ANWENDERBERICHT Gelebte Cloud mit Thin Clients

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1 ANWENDERBERICHT Gelebte Cloud mit Thin Clients Die Kostenanalyse der Stadt Bergheim beziffert das reale Einsparpotential, das IT-Zentralisierung, Servervirtualisierung und Thin Clients gegenüber einer dezentralen PC-Umgebung bewirken, auf 34 Prozent.

2 Gelebte Cloud mit Thin Clients Nach dem Vorbild einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT von 2008 ermittelte die Stadt Bergheim im Jahr 2009 erstmals detailgetreu die realen Kosten ihrer zentralen IT-Umgebung. Die Aufwendungen für die zunächst hausintern realisierte, auf Citrix Presentation Manager 4.5 basierende Infrastruktur mit IGEL Thin Clients lagen im Vergleich zu einer PC-Umgebung mit dezentraler Anwendungsbereitstellung und automatisierter Softwareverteilung um 30,6 Prozent günstiger. Eine erneute Berechnung zu aktuellen Rahmenbedingungen hat nun gezeigt, dass sich dieser Wert noch weiter steigern lässt. Mit Thin Clients zur Private Cloud 2011 führte die Stadt Bergheim eine erneute Berechnung durch. Mit dieser Kostenanalyse wollten wir herauszufi nden, welches Einsparpotenzial sich im Vergleich zu einer hausinternen Lösung ergibt, wenn die zentrale Anwendungsbereitstellung in eine Private Cloud eines IT-Dienstleisters ausgelagert wird, und dabei die heute übliche Servervirtualisierung und aktuelle Personalkosten berücksichtig werden, erklärt Wolfgang Berger, Fachbereichsleiter Personal, Organisation, Ordnung, Sport und Kultur in Bergheim. Zuvor hatte die Kommune ihre IT-Umgebung von 2009 bis 2010 umfassend hausintern virtualisiert. Diese Maßnahme, die in Verbindung mit dem Einsatz von Thin Clients erfolgte, bildete eine wichtige Vorstufe auf dem Weg zur Gelebten Cloud : Seit Oktober 2010 bezieht die Stadt Bergheim ihre Anwendungsumgebung in Form des Liefermodells Softwareas-a-Service (SaaS) von der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale KDVZ Rhein-Erft-Rur. Indem wir IT-Dienstleistungen aus der Private Cloud nutzen, erzielen wir weitere Einsparungen und verbessern zugleich die IT-Sicherheit, erklärt Theo Kratz, Abteilungsleiter IT bei der Stadt Bergheim. Erste Schritte zur Private Cloud Erste Schritte in Richtung Private Cloud hatte die Stadt Bergheim bereits im Jahr 2004 mit der Inbetriebnahme eines Terminalservers unternommen. Um das Jahr 2006 waren bereits drei Citrix-Server im Betrieb. 80 von 350 Arbeitsplätzen wurden darüber mit fünf wesentlichen Fachverfahren versorgt, auf welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunächst noch mittels eines Arbeitsplatz-PCs zugriffen. Um die Desktopbetriebskosten über die damit verbundene, spürbare Supportabnahme weiter zu senken, führte die Kommune dort, wo es technisch bereits möglich war, erste Thin Clients der Firma IGEL Technology ein, die im Vergleich zum PC wartungsärmer und sicherer sowie einfacher zu verwalten und zu aktualisieren sind. Vor der Auslagerung der Anwendungsumgebung an die KDVZ Rhein-Erft-Rur zählte die Citrix Serverfarm der Stadt Bergheim insgesamt 18 physikalische Server mit Citrix Presentation Server 4.5 (heute: Citrix XenApp), basierend auf Microsoft Windows Server. Die Bereiche Einwohner- und Ausländerwesen waren damals noch von der Thin Client-Umgebung ausgenommen, weil sie zwingend einen PC erforderten. Auch CAD-Arbeitsplätze waren noch kritisch. Nach Einschätzung von Theo Kratz lassen sich aber inzwischen deutlich über 90 Prozent aller Arbeitsplätze mithilfe von Applikationsvirtualisierung bereitstellen. Die Softwarehersteller haben auf den Zentralisierungstrend reagiert und ihre Anwendungen terminalserverfähig gemacht, so der IT- Leiter. Die übrigen Arbeitsplätze lassen sich über kurz oder lang mittels eines virtuellen Desktops in die Umgebung integrieren. Neuberechnung mit virtuellen Servern Die jüngste Wirtschaftlichkeitsanalyse der Stadt Bergheim von 2011 beschreibt ein fi ktives Szenario unter der Annahme, dass die Kommune ihre virtualisierte IT-Umgebung noch immer selbst betriebe. Dieses Szenario Bergheim real 2011 ist aufgrund des SaaS-Modells zwar nicht existent, nichtsdestotrotz aber mit realen Rahmenbedingungen, beispielsweise mit aktuellen Personalkosten, berechnet. Demzufolge liegen die jährlichen Desktop-Kosten für einen Thin Client-Arbeitsplatz mit Citrix XenApp bei 292 Euro. In der Vergleichsumgebung, die sich auf Arbeitsplatz-PCs mit dezentraler Applikationsbereitstellung und Softwareverteilung gründet, werden dagegen 444 Euro fällig. Zum Vergleich berechnete die Stadt Bergheim die Kostenanalyse noch einmal mit den Werten der neueren Fraunhofer UMSICHT-Studie Thin Clients 2011 Ökologische und ökonomische Aspekte virtueller Desktops. Auf dieser Grundlage betragen die jährlichen Desktopkosten für einen Medium User mit PC-Arbeitsplatz 478 Euro, für einen Medium User mit Citrix XenApp und Thin Client 363 Euro allerdings ohne Servervirtualisierung. DER ANWENDER a Kommune im Rhein-Erft-Kreis mit Einwohnern a 350 IT-Arbeitsplätze Erweiterte Kostenbetrachtung über sieben Jahre In Ergänzung zur Betrachtung eines Fünf-Jahres-Zeitraums, analysierte die Stadt Bergheim die jährlichen Desktopkosten auch für eine siebenjährige Nutzungsdauer. Diese ist für Thin Clients nicht untypisch, setzt allerdings eine genügend lan-

3 ge Verfügbarkeit von Firmware-Updates voraus. Über sieben Jahre belaufen sich die durchschnittlichen Desktop-Kosten der Thin Client-Umgebung auf durchschnittlich 245 Euro pro Jahr. Das sind 44,8 Prozent weniger als bei der dezentralen Anwendungsbereitstellung in einer PC-Umgebung. Dabei fallen die Betriebskosten am stärksten ins Gewicht: Auf sieben Jahre hochgerechnet machen sie beim PC Euro, beim Thin Client nur 329 Euro aus. Die Hauptgründe für die Betriebskostendifferenz liegen laut Aufstellung der Stadt Bergheim in dem geringeren Aufwand bezüglich Software- und Hardwareinstallation, Anwenderselbsthilfe und Windows-Updates sowie in der Energieeinsparung unter Berücksichtigung der zum Thin Client-Betrieb nötigen Serveranteile. DIE HERAUSFORDERUNG Umweltaspekte des Thin Client Computings Die Einführung von Thin Clients beurteilt die Stadt Bergheim nicht nur aus ökonomischer Sicht positiv: Thin Clients fügen sich nahtlos in Cloud-Projekte ein, die eine umfassende virtuela IT-Kosten nachhaltig senken a Sichere Zentralisierung der Anwendungslandschaft a Standardisierung von Endgeräten und Desktop-Management Zentrales Desktop-Management Weil die Thin Clients keine beweglichen und somit mechanisch anfälligen Bauteile wie Lüfter oder Festplatten besitzen, sind sie kaum reparaturanfällig. Sollte die Desktop-Hardware dennoch einmal ausfallen, tauscht das IT-Personal den defekten Thin Client gegen ein Ersatzgerät aus, welches sich nach dem Anschluss an das Netzwerk ohne großen Aufwand über die Remote-Managementkonsole konfi gurieren lässt und danach sofort einsatzbereit ist. Fernadministration und Aktualisierung der Thin Clients erfolgen von zentraler Stelle aus über die im Lieferumfang enthaltene Managementsoftware IGEL Universal Management Suite (UMS). Die darin defi nierbaren Einstellungsprofi le werden anhand der IP- oder MAC-Adressen einzelnen Arbeitsplätzen oder Arbeitsplatzgruppen, beispielsweise Abteilungen oder Standorten, zugeordnet. Aufgrund der Fernadministration ist die Vor-Ort-Betreuung stark zurückgegangen, berichtet Thomas Golc, Service Administrator bei der Stadt Bergheim, aus der Praxis. Zudem werden Arbeitsplatzumzüge zwischen einzelnen Sachgebieten einfacher, weil der Desktop und die persönlichen Einstellungen nicht mehr an das Endgerät, sondern an die zentral verwalteten Benutzerprofi le geknüpft sind. le Anwendungsbereitstellung mit sich bringen, und generieren dabei einen zusätzlichen Benefi t, erklärt Theo Kratz. Hierunter fällt neben der orts- und geräteunabhängigen Verfügbarkeit der Daten und Anwendungen auch der geringere Ressourcenverbrauch. Die aktuelle Studie des Fraunhofer UMSICHT zeigt, dass Thin Client-Infrastrukturen im Vergleich zu nutzenäquivalenten PC-Umgebungen um 30 bis 63 Prozent weniger klimaschädlich sind. Diese Werte wurden für die institutseigene IT- Umgebung des Fraunhofer UMSICHT für drei unterschiedliche Nutzertypen bei einer Nutzungsdauer von drei Jahren ermittelt. Demnach wird am meisten Treibhauspotential in Verbindung mit Citrix XenApp (Medium User) eingespart, ein Szenario, dessen Anforderungen nach Aussage des Studienleiters Christian Knermann etwas höher liegen dürfte, als es typischerweise in der öffentlichen Verwaltung der Fall ist. DIE LÖSUNG a 2009/2010: Zentrale Anwendungsbereitstellung mit Citrix Presentation Server 4.5 (heute: Citrix XenApp) und Einführung von IGEL Thin Clients (aktuelles Modell: IGEL UD3 LX) a Zentrales Thin Client-Management: IGEL Universal Management Suite (UMS) a Seit 2010: Bezug der IT-Dienstleistungen aus einer Private Cloud im Rahmen eines SaaS-Modells über die KDVZ Rhein- Erft-Rur Gelebte Cloud gesteigerte Wirtschaftlichkeit Das Bergheimer SaaS-Modell Gelebte Cloud kann im ökonomischen wie im ökologischen Sinne noch effi zienter werden, wenn sich weitere Kommunen entscheiden, den gleichen Weg mit demselben IT-Dienstleister zu gehen. Denn je größer die Abnahmemengen einer Fachanwendung sind, desto größer fallen auch die Konsolidierungseffekte im Rechenzentrum aus. Eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Weg in die Cloud ist jedoch, dass alle Akteure an einem Strang ziehen, bedeutet Wolfgang Berger. Cloud Computing kann, mit Augenmaß angegangen, interessante Vorteile generieren, gerade auch für die öffentlichen Verwaltungen, deren Handeln zunehmend durch die schwierige Finanzsituation bestimmt wird, führt Wolfgang Berger weiter aus. Die IT muss wirtschaftlich sein und zugleich eine hohe Professionalität aufweisen. Die Einführung effi zienter Thin Clients leistet hierzu einen sinnvollen Beitrag, auf den man nicht verzichten sollte.

4 TABELLE: ANALYSE DER STADT BERGHEIM UND VERGLEICH MIT GUTACHTEN DES FRAUNHOFER UMSICHT VERSION 2011 FRAUNHOFER 2011* BERGHEIM REAL 2011 Client PC mit dezentraler Anw.-Bereitst. und Softw.-Vert., TC, PC mit dezentraler Anw.-Bereitst., TC,, virtuelle Terminalserver TC, 7 Jahre, virtuelle Terminalserver BESCHAFFUNG Konfi guration Techniker 25 21, , , , ,79 Bestellabwicklung Anwender 40 58, ,86 < 1 0,26 < 1 0,26 < 1 0,26 Bestellabwicklung Techniker 30 25, ,30 < 1 0,77 < 1 0,19 < 1 0,19 Bestellabwicklung Anwender 60 51, ,30 < 1 0,26 < 1 0,13 < 1 0,13 Erstinstallation Techniker 45 38, , ,25 8 7,00 8 7,00 Erstinstallation Anwender 10 8, ,51 3 2,55 3 2,55 3 2,55 Bereitstellung Anwender Techniker 50 42, , , , ,00 Bereitstellung Anwender Anwender , , , , ,50 Zwischensumme Personal 333,55 282,47 176,75 137,41 137,41 Material Erstbeschaffung 600,00 300,00 434,15 321,30 321,30 Ersatzbeschaffung 150,00 133,00 Lizenzen 210,00 313,00 203,60 324,30 324,30 Zwischensumme Material 960,00 613,00 770,75 645,60 645,60 BESCHAFFUNG 1.293,55 895,47 947,50 783,01 783,01 BETRIEB Windows Updates Anwender , ,60 Softwareinstallation Techniker 72 61, , , , ,97 Softwareinstallation Anwender 30 23, ,44 Hardwareinstallation Techniker 48 40, ,59 Hardwareinstallation Anwender 30 23, ,97 Umzug Techniker 80 68, , , , ,61 Umzug Anwender 65 51, , , , ,54 Neuinstallation Techniker 16 13, ,15 Neuinstallation Anwender 93 74, ,30 Selbsthilfe Anwender , , , , ,32 Zwischensumme Personal 837,13 266, ,39 200,32 280,44 Verbrauchsstoffe Energiekosten 106,15 26,74 97,39 34,85 48,79 Zwischensumme Verbrauchsstoffe 106,15 26,74 97,39 34,85 48,79 BETRIEB 943,28 293, ,78 235,17 329,23 ENTSORGUNG Außerbetriebnahme Techniker 55 46, , , , ,79 Außerbetriebnahme Kaufm. MA 10 8, , , , ,51 Zwischensumme Personal 55,32 34,04 59,57 38,30 38,30 Gebühren Entsorgungspauschale Zwischensumme Gebühren ENTSORGUNG 55,32 34,04 59,57 38,30 38,30 GESAMTKOSTEN CLIENT 2.292, , , , ,54 GESAMTKOSTEN SOFTWAREVERTEILUNGSSERVER 96,94 103,46 GESAMTKOSTEN TERMINALSERVER 593,26 404,00 565,60 GESAMT 2.389, , , , ,14 PRO JAHR 477,82 363,28 444,46 292,09 245,16 Nutzungsdauer 7 Jahre Differenz 100 % 76,03 % 100 % 65,72 % 65,72 % 23,97 % 34,28 % 44,84 % * Stundenlohn Fraunhofer 2011: Anwender 47,92, Techniker 51,06, Kaufm. MA 51,06, Vorgesetzter 87,72 Basis: Fraunhoferstudie Thin Clients 2011 Ökologische und ökonomische Aspekte virtueller Desktops

5 GRAFIK: KOSTENVERGLEICH VON PC UND THIN CLIENT IN REALER IT-UMGEBUNG JÄHRLICHE KOSTEN ,82 363,28 444,46 292,09 245,16 SERVER 400 ENTSORGUNG BETRIEB 300 BESCHAFFUNG PC mit Software- Verteilung ohne Virtualisierung TC Fraunhofer PC real mit Software- Verteilung ohne Virtualisierung TC real TC real 7 Jahre FRAUNHOFER STUDIE STADT BERGHEIM Deutschland (Zentrale) IGEL Technology GmbH Hanna-Kunath-Str. 31 D Bremen I Deutschland Tel +49 (0) Fax +49 (0) Großbritannien IGEL Technology Ltd Merlin House I Brunel Road Theale I Reading I Berkshire RG7 4AB I United Kingdom Tel +44 (0) Fax +44 (0) USA IGEL Technology America, LLC 2106 Florence Avenue Cincinnati OH I USA Tel Fax Kostenfrei (nur US): GET IGEL Singapur IGEL Technology Care of: C. Melchers GmbH & Co. Singapore Branch 101 Thomson Road # 24-01/05 United Square Singapore Tel Fax Hongkong IGEL Technology Care of: Melchers (H.K.) Ltd Shun Tak Centre I West Tower Connaught Road C. Hong Kong I China Tel Fax IGEL ist eine geschützte Marke der IGEL Technology GmbH. Alle Hardware- und Software-Namen sind Marken oder eingetragene Marken der jeweiligen Hersteller. Alle sonstigen genannten oder anders erkennbaren Marken, eingetragenen Waren- und/oder Dienstleistungsmarken sind das Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. I 03/2012 IGEL Technology 125-DE-181-1

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