Spieße und Getriebedielen
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Inhalt Einleitung... 3 Betonstahlspieße... 4 Rohrspieße... 6 IBO - Selbstbohrspieße... 8 Getriebedielen... 10 Einleitung Spieße und Getriebedielen (Vorpfändbleche) werden zur temporären, vorauseilenden Sicherung des Arbeitsbereiches verwendet. Sie gewährleisten die Stabilität der Ausbruchslaibung bis die Erstsicherung eingebaut ist. Je nach Baugrundeigenschaften werden verschiedene Spießtypen eingesetzt, die unter projekttypischen Rahmenbedingungen die technisch beste Lösung darstellen. Die Palette reicht von Betonstahlspießen über selbstbohrend eingebaute System IBO - Selbstbohrspieße oder den AT - TUBESPILE TM bis zu Getriebedielen, die sogar einen Vortrieb im kohäsionslosen, rolligen Gebirge ermöglichen. 3
Betonstahlspieße Betonstahlspieße sind ebenso wie Rohrspieße universell zur vorauseilenden Sicherung einsetzbar. Sie können sowohl in vorgebohrte, stabile Bohrlöcher bei blockigem Baugrund eingebaut als auch in weichen, homogenen Baugrund eingerammt werden. Anwendungsgebiete Tunnelvortriebe in blockigem und zerklüftetem Baugrund Tunnelvortriebe in weichen, homogenen Baugrundverhältnissen Hauptvorteile Praxiserprobtes Spießsystem Sicherer und einfacher Einbauvorgang Universell einsetzbar Einbau mit dem Vortriebsbohrwagen Systembeschreibung Betonstahlspieße bestehen aus einseitig angespitzten glatten oder gerippten Betonstahlstäben. Sie werden entweder in vorgebohrte Spießlöcher vermörtelt bzw. unvermörtelt eingebracht oder in den Baugrund eingerammt. Vorgebohrte Betonstahlspieße werden in klüftigem und blockigem Baugrund zur Sicherung gegen herabfallende Gesteinsteile eingesetzt, die Variante Rammspieß im homogenen, weichen Baugrund. Durch das Einrammen wird sowohl die Auflockerung des Baugrundes verhindert als auch ein optimaler Ausgangszustand für die Gewölbebildung zwischen den Spießen erhalten. Nach dem Ausbruch werden die Lasten des Baugrundes durch das vorhandene Widerstandsmoment der Spieße in die Auflager übertragen. Diese sind der Baugrund vor der Ortsbrust und der Ausbaubogen im bereits gesicherten Ausbruchsbereich. 4
Betonstahlspieße Technische Daten Stabdurchmesser 1) [mm] 20 25 28 30 36 Lieferlängen 2) [m] 3 / 4 / 6 1) Spieße aus glattem oder geripptem Betonstahl der Mindeststahlgüte B 500 B (DIN 488-1 bzw. ÖNORM B 4707) 2) Einseitig angespitzt; abweichende Lieferlängen und Betonstahlspieße ohne Anspitzung sind auf Anfrage erhältlich Technische Merkmale Einfacher und unkomplizierter Einbau in vorgebohrte Spießlöcher Vermörtelung des Ringspaltes verbessert den Kontakt zum Gebirge Einrammen stellt eine baugrundschonende Einbauweise dar, bei der der Spannungszustand erhalten bleibt Durch Einrammen wird der Baugrund verdrängt, wodurch optimale Voraussetzungen für die spätere Tragwirkung geschaffen werden Einbau sowohl über als auch durch Ausbaubögen möglich Einbauanleitung Einbau in vorgebohrte Spießbohrungen Vorbohren der Spießbohrungen durch oder über dem Ausbaubogen Verfüllen der Spießbohrungen mit Mörtel (nur bei vermörteltem Einbau) Einführen der Betonstahlspieße Einbau als Rammspieß Einrammen der Betonstahlspieße durch oder über dem Ausbaubogen 5
Rohrspieße Rohrspieße sind ebenso wie Betonstahlspieße universell zur vorrauseilenden Sicherung einsetzbar. Sie können sowohl in vorgebohrte, stabile Bohrlöcher bei blockigem oder klüftigem Baugrund eingebaut, als auch in weichen, homogenen Baugrund eingerammt werden. Anwendungsgebiete Tunnelvortriebe in blockigem und zerklüftetem Baugrund Tunnelvortriebe in weichen, homogenen Baugrundverhältnissen Hauptvorteile Praxiserprobtes Spießsystem Sicherer und einfacher Einbauvorgang Universell einsetzbar Einbau mit dem Vortriebsbohrwagen Optional auch als Injektionsspieß verwendbar Höheres Widerstandsmoment als gewichtsmäßig vergleichbare Stab-, Ramm- oder Selbstbohrspieße Systembeschreibung Rohrspieße bestehen aus einem Stahlrohr, das optional mit einer aufgeschweißten Rammspitze versehen ist. Der Einbau erfolgt mit einem konventionellen Vortriebsbohrwagen. Die Rohrspieße werden hierbei entweder in vorgebohrte Spießlöcher eingebracht oder in den Baugrund eingerammt. Vorgebohrte Rohrspieße werden in klüftigem und blockigem Baugrund zur Sicherung gegen herabfallende Gesteinsteile eingesetzt, die Variante Rammspieß in homogenem, weichen Baugrund. Durch das Einrammen wird die Auflockerung des Baugrundes verhindert und ein optimaler Ausgangszustand für die Gewölbebildung zwischen den Spießen erhalten. Nach dem Ausbruch werden die Lasten des Baugrundes durch das vorhandene Widerstandsmoment der Spieße in die Auflager übertragen. Diese sind der Baugrund vor der Ortsbrust und der Ausbaubogen im bereits gesicherten Ausbruchsbereich. 6
Rohrspieße Technische Daten Außendurchmesser 1) [mm] 38 51 51 Wandstärke [mm] 4 3,2 4,5 Lieferlängen 2) [m] 3 / 4 / 6 1) Mindeststahlgüte S 235 (EN 10025-2) 2) Abweichende Lieferlängen und Injektionsbohrungen entsprechend Kundenvorgaben sind auf Anfrage erhältlich Technische Merkmale Einfacher und unkomplizierter Einbau in vorgebohrte Spießlöcher Ausführung als Rohr-Rammspieß mit Stahlspitze auf Anfrage erhältlich Baugrundschonender Einbau durch Einrammen - der Spannungszustand bleibt erhalten Einrammen verdrängt den Baugrund und schafft somit optimale Voraussetzungen für die spätere Tragwirkung Einbau sowohl über dem Ausbaubogen als auch durch den Bogen möglich Hohes Widerstandsmoment bezogen auf das Gewicht Optional auch als Injektionsspieß mit Injektionsbohrungen zur Gebirgsverbesserung verwendbar Einbauanleitung Einbau in vorgebohrte Spießbohrungen Vorbohren der Spießbohrungen durch oder über dem Ausbaubogen Einführen der Rohrspieße Einbau als Rammspieß Einrammen der Rohrspieße durch oder über dem Ausbaubogen 7
IBO - Selbstbohrspieße IBO - Selbstbohrspieße gehören zur Produktfamilie des DYWI Drill Hohlstab- Systems. Sie eignen sich hervorragend zur vorrauseilenden Sicherung in allen Baugrundtypen. Der schnelle und selbstbohrende Einbau bietet besonders bei instabilen Bohrlöchern einen deutlichen Vorteil gegenüber konventionellen Spießtypen. Durch den Einsatz von IBO - Selbstbohrspießen werden lokale Instabilitäten im Arbeitsbereich gesichert. Für die vorauseilende Sicherung in schlechtem Baugrund ist dieses System eine ausgezeichnete Alternative zu herkömmlichen Rammspießen oder Stabstahlspießen. Anwendungsgebiete Vorauseilende Sicherung in allen Baugrundtypen Speziell für Baugrund mit instabilen Bohrlöchern geeignet Hauptvorteile Einbau mit dem Vortriebsbohrwagen Sicherer, einfacher und schneller Einbauvorgang Problemlose Anwendung bei nicht standfesten Bohrlöchern Spießbohrung und Spießeinbau in einem Arbeitsschritt Größere Spießlängen sind durch die Verwendung von Muffen herstellbar Systembeschreibung IBO - Selbstbohrspieße werden drehend-schlagend mit konventionellen Bohrlafetten eingebaut. Der eingebrachte Hohlstab dient gleichzeitig als Bohrgestänge und Stützmittel. Die Bohrenergie wird auf die Bohrkrone übertragen, die einen größeren Außendurchmesser als der Hohlstab aufweist. Kühlung, Spülung und Rückführung des Bohrkleins finden mit Wasser zwischen Baugrund und IBO - Selbstbohrspieß statt. 8
IBO - Selbstbohrspieße Systemkomponenten IBO - Selbstbohrspieß Optional mit Injektionsbohrungen Spießbohrkrone oder aufgeschweißte Bohrkronenschneide Technische Daten Außendurchmesser 1) [mm] R32 R38 R51 Lieferlängen 2) [m] 3,0 / 4,0 1) Technische Daten sind aus der Broschüre DYWI Drill Hohlstab-System ersichtlich 2) Abweichende Lieferlängen und Injektionsbohrungen entsprechend Kundenvorgaben sind auf Anfrage erhältlich; größere Spießlängen sind durch die Verwendung von Muffen herstellbar Einbauanleitung Zusammenbau des IBO - Selbstbohrspießes und Ankopplung an den Bohrhammer Drehend-schlagender selbstbohrender Einbau ohne Verrohrung: Einwegbohrkrone und Hohlstab als Bohrstange, Spülung mit Wasser oder einem Luft-Wasser-Gemisch Optionale Verlängerung durch Muffen Entkopplung vom Bohrhammer, nachträgliche optionale Injektion über einen Injektionsadapter Technische Merkmale Zubehör Weiterführende Informationen Umfangreiches Bohrkronenportfolio für unterschiedliche Baugrundverhältnisse Eine Vermörtelung des Ringspaltes erhöht die Kraftübertragung und Tragfähigkeit Optional mit Injektionsbohrungen zur Baugrundverbesserung Mörtelmischpumpen Injektionsadapter DYWI Inject Systeme Manschettenrohrpacker Gesteinsbohrwerkzeug: Einsteckenden, Muffen, Übergangsstücke Broschüre DYWI Drill Hohlstab-System Weiterführende Informationen über Zubehörteile sind in DSI-Systembroschüren und technischen Zulassungen enthalten 9
Getriebedielen Getriebedielen (Vorpfändbleche) sind eine flächenhaft wirkende vorauseilende Sicherung, die speziell im nicht standfesten, rolligen Baugrund eingesetzt wird. Dieses Stützmittel wird unter Verwendung von hydraulischen Bohrhämmern in den Baugrund eingerammt. Anwendungsgebiete Vorauseilende Stützung in rolligem Baugrund Vorauseilende Stützung im nahezu kohäsionslosen Baugrund Hauptvorteile Einbau mit dem Vortriebsbohrwagen Sicherer und einfacher Einbauvorgang Geschlossene Stützung der Ausbruchslaibung Einrammen minimiert vortriebsinduzierte Gebirgsentspannungen Systembeschreibung Getriebedielen werden in einem Stück über dem Ausbaubogen mittels konventioneller Bohrlafetten und einer Dielenschlagmatrize (Rammschuh) eingerammt. Dabei werden sie entweder überlappend oder, wenn der Baugrund eine geringe Kohäsion aufweist, auf Lücke eingebaut. Stahlblech mit ein oder zwei Längssicken Blechdicke: 3-6 [mm] Länge: 1.250-3.000 [mm] Baubreite: ca. 220 [mm] Dielenschlagmatrize Verschiedene Ausführungen auf Anfrage erhältlich 10
Getriebedielen Technische Daten 120 35 t 30 175 B Getriebedielen Typ A Kennwert Zeichen Einheit Typ A3 Typ A4 Typ A5 Typ A6 Wandstärke t [mm] 3 4 5 6 Länge 1) L [m] 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 Breite 2) B [mm] 220 220 220 220 Gewicht m [kg/m] 6 8 10 12 Gewicht m Stk [kg/stk.] 7,5 9,0 12,0 15,0 18,0 10,0 12,0 16,0 20,0 24,0 12,5 15,0 20,0 25,0 30,0 15,0 18,0 24,0 30,0 36,0 Widerstandsmoment W x [cm³] 8,9 10,6 12,2 13,8 1) Sonderlängen auf Anfrage erhältlich 2) Richtwert Einbaubreite bei Überlappung: 5,7 [Stk./m] 140 35 30 t 185 B Getriebedielen Typ B 1) Kennwert Zeichen Einheit Typ B3 Typ B4 Typ B5 Typ B6 Wandstärke t [mm] 3 4 5 6 Länge 2) L [m] 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00 Breite 3) B [mm] 220 220 220 220 Gewicht m [kg/m] 6 8 10 12 Gewicht m Stk [kg/stk.] 7,5 9,0 12,0 15,0 18,0 10,0 12,0 16,0 20,0 24,0 12,5 15,0 20,0 25,0 30,0 15,0 18,0 24,0 30,0 36,0 Widerstandsmoment W x [cm³] 8,9 10,6 12,2 13,8 1) Maßblätter und Gewichtstabellen sind auf Anfrage erhältlich 2) Sonderlängen auf Anfrage erhältlich 3) Richtwert Einbaubreite bei Überlappung: 5,4 [Stk./m] Technische Merkmale Einrammen mit dem Vortriebsbohrwagen Sicherer und einfacher Einbauvorgang Geschlossene oder offene Stützung der Tunnellaibung Einrammen verhindert Setzungen und minimiert Gebirgsentspannungen 11
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