Schuldenfrei ins Leben

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1 Schuldenfrei ins Leben Konzept zur Schuldenprävention der IfS-Schuldenberatung Gemeinnützige GmbH Vorarlberg Benger Park Mehrerauerstraße Bregenz Info-Tel.: Konzepterstellung: DSA Peter Kopf, Geschäftsführer 1. Ziele Förderung junger Menschen hin zu verantwortungsbewußten KonsumentInnen sowie Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu mündigen KonsumentInnen durch - Vermitteln von Fähigkeiten bezüglich der eigenen finanziellen Ressourcen und Möglichkeiten (Haushaltsplanung, Budgetmanagement, Finanzplanung, Reden über Geld, Auskommen mit dem Einkommen, dadurch Vermeidung individueller Schuldenprobleme) - Bewusstmachung des eigenen Konsumverhaltens (Was kaufe ich? Wie treffe ich meine Kaufentscheidungen? Wovon sind diese abhängig? Wie wirkt sich Werbung auf mein Kaufverhalten aus? Wie wirkt sich mein Kaufverhalten auf meine finanziellen Ressourcen, meine Umwelt, meine Lebensqualität aus?) - Aufzeigen und Vermitteln der Zusammenhänge zwischen eigenem Konsumverhalten und dem Einfluss auf die Umgebung, die Gesellschaft, die Welt,... (Globalisierung versus achtsamer Konsum, nachhaltiger Konsum, ethischer Konsum) - Einflussnahme auf strukturelle Rahmenbedingungen - Unterscheidung zwischen authentischen und aufgedrängten Bedürfnissen Stärkung des Selbstbewusstseins, um Kauf- und Kreditentscheidungen unabhängig von Außeneinflüssen und Konsumdruck treffen zu können. Unterstützung von Eltern und Erziehungsberechtigten Information und Aufklärung von Arbeitgebern im Umgang mit überschuldeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen => Erhaltung und Wiedererlangung des Arbeitsplatzes trotz drohender und bestehender Lohnpfändungen 2. Zielgruppen Konzept zur Schuldenprävention in Vora rlberg April

2 Zielgruppen auf individueller Ebene - Kinder - Jugendliche - Junge Erwachsene - MultiplikatorInnen JugendbetreuerInnen LehrerInnen LehrlingsausbildnerInnen - Eltern und Erziehungsberechtigte Zielgruppen auf struktureller Ebene - Jugendeinrichtungen - Schulen Volksschule Hauptschule Polytechnische Schule Berufsschulen AHS BHS - Öffentlichkeit - Verantwortliche auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene - Pädak, Pädagogische Institute, Schulbehörde - InteressensvertreterInnen in Betrieben (Jugendvertrauenspersonen) - Wirtschaftstreibende - MeinungsbildnerInnen (Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Gewerkschaften) - AMS und Arbeitgeber 3. Aufgaben Konzept zur Schuldenprävention in Vora rlberg April

3 Aufgaben auf individueller Ebene a. Anleitung zum verantwortungsbewussten Umgang mit Geld z.b. durch: Vermittlung von finanztechnischen Fähigkeiten (Haushaltsrechnung, Überblick über den Kontostand, Umgang mit Cards, Finanzplanung, Zinsenrechnung) Vermittlung von ökonomischen Vorgangsweisen (mehrere Angebote von Banken einholen, Vergleich Preis-Leistungs-Verhältnis) b. Selbstwert stärken, Ressourcen fördern, Kompetenzen erweitern durch Bewusstseinserweiterung in Bezug auf: Eigene Bedürfnisse und Wünsche Eigene Werte / eigene Lebensqualität Eigene Ressourcen Eigenes Konsumverhalten c. Informationen über: Rechtliche Grundsätze (Bankengeschäfte, Versicherungen, Konsumentenschutz) Marktmechanismen / kaufmännische und wirtschaftliche Zusammenhänge (Werbestrategien, Wettbewerb, Trends, Marken,...) Gesellschaftliche und soziale Bedingungen (Armut, Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen, Ausgrenzung, delinquentes Verhalten...) Aufgaben auf struktureller Ebene Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Einflussnahme auf Gesetzgebung durch Mitarbeit in Arbeitskreisen auf Landes- und Bundesebene Lobbying Breitenwirksame Öffentlichkeitsarbeit / Medienarbeit (Printmedien, Rundfunk, TV, Flugblätter, Aktionen) Einflussnahme auf Lehrpläne Vernetzung mit Bildungsforen, Präventionseinrichtungen, sowie mit Institutionen, die ähnliche Interessen haben oder dafür motivierbar sind in Vorarlberg, Österreich sowie dem benachbarten Ausland. Arbeitgeberkontakte 4. Angebote Mit dem vorgesehenen Betrag können folgende Vorhaben im Rahmen des Projektes umgesetzt werden: a. Veranstaltungen Konzept zur Schuldenprävention in Vora rlberg April

4 - Workshops mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (z.b. Lehrlings-Workshops) - Einzelberatungen - Schulstunden (abgestimmt auf die jeweiligen Altersgruppen) - Projekte gemeinsam mit Schulen und außerschulischen Einrichtungen (Jugendzentren offene / gebundene) - Vorträge - Seminare - MultiplikatorInnenschulung - Elternwerkstatt - Familienworkshops b. Materialien / Methoden (zum Teil bestehend zum Teil im Rahmen des Projektes zu erstellen bzw. gemeinsam mit den Zielgruppen zu erarbeiten) - Internet / Homepage Beratungs-Chat im Internet Wettbewerbe in Form von Aufsatz Foto Video / Kinospot Jugendtheater - Software (CD-Rom Cash &Co.) - Broschüren / Plakate - Lehrbehelf - Jugendtheater 5. Evaluation Konzept zur Schuldenprävention in Vora rlberg April

5 Die Evaluation der Veranstaltungen bzw. der durchgeführten Projekte erfolgt mittels Fragebogen. Durch eine persönliche Befragung der im Projekt angesprochenen Zielgruppen (SchülerInnen, Lehrlinge, LehrerInnen, MultiplikatorInnen etc.) wird die erzielte Verhaltensänderung und Bewußtseinsbildung festgestellt und evaluiert. Darin werden vorwiegend, aber nicht nur, Entscheidungsfragen gestellt. Damit ist gewährleistet, dass das Erreichen des Lernzieles der jeweiligen Veranstaltung erhoben und gemessen wird. Damit erzielen wir quantifizierbare Ergebnisse zu den jeweiligen Veranstaltungen, am Ende der Projektphase liegt eine quantitative Auswertung über das gesamte Projekt vor. Darin sind sowohl die Zahl der erreichten Personen, die erreichten Lernziele, die Anzahl der durchgeführten Veranstaltungen sowie die dafür aufgewendete Zeit als auch die verwendeten und neu erstellten Unterlagen gesammelt und dokumentiert. Erzielte, nachhaltige Veränderungen im Konsumverhalten der Zielgruppen müssten in einem zweiten Evaluationsschritt im Abstand von drei bis fünf Jahren erhoben werden. Bregenz, 30. April 2002 Konzept zur Schuldenprävention in Vora rlberg April

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