzubeugen. Eine Bohrgeschwindigkeit von 500 800 Upm muss eingehalten werden, um Überhitzung und Knochennekrosen zu vermeiden. Beim Gebrauch eines Hochgeschwindigkeitsbohrsystems muss der Anwender mit dem Hersteller des Gerätes eine Konfiguration sicherstellen, die eine Rotationsgeschwindigkeit von höchstens 800 Upm aufweist. Beim Gebrauch von Spiralbohrern ist es außerordentlich wichtig, durch reichliche Spülung mit physiologischer Kochsalzlösung (NaCl) eine ausreichende Kühlung sicherzustellen, um thermische Schäden am Knochengewebe so gering wie möglich zu halten. Die Kombination aus Kühlung und niedriger Rotationsgeschwindigkeit (<800 Upm) vermindert entscheidend das Risiko einer Schraubenlockerung aufgrund einer Knochendemineralisierung. Spiralbohrer sind für die Arbeit bei niedriger Geschwindigkeit (<800 Upm) entwickelt und indiziert. Höhere Rotationsgeschwindigkeiten können zum Ausfall des Spiralbohrers führen und bedeuten dadurch ein Verletzungspotential für den Anwender, den Patienten oder dritte Personen. Durch axiale Führung des Spiralbohrers wird das Bruch- oder Ermüdungsrisiko beträchtlich verringert. Es sollte der für die jeweilige klinische Indikation kürzestmögliche Spiralbohrer verwendet werden. Längere Bohrer sind von ihrer Beschaffenheit her sehr anfällig für exzentrisches Rotieren, besonders wenn kein physikalischer Widerstand gegeben ist. Der Anwender muss die Kompatibilität des Spiralbohrers mit dem Einsatzhandstück überprüfen. Zusätzliche regelmäßige Inspektionen und Wartungen des Handstücks helfen, Beschädigungen des Spiralbohrers vorzubeugen. 15

Instrumente für Schrauben Bohren Bohrhilfe für Kompressionsplatten im FRACTURE-System, bestehend aus: Handgriff Bohrbuchse exzentrisch / zentrisch Kopfende Bohrbuchse Dieses Symbol auf dem Handgriff kennzeichnet die exzentrisch bohrende Seite zur Aufnahme der Bohrbuchse. --> nur für Kompressionsplatten von FRACTURE System. Die beiden Wellenlinien stellen die Frakturlinie dar. Möchte man für ein Kompressionsloch eine exzentrische Bohrung setzen, so muss der Pfeil auf dem Kopfende der Bohrbuchse in Richtung der Frakturlinie zeigen. Soll hingegen in ein Kompressionsloch eine zentrische Bohrung vorgenommen werden, muss der Pfeil auf dem Kopfende der Bohrbuchse in entgegengesetzter Richtung von der Frakturlinie weg verweisen. Dieses Symbol auf dem Handgriff kennzeichnet die zentrisch bohrende Seite. --> ist für das FRACTURE System nicht relevant. Hinweise aus allgemeiner Gebrauchsanweisung: Bohrbuchsen Zentrische und exzentrische Bohrbuchsen (in Verbindung mit Kompressionsplatten) stellen einen spannungsarmen Sitz der Knochenschraube in der Knochenplatte sicher und ermöglichen (bei Kompressionstechniken) somit eine maximale axiale Kompression. 16

Instrumente für Schrauben Messen Tiefenmessgerät (Messbereich 0-50 mm) Hinweise aus allg. Gebrauchsanweisung: Tiefenmessgeräte Die Länge des in den Knochen zu bohrenden Loches kann mit Hilfe eines Tiefenmessgerätes gemessen werden, um auf diese Weise die Länge der einzubringenden Knochenschraube zu bestimmen. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, ist die Schraubenlänge durch das Plattenloch (also mit angelegter Platte) abzumessen. Der auf der Skala des Tiefenmessgerätes angezeigte Wert entspricht der Gesamtlänge der Knochenschraube. Die auf dem Verpackungsetikett angegebene Länge ist die Gesamtlänge der Knochenschraube. Auf die Gesamtlänge ausgelegt ist auch die Schraubenmess-Skala des Implantatbehälters. Wenn das Tiefenmessgerät am Fühlerende eine abgewinkelte Messsonde besitzt, gilt davon die dem Instrumentenkörper hin gerichtete Fläche als Messpunkt und nicht die dem Körper abgewandte Fläche! Faktoren wie Plattenstärke, Schraubensitz im Loch der Knochenplatte usw. wurden bei den Tiefenmessgeräten entsprechend dem Produkt-System berücksichtigt. 17

Instrumente für Schrauben Messen Schraubenmessplatte Schrauben- Durchmesser Die linke Skala ist für MONDE mandible nicht relevant. Die rechte Skala misst die Schraubenlänge, wenn die Schraube auf einer selbsthaltenden Klinge befestigt ist. Klinge, selbsthaltend Die Schraube muss mit dem Schraubenkopf seitlich bündig in den dafür passenden Schlitz positioniert werden. Hinweise aus allg. Gebrauchsanweisung: Messplatten Messplatten und Schraubenmessskalen in Trays sind nur zur groben Bestimmung der Schrauben in Länge und Durchmesser bestimmt. Bei Durchmesser-Bohrlehren auf den Messplatten muss die Schraube vorsichtig angesetzt und wieder herausgezogen werden, um ein Verklemmen oder Abstreifen der Schraube zu vermeiden. Bei unsachgemäßem Vorgehen könnten Materialpartikel von der Lehre auf die Schraube übergehen. 18

Instrumente für Platten Plattenaufnahme und Positionierung Die Plattenhalteklemme gibt es in 2 Varianten (für rechte und linke Seite). Sie unterstützt beim Positionieren und Platzieren der Unterkiefer-Platten, um die Schrauben sicher zu fixieren. stufenweise Arretierung spitzes Ende zur Fixierung an Unterkieferinnenseite Kugelform zur Fixierung im Plattenloch Instrumente für Platten Schneiden und Ablängen Plattenschneider 19

Instrumente für Platten Biegen und Konturieren Plattenbiegezange mit Rollen Zum präzisen horizontalen Biegen der Platte und exakten Anpassen an die individuelle Unterkieferform. (für BMR und MPS) Schränkeisen mit Verschluss Schränkeisen ohne Verschluss Schränkeisen Zum vertikalen Biegen und Verdrehen der Platte. In der Regel wird das Schränkeisen paarweise benutzt. Der Verschluss dient zur Sicherung der Platte beim Biegen. (für BMR) 20

Instrumente für Platten Biegen und Konturieren Während des Biegens sollte die Platte stets an zwei aufeinanderfolgenden Löchern gehalten werden, damit die Kontur des dazwischen liegenden Plattenlochs nicht beschädigt wird. Es sollte vermieden werden, die Platte durch Wechselbewegungen zu biegen. Die Platte sollte maximal soweit gebogen werden, bis sich die beiden Maulteile der Biegezangen berühren. Plattenbiegezangen FRACTURE MPS Hinweise aus allgemeiner Gebrauchsanweisung: Biegeinstrumente Knochenplatten können mit Hilfe von Biegeinstrumenten einfach, schnell und präzise an jede beliebige Oberfläche angepasst werden. Durch die während des Biegevorganges erfolgende Kaltverformung nimmt die Härte von Titan zu und die Biegefähigkeit ab. Daher ist es entscheidend, dass die gewünschte Form des Implantates mit so wenigen Biegemanövern wie möglich erreicht wird. Durch übermäßiges Biegen kann es postoperativ zum Plattenbruch kommen. Das Aufeinandertreffen von extremen Winkeln und kleinen Biegeradien muss vermieden werden, da die Gefahr besteht, dass postoperativ mikroskopisch erkennbare Beschädigungen am Implantat entstehen (Risse, deformierte Schraubenlöcher, etc.). In diesen Fällen muss das Implantat durch ein neues, mit größerer Vorsicht gebogenes Implantat ersetzt werden. Deformierte Schraubenlöcher bedeuten nicht nur ein erhöhtes Bruchrisiko des Implantates in diesem Bereich, sondern erschweren auch eine präzise Platzierung des Schraubenkopfes in der Platte. 21

Container Modulares Container System Das MONDE mandible -Baukastenprinzip erlaubt dem Anwender eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten zur individuellen Kombination von Schrauben, Platten und Instrumenten. Dies spiegelt sich zusätzlich in dem modularen Container System wider. Je nach Anwenderwunsch und Konfiguration der einzelnen Elemente können die Behälterkomponenten kombiniert werden. 22

Container Behälter mit Inlays für Implantate (Schrauben und Platten) und für kleine Instrumente (Bohrer, Klingen etc.) Sterilisationscontainer Siebkorb für Instrumente 23

High Quality Implants Made by MONDEAL Von der Broschüre abweichende Katalog- und Konstruktionsänderungen, die der Modifikation und Weiterentwicklung dienen, behalten wir uns vor. Abbildungen, Produktbeschreibungen und Texte sind Eigentum der MONDEAL Medical Systems GmbH. Weiterverwendung und Vervielfältigung durch Dritte bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung der MONDEAL Medical Systems GmbH. Alle Rechte vorbehalten! Anmerkung: Die Verantwortung für die Auswahl der Patienten, für angemessene Ausbildung sowie für die Entscheidung der Auswahl und Anbringung der Implantate, einer postoperativen Entfernung oder Belassung von Implantaten verbleibt ausschliesslich beim Chirurgen. Alle in dieser Broschüre genannten und gegebenenfalls durch Dritte geschützten Marken- und Warenzeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer. 2016 - MONDEAL Medical Systems GmbH Am Gewerbering 7 78570 Mühlheim a. d. Donau/Germany Phone +49 7463 99307 0 Fax +49 7463 99307 33 mail@mondeal.de 97-T117-D MONDE-mandible 01/ 12-16