Klausur Wirtschaftsinformatik II

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1 Klausur Wirtschaftsinformatik II ERP 1. Erläutern Sie kurz den Unterschied einer analytischen und einer synthetischen Betrachtung von Stücklisten! (2 Punkte) Antwort: (VL_04 - Folie 17) Analytische Betrachtung: Synthetische Betrachtung: Woraus besteht mein Erzeugnis? Worin ist ein Teil enthalten? - Stücklisten (Mengen, Struktur, Baukasten,...) - Verwendungsnachweise (Mengen, Struktur,...) (zeigt aus welchen Unterteilen ein Element besteht) (vor allem in Konstruktion und Qualitätsmanagement von Bedeutung) 2. Erläutern Sie die Zielstellung des MRP II (Manufacturing Resource Planning)-Ansatzes und charakterisieren Sie kurz die zugrundeliegenden 5 Planungsstufen. (12 Punkte) Antwort: (VL_06 - Folie 14) (http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wienzyklopaedie/lexikon/informationssysteme/sektorspezifische-anwendungssysteme/mrp-ii) (http://de.wikipedia.org/wiki/manufacturing_resources_planning) (Zielstellung:) - Berücksichtigung von Ressourcensituation - Langfristiger Planungshorizont - Hoher Zeitbedarf - Feste Zeitvorgaben Bedarf und Kapazitäten sukzessiv abgleichen Besser: Manufacturing Resource Planning, meist als MRP II bezeichnet, ist ein ganzheitlicher Ansatz für die markt- und ressourcenorientierte Planung der Absatz-, Produktions- und Bestandsmengen auf Basis des Geschäftsplans. 5 Planstufen: Der Geschäftsplanung (Business Planning), Absatz- und Produktionsgrobplanung (sales and operations planning), Produktionsplanung (production planning) und Fertigungsplanung für Material und Kapazität (execution support systems for capacity and material). 3. Welche Ziele werden mit dem PLM (Product Lifecycle Management) verfolgt und welche grundlegenden Merkmale unterscheiden es vom PDM (Product Data Management)? (5 Punkte) Antwort: (http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi- enzyklopaedie/lexikon/informationssysteme/sektorspezifische-anwendungssysteme/product-life- Cycle-Management/index.html) Ziel dabei ist es, den Produktentstehungsprozess ganzheitlich - von der Entwicklung und Produktion über den Vertrieb bis hin zur Wartung - zu unterstützen sowie die Produktivität zu erhöhen.

2 Unterschiede: PLM betrachtet den gesamten Produktlebenszyklus PDM Grundlage (Basis); legt den Status für Dokumente fest PDM ist weitaus kostengünstiger (und PLM ist umfassender) 4. Was unterscheidet Anwendungssysteme des CRM (Customer Relations Management) von jenen des CAS (Computer Aided Selling)? (6 Punkte) Antwort: (http://www.karteikarte.com/card/714395/40-wofuer-steht-cas-und-crm-wieunterscheiden-sie-sich) (VL_05 - Folie 5) Aus technischer Sicht sind die CRM-Systeme eine Weiterentwicklung der CAS-Systeme. Im Unterschied zu CRM-Systemen, welche Marketing-, Verkaufs- und den Serviceprozess integriert unterstützen, sind CAS-Systeme jedoch in erster Linie auf den Verkaufsprozess (i.d.r. im Außendienst) ausgerichtet. CRM: Fokus auf gesamte Kundenbeziehung und nicht nur einzelne Vertriebsaktivitäten CRM-Systeme unterstützen Funktionen von CAS-Systeme 5. Welche Aufgaben haben MUS (Management Support Systems) (VL: PuK) und welche 3 wesentlichen Ausprägungen kann man unterscheiden? (5 Punkte) Antwort: (http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi- enzyklopaedie/lexikon/uebergreifendes/kontext-und- Grundlagen/Informationssystem/Managementunterstutzungssystem) Fach-/Führungskräfte bei ihren Aufgaben und Tätigkeiten unterstützen, die der Planung, der Organisation, der Steuerung und der Kontrolle betrieblicher Leistungsprozesse dienen. Ausprägungen der MUS: (VL_08 Folie - 7) - Entscheidungsunterstützungssysteme (EUS) bzw. Decision Support Systeme (DSS) - Managementinformationssysteme (EIS) - Führungsinformationssysteme (FIS) 6. Was versteht man unter einem WWS (Waren(be)wirtschaftssystem)? (2 Punkte) Antwort: (http://de.wikipedia.org/wiki/warenwirtschaftssystem) (VL_05 Folie 17ff) Ein Warenwirtschaftssystem ist ein Modell zur Abbildung der Warenströme im Geschäftsprozess eines Unternehmens. (Der Begriff wird überwiegend im Zusammenhang mit Unternehmenssoftware für Disposition und Logistik verwendet.) Ziel ist eine Belieferung ohne die Erteilung von Aufträgen; Alle Entnahmen und Bestandsdaten werden an die Systeme der Vertriebszentren übermittelt (Bestellmengenoptimierung)

3 7. Grenzen Sie die 4 (?) Strategien zur Software-Einführung unter Nennung von Vor- und Nachteilen voneinander ab! (8 Punkte) Antwort: (http://www.starpc-computer.de/fileadmin/customer/images/microtech_erp- Softwareeinfuehrung_Whitepaper.pdf) Strategie Pro Contra Big Bang Geringere Kosten, als schrittweise Einführung; schnellste Variante; frühzeitiger Integrationsnutzen; keine Schnittstellenproblematik Step by step (inkrementell) (funktional gestaffelt) [Schrittweise funktionsorientiere Einführung] Kann z.b. Unruhe im Unternehmen vermeiden; Erfahrungsgewinn durch Teilprozesse -> Kann genutzt werden; Roll-Out (lokaler Big Bang) Keine Fehlerwiederholung -> Erfahrungen können genutzt werden; Geringeres Projektrisiko als beim globalen Big Banh Step by step (inkrementell) (regional gestaffelt) [Schrittweise prozessorientierte Einführung] Erfahrungsgewinn(siehe oben); geringeres Projektrisiko Mitarbeiter mpssen sofort darauf geschult sein; hohe Belastung/Anforderungen + Risiko Mitarbeiterbelastung: Durch Alt- und Neusystem, müssen Daten evtl. in beide gepflegt werden; Manueller Aufwand, wo keine Schnittstellen vorhanden Nur bei dezentraler Organisation möglich; Erfordert umfangreiche Koordination Hohe Abhängigkeit von der ersten Einführung; lange Einführungszeit; wie oben + ggf. Redundanzen 8. Erläutern Sie kurz, warum Portale die inner- und überbetriebliche Zusammenarbeit unterstützen! (5 Punkte) Antwort: SAP: Es führt Anwendungen, Informationen und Dienste auf einer einheitlichen Arbeitsoberfläche zusammen. GPM 1. Erläutern Sie anhand der in der Vorlesung vorgestellten Definitionen den Unterschied zum GP (Geschäftsprozesse?) und Workflow. Welche Datenbanken verwenden WF-Systeme (Workflow-Systeme) wie etwa Saperion? (Tipp: Diese DB enthalten jeweils die notwendigen Elemente (Objekte) zur Ausführung eines Workflows) (4 Punkte) Antwort: (VL_01 - Folie 73)

4 (Ziel) (Gestaltungsebene) (Detailierungsgrad) Geschäftsprozess Workflow Analyse und Gestaltung con Arbeitsabläufen im Sinne angegebener Ziele Konzeptionelle Ebene mit Verbindung zur Geschäftsstrategie In einem Zug von einer Person an einem Arbeitsplatz ausführbare Arbeitsschritte Spezifikation der technischen Ausführung von Arbeitsabläufen Operative ebene mit Verbindung zu unterstützender Technologie Konkretisierung von Arbeitsschritten hinsichtlich Arbeitsverfahren sowie personeller und technologischer Ressourcen - SQL-Datenbanken (?) 2. Was ist unter Process Mining zu verstehen und auf welchen gespeicherten Daten basiert diese Methode? (3 Punkte) Antwort: (http://de.wikipedia.org/wiki/process_mining) Process Mining ist eine Technologie des Prozessmanagements, die es ermöglicht, Businessprozesse auf Basis digitaler Spuren in IT-Systemen zu rekonstruieren und zu analysieren. Die in den Systemen gespeicherten einzelnen Schritte des Prozesses werden zusammengefügt und der Prozess in seiner Gesamtheit visualisiert. Process Mining ermöglicht es, das in Daten enthaltene, implizite und sonst verborgene Prozesswissen zu modellieren und somit greifbar und transportierbar zu machen. Basiert auf: Kennzahlen (?) [(VL_04)] [evtl.: (VL_13 Folie 5 ff)] -die gespeicherten einzelnen Schritte des Prozesses! (Sammlung dieserdaten) 3. Nennen Sie den Unterschied zu einer Modellierungsmethode und einem Modellierungsansatz! (2 Punkte) Antwort: (VL_01 - Folie 48) Modellierungsansatz: umfasst: - eine Metapher als Beschreibung einer Modellierung zugrunde gelegten Sichtweise; - ein Metamodell als Definition eines mit der Metapher abgestimmten Begriffssystem Modellierungsmethodik: umfasst zusätzlich: - einen Rahmen zur Bildung der Architektur des Modellsystems; - eine Spezifikation des Vorgehens bei der Modellierung 4. Die Einführung von GPM in Unternehmen erfolgt in 4 Phasen, welche sind das? Ordnen Sie den einzelnen Phasen jeweils eine darin auszuführende Aktivität zu! (4 Punkte) Antwort: (VL_03 Folie 9) Projektvorbereitung Projekt organisatorisch vorbereiten; Projektziele Ist-Analyse Ist-Bewertung Sollkonzeption Zielkonkretisierung; Systemevaluation Marktsichtung; Detailbewertung (Vision, Initiierung, Diagnose und Redesign)

5 5. Wodurch sind Referenzmodelle gekennzeichnet und welche Technik kann man bei ihrer Verwendung unterscheiden? (5 Punkte) Antwort: (VL 05 Folie 7 ff) allgemeingültig und haben Empfehlungscharakter Referenzmodelle zielen auf Wiederverwendung Referenz von lat.: referre; frz.:référence = auf etwas zurückführen, sich auf etwas beziehen, berichten - Vorgabemuster, Vergleichsmuster und Integrationsmuster (?) - Methodenbezogener-, Organisationsbezogener-, Technologiebezogener-, Modellbezogener Ansatz (?) - Konstruktions- und Anwendungsprozess sind zu unterscheiden! - Evtl. auch 5 Formen (?) (Analogiekonstruktion, Instanziierung, Konfiguration, Spezialisierung, Aggregation) (?) 6. Innerhalb der Modellierungsmethode SOM (Semantische Objektmodel) sind das Interaktionsschema und das Vorgangs-Ereignis-Schema jeweils 2 verschiedenen Modellsichten zuzuordnen. Welches Schema gehört zu welcher Modellsicht? (2 Punkte) Antwort: (http://de.wikipedia.org/wiki/semantisches_objektmodell) Interaktions-Schema: strukturorientiere Sichten Vorgangs-Ereignis-Schema: verhaltensorientierte Sichten 7. Welche??? umfasst die Promet-Methode? Ordnen Sie die folgenden Ergebnisdokumente den jeweiligen Ebenen zu: Marktleistungssicht, Aufgabenkettendiagramme, Wertschöpfungsnetz, Anwendungsstruktur. (3 Punkte) Antwort: (Gastvortrag PROMET - Folie 3) Marktleistungen: Strategie Aufgabenkette : Prozess Wertschöpfungsnetzwerk: StrategIe Anwendungsstruktur: System 8. Was ist unter einem Private Process bei RosettaNet zu verstehen? (2 Punkte) Antwort: 9. Welche Aufgabe hat die Business Process Execution Language (BPEL)? Welche Standardisierungsorganisation führt die Entwicklung von BPEL voran? Welche Daten wurden im klassischen BPEL-Standard nicht berücksichtigt? (3 Punkte) Antwort: (http://de.wikipedia.org/wiki/ws-business_process_execution_language) (VL_BPMN - Folie 28) Aufgabe: - Beschreibung von Geschäftsprozessen, deren einzelne Aktivitäten durch Webservices implementiert werden Std-organisation: WS-*- Spezifikation als industrieller Standard von OASIS

6 10. Innerhalb des Konzeptes des ARIS-Haus werden Unternehmen mit Hilfe von 5 Sichten abgebildet. Nennen sie vier. (2 Punkte) Antwort: Organisation-, Steuerung-, Daten-, Funktion- und Leistungssicht 11. Stellen Sie den folgenden Prozess Warenbestellung in seinem Verlauf als Aufgabenkettendiagramm (BPM) dar. Verwenden Sie die gebräuchlichen Notationen und benutzen Sie die Swimlane-Darstellung. Vermerken Sie die jeweils benutzten Sachmittel, die zwischen den Aufgaben übergeben Leistungen müssen nicht angegeben werden? (8 Punkte) Der Kunde wählt im online-katalog die gewünschten Produkte und trägt diese in ein Bestellfax ein. Dieses Bestellfax faxt er zur Bestellannahme. Die Bestellannahme prüft das Bestellfax auf Vollständigkeit. Sollte es unvollständig sein, wird das Bestellfax mit einem Vermerk an den Kunden zurückgeschickt. Ist das Bestellfax vollständig ausgefüllt, entnimmt der Lagerarbeiter die gewünschten Produkte aus dem Lager und legt diese anschließend in den Versandkarton. Die Versandabteilung schickt den Versandkarton an den Kunden ab. Der Kunde quittiert den Empfang der Produkte mit seinem Handy. 12. Finden Sie die 5 Modellierungsfehler in dieser eepk. Geben Sie jeweils das Planquadrat an und erläutern Sie kurz den Fehler. (? Punkte) Sonstiges (GPM) A) Typselektion B) Konfigurationsmechanismen B) Referenzmodelle, Wiederverwendungsmechanismen (Aufgabe 5; GPM) C) BPM Round Trip (Aufgabe 11?; GPM) D) Geschäftsprozess und Workflow unterscheiden sich (Aufgabe 1; GPM) E) > Kernprozesse etc., 4_6 Stufen F) BRP, BPI G) BPM (Management, Measurement Teilschritte) H) Six Sigma I) Aris (5 Sichten) ~> Haus (Aufgabe 10; GPM) J) PROMET (VL_06) K) Anwendung Modelle/Methoden L) Trends Process Mining (VL_13 Folie 5 ff) Business Rules (VL_13 Folie 25 ff) 9 oder 10 Fragen: Modelle zeichnen können (1/3 der Punktzahl)

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