Von T E X/LAT E X nach PDF

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1 Von T E X/LAT E X nach PDF The main purpose of the pdft E X project was to create an extension of T E X that can create PDF directly from T E X source files and improve/enhance the result of T E X typesetting with the help of PDF. Aber was heisst das im Detail? (aus: The pdft E X user manual) Einführung in pdft E X 1

2 Quellfile TEX/L A TEX DVI-File PDF-Dokument pdftex dvips PS-File dvipdfm Distiller PDF-Dokument Einführung in pdft E X 2

3 Ist eine direkte Konvertierung T E X PDF sinnvoll? Nein: T E X erzeugt ein DVI-File, das mittels spezieller Treiberprogramme in ein Endformat überführt wird, Ja: PDF wird de facto als Austauschformat, ähnlich wie DVI benutzt, Unterschied: Im Gegensatz zum DVI-File sind in einem PDF-Dokument Fonts mit eingebunden, d.h. pdft E X muss einen Treiberlauf durchführen (wir werden später auf diesen Punkt zurückkommen). Einführung in pdft E X 3

4 Umschalten auf pdft E X simpel, durch Einfügen von Á \pdfoutput=1 in der Präambel, Á komfortabel durch \usepackage[pdftex]{hyperref} \documentclass[...,pdftex,...]{hyperref} Á alternativ, global mit Einführung in pdft E X 4

5 Weitere Optionen: (simpel) Òpdfcompresslevel=n Komprimierungsfaktor des PDF-Dokuments (1-9) Òpdfpagewidth=dimension Seitenhöhe Òpdfpagelength=dimension Seitenlänge Òpdfinfo{info keys} Einträge für die document info section wie \Title, \Creator, \Author,... Weitere Optionen können im pdft E X user manual nachgeschlagen werden. Einführung in pdft E X 5

6 Weitere Optionen: (hyperref) Das Paket hyperref kann mit einer Vielzahl von Optionen versehen werden. Diese können in einem mehrstufigen Verfahren aktiviert werden: Á systemweit über Einträge in der Datei hyperref.cfg, beispielsweise durch \hypersetup{pdfpagemode=fullscreen, colorlinks=true} dokumentspezifisch innerhalb des \usepackage-kommandos Á \usepackage[pdftitle={der Herr der Ringe}, colorlinks=false]{hyperref} Einführung in pdft E X 6

7 Weitere Optionen: (hyperref) General options: draft,debug,a4paper,a5paper,... (Defaultwert: a4paper) Configuration options: breaklinks Boolsche Variable, erlaubt PDF-Links über mehrere Zeilen hinweg (Für pdftex true, ansonsten false) Extension options: colorlinks=boolean, linkcolor=color, urlcolor=color Farbangaben müssen gemäß dem Paket color definiert werden. PDF-specific display options: bookmarks, bookmarksopen (boolean), linkbordercolor, urlbordercolor (RGB color), pdfborder pdfborder beeinflusst Strichstärke und -format. Nur aktiv bei \colorlinks=false Einführung in pdft E X 7

8 PDF display and information options: pdfpagemode (None, UseThumbs, UseOutlines, FullScreen), pdfview, pdfstartview (Fit, FitB, FitH) pdfview/pdfstartview beeinflussen den Zoomfaktor bei Links bzw. der Startseite. Die Werte bedeuten im einzelnen: Fit: ganze Seite FitH: passt die Seitenbreite an die aktuelle Fenstergröße an FitB: passt den Seiteninhalt an die aktuelle Fenstergröße an \usepackage[pdfstartview=fit,pdfview=fith]{hyperref} Einführung in pdft E X 8

9 Bookmarks Bookmarks erzeugen eine Art Navigationsliste über deren Einträge direkt auf bestimmte Stellen des Dokuments zugegriffen werden kann. Häufig wird das Inhaltsverzeichnis eines Dokuments auf Bookmarks abgebildet. Anlegen und Gestalten über: bookmarks: generiert für das Inhaltsverzeichnis Bookmarkeinträge bookmarksopen (boolean): zeigt die generierten Bookmarks automatisch an bookmarksopenlevel: legt fest bis zu welcher Verschachtelungstiefe die Bookmarks aufgeklappt werden (Bsp.: bookmarksopenlevel={2} ) bookmarksnumbered (boolean): nummeriert die erzeugten Bookmarks nach Hierarchiestufe Einführung in pdft E X 9

10 Eigene Bookmarks Neben den standardmäßig erzeugten Bookmarks können Sie eigene Lesezeichen erzeugen. \hypertarget{marke}{...} \pdfbookmark[level]{lesezeichentext}{marke} Marke wird dabei, über die Definition durch \hypertarget, an die Stelle gesetzt auf die verwiesen werden soll. Einführung in pdft E X 10

11 Bookmarks: Ersetzen von LAT E X-Code Einige L A T E X-Sequenzen, beispielsweise mathematische Formeln, können nicht direkt auf den für Lesezeichen benötigten ASCII-Code abgebildet werden. Hier hilft der Befehl \texorpdfstring. Beispiel: \section{die \texorpdfstring{$e^x$~}{exponential-}funktion} Einführung in pdft E X 11

12 Bookmarks: Sonderzeichen Sonderzeichen Kodierung Beispiel: Sonderzeichen Kodierung \textbullet \textcopyright & \textampersand \ \textbackslash ~ \textasciitilde \quotedblbase \textquotedblleft \textdegree \textonesuperior \texttwosuperior \textthreesuperior ( \textparenleft ) \textparenright \textplusminus \textmultiply \textdivide \textonehalf \textonequarter \section{pythagoras: \texorpdfstring{$a^2+b^2=c^2$}% {a\texttwosuperior\ + b\texttwosuperior\ = c\texttwosuperior\ }} Einführung in pdft E X 12

13 Manuell gesetzte Links: (hyperref) Innerhalb des Dokuments können sowohl Querverweise als auch Links auf externe URLs gesetzt werden. URL: durch \href Beispiel: \href{http://www.nirgendwo.de} {Es donnert ein Zug nach nirgendwo} Querverweise: durch die Kombination von \hyperlink und \hypertarget Beispiel: \hypertarget{sprungziel} {Dieser Text wird als sprungziel definiert} \hyperlink{sprungziel} {Sobald hier draufgeklickt wird...} Einführung in pdft E X 13

14 Graphik Denk ich an Graphik in der Nacht... (frei nach Heinrich Heine) pdft E X unterstützt von Haus aus nur die Formate JPEG, TIFF, PDF und PNG (also kein EPS!). simpel: \pdfimage foo.png besser: \includegraphics{foo.png} (\usepackage[pdftex]{graphicx} nicht vergessen!) Einführung in pdft E X 14

15 Das EPS-Problem! Gerade in älteren Dokumenten wimmelt es häufig von EPS-Graphiken, d.h. eine direkte Umstellung auf pdft E X ist nicht so ohne weiteres möglich, da die Graphiken umgewandelt werden müssen. Abhilfe schaffen das Tool epstopdf, bzw. der Acrobat Distiller. Tipp! \includegraphics{foo} wählt je nach L A T E X-Modus foo.eps oder foo.png Einführung in pdft E X 15

16 Fontencoding Durch \usepackage[t1]{fontenc} wird in aller Regel (und bekannterweise?) eine bessere Worttrennung erreicht. (wir reden jetzt nicht über ß!)! Das PDF-Dokument bekommt durch diese Maßnahme jedoch eine relativ traurige (Bildschirm-)Darstellung, da die verwendeten EC/PK-Dateien sehr grob gerastert werden. Einführung in pdft E X 16

17 Fontencoding Abhilfe (I) Verwendung von Standard-PostScript-Schriften (Times, Helvetica,...), alternativ: Kaufen von European Modern. Durch diese Maßnahme werden die normalen L A T E X-Schriften durch PostScript-Outlines (Vektorschriften) ersetzt, deren Darstellung problemlos ist. Vorteil: Einfach einzubauen (\usepackage{times}), lässt das Dokument nicht sofort nach L A T E X aussehen. Nachteil: Harmoniert nicht sehr gut mit L A T E X s Mathe-Schriften, passende PostScript-Fonts müssen daher eventuell nachgekauft werden. Einführung in pdft E X 17

18 Fontencoding Abhilfe (II) Einbau von \usepackage{ae}. Bildet (einfach ausgedrückt) die EC-Font-Metriken über virtuelle Fonts auf die Standard-Computer-Modern Schriften ab, deren (kostenlose) PostScript-Outlines in jeder (moderneren) T E X-Installation vorhanden sind. Vorteil: Das Dokument sieht aus wie gewohnt, bei gleichzeitiger verbesserter Bildschirmdarstellung. Nachteil: Nach Wörtern mit Umlauten kann innerhalb des Acrobat Readers nicht mehr gesucht werden. Einführung in pdft E X 18

19 Fontencoding Abhilfe (III) Installation der cm-super-schriften. Freie, auf privater Basis entstandene PostScript-Outlines der EC-Schriften, gibts beispielsweise unter ftp://ftp.dante.de/tex-archive/fonts/ps-type1/cm-super Vorteil: Vereinigt, oberflächlich betrachtet, alle oben aufgeführten Vorteile. Nachteil: Sehr speicherplatzintensiv, noch keine 1.0-Version vorhanden. Einführung in pdft E X 19

20 Menüoptionen des Acrobat-Readers Für Zugriffe auf Menüoptionen des Acrobat-Readers steht der Befehl \Acrobatmenu zur Verfügung. Beispiel: \Acrobatmenu{Menüoption}{Text} \Acrobatmenu{Fullscreen}{\fbox{Vollbildanzeige}} Das Verhalten der Schaltflächen kann durch den Parameter pdfhighlight festgelegt werden. Mögliche Optionen: /I Invertierung (Voreinstellung) /N kein Effekt /O Umrandung /P gedrückter Knopf Einführung in pdft E X 20

21 Menüoptionen des Acrobat-Readers (I) Menü Option Menüoption Datei Öffnen Open Datei Schließen Close Datei Drucken Print Datei Dokumentzusammenfassung GeneralInfo Datei Dokumentschriften FontsInfo Datei Seiteneinrichtung PageSetup Datei Beenden Quit Einführung in pdft E X 21

22 Menüoptionen des Acrobat-Readers (II) Menü Option Menüoption Bearbeiten Suchen im Dokument Find Bearbeiten Gehe zur ersten Seite FirstPage Bearbeiten Gehe zur vorherigen Seite PrevPage Bearbeiten Gehe zur nächsten Seite NextPage Bearbeiten Gehe zur letzten Seite LastPage Bearbeiten Gehe zur Seite... GoToPage Einführung in pdft E X 22

23 Menüoptionen des Acrobat-Readers (III) Menü Option Menüoption Anzeige Vollbild FullScreen Anzeige Ganze Seite FitPage Anzeige Originalgröße ActualSize Anzeige Fensterbreite FitWidth Anzeige Seitenbreite FitVisible Anzeige Einzelne Seite SinglePage Anzeige Fortlaufende Seiten OneColumn Anzeige Fortlaufende Doppelseiten TwoColumns Einführung in pdft E X 23

24 Menüoptionen des Acrobat-Readers (IV) Menü Option Menüoption Fenster Lesezeichen anzeigen ShowBookmarks Fenster Piktogramme anzeigen ShowThumbs Fenster (Nur) Seiten anzeigen PageOnly Fenster Werkzeugleiste ein-/ausblenden ShowHideToolBar Fenster Menüleiste ein-/ausblenden ShowHideMenuBar Einführung in pdft E X 24

25 (M)ein persönliches Fazit pdft E X ist ein hervorragender Ansatz um bequem PDF-Dokumente aus L A T E X/T E X-Quellen zu erzeugen. Die Konvertierung vorhandener T E X-Files kann aus den o.a. Gründen jedoch recht arbeitsintensiv werden (und lohnt sich IMHO kaum, sofern der Acrobat Distiller bzw. Acrobat Exchange vorhanden sind). Einführung in pdft E X 25

26 Mehr Infos... Hàn Th Thàn, Sebastian Rahtz, Hans Hagen, The pdft E X user manual. Sebastian Rahtz, Hypertext marks in L A T E X: the hyperref package. D.P. Carlisle, Packages in the graphics bundle Einführung in pdft E X 26

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