Die Cloud. Vor- und Nachteile. ECMguide.de. ECMguide.de. virtualisierungs-guide. +++ Eine Wolke für jede Firma? Nicht unbedingt +++

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1 März 2012 L RECHENZENTRUM Eine Publikation von ECMguide.de Cloud und grün ist möglich Cloud-Computing storage-magazin.de L CLOUD-COMPUTING L STORAGE So ist es rechtlich Der universelle kein Problem Hypervisor machts virtualisierungs-guide ECMguide.de Die Cloud Vor- und Nachteile +++ Eine Wolke für jede Firma? Nicht unbedingt +++

2 01277 Dresden Hamburg Bremen Hannover Köln Gummersbach Storage Competence Partner ist eine Kooperation des VAD TIM AG mit führenden Storage Herstellern und Systemhäusern in Deutschland. Diese zeichnen sich aus durch: Bonn Bad Kreuznach Werl Bad Homburg herstellerübergreifende Lösungskompetenz hochqualifizierten Support und Professional Service methodische, technologische und kaufmännische Storage Beratungskompetenz Dreieich Bensheim Stuttgart Empfingen Ellwangen Neckarsulm Puchheim Unterschleißheim Straubing Kontaktieren Sie uns: oder TIM AG Schoßbergstraße Wiesbaden

3 Cloud-Computing 3 Inhalt Editorial / Impressum...Seite 3 Grundlagen & Praxis: Die Cloud: Risiken und Gefahren... Seite 4 Grundlagen & Praxis: Cloud-Computing Vor- und Nachteile...Seite 8 Advertorial: Cloud-Computing ist in Deutschland rechtlich möglich...seite 10 Advertorial: Mit Storage-Hypervisor in die Private-Cloud...Seite 12 Grundlagen & Praxis: Grünes RZ ist doch sexy...seite 14 Impressum eine Publikation von GbR Karl Fröhlich, Engelbert Hörmannsdorfer, Ulrike Rieß Auf der Grün 8, D Miesbach Tel /51 79, Fax: / Chefredaktion, Konzept: Engelbert Hörmannsdorfer (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Tel.: +49 (0) Redaktion: Karl Fröhlich, Ulrike Rieß Schlussredaktion: Engelbert Hörmannsdorfer Layout/Grafik: Uwe Klenner, Layout und Gestaltung, Rittsteiger Str. 104, Passau, Tel / Titelbild: Uwe Klenner (Composing), pixelio.de Mediaberatung: Claudia Hesse, Tel / Webkonzeption und Technik: Günther Schmidlehner Urheberrecht: Alle in»storage-magazin.de«erschienenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte (Übersetzung, Zweitverwertung) vorbehalten. Reproduktion, gleich welcher Art, sowie elektronische Auswertungen nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion. Aus der Veröffentlichung kann nicht geschlossen werden, dass die verwendeten Bezeichnungen frei von gewerblichen Schutzrechten sind. Haftung: Für den Fall, dass in»storage-magazin.de«unzutreffende Informationen oder Fehler enthalten sein sollten, kommt eine Haftung nur bei grober Fahrlässigkeit der Redaktion oder ihrer Mitarbeiter in Betracht. Editorial Ein Supertrend etabliert sich Als Amazon vor fast sechs Jahren begann, nicht benötigte Serverkapazitäten einfach an andere Firmen zu vermieten, wurde das Internetkaufhaus mit Kritik überschüttet. Viel zu gefährlich sei das, weil hochsensible Daten in die Hände anderer fallen und Amazon so einen enormen Schaden zufügen könnten, hieß es damals. Schnee von gestern. Amazon-Chef Jeff Bezos war wieder mal seiner Zeit einfach um einige Jahre voraus defacto hatte er die Cloud geboren. Sie hieß nur damals noch nicht so. Nicht nur, dass Amazon durch das Vermieten freier Computerkapazitäten mittlerweile prächtig verdient. Vielmehr ist es auch so, dass das Auslagern von IT-Lösungen raus aus der Firma und rein ins Internet zum absoluten Trendthema geworden ist. Programme oder Daten liegen dabei zentral auf großen Rechnern und werden nur bei Bedarf vom Arbeitsplatz-PC abgerufen. Mittlerweile spielt beim Cloud-Computing das Who s who der Computerbranche mit von IBM und Apple über Fujitsu und Hewlett-Packard (HP) bis EMC und Microsoft.»Cloud Computing ist der Megatrend im Hightech-Sektor«, stellt der deutsche Branchenverband Bitkom ganz nüchtern und sachlich fest. Beispielsweise in der Spielebranche soll Cloud-Computing sogar für regelrechte Umbrüche sorgen. Das Szenario: Da künftig via Großrechner und Internet gespielt wird, müssen speicherplatzfressende Spiele gar nicht mehr auf dem heimischen PC installiert werden. Und weil Bild und Ton übers Internet kommen, brauchen Spieler selbst für aufwändige 3D-Spiele keine teuren Rechner mit leistungsstarkem Prozessor und schneller Grafikkarte. Die Wachstumsraten sind enorm. Interessanterweise dürfte ausgerechnet die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/10 das neue Modethema befeuert haben. Denn IT-Lösungen, die zu geringeren Kosten das Gleiche bieten, sind für jede Firma, die sparen will (oder muss), attraktiv. Und deswegen ist die Cloud ein Supertrend, der sich derzeit sogar noch richtig verfestigt. Ihr Engelbert Hörmannsdorfer Redaktion virtualisierungsguide.de storage-magazin.de

4 4 Grundlagen & Praxis Cloud-Computing IT-Himmel könnte wolkig werden mit Risiko des Datenverlustes Die Cloud: Bild: Uwe Klenner Risiken und Gefahren Die Cloud-Szenarien sind bei weitem nicht ganz so rosig oder watteweiß, wie die Hersteller gern vermitteln. Vielmehr könnten dunklere Wolken in Form von Sicherheitsrisiken und Regelverfahren bzw. notwendigen Geschäftsprozessen aufziehen, die der schäfchenwolkenartigen IT-Cloud Paroli bieten. Ulrike Rieß, Da Cloud in welcher Kombination auch immer derzeit das erklärte Lieblingswort der IT-Branche ist, spricht nun auch jeder Anbieter Cloud. Dabei spricht oder besser verspricht der Hersteller wirklich Bilderbuchszenarien. Nun soll die IT-Wolke bzw. sämtlich geforderten Ressourcen von Hard- über Software bis hin zu Anwendungen und Services bildlich im klarblauen Himmel stehen und immer und überall leicht und sicher verfügbar sein. Unabhängig, was ein Unternehmen gerade braucht, es steht zu Verfügung und wird punktgenau abgerechnet. Das ist zumindest das Idealbild, das dem potenziellen Kunden ausgemalt wird. Die Realität ist aber bislang noch eine andere. Wer sich als Kunde oder Nutzer nicht sorgfältig umschaut, prüft und informiert, auf den könnte hinter storage-magazin.de dem Wolkenszenario doch eher der Nebel Quelle: Statista; Grafik: des Grauen lauern, in dem sich Daten oder Ressourcen verlieren und es unüberschaubar wird, wo, wann welche Informationen liegen und wer darauf Zugriff hat oder auch nur hatte. Hype um des Hype Willen Schaut sich der Speichersuchende derzeit um, so begegnet ihm kaum eine Lösung, die nicht Cloud-fähig, Cloud-kompatibel oder zumindest Cloud-Enabler ist. Außerdem droht auch die»icloud«von Apple und somit wären alle Bereiche wolkenversorgt. Die erste Frage, die der IT-Entscheider sich hier aber stellen muss, ist die, ob es die Cloud überhaupt braucht oder nur haben will, weil eben alle davon reden. Sucht der IT-Verantwortliche nicht vielmehr eine Lösung für ein Problem, das handfeste Systeme nötiger hat als wirres Wolkengerede? Der erste Schritt zur Wol- Potenzial des Consumer-Marktes

5 Cloud-Computing Grundlagen & Praxis 5 ke sollte also der sein, zu hinterfragen, ob der Entscheidungsträger einem Hype um des Hype Willen folgt oder wirklich benötigt, was die Cloud verspricht. Damit wird das nächste Problem gewahr, denn mittlerweile tummeln sich zahlreiche Anbieter am Markt herum, und jeder definiert die Cloud anders und bietet dementsprechend sehr unterschiedliche Dinge an. Damit ist der potenzielle Interessent gezwungen, sich zunächst mit all diesen Angeboten auseinander zu setzen. Hilfreich ist hier, wirklich vorher zu identifizieren, was das Unternehmen mit einer neuen Lösung heißt sie nun Cloud oder anders erreichen will oder muss. Die geschäftliche Notwendigkeit definiert letztlich den Rahmen dessen, was später zum Einsatz kommt. Was die Wolke wirklich ist Die so genannte Cloud ist kein fest zu machendes Produkt, sondern vielmehr ein Konzept, das es an den Mann zu bringen gilt. Das Konzept selbst ist dabei nicht einmal neu. Im Grunde genommen geht es um Funktionalitäten, Services und Ressourcen, die früher unter Begriffen wie verteiltes Rechnen/Speichern, Outsorcing/ Hosting oder Softare-as-a-Service subsumiert wurden. Was wirklich neu an der Cloud ist, ist die Kombination neuer Technologien, Funktionseigenschaften, Services, Skalierbarkeit, Mobilität und eben verteilt zugreifbaren Ressourcen an unterschiedlichen Standorten. Das ist sicher ein gewaltiges Konglomerat. Die Basis hierfür sind solide Hardware mit hohem Nutzwert bzw. leistungsfähige Infrastruktur, Konnektivität, Dienstleistungen, Implementierungsoptionen sowie neue und effizientere Abrechnungsmöglichkeiten. Hinzuzufügen ist zudem, dass erst neue Funktionen wie Virtualisierung, Thin-Provisioning, Deduplizierung und Verschlüsselung die Systeme so effektiv machen, dass sie sich für einen flächenmäßig breiten Einsatz eignen. Frühere Monolithen, die kaum skalierbar quasi nicht»aufschraubbar«waren, ließen eine solche Verteilung der Ressourcen kaum zu. Cloud ist also ein bereits bestehendes Konzept, dass sich nun erst mit den aktuellen technischen Mitteln wirklich umsetzen und um viele Punkte erweitern lässt. Die Fülle an Möglichkeiten macht es dabei nicht einfacher, eine reale Lösung für existierende Anforderungen zu finden. Der IT-Manager muss abwägen, wie viel des Konzeptes in das eigene, also sein Geschäftskonzept passt. Dabei gilt es, mehr als nur die technischen Notwendigkeiten herauszukristallisieren. Zusätzlich muss jeder IT-Manager seine Geschäftsprozesse und deren rechtliche Verbindlichkeiten kennen, ebenso seine Verpflichtungen als entscheidender Mitarbeiter wahlweise CEO, CTO oder CIO. Das Konzept Cloud muss sich also der Strategie und dem Wesen des jeweiligen Unternehmens anpassen. Und genau diese Anpassbarkeit wird vom Cloud- Vertreter gepriesen. Hohes Marktpotenzial Kein Produkt ohne Markt oder einer Analyse desselbigen. Und so lässt sich auch der Cloud-Sektor mittlerweile mit Zahlen belegen. So prognostiziert das Institut statista, dass der Umsatz im Business-to- Business-Umfeld für Cloud-Anbieter im Jahr 2012 allein in Deutschland bei 2,9 Milliarden Euro liegen wird. Für das Jahr 2013 sehen die Auguren hier ein Umsatzpotenzial von 4,5 Milliarden Euro, 2014 bereits 6,8 Milliarden Euro und 2015 gar 7,6 Milliarden Euro. Ein Orakel für spätere Jahre gibt es nicht, vielleicht gibt es ja bis dahin wieder einen neuen Trend bzw. Hype. Allerdings lässt sich die gleiche Institution bei der Voraussage der Verbraucherausgaben bis zum Jahre 2016 hinreißen. Das Jahr 2012 soll demnach allein im deutschen Consumer-Cloud-Bereich rund 2,1 Milliarden Euro abwerfen. Für das Jahr 2014 gibt es das Potenzial von fast vier Milliarden und 2016 soll den Wolkenbeschwörern im Privatgeschäft etwa 6,1 Milliarden Euro einbringen. Hersteller oder Dienstleister wären schon ein wenig geschäftsfaul, sprängen sie nicht auf den rasanten Zug der Cloud auf. Cloud-Bereiche und Anbieter Den obigen Prognosen entsprechend sprießen nun Cloud-Anbieter wie Pilze aus dem Boden. Dabei ist Cloud nicht gleich Cloud, wie bereits erwähnt, sondern hier darf es sich der IT-Interessierte aussuchen. Sowohl als Hersteller oder Dienstleister als auch als Kunde. Die Bereiche, die sich mit dem Begriff Cloud verbinden lassen, reichen von Cloud- Development bis Software-as-a-Service (SaaS; siehe Kasten). Bei letzterem schreckten die Namensgeber dann wohl doch vor der Kombination mit Cloud zurück. Die Liste erhebt Cloud-Disziplinen Cloud-Anbieter nach Bereichen (Beispiele) Cloud-Development Citrix, cloud.com, RedHat, Unisys, CloudPilots, ThinkGrid Cloud-Security Symantec, Panda Security, McAffee, Acronis, CA Cloud-Infrastructure AMD, Brocade, CSC, Comparex, IBM, Datev, Dell, Fujitsu, Vmware Cloud-Storage/Hosting Apple, Amazon, Cetera Networks, Twinstrata, EMC, Hewlett-Packard, Fujitsu, Nasuni, Netapp, Nirvanix, Microsoft, Strato, Symantec, T-Systems, Trend Micro, Verizon, AT&T Cloud-Management/Tools ScaleUp, Vmware, CA, Riverbed, Dell, Novell Cloud-Platform 3tera, Amazon, CA, Datev, Dell, Citrix, Microsoft, Vmware Cloud-Consulting Dell, EMC, Fujitsu, HP, IBM, Redhat, Unisys, Vmware Software-as-a-Service Acronis, Cisco, CSC, Fujitsu, HP, IBM, Novell, Microsoft, SBC, Wyse keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch ein Journalist muss ständig damit rechnen, dass ein Startup aus der Hecke springt, das eine ganz neue Idee zum Wolkenthema hat. Oder es werden schlichtweg noch weitere Definitionen der Wolke und das dazu gehörende Angebot entdeckt. Insgesamt sind derzeit als mehr als 270 Dienstleister bzw. Hersteller rund um die Cloud unterwegs. Es ist nicht überraschend, dass gerade im Storage/Hosting- Umfeld so viele Firmen vertreten sind. Dafür ist es erstaunlich, dass verhältnismäßig wenig Berater ihr Unwesen treiben, denn gerade im Cloud-Geschäft sollte sich der Kaufinteressierte Rat holen. Die einzelnen Unternehmen hier aufzuzählen ist müßig, denn wortwörtlich jeder mischt nach eigenen Angaben im Cloud- Umfeld storage-magazin.de mit. Stellvertretend seien an die-

6 6 Grundlagen & Praxis Cloud-Computing Quelle: Statista; Grafik: ser Stelle einige genannt (siehe Kasten). Allein die Mehrfachnennungen belegen, wie kompliziert es wäre, sich einen Anbieter nach Bereich auszusuchen. Ebenso finden sich Firmen in Bereichen wieder, in die sie kaum jemand nach eigenem Wissensstand eingeordnet hätte. Und wiederum zeigt sich, dass man in der Wolke genau schauen muss, was sich anbietet und was im eigenen Unternehmen sinnvoll einsetzbar ist. Cloud-Computing: Ein Fall für Investoren Investoren und Börsianer, die Cloud-Computing als Anlagethema interessiert, können nun mittels Zertifikat in das neue Geschäftsmodell investieren. Zusammen mit EFG Financial Products, einem Anbieter von strukturierten Produkten, hat die deutsche Structured Solutions AG den»solactive Cloud-Computing Performance Index«entwickelt. Der Index soll die Wertentwicklung von Unternehmen abbilden, die einen signifikanten Teil ihrer Geschäftstätigkeit in der Wertschöpfungskette des Cloud-Computing-Bereichs haben. Dazu zählen die Hersteller von Netzwerk- und IT-Infrastrukturlösungen, die Betreiber und Anbieter von Cloud-Computing-Lösungen sowie die Profiteure und Anwender dieser Technologie. Aktuell enthält das Börsenbarometer 15 Firmen, allesamt aus den USA: ACME Packet, Ariba, Citrix, Commvault Systems, EMC, Informatica Corp., Netsuite, Rackspace Hosting, Red Hat, Rightnow Technologies, Riverbed Technology, SuccessFactors, Teradata und VMware. Der Index wird halbjährlich angepasst, die Firmen werden gemäß ihrem Börsenwert gewichtet und müssen eine Marktkapitalisierung von mindestens 250 Millionen US-Dollar haben. Das Indexzertifikat (ISIN: CH ) von EFG deckt die Wertentwicklung des Index eins zu eins ab. Das Produkt kann börsentäglich gehandelt werden, der Spread lag zuletzt bei 0,60 Prozent. Die Verwaltungsgebühr beträgt 1,2 Prozent pro Jahr, die Laufzeit ist unbegrenzt. Das Zertifikat wurde am 11. April 2011 aufgelegt. Bis Redaktionsschluss zu diesem Beitrag lag es 24,4 Prozent im Plus. Kleines Manko: Das Zertifikat ist nicht währungsgesichert, die Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses spukt deshalb in die Performance etwas mit hinein. (eh) sollte sich Firmen allerdings wirklich genau überlegen. Die Public-Cloud hingegen ist ein offenes Netzwerk. Es handelt sich hierbei um internetbasierte Rechenleistung, Speicher oder auch Anwendungen. Oft stellt dabei ein IT-Dienstleister Funktionen einer breiten Masse zur Verfügung, zum Beispiel Speicherplatz bei Amazon oder anderen. Umsatzpotenzial im Business-Bereich 24 Prozent im Plus: Die Entwicklung des Cloud- Zertifikats seit Auflegung Quelle: finanzen.net Der Endanwender nutzt die Dienste nur und muss sich weder um Verwaltung noch Wartung kümmern. Die Basis für diese Bezahldienste ist in den meisten Fällen eine virtualisierte IT-Umgebung, die den häufig wechselnden Ansprüchen der Kunden gerecht werden kann und somit auch Service-Level-Agreements (SLAs) erfüllt. Zugriff wird über sichere Verbindungen wie ein VPN (Virtual Private Network) gewährleistet. Allerdings muss sich der IT-Entscheider darüber im Klaren sein, dass solche Netzwerke durchaus eine Zielscheibe für Angriffe unerwünschter Personen darstellt. Jede öffentliche Leitung ist angreifbar. Hier müssen die Cloud- Nutzer die Sicherheitsparameter sehr genau abstecken. Die hybride Cloud wiederum ist eine Kombination von privater und öffentlicher (public) Cloud. Dabei können private Netze Unternehmensnetzwerke sein (Intranet), und das öffentliche umschreibt meist das Internet bzw. frei zugängliche Netzwerke. Eine Verschmelzung beider Clouds bringt flexiblere und sichere Nutzung mit sich. Denn die private Cloud wird nur soweit zugänglich gemacht, wie es die Sicherheitsstandards der Firma zulassen, während die Dienste der öffentlichen Cloud voll genutzt werden können. Verschiedene Wolkenbilder zeichnen sich ab In den letzten Jahren haben sich drei Wolkenbilder abgezeichnet, die den unterschiedlichen Einsatz der jeweiligen Cloud definieren. Unternehmen können sich für die»private Cloud«, die»public Cloud«und die»hybride Cloud«entscheiden. Die private Cloud beschreibt virtualisiertes Rechnen und Speichern sowie das Verteilen der Daten oder Rechnerlast innerhalb eines Unternehmensnetzwerkes bzw. eines nach außen geschlossenen Netzwerks. Dabei ist es unerheblich, wie viele Standorte diese Cloud umfasst. Ziel ist es, selbst innerhalb des Unternehmens die IT als interne Dienstleistung zu betrachten, die entsprechend besser aufgeteilt und, wenn an Dritte vergeben, abgerechnet werden kann. Die physischen Limitierungen, die NAS oder auch SAN haben, sollen dabei wegfallen. Die private Cloud ist ein übergreifender Abstraktionslayer, auf dem alle Funktionen gleichermaßen genutzt werden können, ohne dabei die Hardware berücksichtigen zu müssen. Verwaltung und Wartung muss das Unternehmen jedoch selbst übernehmen. Hier wäre sicher auch die Nutzung einer privaten Cloud über einen Provider denkbar; das hieße aber auch, einer weiteren Instanz Zugang und Einblick Geschäftsinternas zu geben. storage-magazin.de Das Zwischen Vorteilen und realen Risiken Zu den von den Herstellern versprochenen Vorteilen gehören unter anderem enorm hohe Rechenleistungen für extrem schnelle Ergebnisse, Ausfallsicherheit (bei Serverausfall wechselt die Belastung automatisch auf ein anderes System), freie interne IT-Ressourcen und Personal für weitere Projekte sowie reduzierte Kosten,

7 Cloud-Computing Grundlagen & Praxis 7 da weniger für eigene Lösungen finanziert werden muss. Darüber hinaus können nun auch Startups und kleinere Unternehmen große Aufträge annehmen, ohne permanent in IT-Ressourcen investieren zu müssen. Außerdem sollen wirklich je nach Bedarf die jeweiligen Ressourcen verfügbar sein, egal an welchem Standort und zu welcher Zeit. Dem stehen aber nach wie vor reale Risiken gegenüber: Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Aspekte. Zunächst fällt einem natürlich die Verbindungssicherheit ein, insbesondere für öffentliche Clouds wichtig. ITler müssen sich bei allen Verschlüsselungs-Technologien und Abschottungs- Mechanismen darüber im Klaren sein, dass öffentliche Leitungen immer in irgendeiner Form angreifbar sind. Hier gilt es, sich detailliert zu informieren, was der Provider an Sicherheitsfunktionen bietet und was im Falle eines Hackangriffs oder niemand mag es hoffen Datendiebstahls passiert. Compliance genau bedenken Ein weiterer Sicherheitsfaktor sind von der Firma einzuhaltende SLAs und Compliance-Regeln. Hier muss klar sein, wer wofür zuständig und im Zweifel haftbar ist. Ganz wichtig sind rechtliche Vorgaben, die das Cloud nutzende Unternehmen beachten muss. Dementsprechend sollten die SLAs mit dem Provider abgesprochen sein. Es ist eigentlich überflüssig zu sagen, dass dies die höchste Priorität hat, denn niemand möchte bei einem Daten-Desaster in den Schlagzeilen stehen, und noch weniger Geld- und Image- Wer die Wolke nicht braucht Verlust hinnehmen müssen. Dies verdeutlicht, dass die Entscheidung zur Cloud nicht nur auf einer Etage gefällt werden darf, sondern vielmehr alle Abteilungen einbezogen werden müssen. Nicht zuletzt dürfen Unternehmen die Prüfmechanismen nicht vergessen, mit denen sich die oben genannten Sicherheitsaspekte überwachen lassen. Vertrauen ist gut, Kontrolle viel besser. Natürlich möchte sich der Cloud-Nutzer auf den jeweiligen Provider verlassen, aber er darf den Anbieter nicht völlig blindlings laufen lassen und hinterher erschreckt feststellen, dass abgesprochene Kriterien nicht eingehalten wurden. Hier sei jeder zur Selbstdisziplin ermahnt. Ein besonders prekärer Fall ereignete sich Hier standen über einen längeren Zeitraum höchst vertrauliche Patienteninformationen psychisch kranker Menschen für jeden verfügbar und herunterladbar im Netz. Im Nachhinein konnte niemand mehr genau sagen, wie lange dies der Fall war. Um so etwas gar nicht erst passieren zu lassen, benötigt jeder sorgfältig abgesteckte SLAs vom Provider und eben eigen initiierte Prüfinstanzen, regelmäßig versteht sich. Es sollte sich jeder Cloud-Interessierte fragen, ob er Cloud-Dienste derzeit wirklich benötigt. Es gibt eindeutig Anwender und Anwendungen, die die Wolke nicht brauchen. Das mag sich über die Zeit ändern, aber bei zahlreichen Unternehmen würde Cloud-IT derzeit übers Ziel hinausschießen. Eigentlich kann man Organisationen mit klaren und vielfältigen Compliance-Auflagen nur von der Cloud, zumindest aber definitiv von der Public- oder hybriden Cloud abraten. Ebenso Unternehmen mit geringem Datendurchsatz, fest stehenden und überschaubar wachsenden Anforderungen, die mit geringem IT-Aufwand zurechtkommen, brauchen keine Wolkenkuckucksheime. Alt eingesessene Betriebe, die bislang nur einen geringen Teil an Digitalisierung oder keine Online-Geschäftsprozesse betreiben, zählen auch dazu. Darüber hinaus gibt es auch Firmen, denen auferlegt wird, ihre eigene IT zu betreiben; für die käme höchstens eine eigene private Cloud in Frage. Drittangebote sind hier auszuschließen. Ebenso ist davon abzuraten, wenn sich der Endkunde nicht von einem Anbieter abhängig machen möchte. Zwar gibt es zahlreiche Angebote unterschiedlicher Hersteller oder Provider. Eine gute und sinnvolle Zusammenführung einzelner Komponenten im Sinne einzelner Anbieter ist derzeit aber nicht wirklich am Markt verfügbar. Wer Cloud spricht, kauft meist von einem Unternehmen. Nutzer, die dies nicht wollen, müssen sich also in Sachen Cloud noch eine Weile zurück halten. Cloud-Ökosystem Cloud-Bereiche und Anzahl Anbieter (Stand November 2011) Cloud-Development 24 Cloud-Security 13 Cloud-Infrastructure 25 Cloud-Storage/Hosting 72 Cloud-Management/Tools 27 Cloud-Platform 33 Cloud-Consulting 18 Software-as-a-Service 61 Hürden bedenken Abgesehen von den Gefahren und zu beachtenden Risiken dürfen auch eventuelle Hürden und potenzielle künftige Probleme bei der Cloud-Umsetzung nicht außer Acht gelassen werden. Eine mögliche Hürde auf dem Weg zur Umsetzung könnten durchaus traditionelle IT-Abläufe oder gar die eigene IT-Abteilung sein. Hier sollte das jeweilige Management mit Fingerspitzengefühl herangehen, denn kein IT-Team lässt sich gern Kompetenzen streitig machen. Die Vorteile des Cloud-Konzeptes für das gesamte Unternehmen müssen überwiegen und überzeugen auch und gerade EDV-Verantwortliche. Darüber hinaus darf die Entscheidungsebene nicht vergessen, dass mit Cloud-Szenarien auch potenzielle Probleme auftreten, die vorher nicht so drängend waren. So wird es gerade bei öffentlichen und hybriden Clouds ein starkes Datenwachstum geben, das nicht mehr nur aus rein geschäftlichen Informationen besteht. Da muss dann geklärt werden, was in Sicherungsprozesse fällt und wer Zugriff auf welche Informationen hat. Zudem sollten die Besitzverhältnisse klar sein: Wem gehört die Information, die am Standort XYZ liegt, und wer ist bei Verlust oder Fehler dafür verantwortlich? Nicht zuletzt könnte sich das Netzwerk selbst als Flaschenhals entpuppen, wenn mit einem Schlag sehr viel mehr Daten zugreifbar sein müssen. Wie viel die eigenen und öffentlich genutzten Leitungen an Bandbreite hergeben oder inwiefern diese skalierbar sind, sollten EDV-Verantwortliche auf jeden Fall mit auf die To-do- Liste setzen. Fazit Im Grunde genommen gilt: Die Cloud ist ähnlich wie Twitter und Facebook. Es kann von tausenden, ja Millionen Menschen verwendet werden. Wem es wirklich nutzt und wer wirklich sinnvollen Mehrwert daraus zieht, zeigt sich meist erst in der Praxis oder nach vernünftigen Abwägungen. Wer Risiken und Gefahren gegen Nutzen gestellt hat, kann dann sicher ruhigen Gewissens entscheiden, ob er die storage-magazin.de Tür zur Wolkenwelt aufstößt. K

8 8 Grundlagen & Praxis Cloud-Computing Herausforderungen für Administratoren: Datensicherheit und Compliance Cloud-Computing Vor- und Nachteile Cloud-Computing ist nach wie vor der Hype des Speichermarktes. Viele Angebote und noch immer unklare Definitionen lassen Anwender zögerlich reagieren. Dabei wird der Ansatz im privaten Umfeld und in kleinen Büros oft bereits genutzt. Sicherheit, Service-Level und Zuverlässigkeit sind entscheidende Kriterien für Pro oder Kontra. Rechenzentrum für Cloud-Anforderungen Ulrike Rieß, Nach wie vor gehen Hersteller, Integratoren und Berater mit dem Begriff Cloud bzw. Cloud-Computing hausieren. Es scheint fast so, dass jeder dabei sein muss, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Derzeit gibt es drei Ansätze, das Konzept Cloud umzusetzen. Unternehmen sollten auf jeden Fall prüfen, ob und wie sie davon profitieren können. Die Rechnerwolke ist per se keine konkrete technische Lösung, sondern eher eine neue Herangehensweise an die Themen Produktion, Verwaltung und Last- verteilung. Hierbei werden einzelne Dienste, also Rechnen, Speichern oder Vernetzen, nicht mehr lokal vom Anwender betrieben, sondern von storage-magazin.de entsprechenden Anbietern bereitgestellt. Diese können über ein öffentliches Netzwerk erreicht werden, der Zugriff auf die einzelnen Anwendungen erfolgt üblicherweise über Webbrowser oder spezielle Client-Software. Konzept unterfüttert mit neuer Technik Konzeptionell geht die Wolke damit über die bisherigen Ansätze von Software-asa-Service (SaaS) und Virtualisierung unterschiedlicher Schichten wie Speicher und Rechner hinaus. Es geht hier nicht mehr um die Abstrahierung einzelner Bereiche der EDV, sondern die Verfügbarkeit vollständiger Lösungsblöcke, deren Nutzung je nach Auslastung bzw. Gebrauch abgerechnet wird. Diese Lösungsblöcke Bild: Strato sollen je nach Bedarf an Bandbreite, Rechenleistung und Speicherplatz automatisch skalieren und in Zukunft auch zwischen unterschiedlichen Anbietern aus tauschbar sein. Derzeit bestehen keine konkreten Ansätze zur Definition einer Cloud-Architektur. Es herrscht jedoch weitgehend Einigkeit darüber, diese in die drei Schichten Infrastruktur, Plattform und Anwendung einzuteilen. Die Infrastruktur besteht aus den grundsätzlichen (Hardware-)Komponenten der Wolke: Netzwerken, Rechnern und Speichersystemen. Auf den Rechnern werden Betriebssysteme als Plattformen bereitgestellt, auf denen sich dann entweder vorgefertigte Anwendungen nutzen oder eigene Applikationen erstellen und installieren lassen. In diesem Bereich soll die Cloud wie SaaS funktionieren. Die Effizienz der Wolke wird grundsätzlich durch relativ neue und nun funktionierende Techniken möglich. Dazu zählt vor allem die Abstraktionsschicht der Virtualisierung, der eine flächendeckende Ressourcen-Verteilung erst möglich macht. Hinzu kommen Thin-Provisioning (in Kombination mit Zero Space Reclaim), Daten-Deduplizierung, Storage-Tiering und Replikation. Mittels solcher Lösungen ist die Hardware hoch auslastbar und optimal nutzbar. Unterschiedliche Ansätze des Cloud-Computing Momentan unterscheidet man drei unterschiedliche Wolken. Eine»Private Cloud«wird im selben Unternehmen be-

9 Cloud-Computing Grundlagen & Praxis 9 doppelten Boden für ihre IT und ihre gesetzlichen Zuständigkeiten. Komplettes Rechenzentrum in einem Container trieben, aus dem auch ihre Anwender kommen. Hierdurch relativieren sich alle Bedenken, die im Hinblick auf die sichere Übertragung, Speicherung und Verarbeitung von sensiblen Daten in externen Rechenzentren aufkommen könnten. Eine Private-Cloud kann auf Abteilungsebene (»Departmental Cloud«) oder für das gesamte Unternehmen betrieben werden (»Enterprise Cloud«). Wesentlich komplexer ist das Thema Sicherheit bei der»public Cloud«, also einem öffentlich zugänglichen System. Hier können Anbieter und Nutzer entweder vor dem eigentlichen Betrieb dessen Bedingungen aushandeln und noch dazu dafür sorgen, dass alle Beteiligten alle Konditionen kennen (»Exclusive Cloud«). Oder der Anbieter stellt seine Ressourcen vollständig öffentlich zur Verfügung und definiert von seiner Seite aus Service-Level-Agreements (SLAs), denen sich die Nutzer dann anschließen können (»Open Cloud«). Um Leistungsspitzen zu bewältigen oder die Kontinuität des Betriebs zu gewährleisten lassen sich Private- und Public-Cloud auch kombinieren, vorzugsweise mit Schnittstellen derselben Definition. So ist ein Nutzer in der Lage, bei Bedarf nach mehr Rechenleistung, mehr Kapazität oder bei Ausfall seiner eigenen Systeme den Betrieb außerhalb seines eigenen Rechenzentrums weiterzuführen. Hierfür steht der Begriff»Hybrid Cloud«. Vorteile der Wolke Durch die bessere Verteilung von Lasten auf die vorhandenen Systeme ermöglicht Cloud-Computing ebenso wie die»einfache«virtualisierung teilweise erhebliche Kostenreduzierung in der Datenverarbeitung. Einzelne Server müssen nicht mehr übertrieben leistungsfähig sein, alle vorhandenen Systeme beteiligen sich an allen anstehenden Aufgaben. Durch die Nutzung von Public-Clouds lassen sich gar die gesamten Hardware-Kosten für einzelne Anwendungen vermeiden. Herausforderung der Wolke Das grundsätzliche Problem bei der Nutzung öffentlicher Ressourcen ist nach wie vor die Abschottung des Datentransfers über Internet-Leitungen. Zwar gibt es viele Entwicklungen unter Nutzung von TLS-, SSL- und weiteren Verschlüsselungsmethoden, jedoch bestehen auch hier immer noch berechtigte Bedenken. Aber nicht nur der Transport, sondern auch die Verarbeitung und Speicherung der persönlichen oder Firmendaten muss verlässlich abgeschottet sein. Zwar existieren Ansätze zur Verteilung von Daten auf unterschiedliche Ressourcen ohne Möglichkeit, Rückschlüsse auf die Produktionsdaten zu ziehen, jedoch gibt es in diesem Bereich immer noch erhebliche Leistungsprobleme. Megaaspekt Sicherheit Das Thema Sicherheit ist mit Abstand das Wichtigste, wenn es um die Umsetzung insbesondere der public Cloud geht. Zugriffsrechte, Überwachung und nachvollziehbare Dokumentation der Aktionen sollten vorhanden sein, um das Einmischen unerwünschter Personen zu verhindern. Darüber hinaus sind Service- Level-Agreements sinnvoll, die das Cloud-suchende Unternehmen mit seinem Anbieter aushandeln kann. Muss der IT-Manager zudem auf SLAs achten, die wiederum durch Dritte zu leisten sind, dann muss hier mit doppelter Vorsicht herangegangen werden. Kann ein Unternehmen seine SLAs nicht einhalten, weil der Cloud-Provider seinerseits diese nicht gewährleisten kann, so könnte es trotzdem sein, dass das Unternehmen dafür haftbar gemacht wird. EDV- Verantwortliche brauchen hier Netz mit Bild: Emerson Knackpunkt Netzwerk Ebenso kann das Netzwerk zum Knackpunkt werden, wenn die Datenmengen, trotz Daten-Deduplizierung, auf einmal um ein Vielfaches ansteigen und schnell an mehrere Geräte bzw. Standorte gleichzeitig verteilt werden müssen. Je nach vorhandener Leitung, kann die Performance hier in Knie gehen. Es gibt spezielle Anbieter, die im Umfeld von Cloud und Big Data entsprechende Lösungen anbieten, die die Netzwerkleistung optimieren bzw. die Workload optimal verteilen. Teragate ist beispielsweise ein solcher Anbieter, der gerade in Cloud-Umgebungen für optimierte Netzwerke sorgt. Zudem stehen rechtliche Aspekte gegen Cloud-Computing. Ein entsprechender Dienstleister kann nicht genau sagen, welcher Teil einer Datei sich gerade wo befindet. Allerdings könnten sich die genutzten Ressourcen außerhalb des eigenen Rechtsraumes befinden. Dem stehen die Paragraphen 9 und 11 sowie die Anlage 1 zum BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) mit ihren Vorschriften zur Auftragsdatenverarbeitung und zur Übertragung personenbezogener Daten entgegen. Unternehmen, die also Compliance-Vorgaben erfüllen müssen, sollten diese Bereiche vollständig wolkenfrei, zumindest aber fern der öffentlichen Cloud halten. Fazit: Wolke nach Maß Welches Konzept im eigenen Unternehmen am besten greift, kann nur den internen Anforderungen entsprechend entschieden werden. Abgesehen von einer gewissen Skepsis der Sicherheit wegen bieten ausgelagerte Dienstleistungen höchste Flexibilität bei guter Kostenkontrolle. Jeder IT-Entscheider muss aber abwägen, wie viel seiner internen IT-Prozesse und somit Daten er wirklich gewillt ist außer Haus zu geben. Trotzdem lässt sich bei den Angeboten für fast jeden Service und jedes Budget etwas finden und anpassen. Auch Skalieren, Lizenzerweiterungen und Software- Aktualisierungen zerren dann weniger an den Nerven des EDV-Verantwortlichen, dafür aber sicher am Geldbeutel. Diese Anpassungsfähigkeit bei gleichzeitigem Überblick über die Finanzen sind sicher die größten Vorteile der neuen Wolken-Welt. storage-magazin.de K

10 10 Advertorial Cloud-Computing Entscheidung für Cloud-Computing ist meist eher juristischer Natur Cloud-Computing ist in Deutschland rechtlich möglich Wegen der undurchsichtigen Rechtslage im Datenschutz sind viele Entscheider verunsichert, ob sie die Vorteile von Cloud-Computing in Deutschland überhaupt nutzen dürfen. Die gute Nachricht: Es gibt durchaus Möglichkeiten, die Vorteile von Cloud-Computing zu nutzen, ohne sich in eine rechtliche Grauzone zu manövrieren. Matthias Schorer, VMware Neben der deutschen Vorsichtigkeit ist sicher auch unser komplexes Datenschutzgesetz (BDSG) daran schuld, dass sich Cloud-Computing in Deutschland nur langsam durchsetzt. Gerade erst haben die deutschen Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder eine Orientierungshilfe zu wichtigen Fragen des Cloud-Computings verabschiedet. Darin wird eingeräumt, dass es zwar für deutsche Unternehmen zulässig ist, Cloud-Services von US-Anbietern zu nutzen, die Anforderungen, unter denen dies erlaubt ist, sind jedoch sehr hoch. Der Cloud-Vertrag sollte ausdrücklich vorsehen, personenbezogene Daten ausschließlich in Rechenzentren innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums zu verarbeiten. Der Cloud-Anbieter muss sich zudem zwingend der Geltung des EU-Rechts unterwerfen. Cloud-Anbieter aus den USA müssen sich gegenüber dem US-Handelsministerium zur Einhaltung der Safe-Harbor-Grundsätze verpflichten und zur Kooperation mit europäischen Datenschutzbehörden bereit sein. Zwischen dem US-Cloud-Anbieter und dem deutschen Unternehmenskunden muss weiterhin eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung nach deutschem Datenschutzrecht geschlossen werden. Die Entscheidung für oder gegen Cloud-Computing in Deutschland ist also weniger technischer als vielmehr juristischer Natur. Zu gute etablierte Rechenzentrumsinfrastrukturen Wir haben uns bei VMware die Frage storage-magazin.de gestellt welche weitere Faktoren neben der unklaren Gesetzeslage die Adaption der Cloud-Computing-Technologie in den westlichen Industrienationen so langsam voranschreiten lassen, obwohl sie doch Kostensenkung und gesteigerte Agilität verspricht. Unserer Meinung nach gibt es hierfür folgende wesentliche Gründe: Im Gegensatz zu Firmen in den BRIC- Ländern haben unsere Kunden in Deutschland eine seit vielen Jahren etablierte RZ-Infrastruktur, in die immense Investitionen geflossen sind. Man kann diese nicht einfach abschalten und alles in einer Public-Cloud betreiben. Nicht zuletzt geht es hierbei auch um das bei den Mitarbeitern aufgebaute Know-how und um deren Arbeitsplätze in der IT. Nach wie vor gibt es für die Nutzung von öffentlichen Cloud-Angeboten unbeantwortete Fragen bezüglich Compliance, Sicherheit und Kontrolle. Vor allem Cloud-Services von amerikanischen Anbietern haben in letzter Zeit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, denn dem amerikanischen Staat ist es durch den Patriot Act erlaubt, auch dann auf die Daten zuzugreifen, wenn die Cloud-Systeme in Europa gehostet werden. Public-Clouds vs. Outsourcing Trotz dieser Faktoren bieten öffentliche Cloud-Angebote viele Anreize, die sie für das Business interessant machen. Ohne Zweifel sind dies die nutzungsabhängige Abrechnung, die günstigen Preise und die Möglichkeit der Selbstbedienung für den Abruf von Cloud-Services. Demgegenüber stehen aber zu Recht die Ansprüche der IT bezüglich Compliance und Sicherheit und die Angst vor Kontrollverlust. Genau hier verspricht aber das Public- Cloud-Paradigma Abhilfe. Denn im Gegensatz zum Outsourcing bleiben Kontrolle und Know-how für den Betrieb und die Weiterentwicklung beim Nutzer des Cloud-Dienstes. Lediglich die Rechenleistung oder die Plattform wird von dem Cloud-Anbieter bezogen. Investitionen in Infrastruktur werden dadurch minimiert, und es fallen fast nur noch Betriebskosten an. Das Beste aus beiden Welten vereinen Kunden, die Vmware-Virtualisierung einsetzen, können Investitionskosten um bis zu 60 Prozent, Betriebskosten um 30 Prozent und den Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent minimieren. Sie schaffen sich hierdurch aber vor allem eine wichtige Basis für das Cloud-Computing. Denn ohne die Zusammenfassung von vielen einzelnen Computerressourcen zu einem großen virtuellen Pool ist Cloud-Computing nicht möglich. Mit den Lösungen im aktuellen»vsphere 5«-Portfolio bringen wir nun die restlichen Eigenschaften der Public-Cloud Selbstbedienung, Automation, Elastizität und nutzungsbasierte Abrechnung in existierende Rechenzentren. Wir ermöglichen es unseren Kunden somit, basierend auf bereits existierenden Investitionen in Vmware-Technologie, eine Private-Cloud zu bauen. Die Kontrolle bleibt im eigenen Rechenzentrum, und bestehende Datenschutzmaßnahmen reichen nach wie vor aus. Auf der anderen Seite wird es schwierig sein, nur durch die Etablierung einer Private-Cloud noch mehr Kosten einzusparen. Eine Studie von McKinsey belegt, dass erst durch die Verbindung der Private-Cloud mit der Public-Cloud, also der

11 Cloud-Computing Advertorial 11 Bau einer sogenannten Hybrid-Cloud, Kosten weiter optimiert werden können. Ökosystem aus Serviceprovidern Aber unter welchen Umständen würden unsere Kunden sich wegen der bereits angesprochenen Vorbehalte für dieses Modell entscheiden? Unsere Antwort auf diese Frage ist sehr einfach: Zusammen mit bekannten Serviceprovidern haben wir ein vertrauenswürdiges Cloud-Ökosystem geschaffen. Aus diesem Ökosystem können unsere Kunden Public-Cloud- Leistungen sowohl weltweit als auch dediziert aus Europa, vor allem aber lokal aus Deutschland beziehen. So kann jeder Betreiber einer Private-Cloud entscheiden, welcher Public-Cloud-Anbieter für den Bau seiner Hybrid-Cloud am besten geeignet ist. Und wie man es von einem solchen Ökosystem erwartet, sind die angebotenen Public-Cloud-Services vollkommen kompatibel. Die Verbindung der Clouds und das Verschieben von Workload in die Public-Cloud, aber auch der Transfer zurück in die Private-Cloud, oder alternativ zu einem anderen Cloud-Provider, wird durch die Standardisierung auf den»vmware vcloud Stack«möglich. Dies bestätigt auch Gartner mit der Aussage, dass»vmware vclouddirector«bis 2015 der Standard für Interoperabilität in der Cloud sein wird. So verbindet sich eine Private- und eine Public-Cloud zu einer Enterprise-Hybrid-Cloud Hybrid-Cloud für Test & Entwicklung Der Hybrid-Cloud-Ansatz spielt seine Stärken beispielsweise im Bereich von Test und Entwicklung aus. Tatsächlich ist es oft die fehlende Verfügbarkeit von Testund Entwicklungssystemen, die zu Projektverzögerungen führt. Denn da diese Systeme nie für die Produktion genutzt werden, wird bei deren Beschaffung gerne gespart. Und gerade weil es so schwierig ist, ein physikalisches Testsystem zu bekommen, werden viele Entwickler Mittel und Wege finden, Ressourcen zu horten. Dies wiederum führt dann zu einer»wundersamen«server-vermehrung und somit zu Mehrkosten. Noch schlimmer aber ist es, wenn Entwickler sich benötigte Ressourcen über externe Clouds beschaffen, wie zum Beispiel Amazon EC2. Denn dadurch wird nicht nur jegliche IT-Kontrolle ausgehebelt, sondern es entstehen auch Sicherheits- und Compliance-Probleme. Es liegen jetzt nicht nur Firmengeheimnisse in einer externen Cloud in den USA, sondern womöglich auch personenbezogene Daten, was definitiv einen Verstoß gegen die deutschen Datenschutzrichtlinien darstellt, außer die personenbezogenen Daten sind anonymisiert. Horrorszenario: Mitarbeiter nimmt gehostete Daten mit Die nächste Frage, die sich stellt, ist, was mit den Daten passiert, wenn der Mitarbeiter, der den Server zum Beispiel bei Amazon geordert hat, das Unternehmen verlässt? Da die IT-Abteilung keinerlei Kontrolle über den Server hat, kann der Mitarbeiter alle Daten mitnehmen. Ein Horrorszenario für jeden Datenschutzbeauftragten! Im Gegensatz hierzu bietet eine Hybrid- Cloud, die in einem»vcloud«-powered Rechenzentrum betrieben wird, der IT- Abteilung alle Sicherheits- und Kontrollmechanismen, die auch für die private Cloud im eigenen Rechenzentrum gelten. Die IT-Abteilung entscheidet, welche Nutzer Zugriff haben und welchen der Zugriff wieder entzogen werden soll. Sicherer durch Hybrid-Cloud Der Spielehersteller SEGA hat durch die Nutzung einer Hybrid-Cloud auf Basis der Vmware-Technologie die Sicherheit sogar deutlich erhöhen können. Vor der Implementierung musste SEGA externen Spieletestern mittels VPN Zugriff auf interne Ressourcen geben, wenn neue, zu testende Spiele auf Servern im Firmennetzwerk lagen. Zur Lösung dieses Problems implementierte ein Vmware Professonal Service Team für SEGA zunächst eine Private- Cloud, um die Bereitstellung von Entwicklungs- und Testsystemen zu beschleunigen. In einem zweiten Schritt wurde diese Private-Cloud dann mit der Public- Cloud aus dem Vcloud-Datacenter der Colt Telecom verbunden. Diese Lösung ermöglicht es SEGA nicht nur, schnell zusätzlich benötigte Ressourcen für Spitzenlastzeiten aus der Public-Cloud zu beziehen, sondern auch einen speziellen Testbereich für externe Tester zu schaffen. Diese benötigen nun keinen Zugriff auf das interne Netzwerk mehr, sondern arbeiten nur noch auf Systemen in der Public-Cloud. Nach Abschluss der Tests werden diese Systeme einfach wieder dekommissioniert und der Zugriff entsprechend gesperrt. Dies alles erfolgt zentral durch die IT-Abteilung von SEGA ohne Interaktion mit Colt. Fazit Cloud-Computing ist in Deutschland unter Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen möglich. Vmware-Lösungen und Services für Private-Clouds und das Vcloud-Ökosystem mit deutschen Partnern helfen unseren Kunden, die für sie optimale Cloud-Lösung zu schaffen. K Weitere Informationen VMware Global, Inc. Zweigniederlassung Deutschland Freisinger Str Unterschleißheim/Lohhof Tel: +49 (0) Fax: +49 (0) storage-magazin.de Bild: VMware

12 12 Advertorial Cloud-Computing Storage-Hypervisoren sind über Hardware-Generationen hinweg einsetzbar Mit Storage-Hypervisor in die Private-Cloud Die private Cloud mit virtuellen Servern, Applikationen und Desktops soll die Rechendienste im Unternehmen zentraler und flexibler machen. Solche Konzepte zur Hardware- Konsolidierung gehen aber langfristig nur dann auf, wenn auch für den benötigten Storage eine strategische Lösung gefunden wird. Einen Lösungsansatz liefert der Storage-Hypervisor»SANsymphony-V«von Datacore Software. Christian Marczinke, Datacore Software Ein Storage-Hypervisor ist eine universelle Virtualisierungs-Software für Storage und konsolidiert angeschlossene Kapazitäten in einem virtuellen zentralen Speicher-Pool, unabhängig von Hersteller oder Technologie. Er beseitigt die Inkompatibilitäten spezifischer Storage- Controller und Funktionsbeschränkungen herstellerspezifischer Firmware und Administrationstools. Stattdessen werden die Speichermanagement-Funktionalitäten für die Speicherbereitstellung, Datensicherung, Replikation und Spiegelung sowie Caching auf sämtliche Hardware angewendet. Der Storage-Hypervisor integriert iscsi- und FC-Ressourcen, unterstützt neben HDD-Technologien auch Solid- State-Drives (SSD) und nutzt in jüngsten Generationen auch NAS-Appliances, wodurch einfach Hochverfügbarkeitslösungen für Shared-File-Cluster für CIFS- und NFS-Hosts implementiert werden können. Universelle Storage-Hypervisoren, wie»sansymphony-v«von DataCore Software, sind als Appliance oder als reine Software verfügbar, die auf x86-standardservern oder auf virtuellen Maschinen installiert werden. Durch den reinen Software-Ansatz sind sie in der Ausstattung der Server in punkto Leistung und Kapazität skalierbar und über Hardware- Generationen hinweg einsetzbar. Die ansonsten im proprietären Storage- Controller sitzende Intelligenz wird durch einen Storage-Hypervisor netzwerkweit verfügbar. Sansymphony-V als eine der ausgereiftesten Universallösungen mit Datacore auf der CeBIT Datacore Software finden Sie auf der CeBIT 2012 im»virtualisation & Storage Forum«, Halle 2, Stand A40. diesem Ansatz leistet geräte- und plattformunabhängig das zentrale Management für die virtuelle Storage-Infrastruktur, virtuelles Disk-Pooling, automatisiertes Provisioning einzelner vdisks, Prozessautomation (Script gesteuerte Abläufe), synchrone Spiegelung (Hochverfügbarkeit), asynchrone und bi-direktionale Replikation, (Disaster Recovery), Storage-Hypervisor auch als Appliance Basisfunktionen zur Speichervirtuali sierung sind heute in nahezu allen Speichersubsystemen integriert, auch die Server- Hypervisoren von VMware, Citrix, Microsoft und Co integrieren partiell Speicherfunktionen. Der Storage-Hypervisor fungiert jedoch universeller und bietet in heterogen wachsenden privaten storage-magazin.de Clouds höhere Investitionssicherheit. So managed der Storage-Hypervisor»SANsymphony-V«die Storage-Geräte für die physischen und virtuellen Server Bild: DataCore Software

13 Cloud-Computing Advertorial 13 Bild: Datacore Software Datacore»SANsymphony-V Snapshots (Datensicherung), Continuous- Data-Protection (CDP) für kontinuierliche Datensicherung sowie Thin-Provisioning und Auto-Tiering. Gerade im Verbund sind die beiden letztgenannten Technologien der Schlüssel für einen effizienten Speicherbetrieb im Cloud-Rechenzentrum. Benötigte Hardware-Ausstattung Ein redundantes Hardware-Setup ist auch mit dem Einsatz eines Storage-Hypervisors wie Sansymphony-V für die Hochverfügbarkeit der Storage-Infrastruktur in der Cloud ein Muss. Dazu wird er auf zwei oder mehr physischen x86-maschinen unter»windows Server 2008 R2«installiert und mit der SAN-Fabric (iscsi oder FC) verbunden. Als Server eignen sich dafür unterschiedlichste Rechnertypen je nach E/A-Anforderung und Herstellerpräferenzen. Zu den Hardware-Anforderungen aktueller Lösungen gehören zwei Single-Core oder eine Dual-Core-CPU sowie ausreichend RAM, der für das Caching genutzt wird, und so die Performanz der Storage-Systeme erhöht. Die dedizierten Storage-Server bilden aus integrierten HDDs oder SSDs sowie angebunden Platten-Shelfs und Disk- Subsystemen den physischen Speicherpool. Der Storage-Hypervisor ermöglicht dabei nicht nur eine Mischung von Geräten unterschiedlicher Herkunft, sondern auch den Mischbetrieb mit SAS, SATA, FC und SSD. Aus dem Pool können nun virtuelle Kapazitäten mit unterschiedlichen Service-Leveln bereitgestellt werden. Thin Provisioning und Hochverfügbarkeit Da die Storage-Server direkt im I/O-Verkehr sitzen, bietet eine Managementplattform wie Sansymphony-V R8 von Datacore mit Zusatzfunktionen für die Datensicherheit einen zentralen Mehrwert. Diverse SAN-Managementwerkzeuge für die Verwaltung von Storage-Tiers, Service-Levels, Verfügbarkeit, Performance, Datensicherheit und Hochverfügbarkeit können zentral genutzt werden. Die Hochverfügbarkeit unter dem Storage-Hypervisor basiert auf Echtzeittechnologien bzw. einer synchronen Datenspiegelung zwischen zwei oder mehr Knoten. Jede virtuelle Disk verfügt über eine unabhängige Caching-Logik und kann wahlweise auch zusätzlich mit einem asynchronen Spiegel versehen sein. Der Speicherplatz wird dabei mittels Thin- Provisioning effizienter zugeteilt, so dass jede virtuelle Disk nur den Speicherplatz im physikalischen Festplattenpool belegt, der auch wirklich zur Datenhaltung benötigt wird. Jede einzelne virtuelle Disk bedient sich immer aller bereitgestellten Diskressourcen im Festplattenpool. Dies führt zu einem Performance-Anstieg durch die Möglichkeit, über alle verfügbaren Festplatten ein Striping zu erstellen. In geclusterten Systemen können dieselben virtuellen Festplatten mehreren Hosts zugewiesen sein, selbst wenn die Back- End-Festplatten nicht über mehrere Ports verfügen (und somit nicht gemeinsam nutzbar sind). Notfallsicherung und weitere Funktionen Neben der synchronen Spiegelung kann eine asynchrone Replikation über eine IP- Verbindung auf einen dritten Storage- Server eingerichtet werden. Über einen eingerichteten Buffer schreibt das aktive System dann Deltas, die noch nicht an den Remote-Server übertragen wurden. Für die bidirektionale Replikation muss auch auf dem Remote-Server ein entsprechender Buffer-Bereich eingerichtet werden. Die Replikationsrichtung lässt sich dabei im Betrieb jederzeit umkehren, sodass das Risiko von Datenverlusten minimiert wird. Der Storage-Hypervisor bietet darüber hinaus SAN-Funktionen, wie Snapshots und eine CDP-Funktion zur kontinuierlichen Datensicherung. Das Administrationstool liefert auch Informationen zu Gerätestatus und -leistung der Speicherinfrastrukturkomponenten sowie der angeschlossenen Serversysteme. Mit Sansymphony-V ist es möglich, CIFS- und NFS-Hosts mit dem Block-Level- Speicher zu verbinden, und diesen als hochverfügbares NAS-Ziel beispielsweise für Microsoft-Shared-Cluster zu nutzen. Dazu wird die synchrone Spiegelung des Storage-Hypervisors mit dem Failover- Cluster aus Microsoft Server 2008 R2 kombiniert. Effizienz durch geräteunabhängiges Auto-Tiering Eine wichtige Komponente für den effizienten Einsatz in der Cloud-Umgebung ist die Auto-Tiering-Funktion, da sie entsprechende Hot-Spots abfangen kann. Zahllose Spindeln mit entsprechendem Energiebedarf werden mit wenigen SSDoder PCI-Memory-Karten in den Storage- Servern ersetzt. Sie können angesichts ihres niedrigeren Lebenszyklus im laufenden Betrieb ausgewechselt werden, ohne das Gesamtsystem anzuhalten. Das System verschiebt nun je nach vdisk-priorität Hotspots in den High-I/O- Speicherbereich, Daten die unterhalb einer bestimmten Access-Rate liegen, werden in einen weniger performanten Bereich geschoben. Resultat ist eine extrem effiziente Speichernutzung, die vom Administrator händisch nicht eingerichtet werden könnte. Sansymphony-V integriert darüber hinaus ein Cloud-Array- Gateway, das die Ausweitung des Auto- Tierings über die Private- in die Public-Cloud ermöglicht, und eine automatische Auslagerung von unkritischen Daten zu Archivierungszwecken erleichtert. Fazit Sansymphony-V schafft eine flexible, zentrale Storage-Plattform, die in einer dynamischen Cloud-Umgebung zahlreiche Managementprozesse automatisiert. Ihre Skalierbarkeit und umfassende Funktionalität trägt zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit virtueller Infrastrukturen entscheidend bei, durch den reinen Software-Ansatz können sie zudem die Anschaffungs- und Betriebskosten für ein SAN beträchtlich senken. K Weitere Informationen Datacore Software GmbH Bahnhofstraße 18 D Unterföhring Tel: +49 (0) Fax: +49 (0) storage-magazin.de

14 14 Grundlagen & Praxis Cloud-Computing Umweltschutz im Rechenzentrum die Experton-Group-Prognose für 2012 Grünes RZ ist doch sexy Viele IT-Verantwortliche sind sich darüber im Klaren, dass sich Nachhaltigkeit durchaus wirtschaftlich auszahlen kann. Doch für Energiespar- bzw. Effizienzmaßnahmen im Cloud- Rechenzentrum muss ein solider Business-Case für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung her. Bild: APC by Schneider Electric Wolfgang Schwab, Experton Group Nachhaltigkeits-Initiativen sind allseits bekannt. Im Rahmen solcher Initiativen geht es in der IT-Abteilung um die Rückgewinnung, das Recycling, die Reduktion, Beseitigung, Wiederverwendung und Entsorgung von Produkten, die direkt oder indirekt im Rechenzentrum bzw. von anderen IT-Ressourcen verbraucht werden. Bei den meisten»grünen«investitionen in umweltfreundlichere Technologien, die die Betriebskosten senken sollen, ist allerdings auch nach wie vor eine Amortisierung innerhalb von höchstens einem Jahr gefordert, damit die benötigten Gelder auch wirklich bewilligt werden. Kürzere Aktualisierungszyklen werden dank Cloud-Trend mehr und mehr akzeptiert und in der ROI-Analyse entsprechend berücksichtigt werden. Durch die hohen Energiekosten steigt der Druck, die so genannte»power Usage Effectiveness«(PUE), den international anerkannten Messwert für die Energieeffizienz von Rechenzentren, zu verbessern und entsprechend mehr und mehr Server, Speichertechnologie und diverse Virtualisierungs-Technologien einzusetzen, die diesen Energieeffizienzwert erhöhen können. Effizienzstandards gewinnen zunehmend an Akzeptanz und werden von den meisten IT-Herstellern auch im Marketing entsprechend genutzt. storage-magazin.de TPW-Kennzahl wird zum»heiligen Gral«Für viele wird die Transaktion-pro-Watt- Kennzahl (TPW) zum»heiligen Gral«der Leistungsbewertung. Die Entwicklung eines vereinbarten und abgestimmten Standards und einer Methodik wird im Laufe des Jahres aber dennoch nur langsam vorangehen. Die Automatisierung und die Verwaltung von virtuellen Rechenzentrumsumgebungen werden zu Schlüsselfaktoren für die IT-Effizienz und -Effektivität, des Weiteren spielen das Energiemanagement für Server sowie die Drehzahlreduktion und das so genannte Auto-Tiering für Storage-Arrays eine Rolle, also das automatische Verschieben von Daten entsprechend ihrer Klassifizierung auf schnellere bzw. langsamere Speicherlaufwerke. So mancher IT-Entscheider treibt aggressiv den Aufbau eines neuen Rechenzentrums der nächsten Generation voran. Das Jahr 2012 wird ein Jahr der Rechenzentrumsmigrationen, und in den neuen Rechenzentren der nächsten Generation werden sich neue Effizienz- und Automatisierungs-Standards etablieren. Der Energiefluss und -verbrauch in einem typischen Rechenzentrum Umweltplanung wird zur Kernkompetenz Die Umweltplanung im Rechenzentrum entwickelt sich für die meisten Unternehmen im Jahr 2012 zu einer Kernkompetenz. Gebäudemanagement und Rechenzentrumsverwaltung werden zunehmend integriert aufeinander abgestimmt. Auch bei den Systemintegratoren werden die Themen Umweltplanung und Rechenzentrumsarchitektur groß geschrieben, ebenso das Outsourcing von Standard-IT-Funktionen ohne zusätzlichen Mehrwert an Offshore-Dienstleister; das betrifft insbesondere Helpdesk- und 1st-Level-IT-Support. Für die Modernisierung und Rationalisierung des Applikations-Portfolios wird 2012 mehr Geld bereitgestellt. Die integriert planenden Unternehmen gehen weniger reaktiv vor, um mit Änderungsmaßnahmen die PUE-Rate zu verbessern (angestrebt wird ein Wert zwischen 1,20 und 1,05). Vielmehr wird verstärkt eine eher langfristige Nachhaltigkeitsplanung und die Entwicklung von umweltfreundlichen Komponenten für das RZ der nächsten Generation verfolgt. Die 2011er Realität Die 2011er Einschätzung der Experton Group über die Umweltschutzmaßnahmen im Rechenzentrum gingen über das hinaus, was in der Realität tatsächlich erreicht wurde. IT- und Gebäudeverwaltung wurden zum Geldsparen durch Energiesparmaßnahmen angehalten, aber in den meisten Fällen spielte das Thema dann doch eine eher untergeordnete Rolle. Grüne Initiativen wurden in die Zukunft verschoben, wenn sie keine wirklich schnelle Amortisierung versprachen. Dennoch trug»grüne«technologie mit dazu bei, aufzuzeigen, wie Aktualisierungen und Upgrades in nicht einmal einem Jahr eine Rendite erwirtschaften können. In vielen Unternehmen wurden die Energiekosten in die Kosten-Nutzen-Analysen und die Auswahlkriterien mit einbezogen. Der PUE-Wert als wichtigstes Mess-Kriterium war nützlich bei der Verbesserung der Nicht-IT-Infrastrukturen. K

15

16 Olympus setzt sein Storage- Management mit Fujitsu in ein neues Bild»Mit ETERNUS DX bietet Fujitsu eine überzeugende Lösung für unsere hohen Ansprüche an Zuverlässigkeit, Performance und Wirtschaftlichkeit im Storage-Management.«Hartmut Hahn, General Manager Information Systems, Corporate Division, Olympus Olympus hat der Welt das erste Endoskop beschert, entwickelt wegweisende Kameratechnik und ermöglicht tiefgreifende Erkenntnisse mit führender Mikroskopie: Innovationskraft, die rund um den Globus stattliches Umsatzwachstum generiert und Petabytes von Daten produziert. Olympus lenkt den Strom dieser Daten mit Fujitsu in die Bahnen einer zuverlässigen und sicheren Speicherung. Altgediente Plattenspeicher wurden im laufenden Betrieb durch modernste ETERNUS Storage-Technologie von Fujitsu abgelöst. Olympus setzt damit neue Maßstäbe für ein Storage-Management, das sowohl aus dem Blickwinkel der Zuverlässigkeit als auch der Wirtschaftlichkeit überzeugt.

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