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1 4,50 I FR. 9,00 E-COMMERCE I ONLINE-MARKETING I TECHNIK INTERNET WORLD Business AUSGABE 16/14 4. AUGUST 2014 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL Customer-Journey-Analyse Budget besser verteilen Anzeige Fashion Hermes-Fulfilment-Chef Dieter Urbanke Retouren-Handling: Qualität wird wichtiger S. 14 Mode-Versender Umsatzeinbruch im 1. Halbjahr Um 800 Millionen auf elf Milliarden Euro zurückgegangen ist im 1. Halbjahr 2014 nach Zahlen des BEVH der Umsatz im deutschen Modeversandhandel. Bei Schuhen beträgt das Umsatzminus sogar 44 Prozent. Der Rückgang ist laut BEVH unter anderem Folge des warmen Wetters, außerdem war 2013 ein besonders gutes Jahr. Die überraschende Marktschwäche trifft nicht alle gleich: Amazon und Zalando melden weiter satte Zuwächse. DirecTV Top-10-Werber Ranking der Top-10-Werbungtreibenden in Deutschland von Januar bis Juni 2014 Procter & Gamble L Oreal INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Nielsen 227,8 Mio. (-0,6 %) 180,4 Mio. (+3,1 %) Axel Springer 158,1 Mio. (+12,5 %) Unilever 157,9 Mio. (+13,4 %) Volkswagen 145 Mio. (+22,5 %) Media-Saturn-Holding 143,6 Mio. (-8,6 %) Ferrero 134,5 Mio. (-12,1 %) Telekom 115,7 Mio. (+10 %) Beiersdorf 115,4 Mio. (+33,6 %) Vodafone 111,8 Mio. (+76,2 %) Veränderung zum Vorjahr in Prozent Werbe-König P&G hielt im ersten Halbjahr 2014 sein Budget konstant Die Frage ist so alt wie das Marketing selbst: Welche Werbegelder werden vergeudet, welche sinnvoll eingesetzt? Neue Attributionsmodelle versprechen die richtige Antwort und mehr Umsatz für das eingesetzte Budget. S. 28 Cyberkrieg gegen Shops IT-Experten sind besorgt: Angriffe auf Websites nehmen in Zahl und Stärke zu ls der Feed-Reader Feedly im Juni A 2014 offline ging, war die Aufregung groß: Unbekannte Täter hatten den beliebten Service mit einer Cyberattacke lahmgelegt. Zuvor hatten die Unbekannten Geld gefordert und als das Start-up nicht zahlen wollte ihre Drohung in die Tat umgesetzt. Feedly ist kein Einzelfall: Immer mehr Website-Betreiber geraten ins Visier krimineller Erpresser. Besonders bedroht sind Shop-Betreiber. Die Logik der Täter ist simpel: Wer Umsatz macht, der hat auch Geld. Und wer Umsatz zu verlieren hat, der zahlt. Jeder achte Online-Shop in Deutschland war schon einmal Ziel einer Cyberattacke, ergab eine Studie des Forschungsinstituts Ibi Research und die Dunkelziffer liegt nach Einschätzungen von Experten noch weit höher. Was IT-Spezialisten Sorge bereitet: Nicht nur die Zahl der Attacken steigt, auch ihre Heftigkeit nimmt zu. Die Täter nutzen Bot-Netze, das sind Tausende von Com- Bloggen und verkaufen Viele Online-Händler binden Kunden mit einem Blog an ihren Shop. Das Start-up Yooyama geht einen Schritt weiter und hat aus verschiedenen Blogs ein Shop-Angebot rund ums Wohnen entwickelt. S. 16 Neue Serie Erfolgreich verkaufen über Amazon S. 20 putern, die durch Schadsoftware infiziert wurden und ferngesteuert einen Webserver so lange mit Seitenaufrufen und Anfragen bombardieren, bis er in die Knie geht. Das Prinzip heißt Distributed Denial of Service (DDOS), und es gibt kaum ein Entrinnen, wenn sich ein Webshop darauf nicht vorbereitet hat. Was das BKA und Internet-Hoster bedrohten Seitenbetreibern raten, lesen Sie ab Seite 8. E-Commerce Online-Marketing Technik Twitter: 81 % Mobile-Anteil bei den Anzeigenumsätzen Facebook: 62 % Mobile-Anteil bei den Anzeigenumsätzen Mobile Revolution: Der Kurznachrichtendienst Twitter erlöst bereits über 80 Prozent seiner Werbeeinnahmen aus mobilen Angeboten Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Mit der Vermarktung ihrer Checkout-Seite können Online-Shops ihren Kunden Danke sagen und nebenbei zusätzliche Werbeeinnahmen generieren. S. 24 Foto: istockphoto / Adrian Hancu Der Stellenmarkt für Internet-Fachkräfte S. 39 oder unter internetworld.de/stellenmarkt Kein Spaß: Kriminelle fordern Geld, sonst folgt eine Cyberattacke Wie bezahlt man Magie? Fast 40 Millionen Euro geben deutsche Browser-Gamer jährlich für virtuelles Spiele-Zubehör wie Zauberschwerter oder Bonuspunkte aus. Bezahlt werden die Ingame-Items via Micropayment. S. 30 Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt INTERNET WORLD Business 16/14; Quelle: Handelsblatt

2 1&1 DSL INTERNET UND TELEFON 19, 99 ab /Monat * Sparpreis für 24 Monate, danach 24,99 /Monat. NEU: VDSL kbit/s VDSL jetzt noch schneller! Surfen Sie in den ersten Ausbaugebieten mit bis zu kbit/s supergünstig ab 34,99 /Monat!* JETZT 100, WECHSLER-BONUS * In Ruhe ausprobieren: MONAT 1TESTEN Expertenrat? Jederzeit: ANRUF 1GENÜGT Defekt? Morgen neu! TAG AUSTAUSCH 1VOR ORT / * 1&1 Surf-Flat für 24 Monate 19,99 /Monat, danach 24,99 /Monat. Telefonie (Privatkunden): für 2,9 ct/min. ins dt. Festnetz oder immer kostenlos für 5, /Monat mehr mit der 1&1 Telefon-Flat. 1&1 DSL ist in den meisten Anschlussbereichen verfügbar. 1&1 Doppel-Flat für 24 Monate 34,99 /Monat, danach 44,99 /Monat. Inklusive Telefon-Flat. In den ersten Ausbaugebieten verfügbar. Für beide Angebote gilt: Inklusive Internet-Flat, 1&1 HomeServer für 0, (Versand 9,60 ), 24 Monate Vertragslaufzeit, 100, Wechsler-Bonus bei Rufnummern-Mitnahme (Verrechnung mit der Grundgebühr ab dem 4. Monat). 1&1 Telecom GmbH, Elgendorfer Straße 57, Montabaur 1und1.de

3 INHALT 4. August /14 INTERNET WORLD Business 3 Inhalt Internet World 2015 SCHWERPUNKT Shops im Visier von Erpressern Schutzgelderpressung im Online-Handel 8 E-COMMERCE Qualität wird wichtiger Retouren-Handling bei Hermes 14 Bloggen und verkaufen Yooyama macht aus Blogs einen Shop 16 Feuer frei auf allen Kanälen Tailorit-Studie zum Omnichannel 18 Grenzen des Trackings Technik und das Datenschutzrecht 19 KNOW-HOW Serie Teil 1: Verkaufen über Amazon Voraussetzungen und Strategien ONLINE-MARKETING Werbung auf Knopfdruck Smart TV als Werbeträger 22 Kleine Geschenke... Checkout-Vermarktung für Online-Shops 24 Wer hat Angst vor Netflix? Das Video-Portal startet in Deutschland 25 Wechsel an der Tabellenspitze Plan Net übernimmt HMMH 26 Wir sind die Firma Valueclick firmiert um in Conversant 26 Herberge für einen Star Sänger Tim Bendzko schläft bei Fans 27 TECHNIK Budget besser verteilen Customer-Journey-Analyse 28 Wie bezahlt man Magie? Micropayment im Gaming-Sektor 30 Beacons leuchten noch lange nicht Das Interesse an Beacons ist noch gering 32 RUBRIKEN Update 4 Pro & Contra: Hersteller auf Amazon 12 Dienstleisterverzeichnis 33 Personalien 37 Termine 37 Stellenmarkt 39 Szene: DLDwomen-Konferenz 40 Impressum 40 Meinung: Google und die NSA-Affäre 42 Call for Papers für den Kongress Vom 24. bis 25. März 2015 findet die Internet World, die E-Commerce-Messe, auf dem Münchner Messegelände statt. Bis Freitag 22. August 2014 läuft der Call for Papers für den begleitenden Kongress der Internet World, der unter dem Motto Die Zukunft des E-Commerce steht. Gesucht werden Referenten aus der Praxis, die spannende Insights zu folgenden Themen haben: Cross-Channel International Der Veranstalter Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, der auch die Fachzeitschrift INTERNET WORLD Business herausgibt, erwartet 2015 über 350 Aussteller. Die Messe deckt alle relevanten Themenfelder des E-Com- - Mobile bis Online-Marketing uvm. Aktuelle Informationen zur Internet World, zum Call for Papers -Formular sowie zu aktuellen Aussteller- zu finden Social Media Facebook: facebook.com/internetworld.de Google+: internetworld.de Newsletter: Menschen in diesem Heft Oded Benyo ist President of Valueclick Europe. Seiner Meinung nach soll der neue Firmenname Conversant (engl. für erfahren, vertraut) die Kompetenz und Erfahrung des Unternehmens besser zum Ausdruck bringen. 26 Andreas Gutjahr ist Managing Director der Agentur Knowtheirname. Er hält die aktuelle Kampagne von Schwäbisch Hall und Viva für sehr gelungen, weil sie eine persönliche Beziehung zwischen Zielgruppe und Marke aufbaut. 27 Daniel Kirchleitner Geschäftsführer der Trbo GmbH, gibt Tipps wie Shop-Betreiber eine persönliche Interaktion mit ihren Kunden ermöglichen. Wichtig für das User- Engagement ist etwa die Bildung einer Community. 32 Kirsten Nachtigall ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Carat. Sie glaubt, dass sich das Medium Smart TV langfristig durchsetzen wird. Derzeit ist die Nutzung in den relevanten Zielgruppen aber für sie noch ernüchternd gering. 22 Christian Rebernik ist Chief Technical Officer bei Zanox. Er erklärt, dass Erpresser, die Online- Shops im Visier haben, erst einmal mit geringen Beträgen starten und bei Bezahlung die Summe nach oben schrauben. 10 Johanna Spielberg ist Gründerin von Yooyama, einem Shop-Angebot aus Blogs. Sie hat ein Jahr lang an Geschäftsmodell und Shop getüftelt und hat seit dem Start im Juli dieses Jahres bereits rund 600 Produkte im Portfolio. 16

4 UPDATE 4 INTERNET WORLD Business 16/14 Ricola: Was seine braunen Kräuterbonbons auslösen können, zeigt Ricola jetzt viral: Die Agentur Webguerillas entwickelte zum Kampagnen-Song Chrüterchraft Power in my Hands ein Fingerdance-Video. Der Clip soll sich möglichst international verbreiten. Mobiler Auftritt: Die neue App forciert das lokale Marketing Fingerbreakdance: Ein Video zeigt die Power der Ricola-Bonbons Ernsting s Family: Das Familienmode-Unternehmen stärkt den mobilen Vertrieb. Eine neue Smartphone-App soll die User emotional ansprechen und ihnen aktuelle Informationen zu Aktionen und neuen Angeboten liefern. Q&A AMAZON Hoher Verlust trotz steigender Umsätze Die wird hierzulande 30. Michael Rotert, Präsident des Eco Verbandes, erhielt 1984 als Leiter der IT-Abteilung der Uni Karlsruhe die erste in Deutschland. Am um Uhr bekamen Sie eine vom MIT in Boston. Worum ging s? Die Mail war ein Willkommensgruß und die Bestätigung, dass unser Institut jetzt ans CSNet, den Vorläufer des Internets, angeschlossen ist und der Service damit auch allen deutschen Wissenschaftseinrichtungen zur Verfügung stehen sollte. Was war Ihr erster Gedanke? Wie praktisch, jetzt kann ich meine USA-Besuche viel leichter vorbereiten! Wie ist die Zukunft der ? Die wird im Umgang mit und zwischen Firmen weiter wachsen. Der rein private Austausch wird an Bedeutung verlieren. Trotz Umsatzsteigerung ist Amazon von einem Gewinn derzeit weit entfernt. Der Umsatz des Internet-Konzerns stieg im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 19,3 Milliarden US-Dollar, gleichzeitig steht in der Bilanz ein Verlust von 126 Millionen. Im Vorjahresquartal waren es nur sieben Millionen US-Dollar gewesen, im ersten Quartal 2014 standen sogar 108 Millionen US-Dollar Gewinn zu Buche. Wir arbeiten weiter hart daran, die Kundenerfahrungen auf Amazon besser und besser zu machen, erklärte CEO Jeff Bezos bei der Präsentation des Quartalsergebnisses und zählte Amazon: Viele Innovationen, aber kein Gewinn anschließend die Neuerungen auf: sonntägliche Lieferung in den USA ausgedehnt, grenzüberschreitende Lieferung innerhalb von zwei Tagen in Europa, Streaming-Dienst Prime Music und den Lese-Abo-Service Kindle Unlimited gelauncht. Trotzdem ist die Prognose fürs laufende Quartal noch schlechter: Amazon rechnet mit einem operativen Verlust von 410 bis 810 Millionen US-Dollar. (tga) EBAY Händlern droht Ärger Händler, die bei ebay verkaufen, könnten Probleme mit ihrem guten Ruf bekommen falls ihre Lieferung nicht pünktlich bei den Kunden eintrifft. Denn Käufer haben künftig die Möglichkeit, verspätet gelieferte Ware als nicht wie beschrieben in der Händlerbewertung zu deklarieren. Dies bestätigte der Online- Marktplatz in einer Chat-Session mit ebays Head of Community Jeff Terrell. Allerdings können sich Händler dagegen wehren: mit einem Nachweis, dass sie die Ware rechtzeitig, also innerhalb der Lieferzeit, auf den Weg gebracht haben. Es sei wichtig zu beachten, dass Verkäufer nicht hilflos sind, nur weil ein Käufer die Bewertung nicht wie beschrieben vergeben habe, so Terrell. (host) APPLE iphone treibt Umsatz Sechs Prozent mehr Umsatz, zwölf Prozent höherer Nettogewinn: Apple befindet sich wirtschaftlich weiter auf Erfolgskurs. Im abgelaufenen Quartal hat der IT-Konzern 37,4 Milliarden Apple in New York: Warten auf das neue iphone US-Dollar Umsatz erwirtschaftet und den Nettogewinn auf 7,7 Milliarden US-Dollar gesteigert. Vom iphone setzte Apple mehr als 35 Millionen Stück ab (13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum), vom Mac 4,4 Millionen Stück (plus 18 Prozent). Weniger beliebt als im Vergleichsquartal waren das ipad (minus neun Prozent) und der ipod (minus 36 Prozent). Das iphone soll auch die nächsten Monate Umsatztreiber bleiben. Ob im Herbst ein neues Modell oder gleich mehrere Geräte eventuell mit verschiedenen Display- Größen auf den Markt kommen, steht noch in den Sternen. Das Wall Street Journal berichtete, dass Apple zum Verkaufsstart rund 80 Millionen neue iphones vorrätig haben möchte, um dem erwarteten Ansturm der Kunden gerecht zu werden. (tga) GOOGLE Eine Milliarde Dollar für Twitch Eine Bestätigung der Übernahme liegt nicht vor, ein Dementi allerdings auch nicht: Doch in Branchenkreisen gilt es als gesichert, dass der Google-Konzern für schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar die Zocker-Plattform Twitch übernommen hat. So berichtet beispielsweise das gewöhnlich gut unterrichtete Technikportal Venturebeat vom erfolgreichen Abschluss entsprechender Verhandlungen. Twitch ist die größte Plattform für Live-Streaming von Video- Spielen und hat rund 50 Millionen aktive Nutzer. Diese können sich live beim Gaming beobachten lassen, anderen Zockern zusehen, die Übertragungen wichtiger Spiele ansehen oder mit prominenten Gamern chatten. Der teure Zukauf ergibt für Google aus mehreren Gründen Sinn. So nimmt die Bedeutung der Spiel-Szene rasant zu. Vor drei Jahren hatte Twitch erst drei Millionen Nutzer. Zudem genie- Neuer Blick auf den BMW Vectorform hat für Google Glass ein neues Einsatzfeld entdeckt: Für den BMW i8 entwickelte die Agentur eine interaktive Messepräsentation, bei der die Brille neue Einblicke in das Auto bietet. Lieber nicht so lange Möchte ich nicht sagen 18,9 % > 5 Jahre 20,7 % 4 Jahre 3 Jahre 5,4 % 10,8 % Frage an Online-Chefs: Wie lange willst Du in diesem Job bleiben? INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Onlinemarketingjobs.de, n = 120 Fachkräfte, Juli 2014 < 1 Jahr 18,9 % 1 Jahr 8,1 % 2 Jahre 17,1 % Die Deutschen und die Digitalisierung Nur 34 % unserer täglichen Kommunikation ist geschäftlich, 66 % ist privat. Shopping-Informationen aus Online-Quellen sind 2,6 mal einflussreicher als Shopping-Infos aus dem Fernsehen. Lediglich 2 % der Neukundenbestellungen erfolgen über ein Smartphone oder ein Tablet. Die Media-Spendings für TV-Werbung sind allerdings 2,9 mal so hoch wie die für Online-Marketing. Quelle: German Digitalization Consumer Report 2014

5 4. August /14 INTERNET WORLD Business 5 Grenzerfahrungen: Die Axel Springer Akademie startet ein Online-Portal für ungewöhnliche Reportagen: 1weiter.net. Journalisten berichten dort über Menschen, die in ihrem Leben persönliche Grenzen überschritten haben. Nach und nach soll eine Community entstehen, die ähnliche Erfahrungen schildert. Gegen die Angst: Junge Reporter berichten von Wendepunkten ßen erfolgreiche, vor allem aber unterhaltsame Gamer gerade bei jüngeren Menschen Star-Status. Zu dieser neuen Generation will die Google-Tochter Youtube Twitch: 50 Millionen User und hohe Zuwachsraten nicht in Konkurrenz treten, sondern sie an ihre Plattform binden. Die großen Hersteller von Spielekonsolen haben Twitch zudem längst akzeptiert. Funktionen zum Übertragen sind oft schon in die Hardware integriert. (hvr) CANVAS FINGERPRINTING Ersatz für Cookie Der Cookie-Nachfolger Canvas Fingerprinting wird heute bereits auf vielen bekannten Webseiten eingesetzt. Dies hat ein Forscherteam der Universitäten Princeton und Leuven herausgefunden. In einer Studie untersuchten sie die Nutzung von dauerhaften Tracking-Methoden auf den international beliebtesten Webseiten. Ergebnis: Auf rund 5,5 Prozent der Webseiten wurde Canvas Fingerprinting nachgewiesen, darunter auch auf den hierzulande bekannten Portalen T-online.de, Kicker.de sowie Wetter.com. Über Canvas Fingerprinting lässt sich das Rendering von Webseiten aufzeichnen und zu einem digitalen Fingerabdruck des Browsers verarbeiten. Somit kann der Nutzer immer wieder aufs Neue identifiziert werden. Anders als bei Cookies ist diese Methode nicht nachträglich entfernbar. Auch die Rechtssicherheit ist strittig. (s. Seite 19) (stb) TNS INFRATEST Connected Life Jeder Deutsche besitzt etwa fünf Geräte zur digitalen Mediennutzung deutlich mehr als im internationalen Durchschnitt (3,2 Geräte). Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Connected Life, für die TNS Infratest weltweit Interviews durchführte. Mit ihren Devices greifen die Bundesbürger seltener als andere Länder auf Social-Media-Plattformen oder Entertainment-Angebote zu. Dafür ist ihre Neigung zum E-Commerce wesentlich ausgeprägter: Die wöchentliche Online-Shopping-Quote liegt hierzulande bei 60 Prozent. Als Zukunftsthema gilt das vernetzte Heim. Weltweit steuern bereits 16 Prozent der Be- fragten Beleuchtung, Heizung oder Soundsystem von unterwegs aus. In Deutschland sind es elf Prozent. (hvr) YAHOO Facebook: 82 % mehr Mobile-only-Nutzer im 2. Quartal Fit für Mobile Apps Der Internet-Konzern Yahoo hat Flurry übernommen, den Marktführer für die Analyse mobiler User-Daten. Der Kaufpreis soll zwischen 200 und 300 Millionen US-Dollar betragen, berichtet der Blog Techcrunch. Derzeit nutzen rund Entwickler weltweit die Analyse- Flurry soll Yahoo auf dem Weg zu mobiler Werbung helfen Software, die vor allem bei der Entwicklung von Apps benötigt wird. Im Schnitt befinden sich auf jedem Mobilgerät sieben Apps mit Software von Flurry. Mit dem Zukauf will Yahoo im Bereich Mobile aufholen und seinen Werbekunden personalisierte Formen der Ansprache ermöglichen. (hvr) Besuchen Sie uns auf der dmexco 2014 in Köln: Halle 7 E025 plentymarkets: E-Commerce ERP für erfolgreichen Online-Handel. Das volle Programm: Online-Shop Multi-Channel Warenwirtschaft Auftragsabwicklung Prozesse CRM Up2Date Cloud Besuchen Sie uns vom auf der dmexco in Köln und sichern Sie sich attraktive Messerabatte. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Unsere Partner auf der diesjährigen dmexco sind: Nur Mobil Mobil & Desktop Nur Desktop Anzahl der monatlich aktiven Facebook- Nutzer nach Art des Zugangs (in Millionen) ,317 Milliarden monatlich aktive Nutzer insgesamt : Q1 Q2 Q3 Q4 2013: Q1 Q2 Q3 Q4 2014: Q1 Q2 Facebook wird zunehmend über mobile Geräte genutzt. Der PC verliert an Bedeutung INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Facebook

6 UPDATE 6 INTERNET WORLD Business 4. August /14 World Wide Web Start-up Vemono ist ein Shop-System in der Cloud, mit dem Hersteller von Einzelprodukten die gemeinsame Infrastruktur nutzen können. Der Start ist für den September geplant. VILLACH / ÖSTERREICH Umstrittener Marktplatz für regionale Händler Österreichs Städte entdecken Webmarktplätze: Villach startete den ersten, auf dem sich Angebote von Händlern aus der Stadt finden. Klagenfurt will im Herbst nachziehen Euro wurden in das Stadtmarketing investiert. Doch die Händler ziehen nicht mit: Sie dürfen bei der Gestaltung nicht mitreden, es gibt keine Informationen, keinen Plan. (vs) DALARNA / SCHWEDEN Sverker Johansson erstellt Wikipedia-Beiträge am Tag 2,7 Millionen Einträge bei Wikipedia hat er bisher geschafft: Sverker Johansson zeichnet verantwortlich für 8,5 Prozent der Einträge in der Webenzyklopädie. Mithilfe seines Lsjbot schafft er bis zu Artikel am Tag. Die Software durchforstet digitale Informationen und baut daraus die Beiträge. Johanssons Themen: Insekten und Städte der Philippinen. Gelobt wird Johansson nicht, Wikipedianer werfen ihm langweilige Texte vor. (vs) Die 360-Grad-Kamera, der Stift, der auf Rechtschreibfehler aufmerksam macht, der online steuerbare Rauchmelder: Start-ups oder Selbstständige bieten oft nur ein Produkt an. Ein einzelnes Produkt zu verkaufen, ist aber nervig und aufwendig, weiß Birger Krah. Als Schüler gründete er 2003 mit seinem Freund Philipp Kruse die Web- Agentur Netway Media in Braunschweig. Hier entstanden Shops und Homepages. Jetzt tüftelt das Duo an Vemono: Vemono: Shop-System für einzelne Produkte einem Shop-System in der Cloud zum Verkaufen einzelner Produkte. Wir haben schon 70 Interessenten, so Krah. Die Idee entstand, weil uns Start-ups, Designer oder Werkstätten immer wieder danach fragten. Im September soll Vemono startklar sein: Die Software ermöglicht den Verkauf unter eigenen Domains, integriert diverse Zahlarten und Marketing-Tools und ist mit Marktplätzen verlinkbar. Vemono ist Shop-System und Schaltzentrale für verschiedene Vertriebskanäle, erklärt Krah. Langfristig kann auf unserer Plattform ein Marktplatz für einzigartige Produkte entstehen. Bis dahin müssen die Gründer an den Preisen feilen: Bisher steht nur fest, dass es neben der kostenlosen Basis- eine Premiumvariante mit Funktionen geben wird, für die bezahlt werden muss. (vs) BOSTON / USA Daten sammeln, Strom spenden Sonnenenergie für Smartphones tanken und sich dabei über Luft, Lärm oder Angebote informieren: Boston hat Parks mit Bänken von Soofa, einem Spin-off von Wissenschaftlerinnen des Massachusetts Institute of Technology (MIT), ausgestattet. Sie sind mit Solarzellen und einer Box zum Sammeln und Ausgeben lokaler Daten sowie Kabelanschlüssen ausgerüstet. Weitere Städte, Firmen und Einkaufszentren sind interessiert an den Bänken. Soofa will damit für Umwelteinflüsse sensibilisieren. (vs) KASPERSKY Deutsche bekommen die meisten Spams Im Juni 2014 landeten so viele Spam-Mails wie nie zuvor in den Postfächern deutscher Nutzer. Dies geht aus dem Report von Kaspersky Lab hervor. Rund 16 Prozent aller im Juni 2014 weltweit gemessenen Spam-Mails hat Kaspersky Lab bei deutschen Nutzern ermittelt. Damit ist Deutschland in der Rangfolge der mit Spam konfrontierten Länder mit großem Abstand Spitzenreiter und muss gar eine Spam-Verdoppelung im Vergleich zum Vormonat (8 Prozent) hinnehmen. Laut Kaspersky Lab setzten die Cyberkriminellen im Juni vor allem auf die Themen Fußballweltmeisterschaft, Single-Börsen, Ukraine-Konflikt und Feiertage oder Urlaub. (stk) GIESECKE & DEVRIENT Job in Japan SYRAKUS / ITALIEN 3-D-Führung zu historischen Palästen Reisender, kommst Du nach Syrakus lade den virtuellen Führer auf Tablet oder Smartphone. Italiens Institut für Archäologie und Denkmal hat mit dem Institut für Biometrie eine App entwickelt, die Touristen in 3-D zu allen Palästen in der sizilianischen Stadt führt. Schilder in der Stadt werben mit QR-Codes für die kostenlose App. Wie Syrakus sollen weitere italienische Städte mit historisch relevanten Bauwerken digital aufgebaut werden. (vs) Der Technologiekonzern Giesecke & Devrient (G&D) hat einen millionenschweren Auftrag in Japan an Land gezogen. Das Münchner Unternehmen soll den größten Mobilfunkbetreiber Japans, Docomo, G&D-Zentrale: Großauftrag für Mobilfunker in Japan dabei unterstützen, kommerzielle esim-lösungen (embedded SIM) anzubieten. Diese sind für den Datenaustausch bei vernetzten Fahrzeugen oder Industrieanlagen (Machine-to-Machine) wichtig. Sie erlauben einen Datentransfer, ohne dass die integrierten SIM-Karten ausgebaut oder ausgetauscht werden müssen. G&D bietet in diesem Bereich SIM-Module und Managed Services an und zählt zu den Marktführern. Dieses Remote Management von Teilnehmerdaten durch esim gilt als vielversprechender Zukunftsmarkt, da vernetzte Maschinen immer wichtiger werden. Die damit ausgestatteten Geräte können nach Auslieferung durch Daten personalisiert und laufend angepasst werden. Am Ende ihres Lebenszyklus können diese Daten auch wieder gelöscht werden. (hvr) AUCKLAND / NEUSEELAND Grenzenloses Internet von Slingshot https://www.slingshot.co.nz/ Mit dem Global Mode geht Internet- Provider Slingshot gegen das regionale Geoblocking von Websites an: Seine Kunden sind durch eigene Technik nicht mehr als Neuseeländer erkennbar, folglich können sie auch auf Internet-Angebote aus anderen Ländern zugreifen. (vs) OFFLINE TRACKING Intelliad-Beacons für die Dmexco 2014 Der Bid-Management und Tracking-Spezialist Intelliad Media bietet künftig auch das Offline Tracking am Point-of-Sale mittels Beacon-Technologie an. Zum ersten Mal kommt sie während der Dmexco zum Einsatz. Beacons sind kleine Sender, die in festgelegten Abständen Signale ausstrahlen. Das Signal wird von Smartphones aufgefangen, vorausgesetzt, die Bluetooth-Funktion ist aktiviert und eine entsprechende App installiert. Die Online-Marketing-Messe Dmexco ist einer der ersten Pilotkunden. Intelliad wird die Messehallen in Köln mit mehreren Hundert Beacons ausstatten, erklärt Mischa Rürup, COO der Intelliad Media GmbH. Wir pla-

7 camato - engineered by crealytics 19. April- 18. Mai 2014 Kosten im Vergleich zu Umsatz nach Storno Export Spalten April 22 April 25 April 28 April 30 April 03 Mai 06 Mai 09 Mai 12 Mai 15 Mai Datum? Kosten? Klicks? Impr.? Umsatz nach Storno? Umsatz vor Storno? CLV vor Kosten? CLV vor Kosten vor Storno? # Verkäufe? # verk. Artikel? # Neukunden? Neukundenwert? , , ,36 815, , , , , , , , , , , , , , , , , ,95 800, , , , , ,64 842, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , August /14 Musikalische Zeitreise: Zu ihrem 30. Geburtstag legt die Automarke Seat eine gemeinsame Kampagne mit dem Musikdienst Spotify auf. Auf der Microsite können die User ihren Führerschein hochladen und erhalten eine Playlist mit Musik aus der Zeit. Als Gewinn schreibt Seat ein Testfahrtwochenende in Ibiza aus 7 crealytics halle 7, stand d055 - e054 nen im ersten Schritt, Informationen über Vorträge und Messeankündigungen in der Umgebung des Besuchers an die Dmexco-App zu leiten, sagt Frank Schneider, Director Marketing, Sales und Operations der Dmexco. Zudem können die Besucherströme in den Hallen und Gängen gemessen werden. (is) Intelliad startet Offline Tracking mit Beacons SPREADSHIRT Expansion nach Brasilien als Print-on-Demand-Plattform in Rio de Janeiro gegründet hat. Heute bieten dort nationale und internationale Marken und Designer sowie Privatpersonen mehr als unterschiedliche Motive über die Plattform an. Internationalisierung und die Erschließung neuer Länder für unsere Kunden und Verkäufer gehören zu den zentralen Themen für unser Geschäftsjahr 2014, so Philip Rooke, Vorstandschef von Spreadshirt. Spreadshirt ist mittlerweile in 18 Ländern aktiv. Brasilien gilt mit seinen rund 100 Millionen Online-Nutzern als vielversprechender Markt; ein Drittel der Bevölkerung kauft Textilien im Web. Der Bereich Fashion stieg im Ranking der umsatzstärksten E-Commerce- Produktkategorien innerhalb von zwei Jahren auf Platz 1. Insgesamt werden dem Land Zuwachsraten im E-Commerce von 15 Prozent prognostiziert. (host) Prozent. Der Kaufpreis ist nicht bekannt; beide Unternehmen bieten digitale Prospektwerbung im mobilen und stationären Internet an. Vom Zukauf erhofft sich Kaufda mehr Reichweite und will dazu das Know-how und die Ressourcen beider Anbieter zusammenführen. Die Nutzergruppen von Kaufda und Meinprospekt ergänzen sich ausgezeichnet, erklärt Christian Gaiser, CEO der Bonial International Group und Gründer von Kaufda, das seit 2011 mehrheitlich in der Hand von Springer ist. Nach eigenen Angaben sind auf dem Portal mehr als stationäre Einzelhandelsgeschäfte aus deutschen Städten und Gemeinden vertreten. Daneben bindet Kaufda die Angebotsinhalte der Händler auf Partnerseiten wie T-Online.de, Bild.de, RTL.de und Meinestadt.de ein. Kaufda ist seit vergangenem Jahr auch in den USA aktiv. (sg) Elegante Abendkleider example.com/abendkleider Entdecken Sie extravagante Kleider für den besonderen Abend! Handtaschen aus Leder example.com/damen-handtaschen Edle Leder-Handtaschen für Damen. Jetzt versandkostenfrei bestellen! Nun also auch Brasilien: Das Leipziger Unternehmen Spreadshirt forciert seine internationale Expansion mit dem Kauf von Vitrinepix, das ab sofort eine 100-prozentige Tochter des Leipziger Unternehmens ist. Geleitet wird die brasilianische E-Commerce-Firma von Viviane Mendes, die Vitrinepix im Jahr 2010 KAUFDA Übernahme des Wettbewerbers Aus zwei mach eins: Das Verbraucherinformations-Portal Kaufda übernimmt seinen Wettbewerber Meinprospekt zu 100 Nicht ohne mein Smartphone Auf welches Gerät könnten Sie gar nicht verzichten? NEWS ONLINE E-Commerce, Online- Marketing und Tools & Technik: Topaktuelle News finden Sie unter Dort können Sie auch unsere zweimal täglich erscheinenden Newsletter bestellen. Anzeigen, die ankommen Dank semantischer Analyse erstellen Sie mit camato für Millionen Keywords per Knopfdruck hochwertige AdWords-Kampagnen mit perfekt passenden Anzeigentexten, die Ihre Kunden gezielt ansprechen und ans Ziel führen. Performancesteigerung und Zeitersparnis im Doppelpack. Weitere Infos finden Sie auf 61 % Smartphone 58 % Tablet 48 % Laptop i Support Abmelden Übersicht Campaign Management Reporting & Bid Management Projekt: camato_de Einstellungen Übersicht 74 % Jahre 61 % Jahre INTERNET WORLD Business 16/14 49 % 46 % Jahre >65 Jahre 46 % Handy * 0 # 33 % Desktop PC Quelle: Bitkom Anzeigenassistent Anzeigenbausteine Handtaschen Leder Damen Sonderzeichen Anzeigeneditor? Allgemeine Anzeigenvorlage? für Leder Handtaschen Damen {KeyWord:Handtaschen aus Leder} 21 example.com/damen-handtaschen 29 Edle Leder-Handtaschen für Damen. 33 Jetzt versandkostenfrei bestellen! 34 {KeyWord: Produktart aus Material } example.com/ Geschlecht - Edle Material - Produktart für Jetzt versandkostenfrei bestellen! Produktart Geschlecht Anzeigen generieren Speichern Abbrechen

8 SCHWERPUNKT 8 INTERNET WORLD Business 4. August /14 Shops im Visier von Erpressern Skrupellose Verbrecher haben das Prinzip der Schutzgelderpressung der Mafia auf den Online-Handel übertragen: Sie bringen Online-Shops in ihre Gewalt und fordern von den Händlern Lösegeld Glossar Botnet Ein Botnet ist ein Verbund aus unzähligen, teils mehreren Millionen Rechnern, die mit Schadsoftware infiziert wurden. Sie werden von Kriminellen unbemerkt und ferngesteuert für feindliche Angriffe im Web genutzt. DDos-Attacke DDos steht für Distributed Denial of Service (wörtlich: verteilte Dienstverweigerung) und bezeichnet das gezielte Lahmlegen eines Servers durch den automatisierten massenhaften Aufruf einer Website. Der Angriff erfolgt meist über Botnets. enn Sie weiterhin Interesse daran W haben, Ihren Online-Shop zu betreiben und Waren zu verkaufen, sollten Sie diese aufmerksam durchlesen und auf keinen Fall ignorieren anderenfalls könnte es unangenehm enden. Diese Mail fand Matthias Müller, Geschäftsführer eines Online-Shops, eines Morgens in seinem Postfach. Sie sollte der Beginn einer tagelangen, existenzbedrohenden Gefahr werden: Der Shop-Betreiber war das Opfer eines Erpressers geworden. Nur gut eine Stunde später begann der Straftäter, seiner Forderung Nachdruck zu verleihen: Der Shop wurde so lange mit massenhaften Seitenaufrufen bombardiert, bis er unter der Last zusammenbrach. Da haben ich verstanden, dass der es wirklich ernst meint, erinnert sich Matthias Müller, der in Wirklichkeit anders heißt, aber nur im Schutz der Anonymität über seine Erfahrungen berichten möchte. Kurz darauf erhielt er erneut Post: Sollte die Forderung 300 Euro in Form einer Paysafecard nicht bis heute Abend 20 Uhr erfüllt sein, wird es weitergehen. Da Müller nicht auf das Verlangen einging, kamen nahezu im Stundentakt weitere Mails. Wer nicht hören will, muss fühlen, hieß es schließlich. Der Shop stand währenddessen unter Dauerbeschuss. Um den kriminellen Angriff abzuwehren, wandte sich Müller sofort an seinen Provider. Diesem gelang es schließlich, die IP- Adressen der angreifenden Rechner auszufiltern, sodass die schädlichen Anfragen ins Leere liefen. Wir hatten es mit mehreren Angriffswellen zu tun. Mal funktionierte der Shop einige Stunden, dann ging wieder nichts mehr. Die IP-Adressen wurden immer wieder gewechselt, sodass die Filter erst neu eingerichtet werden mussten. Insgesamt dauerte die Attacke drei Tage, schildert Müller das Geschehen. Was dem Unternehmer im vergangenen Jahr passierte, ist kein Einzelfall. Mit sogenannten DDos-Attacken werden Shops angegriffen, die Betreiber erpresst. DDos steht für Distributed Denial of Service und bezeichnet das Lahmlegen eines Dienstes durch massenhafte Anfragen über eine Vielzahl verteilter Rechner. Dafür wird beispielsweise eine bestimmte Seite der Webpräsenz pausenlos automatisiert von unzähligen Rechnern aus aufgerufen, oder die Shop-interne Suchfunktion wird zeitgleich mit Tausenden Produktsuchen bombardiert, bis die Internet-Verbindungen und die Server in die Knie gehen. Rund solcher DDos-Attacken verzeichnete das Bonner Bundesamt für Trends bei DDos-Attacken (IV. Quartal 2013 bis I. Quartal 2014) Zahl der weltweiten Attacken plus 18 % Durchschnittlich eingesetzte Bandbreite plus 39 % Durchschnittliche Spitzenbandbreite INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Akamai/Prolexic Globaler Quartalsbericht zu DDos-Angriffen; Stand I. Quartal 2014 plus 118 % Ungebremstes Wachstum: Nicht nur die Zahl der DDos-Attacken nimmt stetig zu, auch die Bandbreite und damit die Intensität der Angriffe steigt deutlich

9 4. August /14 INTERNET WORLD Business 9 Die zehn Hauptherkunftsländer von Botnets USA China Thailand Türkei Deutschland Brasilien Italien Indonesien Südkorea Saudi-Arabien 6,12 % 5,34 % 5,29 % 4,65 % 4,46 % INTERNET WORLD Business16/14 Quelle: Akamai/Prolexic Globaler Quartalsbericht zu DDos-Angriffen; Stand I. Quartal 2014 Sicherheitstechnik in der Informationswirtschaft, kurz BSI, im vergangenen Jahr. Betroffen sind unterschiedlichste Branchen und 7,63 % Unternehmen: Finanzund Marketingdienstleister ebenso wie Medienunternehmen und Firmen aus der Unterhaltungsindustrie und eben Online-Händler. Ende Juni standen die Affiliate-Netzwerk- Betreiber Zanox und Tradedoubler unter Beschuss, kurz zuvor Freely, ein Anbieter eines RSS-Readers, sowie Evernote, Betreiber eines Cloud-Notizdienstes. Am Landgericht in Gießen endete gerade ein Prozess gegen vier Erpresser, die mehr als 40 Shops angegriffen haben. Gerade auch für Online-Händler ist dies ein ernstes Problem: Gut jeder achte Shop- Betreiber war schon einmal einer DDos- Attacke ausgesetzt, hat das Institut Ibi Research an der Universität Regensburg in seiner Studie Informationssicherheit im E-Commerce 2014 herausgefunden. Und die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Denn kaum einer spricht offen über solche Angriffe, weiß Heiko Löhr, Referatsleiter bei der Zentralstelle Cyberkriminalität im Bundeskriminalamt (BKA). Furcht vor Imageschäden Löhr sieht dafür zwei Hauptgründe: Einerseits fürchten viele Betroffene dauerhafte Imageschäden, wenn sie die Attacke öffentlich eingestehen, weil bei den Kunden der Eindruck aufkommen könnte, der Shop sei nicht sicher. Andererseits herrscht große Angst, erneut ins Visier der Kriminellen zu geraten und nochmals Opfer eines Angriffs zu werden. Deswegen werden nur relativ wenige Fälle tatsächlich angezeigt, so Löhr. Dabei werden die Angriffe tendenziell immer intensiver 12,65 % Jeder 8. Shop wird attackiert 14,77 % 17,79 % 21,30 % Spitzenreiter: Die meisten Angriffsnetzwerke werden in den USA aufgebaut. Ein weiterer Schwerpunkt ist Fernost, in Europa ist die Türkei derzeit stark vertreten Quelle: Ibi Research und technisch ausgefeilter. Die Bandbreite der Attacken nimmt zu, sodass die Systeme schneller in die Knie gehen. Außerdem werden sie immer geschickter ausgestaltet, sodass sie eine breitere Wirkung entfalten und schwerer abzuwehren sind, weiß Löhr. Datenanalysen von Sicherheitsspezialisten belegen dies. So verzeichnet der globale Quartalsbericht von Akamai und dessen Tochter Prolexic zu DDos-Attacken einen Anstieg bei der durchschnittlich eingesetzten Bandbreite von 39 Prozent von Ende Dezember 2013 bis Ende März Die Spitzenbandbreite wuchs im gleichen Zeitraum im Schnitt sogar um 118 Prozent. Auch der US-Sicherheitsanbieter Neustar kommt in seinem Jahresbericht zu DDos-Angriffen zu dem Ergebnis, dass sich die Anzahl von Attacken mit Bandbreiten zwischen einem und fünf Gigabit pro Sekunde binnen eines Jahres verdreifacht hat. Das hat auch Zanox zu spüren bekommen. Der Affiliate-Network-Betreiber hatte schon mehrfach mit DDos-Attacken zu tun, Ende Juni aber starteten Kriminelle einen Angriff, der alles bisher Dagewesene übertraf. Mit einem derart heftigen Angriff haben wir nicht gerechnet, gesteht Christian Rebernik, Chief Technical Officer von Zanox. Wir hatten eine fach höhere Anzahl an Anfragen an unsere Website als sonst. Unserer Schätzung zufolge stand dahinter ein Botnet aus mehreren Millionen Rechnern. Angriffe über Botnets Botnets sind die Angriffswerkzeuge der Täter. Sie bestehen aus gekaperten Rechnern, die mit Schadsoftware versehen und in einem großen Netz miteinander verbunden sind. Über einen sogenannten Command-and-Control-Server werden diese dann ferngesteuert eingesetzt, um zeitgleich massenhaft eine Shop-Seite aufzurufen. Häufig werden dabei die IP- Adressen so verschleiert, dass sie nicht als ausländische Adressen erkennbar sind. Denn eine der einfachsten Methoden, Angriffs-Traffic auszufiltern, besteht darin, kurzerhand alle Zugriffe aus dem Ausland zu blockieren. Diese Botnets sind global angesiedelt, die meisten in den USA, gefolgt von Manchmal soll das wahre Motiv, nämlich die Verdrängung eines Wettbewerbers, verschleiert werden Sascha Schumann Geschäftsführer Myra Security Drohbrief per Dies ist der Originaltext eines Erpresserschreibens an einen Online-Shop

10 SCHWERPUNKT 10 INTERNET WORLD Business 4. August /14 Checkliste Erste Hilfe bei einem Angriff Bei Ankündigung einer Attacke Bei Eintreffen eines Erpresserschreibens sofort die Polizei informieren Niemals Geld bezahlen Vom Provider neue IP-Adresse zuweisen lassen. Dies kann Angriffe abmildern Während der laufenden Attacke Sofort den Provider informieren, damit der Angriffs-Traffic geblockt werden kann Notfallteam bilden Angriffs-Logbuch führen, um das Geschehen zu dokumentieren Analyse der Logdaten, um geografischen Ursprung des Angriffs einzugrenzen und die entsprechenden IP-Adressen vom Provider sperren zu lassen Umschalten des Shops auf eine statische Version ohne Datenbankabfragen Offene Netzwerkverbindungen identifizieren, um parallele Hacking-Angriffe zu verhindern Kunden und Geschäftspartner über Blogs und Social Media informieren. Transparente Kommunikation sorgt für Verständnis und wirkt sich oft positiv auf das Image aus Nach der Attacke Anzeige bei der Polizei, Beweismaterial wie Erpresserschreiben und Logfiles bereitstellen Notfallplan für die Zukunft erarbeiten Überprüfen, ob und wenn ja, welche technischen Sicherungsmaßnahmen sinnvoll sind Kunden und Geschäftspartner über Ende der Attacke informieren China und Thailand. Die Türkei und Deutschland belegen als Herkunftsländer derzeit die Plätze vier und fünf. Sich eines Botnets zu bedienen ist relativ leicht und erfordert nur wenig Fachkenntnisse, erklärt BKA-Mann Heiko Löhr. Wir nennen es Crime as a Service : Egal ob Phishing-Mails oder Botnets, über einschlägige Plattformen im Untergrund, dem Dark Web, können Sie sich nahezu alles beschaffen. Je nachdem, wie leistungsfähig das Botnet sein und wie lange der Angriff dauern soll, ist es schon für einige Hundert Dollar zu mieten. Bezahlt wird anonym, meist über Prepaid-Karten oder Bitcoins. Den von einem Botnet ausgelösten gewaltigen Traffic hatte Zanox über das eigene Monitoring seiner Services bemerkt und analysiert. Schnell kam daraufhin der Verdacht eines DDos-Angriffs auf; die kurz darauf eingehende Erpresser-Mail bestätigte dies. Zielscheibe war die allgemeine Website des Unternehmens, nicht das Affiliate-Netzwerk selbst. Als Notmaßnahme nahm Zanox die Seite einige Stunden vom Netz. In der Zwischenzeit arbeiteten die eigene IT-Abteilung und der sofort informierte Provider unter Hochdruck an Abwehrmaßnahmen. Auch hier verlief der Angriff in Form von rund halbstündigen Wellen, wobei die Angriffsart immer wieder verändert wurde. Der Täter hat versucht, Schwachpunkte zu finden, an denen er ansetzen kann, und hat dann wohl aufgegeben, als er erkannt hat, dass er keinen Erfolg hat und auch kein Geld bekommt, erzählt Rebernik. Wie die Schutzgeldmafia Erpressung von Online-Shops Ja, wir wurden mit einer DDos-Attacke erpresst Ja, wir wurden von Schadsoftware auf unseren Arbeitsplatzrechnern aufgefordert, Lösegeld zu zahlen 9,9 % Ja, uns wurden unsere eigenen, gestohlenen Daten zum Rückkauf angeboten 3 % Ja, uns wurde damit gedroht, dass gestohlene Daten veröffentlicht werden 3 % INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Ibi Research, Informationssicherheit im E-Commerce 2014; n = 101 Erpressung ist kein Einzelfall: Gut jeder achte Shop-Betreiber hat schon DDos-Attacken erlebt, jeder zehnte wurde mit Schadsoftware erpresst Anhaltspunkte, wer der Täter gewesen sein könnte, hat Rebernik nicht. Er geht aber davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelte. Der Täterkreis bei solchen Erpressungen ist vielfältig: Es gibt kleine Gruppen jugendlicher Täter, wie etwa jene, die nun in Gießen verurteilt wurden. Sie waren zur Tatzeit zwischen 16 und 21 Jahre alt. Auch ein verärgerter Kunde rächt sich schon einmal mit einem DDos-Angriff an einem ungeliebten Unternehmen. Er verhält sich damit ähnlich demjenigen, der aus Wut einen Stein in das Schaufenster eines Ladens wirft. Aber auch hochprofessionelle Einzeltäter und spezialisierte Banden sind unter den Tätern zu finden. Hier bewegt sich das Geschehen etwa auf der Ebene von Schutzgelderpressungen der Mafia. In solchen Fällen werden gezielt und über einen längeren Zeitraum immer wieder die gleichen Unternehmen erpresst analog zu Schutzgelderpressungen, mit denen Gastwirte in Deutschland zu kämpfen haben. Der Neustar-Report kommt dementsprechend auch zu dem Ergebnis, dass fast 90 Prozent der betroffenen Unternehmen wiederholt zu DDos-Opfern werden. Ähnlich vielfältig wie der Täterkreis sind die Motive: Während die einen eher von Imponiergehabe oder Rache geleitet werden, steht bei anderen der wirtschaftliche Schaden beziehungsweise die erpresste Summe im Vordergrund. Daneben spielen immer wieder auch ideologische oder politische Motive eine Rolle. So stand beispielsweise die Verwertungsgesellschaft Gema wegen Streitigkeiten um Zahlungen für Musikrechte ebenso unter Beschuss wie Sponsoren von Sportveranstaltungen in Ländern, die wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert wurden. Zu guter Letzt ist auch die Verdrängung von Wettbewerbern ein Motiv, weiß Raymond Hartenstein, Vertriebsleiter beim Frankfurter Sicherheitsspezialisten Link11: Beispielsweise in der hart umkämpften Branche der Automobilzulieferer ist es schon vorgekommen, dass ein Unternehmen den Auftritt eines Wettbewerbers angegriffen hat. Und auch Firmen, die im asiatischen Raum angesiedelt sind und auf den deutschen Markt wollen, greifen immer wieder zu solchen Mitteln. Diese Markteinschätzung bestätigt Sascha Schumann, Geschäftsführer des Münchner Sicherheitsanbieters Myra Security: Die Erpressungsversuche sind manchmal so dilettantisch, dass wir den Eindruck haben, hier soll das wahre Motiv, nämlich die Verdrängung eines unliebsamen Konkurrenten, verschleiert werden. Viele Erpresser starten mit geringen Beträgen und sobald bezahlt wird, schrauben sie die Summen nach oben Christian Rebernik Chief Technical Officer bei Zanox DDOS-Attacken 2013 in Deutschland 11,9 % Daneben dienen die Attacken immer wieder auch dem Ziel, den Diebstahl von Daten oder das Einschleusen von Schadsoftware zu vertuschen. Denn wenn die komplette IT-Abteilung wegen der DDos- Attacke in heller Aufregung ist, haben die Angreifer oft sehr viel leichteres Spiel, die dahinterliegenden Systeme anzuzapfen. Der Neustar-Studie zufolge wurde bei knapp der Hälfte der attackierten Unternehmen Quelle: Ibi Research ein Virus oder Schadsoftware im System installiert, bei 55 Prozent wurden Daten gestohlen. Und die Daten der Online-Händler sind begehrt: Es gibt kaum eine bessere Quelle für vollständige Datensätze mit Namen, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, -Adresse, vielleicht sogar noch einem Passwort und Kontodaten als die Kundendaten von Online- Shops, erklärt Tobias Lehner, Studienautor der Sicherheitsstudie von Ibi Research. Seiner Untersuchung zufolge setzen Kriminelle auch gestohlene Daten als Druckmittel für Erpressungen ein. Sechs Prozent der befragten Shop-Betreiber haben Ähnliches erlebt, neun Prozent wurden mit eingeschleuster Schadsoftware zu Lösegeldzahlungen erpresst. Trotz politischer Motive oder Verschleierungsversuchen: Das häufigste Motiv ist Erpressung, so die Einschätzung von Kriminaldirektor Löhr. Und betroffen können alle sein vom kleinen Kerzen-Laden über den renommierten Schmuckoder Elektronik-Shop bis hin zum Online-Ableger von Modelabels. Wer mit einem Shop Geld verdienen möchte, muss damit rechnen, Opfer eines Angriffs werden zu können, betont er. Was also tun gegen eine solche Gefahr? Die erste Regel heißt wie in jedem Erpressungsfall: niemals bezahlen. Ich weiß, dass es immer wieder Shop-Betreiber gibt, die hoffen, wenn sie bezahlen, haben sie Ruhe. Aber das funktioniert nicht, weiß der Shop-Betreiber, den wir hier Matthias Müller nennen. Und auch Zanox-CTO Rebernik ist überzeugt davon, dass Bezahlen definitiv kein geeignetes Mittel ist. Viele Erpresser starten mit geringen Beträgen und sobald bezahlt wird, schrauben sie die geforderte Summe immer weiter nach oben. Auch die Polizei rät dringend davon ab, den Erpressern nachzugeben.

11 O M NATS NATS DES T DUK O PR P R O D UK T DES M O NATS 4. August /14 11 Stattdessen sollte der Weg immer zur Polizei führen, und zwar so schnell wie möglich. Jede kriminalpolizeiliche Dienststelle kann eine solche Anzeige entgegennehmen, betont Löhr. Außerdem gibt es bei jedem Landeskriminalamt und beim BKA Fachdienststellen für Cyber- Kriminalität. Rebernik, der sich sofort an die Ermittlungsbehörden gewandt hat, hat dort auch gute Erfahrungen gemacht: Die Beamten waren wirklich sehr kompetent und wussten sofort, was zu tun ist. Je schneller die Polizei informiert wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, den oder die Täter zu fassen. Es gibt bestimmte Ermittlungsmethoden, die nur während oder kurz nach der Attacke greifen. Später lassen sich manche Sachverhalte mit diesen Methoden schon nicht mehr ermitteln, weiß Löhr. DDoS-SCHUTZ M ADE IN G ERMANY Link11 DDoS-Schutz überzeugt durch Leistung, nicht durch Werbesprüche. Mit Notfallplan wappnen Ein weiterer Ratschlag der Betroffenen und der Spezialisten: Im Vorfeld einen Notfallplan aufstellen. Darin sollte festgelegt werden, wer wann zu informieren ist, Ansprechpartner inklusive Telefonnummer etwa des Providers, eines technischen Dienstleisters und der Polizei sollten darin stehen. Auch eine Strategie zur internen Überwachung der Systeme, um einen Diebstahl- oder Hacking-Versuch aufzudecken, dürfen nicht fehlen. Wichtig ist auch, sich der Gefahr überhaupt erst einmal bewusst zu sein, meint Zanox-Mann Rebernik. Dafür ist ein Mindestmaß an Grundwissen nötig, das an vielen Stellen fehlt, wie auch der Ibi-Forscher Lehner bemängelt. Hier ist vor allem die Geschäftsführung gefragt, die sich mit dem Thema auseinandersetzen muss. Denn letztlich geht es um Geld, viel Geld. Fällt ein Shop einen Tag aus, ist neben dem Verlust an Reputation und Kundenbindung schließlich auch der Umsatz dieses Tages verloren. Vor allem im Weihnachtsgeschäft, wenn viele Shops den Löwenanteil ihres Jahresumsatzes machen, schlagen die Kriminellen gern zu der hohe Leidensdruck macht die Shop-Betreiber gefügiger. Auch wenn besondere Aktionen wie etwa eine groß angelegte Marketingkampagne anlaufen oder eine umsatzträchtige Jubiläumsaktion ansteht, geraten viel Shops ins Visier der Täter. Unterschiedlich sind die Einschätzungen, inwieweit technische Sicherungsmaßnahmen, wie sie Sicherheitsspezialisten wie beispielsweise Akamai und Prolexic, Neustar, Verisign, Link11 und Myra Security anbieten, gegen DDos-Attacken schützen können. Während Matthias Müller resigniert feststellt, dass die Täter wohl immer Schlupflöcher finden und man daher nicht allzu viel tun könne, ist Rebernik überzeugt, dass sich die Angriffe durch technische Maßnahmen weitestgehend aushebeln lassen. Doch die Sicherheit kostet Geld. Es gibt keine Sicherheit zum Nulltarif; da kommen durchaus auch sechsstellige Summen zusammen, gibt Löhr zu bedenken und empfiehlt deshalb eine individuelle Risikoabwägung. Rebernik rät, sich vorab bereits mit einem Dienstleister zusammenzusetzen. Wenn der Angriff schon läuft, sind Sie in einer Notsituation und damit in einer Offene Kommunikation sorgt für Verständnis: Zanox hat in seinem Blog über den DDos-Angriff informiert Wer mit einem Shop Geld verdienen möchte, bietet einfach einen Anreiz zum Angriff Heiko Löhr Referatsleiter bei der Zentralstelle Cyberkriminalität des Bundeskriminalamts schlechten Verhandlungsposition. Manche möchten dann gern langfristige Verträge an den Mann bringen. Wenn Sie im Vorfeld verhandeln, haben Sie bessere Karten, argumentiert er. Und manchmal hilft schon der aufmerksame Blick auf das Geschehen im eigenen Shop: Bei Matthias Müller war etwa einen Tag vor dem Angriff für einige Minuten auffällig viel Traffic zu verzeichnen. Da hat der Täter wohl getestet, ob es funktioniert, meint er. Hätte die interne Überwachung hier Alarm geschlagen, hätte der Shop-Betreiber seinen Provider warnen und den Angriff so vielleicht abwehren können. Christiane Fröhlich internetworld.de/cf DDoS Beratung? Sprechen Sie mit uns. JENS-PHILIPP JUNG Geschäftsführer HOTLINE DREI JAHRE IN FOLGE AUSGEZEICHNET 2014 Deutscher Rechenzentrums Preis 2013 Security Insider Produkt des Monats 2012 ECO Internet Award Netz-Infrastruktur DDoS-SCHUTZ BEST PRACTICES LINK11.DE/WHITEPAPER

12 PRO CONTRA 12 INTERNET WORLD Business 4. August /14 Zurück auf die Marktplätze Adidas-Händler dürfen wieder auf Amazon, ebay und Co. verkaufen ein Beispiel, das Schule machen sollte? s ist das Ende eines über ein Jahr dau- Streits zwischen dem Sportarti- Eernden kelhersteller und seinem Vertrieb: Nach einem Strategiewechsel dürfen Adidas- Produkte wieder von Vertragshändlern auf offenen Online-Marktplätzen angeboten werden Händler hatten im Zuge der Debatte eine Petition der Initiative Choice in ecommerce gegen entsprechende Einschränkungen in den Händlerverträgen unterschrieben, viele Medien hatten über Sanktionen von Adidas gegen Online- Händler berichtet, die Adidas-Produkte auf Amazon oder ebay verkauft hatten. Auch das Bundes- kartellamt hatte gegen den Hersteller ermittelt. Anfang Juli hat Adidas nun dem Druck nachgegeben ein deutliches Signal für die laufende Debatte darüber, wie sich Markenartikler angemessen und imageträchtig im Internet präsentieren können. Denn Adidas war eine der ersten großen Marken, die vehement gegen Online- Marktplätze als geeignetes Umfeld für ihre Produkte Stellung bezog. Mit der klaren Absage an Amazon und Co, gegen die vor allem Online-Fachhändler sofort Sturm liefen, blieb Adidas nicht allein: Auch die Outdoor-Marken Mammut, Deuter und Lowa legten ihren Fachhändlern nahe, sich von Online- Marktplätzen als Plattform zu verabschieden. Auch Adidas-Konkurrent Nike und Schulranzenhersteller Scout hatten zeitweise über einen Rückzug von Amazon nachgedacht. Zeitgleich starteten Amazon und ebay eigene Branding vs. Effizienz: Hersteller wie Adidas fühlen sich auf Online- Marktplätzen schlecht präsentiert Premium-Initiativen, um hochwertige Marken wie Boss Orange oder Strenesse ins Sortiment zu locken, mit durchwachsenem Erfolg. Die Marken und das Netz die Verbindung bleibt eine Zweckehe ohne große Zuneigung. Ingrid Lommer Pro & Contra Oliver Prothmann Präsident des Bundesverbandes Onlinehandel e.v. (BVOH) und Sprecher der Initiative Choice in ecommerce ERFOLG FÜR HANDEL Alexander Graf E-Commerce-Berater, Betreiber von Kassenzone.de und Geschäftsführer von etribes NUR KISTENSCHIEBER Ich finde es großartig, dass mit Adidas der einstige Vorreiter der Online-Beschränkung jetzt zurückrudert und den Verkauf über Online-Marktplätze durch seine Händler doch erlauben muss. Das ist das Ergebnis von über einem Jahr Arbeit und Kampf, den wir mit den Online-Händlern geführt Heute kann sich jede Marke auf den Online-Marktplätzen angemessen darstellen haben. Die Verbraucher lieben es, auf Plattformen wie Amazon und Co. zu vergleichen und einzukaufen. Händler können die Marktplätze als Vertriebskanal einfach nicht ignorieren. Die Sperren der Markenhersteller sind geschäftsschädigend insbesondere für die Online-Fachhändler auch wenn Amazon mit seinen speziellen Geschäftspraktiken natürlich stark in den Markt eingreift, was aber ein Problem für die Händler, nicht für die Marken selbst ist. Zudem sind die Bedenken der Marken, ihre Produkte würden auf Online-Marktplätzen nicht in angemessenem Rahmen präsentiert werden, doch nur vorgeschoben. Das war vielleicht vor zehn Jahren noch so, aber heute kann jeder Händler und jede Marke sich auf den Marktplätzen so darstellen, wie sie das für richtig hält. Tatsächlich stecken hinter der Ablehnung der Marken doch ganz andere Gründe: Die Hersteller scheuen die Preis- und Verfügbarkeitstransparenz, die das Internet im Allgemeinen und Online-Marktplätze im Besonderen den Käufern bieten. Aber Exklusivität über künstliche Verknappung und überteuerte Preise zu vermitteln, funktioniert heute nicht mehr. Die Ware sucht sich ihren Weg. Ein vollständiger Preiswettbewerb nutzt weder Handel noch Herstellern Wenn Händler sich darauf beschränken ihre Handelsfunktion als ausgelagerte Einkaufsabteilung von Amazon und ebay wahrzunehmen, dann müssen Hersteller zum Schutz der Händler mit eigenem Kundenzugang durchaus kritisch sein und überlegen, wie sie das bestmögliche Kundenerlebnis garantieren. Ein vollständiger Preiswettbewerb nützt weder Handel noch Herstellern er ist nur nützlich für die führenden Marktplätze, weil diese aufgrund ihrer Gebührenstruktur immer ein Stück vom Kuchen bekommen. Amazon und ebay können für viele Händler sinnvolle Handelsplattformen sein, wenn Kunden diese Ware dort erwarten, aber Markenbildung findet dort gar nicht statt. Das ist aber überlebenswichtig für Hersteller, und deshalb werden sie in Zukunft noch viel stärker darauf achten, welche Händler einen organischen Kundenzugang haben und dem Hersteller helfen können. Diese Selektionsfunktion drückt sich zurzeit oft in Form von Vertriebsbeschränkungen aus, die für mich nachvollziehbar von Lobbyverbänden angegriffen werden. Die Angebotsvielfalt und Innovation im E-Commerce, die von diesen Verbänden gefordert wird, ist aus meiner Sicht im allerhöchsten Interesse der Hersteller. Wenn sich die Angebotsvielfalt aber darin ausdrückt, der Hundertste Anbieter desselben Produktes bei Amazon beziehungsweise ebay zu sein, und die Innovation in Form von automatischen Pricing-Verfahren, dann ist damit weder den Händlern noch den Herstellern geholfen.

13 The Search Conference Frankfurt, 10. November 2014 München, 17. November 2014 Hamburg, 24. November 2014 Die Fachkonferenz für Suchmaschinenoptimierung und -werbung Von der Suchmaschine zum Googleversum wie aus einzelnen Teilen ein großes Ganzes wird ios8, Android & Co: App-Store-Optimierung im Wandel Google Shopping Kampagnen: Alter Wein in neuen Schläuchen? Die wichtigsten Rechtstipps bei der Suchmaschinenwerbung Kanal Search SEO und SEA optimal kombinieren Internet World Business-Leser zahlen nur 189, * statt 249, * Ihr Code: SEO14iwb *alle Preise zzgl. MwSt. Es referieren u.a.: Moderation: Mariano Glas, CEO, Serienjunkies.de GmbH & Co. KG Sabine Heukrodt-Bauer, LL.M., Rechtsanwältin, Fachan wältin für IT-Recht, RESMEDIA Andreas Reiffen, Gründer und Geschäftsführer, crealytics GmbH Florian Stelzner, Geschäftsführender Gesellschafter, Wingmen Online Marketing GmbH Tobias Jungcurt, Geschäftsführer, SoQuero GmbH Mehr Infos und Anmeldung unter: search-conference.de Sponsoren: Veranstalter:

14 E-COMMERCE 14 INTERNET WORLD Business 4. August /14 Qualität wird wichtiger Die Otto-Tochter Hermes Fulfilment ist auf Fulfillment-Dienstleistungen von Versandhandelsunternehmen spezialisiert. Geschäftsführer Dieter Urbanke sprach mit der Redaktion vor allem über Retouren-Handling as Online-Portal Paketda hat es neu- ausgerechnet: Von 100 Retouren- Dlich aufklebern, die der Online-Modehändler Zalando seinen Paketen beilegt, werden 42 Prozent auch tatsächlich genutzt. Und auch wenn Zalando Retouren als selbstverständlichen Teil des eigenen Business ansieht: Sie kosten jeden Online-Händler Geld. INTERNET WORLD Business fragte Hermes-Fulfilment-Geschäftsführer Dieter Urbanke, wie sich die Kosten für Retouren nach unten drücken lassen. Herr Urbanke, fast jeder Online-Händler stöhnt über Retouren. Was kostet denn eine Retoure pro Stück wirklich? Dieter Urbanke: Wir bei Hermes Fulfilment können nur einen gewissen Teil des Weges einer Retoure beschreiben. Aber wenn wir die Leistung berechnen, die mit dem Entladen der retournierten Ware aus dem Lkw beginnt und bei der Beladung des Lkw, der sie wieder zu einem Auslieferungsstandort bringt, endet, kostet eine Retoure etwa einen Euro. Egal ob T-Shirt oder Großbildfernseher? Urbanke: Der Euro gilt für Textilien. Bei Fernsehern ist es sehr viel mehr. Aber dort liegen die Retourenquoten auch deutlich unter der von Bekleidung. Bei einem Camcorder mit 20 Kabeln, zwei CDs und sieben Beuteln ist das Retourenmanagement teurer. Die Händler haben einen so hohen Anspruch an die Originalverpackung, dass wir Geräte mit vielen Einzelteilen nach einer Sicht- und Vollständigkeitsprüfung zur Neuverpackung in Originalkartons meist an die Lieferanten zurückgeben. Wo können Online-Händler denn in der Retourenbearbeitung noch am meisten sparen? Urbanke: Wir als Dienstleister leiten beispielsweise die Retourengründe, die der Endkunde uns angibt, auf den einzelnen Artikel bezogen, an unsere Auftraggeber weiter. Endkunden geben dafür auf einem Aufkleber auf jedem Artikel einen Code als Retourengrund an. Wenn ein Produkt zu uns zurückkommt, wird der Code von einer Kamera ausgelesen. Bei den Retourengründen geht es beispielsweise um Größen, Material und Farbabweichungen. Diese Daten können die Händler dann analysieren. Auch eine falsch zusammengestellte Sendung oder beschädigte Ware können Grund für eine Retoure sein. Aber so etwas kommt nur zu einem sehr, sehr kleinen Prozentsatz vor. Natürlich wird es auch immer Auswahlbestellungen geben, weil Kunden sich in Sachen Größe oder Farbkombination unsicher fühlen. Einen Teil dieser Retouren wird man nie vermeiden können. Ist Versandhandel also die Umkleidekabine beim Kunden zu Hause? Urbanke: Was im Stationärhandel die Umkleidekabine ist, ist im E-Commerce die Möglichkeit, die Ware zu Hause anzuprobieren. Gerade im Modebereich werden Unser System ist sehr gut überlegt. Viel günstiger als jetzt lassen sich Retouren wohl nicht mehr abwickeln Dieter Urbanke Hermes Fulfilment hermesworld.com Endkunden zum Teil mit animierenden Abbildungen zum Kauf angeregt. Millimetergenaue Größentabellen, eine Ausschnitsvergrößerung, auf der man das Gewebe erkennen kann, oder Farbtabellen tragen zur Retourenvermeidung bei, lassen einen Mode-Shop manchmal aber auch technisch erscheinen. Deswegen darf ein Webshop kein Schraubenkatalog werden. Da rauf hat der Endkunde im Modebereich keine Lust. Und abgesehen von der Produktdarstellung gibt es noch Sparmöglichkeiten im Retourenhandling-Prozess selbst? Urbanke: Viel günstiger als jetzt lässt sich das wohl nicht mehr abwickeln. Unser System ist sehr gut überlegt, da greift ein Schritt in den anderen. Wir beschäftigen Mitarbeiterinnen, die auf die Beurteilung bestimmter Sortimentsbereiche spezialisiert sind. Diese sind dann beispielsweise geübt im Beurteilen von Jeans oder Schuhen oder Miederware. Gerade bei Jeans im Used-Look ist die Prüfung manchmal sehr schwierig. Je besser wir unsere Mitarbeiter spezialisieren, desto sicherer und schneller geht die Beurteilung. Außerdem hat es sich bewährt, wenn sich die Menschen, die wir beschäftigen, mit der Marke, für die sie arbeiten, identifizieren. Sie arbeiten zwar für Hermes Fulfilment, aber wenn wir als Dienstleister für einen Kunden wie Wolford auftreten und die Mitarbeiterin jeden Tag Produkte von Wolford in der Hand hat, Hermes Fulfilment Die Otto-Tochter Hermes Fulfilment bietet sämtliche Dienstleistungen entlang des Warenstroms an von der Beschaffung über die Auslieferung an den Point of Sale oder direkt zum Endkunden bis hin zum Retourenmanagement. Mit vier eigenen Logistikzentren in Hamburg, Haldensleben, Löhne und Ohrdruf bewegt das Unternehmen jährlich 60 Millionen Bestellungen von 260 Millionen Waren. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit vom Eingang der Bestellung bis zum Verladen der Ware auf den Lkw beträgt drei Stunden. 24 Stunden nach der Order kann der Kunde in der Regel die Ware in Empfang nehmen. Retourenbetrieb Hamburg Je nach Saison gehen täglich bis Sendungen mit bis Artikeln an Hermes Fulfilment zurück. Im Retourenbetrieb in Hamburg werden die Artikel geprüft und falls notwendig ausgebessert. Die Retouren landen am Ende frisch verpackt in Retourenwannen, die per Lkw nach Haldensleben gebracht werden. Standort Haldensleben Das 70 Millionen Euro teure automatische Retourenlager bietet Platz für eine Million Artikel. Pro Stunde werden neu ankommende Retouren-Mischbehälter vom Wareneingang ins Lager sortiert. Von dort werden bis zu Artikel stündlich zurück in den Versand geschleust.

15 Treffen Sie das Who is Who im ecommerce 4. August /14 15 INTERNET WORLD Business fühlt sie sich der Marke Wolford verbunden. Auch dadurch sensibilisieren wir die Mitarbeiter auf Besonderheiten eines Sortiments. Und dann ist natürlich auch die Frage, wie man Leistung von Mitarbeitern vergütet. Da sprechen Sie aber gerade ein heikles Thema an. Was sagen Sie denn beispielsweise zu der gegenwärtigen Verdi-Offensive gegenüber Amazon? Urbanke: Wir bezahlen unsere Mitarbeiter hier nach Einzelhandelstarif. Zusätzlich gibt es eine Leistungsprämie. Am Ende des Tages gehen die Kollegen ungefähr mit 11,50 bis zwölf Euro pro Stunde nach Hause. Auch bei Amazon wird deutlich oberhalb des Mindestlohns bezahlt. Von daher verstehen wir diese Diskussion nicht. Natürlich ist es vernünftig, faire Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter zu schaffen. Aber bei Forderungen nach Löhnen, die in Richtung 15 Euro gehen, besteht die Gefahr, dass das Lohngefüge in ein Ungleichgewicht gerät. In vielen Lehrberufen kommen Mitarbeiter nicht auf 15 Euro Stundenlohn. Und ich halte es volkswirtschaftlich nicht für gut, wenn Menschen, die eine Ausbildung absolvieren, hinterher schlechter bezahlt werden als diejenigen ohne Ausbildung, unabhängig davon, wie zuverlässig und fleißig der Einzelne ist. Mich wundert, dass sich Ihre Branche gegen diese Negativschelte nicht viel vehementer zur Wehr setzt. Warum lassen Sie sich tatenlos Ihren Ruf kaputtmachen? Urbanke: Wenn Unternehmen in der Öffentlichkeit angegriffen werden, ist natürlich erst einmal ernsthaft zu prüfen, in welchen Punkten es tatsächlich Verbesserungsbedarf gibt, wo die Diskussion aber auch weit übers Ziel hinausgeht. Die Antwort unserer Kollegen der Hermes Logistik Gruppe Deutschland hat in einem ähnlichen Fall genau das berücksichtigt. Kritische Punkte sind detailliert untersucht und da, wo nötig, korrigiert worden. Das hat man dann klar kommuniziert und damit einer sachorientierten Öffentlichkeit signalisiert, dass man auf die Kritik reagiert und Probleme professionell aus der Welt geschafft hat. Leider ist nicht jeder sachorientiert, und das galt in diesem Fall leider auch für einige Medien. Der Umgang damit ist schwierig, weil man sich schon ungerecht behandelt fühlt. Da bleibt dann nur die Hoffnung, dass diese Medien bald ein neues auflagenstärkendes Thema finden. Welche Herausforderungen sehen Sie denn sonst für Ihre Branche außer aus den Negativschlagzeilen zu kommen? Urbanke: Das Thema Geschwindigkeit wird uns sicherlich weiterbeschäftigen. Der Endkunde im E-Commerce erwartet zu Recht eine rasche Zustellung der bestellten Ware. Je schneller die Lieferung, desto höher der dahinterliegende Aufwand. Für uns ist eine gute Balance erreicht, wenn der überwiegende Teil der Ware am Tag nach der Bestellung beim Endkunden ist. Dazu müssen wir in den IT-Systemen gut aufgestellt sein, um die vielen Merkmale, die ein moderner Webshop hat, auch in den dahinterliegenden Prozessen abbilden zu können. Häkchen im Frontend auf Zahlarten oder Zeitfenster müssen hinterher auch etwas bewirken. Außerdem legen unsere Auftraggeber zunehmend mehr Wert auf Qualität. Wir müssen uns als Dienstleister vertraglich verpflichten, eine vom Händler vorgegebene Qualität einzuhalten. Leisten wir das nicht, gibt es Abzüge in der Haltungsnote. Das kostet uns gegebenenfalls Geld. Im Idealfall bekommen wir aber von unseren Kunden auch Boni, wenn wir unsere Ziele übererfüllen. Interview: Daniela Zimmer Wenn die Laster von Hermes rollen hat Hermes Fulfilment seinen Job erledigt. Entweder werden Bestellungen zum Kunden gebracht oder bearbeitete Retouren zurück in die Logistiklager Foto: Hermes BBQ2014 DAS ECOMMERCE EVENT IN NRW Samstag, 20. September 2014, Mercure Hotel, Krefeld Praxis-Informationen für Ihr erfolgreiches Online-Geschäft Fachvorträge, Expertenrunden & Workshops Über 900 Fachbesucher & 30 Top-Aussteller Andy Lippert ebay Max-Lion Keller IT-Recht Kanzlei Daniel Werner Amazon Jens H. Plath PayPal ALL-IN TICKET nur 59,- Euro Gültig für die gesamte Veranstaltung von Uhr inklusive Getränke, Speisen, großes BBQ-Grillbuffet und Abendprogramm 25% RABATTCODE: IWB16-BBQ Großstückabwicklung Hermes Fulfilment ist nicht nur auf die Abwicklung kleinvolumiger Produkte spezialisiert, sondern auch auf das Handling von Großstücken wie Möbel, Elektrogeräte und Teppiche. Sie werden an den Standorten Ohrdruf (1-Mann-Handling) und in Löhne (2-Mann-Handling) gemanagt. Informationen & Tickets: powered by

16 E-COMMERCE 16 INTERNET WORLD Business 4. August /14 Ein Shop-Angebot aus Blogs zu entwickeln ist eine relativ neue Idee Johanna Spielberg, Gründerin Yooyama Bloggen und verkaufen Viele Online-Händler binden Kunden mit einem Blog an ihren Shop. Yooyama geht einen Schritt weiter. Das Düsseldorfer Start-up hat aus verschiedenen Blogs ein Shop-Angebot rund ums Wohnen und Leben entwickelt Wir wollen mit den Blogs die Otto-Marken jüngeren Kunden näherbringen René Murowski, Sen. Social Media Manager Otto.de ie ziehen Interessenten an, sind hilf- bei der Beratung, bringen das Sreich Suchmaschinenmarketing voran und transportieren durch ihre eigene Tonalität ein Image: Blogs haben sich im E-Commerce als Werbemittel etabliert. Das Düsseldorfer Start-up Yooyama spinnt jetzt den Faden weiter Johanna Spielberg und Volker Jöcks, die Gründer, haben rund um verschiedene Blogs zu Wohnen, Einrichten und Genießen ein Shop-Angebot gestrickt: Es gibt sehr viele schöne Blogs zu Interiordesign, bei denen man sich eine Menge Tipps und Inspiration holen kann, sagt Spielberg dazu, aber bisher konnte man diese Anregungen nur schwer umsetzen, wir wollen das ändern und die Vorschläge kaufbar machen. Ein Jahr lang haben die beiden Berater an Geschäftsmodell und Shop getüftelt, seit dem Start im Juli sind rund 600 Produkte vom Kissen bis zum Teigschaber gelistet. Wer im Webshop nach Dekorationsartikeln sucht, kann sich von Lola helfen lassen: Hinter der Interior-Assistentin versteckt sich ein Regler, der das Sortiment in Landhaus- und Loft-Stil einteilt und je nach Einstellung eher urban-sachliche oder verspielt-rustikale Produkte aus dem Angebot filtert. Doch der Einstieg in die Yooyama-Welt beginnt nicht im Shop, sondern auf der Blog-Plattform. Die meisten Beiträge stammen von den Gründern, doch das soll sich ändern: Wir haben nicht nur Profi- Blogger angesprochen, erzählt Spielberg. Bei Yooyama werden Innenarchitekten, Restauratoren und Antiquitätenhändler schreiben, vor allem aber Laien, die sich gerne mit schönen Dingen beschäftigen und ein Händchen haben fürs Einrichten und Dekorieren. Vertriebskanal für Händler, Einnahmequelle für Blogger Händlern und Dienstleistern bietet sich Yooyama als Verkaufspartner und zusätzlicher Online-Vertriebskanal an. Passionierte Einrichter verdienen indes durch ihren eigenen Stil und ihre Beiträge über individuell ausgehandelte Provisionen beim Verkauf mit. Yooyama verknüpft die Empfehlungen jeweils mit Waren aus dem Sortiment. Yooyama wird sicher polarisieren. Was wir zeigen, ist nicht jedermanns Geschmack, sagt Spielberg, aber wir möchten das Besondere anbieten. Dafür vereint das Gründer-Duo Blogs, hat aber noch ein Netzwerk von Partnern geknüpft: Antiquitäten- und Kunsthändler liefern Sammlerstücke. Bei Möbelherstellern wie Tine K können Kunden sich Sessel oder Sofas fertigen lassen. Yooyama bietet auch jungen Designern Absatzchancen für Kleinserien oder Einzelstücke, fügt Spielberg ergänzend zum Sortimentskonzept hinzu. Für schlanke Strukturen sorgt die Auslagerung des Online-Shops an Fullservice- Dienstleister Rhiem aus Voerde bei Düsseldorf. Der verkauft in eigener Regie, was die Yooyama-Gründer ins Lager legen, und kümmert sich um Abrechnung, Controlling und Steuern. Wir können uns so um Sortimentsgestaltung, Einkauf und Blogger-Netzwerk kümmern, erklärt Spielberg. Zusätzliches Personal benötigt das Duo vorerst nicht: Nach den ersten Wochen sind wir sehr zufrieden, der Verkauf läuft, wir hatten noch keine Retouren. Auf Basis von Blogs ein Sortiment zusammenstellen diese Strategie ist neu und Bergfreunde.de/Basislager: Im grafisch sehr aufwendig gestalteten Blog des Bergsportspezialisten werden Kletterer beraten und Mitarbeiter erzählen von ihren Touren

17 4. August /14 17 wird bisher nur in Nischensegmenten verfolgt: Etwa im Do-it-yourself-Bereich, wo Woll- oder Stoffhersteller sich mit bloggenden Schneiderinnen oder Strickerinnen zusammentun und anhand ihrer Angaben zu Modellen und Material Handarbeitspakete packen. Landläufig gelten Blogs im E-Commerce als aufwendige Pflichtübung, die sich Händler gern sparen. Ein Fehler: Die Inhalte helfen beim Suchmaschinenmarketing, weil sich in ihnen Keywords platzieren lassen. Wer über seine Angebote hinaus denkt und Relevanz aufbaut, tut sich leichter, die für ein hohes Suchranking ebenfalls geforderten Backlinks, also die Verlinkungen von anderen Sites, einzusammeln. Nicht zuletzt helfen Blogs bei Beratung und Kundenbindung: Daher finden Alpinsportler im Basislager-Blog von Bergfreunde.de Hinweise zum An- und Abseilen, zu Materialien und Ausrüstung. Herrenausstatter.de wiederum beschreibt Trends in der Männermode, empfiehlt Lesern aber auch Veranstaltungen, bei denen sie modisch auftrumpfen können. Auf Whisky.de stellt Chef Horst Lüning per Video täglich neue Spirituosen vor. Herrenausstatter.de informiert im Modetagebuch nicht nur über Kleidung, sondern auch über Motorsport, Ausflugsziele und andere Genüsse Gelesen wird Nützliches und Unterhaltsames Es geht um Image und Branding, benennt René Murowski, Social Media Manager bei Otto, das Ziel des Mode-Blogs Twoforfashion oder von Roombeez, wo seit Frühjahr 2014 Anregungen rund ums Wohnen entstehen. Wir wollen durch die Blogs jüngeren Kunden die Marken von Otto näherbringen, das gelingt uns gut. Zahlen, die den Verkaufserfolg der Blogs belegen könnten, bleibt Otto zwar schuldig, aber laut Similarweb lesen sechs Jahre nach dem Start im Monat bis zu User Twoforfashion die meisten steuern den Blog direkt an, was für Interesse spricht. Inhalte stellten anfangs zwei Mode- Bloggerinnen ein, heute ist es ein ganzes Netzwerk, das durch Workshops gepflegt und ständig erweitert wird. Das Team liefert Stylingtipps, Geschichten zu Trends oder einzelnen Klamotten: Das ist dann die Kür, ähnliche Produkte im Sortiment von Otto aufzuspüren und mit dem Blog zu verlinken, gibt Murowski zu. Der Social Media Manager plant noch mehr Blogs. Ganz ohne Strategie startete indes 2005 Björn Christian Harste seinen Blog Shopblogger.de. Einfach, aber immer ehrlich berichtet der Einzelhändler aus dem Alltag seines Supermarkts, beschreibt Renovierungsmaßnahmen, diskutiert Werbung, erzählt Familiäres, erklärt Fachliches Menschen monatlich folgen dem Tagebuch. Was Harste bewogen hat, seinen Blog um einen Shop zu ergänzen? Hier verkauft er Shopblogger-Fanartikel, aber auch nicht verderbliche Saisonware aus dem Spar-Markt: Mit Geduld, zeigt das Beispiel, kann ein Blog zum frequentierten Verkaufs-Tool werden. Shopblogger.de: Björn Christian Harste berichtet über seinen Bremer Spar-Supermarkt und zieht Leser im Monat an. Im Shop gibt s Fanartikel und Saisonware Whisky.de vertreibt Whiskys, Geschäftsführer Horst Lüning genehmigt sich jeden Tag einen anderen und bloggt über Geschmack und Qualität per Video Susanne Vieser internetworld.de/vs Twoforfashion.otto.de: Auf dem Modeblog von Otto werden seit sechs Jahren Trends diskutiert. Er wird von einem Blogger-Netzwerk erstellt und einer Agentur koordiniert

18 E-COMMERCE 18 INTERNET WORLD Business 4. August /14 Feuer frei auf allen Kanälen Die großen deutschen Bekleidungshändler machen sich fit für die Omnichannel-Zukunft, zeigt eine Tailorit-Studie enn die Management- Beratung WTailorit Handelsunternehmen, die den Einstieg in die Omnichannel- Zukunft wagen wollen, die grundsätzlichen Herausforderungen ihres Vorhabens erklärt, klingt das eher nach Risiko als nach Chance: Ein Start nach dem Trial-and-Error- Prinzip muss zwangsläufig zum Scheitern führen. Der Markt zeige inzwischen allgemein ein hohes Level an Professionalität. Eigene Mitarbeiter seien kaum zu bekommen, Dienstleister schwer zu beurteilen und die guten zumeist bis an ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet. Mut machen sieht wahrlich anders aus. Doch die gleichzeitige Umfrage unter Geschäftsführern, E- Commerce- und Retail Managern von 74 Unternehmen des Bekleidungshandels im Rahmen der Tailorit-Studie Shopping Experience Consumer & Retailer Insights zeigt: Eine eigene Omnichannel-Strategie ist dennoch alternativlos. Schönere Webshops Entsprechend sind bei der Planung der meisten Bekleidungshandelshäuser Investitionen in die digitalen Kanäle mit hoher Priorität vorgesehen. Zuallererst sollen die Online-Shop-Funktionalitäten ausgebaut werden. Dazu gehören unter anderem Größenberater, wie sie bei Hugo Boss, Tommy Hilfiger oder Otto schon im Ein- Herausforderungen Ranking: Platz 1 = 9 Punkte, Platz 9 = 1 Punkt Definition einer Omnichannel-Strategie 6,39 Ausrichtung der Prozesse (Waren-/Finanzwirtsch.) 6,36 Erkennen der Kundenwünsche 5,2 Konsolidierung des Bestandsmanagements 4,85 Change-Management 4,8 IT-Struktur-Veränderung 4,49 Integration neuer logistischer Services 4,21 Rasante Entwicklung von Anforderungen/Technik 3,27 Einbindung von Partnern 2,78 Top-Mobile-Prioritäten Tablet-Optimierung des E-Shops 92 % Smartphone-Optimierung des E-Shops 91 % Responsive Design 85 % Apps für Kundenbindung/Zusatzfeatures 77 % Apps für Shopping 59 % Die Optimierung des Tablet-Auftritts hat höchste Priorität INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Tailorit, Stand: März/April 2014 Basis: Geschäftsführung, E-Commerce- und Retail Management von 74 Bekleidungshändlern satz sind, oder virtuelle Anproben wie bei Street One, Cecil und Brides. Aber auch in kanalübergreifende CRM-Funktionalitäten, Kanalvernetzung, ein besseres Einkaufserlebnis auf Tablets und Smartphones sowie Big-Data-Auswertungen wird investiert. Interessant ist die Tatsache, dass sich im Vergleich zu der Vorjahreserhebung deutlich mehr Unternehmen darum bemühen, ihre E-Shops eigenverantwortlich zu betreiben und B-to-C- Logistik oder Customer Care Center wieder intern abzuwickeln. Zu den größten Herausforderungen dürfte weiterhin die Vernetzung der Vertriebskanäle zählen. Services wie Reserve & Collect oder Click & Collect stehen Bedeutung von Omnichannel-Services In Planung In der Umsetzung Bereits umgesetzt Nicht relevant Reserve & Collect 52 % 9 % 17 % 22 % Click & Collect 46 % 11 % 31 % 12 % Online-Verfügbarkeitsabfragen 43 % 10 % 22 % 25 % Instore Return 42 % 7 % 35 % 16 % Mitarbeiterschulungen 35 % 27 % 27 % 11 % Online-Verkauf von Produkten aus der Filiale 33 % 18 % 23 % 26 % Foto: istockphoto / Intararit Nur eine hübsche Boutique zu haben, reicht für den Handel der Zukunft nicht aus auf nahezu jeder To-do-Liste. Händler, die gezielt Mehrumsatz erreichen wollen, lassen die Ware im Rahmen der Filialbelieferung offen ausliefern und sind dem Kunden bei der Anprobe und dem Zusammenstellen eines Outfits behilflich, empfehlen die Strategieberater. Als Beispiel gut durchdachter Services nennt die Studie unter anderem die französische Handelskette Galeries Lafayette, die auf rund 100 Quadratmeter großen Servicepoints Click & Collect-Stationen mit Umkleidekabinen und Änderungsservice anbieten. Retourenscheine werden via Tablet ausgefüllt. House of Fraser indes versucht, Wartezeiten bei Click & Reserve zu entschärfen, indem Kunden beim Eintritt in den Laden einchecken und dann mit Angabe der Kassennummer informiert werden, wenn ihre Ware zur Abholung bereitliegt. Die Studienautoren warnen auch: Reserve & Collect etwa erfordere zeitnahes Picking, einen separaten Bereich zur Aufbewahrung sowie entsprechendes Personal und Warenbestand. Zu definieren sei auch die Zeitdauer der Reservierung für den Kunden. Generell gelte für Kanalverknüpfung: Spielen Sie nur, wenn Sie auch wirklich gewinnen wollen. Daniela Zimmer internetworld.de/dz Top-Prioritäten E-Shop Ausbau E-Shop-Funktionalität 96 % Implementierung von Responsive Design 84 % Internationale Expansion 79 % Einführung neuer Shop-Software 69 % Insourcing 58 % Aufbau eines eigenen Fotostudios 46 % Outsourcing 41 % Dynamic Pricing 33 % Schon bei der Strategie tun sich die Bekleidungshändler schwer INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Tailorit, Stand: März/April 2014 Reserve & Collect und Click & Collect sind aus Sicht des Bekleidungshandels die wichtigsten Services bei der Kanalverknüpfung INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Tailorit, Stand: März/April 2014 Für mehr E-Shop-Funktionen wollen Händler stark investieren INTERNET WORLD Business 16/14 Quelle: Tailorit, Stand: März/April 2014

19 4. August /14 INTERNET WORLD Business 19 Grenzen des Trackings Bei den neuen Techniken zum Messen des Nutzerverhaltens auch ohne den Einsatz von Cookies gibt es oft ein Problem: Sie verstoßen gegen deutsches Datenschutzrecht ährend sich der Gesetzgeber noch W mit der Cookie-Richtlinie herumschlägt, haben sich längst andere Tracking- Techniken etabliert. Insbesondere Digital Fingerprints beziehungsweise das Canvas Fingerprinting erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Dabei werden anhand des benutzten Browsers individuelle Nutzerprofile erstellt, die zu Werbezwecken verwendet werden. Dies geschieht oft geheim und ohne Möglichkeit für den Nutzer dies zu verhindern. Datenschutzrechtliche Vorgaben werden dabei nicht beachtet. Nach Paragraf 13 TMG muss aber der Diensteanbieter den Nutzer zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten belehren, wobei dem Nutzer die Möglichkeit einzuräumen ist, die Einwilligung zu widerrufen. Es stellt sich nun die Frage, inwieweit per Canvas Fingerprinting erhobene Daten personenbezogen sind. Darüber lässt sich streiten, letztlich reicht es so der EuGH, wenn die Person durch die gewonnenen Daten bestimmbar ist. Personenbezogen Der Nutzer muss die Möglichkeit haben, dem Tracking zu widersprechen Marcus Beckmann Anwalt für Wettbewerbs- und IT-Recht werden auch anonyme Daten zudem immer dann, wenn diese mit personenbezogenen Daten vermischt werden. Erhebt also etwa ein Webseitenbetreiber die Daten im Zusammenhang mit einer Bestellung, einem Account des Webseitenbesuchers oder mit IP-Daten, so sind auch alle per Canvas Fingerprinting gewonnenen Daten personenbezogen. Wer auf seiner Website illegale Tracking-Methoden einsetzt, dem droht Ungemach von zwei Seiten: Zunächst kann die zuständige Datenschutzbehörde ein Ordnungsgeld verhängen. Außerdem werden Datenschutzverstöße allgemein von der Rechtsprechung als Wettbewerbsverstoß eingestuft. Damit besteht die Gefahr einer Abmahnung durch einen Wettbewerber oder eine Verbraucherschutzorganisation. Marcus Beckmann Canvas Fingerprinting Bei jedem Browser gibt es beim Aufbau einer Website minimale Unterschiede. Sie werden erfasst und können einem bestimmten Browser auf einem bestimmten PC zugeordnet werden. So lassen sich Nutzer tracken. Diese Technik kommt ohne Cookies aus. Foto: Fotolia / M-Dip Sabine Heukrodt-Bauer LL.M. Rechts- und Fachanwältin für Informationstechnologierecht in Mainz Informationspflicht auch auf ebay Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschied, dass auch ebay-händler sämtliche Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr selbst erfüllen müssen (Urteil vom , Az.: 4 U 127/13). Ein ebay-händler hatte in seinen Angeboten unter anderem nicht darüber informiert, ob die Bestellung von ihm gespeichert wird. Das OLG Hamm sah darin einen Wettbewerbsverstoß. Die Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr treffen Online-Händler sowohl beim Verkauf an Verbraucher als auch an Unternehmen. Dazu gehören gemäß Art EGBGB Informationen zu den technischen Schritten bis zum Vertragsschluss, zur Speicherung des Vertragstextes und darüber, ob die Daten der Bestellung dem Kunden zugänglich sind. Es genüge nicht, dass diese Informationen in den AGB von ebay enthalten seien. Für Online-Händler bestehen plattformunabhängig auch die Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr. Verstöße sind wettbewerbswidrig und können abgemahnt werden. Die Pflichten wurden unverändert in die Verbraucherrechterichtlinie zum übernommen, sodass das Urteil auch für die neue Gesetzeslage gilt. IMPRESSUM AUF XING Geschäftsanbahnung ist entscheidend Das Landgericht München hat in einem Urteil (Az.: 33 O 4149/14) grundsätzlich bestätigt, dass geschäftlich genutzte Xing-Präsenzen ein Impressum benötigen. Im verhandelten Fall ein Anwalt hatte einen anderen wegen Fehlen des Impressums abgemahnt sah das Gericht jedoch davon ab, den erkannten Wettbewerbsverstoß zu ahnden. Grund: Der Kläger habe nicht darlegen können, dass sein Kontrahent das Xing-Profil zur Geschäftsanbahnung genutzt habe. (fk) Domains wurden bislang im Zuge der New- TLD-Einführung gesperrt, weil der Verdacht aufgekommen ist, sie seien in betrügerischer Absicht registriert worden. Quelle: Tucows WM-RABATTE Pro Tor zehn Prozent ein Versprechen mit Folgen Versprach ein Händler während der Fußball- WM Rabatte für jedes erzielte Tor der deutschen Mannschaft (Wir erinnern n uns an 7:1 gegen Brasilien!), so haben Kunden später keinen Anspruch darauf, dass der Händler sein Werbeversprechen auch einhält, sagt Rechtsanwalt Christian Solmecke. Allerdings weist Solmecke darauf hin, dass ein nicht eingehaltenes Werbeversprechen ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht ( 5UWG) sei und deshalb von Wettbewerbern oder Verbraucherschützern abgemahnt werden könne. (fk) Foto: Fotolia / Snaptitude

20 KNOW-HOW 20 INTERNET WORLD Business 4. August /14 Serie: Erfolgreich verkaufen auf Amazon An Amazon kommt niemand vorbei ein Viertel des E-Commerce-Volumens in Deutschland läuft über diese Plattform. Unsere neue zweiteilige Reihe zeigt, wie Händler das eigene Sortiment über Amazon erfolgreich verkaufen. Folge 1: Die richtige Strategie Pro & Contra Amazon, Voraussetzungen, Fulfillment by Amazon (FBA) (Ausgabe 16/2014) Folge 2: Die Praxis Angebotserstellung, Buybox, Rechtliches, After-Sales (Ausgabe 17/2014) Foto: istockphoto / Adrian Hancu Wege zur Reichweite Der Amazon-Marktplatz birgt für Online-Händler enormes Umsatzpotenzial. Der Amazon-Händler Philipp Puttkammer verrät in einer zweiteiligen Serie, wie man es nutzt Pro & Contra + Hohe Reichweite + Häufig erste Anlaufstelle für Produktrecherchen + Zahlungsgarantie + Hohe Preise in Nischensegmenten erzielbar + Bessere Übersichtlichkeit als bei ebay + Keine Einstellgebühren Hohe Provisionen Abtretung der Nutzungsrechte für Texte und Bilder Gefahr, dass Amazon Highseller selbst listet in eigener Online-Shop ist etwas ESchönes. Doch viele Webhändler machen die Erfahrung, dass ihr Umsatz erst dann richtig nach oben schnellt, wenn sie ihre Produkte ganz oder teilweise auch auf Amazon verkaufen. Die Reichweite des deutschen E-Commerce-Marktführers wird von keinem anderen Online-Shop übertroffen. Laut einer Studie von Forrester Research starten mehr als 30 Prozent aller Konsumenten ihre Produktrecherche im Internet bei Amazon. Spätestens wenn im eigenen Webshop die Wachstumsgrenzen erreicht sind, stellt sich für Händler also die Frage: Sollen sie wie 445 der umsatzstärksten Online- Shops in Deutschland ebenfalls Marktplatzpartner von Amazon werden und am Umsatzvolumen von zehn Milliarden US-Dollar weltweit partizipieren oder ist es besser für sie, sich auf andere Kanäle zu konzentrieren? Oft genug hört man Horrorgeschichten über Amazon. Händler erzählen, dass Amazon, aber auch andere Marktplatzhändler, genau beobachten, welche ihrer Produkte sich gut verkaufen und dann beginnen, diese Produkte selbst und günstiger zu listen. Der daraus resultierende Preiskampf sei selten zu gewinnen, die investierte Zeit und Mühe für Produktbeschreibungen und -bebilderungen damit hinfällig. Amazon als guter Einkäufer Und natürlich ist nicht zu leugnen, dass der Job der Amazon-Einkäufer darin besteht, die besten Produkte selbst zu finden und Deals mit Lieferanten abzuschließen. Der Netzgigant ist schließlich ein Händler wie jeder andere auch und daher bemüht, möglichst viele Produkte, darunter die gefragtesten ihrer Art, selbst zu führen. Doch statt aufzugeben, wenn Amazon die Waren im eigenen Sortiment hat, könnten die Händler davon profitieren, dass der Konzern deren Verkauf durch Newsletter und andere Werbemaßnahmen ankurbelt und darauf hoffen, dass er in Spitzenzeiten nicht liefern kann, was immer wieder passiert. Wer vorzeitig den Kopf in den Sand steckt, verliert diesen Umsatz. Ein weiteres Argument gegen den Verkauf auf Amazon sind die vermeintlich hohen Provisionen. Wer als kleiner Händler ein Basiskonto eröffnet, zahlt für jeden Versand über Amazon bietet mehr Vorteile als nur Zeitersparnis

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