Cloud mehr als nur Computing Grundlagen, Anwendungsgebiete und Perspektiven von Cloud Computing

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1 Themendossier Cloud mehr als nur Computing Grundlagen, Anwendungsgebiete und Perspektiven von Cloud Computing Eine Publikation der Lünendonk GmbH in Zusammenarbeit mit 1

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3 Inhaltsverzeichnis EDITORIAL... 4 VORWORT T-SYSTEMS... 6 SCHLÜSSELTECHNOLOGIEN UND UNTERNEHMENSANFORDERUNGEN KULMINIEREN IN CLOUD COMPUTING... 8 CLOUD COMPUTING EINE BEGRIFFSBESTIMMUNG SZENARIEN FÜR DEN EINSATZ VON CLOUD COMPUTING VORTEILE VON CLOUD COMPUTING AKZEPTANZ DER CLOUD STRUKTUR UND ENTWICKLUNG DES CLOUD-MARKTES MANAGEMENTANFORDERUNGEN AUF DEM WEG ZUR CLOUD: SICHERHEIT UND QUALITÄT ZUERST ELF HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DAS MANAGEMENT BEIM EINSTIEG IN DIE CLOUD FACHBEITRÄGE UND INTERVIEWS Vorwort Cloud als Antwort auf aktuelle Business-Herausforderungen Dynamic Services Sicherheit in der Cloud Technik reicht nicht aus Ohne Netz ist alles nichts Dynamisches Cloud Computing: Die Flexibilität der neuen IT-Generation Bereit für die Wolke? Interview mit Dr. Axel Stötera Infrastruktur in Häppchen Stehenbleiben verboten Cloud-Angebotspalette erweitern Partnerschaften stärken das Cloud-Engagement UNTERNEHMENSPROFILE T-Systems Lünendonk

4 Editorial nikations-innovationen stärker als andere Trends die Arbeitsweise sowie Strukturen von Unternehmen, aber auch der ganzen Gesellschaft. Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschäftspartner, Thomas Lünendonk, Inhaber Lünendonk GmbH die etablierten Lünendonk -Themendossiers treffen auf große Resonanz bei Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und anderen Zielgruppen. Diese wissen zu schätzen, wie relevante, aktuelle Themen und Herausforderungen klar umrissen, verständlich und anhand von anschaulichen Beispielen aus der Praxis untermauert werden. Mit diesem Themendossier dehnt die Lünendonk GmbH den bisherigen Fokus der Publikationsreihe von der Managementberatung auf das Feld der Informationstechnologie (IT) aus. Diese beiden Businessto-Business-Dienstleistungsmärkte nähern sich seit Jahren kontinuierlich an. Kaum eine Veränderung hung zwischen Strategie, Organisation und IT statt. Die zeitgleich erscheinenden Lünendonk -Themendossiers Mobile Enterprise und Cloud Computing widmen sich erfolgsentscheidenden Technologiethemen, die eine hochwertige Beratungs- und Umsetzungskompetenz erfordern. Darüber hinaus verändern diese beiden Technologie- und Kommu- Das Themendossier Cloud mehr als nur Computing behandelt eine Entwicklung in der IT, die bereits in den vergangenen drei Jahren ein enormes Potenzial freigesetzt hat. Das Streben danach, IT-Infrastruktur, Applikationen sowie komplette Geschäftsprozesse nicht mehr selbst betreiben, warten und modernisieren zu müssen, zielt auf eine Reduzierung der Fixkosten für den Betrieb von Geschäfts- und IT-Prozessen ab, indem diese Leistungen von externen Dienstleistern nach individuellem Umfang und zeitlichem Bedarf der bezogenen Leistungen eingekauft werden. Flexible Service-Angebote von IT-Anbietern zu nutzen, die sowohl Rechenleistung und Speicherplatz als auch aktuelle Software bedarfsgerecht zur Verfügung stellen, blieb lange Zeit Wunschdenken. Erst seit einigen Jahren existieren entsprechende Netzwerkarchitekturen, Bandbreiten sowie Konzepte, um vielfältige Dienstleistungen von außerhalb, quasi aus den Wolken, in Anspruch nehmen zu können. Daher kommt der Name Cloud Computing. Dieses technische und organisatorische Innovationskonzept gehört seit 2008 zu den Technologiethemen mit einem der größten Marktpotenziale in der IT-Service-Welt. Attraktiv an dem Cloud-Computing-Modell ist unter bel nach Bedarf einzukaufen und anschließend nur für die real herangezogenen Dienste bezahlen zu müssen. Zusätzlich kümmert sich der Dienstleister darum, die IT-Infrastruktur auf aktuellstem Stand zu halten; dies trägt zur Performance und ebenfalls zur Kostenreduktion bei. 4

5 Cloud Computing ist facettenreich: Die Bandbreite reicht von Consumer-Themen wie privatem Online-Speicherplatz bis hin zu Business-to-Business- Dienstleistungen wie Software as a Service (SaaS). Die Vernetzung von IT und Telekommunikation (ITK) schreitet kontinuierlich voran. Für private Konsumenten sind -Service-, Online-Fotoalben, Facebook oder Online-Storage-Angebote längst selbstverständlich. Die Sicherheit der genutzten Dienstleistungen wird hierbei allerdings gelegentlich vernachlässigt. Unternehmen dagegen haben meist beachten. Mit den sich schnelleren Technologiezyklen wandelt (CIO). Für einen CIO bedeutet die Cloud die Bereitstellung von Ressourcen zur Umsetzung internetbasierter Geschäftsmodelle wie Online-Portale im Kundenmanagement oder E-Commerce, die Gestaltung von ITK-gestützten Geschäftsprozessen sowie die Realisierung von Kosteneinsparungen im laufenden IT-Betrieb. Dabei soll er außerdem für eine technologisch moderne IT-Architektur für das operative Geschäft sorgen. Dies alles muss er mit meist limitierten IT-Investitionen erreichen und zudem möglichst zur Reduktion der IT-Betriebskosten beitragen. Die Entwicklung des Cloud-Computing-Marktes steht eigentlich noch am Anfang. Die Dynamik von Cloud Computing als Zukunftsmodell zeigt sich aber bereits heute deutlich. Die Nachfrage wächst kontinuierlich und in eindrucksvollen Dimensionen: Allein für Deutschland erwarten Analysten im Jahr 2014 Cloud-Umsätze von nahezu zwei Milliarden Euro, während mit Cloud-Technologien weltweit sogar bis zu 150 Milliarden Euro umgesetzt werden sollen. Das vorliegende Themendossier beschäftigt sich folglich mit einem Management- und Technologiethema, dessen Bedeutung in Zukunft noch enorm steigen wird. Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche und nützliche Lektüre. Thomas Lünendonk Inhaber Lünendonk GmbH Wie können CIOs und Unternehmen diesen scheinbar unvereinbaren Herausforderungen gerecht werden? Genau hier kommt Cloud Computing ins Spiel: Die in diesem Themendossier aufgeführten Beispiele aus der Praxis belegen eindrucksvoll, wie ein IT-Dienstleister Kundenunternehmen auf ihren Erfolgswegen begleiten kann. 5

6 Vorwort T-Systems Liebe Leserinnen, liebe Leser, Hagen Rickmann, Geschäftsführer Service, T-Systems International GmbH Geschwindigkeit das ist das Synonym für Cloud Computing. Mehr als jemals zuvor in der Historie bewegt die Dynamisierung Unternehmen. Und dabei ist es egal, ob es ein etabliertes Großunternehmen ist, ein hidden champion, ein rising star oder ein Startup. rungen reagieren, indem sie Strömungen des Marktes aufnehmen, analysieren und reagieren oder indem und neue Geschäftsideen auf dem Markt platzieren. Dabei kommt der integrierten Informationstechnologie (ICT) in zweierlei Hinsicht eine besondere Rolle zu: Zum einen werden die Geschäftsprozesse immer enger mit Technik verzahnt. Business und ICT rücken zusammen und werden untrennbar miteinander verbunden. Dadurch, dass Geschäftsmodelle immer stärker auf Informationstechnologie basieren, steigt deren Stellenwert für das Business dramatisch. Zum anderen verlangen Business-Verantwortliche von der ICT in diesem dynamischen Umfeld, dass sie selbst diese Dynamik abbildet und nicht die Statik vergangener Zeiten mit der Dimensionierung auf erwartete Höchstlasten. Eine atmende Recheninfrastruktur ist das Gebot der Stunde. An dieser Stelle kommt der ICT-Verantwortliche ins Spiel. Er muss dynamisches Business ermöglichen und schlüpft immer stärker in die Rolle eines Business Enablers und eines Business Process Supporters. Cloud Computing ist dabei eine Antwort aus der Palette seiner Möglichkeiten, ein Lösungsmodell für die aktuellen Herausforderungen und Ansprüche, denen er sich gegenüber sieht. zusammen und ermöglichen in nie da gewesener Weise eine Kopplung von Geschäftsinteressen und ICT. Beim Hype um Cloud Computing darf nicht vergessen werden, dass in den meisten Unternehmen auch eine etablierte ICT-Welt existiert, die durchaus in den vergangenen Jahren das Unternehmen erfolgreich gemacht hat, ohne dass die Not besteht, diese radikal abzulösen. Ein verantwortliches Cloud-Engagement muss diese beiden Welten versöhnen und integrieren. Dabei spielt der Reifegrad des Unternehmens für den Gang in die Cloud eine wesentliche Rolle. Aus Diskussionen mit unseren Kunden wissen wir, dass dort eine Sehnsucht nach Standardisierung besteht. Kostensenkungen sind dabei nur eine Seite der 6

7 Medaille, die Beherrschbarkeit der Komplexität die andere. Die Reduktion der Unterhaltskosten von ICT durch Standardisierung ermöglicht Freiräume für Innovation. Die Nachfrage nach unserem Private-Cloud-Angebot Dynamic Services bestätigt diese Orientierung in Richtung Flexibilität und Standardisierung. Dieses haben wir erfolgreich seit 2004 am Markt etabliert. Folgerichtig haben wir die Chance genutzt, unser Portfolio in Richtung auf Cloud auszurichten. Das honorieren auch Analysten, die T-Systems als einen der führenden europäischen Cloud-Anbieter sehen. Cloud Computing bewegt Anbieter wie Anwender gleichermaßen und stößt die Tür in eine neue Ära des Business auf. Wir dürfen gespannt sein, was uns dort erwartet. Mit freundlichen Grüßen Hagen Rickmann Geschäftsführer Service, T-Systems International GmbH 7

8 Schlüsseltechnologien und Unternehmensanforderungen kulminieren in Cloud Computing 1 US $ WAN Bandbreite/Monat CPU Stunden Speicherplatz GB 8 h 1 GB ,7 GB 128 h 10 GB Abbildung 1: Entwicklung der Gegenleistung für einen US-Dollar von (Quelle: Electrical Engineering and Computer Sciences, University of California at Berkeley, 2009) IT-Service aus der Steckdose: jederzeit und überall, sicher und schnell. Ohne Investition in Hardware, mit aktuellster Software; soviel wie benötigt und abgerechnet wie in Anspruch genommen. Jetzt etikettiert als Cloud Computing. Ist das nicht der Traum eines jeden privaten und geschäftlichen Anwenders? Schlüsseltechnologien für Cloud Computing sind inzwischen ausgereift. Hierzu gehören die enorme Steigerung der Rechen- und Speicherleistung, Virtu- Verfügbarkeit hoher Netz-Bandbreiten für Datenübertragung. Übertragungskapazität, Rechenzeit und Speicherplatz sind in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren dramatisch billiger geworden (siehe Abbildung 1). Breitbandige Netze sind das Rückgrat der Clouds. Der Bedarf an Bandbreite steigt; die Nachfrage nach Verfügbarkeit und Sicherheit ebenso. 100-Gigabit- Systeme helfen in Zukunft, diese Anforderungen zu erfüllen. 100 Gigabit entsprechen 90 Millionen SMS pro Sekunde oder MP3-Dateien pro Minute oder mehr als gleichzeitig übertra- genen HDTV-Kanälen. Ergänzend treiben geschäftliche Anforderungen den Trend hin zu bedarfsgerechten, kostengünstigen Services der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT, Information and Communication Technology (ICT)). Unternehmen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, sicher und rasch in Märkten agieren, ihre Produktivität kontinuierlich steigern sowie ihre Kostenstrukturen verbessern. Das Geschäft verlangt schnell verfügbare IT-Ressourcen und dynamische Anpassungen an die jeweiligen Anforderungen. Historisch gewachsene, starre IT-Infrastrukturen bieten zu wenig Flexibilität; zudem können es sich nur wenige Unternehmen leisten, ständig beträchtlich in ihre eigene IT zu investieren, um immer die aktuellsten Technologien einzusetzen. Ohnehin werden heute 70 bis 80 Prozent der IT-Ausgaben vom laufenden Betrieb verschlungen. Vieles spricht also dafür, alternative Ansätze auszuprobieren: Nach einer Umfrage der Computerwoche unter IT-Experten im Jahr 2010 gaben knapp 85 Prozent der Befragten an, sich mit dem Thema Cloud Computing auseinanderzusetzen; fast 30 Prozent nutzen bereits Cloud Services. 8

9 Anscheinend entwickelt sich Cloud Computing in den nächsten Jahren zu einem beherrschenden IT-Trend. Dennoch bleibt das Bild des Cloud Computing in der derzeitigen Diskussion noch seltsam unscharf. Gab es nicht schon Ansätze, die ähnliches zu leisten versprachen? Dies begann mit der gemeinsamen Nutzung teurer Mainframe-Kapazität durch Firmen in den Anfängen der IT. Und ist Cloud Computing nicht nur die Anonymisierung weniger großer Rechenzentren, die Geschäfts- und Privatkunden ihre Services anbieten? Wie war das denn noch mit den Angeboten der Application Service Provider, Software über das Internet bereit zu stellen? Sind nicht das Zusammenschalten aktuell ungenutzter Kapazität von Einzelrechnern in der Regel innerhalb eines Unternehmens (Grid Computing) oder Utility Computing Vorläufer des Phänomens, das jetzt als Cloud Computing bekannt wird? Vereinfacht dargestellt führt Cloud Computing dazu, dass jegliche Leistungen über eine Synthese von ITund Telekommunikations-Leistungen als Service erhältlich wird (siehe Abbildung 2). Aber was ist Cloud Computing eigentlich genau? Applikationsbereitstellung Application Service Providing Software as a Service Cloud Computing Infrastruktur- Virtualisierung Grid Computing Utility Computing Zeit Abbildung 2: Das Entstehen von Cloud Computing aus Infrastruktur- und Anwendungstrends (Quelle: T-Systems International GmbH, 2010) 9

10 Cloud Computing eine Begriffsbestimmung On demand self service Broad network access Public Cloud 5 Characteristics 4 Deployment Models 3 Service Models Resource pooling Rapid elasticity Measured service Private Cloud Hybrid Cloud Community Cloud Infrastructure as a Service (IssS) Platform as a Service (PaaS) Software as a Service (SaaS) Abbildung 3: Struktur des NIST-Modells (Quelle: National Institute of Standards and Technology, U.S. Department of Commerce, 2010) ist schwer zu erhalten. Je nach Sichtweise betonen Software-, Service- oder Infrastrukturanbieter unterschiedliche Aspekte. puting als Konzept begreifen und IT-Infrastrukturen, -Plattformen und -Anwendungen bedarfsgerecht als Service über das IT- und Telekommunikationsnetzwerk zur Verfügung stellen. Dabei werden Anwendungen, Rechen- und Speicherkapazität aus einem verteilten Pool von Angeboten bezogen und nach Nutzung abgerechnet (Pay per use). Privaten und geschäftlichen Anwendern ermöglicht Cloud Computing, Software (beispielsweise Geschäftsanwendungen, -Sicherheitsservices) oder Infrastrukturdienste (zum Beispiel Speicherressourcen) über das Netzwerk jeweils dynamisch entsprechend ihren aktuellen Erfordernissen zu nutzen und multimandantenfähig bereit zu stellen. KRITERIEN FÜR CLOUD-SERVICE CHARAKTERISTIKA ZUR ABGRENZUNG Nicht jeder IT-Service über das Internet ist Cloud Computing. Jedoch ist die Abgrenzung zu Utility Computing, Grid Computing oder Application Service Providing unscharf. Cloud Computing ist eine Zusammenstellung einzelner ICT-Bausteine zu einem integrierten Komplettangebot. Das National Institute of Standards and Technology für einen problemlosen, auf Abruf verfügbaren Netz- baren Rechenressourcen (respektive Netze, Server, Speicher, Anwendungen und Dienste), der schnell bereitgestellt und mit geringfügigem Verwaltungsaufwand beispielsweise minimalen Eingriffen durch den Dienstanbieter freigegeben werden kann. 10

11 eines Services als Cloud Computing nennt das NIST dabei: Nutzer können Ressourcen selbstständig und nach eigenem Wunsch in Echtzeit bestellen (on-demand self-service). Usern steht ein Netz zur Verfügung, das über verschiedene Endgeräte den Zugriff auf die benötigten Ressourcen ermöglicht (broad network access). Nutzer haben weder die Kontrolle über die von ihnen genutzten IT-Ressourcen, noch kennen sie sind gepoolt und multimandantenfähig bereitgestellt (resource pooling). Die IT-Ressourcen werden (idealerweise automatisiert) synchron zur Entwicklung des Bedarfs hochund herunterskaliert, ähnlich der Lieferung von Elektrizität, jedenfalls in Ländern mit sicherer und ausreichender Grundversorgung (rapid elasticity). Und als ergänzendes, implizites Kriterium: Die Abrechnung nach Nutzung: Eine automatische Kontrolle und Optimierung der genutzten IT- Ressourcen ermöglicht die nutzungsabhängige Abrechnung (measured service). als Cloud Service und grenzen von ähnlichen Services ab wobei allerdings den Nutzer vermutlich Wesentlich für ihn ist anderes: Cloud Computing ermöglicht ihm eine Umschichtung von Investitions- zu EIN MODELL ZUR STRUKTURIERUNG VON CLOUD COMPUTING Das Cloud-Computing-Modell des National Institute of Standards and Technology (NIST) ist dennoch ein guter Ansatz, einen pragmatischen Überblick über die verschiedenen Ausprägungen dieses speziellen Services zu erhalten. Es umfasst, zusätzlich zu den angeführten fünf Charakteristika, vier Bereitstellungsmodelle (deployment models) und drei Servicekategorien (service models). ARTEN VON BEREITSTELLUNGSMODELLEN WIE LIEFERN CLOUDS? Die unterschiedlichen Bereitstellungsmodelle beschreiben die Art der Cloud-Services. Mittlerweile griffen. Die beiden grundlegenden Arten jedoch sind die Public Cloud und die Private Cloud. Public Clouds In Public Clouds teilen sich viele Nutzer eine Basis. Sie wird von beliebigen Personen und Unternehmen genutzt und ist nicht auf interne Anwendungen einer einzelnen Institution beschränkt. Public Clouds sind ursprünglich für Konsumenten entworfen: Sehr viele Nutzer greifen über das Internet auf (in der Regel) Standardversionen von Services zu, und die riesigen Skaleneffekte resultieren in niedrigen Preisen. Typische Public-Cloud-Ansätze sind die Angebote von Microsoft, Google, Amazon und Salesforce. Sie bieten opulente Infrastrukturressourcen, verschiedene (mitunter proprietäre) Anwendungsentwicklungsumgebungen (Azure, Google App Engine, Force.com) sowie sogar komplette Software-Lösungen (Google Apps, Salesforce CRM). Service Level Agreements (SLA) sind selten bei Public Clouds, Datensicherheit und Integration bilden Schwachstellen. Nutzer könnten die Kontrolle über die Service-Erbringung und über die Daten verlieren. Dennoch sind solche Services eine kostengünstige und einfach verfügbare Möglichkeit für private Anwender. Wo rechtliche Rahmenbedingungen keine engen Grenzen setzen und Sicherheit von untergeordneter Bedeutung ist, kann der Bezug von Ressourcen und Services aus Public Clouds auch außerhalb des Consumer-Bereiches erwogen werden. 11

12 Private Clouds Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Einrichtungen aber unterliegen in der Regel strikteren gesetzlichen Regelungen und haben höhere Anforderungen an Sicherheit sowie IT Governance. Für sie eignen sich Private-Cloud-Ansätze, die im eigenen Haus oder gemeinsam mit Service Providern realisiert werden. Eine Private Cloud bietet für Anbieter und Nutzer im selben Unternehmen eine Basis für viele Anwendungen, beispielsweise auch für Shared Service Center und Rechenzentren von Unternehmen oder der öffentlichen Verwaltung. Die Skaleneffekte von Private Clouds beruhen auf der gemeinsamen Nutzung von Infrastrukturen für unterschiedliche Applikationen. Verschiedene IT-Systeme sind dabei auf eine gemeinsame, dynamische Betriebsplattform gesetzt. Hierdurch muss weniger Hard- und Software eingesetzt werden, und die durchschnittliche Auslastung der IT-Infrastruktur rer, geht doch auch die größte deutsche Bank heute von einer nur 30-prozentigen durchschnittlichen Auslastung ihrer Server aus. Für Private Clouds werden verbindliche Service Levels vereinbart. Der Zugang zu den Netzen ist durch Sicherheitsmechanismen eingeschränkt. Durch bessere Kontrollmöglichkeiten für die Zugriffe auf Services und Daten können Private Clouds daher auch für unternehmenskritische Anforderungen eingesetzt werden. Ein Spezialfall ist die Virtual Private Cloud, die eine abgeschottete und individualisierte IT-Umgebung zur Verfügung stellt. Hybrid Clouds Hybrid Clouds kombinieren die enormen Kostendegressionseffekte von Public Clouds mit den Sicherheitsansprüchen einer Private Cloud oder Community Cloud. In hybriden Clouds werden Ressourcen und Services aus verschiedenartigen Clouds zusammengeführt. In der Regel handelt es sich bei hybriden Ansätzen Services. Beispielsweise können Mailbox-Systeme verschiedener Dienstleister in einem Unternehmen angeboten werden. Hybrid Clouds bieten die Chance für eine langfristige harmonische Entwicklung von Geschäfts- und Betriebsprozessen sowie Applikationen und IT-Infrastruktur (Transformational Outsourcing). Am Ende dieser Transformation kann der Nutzer je nach Lage den jeweils passenden Service bei unterschiedlichen möglichen Partnern auswählen. Community Clouds Die Community Cloud ist eine besondere Ausprägung der Private Cloud. Community Clouds wenden sich an weniger Nutzer als Public Clouds, aber mehr als originäre Private Clouds. Community Clouds mit gleichen oder ähnlichen Geschäftsprozess- und Applikationsanforderungen standardisierte branchen- Die Nutzer einer solchen Wolke können unternehmensübergreifend zusammenarbeiten und sich auf von Community Clouds richten sich nach der Größe der Zielgruppe respektive der adressierten Branche. Die Wertschöpfungsnetze in der Automobilbranche sind Beispiele für Community Clouds. Verschiedene Mitwirkende in solchen Clouds, vom Produzenten oder Teilproduzenten der Dienstleistungen oder Produkte über den Entwickler neuer Services, den Betreiber der Wolke bis hin zum Kunden, formen diese Wertschöpfungsnetze. Community Clouds ermöglichen insbesondere kleinen Unternehmen, Kosten zu senken respektive überhaupt erst hochwertige IT- Services zu beziehen. 12

13 Public Cloud/ External Cloud Private Cloud/ Internal Cloud Virtual Private Cloud Hybrid Cloud Beschreibung Hoch standardisierte, skalierbare Geschäftsprozesse, Anwendungen und/oder Infrastruktur- Services grundsätzlich für jedermann gleichzeitig (Multimandantenfähigkeit) auf einer variablen Pay-per-use - Basis. Die Nutzer sind organisatorisch nicht miteinander verbunden und teilen sich die Infrastruktur. Die Public Cloud zielt auf Skaleneffekte und Consumerization. Ressourcen sind in der Regel nicht lokalisierbar. Eigentümer und Betreiber einer Public Cloud ist meist ein IT-Dienstleister. Bereitstellung von Cloud-Computing- Leistungen nur für vorab definierte Nutzer. Der Zugang erfolgt in der Regel über ein Intranet beziehungsweise ein Virtual Private Network (VPN). Management und Betrieb innerhalb eines Unternehmens oder einer gemeinsamen Organisation. Private Clouds bieten eine effiziente, standardisierte, virtualisierte und sichere IT-Betriebsumgebung unter Kontrolle des Nutzers (innerhalb seiner Firewall). Private Clouds erlauben individuelle Anpassungen. Spezialfall der Public Cloud. In einer Virtual Private Cloud wird dem Nutzer eine durch durch geeignete Sicherheitsmechanismen abgeschottete und individualisierte IT-Umgebung zur Verfügung gestellt. Der Nutzer verfügt über eine quasi-individuelle Betriebsumgebung, die über ein Virtual Private Network (VPN) mit seiner IT verbunden ist. Hybrid Cloud bezeichnet Kopplungen von traditioneller IT (Private Cloud) und Public Cloud. Die Gesamtverantwortung bleibt beim Nutzer. Die IT-Betriebsverantwortung wird geteilt; sie liegt beim jeweiligen IT-Betriebsverantwortlichen. Zugriff Mittels Browser über das Internet auf IaaS-, PaaS- und SaaS- Services Sicherer Zugang mittels VPN für einen beschränkten Nutzerkreis: in der Regel nur für den Eigentümer der Private Cloud selbst, autorisierte Geschäftspartner, Endkunden und Lieferanten. Mittels Browser über das Internet (sichere VPN-Verbindung) auf IaaS-, PaaS- und SaaS-Services Für den Teil Private Cloud: sicherer Zugang mittels VPN nur für den Nutzer selbst, autorisierte Geschäftspartner, Endkunden und Lieferanten. Für den Teil Public Cloud: mittels Browser über das Internet oder via VPN bei einer Virtual Private Cloud. SLA Standard (in der Regel nicht individuell anpassbar) Nutzerspezifisch frei definierbar In Grenzen individuell anpassbar Kombination aus Individuell (Private Cloud) und Standard (Public Cloud) Verwaltung Ausgelagert an Service-Anbieter Private Clouds werden in der Regel vom Nutzer selbst oder nach seinen Vorgaben von einem externen Dienstleister betrieben. Ausgelagert an Service-Anbieter Der Teil Private Cloud kann vom Nutzer selbst oder von einem Dienstleister betrieben werden. Damit sind prinzipiell alle Sourcing- Optionen möglich. Der Teil Public Cloud ist ausgelagert. Abbildung 4: Charakteristika verschiedener Cloud-Formate (Quelle: BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., 2010) 13

14 Offenheit Public Global Provider IaaS PaaS SaaS BPaaS Originärer Cloud Markt Virtual Private Dedicated Provider Private Inhouse Data Center Dynamic Infrastructure Service Infrastructure Virtualization Tools Integration as a Service Middleware Virtualization Tools Dynamic Apps Services Apps Virtualization Tools Dynamic BPO Services BP Virtualization Tools Erweiterter Cloud Markt Infrastruktur Plattformen Applikationen Businessprozesse Businessnähe Abbildung 5: Erweiterte Cloud-Taxonomie (Quelle: T-Systems International GmbH, 2010) SERVICE MODELLE: WAS LIEFERN CLOUDS? Nachdem nun geklärt ist, wie Clouds Services lie- die für einen Kunden entscheidende Frage, was denn eigentlich eine Cloud liefern kann. Im Markt hat sich eine Grund-Kategorisierung von Cloud-Angeboten nach drei Ebenen eingebürgert: Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Diese drei - - Infrastructure as a Service (IaaS) Infrastructure as a Service ist der bedarfsgerechte Bezug von rohen Infrastruktur-Ressourcen (wie Rechenleistung und Speicher über Netzwerk), der in der Regel tatsächlich nach Nutzung abgerechnet wird. Auf technischer Ebene werden hier im Wesentlichen Rechen- und Speicherleistung auf virtualisierten Servern sowie Netzwerkinfrastruktur-Funktionalität mit hohem Standardisierungsgrad und intelligentem System-Management als Service angeboten. Platform as a Service (PaaS) Platform-as-a-Service-Dienste stellen Entwicklungsaber auch Betriebsumgebungen (Datenbanken, -integration und Security) für Applikationen zur Verfügung. Die gemeinsam nutzbaren Laufzeit- oder Entwicklungsplattformen werden auf nicht eindeutig zugeordneten IT-Ressourcen über ein Netzwerk bereitgestellt. Für sie gibt es verschiedene Abrechnungsmodi. System-Architekten und Anwendungsentwickler nutzen Cloud-Services der Ebene PaaS, um Anwendungskomponenten zu entwickeln und plattformübergreifend zu integrieren. Ein Spezialfall: Landscape as a Service (LaaS) Diese Variante ähnelt dem Platform as a Service, wendet sich jedoch an Geschäftskunden beziehungsweise Endanwender. Sie beinhaltet die schnelle Bereitstellung von zum Beispiel SAP-Landschaften 14

15 über das Internet. Üblicherweise dauert die klassische hend aus Business Warehouse-, CRM- und Portal- Service sind solche Landschaften in einigen Minuten anmeldebereit. LaaS eignet sich auch als Plattform für weitere Anwendungen, beispielsweise für Web- Applikationen oder Exchange. Die Nutzer können über ein webbasiertes Self-Service-Portal zusätzliche Systeme für Lastspitzen oder Performance-Gewinn zuschalten, aber auch Systeme innerhalb der Landschaften ersetzen oder entfernen. Software as a Service (SaaS) Da das Internet in ICT-Architekturskizzen üblicherweise durch ein Wolkensymbol gekennzeichnet wird, werden Bereitstellung und Nutzung von Softwarediensten inzwischen als Cloud Computing bezeichnet. Software as a Service beschreibt somit die Nutzung von Software über Internet, die statt über Lizenzgebühren mit Monatspauschalen pro Nutzer oder pro Aufruf entgolten wird. Den Nutzern bleibt dabei verborgen, welche der verwendeten Ressourcen von welchem Anbieter stammen und wo die einzelnen wender nimmt Softwaredienste in einem Raum in Anspruch, der sich nur unpräzise als das Internet beschreiben lässt. Geschäftsanwendungen werden im SaaS als standardisierte Services von einem Dienstleister bereitgestellt. Desktop-, Kollaborations- und Kommuni- Geschäftsabläufe (Standardsoftware, ERP, CRM, etc.) sind Beispiele hierfür. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen den Nutzern, verschiedene Dienste unterschiedlicher Anbieter in einer integrierten Anwendung in Anspruch zu nehmen. Analysten und Berater versuchen oft, die ursprüngliche Dreiteilung zu erweitern. So formuliert Forrester beispielsweise mit Business Process as a Service zesse in einem nutzungsabhängigen Bezahlmodus erbracht werden. Natürlich lässt sich so die Cloud- Taxonomie über Offenheit der Nutzung, also die mögliche Zahl der Nutzer, sowie die Business-Nähe beziehungsweise den Geschäftswert des Angebots wesentlich erweitern (siehe Abbildung 5). 15

16 Szenarien für den Einsatz von Cloud Computing IT Sales Service Marketing HR Finance Controlling Logistik Produktion Andere Derzeitige Nutzung Geplante Nutzung innerhalb 12 Monaten 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% Abbildung 6: Einsatzbereiche von Cloud Computing im Unternehmen und deren Zuwachsraten in den kommenden zwölf Monaten. (Quelle: Deloitte Consulting GmbH, 2011) Cloud-Computing-Lösungen helfen, etliche strategische Fragen zu beantworten, mit denen sich IT- und Business-Entscheider beschäftigen: Wie synchronisieren wir unsere Informationstechnologie mit der Geschäftssituation, um möglichst reagieren zu können? Wie minimieren wir Risiken und bezahlen nur ge- Investitionsausgaben und Fixkosten in laufende Betriebsausgaben? Wie verkürzen wir die Dauer von IT-Projekten und federn Lastspitzen im laufenden Betrieb unkompliziert ab? Dafür müssen wir Ressourcen bedarfsgerecht beziehen und unmittelbar auf Marktveränderungen reagieren. Wie schützen wir Unternehmensdaten und halten gesetzliche sowie regulatorische Rahmenbedingungen ein? Die Anforderung von Security und Umweltschutz werden schließlich tendenziell noch weiter steigen. 16

17 Eine Reihe von Szenarien umschreibt sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von Cloud Computing. Dabei kommt es ganz auf die Unternehmenssituation an, welcher Einsatz am meisten Sinn ergibt. Cloud Computing als Infrastruktur-Puffer für hohe Rechenlasten und Speicherdienste wird beispielsweise für rechenintensive Projekte eingesetzt. von Entwicklungszeiten. Entwickler testen Applikationen auf Service-Plattformen und kommen durch den kurzzeitigen Zugriff auf scheinbar unbegrenzte Ressourcen rasch zu vermarktbaren Anwendungen. Beim Einstieg in neue Märkte ermöglichen schnell verfügbare IT-Services aus einer Cloud eine zügige Umsetzung von neuen Geschäftsideen und reduzieren den Time-to-Market. Außerdem können neue Geschäftsmöglichkeiten mit skalierbaren Anwendungen zunächst getestet werden. Cloud Computing wird auch ergänzend zur bestehenden IT im täglichen Geschäft eingesetzt. Das Vorhalten kaum genutzter Ressourcen entfällt, die Last der Abfederung trägt der Provider. Insbesondere Startups und kleine Unternehmen können mit Cloud Computing ihre Fixkosten gering halten. Bestehen noch keine unternehmenseigenen IT- Strukturen, so bieten Cloud-Services eine Alternative zum Eigenbetrieb oder zum klassischen Outsourcing. Für Desktop-Services kann Cloud Computing besondere Bedeutung haben: Mit Cloud Computing werden Arbeitsplatz-Systeme situationsbezogen an den Bedarf des Nutzers angepasst. Anwendungen und Daten werden in der Cloud vorgehalten, der Defekt eines Endgeräts ist weniger kritisch, zudem kann es kleiner dimensioniert und damit billiger werden. Über die Desktop-Funktion hinaus unterstützt Cloud Computing in einer Vielzahl von Funktionen, wie oder verteiltes Project Management, Supply-Chain- Anwendungen mit Lieferanten, Logistik, Außendienststeuerung, Payroll-Services, etc. Cloud-Archiving-Services ergänzen die Disaster-Recovery-Strategie von Unternehmen bis zur kompletten Ablösung der ursprünglichen Speichersysteme. Einsatzbereich von Cloud Computing im Unternehmen ist derzeit noch vor allem die IT selber. Aber es folgen bereits marktorientierte Bereiche (Sales, Services, Marketing) und mit einigem Abstand unternehmensinterne Funktionen wie HR, Finance, Controlling (siehe Abbildung 6). Die wesentlichen, alle Anwendungsszenarien dominierenden Vorteile von Cloud Computing sind die Bereitstellung einer skalierbaren IT-Infrastruktur und die Flexibilisierung von Kosten. Diese Vorteile verdienen eine tiefergehende Betrachtung. 17

18 Vorteile von Cloud Computing Cloud Computing ermöglicht es Nutzern, Infrastruktur, Speicherplatz und Anwendungen je nach Be- Geschäftsverlauf anzupassen. Die Kostenstrukturen werden durch die Variabilisierung der Kosten für ICT verbessert. Damit ist eine ganze Reihe von nicht nur betriebswirtschaftlichen Vorteilen verbunden. KOSTENEINSPARUNGEN IN DER ICT Der Einsatz von Cloud-Computing-Technologie entlastet die IT-Budgets von Unternehmen und Organisationen in mindestens vier Bereichen: IT-Investitionen und auch das Investitionsrisiko sinken durch den Wegfall von Investitionen in Server, Speicherplatz und Software, die durch niedrigere laufende Ausgaben im Pay-as-you-use-Modus ersetzt werden. Ehemals in Investitionen gebundene Finanzmittel können anderweitig eingesetzt werden. Allerdings verursacht die Einführung und Adaption von Cloud-Computing-Technologien ebenfalls Kosten, die hier gegengerechnet werden müssen. Innovations- und R&D-Kosten in der IT lassen sich reduzieren, wenn auf standardisierte Cloud-Applikationen statt auf teure Eigenentwicklungen zurückgegriffen wird. Dies betrifft nicht nur die direkten Entwicklungskosten, sondern auch die Kosten der Rollouts von neuen Anwendungen, die zentral und benutzerfreundlich aus der Cloud heraus erfolgen können. IT-Personalkosten werden geringer, da die Anzahl der Mitarbeiter der eigenen IT-Abteilung reduziert werden kann oder IT-Spezialisten und -Verwalter in anderen Bereichen eingesetzt werden können. Dasselbe gilt für Betriebs- und Wartungskosten: Ebenso entfallen die Kosten für Software-Lizenzen, Wartungspauschalen, Rechenzentrummieten. Die Auslagerung des kompletten Applikations-Managements verschafft den ICT-Abteilungen weitere Freiräume. Bei einem durchschnittlichen Budgetaufwand von 70 bis 80 Prozent für den laufenden Betrieb setzt Cloud Computing Gelder für Innovationen frei. Sonstige laufende IT-Kosten für Stromversorgung und Kühlung von Rechenzentren sowie Leerstandskosten entfallen beim Nutzer von Cloud-Computing- Services. Selbst wenn Teile dieser Kosten vom Anbieter von Cloud-Computing-Services in die zu zahlenden Entgelte eingepreist werden, werden die Gesamtkosten durch den höheren Auslastungsgrad beim Anbieter der zentralisierten ICT-Services niedriger sein. Gleichzeitig erhöht Cloud Computing die Kostentransparenz der genutzten Services, ermöglicht die verbrauchsgenaue Abrechnung und damit eine Steuerung der in Anspruch genommenen ICT-Services. BEISPIELE FÜR KOSTENSENKUNGEN DURCH CLOUD COMPUTING Cloud Computing hilft, Kosten auf vielen Ebenen zu senken. Einige Beispiele illustrieren dies: Konsolidierung der ICT-Infrastruktur: Server, Netzwerke und Speicher können in einer Private Cloud konsolidiert werden. Das US-Verteidigungsministerium zum Beispiel führte seine 194 Rechenzentren in 14 Private Clouds zusammen und spart pro Jahr mehrere 100 Millionen US-Dollar. 18

19 Entwicklungskosten Das Beispiel Amazon Eli Lilly: Für die Datenanalyse bei der Entwicklung eines Medikamentes zahlte Eli Lilly nur 89 US-Dollar an Amazon Web Services. Die Alternative für Eli Lilly wäre der Kauf von 25 Servern im Bereich Research gewesen. Da die Entgelte für Cloud- Services laufende Betriebsausgaben sind, helfen sie, langwierige Investitionsanträge und -genehmigungsverfahren zu vermeiden. Die Nutzung von Cloud-Services verkürzte bei Eli Lilly den IT-Budgetierungs- und Genehmigungsprozess und damit den Time-to-Market um drei Monate. Schätzungen gehen für diesen Fall im patentgeschützten Markt für Arzneimittel von eingesparten Opportunitätskosten von einer Milliarde US-Dollar aus. FLEXIBILITÄT UND GESCHWINDIGKEIT xibel einsetzbar; sie sind skalierbar, können schnell hinzu gebucht oder storniert werden, je nachdem, wie hoch der Bedarf ist. Das prädestiniert Cloud Computing für den Einsatz gelegentlicher, saisonaler oder zeitlich begrenzter Arbeiten beziehungsweise zur Abdeckung von Lastspitzen. Die durch Cloud Computing gewonnene Flexibilität umfasst mehrere Dimensionen: Höchstlasten oder Minderbedarfe müssen weder der im Unternehmen vorher angemeldet werden. Beschränkte IT-Kapazitäten behindern nicht mehr die Unterstützung von Geschäftsprozessen, da sich Kapazitäten bei Bedarf automatisch hinzu- oder abschalten. Leerstandkosten werden vermieden. ICT-Kapazität kann besser an die Anforderungen und Auslastungsschwankungen des Geschäfts angepasst werden. Die Reaktionszeiten von Unternehmen auf Marktanforderungen verkürzen sich, wenn ICT-Ressourcen kurzfristig variiert werden können. Das ermöglicht Unternehmen eine hohe Agilität, beispielweise im Projektgeschäft, bei organisatorischen Veränderungen und bei Mergers & Acquisitions sowie Desinvestitionen. licher Anbieter von ICT-Services zur Auswahl. Das schnellere Eingehen von Geschäftsbeziehungen mit Cloud-Computing-Anbietern, aber auch die Revision von Entscheidungen, wenn sich Rahmenbedingungen ändern, sind Vorteile von Cloud Computing gegenüber traditionellen Outsourcing- Partnerschaften. SICHERHEIT IN DER CLOUD Bei Sicherheitsaspekten kann Cloud Computing in einigen Bereichen Pluspunkte verbuchen, auch wenn Sicherheit in der Cloud besondere Aufmerksamkeit erfordert. Die Vorteile hierbei wären: Skalenvorteile durch Mindestgröße: Sicherheitsvorkehrungen für Datenspeicherung, Datenübertragung und Datenverarbeitung sind wirtschaftlicher durchzuführen, wenn eine ausreichende Größenordnung erreicht wird. Sicherheitsmindeststandards: Die Erwartungen der Kunden, die Anforderungen des jeweiligen Marktes und der Druck der Konkurrenz spornen Cloud-Computing-Anbieter zu einem Höchstmaß von Sicherheitseinrichtungen an. Standardschnittstellen: Große Anbieter von Cloud Computing können über Standardschnittstellen leicht und effektiv mit Anbietern von Managed-Security-Services zusammenarbeiten. Belastbarkeit: Innerhalb der Cloud können Ressourcen zur Au- jeweils größten Bedarfes bereitgestellt werden. Updates und Patches: Innerhalb einer Cloud können Programm-Aktualisierungen, Sicherheitseinstellungen und Software-Patches schnell durchgeführt werden. Dies ist insbesondere für Software-as-a-Service-Nutzer vorteilhaft. Ressourcenkonzentration: Der Zugang und die Zugriffsmöglichkeiten auf eine große Daten-Ressource sind leichter und billiger zu 19

20 steuern als auf viele verteilte kleine Datenspeicher (wie zum Beispiel Außendienst-Laptops mit eigenen Festplattenlaufwerken). NEUE GESCHÄFTSMÖGLICHKEITEN DURCH CLOUD COMPUTING Cloud Computing ermöglicht nicht nur Kosten- und Flexibilitätsvorteile für bestehende Geschäftsmodelle, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten. Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) bekommen schnellen und preiswerten Zugang zu Internettechnologien, die skalierbar sind und ihnen den Zugang zu nationalen und internationalen Märkten erleichtern. Vorteile liegen dabei in einer erhöhten Automation und einem verbesserten Informationsaustausch über die gesamte Wertschöpfungskette sowie in einer besseren direkten Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und sonstigen Partnern. Kleine und mittelgroße Unternehmen müssen nicht mehr im Vorfeld umfangreich in ICT-Kapazität investieren, sondern können mit skalierbaren Ressourcen aus der Cloud neue Märkte mit reduziertem Time-to- Market erschließen. Die Eintrittsbarrieren in neue Märkte sind dank Cloud Computing niedriger denn je. Dies wird besonders deutlich am Beispiel von Software-Anbietern: Jeder Freelance-Programmierer kann nun mit geringem Aufwand und gemieteten Ressourcen Anwendungen entwickeln und auf den Markt bringen. 20

21 Akzeptanz der Cloud Risiko des Governance-/Kontroll-Verlusts Unzureichende Datensicherheit/Verfügbarkeit Offene Compliance Fragen oder rechtliche Fragen Zweifel hinsichtlich der langfristigen Verfügbarkeit des Angebotes Risiko eines Vendor Lock-in Kein finanzieller Nutzen Unklare Lizensierung 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% Abbildung 7: Die Top-Vorbehalte gegenüber einer Verlagerung der eigenen ICT und Daten in die Cloud (Quelle: Deloitte Consulting GmbH, 2011) Mit jedem ICT-Service-Modell sind Risiken verbunden, insbesondere, wenn Daten und Applikationen ausgelagert werden. Nach wie vor gibt es Vorbehalte, die eigene ICT ins Netz zu verlagern. Meldungen über Systemausfälle bei Salesforce.com oder bei Amazons Speicherdienst S3 machen es dem Modell Cloud Computing nicht leichter. Das fehlende Vertrauen in Datenschutz- und Datensicherheits-Konzepte sowie die im Einzelfall unklare rechtliche Situation sind derzeit die größten Hemmnisse für eine schnellere Marktentwicklung im Cloud Computing. Dabei spielt es keine Rolle, dass Daten in der selbst betriebenen Infrastruktur oft gefährdeter sind als in der Cloud. Eine aktuelle Umfrage listet die hauptsächlichen Sorgenfelder gegenüber Cloud-Anwendungen auf (siehe Abbildung 7). Unterschieden werden sollten allerdings subjektive Vorbehalte gegenüber der Cloud, die der Fremdheit eines neuen Service-Modells geschuldet sind, von den Cloud Computing inhärenten Risiken. Erstere sind durch Information und Vertrauen in Cloud-Services- Anbieter zu relativieren; letztere bedürfen konkreter Maßnahmen und Gestaltung bei der Einführung eines Cloud-Computing-Modells. Zunächst zu Vorbehalten eher atmosphärischer, subjektiver Art. SUBJEKTIVE VORBEHALTE GEGENÜBER CLOUD-ANWENDUNGEN Sind physische Datensicherheit und Zugriff jederzeit gewährleistet? An erster Stelle der Vorbehalte steht die Sicherheit der Daten. Unternehmen schrecken davor zurück, 21

22 bereich zu entlassen. Das spiegelt die Sorge wider, im entscheidenden Moment nicht auf die Daten zugreifen zu können, sei es, dass der Dienst gerade nicht verfügbar oder dieser nicht ausreichend leistungsfähig ist. Diese Sorge scheint übertrieben: Kommt es in einer klassischen IT-Umgebung zu Hardware-Ausfällen, entsteht großer Schaden, wenn das System nicht redundant ausgelegt ist. Das ist aus Kostengründen kaum durchgängig der Fall. Charakteristisch für Cloud Computing ist eine hohe Verfügbarkeit durch verschiedene Maßnahmen, die durch Skaleneffekte auch bezahlbar bleiben. Ausfälle werden abgefangen. In einer herkömmlichen Server-Landschaft kann es zu Performance-Verlusten oder -Ausfällen durch unerwartete Lastspitzen kommen. Ein wesentlicher Vorteil des Cloud Computing ist, dass sich Res- gen anpassen lassen und Überlastungen damit nicht auftreten. Liegen die Daten in der Cloud nicht zu weit Wie beim privaten PC-Nutzer stellt sich auch für manchen potenziellen Cloud-Kunden die bange Frage, ob er nicht einer zu großen räumlichen Trennung von seinen Daten zustimmt. Der Vorteil der kurzen Wege zum eigenen Rechenzentrum scheint verloren. Kompensiert oder sogar mehr als ausgeglichen wird dieser Nachteil durch einen Gewinn an Sicherheit aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Nutzung und Datenhaltung sowie einer ergänzenden Datenspiegelung in weiteren Rechenzentren je nach Sicherheitskonzept des Cloud-Anbieters. Sind die Daten ausreichend gegen den Zugriff unbefugter geschützt? Von der Datensicherheit, dem Schutz gegen Manipulationen und einer hohen Verfügbarkeit hängt das Überleben eines Unternehmens ab. Firmen stünden ohne Zugriff auf ihre Daten nach kurzer Zeit vor dem Image, wenn zum Beispiel im Fall Sony Millionen sensibler Kundendaten gestohlen werden. Nutzt ein Unternehmen proprietäre Systeme im eigenen Rechenzentrum, kann es selbst für Datenschutz sorgen. Sollten Unternehmen also trotz der hohen Flexibilität und der rein verbrauchsabhängigen Bezahlung lieber auf die Wolke verzichten? Beispielsweise in eine Private Cloud mit eigener An- über das öffentliche Internet, sondern über das getunnelte Netz des Providers ein, und durch Verschlüsselung der Daten lässt sich weiteres Risiko zuverlässig ausschließen. Ist die Software des Cloud Providers State-of-the-Art? Jede Software hat Fehler und Sicherheitslücken, die sich sobald bekannt durch Updates beheben lassen. Bei seiner eigenen ICT ist ein Unternehmen für - beitsabläufe stören und außerdem zu weiteren Fehlern führen. Beim Cloud Computing spielt der Provider Updates zentral ein und sorgt dabei für Systemstabilität und Ausfallsicherheit. Sind die Daten in der Cloud heftiger von Viren bedroht? In herkömmlichen IT-Umgebungen sind in der Regel Antiviren-Programme im Einsatz. Aufgrund der relativ geringen Rechenleistung und der Alterung von Virenscripten ist die Erkennung neuer Schadsoftware manchmal schwierig. Beim Cloud Computing kann auch diese Aufgabe zentralisiert und damit wirtschaftlich, effektiv und aktuell durchgeführt werden. Automatisch genießen alle Kunden des Anbieters den gleichen Schutz. 22

23 SCHLIESSEN VON SICHERHEITSLÜCKEN: UNTERNEHMEN SIND NICHT SCHNELL GENUG Laut der Qualys-Studie»The Laws of Vulnerabilities 2.0«brauchen Unternehmen im Durchschnitt 59 Tage, um Patches für Sicherheitslücken aufzuspielen waren es 60 Tage. Das ist also ein Rückgang um einem Tag in fünf Jahren. Wenn man bedenkt, wie viel Mühen und Automatisierungsbestrebungen in diesen fünf Jahren auf das Patch-Management verwandt wurden, ist dies nicht gerade ein durchschlagender Erfolg. Und das demonstriert nicht nur, wie enorm die Herausforderungen sind, sondern auch, wie marode das derzeitige Software-Ökosystem überhaupt ist. Konzentrieren sich Hackerangriffe auf Ziele in der Cloud? Datendiebstahl beim Sicherheitskonzern RSA, Angriffe auf die US-Börse Nasdaq und den französischen Stromkonzern EDF, Attacken auf Google- und Sony- Datenbanken: Noch nie waren Großunternehmen von Hackern so bedroht wie heute. Ausgerechnet RSA, einer der führenden Anbieter von IT-Sicherheitstechnologie, musste Ironie des Schicksals eine groß angelegte Überprüfung seiner so genannten Tokens ankündigen, von denen bei gut Kunden nach Schätzungen mehr als 40 Millionen im Umlauf sind. Diese elektronischen Schlüssel erzeugen Zahlenfolgen, mit denen sich Mitarbeiter über Virtual Private Networks (VPN) in Firmennetzwerke einwählen. RSA war Opfer von Hackern geworden, die Daten für die Tokens entwendeten, mit denen sie dann in das Computersystem des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin eindrangen. Alle Systeme, Anwendungen und Datenspeicher, ganz gleich in welcher Umgebung, können angegriffen werden. In klassischen ICT-Umgebungen muss der Anwender selbst Maßnahmen wie Firewall, Intrusion Detection, Virusscanner oder die Isolation des Servers vom öffentlichen Netz planen, realisieren, kontrollieren und aktualisieren. In der Cloud übernimmt der Dienstleister analog zum klassischen IT-Outsourcing diese Aufgaben. Manche Cloud-Anbieter beauftragen zudem unabhängige Sicherheits- maßnahmen zu entwickeln. Intel zielt mit dem Kauf IT-Sicherheit schon auf dem Chip das ganze Sicherheitskonzept der IT-Branche steht damit vor einer Umwälzung. Sind Daten in der Cloud vor Verlust oder Diebstahl von Hardware geschützt? In einer klassischen Umgebung nutzen Mitarbeiter mobile Endgeräte oder USB-Sticks mit vertraulichen oder kritischen Daten. Gehen sie verloren oder werden gestohlen, entsteht hoher Schaden, selbst bei vorhandenen Sicherungskopien oder Verschlüsselungen. Cloud Computing kann diese Gefahr durch zentrale Datenhaltung und die Verwendung von Thin Clients eliminieren. INHÄRENTE SCHWÄCHEN VON CLOUD-MODELLEN Viele der subjektiven Befürchtungen erweisen sich bei näherer Betrachtung als übertrieben. Dennoch weisen Cloud-Modelle einige inhärente Schwächen auf, die durch technische, rechtliche und Managementkonzepte auszugleichen sind. Hierzu gehören: Risiko: Anfälligkeit einer technisch verteilten Umgebung Umgebung. Das macht sie prinzipiell unsicherer als Daten in geschlossenen IT-Systemen. So wird die Sicherheit der Daten zum Prüfstein aller Cloud-Pläne: Die Übertragung muss also verschlüsselt über gesicherte Leitungen erfolgen, wie beispielsweise beim Online-Banking. Weitere Maßnahmen sind Kontrolle 23

24 ten Sicherheitsregeln entsprechen. Werkzeuge wie verschlüsselte Verbindungen, Antivirenlösungen und Firewalls werden eingesetzt, zusätzlich spielt das Management der Zugriffsrechte eine wichtige Rolle. Risiko: Schutz virtueller Maschinen Wesensmerkmal der Cloud ist die Virtualisierung; sie trennt den Nutzer von der eigentlichen Hardware wie Rechner und Plattenspeicherplatz. Möglicher Nachteil unter Sicherheitsaspekten: Laufen mehrere Anwendungen von unterschiedlichen Unternehmen auf ein und demselben Server, und sind Administratoren-Accounts restriktiv, arbeitet ein Administrator oft mit Root-Rechten des Betriebssystems, um das Host-System zu managen. Mit diesen Rechten ist er aber auch in der Lage, die angebundenen virtuellen Systeme zu manipulieren. Die virtuellen Maschinen sind nicht geschützt, wenn sie vom übergeordneten System manipuliert werden können. Abhilfe schaffen Zugriffskontrollsysteme mit striktem Rollenmanagement. Anders als in herkömmlichen IT-Umgebungen ist in der Cloud meist nicht bekannt, auf welchen Systemen, in welchem Rechenzentrum und vor allem in welchem Land der Provider seine Daten speichert. Zudem beauftragen manche Provider Subunternehmen. Insbesondere bei der Verarbeitung personenbezogener Daten können dadurch rechtliche Probleme entstehen. Überschreiten die Daten Ländergrenzen, erfüllen sie möglicherweise nicht mehr wichtige Anforderungen an die Sicherheit oder rechtliche und und Polen nicht erlaubt, Finanzdaten außerhalb des Landes zu verarbeiten. In den USA und anderen Ländern fallen Sicherheitstechnologien wie Verschlüsselung unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Eine Lösung dieses Dilemmas kann einerseits in einer Zusicherung des Providers liegen, Daten nur in - Lastenheft zu dokumentieren, welche Daten und welche individuellen Rechtssysteme von Heimat- und Gastländern kompatibel sind. Eine gewisse Verschärfung auch innerhalb der EU erfährt das Problem der Ländergrenzen durch interne Richtlinien der Kundenunternehmen zur EU-weiten Ausschreibung von größeren Cloud-Projekten und eine möglicherweise für das Cloud Computing kontraproduktive Gesetzgebung im Heimatland des wirtschaftlich günstigsten Anbieters. Risiko: Unkontrolliertes Verlassen des Rechtsraumes In den dynamischen und offenen Cloud-Computing- Cloud-Anbieter müssen die Daten auf von ihnen ausgewählten Rechnern speichern und eventuell auch kopieren und duplizieren, um ihre Infrastrukturkapazität bestmöglich zu nutzen und ihre Performance zu optimieren. Diese Prozesse liegen üblicherweise können zu Vertraulichkeitsproblemen führen, wenn die Daten Landesgrenzen überschreiten, auf weniger sicheren Systemen gespeichert werden oder unverschlüsselt gespeichert sind. Abhilfe schaffen konkrete Vereinbarungen zwischen Anbieter und Nutzer. USA PATRIOT ACT Wer bei US-Unternehmen Daten in der Cloud abspeichert, kann damit rechnen, dass amerikanische Behörden von amerikanischen Cloud Providern Einsicht in die Kundendaten verlangen. Unternehmen sollten daher sensibilisiert sein, dass eine ausführliche Eva- 24

25 luation im Vorfeld der Nutzung von Cloud Computing unerlässlich ist. Der USA Patriot Act wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2011 als ein Anti-Terror-Gesetz eingeführt und erlaubt amerikanischen Behörden weit reichenden Zugriff auf Daten von US-Unternehmen und ihren Kunden, unabhängig vom Speicherort. Außerdem verbietet das Gesetz den Anbietern, diese Datenweitergabe gegenüber ihren Kunden offenzulegen. Europäischen Unternehmen, die ihre Daten vor dem Zugriff von US-Behörden schützen wollen, sollten einen Anbieter auswählen, der nicht dem USA Patriot Act unterliegt. Risiko: Verfügbarkeit und Performance Cloud-Services werden an vergleichbaren eigenen Anwendungen gemessen. Performance und Verfügbarkeit bestimmen die Qualität des Services. Cloud- Computing-Systeme sind meist über ein öffentliches Netzwerk zu erreichen und beispielsweise verteilten Denial-of-Service-Angriffen ausgesetzt. eine zu große Anzahl von Serviceanfragen auf die Infrastruktur des Cloud-Anbieters, die nicht nur einen einzelnen Service, sondern das ganze Cloud-Computing-System beanspruchten, können zu einer Beeinträchtigung der Verfügbarkeit eines Cloud-Services führen. Dieses Risiko teilt sich Cloud Computing allerdings mit der Inhouse IT. Risiko: Schutz der Daten-Integrität Ein Cloud-Computing-System gewährleistet die Integrität der zu schützenden Daten, wenn es einem Dritten unmöglich ist, diese zu verändern. Nicht nur der Cloud-Service, der vom Endbenutzer verwendet wird, sondern auch alle weiteren beteiligten Komponenten eines Cloud-Computing-Systems müssen die Integrität der Daten wahren. In komplexen, verteilten Cloud-Computing-Systemen kann dies sehr anspruchsvoll sein. Daten, die beispielsweise auf einem virtuellen Festplattenspeicher abgelegt sind, müssen vor nicht-autorisierten Manipulatio- der Systeme eines Cloud-Anbieters können zu einer Integritätsverletzung führen. Daten in Cloud-Computing-Systemen sollten immer den, wobei die Originalprüfsumme bei einem vertrauenswürdigen Dritten zum Vergleich hinterlegt werden kann. Risiko: Korrekte Datentrennung Unternehmen und Behörden müssen ihre Daten und Transaktionen streng von anderen trennen, so dass möglich ist. Risiken sind Verlust der Kontrolle der Unternehmensdaten, unsichere oder unvollständige Datenlöschungen auf Servern, eine schwachstellenbehaftete Mandantentrennung oder offene Benutzerschnittstellen. Technische Vorkehrungen der Provider, laufende Zer- mieren hier die Risiken. Risiko: Bruch der Vertraulichkeit Ein System gewährleistet Vertraulichkeit der Informationen, wenn es unautorisierte Informationsgewinnung verhindert. Dies erfordert Berechtigungen und Kontrollen, die sicherstellen, dass niemand unautorisiert Informationen erlangt. 25

26 Zum Schutz kommen in der Cloud üblicherweise kryptographische Verfahren sowie Zugriffskontrollen zum Einsatz, die auf starker Authentisierung basieren. Risiko: Haftung Beim Cloud Computing kann es zu Haftungsstreitigkeiten kommen, beispielsweise bei einer Verletzung von Service Level Agreements, die auf technische Probleme im Netzwerk oder beim IT-Betrieb zurückgeht. Oft ist der Verursacher nur schwer zu ermitteln, wenn keine End-to-End-Lösung verantwortet wird. Datenverlusts wie haftet, und ob Dritte aufgrund ei- Unternehmensdaten haben. Klare Verträge, SLAs und Cloud-Angebote aus einer Hand sorgen zumindest für eine Eindeutigkeit der Haftung. Risiko: Mehrere Cloud-Subanbieter An Cloud-Computing-Services können mehrere oder wechselnde Dienstleistungspartner beteiligt sein. Die Delokalisierung macht es oft unmöglich, zu bestim- Landesrecht und welche Haftung gilt. Beliebig kom- mehrere Dienstleister aus unterschiedlichen Ländern mit mangelhafter vertraglicher Grundlage zusammenwirken. Auch hier gilt: Klare Verträge, SLAs und Cloud- Angebote aus einer Hand sorgen zumindest für eine Eindeutigkeit der Haftung. Risiko: Sicherheit Manche der aktuellen Cloud-Computing-Angebote erfüllen nur teilweise die Sicherheitsanforderungen von Firmenkunden. Allen Lösungen gemeinsam ist die Anbindung der Unternehmen über das Internet meist als Virtual Private Network (VPN) an die Cloud. Eine direkte Anbindung in Form einer Punktzu-Punkt-Verbindung bietet die höchste Sicherheit, ist in den meisten Fällen aber nicht möglich. Risiko: Abhängigkeit vom Cloud-Service-Anbieter Oft wird befürchtet, zu sehr von Cloud-Dienstleistern abhängig zu werden oder die Kontrolle über Daten und Services zu verlieren. Daher ist zu klären, ob Interoperabilität der Daten in einer Cloud gegeben ist: Sind geeignete Schnittstellen zu anderen Anwendungen vorhanden? Können die Daten aus der Cloud gegebenenfalls an einen anderen Provider übergeben werden? ÜBERSICHT: TOP SICHERHEITSRISIKEN Bösartiger Insider: Mutwillige oder kriminelle Sabotage Compliance-Risiko: Der Cloud-Anbieter erfüllt Compliance- oder Prüfungsanforderungen nicht Datenschutz: Der Cloud-Anbieter verarbeitet Daten nicht gemäß den Sicherheits- oder gesetzlichen Vorschriften Datenvermischung: Datenvermischung zwischen mehreren Anwendern einer Cloud Interface-Versagen: Ausnutzung von Interface-Schwachstellen, um unbefugt Datenzugang zu erhalten Kontrollverlust: Kontrollverlust, der die Sicherheit gegenüber dem Cloud-Anbieter beeinträchtigt Lock-in: Mangel oder Verlust der Datenportabilität Unvollkommene Datenlöschung: Verlangte Datenlöschungen werden nicht oder unvollkommen durchgeführt 26

27 Struktur und Entwicklung des Cloud-Marktes Aus welchen Branchen kommen Ihre Kunden hauptsächlich? Chemie, Pharma, Health Care Finanzsektor Industrielle Produktion Technologie, MuK Handel und Konsumgüter Automobilindustrie und Zulieferer Energiewirtschaft Transport und Logistik 63% 63% 63% 61% 59% 59% 57% 57% Öffentlicher Sektor 39% Keine Angabe 12% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% Abbildung 8: Cloud Computing Navigation in der Wolke (Quelle: PricewaterhouseCoopers AG, 2011) WER FRAGT CLOUD COMPUTING NACH? Der Beginn der Cloud-Lösungen waren Anwendungen für Privatleute. Xing- oder Facebook-Mitglieder nutzen ohne lange darüber nachzudenken die Cloud, -Kunden bei Hotmail oder GMX desgleichen. Inzwischen werden über Cloud-basierte Angebote im Web Speicherplatz, Anwendungen und Collaboration-Software für Privatleute in den Basisversionen zumeist kostenlos angeboten. Für Digital Natives wird diese Nutzung von Angeboten ein no- cherheit und Privacy oft verbraucherunfreundlichen Geschäftsbedingungen. Anders bei Firmenkunden: Sie wägen sorgfältig Einsatzbereich und Angebot aus der Cloud ab. Schließlich beziehen sie mit IT-Services aus dem Netz wesentliche Komponenten ihrer Infrastruktur oder bauen gar ihr Geschäftsmodell darauf auf. Längst aber nutzen kleine, mittelständische und große Unternehmen Services des Cloud Computing. Typische Beispiele für eine dauerhafte Verlagerung von Services in die Public Cloud sind die Nutzung von Google Apps, Salesforce CRM oder Microsofts Installationen. Hier geht der Nutzer ein dauerhaftes Dienstleistungsverhältnis mit dem Cloud Provider ein. 27

28 Weitere Beispiele sind: An die Rechenzentren des Dienstleisters Amadeus sind rund Reisebüros und fast Airline-Verkaufsstellen angebunden. Von Reservie- in der Cloud statt. Für kleine und mittelständische Unternehmen bietet Microsoft Deutschland einen neuen Online-Ser- Betriebe hatten nicht mehr als 25 Beschäftigte. Die Deutsche Telekom bezieht aus der Cloud ICT-Services zur Buchung von Rechnungen und Zahlungsvorgängen sowie zur Verwaltung von Kundenkonten und -forderungen. Das Revenue- Management-System verarbeitet dabei mehr als 1,5 Millionen Zahlungsvorgänge pro Tag für rund 30 Millionen Kunden. Der Reiseveranstalter DERTOUR arbeitet mit einer hoch automatisierten Cloud-Infrastruktur und fängt damit Leistungsspitzen ab, indem er zu Stoßzeiten Kapazitäten hinzubucht. Bayer modernisiert weltweit die Arbeitsplätze von mehr als Mitarbeitern mit dem Aufbau einer einzigen Plattform für alle Formen der Kommunikation, vom Telefon über bis zu sozialen Netzwerken. Die Umstellung hat Gründe: Programme wie Textverarbeitung oder Werkzeuge zur Zusammenarbeit können über das Internet genutzt werden, müssen also nicht mehr auf den Firmenrechnern installiert werden. Bayer Healthcare stattet seine Vertriebsmannschaft in China mit Laptop auf dem Weg in die Cloud. Jaguar Landrover wollte Kosten reduzieren und wieder Transparenz in die IT-Landschaft bekommen, als sich das Unternehmen entschied, Arbeitsplätze auf Google Apps umzustellen. Standardisierung wird dabei nicht als Einschränkung, sondern als Vorteil empfunden. Die Kosteneinsparungen ergeben sich aus kostengünstigeren Software-Varianten und vor allen durch die Reduktion der Wartungskosten. Besonders in der Medienbranche wird Cloud Computing eingesetzt. Beispiele hierfür sind der Einsatz von Amazon-Web-Services für das Konversionsprojekt archivierter Artikel und Bilder auf das PDF- Format bei der New York Times oder ein IT-Projekt im dänischen Medienhaus Berlingske Media; 2010 wurden dort insgesamt Nutzer auf Google Mail und Google Apps überführt. Ebenfalls 2010 wurde bekannt, dass die Telegraph Media Group den Einsatz von Software as a Service, einem der populärsten Cloud-Service-Modelle: Salesforce zur Kundenbetreuung, Google für und Collaboration, Ooyala zur Videodistribution, Disqus für Blogs und Cordys für das Management der Ge- Netzwerk- Anbindung & HW Infrastruktur & Betrieb Plattform- Services Anwendungssoftware Application Mgmt. & Service Bündelung Service Erbringung & Kunden- Support Systemintegration Beratung Telcos/ ISP & HW- Anbieter IaaS- Anbieter PaaS- Anbieter SaaS- Anbieter SaaS-Anbieter & -Integratoren Systemintegratoren Abbildung 9: Anbietergruppen im Umfeldsystem des Cloud Computings (Quelle: BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., 2009) 28

29 Eine Umfrage der PricewaterhouseCoopers AG unter 51 Anbietern von Cloud-Computing-Services in Deutschland belegt, dass Cloud-Services von nahezu allen Branchen nachgefragt werden, vom produzierenden Gewerbe über Handel, Dienstleister und Finanzdienstleister bis hin zur Energiewirtschaft. Etwas schwächer vertreten ist lediglich der Öffentliche Sektor. Überraschend ist, dass Unternehmen jeder Größenordnung, kleine, mittlere und große, Cloud- Services in Anspruch nehmen; die oft geäußerte Annahme, die Cloud sei nur etwas für große Unternehmen, stimmt also nicht. CLOUD-ANBIETERSTRUKTUR UND MARKTVOLUMINA Viele verschiedene Anbieter bieten Cloud-Computing-Services im Rahmen ihrer Kompetenz an (siehe Abbildung 9). Es sind beispielsweise Netz-, IT-Infrastrukturanbieter, Software as a Service, Hosting und Outsourcing Provider. Alle ihre Leistungen in Kombination bilden das Komplettpaket Cloud Computing je nach Anbieter mit den entsprechenden Schwerpunkten. Dabei sind TK-Service-Provider in einer guten Ausgangssituation, weil sie das Rückgrat der Cloud kontrollieren das Netz. Cloud Computing wird die Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihre Geschäftsmodelle nachhaltig verändern. Sinkende Verbindungskosten und steigende Datenübertragungsraten unterstützen dabei. Der frühere BITKOM-Präsident, Professor August- Wilhelm Scheer, erwartet sogar, dass in weniger als zehn Jahren viele Unternehmen ohne hausinterne IT und Rechenzentren auskommen werden. Dann würden fast alle Unternehmen Cloud Computing nutzen zumindest ergänzend. Das ist eine kühne Schätzung. Total public cloud markets (US$ billions) $180 $160 $140 $120 $100 $80 $60 $40 $20 $0 BPaaS PaaS IaaS SaaS BPaaS ($) 0,15 0,23 0,35 0,53 0,80 1,26 1,95 2,93 4,28 6,00 7,66 9,08 10,02 SaaS ($) 5,56 8,09 13,40 21,21 33,09 47,22 63,19 78,43 92,75 105,49 116,39 125,52 132,57 PaaS ($) 0,05 0,12 0,31 0,82 1,08 4,38 7,39 9,80 11,26 11,94 12,15 12,10 11,91 IaaS ($) 0,06 0,24 1,02 2,94 4,99 5,75 5,89 5,82 5,65 5,45 5,23 5,01 4,78 (Quelle: Forrester Research, Sizing, 2011) 29

30 Dennoch: Mit Cloud Computing werden weltweit bereits Umsätze im zweistelligen Milliarden-Dollar- Bereich erzielt (siehe Abbildung 10). Die Aussagen zur Größe des Marktes variieren jedoch stark, je nach eindeutigen Unterscheidung nach Public oder Private Clouds. Für Deutschland erwartet etwa Berlecon Research Umsätze mit Public Cloud Computing von über 20 Milliarden Euro im Jahr Dies entspricht dann etwa 20 Prozent der gesamten IT-Ausgaben deutscher Unternehmen. Allein im Bereich der internetbasierten Softwarelösungen (Software as a Service) sollen die Aufwendungen für Public-Cloud-Leistungen bis 2025 auf elf Milliarden Euro ansteigen und damit 90 Prozent der Gesamtausgaben für Standardsoftware in Deutschland ausmachen. TRENDS VERÄNDERN UNTERNEHMEN UND TREIBEN CLOUD COMPUTING VORAN ICT IST DER TREIBER Cloud Computing ist die Spitze des Eisbergs dessen, was aus ICT werden wird: eine leicht verfügbare Ressource, weitgehend nach eigenen Wünschen gestaltbar. Vier Markttrends befeuern das Thema Cloud Computing in Zukunft eher noch heftiger als bisher: Eine zunehmende Globalisierung (vor allem in der virtuellen Welt) sorgt für neue und dynamischere Märkte bei gleichzeitiger Zunahme des Wettbewerbs und der Wettbewerbsgeschwindigkeit. schen tritt in den Arbeitsmarkt ein und will auch am Arbeitsplatz Ressourcen und Dienste nutzen, die originär für das persönliche Umfeld konzipiert waren. Mobilität und webbasierte Anwendungen sind für sie essenziell. Anhaltender Kostendruck zwingt Unternehmen, Organisationen und deren IT, ihre Investitionen auf den Prüfstand zu stellen. Auch grüne Überlegungen spielen hierbei eine Rolle. In den letzten Jahren sind viele Technologien ausgereift, die wesentlich für den Aufbau von Clouds sind. Sie ermöglichen eine hohe Automation in der Produktion von IT (IT-Industrialisierung); gleichzeitig erlauben weithin verfügbare breitbandige Netze performante Zugänge zu Cloud-basierten Ressourcen. Diese Trends ermöglichen, ja drängen Unternehmen zu Verhaltensänderungen, die sich ganz maßgeblich auswirken werden auf die Art der zukünftigen Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen, mit Partnern und mit Kunden: Unternehmen beziehen immer mehr ICT-Services aus dem Netz. ICT-Leistungen nach Bedarf zu nutzen und verbrauchsabhängig zu bezahlen, macht Marktveränderungen reagieren. In jedem Produkt stecken bereits heute die Leistungen verschiedener Unternehmen, ihrer Partner und Kunden. Meist arbeiten sie weltweit verteilt zusammen. Die Automobilindustrie gilt als Pionier hier stimmen sich schon heute hunderte Zulieferer untereinander und mit den Herstellern ab. Auch in anderen Industrien verlangen die neuen Formen der Zusammenarbeit maßgeschneiderte Plattformen. Immer mehr Unternehmen machen ihre Mitarbeiter mobil und werden damit selber zum Mobile Enterprise. Mitarbeiter greifen unabhängig von Ort, Zeit und Endgerät auf ihre Daten zu und arbei- neue Freiheiten, zum Beispiel im vernetzten Automobil, das neben Handy und PC künftig ebenfalls auf der Datenautobahn mitfährt. 30

31 Wertschöpfung wird in den nächsten Jahren anders und effektiver erbracht werden; ICT ist ein wesentlicher Faktor, dies in einer vernetzten Wirtschaft zu ermöglichen. Die Vernetzung wird in den nächsten Jahren weiter voranschreiten. WOHIN ENTWICKELT SICH DIE CLOUD? DAS INTERNET OF EVERYTHING 4,3 Milliarden Adressen der Version 4 des Internetprotokolls (IPv4) schienen den Pionieren des Internets damals durchaus ausreichend. Aber: In Asien werden jetzt schon keine neuen Adressen mehr vergeben; in Europa wird es bald so weit sein. Die neue Version des IP (IPv6) soll mit 340 Sextillionen Adressen reichen, dass dem Internet niemals mehr die Adressen ausgehen. IPv6 wird das Internet der Dinge vorantreiben, wenn nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen und Dinge miteinander über das Internet kommunizieren. Alles wird Teil des Internets der Dinge : intelligente Häuser, vernetzte Kleidung mit eingebauten Instrumenten, Autos, die Ausstattung im Büro. Das Internet der Dienste wird es Anbietern ermöglichen, ihre Dienstleistungen über das Netz anzubieten. Abhängig vom Digitalisierungsgrad können die Angebote weltweit zur Verfügung gestellt und nachgefragt werden. Dabei werden Dienste von verschiedenen Anbietern bereitgestellt, zu Mehrwertdiensten verknüpft, an Nutzer und Konsumenten vermittelt und von diesen über verschiedene Kanäle in Anspruch genommen. Eine wesentliche technische Voraussetzung für das Internet der Dinge und der Dienste ist ein ausrei- gung gestellter Rechenkapazität sowie ein leistungsfähiges Netz zum Transport der Daten, zum Beispiel zwischen Cloud-Farmen und -Nutzern: eben Cloud Computing. Angesichts dieser Perspektiven tun CIOs und Executives gut daran, sich aktiv auf die Cloud vorzubereiten. DIE VISION DES INTERNET DER DIENSTE Im Internet der Dienste so die Vision werden Dienste und Funktionalitäten als Softwarekomponenten Alle Anwendungen werden webbasiert bereitgestellt und plattformunabhängig etwa auf mobilen Endgeräten genutzt. orientierte ICT-Architektur modular zusammen und orchestrieren die einzelnen Softwarekomponenten zu komplexen Lösungen. Standardisierte Schnittstellen integrieren die einzelnen Applikationen und Module. Web-Services ermöglichen ein hohes Maß an Interoperabilität zwischen verschiedenen Technologieplattformen und erlauben Unternehmen die Auslagerung von Aufgaben oder Prozessen. und ihre Kombination mit anderen zu erleichtern und zu automatisieren. Durch die IT-Abbildung von Geschäftsprozessen werden nicht nur die eigenen, sondern auch die Geschäftsprozesse von Geschäftspartnern über das Web miteinander integriert und Transaktionen darüber abgewickelt. 31

32 Managementanforderungen auf dem Weg zur Cloud: Sicherheit und Qualität zuerst Strategische und betriebswirtschaftliche Vorteile von Cloud Computing sind offenkundig. Was aber ist bei der Vorbereitung eines Übergangs auf eine Cloud- Lösung zu berücksichtigen? Antworten auf die folgenden Fragen gehören mit Sicherheit dazu: Wer inklusive Subunternehmer übernimmt welche Leistungen? partner? In welchem Land werden Leistungen erbracht und die Daten gespeichert? Welches nationale, internationale/europäische erfüllt? Wie werden Vorgaben des Kunden umgesetzt? Wer hat Zugriff auf welche Leistungen und welche Daten? Wie werden Änderungen im Bedarf umgesetzt? Wie wird die Vergütung für welche Leistungen berechnet? Was geschieht bei Abweichungen in der Vertragserfüllung? Welche Felder muss ein Cloud-Anwender beim Übergang von der klassischen eigenen IT aktiv gestalten? Wichtige sind: HOHEIT ÜBER DIE DATEN: SICHERHEIT UND KONTROLLE Physische Sicherheit Kundendaten in der Cloud sind gegen physikalische und logische Fehler abzusichern. Die Datenhaltung muss dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Hieraus ergeben sich unter anderem auch Anforderungen an den Aufbau und den Betrieb der Rechenzentren. Zugriffsrechte Zugriffsrechte bedeuten auch potenzielle Sicherheitsrisiken. Standards und Best Practices zum Management der Zugriffsrechte wie ISO 27001/2 gewährleisten die Sicherheit der Daten vor unbefugtem Zugriff. Nur autorisierte Nutzer haben Zugang, ausschließlich zu Daten, die sie für ihre jeweilige Arbeit benötigen. Verschlüsselung auch durch den Cloud-Dienstleister. Eine Verschlüsselung der Daten gewährleistet die sichere Kommunikation über öffentliche Netze und ermöglicht die Virtualisierung beziehungsweise die gemeinsame Nutzung von Datenbank-Management-Systemen durch mehrere Mandanten. Sichere Datentransfers Stabile, breitbandige Netze ermöglichen den Datenverkehr in und mit der Cloud. Die höchste Sicherheit für Daten bieten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen vom Rechenzentrum zum Kunden. In MPLS-Netzen lässt sich für jeden Kunden eine vollständig isolierte Leitung einrichten. Die zweite Möglichkeit sind Verschlüsslungen über getunnelte Verbindungen im öffentlichen Internet (VPN Virtual Private Networks) oder über SSL (Secure Socket Layer). Vor der Auswahl von Cloud-Anbietern erleichtern - 32

33 achtern die Auswahl. Während der Inanspruchnahme dits nach, dass beispielsweise Sicherheitsmaßnahmen nicht nur implementiert, sondern auch tatsächlich wirksam sind. Das entlastet Kunden von aufwändigen Kontrollen. Für manche Unternehmensdaten, die in die Wolke verlagert werden sollen, wird auch eigens eine Über- den USA etwa im Sinne des Sarbanes-Oxley Act oder des Health and Human Services Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA). Rückführbarkeit Beim Cloud Computing erbringt ein einzelner Anbieter einen umfassenden Teil einer ICT-Dienstleistung. Die Abhängigkeit eines Nutzers von diesem Anbieter len zur Kontrolle der Cloud-Ressourcen nutzt. Unternehmen müssen die technische und wirtschaftliche Dimension einer Rückführung der in die Cloud ausgelagerten Daten und Applikationen in Betracht ziehen. Offene und standardisierte Schnittstellen senken Risiken. SLA-GESTALTUNG ZUR QUALITÄTSSICHERUNG Qualität ist für unternehmenskritische Applikationen unverzichtbar. Dies spiegelt sich in vertraglichen Service Level Agreements wider. Minimalanforderungen Offenlegung des tatsächlichen Erbringers der vereinbarten ICT-Services: Subunternehmen müssen für den Kunden ersichtlich sein. End-to-End-Lösungen mit einem ganzheitlichen Ansatz vermeiden Bruchstellen. ICT-Architektur, die Produktionsorte und Dienstleistungsmodelle der Anbieter haben strategische, funktionale und rechtliche Relevanz und müssen offengelegt sein. zentrum des Anbieters sind entscheidend für die Güte des ICT-Services und das ICT Security Management. Kundenindividuelle Sicherheitsanforderungen sind zu erfüllen. Geeignete Verfahren für Business Continuity Management und Desaster Recovery müssen etabliert sein. Qualitätsniveau Der Qualitätsanspruch an einen Cloud-Service beruht auf einer Risiko-Kosten-Abschätzung. Wichtige Prozesse und dafür genutzte ICT-Lösungen erfordern eine hohe Qualität. Handelt es sich um einen geschäftskritischen Dienst, ist ein höheres Service- Level mit höherem Preis angeraten. Transparenz von Service und Kosten Transparenz von Cloud-Services wird erst vollständig durch Transparenz der Kosten. Dabei interessiert die Verteilung der Kosten der bezogenen Services auf die nutzenden Unternehmenseinheiten. Werkzeuge zum Monitoring und Reporting sowie für die Kostenermittlung erhöhen die Zufriedenheit mit den Service-Angeboten. Kostentreiber und Einsparpoten- RECHTSRAHMEN: KONTROLLE ZUR SICHERHEIT Rechtliche Implikationen spielen im Hinblick auf Datenschutz und Haftung eine bedeutende Rolle. Die Besonderheit des Cloud Computing, nicht immer zu jeder Zeit nachvollziehen zu können, wann sich neuen rechtlichen Fragestellungen, insbesondere bezüglich der Erfüllung nationaler Gesetze in verschiedenen Ländern. DATENSPEICHERUNG UND -VERARBEITUNG DURCH DRITTE Die Beziehungen zwischen Nutzern von ICT-Leistungen und einem ICT-Dienstleister sind landes- 33

34 Ein Unternehmen stellt seine Daten einem Dritten auf eigenes Risiko zur Verfügung. Der Dienstleister aber muss seinem Auftraggeber detailliert darlegen, welche Risiken bestehen und wie er diesen Risiken INTERNATIONALE DATENVERARBEITUNG AUSSERHALB DER EU Das Bundesdatenschutzgesetz erlaubt keine Übermittlung personenbezogener Daten in Staaten außerhalb Europas. Folglich muss sichergestellt sein, dass der Anbieter nur Server innerhalb der Europäischen Union einsetzt. Europäischen Unternehmen, die einen amerikanischen Anbieter oder einen europäischen Anbieter wählen, der über einen Server in den Vereinigten Staaten arbeitet, muss klar sein, wie sie die EU- Regulierungen einhalten oder wann sie unter eine ausländische Jurisdiktion zum Beispiel des USA Patriot Act fallen. (Der USA Patriot Act vereinfacht die Ermittlungen der Bundesbehörden im Fall einer terroristischen Bedrohung.) Multinationale Unternehmen müssen verstehen, wie lokale Gesetze und Regulierungen die Speicherung und Verarbeitung von ZUGRIFFSRECHTE VON BEHÖRDEN IN DRITTLÄNDERN Durch unterschiedliche nationale Gesetzgebungen bestehen Risiken, zum Beispiel durch Abhören oder unbemerkte Zugriffe. In einigen Staaten können Behörden jederzeit ohne Vorwarnung die Herausgabe vollständiger Backups verlangen. So sind amerikanische Cloud Provider nach dem USA Patriot Act fügung stellen auch wenn diese auf europäischen Servern liegen. REGULATORISCHER RAHMEN DES CLOUD-KUNDEN Cloud-Kunden unterliegen gesetzlichen Anforde- Falle eines Bezuges von ICT-Services aus der Wolke gewahrt bleiben müssen. BRANCHENSPEZIFISCHE AUFLAGEN Unternehmen aus dem Gesundheitswesen sowie der Bank- und Versicherungsbranche sind durch bran- Bankgeheimnis) zu besonders sensiblem Umgang Steuerrecht Das Steuerrecht schränkt die Möglichkeiten ein, Unternehmensdaten auszulagern, und fordert, Finanzbehörden gegebenenfalls sofort Zugriff auf Daten zu Finanzbehörde über den Standort der Datenverarbeitungssysteme informieren. AUFLAGEN AUS BESTEHENDEN VERTRÄGEN DES CLOUD-KUNDEN Cloud-Vereinbarungen müssen kompatibel sein mit Kunden, Lieferanten und Partnern, eigenen Richt- explizit oder implizit eingegangen ist. Viele unterschiedliche Bereiche sind beim Übergang auf eine Cloud-Computing-Lösung aktiv zu steuern. Ganz am Anfang steht die Auswahl eines passenden Cloud-Computing-Anbieters, die viel gemeinsam hat mit der Wahl eines langfristigen, vertrauenswürdigen Partners mit dem dann die benannten Themenfelder gemeinsam zu besprechen und zu regeln sind. 34

35 Elf Handlungsempfehlungen für das Management beim Einstieg in die Cloud Der Einstieg in ein Cloud-Service-Modell ist unter vielen Aspekten nicht weniger anspruchsvoll als die Verhandlung eines Outsourcing-Deals oder jeder anderen Art von langfristiger Partnerschaft. Alles beginnt mit der minutiösen Klärung der eigenen Ansprüche und endet mit der Auswahl eines langfristig vertrauenswürdigen Cloud-Service-Providers: 1. Zunächst müssen eine Bestandsaufnahme und eine Festlegung der eigenen Business Needs vorgenommen werden: Was nutzen wir heute an IT-Ressourcen und welche IT-Ressourcen kommen für eine Auslagerung in die Cloud infrage (Speicher, Applikationen, IT-Landschaften, Geschäftsprozesse)? 2. Technische Voraussetzungen sind zu klären: Dies umfasst Schnittstellen, Datentransfers inklusive Übertragungskosten sowie Sicherheitskonzepte. 3. Die rechtlichen Anforderungen an einen Cloud-Service sind zu eruieren: Welche Rechtssphären sind Marktregularien, privatwirtschaftliche Vertragseinschränkungen? 4. Außerdem sind die notwendigen Sicherheitslevels auf Basis des eigenen Geschäftsmodells und der Art des gewollten Cloud-Services festzulegen. 5. Weiterhin gilt es, Kriterien für die Auswahl eines individuell passenden Cloud-Service-Providers zu entwickeln. 6. Eine Short List möglicher Provider ist zu erarbeiten, mit denen anschließend der individuelle Bedarf verhandelt werden kann. 7. Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Auslagerung an einen Cloud-Service-Anbieter ist durchzuführen, gefolgt von einer Make-or-Buy-Entscheidung einschließlich der Intangibles (Sicherheit, Reputation, Zerti- 8. Ein Provider ist auszuwählen, der möglichst eine End-to-End-Beziehung darstellen und garantieren kann. 9. Ein Service Level Agreement für das im individuellen Fall jeweils adäquate und preiswerte Niveau der Services ist zu entwickeln und zu verhandeln. 10. Gemeinsam mit dem Anbieter sollte ein Umsetzungsplan erarbeitet werden. zierung einer Exit-Strategie für den Fall eines notwendigen Providerwechsels kümmern. 35

36 T-Systems Fachbeiträge und Interviews 36

37 Vorwort Die Gesellschaft wird zunehmend virtuell. Und wäh- CDs hören, Bücher ohne Papier verschlingen und uns in öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen, ohne dass Schaffner noch Tickets abstempeln, sehen wir uns schon dem nächsten Trend gegenüber: Die Nutzung eines Services ersetzt mehr und mehr den Besitz einer Sache oder aus dem IT-Blickwinkel: Die Nutzung von ICT-Services substituiert die Betreuung eines Servers. Dr. Michael Pauly, Consultant und Experte für Cloud Computing, T-Systems International GmbH We are living in a material world, sang Madonna anno Über 25 Jahre später hat sich die Welt drastisch verändert und die ehemalige Hit-Aussage gilt schon lange nicht mehr. Wir sahen die Geburt und den Aufstieg des Internets, die Verbreitung der Mobiltelefonie, dann das Platzen der Internetblase und alles in allem eine zunehmende Digitalisierung und Dynamisierung der Gesellschaft und auch der Arbeitswelt. DIENSTEBEZUG AUS NETZEN ETABLIERT Im Privatleben nutzen immer mehr Menschen aller Generationen Internetdienste ganz selbstverständlich. Onlinehandel, elektronische Bücher, virtuelle Museumsbesuche die Fülle der Möglichkeiten kennt fast keine Grenzen. Und überall dort, wo sich Dinge vollständig virtualisieren lassen, wie beispielsweise in der Musik, verändern sich Geschäftsmodelle dramatisch. Diesen Trend bezeichnet T-Systems als Dynamic Net-Centric Sourcing. DYNAMISCHER DIENSTEBEZUG SCHWAPPT INS GESCHÄFTSLEBEN Auf drei Wegen schwappt dieser Trend zu einer dynamischen Nutzung von ICT-Diensten in das Berufsleben: 1. Kunden erwarten eine stärkere Dynamik und eine Bereitstellung von virtualisierten Diensten. Traditionelle klassische Medien wie der über Jahrzehnte vertraute Versandhaus-Katalog werden durch elektronische Shopsysteme abgelöst. Geschäftsprozesse werden, auch unternehmensübergreifend, digital abgebildet die IT erhält einen anderen Stellenwert. Sie ist nun verbindendes Medium, innovativer Treiber und Enabler neuer Technologien. 2. Die ICT selbst, welche die Geschäftsprozesse unterstützt, muss dynamisch werden. Statische Dimensionierung und Bevorratung kann nicht den Ansprüchen an Flexibilität und Kostenadaption gerecht werden. Unternehmen, deren ICT in Krisenzeiten schrumpfen kann, gewinnen ebenso wie Unternehmen, deren ICT-Kapazitäten in Boomzeiten schnell wachsen können die IT wird anders genutzt. 3. Eine Generation von Menschen, welche die material world einer Madonna nicht kennt, wuchs ganz natürlich mit den Möglichkeiten von Vernetzung heran und sorgt nun als digital natives für einen zusätzlichen Impuls zur Nutzung von Services und Funktionalitäten, die im Privatleben etabliert sind, beispielsweise Instant Messaging oder soziale Netzwerke wie Facebook die Einstellung zur IT wird eine andere. 37

38 Daraus resultiert ein Bumerangeffekt: ICT-Anbieter sind mit dem Versprechen angetreten, für ihre Kunden durch Einsatz von ICT höhere Flexibilität zu erzielen. Mit dem Aufkommen von Cloud Computing verlangen die Nutzer nun vermehrt auch von den Anbietern, dass deren Services die gleiche Flexibilität haben wie das Business der Kunden. CLOUD COMPUTING MUSS ERWACHSEN WERDEN Die Adaption von Cloud Computing im Businessumfeld ist aber kein Selbstläufer: Cloud Computing erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, damit nicht neue IT-Inseln entstehen, und neue Services mit unabdingbaren Bestandssystemen harmonieren. Cloud Computing benötigt keine eigenen Standards, sondern etablierte Standards müssen auf Cloud Computing hin ergänzt werden. So erhält der Nutzer die Wahlfreiheit, die er vom neuen Paradigma erwartet. Cloud Computing erfordert eine neue Form der Sicherheit. Klassische Ansätze hinken dem Cloud-Zeitalter hinterher. Für einen optimalen Einsatz von Cloud Computing muss das Unternehmen cloud-ready sein. Der Übergang auf Standard-Leistungen aus einer Cloud wirft die Frage nach der eigenen Wertschöpfung verstärkt auf, aber auch prozessuale, organisatorische und kulturelle Aspekte ändern sich, wenn beispielsweise Endnutzer im Self-Service Clouddienste einkaufen. 38

39 Cloud als Antwort auf aktuelle Business-Herausforderungen Peter Arbitter, Leiter des Portfolio-Managements IT-Services, T-Systems International GmbH MULTIPLE HERAUSFORDERUNGEN AN IT Märkte verändern sich sprunghaft, neue Geschäftsideen müssen schnell realisiert werden, die Ansprüche an die Qualität von ICT steigen ständig, und das bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten: ICT-Verantwortliche stehen vor einem Multilemma. Dieses wird durch drei weitere Faktoren verschärft: Die anhaltende Diskussion über grüne ICT aus ener- privat und dienstlich genutzter ICT und nicht zuletzt der Tatsache, dass 60 bis 80 Prozent der IT-Budgets bereits für den laufenden Betrieb verplant sind. VON DER VIRTUALISIERUNG ZUM BUSINESSMODELL Resümee: In der IT-Branche kommt heute niemand mehr an Cloud Computing vorbei. Aber was ist mit nen sind so vielfältig wie die Bewertung des Cloud- Trends: Was für die einen der Stein der Weisen ist, erscheint anderen als unkalkulierbares Risiko. Unter Cloud Computing versteht T-Systems die Weiterentwicklung der Virtualisierung zu einem Businessmodell, das sich durch fünf zentrale Kriterien auszeichnet. Zu diesen zählen die Bereitstellung messbarer Services und die Möglichkeit, darauf über Netze im Self-Service zuzugreifen. Weitere Eigenschaften sind die Lieferung der Services aus intelligenten Ressourcenpools sowie die daraus resultierende hohe Elastizität. Außerdem zeichnet sich Cloud Computing durch die Bandbreite der Services aus, die von Software über Plattformen bis hin zu einfachen Infrastruktur-Ressourcen reicht. WICHTIGE ASPEKTE VOR DER EINFÜHRUNG ABKLÄREN Trotz der einfachen Verfügbarkeit von Cloud-Services sollte die Einführung dieses neuen Sourcing-Modells vor dem Hintergrund verbindlicher Rahmenbedingungen wie Datensicherheit, Datenschutz, Compliance-Anforderungen, IT-Governance und Rechtsvorschriften beleuchtet werden. Denn auch Cloud- Services müssen den gängigen Regelwerken für bestimmte Rechtsräume oder Branchen genügen. Bei dieser näheren Betrachtung zeigt sich, dass über das Internet verfügbare Public-Cloud-Dienste zwar eine hohe Flexibilität und Kostenersparnis erbringen, aber nicht vollumfänglich gesetzlichen und unter- müssen beispielsweise Finanzdaten oder personenbezogene Daten innerhalb bestimmter Rechtsräume aufbewahrt werden. Darüber hinaus wollen Unternehmen aber auch Patente oder Strategien schützen. MIT PRIVATE CLOUD CLOUD COMPUTING FÜR DEN BUSINESSEINSATZ ERSCHLIESSEN Das heißt nicht, dass Cloud Computing sich im Unternehmensumfeld nicht nutzbringend einführen ließe. Mit einer Private Cloud können Unternehmen bei einem erfahrenen ICT-Dienstleister eine abge- 39

40 schlossene, nur für einen bestimmten Nutzerkreis freigegebene Cloud betreiben. In einem Intranet lassen sich höhere Sicherheitsstandards realisieren als über das öffentliche Internet. Zudem lassen sich beliebige Compliance-Anforderungen umsetzen und individuelle Datenrückgabe- respektive Rückfall-Optionen planen. Auch die Gewährleistung von Service Levels ist möglich. Besonders interessant ist dies unter dem End-to-End- Aspekt, wenn der Cloud-Dienstleister nicht nur den IT-Service erbringt, sondern auch die Verantwortung für das Netz hat. Mit einem Application Performance Management können somit nicht nur durchgängige Sicherheit, sondern auch eine optimierte Gesamtservicequalität dargestellt werden. PLUSPUNKT: EUROPÄISCHER ANBIETER Sogar der Firmensitz des Anbieters oder die Lokation der Rechenzentrums- und Netzressourcen kann für den Entscheidungsprozess beim Anwender eine Rolle spielen wegen der Implikationen für rechtliche oder Haftungsaspekte. Mit Dynamic Services bietet T-Systems bereits seit 2004 eine Variante von Cloud Computing aus einer privaten Cloud. Dynamic Services adaptieren Cloud- Kriterien und ermöglichen auch den sicheren Betrieb von unternehmenskritischen Prozessen. Der Private Cloud-Ansatz mit der Wahl der Ressourcenlokation verschafft den Anwendern ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Mehr als 100 Kunden vertrauen bislang auf Dynamic Services von T-Systems, beispielsweise Shell, Vorwerk, MAN, Linde, Philips. Ausgehend von diesem etablierten Angebot aus der Private Cloud ergänzt T-Systems seine Angebotspalette auch in Zusammenarbeit mit Partnern kontinuierlich um weitere Cloud Services. T-SYSTEMS IST TOP-CLOUD-DIENSTLEISTER MIT GANZHEITLICHEM BLICK Analysten bewerten die Positionierung von T-Systems im Cloudmarkt für Großunternehmen als sehr gut. Mit dem etablierten Angebot Dynamic Services wurde die IT-Produktion in den Rechenzentren au- eine einzigartige Kombination aus Erfahrung in der alten und der neuen ICT-Welt mit einem ganzheitlichen Blick auf ICT-Infrastruktur, Services und Businessprozesse. Mit dieser Erfahrung und Beratungskompetenz hilft T-Systems den Kunden beim Sprung in die Cloud. Und damit hilft T-Systems, eine zentrale Herausforderung beim Einstieg in die Cloud zu bewältigen: Die harmonische Integration von Legacy-Systemen mit den Cloud-Applikationen und die gesamten Leistungen, von Betrieb und Beratung bis hin zu Migration gibt es made in Germany mit entsprechender Rechtssicherheit. 40

41 Dynamic Services LÜNENDONK: Mit den Dynamic Services ist T-Systems seit 2004 als einer der führenden Cloud- Anbieter positioniert. Können Sie sich auf diesen Lorbeeren ausruhen? Peter Arbitter, Leiter des Portfolio-Managements IT-Services, T-Systems International GmbH LÜNENDONK: Cloud Computing ist der Trend der IT schlechthin. Aber ist es tatsächlich auch das Allheilmittel für alle Anforderungen des Business? ARBITTER: Cloud Computing ist in der Tat ein Thema, das die IT-Welt und die Geschäftswelt nicht zu Unrecht bewegt. Allerdings sollte man auch bei Cloud Computing Augenmaß walten lassen. Kunden sollten die Möglichkeiten von Cloud Computing an den Notwendigkeiten ihres Geschäftsmodells spiegeln und dann eine Entscheidung treffen, inwieweit ein Einsatz von Cloud Computing sinnvoll ist. Und vor allem, in welcher Form. LÜNENDONK: Die Kosten sind bei einer IT-Ent- Kosten auch als Argument für Investitionsentscheidungen für Cloud Computing? ARBITTER: Ja, und das ist natürlich ein legitimer Anspruch auf der Kundenseite. Doch auch auf der Kostenseite lohnt ein zweiter Blick: Statt einer platten Aussage bezüglich Kostenreduktion ist eine detaillierte Kosten-/Nutzenrechnung der richtige Ansatz. Und dabei sollten dann auch die Prioritäten für den Service, die nicht monetär beschrieben werden können, artikuliert werden, beispielsweise hinsichtlich dem Image eines Unternehmens. ARBITTER: Tatsächlich produzieren wir 75 Prozent unserer SAP-Systeme und 60 Prozent unserer anderen Standard-Anwendungen dynamisch und bekommen gute Noten von den Analysten für unsere Aufstellung. Aber stehenbleiben können wir hier nicht insbesondere in diesem dynamischen Marktumfeld. Wir werden unser Portfolio an Cloud-Services kontinuierlich erweitern. LÜNENDONK: Wie sehen Ihre Pläne dazu aus? ARBITTER: Bereits heute haben wir mit den Cloud Readiness Services ein umfassendes Beratungsangebot im Portfolio. Hierzu haben wir unsere Erfahrung in der Systemintegration und das erworbene Know-how bei abgeschlossenen Migrationsprojekten gebündelt. Darüber hinaus haben wir mit Dynamic Services for Infrastructure ein IaaS-Angebot auf den Markt gebracht, das unsere Kunden sehr positiv aufgenommen haben. LÜNENDONK: Warum haben Sie ein separates IaaS- Angebot gestartet? ARBITTER: Mit Dynamic Services for Businesss Applications haben wir das geschäftskritische Umfeld adressiert. Dieses Komplettpaket enthält unter anderem Betriebssystem und Backup Integrated Storage. Unsere Kunden wollten aber größere Gestaltungsfreiheit haben, weshalb wir Dynamic Services for Infrastructure als ungemanagtes IaaS anbieten. Hier adressieren wir vor allem unkritische Szenarien. Das ist eine gute Ergänzung zum bisherigen Angebot. 41

42 LÜNENDONK: Welche weiteren Angebote sind in Planung? ARBITTER: Mit Microsoft zusammen planen wir Dynamic Services for Collaboration. Vereinfacht unseren deutschen Rechenzentren. Erste Kundenprojekte haben wir bereits gestartet. LÜNENDONK: Bislang waren Sie stark in dynami- zierung zum SAP-Cloud-Hoster zeigt. Wie geht es hier weiter? ARBITTER: Mit Dynamic Services for SAP Projects - Angebot wird in Minutenschnelle verfügbar sein. LÜNENDONK: Welche Offerings haben Sie langfristig auf dem Radar? ARBITTER: Langfristig werden wir unter dem Titel Dynamic Services for Developers ein Entwicklungs-Toolkit als Cloud-Service und unser IaaS- Angebot auch in einer gemanagten Version anbieten. Cloud Readiness Services Dynamic Services for Developers AMM Dynamic Services for Business Applications (SAP etc.) Dynamic Services for Collaboration Dynamic Services for SAP Projects Business Applications Middleware Database Dynamic Services for Infrastructure Dynamic Services for managed Infrastructure Processing Power, Storage Networks today tomorrow planned Abbildung 11: Strategische Entwicklung von T-Systems Cloud Offerings 42

43 Sicherheit in der Cloud Technik reicht nicht aus Dr. Eberhard von Faber, Consultant Security Strategy und Executive Consulting, T-Systems International GmbH Herausforderungen resultieren oft aus Asynchronität. Evident wird dies etwa beim technischen Fortschritt: Es existieren neue Möglichkeiten, aber noch keine erprobten Adaptionsmodelle und sichere Routinen. Beim Cloud Computing verhält es sich ähnlich: Idee und Architektur verheißen herausragende Chancen, doch die Integration der Technik in die Geschäftsprozesse wirft viele Fragen auf nicht zuletzt solche zur Sicherheit. ist, und wie das Personal und ihre Zugriffe kontrol- Identitäten mit Rollen und Rechten sind ein separates Sicherheitskonzept sowie ein Identitätsmanagement notwendig. BEI SICHERHEIT NICHT NUR TECHNISCH DENKEN! Wer diese Klippe allein auf technischer Ebene umfahren will, dem droht Schiffbruch: Entsprechende Maßnahmen müssen auf der organisatorischen Ebene verankert sein. Spätestens hier zeigt sich, dass die primär für Verbraucher entwickelten öffentlichen Clouds nur sehr bedingt für geschäftliche Anwendungen geeignet sind. Die Anbieter haben die Schutzmaßnahmen (gegen Manipulation, für Datensicherheit) dem Risikoniveau für Verbraucher angepasst. Doch was jenen lediglich als ärgerliche Panne widerfahren kann, könnte für Unternehmen das Aus bedeuten, Schäden an Reputation und Markenwert oder zu einer Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen führen. EINFÜHRUNG VON CLOUD IM RISIKOMANAGEMENT VERANKERN Die Integration neuer Techniken erfordert Sorgfalt. ICT-Services, auch ausgelagerte, müssen präzise im Risikomanagement des Unternehmens verankert sein. Denn auch wenn die Dienstleistungen ausgelagert sind, verbleiben die Risiken beim Anwender. Zudem zieht der Integrationsprozess oftmals technische und rechtliche Einschränkungen nach sich, die bei der Umsetzung der Sicherheitsanforderungen zu berücksichtigen sind. Schließlich geht es um die Frage, wer welche Zugriffe auf Daten und Anwendungen in der Wolke hat, wie die Zugriffskontrolle organisiert PRIVATE CLOUD ALS SICHERE BUSINESSLÖSUNG Demgegenüber sind Private Clouds für geschäftliche Anforderungen ausgelegt. Der Dienstleister garantiert die erforderliche Verfügbarkeit, ist in der Lage, systemen zu erfüllen und kann zudem einen Endto-End-Komplettservice bieten. Ganzheitlich aufgestellte ICT-Provider können Anwender auch bei der Integration in die Prozesslandschaft unterstüt- des Anwenders erfüllt werden, bieten Private Clouds schlichtweg mehr Flexibilität. 43

44 VERSIERTE DIENSTLEISTER VERSCHAFFEN UMFASSENDE SICHERHEIT Zu den Compliance-Aspekten gehören gesetzliche, gen sowie solche, die sich aus Verträgen mit Kunden, Lieferanten und Partnern, eigenen Richtlinien und Bilanzierungsrichtlinien, aber auch Archivierungs- lungsverkehrssystemen um nur einige zu nennen. International gibt es zudem gravierende Unterschiede beim Datenschutz. Für einen wasserdichten Cloud-Umstieg müssen also etliche Punkte mit dem Dienstleister abgeklärt werden. Daher gilt: Die Anwenderunternehmen brauchen einen versierten und starken Partner, um ihren technischen Möglichkeiten sind in der Regel schon vorhanden allein ihre Integration in das Geschäft erfordert einige Zeit. Generell muss die Auswahl eines Cloud-Services mit einer Risikoabwägung beim Kunden verbunden sein. Zunächst müssen das erforderliche Sicherheitsniveau respektive die im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit noch akzeptablen Risiken bestimmt werden. Neben Verfügbarkeitsaspekten sind hier Fragen der Vertraulichkeit, der Integrität, der Steuerung und Kon- folgen, bei der Möglichkeiten, Kosten und Konditionen verglichen werden. Bei der Auswahl des Sourcing- Modells sowie des Anbieters und seiner Dienste müssen nun die möglichen mit den vertretbaren Risiken verglichen werden. Insbesondere bei der Auslagerung kritischer Services in eine Cloud sollte auch schon von vornherein eine mögliche Rückfall- oder Rückzugsstrategie erarbeitet werden. eigenen Hauses oder sogar Landes verarbeitet werden. Deshalb müssen weitere rechtliche Regelungen berücksichtigt werden. Werden personenbezogene Daten verarbeitet, so greifen in Deutschland das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die Regelungen der Auftragsdatenverarbeitung, mit der das Verhältnis zwischen Kunde und Dienstleister geregelt wird. Werden Daten außer Landes verarbeitet, so sind weitere Anforderungen zu berücksichtigen. Auch die europäische Datenschutz-Richtlinie und andere Gesetze schränken die Auswahl des Landes sehr stark ein. Zwischen Kunden und Dienstleister muss die Handhabe der Daten also explizit erläutert werden, um spätere Gesetzesverstöße von vornherein zu unterbinden. 44

45 Ohne Netz ist alles nichts Laut den IT-Marktexperten von IDC arbeiten weltweit bereits etwa eine Milliarde Menschen zu Hause oder unterwegs. Tendenz steigend, konstatiert Neelie Kroes, die zuständige EU-Kommissarin: Der Datenverkehr steigt jährlich um 60 Prozent. CLOUD COMPUTING FORDERT SOLIDE NETZE Wegen der wachsenden Nachfrage nach vielfältigen Netz-Services will die Europäische Union bis 2016 in einer öffentlich-privaten Partnerschaft 600 Millionen Euro für die Entwicklung des Internet der Zukunft ausgeben. Die Hälfte davon kommt von der EU, der Rest von Unternehmen, Forschungs- und öffentlichen Stellen. Der Anteil der Internetwirtschaft am BIP wird laut EU bis 2014 auf 5,8 Prozent steigen, was einem Umsatzvolumen von fast 800 Milliarden Euro entspricht. Die Integration von IT und Telekommunikation (ICT) verändert die Arbeitswelt und verknüpft diese zudem stärker mit dem Privatleben. Cloud Computing mit seinen ubiquitär verfügbaren Services inspiriert diesen Trend nachhaltig. Doch in der Cloud-Euphorie den Netz-Infrastrukturen für einen erfolgreichen Einsatz von Cloud Computing zukommt. Ohne den Transfer von Applikationen und Daten hin zum Endgerät bricht das Konstrukt sehr schnell zusammen. ICT-INTEGRATION FÜR CLOUD-NUTZER Etablierte Netzbetreiber bieten hier gerade im Businessumfeld einen erheblichen Mehrwert, weil sie IT- und Netz-Services zu ICT-Komplett-Services verschmelzen und auf Basis intelligenter Netze auch wichtige Geschäftsanforderungen wie End-to-End- SLAs realisieren können. In solchen Komplettszenarien für einen ganzheitlichen Cloud-Angang lassen sich Compliance-Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, aber auch Verfügbarkeit und Transparenz sehr viel einfacher umsetzen. NETZE FÜR APPLIKATIONEN OPTIMIEREN Mit einem hochentwickelten Application Perfor- die steigenden Ansprüche des Cloud Computing. Optimale Abstimmung des Netzes auf die Applikation sorgt für einen bis zu 50-fach schnelleren Datenverkehr und neben verlässlicher Sicherheit auch für eine bessere Qualität des Service. Telekommunikationsdienste und Cloud Computing das ist jedoch nicht nur eine Diskussion auf Infrastrukturebene. Durch Cloud Computing wandeln sich auch traditionelle Kommunikationsdienste. Telefonie über IP- Netze wird angereichert mit Zusatzdiensten wie Ins- cations. Dazu kommen Dienste, welche die Zusammenarbeit vereinfachen. Die DAK hat ihre Kundenkommunikation, eine Kernfunktion, bereits in das Netz verlagert. Deutschlandweit ist sie mit sechs Millionen Versicherten, Mitarbeitern und 900 Geschäftsstellen die zweitgrößte gesetzliche Krankenversicherung. Mit täglich Anrufen laufen 44 Prozent aller Kundenkontakte über das Telefon. Lange Wartezeiten, verlorene Anrufe, Prozessbrüche die DAK entschied sich, ihre Telefonanlage ins Netz zu verlagern und fand in T-Systems einen Partner, der nicht nur die Technik zusammenführte, sondern auch ein innovatives Preismodell anbot. Abgerechnet wird der komplette Kommunikationsdienst pro Arbeitsplatz. zukünftige Entwicklung des Marktes: Sprach- und Datendienste werden stärker integriert und mit gängigen Applikationen angereichert. Diese Komplettpakete werden in einem nutzungsabhängigen Bezahlmodell bereitgestellt. So entsteht eine Welt des dynamischen, netz-zentrierten Bezugs, von der Unternehmen insbesondere auch in der Interaktion mit 45

46 Dynamisches Cloud Computing: Die Flexibilität der neuen IT-Generation History of T-Systems dynamic datacenter First customer on the AppCom platform Dynamic Data Center (DDC) Frankfurt 15 customers DDC Houston DDC Sao Paulo DDC Shanghai DDC Munich All requirements for system validation met in accordance with legislation in GER, EU and US SAP Pinnacle Award 1,000 systems 2,000 systems 4,000 systems 90 SAP Hosting customers Migration of one of the largest SAP installations in the world to a dynamic environment (240 TB) 120 customers Run SAP DDC Cyberjaya DDC Houston DDC Magdeburg SAP Cloud Hoster Fit for DCS DDC Zurich DDC London DDC Frankfurt II DDC Singapore Abbildung 12:Geschichte der T-Systems Dynamic Data Center Seit Anbeginn ist das Universum der Informatik, des Computings, einem anhaltenden und sehr schnellen Wandel unterworfen. Freilich gab es auf diesem nicht immer geradlinigen Weg in der Welt der Bits und Bytes die großen Meilensteine sei es der Übergang vom Command Line Computing (Betrieb des Rechners via Eingabe schriftlicher Betriebssystem- (GUI), oder etwa die epochale Einführung des World Wide Web für jeden offen, der es erforschen will. INTERNET BEREITET DEN WEG FÜR IT-DIENSTE Erst das Web, begleitet vom massiven Ausbau der weltweiten Netzinfrastrukturen, ermöglichte einen weiteren Paradigmenwechsel des Computings: Von der lokalen Computernutzung, also der Vorhaltung von Anwendungsprogrammen und Daten auf lokalen Rechnern und Netzen, hin zum non-lokalen, netzwerkbasierenden (Cloud) Computing. Somit war die Zeit gekommen, dass sich das Modell, der in der Geschäftswelt bereits eingeführten Auslagerung von Computing-Aufgaben zu externen Dienstleistern, ebenfalls einem Wandel zu unterziehen hat und sowohl Anbieter als auch Kunden werden diesen Weg hin zum Cloud Computing mitgehen (müssen). NUTZUNG UND BEZAHLUNG VON IT NACH BEDARF Heute können Firmen und Organisationen die IT- Ressourcen für ihre Systeme an allen Standorten nach Bedarf kurzfristig hinzubuchen oder wieder abbestellen und sie nutzen. Der Kunde zahlt nur das, was 46

47 er tatsächlich benötigt. Die Dynamic Services von T-Systems lassen sich nahtlos in jede bestehende ICT-Landschaft integrieren. Das bedeutet ein hohes Maß an Investitionssicherheit. Bei T-Systems paaren sich Erfahrung und Zuverlässigkeit im klassischen Outsourcing mit den Optionen auf Flexibilität der neuen IT-Generation. KOSTENGÜNSTIGE RESTRUKTURIERUNG Von profunden Veränderungen war unlängst auch Pioneer, ein globaler führender Hersteller von Audiound Video-Geräten betroffen. Nichts weniger als eine grundlegende Restrukturierung, die Neuausrichtung des Unternehmens, wurde von der Geschäftsleitung von Pioneer im Jahr 2009 beschlossen. Am Hauptsitz des Unternehmens in Tokio und am europäischen Hauptsitz bei Antwerpen wurde die Entscheidung besiegelt, die Fabrikation von LCD- und Plasma-Fernsehern einzustellen und sich intensiver auf die verbliebenen Geschäftsbereiche zu fokussieren. Diese Zäsur machte zahlreiche Transformationen in der Organisationsstruktur von Pioneer notwendig, etwa grundlegende Veränderungen bei der IT-Infrastruktur und das rund um den Globus. Auf fünf Kontinenten beschäftigt Pioneer mehr als Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro. Pioneer Europe implementierte im Jahr 2005 eine SAP-Landschaft. Sie war angepasst an die damaligen drei Geschäftsbereiche und einen Umsatz in Höhe von 1 Milliarde Euro sowie das Vorhaben, diese Umsatzerlöse zu verdoppeln. Dies stellte sich nach der Produktionseinstellung im TV-Bereich und dem folgenden Umsatzrückgang in Europa auf 500 Millionen Euro als nicht zu verwirklichen heraus. Die auf die Maximal-Bedürfnisse von Pioneer Europe geraten, Erhalt und Betrieb der überdimensionierten IT-Landschaft wäre für Pioneer bald zu einer teuren in ICT gebundene Investitionen eine schlechte Kombination. Ein Outsourcing geriet als Alternative zum Eigenbetrieb in den Fokus. Das Auslagern der SAP-Systeme an einen externen Anbieter bestätigte sich nach vielen Recherchen von Pioneer als richtiger Schritt und man entschied sich nach intensiven Beratungen und Analysen für T-Systems Belgien. Der führende Provider von SAP-Services stellte sich für Pioneer sowohl im Hinblick auf das Angebot als auch auf die langfristige Perspektive als idealer Partner heraus. DYNAMISCHE IT REDUZIERT INVESTITIONS-RISIKEN Portfolio-Baustein Dynamic Services for SAP Solutions ein Outsourcing-Konzept für Pioneers große und anspruchsvolle SAP-Umgebung. Durch einen den Geschäftsanforderungen und der Bereitstellung der Ressourcen auf Pay-per-use-Basis kann Pioneer sparungen erzielen. Cloud Computing wird für immer mehr Unternehmen weltweit zum dringend benötigten Instrument, heutigen Herausforderungen schnelllebiger globalisierter Märkte zu begegnen etwa dem Kosten- und dem Marktdruck. Cloud-Technologien helfen hier nicht nur Großkunden wie Pioneer. Auch immer mehr klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) beginnen auf diese Herausforderung mit Innovation und Kostenbewusstsein zu reagieren. Nebst reduzierten IT-Budgets sprechen für Cloud Computing auch die Flexibilität und die attraktive Geschwindigkeit, mit der eine Unternehmung auf veränderte Anforderungen an die Unternehmens-ICT umgehend reagieren kann. 47

48 SCHNELLE REAKTION MIT CLOUD-DIENSTEN Das Tempo, mit dem die Expansionsstrategie für den asiatischen Raum realisiert werden konnte, war auch für Brenntag, ein global tätiger Chemikalienhändler, ein kritischer Punkt. Das Unternehmen betreibt ein globales Netzwerk mit mehr als 400 Standorten in über 60 Ländern, beschäftigt dort rund Mitarbeiter und bietet mehr als Kunden über Produkte an. Brenntag wuchs durch Akquisitionen in Asien stark. Bald erlebte man, dass zum einen auf der Infrastrukturebene der IT, zum anderen auf der Applikationsebene die Zahl der Technologien, die zu managen waren, rapide anwuchs. Das führte zu Engpässen in den Geschäftsprozessabläufen sowie zu einer hohen IT-Komplexität. Um diesen Problemen abzuhelfen und die weitere Expansion nicht zu behindern, musste eine Konsolidierung und Standardisierung der ge- VERLÄSSLICHE CLOUD-DIENSTE AUCH FÜR UNTERNEHMENSKRITISCHE ANWENDUNGEN Dazu griff Brenntag auf Dynamic Services for SAP in Kombination mit einem MPLS-Backbone von T-Systems zurück. Die Kompetenz von T-Systems, das komplette ICT-Spektrum in einer End-to-End- Lösung zu liefern, war für Brenntag überzeugend. Für die Lieferung der hochskalierbaren Services in neun Länder der Region, direkt aus dem hochverfüg- Available Disaster Recovery vereinbart. Brenntag benötigt so in der Region nicht nur weniger Personal für ICT-Services, sondern der Bedarf kann angepasst werden. Weiter lassen sich dank der reduzierten Komplexität der standardisierten Plattform und geringerem Managementaufwand nun auch neue Funktionen schneller entwickeln. Ein weiterer positiver Nebeneffekt : Feste Ausgaben wurden durch transparente, rein nutzungsabhängige Kosten, ersetzt, die außerdem langfristig vorhersehbar sind. Softwareseitig können Kunden mit Dynamic Services für Business Applications inzwischen aber auch andere Cloud-Lösungen auf dieser T-Systems-Plattform benutzen. Dazu zählen etwa Anwendungen für ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management), Datenbanken, Bürooder Web-Applikationen. 48

49 Bereit für die Wolke? bauen. Das Ziel: die nachhaltige Reduktion der Kosten und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Dr. Axel Stötera, Offering Manager zuständig für Cloud Consulting und Integration-Portfolio, T-Systems International GmbH Die Cloud zog heran, diffundierte und ihr Wachstum ist ungebremst. Gut so, denken viele, denn Unternehmen und Organisationen suchen dringend nach Mitteln und Wegen, die Komplexität der Datenver- tigen und den rasend anwachsenden Datenmengen Herr zu werden. Das sich weltweit etablierende Cloud-Computing- Paradigma stützt sich bei T-Systems nicht nur auf das Thema Hosting und Bereitstellung von SAP-Services. Insgesamt mehr als 100 Kunden beziehen diverse Cloud-Services von der Dynamic-Services-Plattform von T-Systems. Die Deutsche-Telekom-Tochter hat außerdem ihr Cloud-Offering jenseits SAP für vielerlei Geschäftsanwendungen zielgerichtet ausgebaut. EINFÜHRUNGSSTRATEGIE IST UNERLÄSSLICH Unabhängig von Branche oder ICT-Anwendung: Die Cloud Readiness Services (CRS) von T-Systems CRS unterstützt T-Systems ihre Kunden dabei, den Überblick über ihre Unternehmens-IT zu bewahren und mit effektivem und sicherem Cloud Computing die ICT- und Businessarchitektur der Zukunft zu Cloud Readiness Services umfasst ein Portfolio unabhängiger Beratungsleistungen und Systemintegrationslösungen mit drei Schwerpunkten, die sich nahtlos ergänzen. Cloud Readiness Assessment steht für die initiale Analyse der aktuellen Kundensituation im kontextuellen Rahmen der Business-ICT-Services ( BIS Framework ) für die Entwicklung einer Cloud-Strategie und einer Roadmap für die Implementierung. Cloud Migration & Integration bietet Lösungen für die schnelle und zuverlässige Migration und Integration von Cloud-Services in die Unternehmens-IT Cloud Optimization sind Beratungsleistungen und Lösungen für die optimierte Nutzung von Cloud- Geschäftsmodellen OPTIMALE TRANSFORMATION DER UNTERNEHMENS-IT Mit CRS können Kunden die Transformation ihrer Unternehmens-IT hin zum Cloud Computing sicher planen, zuverlässig umsetzen und zielgerichtet optimieren. Dieser Mix aus analytischen, beratenden Leistungen und technischen Lösungen wird etwa für die Migration der Applikationen auf Dynamic Services, der T-Systems-eigenen Plattform für Private Cloud, und die Integration anderer geeigneter Cloud- Plattformen genutzt. Im Cloud Readiness Assessment wird zunächst der aktuelle Betrieb der ICT-Architektur und Anwendungslandschaft des Kunden unter die Lupe genommen. Simulationen helfen dabei, den optimalen künftigen Betriebsmodus zu entwickeln. In die Bewertung 49

50 sowie die ICT-Servicearchitektur des Kunden ein, pliance und Security. Ergebnis des Cloud Readiness Assessment sind eine Strategie und eine Roadmap für die Cloud Transformation. APPLIKATIONSUMZUG IN DIE CLOUD NICHT TRIVIAL Die Cloud-Migration und -Integration-Services disierten Cloud-Services-Plattformen von T-Systems. Das Ziel: Der Kunde soll möglichst rasch von den vielfältigen Nutzenvorteilen der Dynamic Services Skalierbarkeit, hohe Verfügbarkeit und Kostensenkungen von bis zu 30 Prozent in Verbindung mit Der Weg: Applikationen, die auf moderner Standardsoftware basieren, werden durch Anpassung von modulen, Plugs genannt, weitgehend automatisiert auf die Dynamic Services Plattform migriert. tions-lösungen (UC) oder Anwendungen, die auf den gängigen Softwareprodukten von Microsoft oder Oracle aufsetzen. Ältere Legacy-Anwendungen erfordern dagegen ein individuelles Vorgehen. Benutzt wird hierfür eine industrialisierte Systemintegrationslösung, das Migrations-Paket Fit4DCS (Fit for Dynamic Computing Services). T-Systems betreibt für die Applikations-Migration eine spezielle Factory im weltweiten Verbund. ANWENDUNGSLANDSCHAFT KONTINUIERLICH OPTIMIEREN Im Tagesgeschäft ergeben sich meist weitere Optimierungsmöglichkeiten für den Betrieb einer vollstän- Dies ist das Feld für das dritte CRS-Offering-Element Cloud Optimization. Dabei geht es beispielsweise um Legacy-Anwendungen, die das Potenzial der Dynamic-Services- Durch gezielte Modernisierung, etwa durch Nutzung von Standardsoftwarekomponenten, können die Auf- gleichzeitiger Steigerung von Performance und Verfügbarkeit. Es gibt in der Fachwelt kaum Zweifel, dass das neue Cloud-Computing-Paradigma in den nächsten Jahren der Unternehmens-IT haben wird. Und damit kommt auch dem Thema Cloud Readiness weiterhin eine starke Bedeutung zu. 50

51 Interview mit Dr. Axel Stötera Dr. Axel Stötera, Offering Manager zuständig für Cloud Consulting und Integration-Portfolio, T-Systems International GmbH LÜNENDONK: Für den Weg in die Cloud bieten Sie mit Cloud Readiness Services (CRS) ein komplettes Portfolio von Beratungs- und Integrationspaketen an das klingt nach Zeit und Aufwand. Hieß es nicht immer, Lösungen auf Basis von Cloud Computing wären schnell und kostengünstig zu realisieren? STÖTERA: Es gibt natürlich Cloud Services, die sind zient nutzen. Denken Sie an IaaS oder ein Standard- SaaS. Differenzierter sieht es allerdings aus, wenn Kunden Cloud Computing als strategisches Instrument nutzen wollen, um ihre IT-Kosten nachhaltig zu senken und die geschäftliche Agilität zu erhöhen. Sicherlich gibt es auch hier Quickwins. Aber nicht ohne Grund sprechen Analysten und Researcher in diesem Zusammenhang von einer langfristigen Transformation der Business-IT. Ein Trusted Advisor wie T-Systems, der zugeschnittene Lösungsangebote wie CRS bereitstellt, ist dafür der Schlüssel zum Erfolg. STÖTERA: Auf Basis von CRS hat T-Systems im vergangenen Jahr damit begonnen, die Kernapplikationen eines Unternehmensbereichs bei einem ihrer größten Kunden in die Cloud zu verlagern. Das Gesamtprojekt ist auf drei Jahre ausgelegt. Insgesamt werden 100 teilweise mächtige Legacy-Applikationen auf die Dynamic Services Plattform migriert. Die zu Grunde liegende langfristige Strategieplanung bietet überzeugende Vorteile. Und auf der Kostenseite len Einsparungen durch Cloud Computing. LÜNENDONK: CRS umfasst weitgehend standardisierte Beratungsleistungen mit dem Schwerpunkt Cloud Computing. Wie unterstützen Sie Kunden bei ihrem Bedarf nach individuellem Consulting und zusätzlichen Schwerpunkten? STÖTERA: Pate bei der Entwicklung des Cloud konzept BIS-Assessment, das T-Systems seit geraumer Zeit mit großem Erfolg bei Transformationsprozessen von ICT-Architekturen einsetzt. Es lässt sich sehr individuell auf die Kundenbedürfnisse zuschneiden und liefert greifbare Resultate. So entschied sich einer unserer Kunden durch ein BIS- Assessment für eine Strategie aus Applikations-Outsourcing und -Modernisierung. Durch die Einsparungen im Outsourcing können damit die Investments in die anschließende Modernisierung kostenneutral abgesichert werden. Dass bei jedem BIS-Assessment auch Cloud Services eine wichtige Rolle spielen, ist selbstverständlich. LÜNENDONK: Können Sie das an einem Beispiel illustrieren? 51

52 Infrastruktur in Häppchen Dr. Martin Reti, Marketing Aligment Manager Cloud, T-Systems International GmbH SKALIERBARE IT-RESSOURCEN BEI BEDARF: FLEXIBEL, SICHER UND JUST-IN-TIME Infrastructure as a Service, also Basis-IT-Kapazitäten nach Bedarf, gilt als Wegbereiter des Cloud-Gedankens und Türöffner in die neue Ära der IT-Bereitstellung und -Nutzung. Flexible Verwendung, verbrauchsabhängige Bezahlung und Self Service sind maßgebliche Eigenschaften des Angebots. Diese Eigenschaften sind gleichzeitig das, was in der öffentlichen Wahrnehmung als der Kern von Cloud Computing verstanden wird. In vielfältigen Einsatzszenarien können die frei gestaltbaren Kapazitäten eingesetzt werden sie markieren derzeit das IT-Angebot mit dem höchsten Industrialisierungsgrad. T-SYSTEMS ERWEITERT LÖSUNGSANGEBOT UM IAAS Einige Jahre Erfahrung in der Cloud hat T-Systems vorzuweisen: Die Dynamic-Services-Familie wurde bereits 2004 gegründet und bietet mit Dynamic Services for SAP Solutions das führende Angebot im Markt. Doch T-Systems bleibt hier nicht stehen. Das Cloud-Offering wird kontinuierlich ausgebaut zunächst um weitere Business-Anwendungen und 2011 auch um ein IaaS-Angebot. Mit den neuen Dynamic Services for Infrastructure (DSI) platziert T-Systems sein Infrastructure-as-a- Service (IaaS)-Angebot auf Basis einer hochsicheren Private Cloud. Mit DSI erhalten Nutzer schnellen Zugriff auf Rechenkapazität und Speicher, die über Netze bereitgestellt werden. Nach der Pilotphase im Winter/Frühjahr 2011 steht das Offering seit Ende Juni 2011 als reguläre Produktiv-Umgebung bereit. Dutzende von Kunden der ersten Rollout-Phase von DSI hatten kostenlose Teststellungen genutzt und wertvollen Input gegeben. Niemand aber kommt hier zu spät: Interessierte Kunden haben auch weiterhin die Möglichkeit, das Angebot kostenlos zu testen die beste Möglichkeit, einen eigenen Eindruck der dynamischen IT-Ressourcen zu gewinnen. SICHERES IAAS AUS DEUTSCHEN RECHENZENTREN Vor allem in puncto Sicherheit und Compliance hat Rechenzentren am Standort Deutschland wird DSI weltweit als Private Cloud betrieben, inklusive der erforderlichen Security-Infrastruktur wie Firewall und VLANs. Ein sicheres Netzwerk wird über die garantiert. Damit sind, anders als bei anderen IaaS-Anbietern, Komplett-SLAs für die Bereitstellung des Service möglich. Der Service-Vertrag wird nach deutschem Recht (Datenschutzrecht) abgeschlossen. Basierend auf einem einfachen Preismodell, das vorhersehbar und verbrauchsabhängig ist (abgerechnet werden die DSI-Leistungen auf die Stunde genau), 52

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