GESETZLICHE BEGRENZUNG VON ABWASSEREMISSIONEN AUS DER ERZEUGUNG VON PAPIER UND PAPPE

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "GESETZLICHE BEGRENZUNG VON ABWASSEREMISSIONEN AUS DER ERZEUGUNG VON PAPIER UND PAPPE"

Transkript

1 GESETZLICHE BEGRENZUNG VON ABWASSEREMISSIONEN AUS DER ERZEUGUNG VON PAPIER UND PAPPE (AEV PAPIER UND PAPPE BGBl. II Nr. 220/2000) 1. Allgemeines 1.1 Einteilung der Papiere und Pappen Papier oder Pappe ist ein flächiger, aus Fasern vorwiegend pflanzlicher Herkunft sowie aus Hilfsstoffen bestehender Werkstoff, welcher durch Entwässerung einer Feststoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird. Bei der Entwässerung entsteht ein Faserfilz, der anschließend verdichtet und getrocknet wird. Hauptbestandteil von Papier oder Pappe sind pflanzliche Faserrohstoffe, als deren Hauptquelle Hölzer dienen. Für die faserigen Rohstoffe der Papierherstellung verwendet man auch den Begriff Halbstoffe. Die nicht faserigen Einsatzstoffe der Papier- oder Pappeherstellung bezeichnet man dagegen als Papierhilfsmittel. Die Einteilung der Papiere und Pappen kann nach folgenden Kriterien erfolgen: a) Flächengewicht bis 225 g/m 2 spricht man von Papier, bei größeren Flächengewichten von Pappen. Der Sammelbegriff Karton umfasst sowohl Papier- als auch Pappsorten (Flächengewichte von 150 bis 600 g/m 2 ). b) Hauptfaserstoffarten Holzstoff, Zellstoff, Faserstoff aus Altpapier, Chemiefasern, Asbestfasern und sonstige Mineralfasern etc. c) Verwendungszweck Zeitungsdruckpapiere, Illustrationsdruckpapiere, Schreib- und Zeichenpapiere, Einschlag- und Etikettenpapiere, Packpapiere, Hygienepapiere, Büro- und Durchschreibpapiere, technische Papiere, Spezialpapiere.

2 Herstellung von Papier und Pappe Bei der Herstellung von Papier und Pappe werden folgende Faserstoffe (Halbstoffe) und Hilfsstoffe eingesetzt: Faserstoffe a) Holzstoff (mechanical pulp, MP) Holzstoff ist Fasermaterial, das aus Holz alleine oder überwiegend mit mechanischen Verfahren gewonnen wird. Nach dem angewandten Herstellungsverfahren unterschiedet man: - Holzschliff (Steinholzschliff, stone groundwood pulp, SGW); Stammholz wird unter atmosphärischem Druck an rotierenden Schleifsteinen zerfasert. - Druckschliff (pressurized stone ground wood pulp, PGW); Stammholz wird unter Überdruck an rotierenden Schleifsteinen zerfasert. - Refinerholzstoff (refiner mechanical pulp, RMP); Hackschnitzel werden zwischen rotierenden Mahlscheiben (Refinerscheiben) zerfasert. - Thermomechanischer Holzstoff (thermomechanical pulp, TMP); mit Dampf vorbehandelte Hackschnitzel werden bei Temperaturen größer als 100 C unter Überdruck zwischen rotierenden Mahlscheiben zerfasert. - Chemothermomechanischer Holzstoff (chemothermomechanical pulp, CTMP); mit Dampf und Chemikalien vorbehandelte Hackschnitzel werden bei erhöhter Temperatur unter Überdruck zwischen rotierenden Mahlscheiben zerfasert. Die Hackschnitzel werden bei Temperaturen von 120 bis 130 C vorgedämpft, mit einer Lösung von g/l Natriumsulfit (Na 2 SO 3 ) imprägniert und einer meist dreistufigen Mahlung unterworfen. Alle Holzstoffe sind in ihren Eigenschaften nahe verwandt. Bei den Aufschlussverfahren wird das Holz bis in die Einzelfasern zerlegt, ohne die physikalischen und chemischen Eigenschaften wesentlich zu verändern; insbesonders sollen die Holzfasern nicht wesentlich verkürzt werden. Ein Nachteil der Holzstoffe gegenüber dem Zellstoff ist ihre schlechtere Lichtbeständigkeit und ihre Alterungsfähigkeit. Holzstoff vergilbt relativ schnell und ist daher ungeeignet für Dokumente und Papiere mit Repräsentationscharakter. Bei der Herstellung der Holzstoffe wird nach folgenden Verfahrensschritten vorgegangen: - Entrinden Die Holzstämme werden in der Regel mit trockenen Methoden von der Rinde befreit.

3 Zerfasern Durch Einwirkung der mechanischen Energie rotierender Werkzeuge (Mahlsteine, Refinerscheiben) wird das Holz aufgeschlossen; durch Einwirkung von Wärme (Dämpfung bei TMP) und Chemikalien (bei CTMP) wird zusätzlich eine Lockerung des Faserverbundes im Holz vor der mechanischen Zerkleinerung erzielt. Beim Zerfasern entsteht Reibungswärme; Holzbestandteile gehen in das während der Zerfaserung zugesetzte Wasser in Lösung. - Reinigen Unbrauchbare Bestandteile (Äste, Spukstoffe) werden ausgeschleust. - Entwässern Vor dem Einsatz in der Stoffauflaufbereitung der Papiermaschine muss der Holzstoff auf die richtige Konsistenz gebracht werden; dies geschieht durch Entwässerung. Das anfallende Wasser kann zum überwiegenden Teil im Kreis geführt werden. - Bleichen Durch Zusatz von Bleichmitteln kann der Holzstoff aufgehellt werden. Im Gegensatz zur Zellstoffbleiche findet kein Herauslösen von Lignin aus dem Faserverbund statt. Die Holzstoffbleiche erfolgt heute mit chlorfreien Verfahren; eingesetzt werden als Bleichmittel Natriumdithionit (Na 2 S 2 O 4, reduktive Bleiche) oder Wasserstoffperoxid (H 2 O 2, oxidative Bleiche). Die Dithionitbleiche erfolgt im sauren Bereich, die Peroxidbleiche im alkalischen. Für die Bleiche werden 4 bis 40 kg Bleichmittel pro Tonne Faserstoff zugesetzt. Bei beiden Verfahren werden auch organische Komplexbildner (EDTA, DTPA) zur Maskierung von Metallionen verwendet. b) Zellstoff (chemical pulp, CP) Zellstoff ist ein aus pflanzlichen Rohstoffen durch chemischen Aufschluss erhaltener Halbstoff. Hinsichtlich der Herstellung von Zellstoff und der dabei auftretenden Abwasserprobleme wird auf die Erläuterungen zur AEV Gebleichter Zellstoff (BGBl. II Nr. 219/2000) verwiesen. c) Faserstoff aus Altpapier (recycled fibre, RCF) Die Faser zu Faser Bindungen von Papier und Pappe lassen sich in Wasser leicht lösen, sofern keine Nassfestausrüstung erfolgt ist. Diesen Umstand macht man sich bei der Rückführung von Altpapier in die Papierherstellung zu Nutze. Papier, Pappe und Karton zerfallen bei Befeuchtung mit Wasser bereits unter Einwirkung geringer Scherkräfte in ihre Faserbestandteile. Bei der nass arbeitenden Altpapieraufbereitung werden folgende Verfahrensschritte in geeigneter Reihenfolge und Abstufung miteinander kombiniert: - Auflösung Im Stofflöser (Pulper) erfolgt die Suspendierung und Zerfaserung bei Temperaturen bis 50 C. Wesentlich ist die schonende Dispergierung, sodass die Fasern

4 - 4 - nicht zerkleinert oder gekürzt werden. Fremdstoffe sollen so erhalten werden, dass ihre Abtrennung leicht möglich ist. - Reinigung Unerwünschte, die Produktion störende Bestandteile müssen aus der Feststoffsuspension entfernt werden. Zur Abscheidung verwendet man Siebsortierer, Entstipper, Hydrozyklone etc. Nicht entfernbare Verunreinigungen müssen unter die Sichtbarkeitsgrenze zerkleinert werden. Bei der Verwertung von bedruckten Papieren kann als weiterer Reinigungsprozess eine Deinking Stufe eingesetzt werden. Dabei werden Druckfarben und feinere Verunreinigungen mittels physikalischer oder chemischer Prozesse mit hoher Wirksamkeit aus der Fasersuspension entfernt. Eingesetzt werden die Verfahren Wasch - Deinking und Flotations - Deinking. Beim Wasch - Deinking werden die nach der Zerfaserung in dispergierter Form vorliegenden Druckfarben durch Zugabe tensidhaltiger Waschwässer ausgewaschen und über die Entwässerungsstufen ausgetragen (Schräg-, Bogen- oder Mikrosiebe, Entwässerungsschnecken etc.). Beim Flotations - Deinking nutzt man die unterschiedliche Benetzbarkeit von Druckfarbe und Papierfaser. Die hydrophobe Druckfarbe wird geflockt und gesammelt sowie mit dem Flotationsschaum entfernt. Das Verfahren arbeitet mit hoher Ausbeute und niedrigem Wasserverbrauch. Der druckfarbenhältige Flotationsschaum wird aufkonzentriert, in Zentrifugen entwässert und als Abfall entsorgt. In manchen Fällen wird in Kombination mit dem Deinking eine Bleiche durchgeführt. Verwendet werden als Bleichchemikalien Natriumdithionit, Wasserstoffperoxid oder Formamidinsulfinsäure (FAS). Pro Tonne Faserstoff in der Altpapierbehandlung können 45 bis 70 kg Chemikalien zum Einsatz kommen, wovon 30 bis 60 kg Flotationschemikalien und 10 bis 15 kg Bleichchemikalien sind. Als wichtigste Stoffgruppen sind Natronlauge, Wasserglas, Seife oder andere Tenside, Komplexbildner und Dispergiermittel zu nennen. - Mahlung Für die Herstellung des Stoffauflaufes muss ein Brei von Fasern bereitgestellt werden, die eine geeignete Oberflächenbeschaffenheit aufweisen. Quellfähigkeit, Fibrillierung und Blattbildungseigenschaften müssen durch mechanische Bearbeitung (Mahlung) optimiert werden. Dies geschieht in Mahlmaschinen, in denen die Fasern bzw. Faserbündel durch Schläge hoher Frequenz (ausgelöst durch rotierende Messer) aufgelockert werden. Früher waren dafür die klassischen Holländer im Einsatz; heute verwendet man dafür Kegelmühlen oder Refiner.

5 - 5 - d) Chemiefasern Chemiefasern und andere industriell hergestellte Fasern (z.b. Glasfasern, Mineralfasern, Kunststofffasern) werden in Einzelfällen zur Erzielung besonderer Eigenschaften des Papiers zugesetzt. e) Asbestfasern Asbestfasern (Faserstruktursilikate wie Krokydolith, Aktinolith, Chrysotil, Anthophyllit, Amosit, Tremolit) finden in der Herstellung von Asbestpapier und pappe Verwendung Papierhilfsmittel Neben den Faserstoffen kommen bei der Papier- und Pappeherstellung Füllstoffe, Stärke, Aluminiumsulfat, Harzleime und sonstige Hilfsmittel zum Einsatz. Sie sollen einerseits die Papiereigenschaften in der gewünschten Weise beeinflussen und andererseits einen reibungslosen technologischen Ablauf des Herstellungsprozesses gewährleisten. Als Papiereigenschaften, die durch die Hilfsmittelzugabe beeinflusst werden, sind zu nennen: - Festigkeit - Resistenz gegen Wasser - Nassfestigkeit - Weißegrad - Farbigkeit - Oberflächenbeschaffenheit (Glätte) etc. Der Einsatz der Papierhilfsmittel kann sowohl in der Masse wie auch in der Oberfläche erfolgen. Papierhilfsmittel gelangen in unterschiedlichem Ausmaß in das Prozessabwasser und können bei der Abwasserreinigung zu massiven Problemen führen. Daher werden nachstehend die wichtigsten Gruppen der Papierhilfsmittel angeführt, soweit sie abwassertechnisch von Bedeutung sind: - Leimstoffe Leime werden verwendet, um das Papier hydrophob (beschreibbar) zu machen. Sie werden in der Papiermasse eingebracht (Masseleimung) oder auf der Papieroberfläche aufgebracht (Oberflächenleimung). Für die Leimung kommen als anorganischer Grundstoff Wasserglas, als makromolekulare Naturstoffe Stärke, Alginate, Harze, Glutin oder Kasein und als makromolekulare synthetische Stoffe Polyacrylsäureester, Polyvinylalkohole, Melaminharze, Harnstoffharze, Fettsäurederivate etc. zur Anwendung.

6 Füllstoffe Füllstoffe lagern sich im Fasergewebe des Papiers zwischen den Fasern ein und vermindern die Transparenz, glätten das Papier, regulieren den Weißegrad und beeinflussen Gewicht, Brennbarkeit etc. Füllstoffe sind weitestgehend wasserunlöslich. Eingesetzt werden vorwiegend Silikate (Kaolin, Talkum), Sulfate (Blanc fix, Satinweiß), Carbonate (Kreide, Magnesit) und Oxide (Titanweiß, Aluminiumoxid). Füllstoffe beeinflussen andere Papierveredelungsschritte stark z.b. den Harzleimbedarf. Der meist verbreitete Füllstoff ist heute Kaolin. Bei Papierherstellung im neutralen oder alkalischen Bereich wird bevorzugt Calciumcarbonat angewandt. - Optische Aufheller Hochweiße Papiere erfordern den Einsatz weißegradsteigernder Maßnahmen. Als solche stehen Bleichen der Fasern, Einsatz von Füllstoffen oder Einsatz von optischen Aufhellern zur Verfügung. Letztere absorbieren UV-Licht, wandeln es in sichtbares Licht und reflektieren es als blau-violettes Fluoreszenzlicht. In der Papierindustrie werden Derivate der Diaminostilbensulfonsäure mit unterschiedlicher Anzahl von Sulfo - Gruppen eingesetzt. - Farbmittel Eingesetzt werden basische und saure Farbstoffe sowie Substantivfarben und Farbpigmente in Konzentrationen von 0,2 bis 0,8 Masseprozent. Saure, basische und Substantivfarbstoffe sind im Anwendungsmedium Wasser löslich. Die Farbmoleküle lagern sich durch Diffusion zwischen den Papierfasern ein oder durch Adsorption an den Faseroberflächen an. Farbpigmente sind wasserunlöslich und werden mit den Füllstoffen im Fasergefüge fixiert. Basische Farbstoffe sind in der Regel Salze von Farbstoffbasen (z.b. Triphenylmethane). Saure Farbstoffe sind überwiegend Alkalisalze von Farbstoff-Sulfonsäuren; der Chromophor ist oft eine Azogruppe. Substantivfarbstoffe sind Natriumsalze von Chromophoren mit Sulfo- oder Carboxylgruppen. Pigmente sind wasserunlösliche anorganische Oxide oder Salze. - Flammschutzmittel Flammschutzmittel in Papier oder Pappe dienen der Verhinderung von Brandausbreitung. Sie bestehen in der Regel aus Ammonium-, Halogen- oder Schwefel- Stickstoff-Verbindungen sowie aus Silikaten oder Phosphaten. - Mikrobizide/Schleimbekämpfungsmittel Bei vielen Papiersorten (z.b. bei Verpackungspapieren, Tapeten, Kabelpapieren, medizinischen Hygiene- oder Toilettenpapieren etc.) werden insektizide, fungizide oder bakterizide Wirkungen gefordert. Mit Schleimbekämpfungsmitteln wird das Mikroorganismenwachstum im Produktionswasser vermindert, welches unerwünschte Schleimbildungen, üble Gerüche und Korrosionen verursachen kann. Ein Teil der Mikrobizide verbleibt bestimmungsgemäß im Papier, ein Teil gelangt aber ins Abwasser.

7 - 7 - Zur Gruppe der antimikrobiellen Mittel zählen Aldehydpräparate, Phenolderivate, stickstoffhaltige und schwefelhaltige Heterocyclen, Thiocarbamate und Thiocyanate. Zur Gruppe der Schleimverhinderungsmittel zählen Dithiocarbamate, Thiocyanate, quaternäre Ammoniumverbindungen, Thiazoline, halogenierte organische Verbindungen wie z.b. Bromnitropropandiol, Bromhydroxyacetophenon, 1-4-Bisbromacetoxybuten etc. Auch anorganische Schleimbekämpfungsmittel wie Natriumchlorit, Wasserstoffperoxid, Natriumperoxid, Natriumhydrogensulfit, Natriumdithionit, Peroxyessigsäure oder Natriumhexafluorosilikat sind im Einsatz. - Färbereihilfsmittel Netzmittel werden aufgrund ihrer grenzflächenaktiven Wirkung zum Anteigen von Pigmentzubereitungen, als Weichmacher und in der Altpapieraufbereitung verwendet. Eingesetzt werden sulfatierte Öle, Alkylsulfate, Alkylsulfonate, Sulfobernsteinsäureester, Oxalkylierungsprodukte sowie sulfonierte Naphthalin-Formaldehyd - Kondensate. Fixiermittel unterstützen das Aufziehen der Farbstoffe auf die Papierfasern und verbessern die Ausblutechtheit der Papierfärbung. Eingesetzt werden höhermolekulare kationische Verbindungen wie Dicyandiamide, Polyamine oder Polyamidoamine, weiters anionische Fixiermittel wie sulfonierte Naphthalin Formaldehyd - Harze etc. Auch Polyaluminiumchloride, Polyethylenimine, quaternäre Polyamine, Tannine, Chlorhydrinharze etc. werden als Fixiermittel verwendet. - Bleichmittel/Bleichhilfsmittel Die heute gebräuchlichen Bleichmittel sind Peroxid, Natriumdithionit, Natriumbisulfit und Formamidinsulfinsäure. Chlordioxid oder Hypochlorit werden nicht mehr verwendet. Als Bleichhilfsmittel, die die rationelle Faserstoffbleiche ermöglichen, verwendet man Komplexbildner wie EDTA, DTPA, Phosphonate, Polycarbonsäuren (Zitronensäure, Weinsäure, Gluconsäure) sowie vereinzelt Amine oder Ammoniak. - Retentions- und Flockungsmittel/Entwässerungsbeschleuniger Aufgabe dieser Stoffe ist es, durch Umladung oder Brückenbildung die Verknüpfung von Fasern und Füllstoffen zu bewirken und die Retention und das Entwässerungsverhalten zu verbessern. Bei der Faserrückgewinnung werden durch ihre Zugabe Flotation, Sedimentation und Filtration verbessert. Harz- und Kalkablagerungen sowie Leimungsschwierigkeiten werden durch den Einsatz der Dispergiermittel verhindert. Eingesetzt werden als Retentionsmittel hochmolekulare Verbindungen wie Polyamine, Polyamidoamine, Polyacrylamide, Polyethylenimine, kationische Stärke und Guarderivate.

8 - 8 - Als Entwässerungebeschleuniger verwendet man Polyamine und Polyethylenimine. Für Flotation, Sedimentation und Filtration setzt man gleichfalls Polyamine, Polyethylenimine, Polyamidoamine und Polyacrylamide ein. - Nassfestmittel Die Reiß-, Berst- und Abriebfestigkeit von nassem Papier wird durch Einsatz von Nassfestmitteln erhöht. Das Nassfestmittel verhindert die Lösung der Faser-Faser- Bindung. Als Mittel für die Nassverfestigung werden reaktive höhermulekulare Verbindungen wie Harnstoff - Formaldehyd- oder Melamin Formaldehyd Kondensate sowie mit Epichlorhydrin vernetzte Polyamine, Polyamide oder Polyamidoamine eingesetzt, die während des Trocknungsprozesses in der Papiermaschine unter Vernetzung abreagieren. Nassfestmittel auf Epichlorhydrinbasis bilden Reaktionsnebenprodukte, die zur AOX-Belastung des Abwassers signifikant beitragen. - Spezialausrüstungsmittel Bei der Herstellung von Spezialpapieren werden in der Masse oder durch Oberflächenauftrag Stoffe wie Butadien - Acrylnitril, Butadien - Styrol, Acrylester, Silikonharze sowie Paraffin-, Wachs-, Bitumen- oder Polyethylendispersionen u.ä. aufgetragen. In Frage kommen dafür Basispapiere für Kunstleder, Abdeckpapiere, Schleifpapiere etc. - Weichmacher Weichmacher haben die Aufgabe, die Geschmeidigkeit, Falzfähigkeit, Dehnbarkeit, Saugfähigkeit und Satinierbarkeit von Papier zu verbessern sowie das Stauben zu verhindern. In der Streichfarbe haben sie die Aufgabe, die Elastizität des Striches zu gewährleisten. Zum Einsatz kommen Stoffe wie Paraffine, quaternäre Ammoniumverbindungen, Polyethylenglykole oder Polyalkohole. - Schaumdämpfungsmittel Schaumbildungen führen zu Störungen im Produktionsablauf. Ursache für die Schaumbildung ist das Zusammentreffen von Luft oder freiwerdender Kohlensäure bzw. carbonatischer Füllstoffe in Gegenwart von Harzleimen. Die immer weiter vorangetriebene Kreislaufschließung sowie die zunehmende Verwendung calciumcarbonathaltiger Füllstoffe führen zu verstärkter Schaumbildung. Als Dämpfungsmittel gelangen spezielle grenzflächenaktive Stoffe wie Paraffinöle oder fette, Öle tierischer oder pflanzlicher Herkunft, Fettalkohole, Phosphorsäureester, Oxalkylierungsprodukte höherer Alkohole oder Fettsäuren sowie Silikone zur Anwendung. Als aktive Substanz in Silikonemulsionen wird Polydimethylsiloxan eingesetzt. - Pigmente In der Papierindustrie werden neben Pigmentrußen vor allem Eisenblaupigmente sowie Cadmium- und Cobaltpigmente als unlösliche Farbmittel eingesetzt.

9 Herstellungsvorgang/Herstellungsbereiche Bei der Herstellung von Papier und Pappe werden im Wesentlichen die folgenden Verfahrensschritte angewandt: - Suspendieren Die Halbstoffe werden im Pulper und Entstipper mit großen Mengen Wasser zu einer Fasersuspension von rund 5 % Stoffdichte aufgelöst. - Reinigen/Sortieren Ungeeignete Suspensionsbestandteile werden in Dickstoffreinigern entfernt. - Mahlen Zur Steigerung der Papierfestigkeit und zur Verbesserung der Blattbildungseigenschaften wird die Suspension in Mahlaggregaten (Refiner, früher Holländer) vorbehandelt. - Mischen Durch Zugabe von Füll- und sonstigen Hilfsstoffen werden die gewünschten Papiereigenschaften eingestellt. - Verdünnen Die Suspension (Ganzstoff) wird unter Wasserzugabe so stark verdünnt, dass je nach den gewünschten Eigenschaften des Papierblattes die Blattbildung in der Papiermaschine erfolgt. - Blattbilden Die aus 99,5 % Wasser und 0,5 % Feststoff bestehende Fasermischung gelangt über die Stoffzufuhr zum Stoffauflauf der Papiermaschine, wo auf umlaufenden Lang- oder Rundsieben durch möglichst raschen Wasserentzug die Blattbildung eingeleitet wird. - Entwässern Am Ende der Siebpartie enthält das Papierblatt noch 75 bis 80 % Wasser. In der Pressenpartie wird die Papierbahn mittels saugfähiger Endlosfilztücher auf einen Wassergehalt von bis zu 50 % entwässert. - Trocknen Zum weiteren Wasserentzug wird die Papierbahn in der Trockenpartie mittels Filzbahnen und anschließend freitragend über zahlreiche dampfbeheizte Zylinder geführt, bis das Papierblatt auf einen Restfeuchtegehalt von 2 12 % abgetrocknet ist. - Veredeln Durch Imprägnieren, Beschichten, chemisches und/oder mechanisch thermisches Behandeln innerhalb oder außerhalb der Papiermaschine (Leimpresse, Streichanlage) werden besondere Produkteigenschaften erzielt.

10 Unter Berücksichtigung von Rohstoffeinsatz und Produktionstechnologie können in Anlehnung an DIN 6730 folgende Bereiche der Papier- und Pappeherstellung unterschieden werden: a) Ungeleimte holzfreie Papiere Diese bestehen vorwiegend aus Zellstoff. Das natürliche Saugvermögen des Faservlieses ist nicht durch Zusatz von Leim vermindert. Hergestellt werden u.a. Tissue, Zellstoffwatte, Filterpapiere, holzfreies Löschpapier, Dekorpapier, Laminatrohpapier und Pergamentrohpapier. Im Verfahrensschritt Reinigen werden nur geringe Schmutzmengen ausgeschleust, weil überwiegend reine Rohstoffe eingesetzt werden. Beim Mahlen werden die Fasern verkürzt und/oder fibrilliert. Die zugesetzten Hilfsstoffe belasten das Abwasser in Form von ungelösten Feststoffen, teilweise aber auch als gelöste oxidierbare Stoffe. b) Geleimte holzfreie Papiere Diese Papiere bestehen überwiegend aus Zellstoff und Leim. Die Produktpalette umfasst u.a. Plakatpapiere (Affichenpapiere), Schreib- und Druckpapiere, Durchschreibpapiere, Papiere höherer Reißfestigkeit und Zeichenpapiere. Wie bei lit. a) fallen in den Prozessschritten Reinigen/Sortieren nur geringe Mengen an Abfall an. Durch Zusatz von Leim und anderen Hilfsstoffen wird das natürliche Saugvermögen des Faservlieses gegen Wasser vermindert. Als Veredelungsschritt wird häufig eine Oberflächenleimung vorgenommen. Bei der Wiederaufbereitung von Ausschuss aus der Papierproduktion kann ein Teil der verwendeten Hilfsstoffe in Lösung gehen. c) Hochausgemahlene Spezialpapiere aus reinem Zellstoff und Spezialpapiere mit mehr als einem Sortenwechsel pro Arbeitstag im Jahresmittel Hochausgemahlene Papiere bestehen aus reinem Zellstoff. Durch intensives Mahlen werden spezifische Eigenschaften wie Transparenz und Fettdichtigkeit erreicht. Hergestellt werden unter anderem Buchungstransparentpapiere, Elektroisolierpapiere, Kondensatorpapiere, Naturpauspapiere, Pergamin, Pergamentersatzpapiere, Transparentzeichenpapiere und Zigarettenpapiere. Wie bei lit. a) und b) fallen beim Reinigen/Sortieren nur geringe Schmutzmengen an. Bei der Faserfibrillierung geht ein Teil des organischen Materials in Lösung. Hilfsstoffe werden je nach Papiersorte zugesetzt. Spezialpapiere werden für technische, medizinische, pharmazeutische oder sonstige Anwendungen in kleinen Chargen mit mehr als einem Sortenwechsel je Arbeitstag und Papiermaschine im Jahresmittel hergestellt. Die Faserzusammensetzung der einzelnen Papierprodukte können stark variieren und umfassen auch aufbereitete Einjahrespflanzen, tierische Fasern, Chemiefasern und anorganische Fasern. Hergestellt werden u.a. Teststreifenpapiere, Fotorohpapiere, Filterpapiere für Laborzwecke, Spezialpapiere für den medizinischen Bereich, Ölfilterpapiere, Staubfilterpapiere, Basispapiere für Vulkanfiber, Dichtungspapiere, Kalanderwalzpapiere etc. Charakteristisch für derartige Produktionen ist, dass aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen beim Sortenwechsel die Stoff- und Wasserkreisläufe weitestgehend entleert werden müssen.

11 d) Gestrichene holzfreie Papiere Die Rohpapiere dieser Sorten bestehen überwiegend aus Zellstoff. Sie werden ein- oder beidseitig mit Streichmasse von mehr als 10 g/m 2 beschichtet. Die Streichmasse besteht aus Pigmenten, Bindemitteln und sonstigen Hilfsmitteln. Hergestellt werden u.a. Chromokarton und papier, gussgestrichene Papiere, Kunstdruckpapiere und Bilddruckpapiere. Beim Reinigen/Sortieren der Stoffsuspension fallen nur geringe Schmutzmengen an. Zugesetzte Hilfsstoffe führen je nach Papiersorte zu unterschiedlichen Abwasserbelastungen. Das Papier wird sowohl nach dem Entwässern wie auch nach dem Veredeln getrocknet. Die Veredelung kann auch eine Oberflächenleimung umfassen. Die Aufbringung der Streichmasse kann ein- oder beidseitig, in einem oder mehreren Arbeitsgängen sowie in der Papiermaschine oder in einer separaten Streichanlage erfolgen. Bei der Streichmassenherstellung werden Pigmente, Bindemittel und Hilfsstoffe unter Zugabe von Wasser zu einer homogenen Suspension vermischt. e) Holzhaltige Papiere (Holzstoff aus integrierter Herstellung, Anteil der Faserstoffe aus Altpapier nicht größer als 50 %), gestrichen und ungestrichen Holzhaltige Papiere enthalten Holzstoff aus integrierter Herstellung. Faserstoffe aus Altpapier können einen bestimmten Anteil erreichen, sind aber nicht dominierend (Anteil kleiner als 50 Masseprozent). Hergestellt werden u.a. Zeitungsdruckpapiere, Illustrationsdruckpapiere, LWC-Papiere (light weight coated), holzhaltige Schreib- und Druckpapiere, holzhaltige Streichrohpapiere, Tapetenrohpapiere, Chromoersatzkarton, Maschinenholzpappe, Bierglasuntersatzpappe. Bei der Holzstofferzeugung gehen die Holzinhaltsstoffe in Lösung und verursachen eine organische Abwasserbelastung. Bei der Herstellung von gestrichenen Papieren wird wie bei den Papieren der lit. d) verfahren. f) Papiere, die aus Faserstoffen bestehen, die überwiegend aus Altpapier stammen Faserstoffe aus Altpapier werden verwendet zur Herstellung von Altpapier-Packpapieren, Schrenzpapieren, Testliner, Wellenpapier, Kraftmischpapier, Wickelpapier, Wickelpappe, Vollpappe, Graupappe, Duplexkarton, Hygienepapier, Tapetenrohpapieren, Schreibpapier und Zeitungsdruckpapier. Mahlvorgänge sind nur in geringem Umfang erforderlich; die Hilfsstoffe werden beim Mischen zugefügt. Deinking- oder Bleichvorgänge sind bei der Fasergewinnung allenfalls notwendig. In Abhängigkeit von der erzeugten Produktqualität (z.b. für Verpackungspapiere) ist eine enge Wasserkreislaufführung möglich; bei geringer Produktqualität ist im Einzelfall auch eine geschlossene Kreislaufführung des Produktionswassers realisierbar. g) Papiere und Pappen aus Asbest Asbestpapiere oder pappen werden u.a. als Dichtungspapiere, Isolationspapiere oder Filterpapiere verwendet. Die Herstellungstechnik entspricht im Wesentlichen der gewöhnlichen Papier- und Pappeherstellung. Asbest und erforderlichenfalls Zellstoff werden in Wasser suspendiert und mit Hilfsstoffen versetzt, auf die erforderliche Stoffkonzentration verdünnt und in der Papiermaschine entwässert, gepresst und getrocknet. Das Prozesswasser wird im Kreislauf geführt.

12 Wasserwirtschaft/Abwasseranfall Zur Papierherstellung werden große Wassermengen benötigt; in Abhängigkeit von der hergestellten Sorte kann ein spezifischer Verbrauch von weit über 100 m 3 /Tonne auftreten. Durch Mehrfachnutzung und Kreislaufführung wurde in den vergangenen Jahren eine kontinuierliche Reduktion des spezifischen Wasserverbrauches erzielt. Wasser wird bei der Papierfabrikation benötigt: 1. zur Suspendierung der Faser- und Hilfsstoffe sowie zur Auflösung anderer Hilfsstoffe (Verdünnen) 2. zur Reinigung der Siebe, Filze und sonstigen Anlagenteile (Spritzwasser) 3. als Sperr-, Dicht-, Kühl- und Kesselspeisewasser. An die Qualität des Wassers zur Papierherstellung werden teilweise hohe Reinheitsanforderungen gestellt. Insbesonders darf die Qualität des Wassers zur Verdünnung des Stoffauflaufes die Vorgänge der Papiererzeugung nicht stören, keine Qualitätsverschlechterungen des Papieres bewirken und keine Produktionsstörungen hervorrufen (Papierabriss in der Maschine, Korrosion, Geruchsprobleme etc.). Innerhalb der Produktionswasserkreisläufe sind Systeme zur Rückgewinnung von Fasern und Füllstoffen installiert, die diese Stoffe aus dem Wasser entfernen, bevor es wiederverwendet oder ausgeschleust wird. Wasser aus dem Primärkreislauf kann in den meisten Fällen trotz seines Feststoffgehaltes zu Verdünnungszwecken direkt wiederverwendet werden (Primärkreislauf). Zu Reinigungszwecken in der Papiermaschine kann mitunter geklärtes Abwasser aus dem Sekundärkreislauf eingesetzt werden. Zu den Produktionsbereichen des Kap lit. a bis g (Papier- und Pappesorten) können betreffend den Abwasseranfall nachstehende Detailangaben gemacht werden: a) Der spezifische Abwasseranfall kann je nach Endprodukt und Anlagenverhältnissen bis zu 50 m 3 /Tonne betragen. b) Der spezifische Abwasseranfall kann je nach Endprodukt und Anlagenverhältnissen bis zu 50 m 3 /Tonne betragen. c) Der spezifische Abwasseranfall kann je nach Endprodukt und Anlagenverhältnissen 40 bis 300 m 3 /Tonne betragen. Die Möglichkeiten zur Kreislaufführung sind aufgrund der angewandten Produktionstechniken (vor allem auch durch die erhöhte Abwärmefracht infolge der intensiven Mahlung) und durch die teilweise sehr hohen Qualitätsanforderungen (z.b. für elektrische Leitfähigkeit, Transparenz oder sensorische Eigenschaften) begrenzt. Bei Spezialpapieren entsteht durch den häufigen Sortenwechsel ein hoher Wasserverbrauch bzw. Abwasseranfall von weit über 100 m 3 /Tonne. Qualitätsbedingt erfordern die Sortenwechsel ein weitestgehendes Entleeren der Stoff- und Was-

13 serkreisläufe sowie ein gründliches Reinigen aller Anlagenteile der Papiermaschine. d) Der spezifische Abwasseranfall kann je nach Endprodukt und Anlagenverhältnissen bis zu 30 m 3 /Tonne betragen. e) Der spezifische Abwasseranfall kann je nach Endprodukt und Anlagenverhältnissen bis zu 40 m 3 /Tonne betragen. f) Der spezifische Abwasseranfall kann je nach Endprodukt und Anlagenverhältnissen 5 bis 15 m 3 /Tonne betragen. Bei den Papiersorten minderer Qualität (z.b. Verpackungspapieren) ist technisch auch eine geschlossene Kreislaufführung möglich. Produktionswasser wird dem System nur zur Abdeckung der Verluste infolge von Verdampfung und Produktaustrag zugegeben. Die Kreislaufschließung führt zu einer Anreicherung von Salzen und löslichen organischen Stoffen im Prozesswasser, was wesentlichen Einfluss auf Festigkeit, Verkeimung und sensorische Eigenschaften (insbesonders Geruch) des Produktes hat und zu unerwünschten Aufkonzentrierungen führen kann. Eine Anwendung der Kreislaufschließung bei der Produktion hochwertiger Papierqualitäten ist gegenwärtig nicht machbar. g) Abwasser fällt nur an, wenn die Produktionsanlagen routinemäßig gewartet und gereinigt werden. Der spezifische Abwasseranfall liegt je nach Produktionsverhältnissen (z.b. Häufigkeit des Wechsels zwischen asbesthaltigen und asbestfreien Produkten) im Mittel bei 0,5 bis 1,8 m 3 /Tonne. Abwasser aus der Herstellung von Papier und Pappe ist mit Feststoffen und organischen Inhaltsstoffen hoch belastet. Folgende spezifische Schmutzfrachten im ungereinigten Abwasser werden beobachtet (alle Zahlen in kg pro Tonne Papier lutro): Feststoffe CSB BSB 5 Holzfreie Papiere Tissue Spezialpapiere Karton Geltungsbereich Entsprechend den in Kapitel 1 geschilderten Tätigkeiten im Rahmen der Herstellung von Papier und Pappe wird der Geltungsbereich der AEV wie folgt abgegrenzt: 1. Herstellen von Faserstoffen für Papier und Pappe durch mechanischen (MP), thermomechanischen (TMP und PGW) oder chemothermomechanischen (CTMP) Aufschluss von Holz

14 Herstellen von Faserstoffen für Papier und Pappe aus Altpapier 3. Herstellen von Papier oder Pappe unter Einsatz von Faserstoffen der Z 1 oder 2 oder von ungebleichten oder gebleichten Zellstoffen 4. Herstellen von Asbestpapier oder pappe 5. Reinigen von Abluft und wässrigen Kondensaten aus Tätigkeiten der Z 1 bis 4. Neben dem eigentlichen Abwasser aus den Produktionsprozessen können in Anlagen zur Herstellung von Papier und Pappe folgende Abwässer anfallen: - Abwasser aus Kühlsystemen und Dampferzeugern - Abwasser aus der Wasseraufbereitung - Häusliches Abwasser. Für die genannten Abwasserherkunftsbereiche existieren jeweils eigene AEVen. Bei gemeinsamer Behandlung und Ableitung derartiger Wässer und Abwasser aus der Herstellung von Papier und Pappe sind die Mischungsregel bzw. die Teilstrombehandlungsregel gemäß 4 Abs. 5 bis 7 AAEV anzuwenden. Eine Einleitung von Abwasser aus der Herstellung von Papier und Pappe in eine öffentliche Kanalisation ist nach den Anforderungen der Anlage A Spalte II der AAEV zu beurteilen; im Bedarfsfall kann dabei für die Festlegung des Emissionsgrenzwertes von AOX die Ausnahmeregelung des 4 Abs. 4 AAEV angewendet werden. Abwasser aus der Produktion von ungebleichten oder gebleichten Zellstoffen fällt nicht in den Geltungsbereich der AEV Herstellung von Papier und Pappe. Zellstoffe werden in Österreich integriert mit Anlagen der Papier- und Pappeherstellung produziert. Die Abwasseremissionen aus der Herstellung von gebleichtem Zellstoff regelt die AEV Gebleichter Zellstoff, jene aus der Herstellung von ungebleichtem Zellstoff die AAEV. Gemische von Abwasser aus der Zellstofferzeugung mit Abwasser aus der Herstellung von Papier und Pappe sind anhand der Vorgaben von 4 Abs. 5 bis 7 AAEV zu beurteilen (Mischungsregel, Teilstrombehandlungsregel). 3. Gegenwärtige Entsorgungssituation In den 60-iger und 70-iger Jahren dieses Jahrhunderts stellten die Abwässer aus der Zellstoff- und Papierproduktion eine der Hauptbelastungsquellen der österreichischen Gewässer dar. In den 80-iger Jahren setzte in der Zellstoff- und Papierindustrie ein umfassendes Strukturbereinigungsprogramm ein, im Zuge dessen unter hohem Einsatz (auch öffentlicher) finanzieller Mittel eine Umstellung auf umweltfreundliche Produktionsmethoden erfolgte.

15 Gegenwärtig wird in Österreich an 30 Standorten Papier und Pappe produziert. Die Gesamtjahresproduktion an Papier und Pappe aller Werke betrug im Jahr 1998 rund 4 Mio. Tonnen bei einem Exportanteil von 82 %. An 7 Standorten wird Papier und Pappe integriert mit einer Zellstofferzeugung hergestellt. Vom gesamten Industriewasserverbrauch Österreichs (rund 1,5 Mia. m³/a) entfällt auf die Papier erzeugende Industrie ein Anteil von 16,5 % oder eine Jahreswassermenge von 0,25 Mia. m 3. Damit zählt die Papierindustrie (einschließlich Zellstofferzeugung) zu den Abwassergroßemittenten. Im Jahr 1992 erließ der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft eine Verordnung über die Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Erzeugung von Papier und Pappe (AEV Papier und Pappe BGBl. Nr. 610/1992). Basis der Grenzwertfestlegung in dieser Verordnung waren die Ende der 80-iger Jahre eingesetzten Verfahren der innerbetrieblichen Verwertung und Kreislaufführung sowie der externen Abwasserreinigung. Die Verordnung sah eine Anpassungsfrist von 5 Jahren zur Erreichung der Emissionsbegrenzungen nach dem Stand der Technik vor. Die Anpassungsfrist endete am 25. September Während des verordneten Anpassungszeitraumes schritt die Entwicklung des Standes der Technik weiter fort. Betroffen davon waren insbesonders die Maßnahmen der Mehrfachnutzung bzw. Kreislaufführung von Produktionswasser und die Maßnahmen zur Substitution des Einsatzes gefährlicher Roh-, Arbeits- und Hilfsstoffe. Die bestehenden Papier- und Pappefabriken, die in den Geltungsbereich der AEV Papier und Pappe fallen, sind teilweise Direkteinleiter und teilweise Indirekteinleiter. Für letztere hat die WRG-Novelle 1997 durch die Indirekteinleiterbestimmungen des 32 b WRG 1959 neue rechtliche Voraussetzungen geschaffen insofern, als bei einer nicht bewilligungspflichtigen Einleitung in eine öffentliche Kanalisation die maßgeblichen Emissionsbegrenzungen der Anlage A Spalte II der AAEV unmittelbar (d.h. ohne wasserrechtliches Bewilligungsverfahren) einzuhalten sind. Manche Papier- und Pappefabriken übergeben ihre Abwässer einem Abwasserverband, dessen Mitglied sie sind und welcher die gemeinsame Reinigung der Produktionsabwässer aus der Papier- und Pappeherstellung mit den Abwässern der anderen Verbandsmitglieder durchführt. An der Anwendbarkeit der AEV Papier und Pappe ändert dies nichts; gegebenenfalls muss unter Berücksichtigung der Emissionsbegrenzungen für die Herkunftsbereiche der anderen Verbandsmitglieder das Maß der Wasserbenutzung ( 32 WRG 1959) für die Einleitung aus der Verbandskläranlage durch Mischungsrechnung festgelegt werden ( 4 Abs. 5 AAEV). Asbestpapier oder pappe wird gegenwärtig in Österreich nicht erzeugt. Aufgrund einer wasserbezogenen EU-Vorgabe für den Einsatz von Asbest war es aber notwendig, eine diesbezügliche Regelung in die AEV Papier und Pappe aufzunehmen (siehe dazu auch Kap. 6).

16 Stand der Technik Im Hinblick auf die Ausführungen in den Kapiteln 1 bis 3 können folgende Maßnahmen nach dem Stand der Technik angeführt werden, die geeignet sind, zur Einhaltung der verordneten Emissionsbegrenzung beizutragen: 1. In Abhängigkeit von den eingesetzten Rohstoffen und Produktionsverfahren sowie von den erzeugten Produktsorten weitestgehende Verminderung des Wasserverbrauches und des Abwasseranfalles durch Einengung von Wasserkreisläufen, erforderlichenfalls unter Einsatz von physikalischen, chemischen oder biologischen Zwischenreinigungsmaßnahmen. Der überwiegende Anteil des bei der Blattbildung anfallenden Fabrikationswassers kann ohne weitere Zwischenbehandlung zur Verdünnung der Suspension vor der Papiermaschine wiederverwendet werden (Primärkreislauf). Die Zugabe von Retentionsmitteln zur Suspension bewirkt eine Flockung und bessere Zurückhaltung feindisperser Stoffe im Faservlies. Das überschüssige Wasser aus dem Primärkreislauf wird großteils zum Suspendieren der Papierrohstoffe wieder verwendet (Sekundärkreislauf). Filter-, Flotations- oder Sedimentationsanlagen werden zur Reinigung des Kreislaufwassers üblicherweise eingesetzt. 2. Trennung und gesonderte Ableitung der Prozesswässer von unbelasteten Kühlwässern; 3. Weitestgehende Rückhaltung und Wiederverwertung von Faserstoffen und Papierhilfsmitteln; 4. Einsatz von betrieblichen Vorsorgemaßnahmen zur rechtzeitigen Erkennung von Betriebsstörungen und zur kurzfristigen Behebung derartiger Betriebsstörungen; 5. Weitestgehender Verzicht auf den Einsatz von halogenhaltigen oder halogenabspaltenden Chemikalien bei der Faserstoffbleiche oder beim Deinking; 6. Vom Abwasser gesonderte Entsorgung nichtwässriger Reinigungs- und Lösungsmittel (z.b. Aromaten, halogenierte Kohlenwasserstoffe); 7. Beachtung der ökotoxikologischen Angaben in den Sicherheitsdatenblättern der eingesetzten Arbeits- und Hilfsstoffe; Auswahl und bevorzugter Einsatz solcher Stoffe, die selbst keine gefährlichen Eigenschaften gemäß 33a WRG 1959 aufweisen, bei denen möglichst keine gefährlichen Reaktionsprodukte aus den Herstellungsverfahren zu erwarten sind und welche bevorzugt durch biologische Abwasserreinigungsmaßnahmen eliminiert werden können; weitestgehender Verzicht auf den Einsatz von Polyaminocarbonsäuren und deren Salzen, von Alkylphenolethoxylaten und von Phosphonaten; Einsatz von organischen Komplexbildnern, die eine Gesamtabbaubarkeit durch aerobe Mikroorganismen in einem wässrigen Milieu von nicht kleiner als 80 % nach einer Testdauer von 28 Tagen aufweisen (ÖNORM ISO 7827 Februar 1996);

17 Einsatz von Ausgleichsmaßnahmen zur Vergleichmäßigung von Abwassermengen- und Schmutzfrachtspitzen sowie zum Auffangen von Spritz- oder Leckageverlusten; 9. Einsatz von physikalischen, physikalisch-chemischen oder chemischen Abwasserreinigungsverfahren (z.b. Neutralisation, Feststoffabscheidung, Fällung/Flockung, Flotation) an Abwasserteilströmen und/oder am Gesamtabwasser, Einsatz von biologischen Abwasserreinigungsverfahren am Gesamtabwasser; 10. Vom Abwasser gesonderte Erfassung und Verwertung der Produktionsrückstände sowie der Rückstände aus der Abwasserreinigung oder deren externe Entsorgung als Abfall (AWG, BGBl. Nr. 325/1990). 5. Parameterauswahl und Emissionsbegrenzungen 5.1 Parameterauswahl Die Inhaltsstoffe des Abwassers aus der Herstellung von Papier und Pappe stammen aus der Faserstoffbereitstellung (Holzstoffherstellung, Altpapieraufbereitung) sowie aus dem Einsatz sonstiger Roh-, Arbeits- und Hilfsstoffe. Die Papierherstellung ist ein energieintensiver Vorgang. Das Abwasser weist daher eine beträchtliche thermische Belastung auf, die über den Parameter Temperatur erfasst wird. Aufgrund der eingesetzten Stoffe (insbesonders der Papierhilfsmittel) kann das Abwasser auch eine gewisse Toxizität gegenüber Wasserorganismen entwickeln. Zur Überwachung dieser Toxizität können die Parameter Bakterienleuchthemmung (G L ) und Fischgiftigkeit (G F ) verwendet werden. G L wurde aus Praktikabilitätsgründen neu in die AEV Papier und Pappe eingeführt. Die Feststoffbelastung des Abwassers wird durch den Parameter Abfiltrierbare Stoffe (AFS) überwacht. Stickstoff- und Phosphorverbindungen im Abwasser stammen primär aus dem Einsatz von Papierhilfsmitteln (z.b. Leime, Komplexbildner wie EDTA/DTPA, Phosphonate, Azofarbstoffe, stickstoff- und phosphorhaltige Schleimbekämpfungsmittel und Mikrobizide). Stickstoff und Phosphor müssen aber auch in der biologischen Abwasserreinigung zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Nährstoffverhältnisses für die Mikroorganismen künstlich gegeben werden (meist in Form von Harnstoff und Phosphorsäure). Die organische Belastung des Abwassers wird über die Summenparameter TOC, CSB und BSB 5 kontrolliert. Die Messwerte der Parameter TOC und CSB weisen eine relativ straffe Korrelation zueinander auf, sodass bei der Überwachung wahlweise auf den Einsatz des einen oder anderen Parameter verzichtet werden kann.

18 Halogenorganische Verbindungen (als AOX) werden im Papierfabriksabwasser angetroffen, wenn chlorgebleichte Zellstoffe oder Altpapierfaserstoffe als Halbstoffe verwendet werden. Eine weitere wesentliche Ursache für die AOX-Belastung des Abwassers ist der Einsatz von Neutralnassfestmitteln auf der Basis von Epichlorhydrin. Epichlorhydrinharze sind bei manchen Nassfestpapieren derzeit nicht substituierbar (z.b. aufgrund lebensmittelrechtlicher Vorschriften), insbesonders wenn die Papierherstellung im neutralen ph- Bereich erfolgen muss. Andere Papierhilfsmittel tragen dagegen nicht wesentlich zur AOX- Belastung des Abwassers bei. Die Faserbleiche mit chlorabspaltenden oder chlorhaltigen Substanzen wird heute nicht mehr durchgeführt, sodass diese AOX-Quelle ausgeschaltet wurde. Dies ist auch der Grund, warum der Parameter Freies Chlor aus der Verordnung eliminiert wurde. 5.2 Emissionsbegrenzungen Die Emissionsbegrenzungen der Anlage A der AEV Papier und Pappe beziehen sich auf die Beschaffenheit des Gesamtabwassers an der Einleitungsstelle in ein Fließgewässer; Teilstromanforderungen innerhalb des Herkunftsbereiches werden nicht gestellt. Die Emissionsbegrenzungen für die Parameter TOC, CSB, BSB 5 und AOX sind als produktionsspezifische Frachten definiert, die sich auf die Tonne installierte Produktionskapazität für Papier oder Pappe beziehen. Dies ist eine wesentliche Änderung gegenüber der AEV BGBl. Nr. 610/1992. In letzterer wurde die produzierte Tonne Papier oder Pappe als Referenzgröße zur Festlegung des Maßes der Wasserbenutzung sowie zur Überwachung einer Abwassereinleitung herangezogen. Aus Gründen der EU-Konformität (im BAT-Dokument Pulp/Paper nach Art der RL 96/61/EG IPPC werden alle Angaben betreffend Emissionen auf die Produktionskapazität abgestellt) sowie aus Gründen der leichteren Handhabung der Verordnung (das gegenwärtig erforderliche Statistikmodell nach 3 des BGBl. Nr. 610/1992 ist in der Handhabung relativ aufwändig) wird auf die Tagesproduktionskapazität umgestellt. Bei der wasserrechtlichen Bewilligung einer Einleitung muss daher von der Behörde die maximale Tagesproduktionskapazität festgelegt werden. Bei den Emissionsbegrenzungen wird zwischen den sieben Herstellungsbereichen unterschieden, wie sie in Kap beschrieben sind. Die Emissionsbegrenzungen für Abwasser aus der Herstellung von PGW werden jenen aus der Herstellung von TMP gleichgestellt. Eine wesentliche Abänderung in der Emissionsbegrenzung gegenüber der AEV BGBl. Nr. 610/1992 betrifft den Parameter Temperatur. Durch die positiv zu bewertende verstärkte Einengung von Wasserkreisläufen in praktisch allen Papierfabriken kam es zu einem Anstieg des Temperaturniveaus in den Produktionsanlagen und damit im Abwasser. Die in BGBl. Nr. 610/1996 festgelegte Obergrenze der Abwassertemperatur von 30 C war damit nicht mehr einhaltbar. Angesichts der im Großteil der österreichischen Fließgewässer nicht Besorgnis erregenden Temperaturverhältnisse erschien es daher vertretbar, ein etwas höheres Temperaturniveau als generell für zulässig zu erklären (Erhöhung des Grenzwertes von 30 C auf 40 C). Die Anwendbarkeit von 33b Abs. 6 WRG 1959 sichert die Möglichkeit einer notwendigen Verschärfung dieses Temperaturgrenzwertes im Einzelfall

19 bei nicht mehr vertretbarer thermischen Vorbelastung eines von der Einleitung betroffenen Fließgewässers. Der Parameter Ammonium-Stickstoff ist durch den Parameter Ges.geb. Stickstoff (TN b ) ersetzt, weil Ammonium nur einen Teil aller Stickstoffverbindungen im Papierfabriksabwasser ausmacht. Mit dem Parameter TN b dagegen wird eine große Zahl (auch kritischer) Stickstoffkomponenten zumindest summarisch überwacht (EDTA, DTPA, Azofarbstoffe, quaternäre Ammoniumverbindungen, Harnstoffderivate etc.). Aus diesem Grund wird auch der Parameter TN b als gefährlich eingestuft (siehe 2 der Verordnung). 6. Umsetzung wasserbezogener EU-Richtlinien 6.1 Richtlinie 76/464/EWG Gemäß RL 76/464/EG legt die EU Programme zur Vermeidung und Verminderung der Gewässerbelastung durch Stoffe der Liste I fest. Für Stoffe der Liste II legen die Mitgliedstaaten autonome Programme zur Verminderung der Gewässerbelastung fest; weiters legen die Mitgliedstaaten für jene Stoffe der Liste I, für welche die EU noch keine Regelungen erlassen hat, autonome Regelungen fest. Von der Kommission wurde eine Liste von Stoffen der Kategorie I erstellt, die insgesamt 129 gefährliche Substanzen enthielt. Für die darin genannten Stoffe erarbeitete die DG XI Einzelregelungen für 17 Substanzen. Die Papierindustrie kommt in den bisher erlassenen Tochterrichtlinien zu 76/464/EWG nur in Fußnoten vor. Eine dieser Fußnoten betrifft den Einsatz von Quecksilber vermutlich als Mikrobizid in der Papierherstellung (RL 84/156/EWG); sie verlangt von den Mitgliedstaaten, bis zur Festlegung von Grenzwerten durch den Rat interimistisch nationale Grenzwerte vorzugeben. Eine Festlegung derartiger Grenzwerte durch den Rat ist bislang nicht erfolgt. Ebenso enthält RL 77/347/EWG ein derartiges Gebot für Chloroform aus der Herstellung von Papierstoff. Als Stoffe der Liste II kommen für Abwasser aus der Herstellung von Papier und Pappe folgende in Frage: TN b, Phosphor-Gesamt und AOX. Die AEV Papier und Pappe stellt das nationale Programm (Art. 7 der RL) zur Verringerung der Gewässerbelastung durch die genannten Stoffe aus dem Bereich Papier- und Pappeherstellung dar. 6.2 Richtlinie 96/61/EG(IPPC) 1996 verabschiedete die EU eine Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung aus Industrieanlagen. Fachliche Basis für die Bewertung der zu treffenden Verminderungs- und Vermeidungsmaßnahmen sollen die Besten verfügbaren Techniken (BVT oder BAT nach Art. 2 Z 11 in Verbindung mit Anhang IV der Richtlinie) sein.

20 In Anhang I der Richtlinie sind jene Industriesparten genannt, die dem integrierten Bewertungs- und Bewilligungsregime zu unterziehen sind. Gemäß Anhang I Z 6.1 der Richtlinie fallen Industrieanlagen zur Herstellung von Papier und Pappe, deren Produktionskapazität größer ist als 2 t/d, in den Geltungsbereich des IPPC-Konzeptes. Jede Industrieanlage, die unter das Regime der Richtlinie fällt, darf nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde errichtet und betrieben werden. Bei der Genehmigung müssen alle Auflagen erteilt werden, die notwendig sind, um den Schutz von Wasser, Boden und Luft auf hohem Niveau zu gewährleisten. Die Genehmigung hat Emissionsgrenzwerte zu enthalten, die sich auf die BAT stützen, ohne dass eine bestimmte Technologie vorgeschrieben wird (Art. 9 der RL). Bei der Festlegung der BAT hat die Behörde die Kriterien des Anhanges IV der RL zu berücksichtigen. Eines dieser Kriterien des Anhang IV betrifft die Ergebnisse des von der Kommission zu organisierenden Informationsaustausches (Art. 16 Abs. 2 der RL). Für die Durchführung dieses Informationsaustausches hat die Kommission in Brüssel ein Forum eingerichtet (Information Exchange Forum IEF). Zur Erarbeitung der für die einzelnen Industriesparten geplanten BAT-Dokumente wurde am Institut für Prospektive Technologiestudien in Sevilla (IPTS) ein Büro eingerichtet (EIPPCB); weiters wurden Arbeitsgruppen ins Leben gerufen (Technical Working Groups TWG). Eine TWG besteht aus Vertretern der Mitgliedstaaten, der betroffenen Industriesparte und sonstigen NGO s. Für das BAT-Dokument PULP/PAPER wurde die Arbeitsgruppe 1997 installiert. Das Dokument befindet sich in der Phase der Finalisierung; seine Fertigstellung ist bis Mitte des Jahres 2000 vorgesehen. Nach Verabschiedung durch das IEF soll das BAT-Dokument als Fachgrundlage für integrierte Behördenverfahren dienen. Das BAT-Dokument wird keine Emissionsgrenzwerte enthalten, sondern Beschreibungen von Technologien und Verfahren, die von den befassten Experten als best verfügbar im Sinne der Definition der RL eingestuft wurden. Vorgesehen ist die Angabe von Spannen für Emissionen und Verbräuche (emission/consumption levels) und Kostenangaben. Zweck des Informationsaustausches nach Art. 16 ist auch, einen Vergleich zwischen den Grenzwertfestlegungen für einzelne Industriesparten in den Mitgliedstaaten vornehmen zu können (Art. 16 Abs. 1). Aufgrund der Ergebnisse des Austausches kann der Rat auf Vorschlag der Kommission gemeinschaftseinheitliche Emissionsgrenzwerte für IPPCpflichtige Anlagen festlegen, wenn sich herausstellt, dass die Gemeinschaft tätig werden muss (Originalzitat). Solange keine gemeinschaftseinheitlichen Grenzwerte nach Art. 18 festgelegt sind, gelten die nach anderen Richtlinien der Gemeinschaft festgelegten Grenzwerte (also z.b. nach 76/464/EWG) sowie die von den Mitgliedstaaten generell (z. B. in Verordnungsform) oder individuell (in Bescheidform) festgelegten Grenzwerte. 6.3 Richtlinie 87/217/EWG zur Verhütung und Verringerung der Umweltverschmutzung durch Asbest Zweck der Richtlinie ist es, Maßnahmen vorzusehen oder bereits bestehende Vorschriften zu ergänzen, um zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt Verunreinigungen durch Asbest zu vermeiden oder zu verhindern.

21 Die Mitgliedstaaten werden u.a. verpflichtet, bei der Herstellung von Asbestzement sowie von Asbestpapier und pappe eine vollständige Recyclierung des Abwassers zu fordern. Anlässlich der routinemäßigen Reinigung oder Wartung der Herstellungsanlagen darf Abwasser abgeleitet werden, sofern eine Konzentration von Feststoffen von nicht größer als 30 g/m³ (= 30 mg/l) eingehalten wird. 7. Fristen Die AEV Papier und Pappe wurde am 18. Juli 2000 kundgemacht; sie tritt ein Jahr nach der Kundmachung in Kraft. Gleichzeitig tritt BGBl. Nr. 610/1992 außer Kraft. Eine Abwassereinleitung aus der Herstellung von Papier und Pappe, die nach dem 25. September 1992 (Datum des Inkrafttretens von BGBl. Nr. 610/1992) erstmalig wasserrechtlich bewilligt wurde, hat innerhalb von 5 Jahren den Emissionsbegrenzungen der Anlage A zu entsprechen. Eine Abwassereinleitung aus der Herstellung von Asbestpapier oder pappe, die nach dem 25. September 1992 erstmalig wasserrechtlich bewilligt wurde, hat innerhalb von 5 Jahren den geforderten Emissionsbegrenzungen (geschlossene Kreislaufführung des Produktionswassers und Einhaltung der Emissionsbegrenzungen gemäß Anlage A bei Entleerung des Systems) zu entsprechen.

Merkblatt Nr. 4.5/28 Stand: 01.11.2011

Merkblatt Nr. 4.5/28 Stand: 01.11.2011 Bayerisches Landesamt für Umwelt Merkblatt Nr. 4.5/28 Stand: 01.11.2011 Ansprechpartner: Referat 68 Hinweise zu Anhang 28 der Abwasserverordnung (Herstellung von Papier und Pappe) Inhaltsverzeichnis 1

Mehr

BUNDESGESETZBLATT FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH. Jahrgang 2000 Ausgegeben am 18. Juli 2000 Teil II

BUNDESGESETZBLATT FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH. Jahrgang 2000 Ausgegeben am 18. Juli 2000 Teil II P. b. b. Verlagspostamt 1030 Wien WoGZ 213U BUNDESGESETZBLATT FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH Jahrgang 2000 Ausgegeben am 18. Juli 2000 Teil II 214. Verordnung: Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Herstellung

Mehr

Aus: Stand der Abwassertechnik in verschiedenen Branchen. Umweltbundesamt 1995, Texte 72/95

Aus: Stand der Abwassertechnik in verschiedenen Branchen. Umweltbundesamt 1995, Texte 72/95 Aus: Stand der Abwassertechnik in verschiedenen Branchen Umweltbundesamt 1995, Texte 72/95 Das Gesamtdokument kann bei Vorauszahlung von 20,-- DM durch Banküberweisung, Konto Nummer 432765-104 bei der

Mehr

1. Wofür braucht es Holz bei der Papierherstellung?

1. Wofür braucht es Holz bei der Papierherstellung? Weniger dank Altpapier 1/3 1. Wofür braucht es bei der Papierherstellung? Alle grafischen Papiere, die zum Schreiben oder Drucken gebraucht werden, bestehen zum Grossteil (80 100 %) aus. Werden die Papierfasern

Mehr

Papierherstellung. Gliederung. Referent: Steffen Wolfer. Einführung und allgemeine Informationen. Papierfaserrohstoffe und Papierhilfsmittel

Papierherstellung. Gliederung. Referent: Steffen Wolfer. Einführung und allgemeine Informationen. Papierfaserrohstoffe und Papierhilfsmittel Papierherstellung Referent: Steffen Wolfer 1 Gliederung Einführung und allgemeine Informationen 1.1 Einteilung von Papier und papierähnlichen Produkten 1.2 Ursprung und Verbreitung der Papierherstellung

Mehr

Sofortmaßnahmen bei kritischen Stoffen im Kläranlagen-Zulauf Karl Svardal. Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft Technische Universität Wien

Sofortmaßnahmen bei kritischen Stoffen im Kläranlagen-Zulauf Karl Svardal. Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft Technische Universität Wien Sofortmaßnahmen bei kritischen Stoffen im Kläranlagen-Zulauf Karl Svardal Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft Technische Universität Wien Schadstoffgruppen Leicht brennbare und explosive Gase

Mehr

BASF SE Externe Bildungsaktivitäten GPT/ L E H 200 67056 Ludwigshafen. www.basf.de / schule. Experimentierset Papierchemie

BASF SE Externe Bildungsaktivitäten GPT/ L E H 200 67056 Ludwigshafen. www.basf.de / schule. Experimentierset Papierchemie BASF SE Externe Bildungsaktivitäten GPT/ L E H 200 67056 Ludwigshafen www.basf.de / schule Experimentierset Papierchemie Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeiner Teil 3 1.1 Papier im täglichen Leben 3 1.2 Papierindustrie

Mehr

Herstellungsprozesse. Sammeln von Altpapier. Recycling-Fasern. Nutzung des Papiers durch den Verbraucher. Papierherstellung. Konvertierung und Druck

Herstellungsprozesse. Sammeln von Altpapier. Recycling-Fasern. Nutzung des Papiers durch den Verbraucher. Papierherstellung. Konvertierung und Druck Sammeln von Altpapier Recycling-Fasern Nutzung des Papiers durch den Verbraucher Konvertierung und Druck Recyclingpapier Arjowiggins know-how Copyright 2014 Arjowiggins and its licensors. All rights reserved.

Mehr

RESOLUTION OIV-OENO 439-2012 ÖNOLOGISCHE PRAKTIKEN FÜR AROMATISIERTE WEINE, GETRÄNKE AUS WEINBAUERZEUGNISSEN UND WEINHALTIGE GETRÄNKE

RESOLUTION OIV-OENO 439-2012 ÖNOLOGISCHE PRAKTIKEN FÜR AROMATISIERTE WEINE, GETRÄNKE AUS WEINBAUERZEUGNISSEN UND WEINHALTIGE GETRÄNKE RESOLUTION OIV-OENO 439-2012 ÖNOLOGISCHE PRAKTIKEN FÜR AROMATISIERTE WEINE, GETRÄNKE AUS WEINBAUERZEUGNISSEN UND WEINHALTIGE GETRÄNKE Die Generalversammlung, UNTER BERÜCKSICHTIGUNG der Resolution OIV-ECO

Mehr

Mehr Ertrag. Weniger Kosten. Hydrosulfit/Blankit für effiziente Bleichprozesse

Mehr Ertrag. Weniger Kosten. Hydrosulfit/Blankit für effiziente Bleichprozesse Mehr Ertrag. Weniger Kosten. Hydrosulfit/Blankit für effiziente Bleichprozesse 02 Sorgen Sie für maximalen Ertrag bei minimalen Kosten Kosten senken und gleichzeitig die Produktivität erhöhen: Das ist

Mehr

Grafische Papiere 8,8 Mio t Verpackungspapiere 8,5 Mio t Hygienepapiere 1,4 Mio t Technische Papiere 1,2 Mio t

Grafische Papiere 8,8 Mio t Verpackungspapiere 8,5 Mio t Hygienepapiere 1,4 Mio t Technische Papiere 1,2 Mio t Mein Abfall meine Verantwortung Fakten zu: Papierverbrauch in Mio. t Altpapiereinsatzquote in der Papiererzeugung in % 1950 1,6 30 1960 4,4 38 1970 7,6 46 1980 9,7 42 1990 15,5 49 2000 19,1 60 2010 19,9

Mehr

Leitfaden. zur Optimierung der. Altpapierverwertung. bei grafischen Papieren

Leitfaden. zur Optimierung der. Altpapierverwertung. bei grafischen Papieren Leitfaden zur Optimierung der Altpapierverwertung bei grafischen Papieren Leitfaden zur Optimierung der Altpapierverwertung bei grafischen Papieren 1. Einführung Das vorliegende Dokument befasst sich mit

Mehr

3.1.2 Oberflächenwasser

3.1.2 Oberflächenwasser 3.1.2 Oberflächenwasser - Die chemische Zusammensetzung hängt vom Untergrund des Einzugsgebietes, von der Zusammensetzung und der Menge des Niederschlages sowie von Zu- und Abfluss ab. - Flusswasser hat

Mehr

Exportkreditgarantien des Bundes Hermesdeckungen

Exportkreditgarantien des Bundes Hermesdeckungen Checkliste nach Sektoren (Sektorenspezifische Fragen) (Petro-) Chemische Industrie Inhaltsverzeichnis Chemische Industrie Petrochemische Industrie Chemische Industrie Düngerherstellung Phosphatdünger einzelnen

Mehr

IGÖB-Anforderungen an Reinigungsmittel

IGÖB-Anforderungen an Reinigungsmittel IGÖB-Anforderungen an Reinigungsmittel Ein Hauptziel der IGÖB ist, die ökologische öffentliche Beschaffung zu fördern und in diesem Bereich eine Vorreiterrolle zu spielen (siehe IGÖB-Statuten, Art. 3).

Mehr

Rat der Europäischen Union Brüssel, den 2. März 2015 (OR. en)

Rat der Europäischen Union Brüssel, den 2. März 2015 (OR. en) 057955/EU XXV. GP Eingelangt am 03/03/15 Rat der Europäischen Union Brüssel, den 2. März 2015 (OR. en) 6685/15 ADD 1 ENV 138 ÜBERMITTLUNGSVERMERK Absender: Europäische Kommission Eingangsdatum: 27. Februar

Mehr

Nachhaltiges Rohstoff- Management in der Produktion Rolle der Zertifizierung

Nachhaltiges Rohstoff- Management in der Produktion Rolle der Zertifizierung Nachhaltiges Rohstoff- Management in der Produktion Rolle der Zertifizierung Dr. Bettina Rechenberg Abteilungsleitung III 2 Nachhaltige Produktion, Ressourcenschonung, Stoffkreisläufe FSC - ein Siegel

Mehr

6 Additive und Rohstoffe in der Papierherstellung

6 Additive und Rohstoffe in der Papierherstellung 6 Additive und Rohstoffe in der Papierherstellung Das Papier wird im Wesentlichen aus Fasern und Füllstoffen gemacht. Dies sind die integralen Rohstoffe. Zur Unterstützung des Herstellungsprozesses, und

Mehr

Sicherheitsdatenblatt

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt Primat EcoLube Fluid Clean N Reinigungsmittel für Kühlschmierstoffsysteme Sicherheitsdatenblatt gemäß 91/155/EWG - ISO 11014-1 - Ausstellungsdatum: 07.10.2008 1. Produkt- und Firmenbezeichnung

Mehr

Papiert? Was Du schon immer über Papier wissen wolltest!

Papiert? Was Du schon immer über Papier wissen wolltest! Papiert? Was Du schon immer über Papier wissen wolltest! Jeder Einzelne von uns, auch Du, verbraucht jedes Jahr ungefähr 230 kg Papier. Das ist so viel, wie ein Mensch in Indien in seinem ganzen Leben

Mehr

Sicherheitsdatenblatt nach EU Richtlinien

Sicherheitsdatenblatt nach EU Richtlinien LIPCOAT 103 Oberflächenverkruster Seite 1 von 6 Sicherheitsdatenblatt nach EU Richtlinien Druckdatum:.16.03.2015 geändert am: 06.01.2015 1. Stoff-/Zubereitungs- und Firmenbezeichnung Handelsname: LIPCOAT

Mehr

vom 2. Juli 1987 über den Schutz der Bezeichnung der Milch und Milcherzeugnisse bei ihrer Vermarktung (ABl. L 182 vom 3.7.1987, S.

vom 2. Juli 1987 über den Schutz der Bezeichnung der Milch und Milcherzeugnisse bei ihrer Vermarktung (ABl. L 182 vom 3.7.1987, S. 1987R1898 DE 01.01.1988 001.001 1 Dieses Dokument ist lediglich eine Dokumentationsquelle, für deren Richtigkeit die Organe der Gemeinschaften keine Gewähr übernehmen "B VERORDNUNG (EWG) Nr. 1898/87 DES

Mehr

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV)

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV) Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV) Vom 20. Dezember 2001, BGBl. I S. 3854 geändert am 4. Dezember 2002, BGBl I S. 4456 zuletzt geändert am 13. Februar 2004, BGBl I S. 216

Mehr

19. Internationale Ostbrandenburger Verkehrsgespräche. Thema: Wiederaufbereitung von Elektronikschrott

19. Internationale Ostbrandenburger Verkehrsgespräche. Thema: Wiederaufbereitung von Elektronikschrott 19. Internationale Ostbrandenburger Verkehrsgespräche Thema: Wiederaufbereitung von Elektronikschrott Zur Rechtsauffassung die Entwicklung der Rahmenbedingungen Vortrag von Rechtsanwalt Ludolf C. Ernst,

Mehr

Erhebungsbogen zum Indirekteinleiterkataster Metallverarbeitende Industrie

Erhebungsbogen zum Indirekteinleiterkataster Metallverarbeitende Industrie Betriebsname oder Firmenstempel:... 1 Beschreibung der Betriebsstätte 1.1 Welche Arten der Metallbearbeitung sind im Betrieb vorhanden (Betriebseinheiten)? Stahlbeizerei Nichteisenmetallbeizerei Aluminiumbeizerei,

Mehr

Schutzmaßnahmen an Betonoberflächen Merkblatt Oberflächenvergütung von Beton Veröffentlichung Kurzfassung des Merkblattes

Schutzmaßnahmen an Betonoberflächen Merkblatt Oberflächenvergütung von Beton Veröffentlichung Kurzfassung des Merkblattes Kolloquium 2008 Forschung und Entwicklung für Zement und Beton Schutzmaßnahmen an Betonoberflächen Merkblatt Oberflächenvergütung von Beton Veröffentlichung Kurzfassung des Merkblattes DI Florian Petscharnig

Mehr

kritisch denken - clever handeln!

kritisch denken - clever handeln! Ich kauf GLOBAL kritisch denken - clever handeln! Der Verbrauch Der Papierverbrauch in Deutschland ist im Zeitraum von 1950 bis 2002 auf etwa das Siebenfache gestiegen. In den letzten 10 Jahre erhöhte

Mehr

Putz- und Waschmittel

Putz- und Waschmittel Putz- und Waschmittel Principles Dietmar Pflumm: KSR/MSE April 2008 Putz-/Waschmittel Definition Die Aufgabe von Putz- und Waschmitteln ist die Reinigung und Pflege diverser Gegenstände in Haushalt, Betrieb

Mehr

VERORDNUNG (EU) Nr.../.. DER KOMMISSION. vom XXX

VERORDNUNG (EU) Nr.../.. DER KOMMISSION. vom XXX EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, den XXX D021155/01 [ ](2012) XXX draft VERORDNUNG (EU) Nr..../.. DER KOMMISSION vom XXX mit Kriterien zur Festlegung, wann bestimmte Arten von Altpapier gemäß der Richtlinie

Mehr

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel Berufsgenossenschaftliche Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit DGUV Vorschrift (vorherige BGV A3) Unfallverhütungsvorschrift Elektrische Anlagen und Betriebsmittel vom 01. April 1979,

Mehr

Europarechtliche Gestaltungsspielräume für nationale Vorgaben zur Zusammensetzung von Babynahrung

Europarechtliche Gestaltungsspielräume für nationale Vorgaben zur Zusammensetzung von Babynahrung Unterabteilung Europa Fachbereich Europa Europarechtliche Gestaltungsspielräume für nationale Vorgaben zur Zusammensetzung von Babynahrung Europarechtliche Gestaltungsräume für nationale Vorgaben zur Zusammensetzung

Mehr

Int CI *: C 08 K 9/10 C 08 L 75/04, C 08 K 3/32 C 01 B 25/40

Int CI *: C 08 K 9/10 C 08 L 75/04, C 08 K 3/32 C 01 B 25/40 @ J» Europäisches Patentamt European Patent Office Office europeen des brevets Veröffentlichungsnummer: 0 131 097 A2 EUROPAISCHE PATENTANMELDUNG Anmeldenummer: 84104491.0 @ Anmeldetag: 19.04.84 Int CI

Mehr

EG-Sicherheitsdatenblatt

EG-Sicherheitsdatenblatt Druckdatum: 26.07.2013 Seite 1 von 5 ABSCHNITT 1: Bezeichnung des Stoffs bzw. des Gemischs und des Unternehmens 1.1. Produktidentifikator 1.2. Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs

Mehr

Verordnung. (4) In der Genehmigung sind dem Stand der Technik entsprechende Anforderungen an die Indirekteinleitung festzulegen.

Verordnung. (4) In der Genehmigung sind dem Stand der Technik entsprechende Anforderungen an die Indirekteinleitung festzulegen. Verordnung über die Genehmigungspflicht für das Einleiten gefährlicher Stoffe und Stoffgruppen in öffentliche Abwasseranlagen und ihre Überwachung (VGS)* Vom 14. März 1989* Auf Grund der 29 a und 68 Abs.

Mehr

Kristallklares Wasser mit unipool- Wasserpflegemitteln

Kristallklares Wasser mit unipool- Wasserpflegemitteln Kristallklares Wasser mit unipool- Wasserpflegemitteln BADESPASS OHNE GRENZEN mit richtiger Schwimmbadpflege Schönes und klares Wasser, das ist der Wunsch eines jeden Schwimmbadbesitzers. Für den ungetrübten

Mehr

Ökobilanz Verpackungspapier vom Wald bis zum Rohverpackungspapier

Ökobilanz Verpackungspapier vom Wald bis zum Rohverpackungspapier Ökobilanz Verpackungspapier vom Wald bis zum Rohverpackungspapier von Holger Arntzen, Anke Bredhal, Gesine Bökenkamp, Melanie Degel Felix Gschnell, Frauke Haake, Sara Moltmann, Matthias Rauh Übersicht

Mehr

HANDBUCH FÜR DEN PACKMITTELTECHNOLOGEN

HANDBUCH FÜR DEN PACKMITTELTECHNOLOGEN HANDBUCH FÜR DEN PACKMITTELTECHNOLOGEN Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e.v. (HPV) [HANDBUCH FÜR DEN PACKMITTELTECHNOLOGEN Band 1 Inhalt Lernfeld 2] Inhalt Lernfeld 2 2 Packstoffe auswählen...

Mehr

Produktgruppe Reinigungsmittel. Umweltkriterien, Nachweise, Hilfsmittel

Produktgruppe Reinigungsmittel. Umweltkriterien, Nachweise, Hilfsmittel Produktgruppe Reinigungsmittel Umweltkriterien, Nachweise, Hilfsmittel GemNova, Innsbruck 30. Juni 2014 Produktgruppe Reinigungsmittel Auf welchen Aspekten liegt der Fokus bei der umweltfreundlichen Beschaffung?

Mehr

Abschlussprüfung 2012 an den Realschulen in Bayern

Abschlussprüfung 2012 an den Realschulen in Bayern Abschlussprüfung 2012 an den Realschulen in Bayern Werken Schriftlicher Teil Aufgabe D LÖSUNGSHILFE Papier Vorbemerkung: Die Erstellung eines Erwartungshorizonts und die Benotung erfolgen durch die jeweilige

Mehr

Grußwort. Der Landesrat für Raumordnung, Umwelt und Energie. Dr. Michl Laimer

Grußwort. Der Landesrat für Raumordnung, Umwelt und Energie. Dr. Michl Laimer Grußwort Mit der vorliegenden Broschüre wollen wir dem privaten und gewerblichen Verbraucher eine kurze Anleitung und Hilfestellung geben, um umweltfreundliche Wasch- und Putzmittel problemlos zu erkennen

Mehr

Papier machen. Informationen zu Rohstoffen und Papierherstellung

Papier machen. Informationen zu Rohstoffen und Papierherstellung Papier machen Informationen zu Rohstoffen und Papierherstellung PAPIERHERSTELLUNG Altpapier u./o. Zellstoff u./o. Holzstoff u./o. Hilfsstoffe, Wasser Stoffauflauf mit Einlagesieb Kreislaufwasser zur Stoffaufbereitung

Mehr

Recycling von gebrauchten Katalysatoren Reaktivierung von Aktivkohle

Recycling von gebrauchten Katalysatoren Reaktivierung von Aktivkohle Recycling von gebrauchten Katalysatoren Reaktivierung von Aktivkohle Quecksilber Problem oder Herausforderung? Das Recycling gebrauchter Materialien und das möglichst weitgehende Schliessen von Stoffkreisläufen

Mehr

Papierherstellung. SCA Publication Papers Technischer Kundendienst

Papierherstellung. SCA Publication Papers Technischer Kundendienst Papierherstellung SCA Publication Papers Technischer Kundendienst Rohstoffe Einführung Dieser Leitfaden soll dem Leser die für die Papierherstellung verwendeten Materialien sowie die in einer modernen

Mehr

1. Abfallarten zur Umladestation mit anschließender Behandlung

1. Abfallarten zur Umladestation mit anschließender Behandlung 1. Abfallarten zur Umladestation mit anschließender Behandlung 2 Abfallschlüssel Abfälle aus Landwirtschaft, Gartenbau, Teichwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei sowie der Herstellung und Verarbeitung

Mehr

Getrübte Abwässer, Feststoffe

Getrübte Abwässer, Feststoffe Getrübte Abwässer, Feststoffe Getrübte Abwässer fallen z.b. auf Baustellen, beim Fräsen und Sägen von Steinplatten oder bei Bohrarbeiten für Erdwärmesonden an. Sie sind nicht unbedingt giftig, führen aber

Mehr

EG-Sicherheitsdatenblatt

EG-Sicherheitsdatenblatt Druckdatum: 28.11.2011 Seite 1 von 5 1. Bezeichnung des Stoffes bzw. des Gemischs und des Unternehmens Bezeichnung des Stoffes oder des Gemischs Verwendung des Stoffs/des Gemischs Alkalischer Reiniger.

Mehr

Modul: Umwelt und Abfall. Baustein: Papier. Baustein: Papier. Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier. Arbeitsblatt

Modul: Umwelt und Abfall. Baustein: Papier. Baustein: Papier. Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier. Arbeitsblatt 27 1. Papiersammlung (Hausaufgabe vom Vortag), Papierprodukte allgemein, verschiedene Papiersorten Inhalt 2. Papieruntersuchungen mit einfachen Mitteln, Papyrus-Pflanzaktion 3. Informationen zum Thema

Mehr

KOLB. DAS Geheimnis LIEGT. AN DER Oberfläche. KOLB Distribution Ltd. CH-8908 Hedingen, Switzerland

KOLB. DAS Geheimnis LIEGT. AN DER Oberfläche. KOLB Distribution Ltd. CH-8908 Hedingen, Switzerland DAS Geheimnis LIEGT AN DER Oberfläche KOLB Distribution Ltd. CH-8908 Hedingen, Switzerland Entschäumung & Entlüftung Lösungen zur Verbesserung Ihres Produktionsprozesses Reinigung & Konditionierung Bio

Mehr

Recycling papier. Recyclingpapier. Interessante Informationen z um Thema: Verbraucher-Zentrale NRW

Recycling papier. Recyclingpapier. Interessante Informationen z um Thema: Verbraucher-Zentrale NRW Interessante Informationen z um Thema: Verbraucherinformation Alles öko?! Schulsachen Verbraucher-Zentrale NRW, 2003 Ökobilanz zu grafischen Papieren Umweltbundesamt, 2000 Unterrichtsmaterialien: Papier

Mehr

Die vernünftige Alternative. Herbert Geis, Director Office, Antalis GmbH. 11. November 2008, München

Die vernünftige Alternative. Herbert Geis, Director Office, Antalis GmbH. 11. November 2008, München Recyclingpapier Die vernünftige Alternative Herbert Geis, Director Office, Antalis GmbH. 11. November 2008, München Agenda Daten & Fakten Herstellung & Produktion Unterschiede & Vorteile Blauer Engel Auswahlkriterien

Mehr

Diese Liste legt Europäische Standardsorten für Altpapier fest. Sie enthält eine allgemeine Beschreibung

Diese Liste legt Europäische Standardsorten für Altpapier fest. Sie enthält eine allgemeine Beschreibung Einleitung Diese Liste legt Europäische Standardsorten für Altpapier fest. Sie enthält eine allgemeine Beschreibung der Standardsorten, indem sie definiert, was sie enthalten, und was sie nicht enthalten

Mehr

Saatguthandelstag am 11./12. Juni 2015 Verpackungsentsorgung + Kreislaufwirtschaft verantwortliches Handeln

Saatguthandelstag am 11./12. Juni 2015 Verpackungsentsorgung + Kreislaufwirtschaft verantwortliches Handeln Saatguthandelstag am 11./12. Juni 2015 Verpackungsentsorgung + Kreislaufwirtschaft verantwortliches Handeln Ursula Prinz REPASACK GmbH Verpackungsentsorgung + Kreislaufwirtschaft verantwortliches Handeln

Mehr

EUROPÄISCHES PARLAMENT

EUROPÄISCHES PARLAMENT EUROPÄISCHES PARLAMENT 1999 2004 Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik 7. Mai 2003 PE 328.783/12-25 ÄNRUNGSANTRÄGE 12-25 Entwurf eines Berichts (PE 328.783) Bart Staes über

Mehr

Berufsgenossenschaftliche Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. BG-Vorschrift. Unfallverhütungsvorschrift

Berufsgenossenschaftliche Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. BG-Vorschrift. Unfallverhütungsvorschrift Berufsgenossenschaftliche Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit BG-Vorschrift BGV A3 (vorherige VBG 4) Unfallverhütungsvorschrift Elektrische Anlagen und Betriebsmittel vom 1. April 1979,

Mehr

Waschmittelinhaltsstoffe und ihre Funktion beim Waschprozess

Waschmittelinhaltsstoffe und ihre Funktion beim Waschprozess 21 Waschmittelinhaltsstoffe und ihre Funktion beim Waschprozess Inhaltsstoffe Funktion Inhaltsstoffe Funktion Tenside Enthärter (Gerüststoffe) lösen den Schmutz von der Faser (Primärwaschwirkung) und verhindern

Mehr

Stand 26.03.2015. Vollzugsempfehlung Herstellung Organischer Feinchemikalien (OFC) - 1 -

Stand 26.03.2015. Vollzugsempfehlung Herstellung Organischer Feinchemikalien (OFC) - 1 - Vollzugsempfehlungen für bestimmte Anlagenarten zur Herstellung von organischen Stoffen oder Stoffgruppen durch chemische Umwandlung im industriellen Umfang (OFC) Stand 26.03.2015 Aufgrund der im Merkblatt

Mehr

Vom Versuch bis zum Produkt

Vom Versuch bis zum Produkt 1 Vom Versuch bis zum Produkt Individueller Rundum-Service in der Nassvliestechnik durch Flexibilität, Innovation und Kooperation Referent: Helmuth Pill Kopierschutz beachten Vliesstoffe, die im Nassvlies

Mehr

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV)

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV) 05.07.2005 Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV) vom 20. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3854), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 13. Februar 2004 (BGBl. I S. 216)

Mehr

Waschmittel und Zeolithe. Eine Präsentation von Benedikt Daumann und Stefan Fischer

Waschmittel und Zeolithe. Eine Präsentation von Benedikt Daumann und Stefan Fischer Waschmittel und Zeolithe vs. Eine Präsentation von Benedikt Daumann und Stefan Fischer Inhaltsverzeichnis I II III Einführung / Geschichte Inhaltsstoffe eines Waschmittels Funktionsweise eines Waschmittels

Mehr

BETRIEBLICHES ENERGIE- UND STOFF-

BETRIEBLICHES ENERGIE- UND STOFF- BETRIEBLICHES ENERGIE- UND STOFF- STROMMANAGEMENT (BEST) Konvoi-Projekt im IHK Bezirk Südlicher Oberrhein AUGUST KOEHLER AG, KEHL/OBERKIRCH Oktober 2004 1. Zusammenfassung Gegenstand des Projektes bei

Mehr

Eingang. Bezeichnung und Anschrift des Betriebes,

Eingang. Bezeichnung und Anschrift des Betriebes, Stadt Wilhelmshaven Fachbereich Umwelt - Wasserwirtschaft und Küstenschutz - Freiligrathstraße 420, Gebäude B 26386 Wilhelmshaven Eingang Einleitung von Abwasser in die Zentrale öffentliche Abwasseranlage

Mehr

Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP 2009)

Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP 2009) Statistisches Bundesamt Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP 2009) Abteilung 17 Papier, Pappe und Waren daraus Erscheinungsfolge: unregelmäßig Erschienen im August 2008 Herausgeber: Statistisches

Mehr

[ Überprüfungen gemäß 134 WRG in Tirol ]

[ Überprüfungen gemäß 134 WRG in Tirol ] [ Überprüfungen gemäß 134 WRG in Tirol ] Im Informationsschreiben der Abteilung Wasser-, Forst- und Energierecht vom 14.11.2012, Zl. IIIa1- W-111/88, wurden rechtliche Aspekte zu Überprüfungen gemäß 134

Mehr

Schaumberge auf Gewässern Ende der fünfziger Jahre

Schaumberge auf Gewässern Ende der fünfziger Jahre 50 Schaumberge auf Gewässern Ende der fünfziger Jahre 51 Die biologische Abbaubarkeit von Tensiden Tensid Primärabbau Totalabbau aerob CO 2, H 2 O, SO 4 2- anaerob CH 4, H 2 O, H 2 S, u.a. Umbau zu körpereigenen

Mehr

Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff

Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff im Auftrag der Initiative Pro Recyclingpapier c/o Burson-Marsteller GmbH & Co. KG Schützenstraße 5, 1117 Berlin Tel. 3-24 793-96,

Mehr

Die EMAS-Gruppe informiert Kurzvortrag

Die EMAS-Gruppe informiert Kurzvortrag Die EMAS-Gruppe informiert Kurzvortrag [erstellt im Schuljahr 2015/2016] 1 2 Wir sind mit unserer Schule seit November 2014 EMAS-registriert Welche Ziele haben wir? 3 Unsere Ziele zur Nachhaltigkeit bis

Mehr

Studie zu PIUS-Potenzialen in der papier- und kartonerzeugenden Industrie. Ing.-Büro für Abwassertechnik und Energie-Management

Studie zu PIUS-Potenzialen in der papier- und kartonerzeugenden Industrie. Ing.-Büro für Abwassertechnik und Energie-Management Studie zu PIUS-Potenzialen in der papier- und kartonerzeugenden Industrie Ing.-Büro für Abwassertechnik und Energie-Management Inhaltsverzeichnis 0 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung und Veranlassung... 1-1

Mehr

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV)

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV) Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV) MPV Ausfertigungsdatum: 20.12.2001 Vollzitat: "Medizinprodukte-Verordnung vom 20. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3854), die zuletzt durch Artikel

Mehr

MVK Aktuell anzuliefernde Abfallarten gemäß AVV zur Verwertung/Beseitigung

MVK Aktuell anzuliefernde Abfallarten gemäß AVV zur Verwertung/Beseitigung MVK Aktuell anzuliefernde Abfallarten gemäß AVV zur Verwertung/Beseitigung (Stand. 10.03.2015) Abfallschlüssel Abfallbezeichnung 02 Abfälle aus Landwirtschaft, Gartenbau, Teichwirtschaft, Forstwirtschaft,

Mehr

Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz - WRMG)

Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz - WRMG) Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz - WRMG) WRMG Ausfertigungsdatum: 29.04.2007 Vollzitat: "Wasch- und Reinigungsmittelgesetz vom 29.

Mehr

14 - ALGEN UND DIE WIEDERAUFBEREITUNG EINES GRÜNEN SCHWIMMBADES

14 - ALGEN UND DIE WIEDERAUFBEREITUNG EINES GRÜNEN SCHWIMMBADES 14 - ALGEN UND DIE WIEDERAUFBEREITUNG EINES GRÜNEN SCHWIMMBADES 14.1 Die Ursache Algen bilden sich in Freibädern vor allem an schattigen Stellen, wo wenig oder gar keine Sonneneinstrahlung erfolgt. Hier

Mehr

Oberflächentechnik und Wirtschaftlichkeit

Oberflächentechnik und Wirtschaftlichkeit Oberflächentechnik und Wirtschaftlichkeit Modernstes POLIGRAT Oberflächenzentrum für Edelstahl in Pfungstadt Der Gebrauchswert von Edelstahl bestimmt sich im Wesentlichen durch seine Korrosionsbeständigkeit.

Mehr

Erklärung zu den Umwelteigenschaften von Ricoh Produkten

Erklärung zu den Umwelteigenschaften von Ricoh Produkten Erklärung zu den Umwelteigenschaften von Ricoh Produkten Stand: Juli 2013 Alle seit dem 1. April 2007 von Ricoh in Deutschland in Verkehr gebrachten bildgebenden Systeme, deren Ersatzteile sowie die dazugehörigen

Mehr

Abschnitt 1 Anwendungsbereich und Allgemeine Anforderungen an die Konformitätsbewertung 1 Anwendungsbereich

Abschnitt 1 Anwendungsbereich und Allgemeine Anforderungen an die Konformitätsbewertung 1 Anwendungsbereich 13.06.2007 Verordnung über Medizinprodukte - (Medizinprodukte-Verordnung - MPV)* vom 20. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3854), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. Februar 2007 (BGBl. I S.

Mehr

Inga Beer, LL.M. Fachgebiet IV 1.1 Internationales Chemikalienmanagement. Fachworkshop REACH & Abfallrecycling 1. Gliederung

Inga Beer, LL.M. Fachgebiet IV 1.1 Internationales Chemikalienmanagement. Fachworkshop REACH & Abfallrecycling 1. Gliederung "Einführung in das Thema und Stand der Klärungen zu den Abgrenzungsfragen im Bereich Abfall Recyclingprodukte und den resultierenden REACH-Pflichten" Inga Beer, LL.M. Fachgebiet IV 1.1 Internationales

Mehr

Müllverbrennungsanlage Düsseldorf Preise 2013

Müllverbrennungsanlage Düsseldorf Preise 2013 Müllverbrennungsanlage Düsseldorf Preise 2013 Stand:26.11.2012 EAK Bezeichnung EURO/t EURO/t 02 Abfälle aus der Landwirtschaft, dem Gartenbau, der Jagd, Fischerei und Teichwirtschaft, Herstellung und Verarbeitung

Mehr

- vom BMU erstellte unverbindliche Textfassung -

- vom BMU erstellte unverbindliche Textfassung - Verordnung über die Erzeugung von Strom aus Biomasse (Biomasseverordnung BiomasseV) vom 21. Juni 2001 (BGBl. I Nr. 29 vom 27. Juni 2001 Seite 1234) in ihrer durch die 1. Verordnung zur Änderung der Biomasseverordnung

Mehr

Einleitung von lösemittelhaltigem Kontaktwasser aus Chemischreinigungen in öffentliche Abwasseranlagen

Einleitung von lösemittelhaltigem Kontaktwasser aus Chemischreinigungen in öffentliche Abwasseranlagen Der Landrat Untere Wasserbehörde Einleitung von lösemittelhaltigem Kontaktwasser aus Chemischreinigungen in öffentliche Abwasseranlagen Leitfaden für Ingenieurbüros, Bauherren und Betreiber 1. Problemdarstellung

Mehr

Produkt Informationen

Produkt Informationen Produkt Informationen mikronisiertes Weißkalkhydrat Mikronisiertes Weißkalkhydrat ist die moderne Form des traditionellen Werkstoffes Kalk. Die bauphysikalischen Eigenschaften von reinem Luftkalk (Weißkalkhydrat)

Mehr

DÜNGEMITTELRECHTLICHE ASPEKTE BÖDEN. Hans-Walter Schneichel Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Koblenz

DÜNGEMITTELRECHTLICHE ASPEKTE BÖDEN. Hans-Walter Schneichel Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Koblenz DÜNGEMITTELRECHTLICHE ASPEKTE DESEINSATZESVON EINSATZES BIOKOHLE IN BÖDEN Berlin, den 05.10.2011 Hans-Walter Schneichel Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Koblenz Das Aufbringen und Einbringen von

Mehr

Papiertechnologe Papiertechnologin Ausbildungsrahmenplan

Papiertechnologe Papiertechnologin Ausbildungsrahmenplan Papiertechnologe Papiertechnologin Zu vermittelnde Fähigkeiten und Kenntnisse Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Zu vermittelnde

Mehr

Heidrun Grycz St. Gobain Advanced Ceramics GmbH Lauf a.d. Pegnitz

Heidrun Grycz St. Gobain Advanced Ceramics GmbH Lauf a.d. Pegnitz 4.3 Katalytisch-pyrolytische Nachverbrennung Heidrun Grycz St. Gobain Advanced Ceramics GmbH Lauf a.d. Pegnitz Die Folien finden Sie ab Seite 343. Einführung Als Konsequenz der zunehmenden Luftverunreinigung

Mehr

Daten und Fakten zum ElektoG

Daten und Fakten zum ElektoG Daten und Fakten zum ElektoG 1. Was ändert sich konkret für Verbraucher? 2. Mengenangaben von elektrischen/elektronischen Altgeräten 3. Elektro-Altgeräte-Entsorgung und Deutschland 4. Qualitätsstandards

Mehr

Grenzüberschreitende Verbringung von zustimmungspflichtigen Abfällen 2013 - Import

Grenzüberschreitende Verbringung von zustimmungspflichtigen Abfällen 2013 - Import Grenzüberschreitende Verbringung von zustimmungspflichtigen Abfällen 2013 - Import Abfälle, die nach der Abfallverzeichnisverordnung als gefährlich gelten, sind mit einem Stern markiert. Erläuterung der

Mehr

Vorschlag für RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

Vorschlag für RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, den 11.11.2011 KOM(2011) 710 endgültig 2011/0327 (COD) C7-0400/11 Vorschlag für RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Änderung der Richtlinie 2006/126/EG

Mehr

Kurzinfo - Recyclingpapier

Kurzinfo - Recyclingpapier 1 Kurzinfo - Recyclingpapier Verwendung von Recyclingpapier im Schul- und Büroalltag. Unterschieden wird Papier nach dem Rohstoff, aus dem es in erster Linie hergestellt wurde. Es gibt folgende Papierarten:

Mehr

Bekanntmachung der Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes

Bekanntmachung der Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes 2538 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2013 Teil I Nr. 41, ausgegeben zu Bonn am 26. Juli 2013 Bekanntmachung der Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes Vom 17. Juli 2013 Auf Grund des Artikels 2

Mehr

EG-Sicherheitsdatenblatt gemäß 91/155/EWG Edisonite Super Seite 1 von 5

EG-Sicherheitsdatenblatt gemäß 91/155/EWG Edisonite Super Seite 1 von 5 Seite 1 von 5 1. Stoff-/Zubereitung- und Firmenbezeichnung 1.1 Bezeichnung des Stoffes / der Zubereitung Verwendung des Stoffes / der Zubereitung Reinigungsmittel 1.2 Angaben zum Hersteller / Lieferanten

Mehr

Papier/Pappe. Your House, Olafur Eliasson http://www.olafureliasson.net/publications/your_house_4.html

Papier/Pappe. Your House, Olafur Eliasson http://www.olafureliasson.net/publications/your_house_4.html Your House, Olafur Eliasson http://www.olafureliasson.net/publications/your_house_4.html Papier (von französ.: papier, aus griechisch πάπυρος pápyros, Papyrusstaude ) Lt. DIN 6730 gelten folgende Unterscheidungen:

Mehr

: SOL.BRILLANT CREME TB.47-SCHWARZ

: SOL.BRILLANT CREME TB.47-SCHWARZ 1. BEZEICHNUNG DES STOFFES BZW. DER ZUBEREITUNG UND DES UNTERNEHMENS Produktinformation Handelsname : Identifikationsnummer : 60701 Verwendung des Stoffs/der Zubereitung : Pflegemittel Firma : Bergal,

Mehr

Klassifizierung von Medizinprodukten

Klassifizierung von Medizinprodukten Klassifizierung von Medizinprodukten Die Medizinprodukte-Richtlinie 93/42/EWG sieht vor, dass jedes Medizinprodukt einer bestimmten Klasse zugeordnet werden muss. Von dieser Zuordnung hängt das weitere

Mehr

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte- Verordnung - MPV)

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte- Verordnung - MPV) Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte- Verordnung - MPV) vom 20. Dezember 2001 (BGBl. I. S. 3854) Auf Grund des 37 Abs. 1, 8 und 11 des Medizinproduktegesetzes vom 2. August 1994 (BGBl. I. S.

Mehr

Altpapieraufkommen Menge an Altpapier, die aus dem Inland für die Papierherstellung

Altpapieraufkommen Menge an Altpapier, die aus dem Inland für die Papierherstellung Papier B C Papier ABC a b Rund 3.000 Papiersorten sind bekannt. Das Papier ABC stellt die wichtigsten vor und gibt einen Überblick über Rohstoffe und die Herstellung von Papier. AAltpapier Mengenmäßig

Mehr

Auf dem Holzweg? Weiß, grau, bunt, glänzend...

Auf dem Holzweg? Weiß, grau, bunt, glänzend... Inhaltsverzeichnis: Vorwort: Auf dem Holzweg? S. 2 Weiß, grau, bunt, glänzend... S. 2 Papier wächst nicht auf Bäumen S. 3 Der lange Weg vom Baum zum Papier S. 4 Die Papiertonne S. 6 Wie aus altem Papier

Mehr

Vorwort 5. 1 Wasserbedarf in der Ernährungsindustrie (J. Tietze) 14. 1.1 Marktbedeutung der Ernährungsindustrie in Deutschland 14

Vorwort 5. 1 Wasserbedarf in der Ernährungsindustrie (J. Tietze) 14. 1.1 Marktbedeutung der Ernährungsindustrie in Deutschland 14 Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 1 Wasserbedarf in der Ernährungsindustrie (J. Tietze) 14 1.1 Marktbedeutung der Ernährungsindustrie in Deutschland 14 1.1.1 Umsatzzahlen der Ernährungs- und Futtermittelindustrie

Mehr

1. Bezeichnung des Stoffes / der Zubereitung und des Unternehmens

1. Bezeichnung des Stoffes / der Zubereitung und des Unternehmens Produkt: Bau Profi Mineralfarbe Seite 1 von 5 1. Bezeichnung des Stoffes / der Zubereitung und des Unternehmens Produkt: Bau Profi Mineralfarbe Verwendungszweck: Beschichtung gemäß Etikettentext Firma/Hersteller:

Mehr

Experiment Version 1

Experiment Version 1 Stoffe an ihren Eigenschaften erkennen Eperiment Version 1 Hier ist ein Auszug aus einem Schülerheft. Der Arbeitsauftrag ist schwarz geschrieben. Der blaue Tet stammt von einem Schüler. Aufgabe: Die drei

Mehr

Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 1111 Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung

Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 1111 Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 1111 Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung (Bekanntmachung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 15. September 2006; BAnz.

Mehr

Druckdatum: 14.11.2010 überarbeitet am: 08.01.2010 Handelsnamen: Felgenreiniger

Druckdatum: 14.11.2010 überarbeitet am: 08.01.2010 Handelsnamen: Felgenreiniger Seite 1/5 1. 1 Bezeichnung des Stoffes/der Zubereitung und des Unternehmens Bezeichnung des Stoffes/der Zubereitung Felgenreiniger Art. Nr. 182,183,952 Verwendung des Stoffes/der Zubereitung Spezieller,

Mehr

Steckbrief holzhaltig gestrichene Papiere

Steckbrief holzhaltig gestrichene Papiere Steckbrief holzhaltig gestrichene Papiere Bei der Stoffzusammensetzung von Papier unterscheidet man zwischen holzhaltig und holzfrei, wobei die Bezeichnung holzfrei irreführend ist. Holzfrei ist nicht

Mehr