DIDAKTIK FINANZ THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & FINANZEN DIDAKTIK. Die Bedeutung des Euro für Wirtschaft und Bevölkerung INITIATIVE WISSEN

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1 OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM INITIATIVE THEMENBLÄTTER WIRTSCHAFT & EN DIDAKTIK Nr. 1 B DIDAKTIK

2 Aufgaben: 1. Markieren Sie in der folgenden Abbildung jene Länder, in denen der Euro Bargeld und gesetzliches Zahlungsmittel ist. SE FI EE IE DK LT LV UK FR NL BE LU DE IT CZ AT SI PL SK HU RO BG PT ES GR CY AT Österreich BE Belgien BG Bulgarien CY Zypern CZ Tschechische Republik DE Deutschland DK Dänemark EE Estland ES Spanien FI Finnland FR Frankreich GR Griechenland HU Ungarn IE Irland MT IT Italien LT Litauen LU Luxemburg LV Lettland MT Malta NL Niederlande PL Polen PT Portugal RO Rumänien SE Schweden SI Slowenien SK Slowakei UK Vereinigtes Königreich 2

3 2. Was wäre, wenn es den Euro nicht gäbe, und jedes Land in Europa wieder eine eigene Währung hätte? Recherchieren Sie in der Gruppe für folgende Sachverhalte die Folgen eines Europa ohne Euro und stellen Sie Ihre Rechercheergebnisse in einer PowerPoint-Präsentation dar. Einkauf im Ausland via Internet Export von Waren in ein Land des Euroraums Städtetrip nach Laibach/Ljubljana Import von Waren aus Italien Mögliche Auswirkungen auf Österreich in einer Finanzkrise 3. Kreuzen Sie an: Handelt es sich in den folgenden Fällen um Bargeld oder Buchgeld? Aussage Bargeld Buchgeld Ihre Mutter hebt 50 Euro beim Bankomat ab. Sie bekommen Ihr monatliches Taschengeld auf Ihr Schülerkonto überwiesen. Ihre Eltern ersteigern im Internet ein Bild und bezahlen mittels PayPal. Ihr Vater bezahlt beim Parkautomaten immer mit elektronischer Geldbörse. 4. Ergänzen Sie die folgende Abbildung: Wirtschaftliche Konvergenzkriterien für die Euro-Einführung gesunde öffentliche Finanzen stabile Zinsen stabile HVPI-Inflationsrate 1,5 %-Punkte über der durchschnittlichen Inflationsrate der drei preisstabilsten EU-Staaten Haushaltsdefizit nicht mehr als , % des BIP Langfristige Zinssätze 2 %-Punkte über dem Nominalzinssatz jener drei Mitgliedstaaten, die am preisstabilsten sind Teilnahme am Wechselkursmechanismus (WKM) für zwei Jahre ohne starke Spannungen innerhalb einer Bandbreite von ± 15 % zum Euro 3

4 5. Ziel der Geldpolitik der EZB ist, dass der Euro preisstabil bleibt, also die Inflationsrate niedrig ist. Warum ist Preisstabilität wichtig? 6. Ordnen Sie die folgenden Sachverhalte den einzelnen Vorteilen des Euro für Bevölkerung und Wirtschaft zu. Vorteile des Euro Sachverhalt Stabile Währung Preistransparenz Preiskonvergenz Wegfall der Umtauschkosten niedrige Zinsen Auslands über wei sungen innerhalb des Euroraums wurden billiger Eurokredite sind günstiger beschaffbar Die Geldentwertung (Inflation) liegt langfristig auf niedrigem Niveau 4

5 7. Für Sie ist der Euro eine Selbstverständlichkeit. Für viele ältere Menschen war das bei der Einführung des Euro als Bargeld aber nicht so. Recherchieren Sie in der Gruppe (Internetrecherche nach alten Presseartikeln, Interviews mit Eltern, Großeltern, Bekannten etc.). Was waren die Gründe für die damalige Unsicherheit? Worin sehen die Menschen die besonderen Vorteile der gemeinsamen europäischen Währung? Wie kommentierten Medien und politische Parteien einst die Euro-Einführung? Wie wird der Stellenwert des Euro in der gegenwärtigen Finanzkrise eingeschätzt? 8. Welche der folgenden Aussagen ist/sind richtig bzw. falsch? Stellen Sie die falschen Aussagen richtig. Aussage richtig falsch Richtigstellung Seit der Euro-Einführung haben die Österreicher weniger im Ausland investiert als vorher. Seit der Euro-Einführung hat Österreich mehr Waren in das Ausland verkauft als je zuvor. Die Euro-Bargeld-Einführung bewirkte, dass der Leistungsbilanzsaldo ins Minus drehte. 5

6 Lösungsvorschläge: 1. Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern 2. Individuelle Schülerlösung 3. Aussage Bargeld Buchgeld Ihre Mutter hebt 50 Euro beim Bankomat ab. Sie bekommen Ihr monatliches Taschengeld auf Ihr Schülerkonto überwiesen. Ihre Eltern ersteigern im Internet ein Bild und bezahlen mittels PayPal. Ihr Vater bezahlt beim Parkautomaten immer mit elektronischer Geldbörse. 4. Wirtschaftliche Konvergenzkriterien für die Euro-Einführung Preisstabilität gesunde öffentliche Finanzen stabile Zinsen stabile Wechselkurse HVPI-Inflationsrate 1,5 %-Punkte über der durchschnittlichen Inflationsrate der drei preisstabilsten EU-Staaten Haushaltsdefizit nicht mehr als 3 % des BIP, Staatsverschuldung 60 % des BIP Langfristige Zinssätze 2 %-Punkte über dem Nominalzinssatz jener drei Mitgliedstaaten, die am preisstabilsten sind Teilnahme am Wechselkursmechanismus (WKM) für zwei Jahre ohne starke Spannungen innerhalb einer Bandbreite von ± 15 % zum Euro 5. Ein stabiler Geldwert erhält die Kaufkraft der Einkommen, schützt die Sparer vor der Entwertung ihres Geldvermögens und erleichtert den Unternehmen finanzielle Planungen (z. B. bei mittel- und langfristigen Investitionen). 6

7 6. Vorteile des Euro Sachverhalt Stabile Währung Preistransparenz Preiskonvergenz Wegfall der Umtauschkosten niedrige Zinsen Auslands über wei sungen innerhalb des Euroraums wurden billiger Eurokredite sind günstiger beschaffbar Die Geldentwertung (Inflation) liegt langfristig auf niedrigem Niveau 7. Individuelle Schülerlösung 8. Aussage richtig falsch Richtigstellung Seit der Euro-Einführung haben die Österreicher weniger im Ausland investiert als vorher. Seit der Euro-Einführung verfünf fachten sich die Direktinvestitionen Österreichs im Ausland. Seit der Euro-Einführung hat Österreich mehr Waren in das Ausland verkauft als je zuvor. Die Euro-Bargeld-Einführung bewirkte, dass der Leistungsbilanzsaldo ins Minus drehte. Seit der Euro-Bargeld-Einführung weist die Leistungs bilanz einen Überschuss auf. Medieninhaber und Herausgeber: Oesterreichische Nationalbank, 1090 Wien. Konzept und didaktische Beratung: Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Schule. Stand: November

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