der Ringbote Prominenter Besuch: Mappus auf dem Ringgenhof Essen in der Reha: Gut und wichtig! Jürgen Jehring: Erlebte Nächstenliebe Ringgenhof

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1 ausgabe 3/2010 Ringgenhof Höchsten Geschäftsführung Rehazentrum am bussen Förderkreis der Ringbote Tagesrehabilitationen Prominenter Besuch: Mappus auf dem Ringgenhof Essen in der Reha: Gut und wichtig! Jürgen Jehring: Erlebte Nächstenliebe mitteilungen der fachkrankenhäuser ringgenhof und höchsten, des rehabilitationszentrum am bussen, der tagesrehabilitationen, des förderkreises und der geschäftsführung 9

2 Geschäftsführung Dr. Ursula Fennen, Fachliche Geschäftsführerin Foto: Katharina Stohr inhaltsverzeichnis: Vorwort... 2 Sucht ist ein Lebensthema: Zum Besuch von Stefan Mappus Impressum... 3 Förderkreis: Der Vorsitzende hat das Wort... 4 Protokoll der Mitgliederversammlung des Förderkreises Ehrung für Helmut Sutter... 5 Ohne die Gruppe wäre ich versumpft Selbsthilfegruppe Sternenwerfer im Porträt...6 vorwort liebe leserinnen und liebe leser, dieses Mal beschäftigt sich der Ringbote mit unseren Küchen, Service, dem Essen und allem was dazugehört. Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang über eine tatsächlich stattgefundene Begegnung berichten: Ein Bekannter von mir schwärmte immer einmal wieder zusammenhanglos davon, wie gut das Essen in der Kantine seines Betriebes sei, wie lecker es schmecke, wie genial die Menüzusammenstellung gewählt werde, wie atemberaubend die Buffet-Arrangements bei Anlässen seien. Da er ungefragt und wie gesagt auch oft zusammenhanglos davon berichtete, dachte ich immer, wenn ihn das so beschäftige, müsse das Essen in diesem Betrieb wirklich richtig gut sein. Dann nahm ich meine Tätigkeit in unserem Rehabilitationszentrum am Bussen auf und kam in den Genuss des besten Kantinenessens, dass ich jemals in irgendwelchen Krankenhäusern bekommen hatte. Als ich meinen Bekannten zufällig wieder einmal traf, erzählte ich ihm - da das ja immer sein präferiertes Gesprächsthema war - von der großartigen Leistung des Kochs an meiner Arbeitsstelle. Der Bekannte hingegen bedauerte den Verlust seines Kantinenkochs und einen drastischen Qualitätsabfall in der Nahrungsmittelversorgung seiner Firma. Wiederum einige Zeit später stellen wir dann fest, dass wir vom selben Koch redeten, der erst dort, dann hier gearbeitet hat. Fazit ist: Die Zieglerschen ziehen die guten Köche an und verfügen so über eine legendären Ruf oder aber die Küchen der Zieglerschen sind einfach die besten. Somit wünsche ich Ihnen für diesen Ringboten einen guten Appetit und grüße Sie herzlich Ihre dr. ursula fennen Fachliche Geschäftsführerin Nachgefragt: Katja Müller, Projektleiterin für den Umzug vom alten zum neuen Höchsten...7 Forum: Essen in der Reha: Jede Mahlzeit wird täglich beurteilt Beim Essen wird auch Frust abgebaut Blick von Außen: Ist gutes Essen wichtig in der Reha Wir haben gute therapeutische Arbeit geleistet Christiane Maurer im Gespräch Neue Gesichter in der Tagesreha Ulm...10 Klaus Langkau: Aushängeschild für die Küche Von der Neugier auf den neuen Höchsten Radeln für die Reha Am 20. November von bis Uhr öffnet die neue Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau ihre Pforten. Wir laden hierzu alle Interessierten ein, Deutschlands modernste Frauensuchtklinik anzuschauen. Wir freuen uns auf Sie! Jürgen Jehring: Erlebte Nächstenliebe Höchsten: Nachbar kauft Klinik Gesundheitsmesse: Großes Interesse auf der G`sund Termine Elf Fragen an Klaus-Ernst Harter Angedacht: Alleinsein und zur Ruhe finden

3 Geschäftsführung sucht ist ein lebensthema Hoher Besuch in der Suchthilfe der Zieglerschen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus hat im Zuge seiner Sommertour 2010 das Fachkrankenhaus Ringgenhof in Wilhelmsdorf besucht. Dabei informierte er sich über die Arbeit der Klinik, in der suchtkranke Männer eine medizinische Rehabilitation durchlaufen. Gespannte Stimmung herrschte am 1. September unter den Patienten und Mitarbeitenden des Fachkrankenhauses Ringgenhof. Ministerpräsident Stefan Mappus hatte sich zu Besuch angemeldet. Mit knapp zwanzigminütiger Verspätung traf dann auch der Mapbus auf dem Klinikgelände ein. Begrüßt durch die Vorstände der Zieglerschen, Professor Dr. Harald Rau und Rolf Baumann, sowie die Fachliche Geschäftsführerin der Suchthilfe, Dr. Ursula Fennen, begann der Regierungschef von Baden-Württemberg zügig seinen Klinikbesuch. Klinikleitung und Patienten führten Mappus über das Gelände und erläuterten den Therapiealttag einer Reha-klinik für suchterkrankte Männer. In der Kirche am Weg dann gab es Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen dem Politiker Mappus und Patienten. Dabei gewährten die Patienten dem CDU-Mann Einblicke in ihre persönliche Lebensgeschichte und ihren Weg in die Sucht. Ein 32-jähriger Patient aus Regensburg mit polytoxikomaner Diagnose berichtete dem Ministerpräsidenten von seiner Erkrankung und dem Weg auf den Ringgenhof: Ich habe in Bayern keine schöne Klinik gefunden, berichtete dieser, deshalb bin ich auf den Ringgenhof gekommen. Der Baden- Württemberger Mappus quittierte dies mit einem zufriedenen Lächeln. Ein Mitpatient, ein 33-jähriger Maschinenbauingenieur aus Göppingen, forderte, dass die Politik mehr dazu beitragen müsse, dass Alkoholismus in der Gesellschaft als schwere Krankheit anerkannt werde. Immer noch ist bei vielen das Bild des saufenden Penners am Bahnhof verankert. Thomas Greitzke, Therapeutischer Leiter des Fachkrankenhauses Ringgenhof, plädierte dafür, dass sich die Bedingungen für die Reha mit suchtkranken Menschen nicht weiter verschlechtern dürften. Der Faktor Zeit sei von großer Bedeutung und gerade in Zeiten stetiger Therapiezeitverkürzung ein brisantes Thema. Greitzke: Die Bewältigung der Sucht ist ein Lebensthema. Ein Beispiel für gute und erfolgreiche Arbeit, wie sie zum Beispiel auf dem Ringgenhof geleistet werde, seien die hohen Abstinenzquoten von bis zu 70 Prozent ein Jahr nach Therapieende. Professor Dr. Harald Rau bemängelte den Ausschluss von Hartz-IV-Empfängern von durch die gesetzliche Rentenversicherung finanzierten Rehaleistungen. Dies treffe einen großen Teil der Patienten auf dem Ringgenhof und damit auch die Klinik, die als Rehaträger mit vielen anderen Kostenträgern in Kontakt treten müssten. Des weiteren kritisierte Rau eine Reha nach Kassenlage und überreichte Mappus ein Positionspapier mit für die Zieglerschen wichtigen Themen und Forderungen. Der Ministerpräsident bedankte sich für den herzlichen Empfang und teilte mit, dass er hier wertvolle Informationen erhalten habe, die sich ihm im Alltagsgeschäft nicht böten. harald dubyk 3 Impressum: der ringbote: Das Magazin der Zieglersche Anstalten Suchtkrankenhilfe gemeinnützige GmbH und Suchtrehabilitation gemeinnützige GmbH Oktober 2010, Nr. 3 Auflage: 3000 herausgeber: Zieglersche Anstalten Suchtkrankenhilfe gemeinnützige GmbH und Suchtrehabilitation gemeinnützige GmbH, vertreten durch Dr. med. Ursula Fennen, MBA, Fachliche Geschäftsführerin, und dem Förderkreis der Suchtkrankenhilfe der Zieglerschen (nicht eingetragener Verein), vertreten durch Franz Mayer, 1. Vorsitzender erscheinungsort: Wilhelmsdorf erscheinungsweise: Vierteljährlich Der Ringbote ist die Zeitschrift für ehemalige und derzeitige Patientinnen und Patienten, Freunde, Förderer, Kunden und Mitarbeitende der Suchthilfe der Zieglerschen einhefter: Überweisungsformular für Beitrag/Spende Der Jahresbeitrag für den Förderkreis beträgt 15,- unser spendenkonto: Förderkreis der Suchtkrankenhilfe der Zieglerschen Sparkasse Wilhelmsdorf Konto BLZ redaktion: Harald Dubyk (verantwortlich), Maria Keller, Martin Kunze, Peter Deuß, Karin Friedle-Unger, Brigitte Löffler weitere mitarbeiterinnen und mitarbeiter dieser ausgabe: Dr. Ursula Fennen, Franz Mayer, Thomas Baur, Nadine Balzani, Carina Ullmer anschrift der redaktion: Zieglersche Anstalten Suchtkrankenhilfe gemeinnützige GmbH Suchtrehabilitation gemeinnützige GmbH Maria Keller Riedhauser Straße 61, Wilhelmsdorf Telefon (07503) , Telefax (07503) für alle Fragen zum Ringboten isches konzept, satz, produktion und druck: Druck+Design Gebhart-Renz OHG, Unterankenreute, Gestaltung: Ute Schwarz Titelfoto: Thomas Baur, seit 2005 Küchenleiter auf dem Ringgenhof, fotografiert von Harald Dubyk. Der Ministerpräsident im Gespräch mit Prof. Dr. Harald Rau (ganz links), Dr. Ursula Fennen und Wilhelmsdorfs Bürgermeister Dr. Hans Gerstlauer (ganz rechts). Foto: Harald Dubyk 9

4 Förderkreis Franz Mayer Foto: privat Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder im Förderkreis: Ingrid Fulde Gerhard Ruesch Kurt Köhler Klaus Wischemann Johannes Kugel Karl-Heinz Götzke Frank Keremen Stefan Dettmer Monika Besemer Jürgen Seick (geb. Körner) Roland Roller Siegfried Eberle Jürgen Wanner Oliver Grießer Rudolf Cilek Hans-Jürgen Ryrich Pierre Witz Jürgen Jehring Michael Schlemmer Brigitte Erler Marcus Preus Harald Genée Franz Tauber Ralf Kupferer Matthias Rapp Christel Czech 4 aktuelles neues vom förderkreis Liebe ehemalige und aktuelle Patientinnen und Patienten, liebe Freunde und Förderer, sehr geehrte Damen und Herren, zuerst möchte ich Sie über die Sammlung für Patienten in Not beim diesjährigen Jahresfest auf dem Ringgenhof und Höchsten informieren. Es kamen ziemlich genau 1600 Euro zusammen. Dann möchte ich Sie an einer sehr schönen Rückmeldung zum Jahresfest auf dem Höchsten und zum Umzug nach Bad Saulgau teilhaben lassen. Karin Friedle-Unger, unser Vorstandsmitglied und ehemalige Patientin auf dem Höchsten, schrieb mir: Ich bin noch ganz voll der Eindrücke dieser Tage auf dem Höchsten und in Bad Saulgau (was für eine schöne Klinik!). Die Ehemaligen auf dem Höchsten haben sich (nach einigen negativen Gedanken, die ich so nebenbei von einem Nachbartisch mitbekam) schnell im Kopf, mit dem Herzen und dann auch mit den Bussen auf den Weg nach Bad Saulgau gemacht. Eine Patientin sagte während der Ehrungen: Wenn eine Oma oder Tante umzieht, dann besucht man sie auch dort, wohin sie gezogen ist, also fahren wir ab nächstes Jahr halt nach Bad Saulgau. Das ist doch toll, oder? Ja, das ist toll und unterstreicht nochmals das Motto unserer Streichholzaktion auf dem Höchsten: Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme. Für diejenigen unter Ihnen, die das nicht miterlebt haben: Der Förderkreis hat Streichholzschachteln mit unserem Logo und obigem Satz herstellen lassen und diese beim Jahresfest auf dem Höchsten verteilt. Der Ablauf des Jahresfestes auf dem Ringgenhof hat zum Teil Kritik hervorgerufen. Teilweise kann ich die Kritik verstehen, muss aber sagen, dass sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in hohem Maße für die Planung und Durchführung des Jahresfestes eingesetzt haben. Gerne nehmen wir Verbesserungsvorschläge und Anregungen von Ihnen an. Schreiben Sie mir unter oder rufen Sie mich an unter Tel /1501. Sie können auch einen Brief schreiben an: Förderkreis Suchtkrankenhilfe z.hd. Franz Mayer, Riedhauser Str. 61, Wilhelmsdorf. Ich werde Ihre Anregungen und Ihre Kritik weiterleiten. Ein besonderer Höhepunkt war der Gottesdienst am Sonntagmorgen im Festzelt, das bis auf den letzten Platz gefüllt war. Mit der Predigt von Rainer Schmidt, Pfarrer und mehrfacher Tischtennis-Weltmeister der Paralympics, und den Liedern der Sängerin Sarah Kaiser konnten die Gottesdienstbesucher erfüllt und gestärkt den Heimweg antreten. Ein besonderer Dank gehört auch Pfarrer Heiko Bräuning, der den Gottesdienst geplant und mit gehalten hat. In der Zwischenzeit waren auch schon einige Veranstaltungen unter dem Motto Höchste(n) Kunst in der Kapelle auf dem Höchsten. Ein guter Einstieg in das Programm war das Konzert von Stimmetasten mit Sängerin Karin Friedle-Unger und Patrick Gläser am Klavier, zu dem über 100 Besucher kamen. Auch der letzte ZA-Gottesdienst zum Thema Durch Stille sein würdet ihr stark sein mit Pfarrer Heiko Bräuning, der Sängerin Pamela Natter und dem Pianisten Michael Schlierf, kam, vor allen bei den Patientinnen des Höchsten, so gut an, dass die Zugaben nicht mehr enden wollten. Der erste Radfahrer- Gottesdienst auf dem Höchsten war gleich ein Volltreffer. Mit dem Thema Windschatten (es ist gut, wenn wir Windschatten geben können und wenn wir diesen bekommen) gelang dem Gottesdienstteam auch ein guter Bezug zu den Radfahrern. Nachdem wir unsere Ringboten- und Mitgliederdatei weitgehend auf dem Laufenden haben, möchte ich Sie bitten, uns Veränderungen (Umzug, Tod, usw.) zu melden. Lassen Sie es uns auch wissen, wenn der Ringbote nicht zu Ihnen kommt. Und noch eine Information: Immer wieder werde ich folgendes gefragt: Ich habe eine Spende gemacht, muss ich noch extra den Förderkreisbeitrag für den Ringboten bezahlen? Hier nochmals die Antwort: Alle, die den Förderkreisbeitrag bezahlen oder uns eine Spende überweisen, bekommen den Ringboten! Bei unserer Mitgliederversammlung am 19. Juni 2010 konnten wir eine Satzungsänderung ohne Gegenstimme beschließen. Nun ist der Weg frei: Jedes Förderkreismitglied kann in den Vorstand gewählt werden, ob nun Betroffener oder nicht. Den weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung entnehmen Sie aus dem in dieser Ausgabe veröffentlichtem Protokoll. Ihr franz mayer 1. Vorsitzender Förderkreis

5 Förderkreis helmut sutter erhält hohe auszeichnung Die Landrätin des Kreises Südliche Weinstraße, Theresia Riedmaier, hat am 10. Mai Helmut Sutter, ehemaliger Patient auf dem Ringgenhof aus Billigheim-Ingenheim die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz überreicht. Ministerpräsident Kurt Beck verlieh ihm diese hohe Auszeichnung in Anerkennung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Dienste der Gemeinschaft. Helmut Sutter hat diese hohe Auszeichnung für seine über 28 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Gruppenleiter der Alkoholselbsthilfegruppe Bad Bergzabern erhalten. Er hat im Oktober 1981 den Freundeskreis Blaues Kreuz in Bad Bergzabern ins Leben gerufen. Seitdem leitet er die Gruppe ehrenamtlich. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, ohne Suchtmittel auszukommen. Helmut Sutter hatte hierzu in Kooperation des Diakonischen Werkes Speyer mit dem Blauen Kreuz-Verband erfolgreich die Ausbildung zum freiwilligen Suchtkrankenhelfer absolviert. Er ist im erweiterten Presbyterium der Kirchengemeinde Billigheim- Mühlhofen ehrenamtlich tätig. Helmut Sutter war 1978/79 Patient im Fachkrankenhaus Ringgenhof. carina ullmer Kreisverwaltung Südliche Weinstraße protokoll der mitgliederversammlung Helmut Sutter (Bildmitte) wurde mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Protokoll der Mitgliederversammlung des Förderkreises der Suchtkrankenhilfe am 19. Juni 2010 in der Kapelle auf dem Höchsten Zur Mitgliederversammlung wurde ordnungsgemäß im Ringboten eingeladen. Bei der Mitgliederversammlung waren 31 Personen anwesend. top 1: begrüssung: Franz Mayer begrüßt alle Anwesenden zu unserer Mitgliederversammlung. top 2: verabschiedung des protokolls: Das Protokoll der Sitzung vom 20. Juni 2009 wird wie vorgelegt verabschiedet. top 3: jahresbericht 2009: Nach der Satzungsänderung bei der letzten Mitgliederversammlung 5 Beendigung der Mitgliedschaft, wurden ca Mitglieder angeschrieben. Es hat die Hälfte der Angeschriebenen geantwortet, es gab viele positive Rückmeldungen. Diese Aktion war wichtig, da wir pro Jahr ca Euro Einsparung haben. Es wurden 2500 Newsletter mit der Einladung zum Jahresfest verschickt. Seit 2009 gibt es eine Homepage vom Förderkreis unter Die Kapelle in Bad Saulgau befindet sich im Rohbau; damit der Bau weitergeht, läuft eine Sponsoringaktion. Vom Förderkreis wurde ein Brief an die Vorstände der Zieglerschen geschickt mit einem Vorschlag, wie der Bau weitergehen kann. Für die Kapelle im Höchsten gibt es ein Jahresprogramm mit interessanten Veranstaltungen. Es gab positive Pressemitteilungen mit Würdigung des Förderkreises. Der Förderkreis war bei der Beerdigung von unserem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Siegfried Schmid und hat dort einen Kranz niedergelegt. top 4: kassenbericht: Die Einnahmen waren ,45 Euro, die Ausgaben ,50 Euro. Bei den Einnahmen gab es im Vergleich zu 2008 ein Plus von ,29 Euro. top 5: entlastung des vorstandes: Der Vorstand wird einstimmig entlastet. top 6: entlastung des kassiers: Der Kassier wird einstimmig entlastet. top 7: ausblick auf 2010/2011: Der Förderkreis möchte den Weiterbau der Kapelle in Bad Saulgau unterstützen und sich politisch positionieren. top 8: satzungsänderung: Bei der Satzungsänderung wurde 10, Absatz 2: wählbar sind ehemalige Patientinnen und Patienten, geändert in wählbar sind alle Mitglieder des Förderkreises. Die Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen. top 9: kapelle höchsten: Der Förderkreis will sich für eine gute Verwendung der Kapelle einsetzen. top 10: sonstiges: Christoph Arnegger bedankt sich in der Funktion als Geschäftsführer für die Unterstützung des Förderkreises beim Vorstand. Ein besonderer Dank gilt dem Vorstandsvorsitzenden Franz Mayer für seine Arbeit, besonders für die Ringbotenaktion, da wir jetzt einen sauberen Adressbestand haben. 19. Juni 2010 anni köser Protokollführerin 5 Foto: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße

6 Tagesrehabilitation Ravensburg ohne die gruppe wäre ich versumpft Nachsorge ist unverzichtbar Immer wieder weisen wir unsere Patienten während ihrer Therapie in der Tagesrehabilitation mit Nachdruck darauf hin: Mit Hilfe der Selbsthilfegruppe sind ihre Chancen größer, dauerhaft abstinent zu bleiben! Warum ist das so? Nach einer Therapie sollte es den Betroffenen weiter darum gehen, wachsam zu bleiben gegenüber der Suchterkrankung, die ja weiter in ihnen schlummert. Der regelmäßige Austausch und das Gespräch mit Gleichgesinnten über alles, was belastet, können helfen, inneren Spannungszuständen vorzubeugen und dadurch eine Rückfallgefahr zu reduzieren. Und letztlich ist wichtig, die mit der Abstinenz gewonnene Freizeit aktiv und befriedigend auszufüllen, Kontakte und Beziehungen zu entwickeln, da in Selbsthilfegruppen viel mehr als der eine Gruppenabend in der Woche passiert. Die Nachsorge über die Selbsthilfe ist für uns unverzichtbar. martin kunze Therapeutischer Leiter Tagesrehabilitation Bodensee-Oberschwaben Die Sternenwerfer bei einem ihrer Treffen am Bodensee. Die gemeinsame Erfahrung einer Suchterkrankung und eine inzwischen enge Vertrautheit schweißt sie heute zusammen. Seit zwei Jahren treffen sich Jürgen, Heinz, Edith und Erika regelmäßig, im Frühjahr 2010 kam Michael dazu. Sternenwerfer nennen sie sich seit April diesen Jahres. In den Räumen der Psychosozialen Beratungsstelle in Friedrichshafen haben sie nun als Gesprächskreis eine Heimat gefunden, und das jeden Montagabend. Tiefe Gespräche seien es gewesen, die sie hat zueinander finden lassen. Kennen gelernt haben sie sich im Frühjahr 2008 während ihrer Therapie in der Tagesrehabilitation Bodensee-Oberschwaben, damals noch in Friedrichshafen. Ihr Gesprächskreis Sternenwerfer der Name ist von Loren Eiseleys The star thrower entnommen ist Teil ihrer Nachsorge. Bereits während ihrer Zeit in der Tagesrehabilitation sind sie in eine Selbsthilfegruppe gegangen. Dort fanden sie jedoch nicht das, was sie suchten. Und so hat es sich entwickelt, dass wir uns in diesem Rahmen regelmäßig treffen, erzählt Jürgen. Erst hatten sie sich privat verabredet, mit und ohne Partner. Einen hatten sie zwischenzeitlich verloren, wie sie sagen. Es ist nicht alles Eitel Sonnenschein, bemerkt Erika. Seit Frühjahr sind sie wieder zu fünft. Michael heißt der neue. Über weiteren Zuwachs in ihrem Gesprächskreis freuen sie sich, dafür werben sie auch. Die Mitarbeiter der Beratungsstelle empfehlen ihnen eine Gruppengröße von acht bis zehn Mitgliedern. An ihren Abenden behandeln sie all die Themen, die sie beschäftigen. Die meisten handeln vom Umgang mit ihrer Sucht. Begonnen wird stets mit einem Ritual. Wenn ihre Klangschale erklingt, beginnt ihre Sitzung. Jeder kann das auf den Tisch bringen, was ihn bewegt, sagt Jürgen. Und dann wird zu Ende diskutiert. Immer wieder berichten sie von der Tiefe ihrer Gespräche, die sie auch nach zwei Jahren immer noch bewegt. Als ich rückfällig wurde, erzählt Erika, war die Gruppe da. Wenn ich sie nicht gehabt hätte, wäre ich versumpft. Bei Bedarf treffen sie sich auch öfters. So spannen sie sich behutsam ein Netz der Hilfe. Die Nachsorge ist so wichtig wie die Therapie, betont Jürgen, der nach vierzehn Jahren der Abstinenz 2007 mit Medikamenten rückfällig wurde und sich nun wieder herausarbeitet aus dem Suchtsumpf. Ihre Zeit in der Tagesrehabilitation war der Startschuss. Für Erika sei diese Art der Nachsorge sogar noch bedeutender geworden, sagt sie. In der Therapie hätten sie Strategien erlernt, die sie heute anwenden können, um ein Leben ohne Alkohol und Medikamente zu führen. Aber auch das besondere Vertrauensverhältnis zu ihren Therapeuten in der Tagesrehabilitation habe sie vorbereitet auf das, was in der Zeit nach der Therapie an Herausforderungen auf sie zukommt. Und so schauen sie immer wieder gerne zu einem kurzen Besuch in der Tagesrehabilitation vorbei. Für Heinz waren die Therapie damals und der Gesprächskreis jetzt sein ganz persönlicher Rettungsanker. Meine Selbstachtung war gleich Null, sagt er, nachdem ich mir meine Sucht eingestanden hatte, musste ich mich hier erst wieder aufbauen. Heute geht er wieder in die Berge, wandert, kann von den vielen schönen Erlebnissen und Eindrücken, die er dort sammelt, berichten. In der Tat: Er hat sich wieder aufgebaut. Foto: Georg Stöhr 6 harald dubyk

7 Suchthilfe historischer moment bleibt in erinnerung Über Katja Müllers Schreibtisch laufen derzeit die Details des bevor stehenden Umzugs des Fachkrankenhauses Höchsten Ende November nach Bad Saulgau. Harald Dubyk hat den Stand erfragt. Frau Müller, wie liefen die Umzugsvorbereitungen bisher? Ich bin sehr zufrieden. Jetzt wird s konkret und wir werden erleben, wie gut und effektiv unsere Planungen im Vorfeld tatsächlich sind. Seit Anfang des Jahres waren vor allem Rosemarie Jäger, die Hauswirtschaftsleiterin des Höchsten, Marianne Costabel, die frühere Hauswirtschaftsleiterin der Suchtkrankenhilfe, und Ursula Kiederlen, eine externe Beraterin, damit beschäftigt vorzubereiten, welches Mobiliar wir mitnehmen. Seit März wissen wir, welche Umzugsfirma uns berät und begleitet. Wir haben auch entschieden, den Umzug des Tierbereichs selbst zu organisieren. Seit Frühjahr gibt es ein Projektteam Umzug. Erweitert wurde es durch so genannte Umzugsverantwortliche, die als Ansprechpartner fungieren. Ganz viel hängt von guten Absprachen aller Beteiligten ab. Unterstützung bekommen wir auch von Kollegen des Ringgenhofs. Außerdem ist die IT-Abteilung der Zieglerschen mit im Boot. Das heißt, wir liegen gut in der Zeit? Bisher ja. Ein bisschen spannend wird die Anlieferung der neuen Möbel. Wenn das alles termingerecht verläuft, ist schon Vieles geschafft. So sind dann zum Beispiel viele Büros und alle Patientinnenzimmer schon fertig eingerichtet. Das erleichtert den Umzug sehr. Was sind die nächsten Meilensteine bis zum Umzug? Bis Ende September wird die Umzugsfirma ein Umzugshandbuch erstellen. Dort ist der Ablauf festgehalten. Und dann kommen in der Umzugswoche am Mittwoch die ersten Umzugswagen. Wir werden in den ersten beiden Tagen die Nebenräume, Archive etc. ausräumen. Am Donnerstag die Arbeitstherapie, am Freitag folgen Büros und Küche, am Samstag die Medizin, alle Gruppenräume und der Rest. An den letzten beiden Tagen findet für die Patientinnen ein interessantes Programm außerhalb der Klinik statt. Am Samstagnachmittag dann können sie einziehen. Wie plant man eigentlich ein solches Umzugs-Projekt? Es zieht ja nicht jedes Jahr eine Klinik um. Wir haben uns Anregungen von anderen Kliniken geholt, wobei es im Reha-Bereich wenig Vergleichbares gab. Der Umzug einer Akutklinik sieht ebenfalls anders aus. Natürlich haben auch die Besprechungen mit der Umzugsfirma die Planungen konkretisiert, die zwar einen solchen Umzug auch noch nicht gemacht hat, aber Erfahrungen von anderen Umzügen mitbringt. Gab es bisher schwierige Situationen in der Umzugsphase? Nein. Aber wir sind ja auch noch nicht in der ganz heißen Phase. Die Hauptakteure sind sehr motiviert und wir untereinander gut vernetzt und informiert. Wenn der Umzug abgeschlossen sein wird: Was wird bleiben? Ich bin überzeugt, dass es für alle ein ganz besonderes Erlebnis sein wird vor allem der feierliche Einzug in den neuen Höchsten. Wahrscheinlich wird es auch die Erfahrung der Teamarbeit und des Miteinanders sein. Eine solche Riesenaktion ist nur zu bewältigen, wenn alle an einem Strang ziehen. Es ist ein historischer Moment, und der wird allen in Erinnerung bleiben. 7 Katja Müller Foto:s: Harald Dubyk Kapelle mit Stillem Garten Dank vielfacher finanzieller Unterstützung, besonders vom Förderkreis der Suchtkrankenhilfe, steht der Rohbau der Kapelle in Bad Saulgau. Ziel ist es, im Laufe des Jahres 2011 die Kapelle zu nutzen. Dafür fehlen noch Euro für den Innenausbau. Viele Aktionen rund um die Kapelle haben bisher rund Euro an Spenden eingebracht. Vor einem Jahr hatten Patientinnen des Höchsten in der Kunsttherapie Wegzeichen mit eigenen Sinnsprüchen gestaltet. Am Umzugstag wird das letzte der zwölf Wegzeichen montiert. Aus den Motiven wurden Kalender gemacht. Diese können für 10 Euro pro Stück bezogen werden, ab fünf Stück für 7 Euro + Versandkosten. Damit machen Sie sich oder anderen eine Freude und unterstützen das Projekt Kapelle. (Bestellung bei Katja Müller, oder mueller. katja müller

8 Forum forum jede mahlzeit wird täglich beurteilt Die Produktionsküche des Fachkrankenhauses Ringgenhof hat sich inzwischen zu einem richtigen Dienstleister entwickelt. Der Lebensmitteleinkauf für 2009 betrug über eine halbe Million Euro. An inzwischen elf Standorte anderer Hilfefelder der Zieglerschen wird geliefert kommt das Hör-Sprachzentrum in Ravensburg dazu. Gutes vom Ringgenhof so wirbt die Suchthilfe auf ihrem Auslieferungslastwagen der Ringgenhof- Küche. Damit wird lediglich ausgedrückt, was bereits Realität ist. Elf Standorte in vier Landkreisen beliefert die Küche. Über 560 Portionen täglich verlassen die Küche wurden insgesamt Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Abendessen) produziert. So werden für das Fachkrankenhaus Ringgenhof rund 140 Essen (Frühstück,Mittagessen/ Abendessen/Zwischenmahlzeiten) täglich hergestellt, für die Außenstelle Bruggenhof zwölf und für das Fachkrankenhaus Höchsten etwa 80 Essen. Für die Altenhilfe der Zieglerschen werden die Standorte Wilhelmsdorf (27 Essen), Erolzheim (39), Bad Waldsee (27), Rot an der Rot (bis zu 28 Essen) und Aitrach (bis zu 38 Essen) täglich beliefert. Die Lassbergschule in Sigmaringen, die zum Hör- Sprachzentrum der Zieglerschen gehört, wird mit rund 120 Mittagessen und Pausensnacks täglich beliefert, die Schule des Hör-Sprachzentrums in Arnach seit 2009 mit 51 Mittagessen täglich kommt das Hör-Sprachzentrum in Ravensburg mit bis zu 400 bis 450 Portionen dazu. Ein Sonderessen geht derzeit ins Martinshaus Kleintobel. Damit die Ringgenhof-Küche weiterhin hoch im Kurs steht bei ihren externen Partnern, setzt der Betreiber, die Suchthilfe, konsequent auf Qualität. So werden Soßen alle noch selbst zubereitet heutzutage eine Seltenheit in Großküchen. Das Fleisch kommt größtenteils vom örtlichen Metzger, Backwaren von Bäckereien vor Ort und das Gemüse wird aus dem nahen Horgenzell oder von der Rotachgärtnerei der Zieglerschen bezogen. Vier Euro stehen pro Person täglich zur Verfügung, alles ist genau durchkalkuliert. Für die Altenhilfe wird besonders schonend gekocht. So wird zum Beispiel zurückhaltend gewürzt, die Portionsgröße ist an die Bedürfnisse der zum Teil hoch betagten Kunden angepasst und Wünsche finden sich immer wieder auf dem Speiseplan. Mehrmals im Jahr treffen sich Küche und Altenpflegeheime der Zieglerschen und reflektieren die Speisenversorgung. Täglich gibt jedes Pflegeheim seine Beurteilung ab und bewertet das Essen. thomas baur ist gutes essen wichtig in der reha? BLICK VON AUSSEN BLICK VON AUSSEN 8 Diese Frage kann für die Küche des Ringgenhofs direkt und eindeutig beantwortet werden: Gutes Essen ist hier sehr wichtig! Einmal mehr Beleg dafür ist die Auszeichnung mit dem RAL GÜTEZEI- CHEN Kompetenz richtig Essen und der Spezifikation Speisenvielfalt & Diäten im Jahre RAL steht für Neutralität und Transparenz und stellt mit den strengen Prüfkriterien höchste Ansprüche an die interessierten Betriebe. Diesem hohen Qualitätsanspruch wurde das Fachkrankenhaus Ringgenhof im vergangenen Jahr bei dem ausgiebigen Prüfverfahren durch Sachverständige der RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e.v. mehr als gerecht. Denn im gesamten Ernährungsbereich, der sicherlich mehr Kompetenzschwerpunkte beinhaltet als es der Patient, Gast oder Besucher vielleicht vermuten würde, zeigte sich ein absolut überzeugendes Ergebnis in allen Prüfbereichen. Damit kann sich der Betrieb natürlich sowohl intern als auch nach außen sehr gut im Wettbewerb positionieren! Doch nicht nur das, denn mit der RAL-Zertifizierung im Fachkrankenhaus Ringgenhof profitiert in vielen alltäglichen Details

9 Forum beim essen wird auch frust abgebaut Essen in der medizinischen Rehabilitation. Wichtig? Manche sagen sogar: Genau so wichtig wie Psychotherapie. Damit drücken sie lediglich die Bedeutung des Essens für den Menschen aus. Es geht aber nicht nur um Aufnehmen von Nahrung, sondern auch um das Wie. Ein Thema, dem sich das Team um Thomas Baur täglich stellt. Sehr, sehr wichtig, sagt Thomas Baur, seit 2005 Leiter der Produktionsküche im Fachkrankenhaus Ringgenhof, zur Bedeutung des Essens für die Patienten. Beim Essen, ist sich der 33-Jährige sicher, werde auch Frust abgebaut, Kritik über andere Dinge ausgedrückt. Mit diesem Wissen gehen Baur und sein Team täglich heran, gutes Essen zu kochen und sich stetig zu verbessern. Nicht nur das: Immer wieder gibt es Aktionen rund ums Essen. Während der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika gab es täglich so genannte WM-Essen, oder Salatwochen, Fischaktionen und ein Grillen für Patienten, was besonders gut ankam. Im Herbst plant Thomas Baur nochmals eine Salataktion. Jeder Patient und jede Patientin der Fachkrankenhäuser Ringgenhof und Höchsten wird am Ende der Therapie zur Zufriedenheit über die Reha befragt. So auch zum Essen. Im Schnitt, sagt Thomas Baur, sind die meisten zufrieden mit uns. Kritik nimmt er sich zu Herzen und ernst, strebt Verbesserungen an, spornt ihn und sein Team an. Auf dem Ringgenhof zum Beispiel werden täglich rund 140 Essensportionen serviert, knapp 10 Prozent davon vegetarisch. Bei den Frauen auf dem Höchsten wünscht sich jede Vierte ein fleischloses Essen. Wenn es draußen heiß sei, sagt Thomas Baur, dann werde auch weniger gegessen. Das merke er auch an der Suppe, die er vor Jahren als Vorspeise eingeführt hat. Produziert wird nach dem Verfahren Cook und Chill. Erst wird das Essen fertig gekocht, danach wird es innerhalb von 90 Minuten auf zwei Grad herunter gekühlt, sodass man es bis zu fünf Tagen im Kühlraum aufbewahren kann. In der Regel erhält der Höchsten das Essen, das zwei Tage zuvor gekocht wurde. Dieses Verfahren hat sich bewährt, sagt Thomas Baur. Früher musste an sieben Tagen in der Woche die fast komplette Küchenmannschaft antreten, heute sei man in der Dienstplanung deutlich flexibler. Und einen Qualitätsverlust, auch im Geschmack, konnte man beim Testen vor der Einführung von Cook und Chill nicht feststellen. harald dubyk Bild links: Kompetentes Team (hintere Reihe, von links): Luise Schadt, Thomas Baur, Walbura Briemle, Sabine Ruthardt-Storz, Ingrid Kieck, Ralf Heyne. Vordere Reihe, von links: Martha-Luise Haberkorn, Maria Wald, F. Seele und Karina Kiefer. Fotos: Harald Dubyk insbesondere direkt und mittelbar der Tischgast, ob als Patient, als Besucher oder als Mitarbeiter! Denn bereits beim Lebensmitteleinkauf wird Wert gelegt auf hochwertige Lebensmittel mit größtmöglicher Frischequalität, die in schmackhaften Gerichten in der Wochenspeisekarte eingeplant werden. Darüber hinaus steht dabei immer die bestmögliche gesundheitsbetonte Komposition im Vordergrund! Gleichermaßen erfolgt die Essenszubereitung und -ausgabe unter strengen Nährstoff schonenden Aspekten, das heißt so schnell und frisch wie möglich vom Kochtopf auf den Tisch! Und ein weiterer Vorteil: der Tischgast kann sein Essen nicht nur genussvoll sehen, riechen und schmecken, er kann jederzeit vom hoch qualifizierten Ernährungsteam erfahren, was im Essen drin ist. Denn gern gibt das Kompetenzteam Auskunft zu den Nährwerten, den eventuellen Zusatzstoffen oder zu den Allergie auslösenden Speisebestandteilen eine Servicequalität, die speziell unter dem RAL-Gütezeichen zu finden ist! Und eins ist sicher: Das Wohl und die Zufriedenheit der zu Recht anspruchsvollen Tischgäste ist speziell für die Küche des Ringgenhofs eine Herzensangelegenheit. nadine balzani Geschäftsführerin RAL Gütegemeinschaft Ernährungs- Kompetenz e. V., Düsseldorf 9 Nadine Balzani Foto: RAL Gütegemeinschaft

10 Tagesrehabilitation Ulm gute therapeutische arbeit geleistet Christiane Maurer Bild: Rolf Schultes Neue Gesichter Am 1. Oktober beginnt Dr. Anett Höse ihre Tätigkeit in der Tagesrehabilitation Ulm. Sie tritt dort als Ärztlichtherapeutische Leiterin die Nachfolge der scheidenden Christiane Maurer an. Die 41-Jährige hat an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Medizin studiert und dort 1999 promoviert. Seit 2007 arbeitete sie im Bezirkskrankenhaus Günzburg. Doris Knak heißt die zukünftige Psychologin in der Tagesreha Ulm. Die 42-Jährige wird ihre Tätigkeit zum 1. November beginnen und tritt damit die Nachfolge von Ingrid Veit an, die im September das Team verlassen hat. Doris Knak studierte an der Universität Osnabrück Psychologie und absolviert derzeit eine Ausbildung in klientenzentrierter Gesprächstherapie mit dem Schwerpunkt Suchtkrankenhilfe. Bis zu ihrem Arbeitsbeginn bei den Zieglerschen arbeitet sie noch in der Psychologischen Beratungsstelle für Suchtkranke in Aalen (Ostalbkreis). harald dubyk 10 Über zwei Jahre hat Christiane Maurer die Tagesrehabilitation Ulm als therapeutisch Verantwortliche geleitet. Anfang September verließ die Psychologische Psychotherapeutin aus privaten Gründen die Suchthilfe der Zieglerschen. Harald Dubyk nutzte die Gelegenheit, gemeinsam mit ihr die zurückliegende Zeit zu reflektieren. Ein Gespräch. Frau Maurer, Sie waren jetzt über zwei Jahre in der Therapeutischen Leitung der Tagesrehabilitation Ulm tätig. Wenn Sie zurückblicken, wie haben Sie Ihren Arbeitsplatz im Sommer 2008 vorgefunden? Ich wurde sehr herzlich und auch sehnsüchtig erwartet, da die Stelle der therapeutischen Leitung ein halbes Jahr vakant war. Unsere Kollegin Ingrid Veit hatte damals kommissarisch die Leitung übernommen. Dr. Wolfgang Klein (der damalige Ärztliche Leiter; Anm. d. Red.) hat mich nach Kräften unterstützt und mir durch seine vielen Kontakte den Anfang leichter gemacht. Fiel Ihnen der Start bei den Zieglerschen leicht? Nein. Ich kam ja aus einer kleinen Klinik und musste mich erst in der großen Suchthilfe der Zieglerschen und den Zieglerschen als Gesamtunternehmen zurechtfinden. Teilweise ging es mir bis zuletzt so, dass ich Mitarbeiterinnen unseres Dienstleistungszentrums, die uns täglich kompetent in Ulm unterstützen, noch nie persönlich getroffen hatte und nicht wusste, wo sie genau sitzen. Das war am Anfang schwierig: Wer ist für was wo zuständig und der richtige Ansprechpartner? Wenn Sie auf die vergangenen zwei Jahre zurückblicken - welche Veränderungen und Entwicklungen konnten Sie anstoßen und mit beeinflussen? Mit meinem Arbeitsbeginn in der Tagesrehabilitation Ulm trat der Entstehungsprozess des Suchttherapiezentrums (STZ) Ulm in eine weitere Konkretisierungsphase. Am gleichen Tag nahm die Tagesklinik des ZfP Südwürttemberg in den Räumen der Tagesrehabilitation ihre Arbeit auf - mit acht Patienten in zwei kleinen Räumen. Inzwischen ist die Idee des STZ verwirklicht: Auf zwei Stockwerken bieten die drei Träger ZfP, Caritas und Diakonie sowie wir als Suchthilfe der Zieglerschen alle ambulanten und ganztägig ambulanten Angebote gemeindenah unter einem Dach an. Das ist sicher eine Herausforderung, unterschiedliche Unternehmenskulturen unter ein Dach zu bringen in der Tat war das ein langer, teilweise mühsamer Prozess, der auch nicht ohne Reibungsverluste ging. Aber nun sind wir soweit, langsam Routine in der Zusammenarbeit zu entwickeln und an Verbesserungen zu arbeiten. Interessant und hilfreich war für mich, am Organisationsentwicklungprozess der Suchthilfe beteiligt zu sein. Ich denke, da ist mit der neuen Organisationsstruktur, unserem Funktionendiagramm und den daraus entstandenen Stellenbeschreibungen viel Klarheit geschaffen worden, was sicher auch meiner Nachfolgerin helfen wird. Sie haben sich in Ihrer Zeit in Ulm auch um die Ergotherapie als wichtiges Angebot in der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankten gekümmert richtig. Wichtig war mir, den Stellenwert der Ergotherapie zu stärken und diese besser auf ihre Aufgabe, die Patienten auf eine Rückkehr ins Arbeitsleben vorzubereiten, auszurichten. Inzwischen erheben unsere Ergotherapeuten nicht nur die Berufsanamnese und analysieren mit den Patienten den Arbeitsplatz, sie führen auch Arbeitgebergespräche, leiten die Patienten dabei an, verstärkt Praktika zu machen. Bewerbungstraining und PC-Schulung gibt es selbstverständlich nach wie vor. Über diese Ausrichtung habe ich mich auch intensiv mit meinem Kollegen Martin Kunze von unserer Tagesrehabilitation in Ravensburg ausgetauscht. Wie würden Sie Ihr Wirken der vergangenen zwei Jahre selbst beurteilen? Ich denke, das muss ich differenziert sehen. Wir, das Team und ich, haben in diesen beiden Jahren mit hoher Patientenzufriedenheit gute therapeutische Arbeit geleistet, viele Veränderungen gemeistert und mit den Partnern im STZ, so wie es heute da steht, eine einmalige Struktur zum Wohle der Patienten geschaffen. Nach Jahren der stetigen Zunahme an Behandlungszahlen haben wir aber leider 2009 und bisher in 2010 wieder einen Rückgang bei den durchschnittlichen Patientenzahlen zu verzeichnen. Das schmerzt mich sehr, vor allem weil ich in meine Akquise und in die Öffentlichkeitsarbeit viel investiert habe. Wie Sie selbst wissen, spielen da jedoch sehr viele Faktoren zusammen und nur sehr wenige unterliegen unserem Einfluss.

11 Ringgenhof aushängeschild für die küche 800 Kilometer in der Woche legt Klaus Langkau mit dem LKW zurück. In vier Landkreise wird das in der Küche auf dem Ringgenhof gekochte Essen geliefert. Hauptsächlich sind es Pflegeheime der Zieglerschen in den Landkreisen Biberach und Ravensburg, aber auch Standorte des Hör-Sprachzentrums. Seit Oktober 2009 ist der 48-Jährige für die Suchthilfe unterwegs und wurde so bei den Kunden zum Aushängeschild für die Ringgenhof-Küche. Nach knapp einer Stunde Fahrzeit passiert Klaus Langkau mit seinem Laster das Ortsschild von Erolzheim im Landkreis Biberach. Um neun hat er an diesem Freitag seine Tour auf dem Ringgenhof in Wilhelmsdorf begonnen. Beladen mit Essen und Lebensmitteln für die kommenden drei Tage steuert er nun das Seniorenzentrum in Erolzheim an. Seit sechs Uhr in der Früh ist Klaus Langkau auf den Beinen. An diesem Morgen hat er bereits die Tour nach Wilhelmsdorf und auf den Höchsten in die dortige Klinik abgeschlossen. Danach gönnte er sich mit seinen Kolleginnen erstmal eine kurze Pause. In Erolzheim warten nun Bewohner und Mitarbeitende auf das Essen. Seit knapp einem Jahr ist Klaus Langkau das Gesicht zum Essen vom Ringgenhof. Drei Mal die Woche fährt Klaus Langkau die große Tour. An diesem Tag folgen noch die Seniorenzentren in Rot an der Rot, Aitrach und Bad Waldsee. Außerhalb der Schulferien steht auf dieser Tour zudem die Schule des Hör-Sprachzentrums in Arnach (Landkreis Ravensburg) auf dem Plan. Vor Ort bekomme ich immer Feedback, ob unsere Kunden mit dem Essen und unserem Service zufrieden sind, erzählt er. So sieht der gebürtige Pfullendorfer seinen Arbeitsplatz als wichtige Schnittstelle zwischen Produktion und Verbraucher. Über 560 Essen liefert er an externe Kunden aus. Im Frühjahr 2011 soll das Hör-Sprachzentrum in Ravensburg hinzu kommen. Klaus Langkau war vor seinem Beginn bei den Zieglerschen knapp 30 Jahre als Schreiner für einen badischen Küchenbauer beschäftigt. Nach all diesen Jahren wurde es Zeit, was Neues zu machen. Und so folgte seine Bewerbung bei den Zieglerschen. Die Einarbeitungszeit war kurz für ihn jedoch kein Nachteil: So kann man auch besser seine eigenen Schwerpunkte in der Arbeit setzen. Klaus Langkau trägt große Verantwortung. Nicht nur dafür, dass das Essen pünktlich und ordnungsgemäß bei den Kunden ankommt, sondern er trägt auch Verantwortung für den Lastwagen, dass dieser technisch stets funktioniert. Dazu kommt ein hohes Maß an Hygienebewusstsein, erklärt Klaus Langkau. Im Führerhaus fällt sofort eine digitale Anzeige auf. Sie zeigt die Temperatur im Kühlkoffer an: zwei Grad das heißt, dass alles in Ordnung ist. Die Obergrenze liegt bei 7,5 Grad. Würde die Kühlkette unterbrochen, darf das Essen nicht mehr ausgeliefert werden. Bei jeder Auslieferung misst Klaus Langkau die Temperatur. Die ordnungsgemäße Essensübergabe wird immer per Unterschrift bestätigt. 13 Uhr. Klaus Langkau steuert seinen Laster vor die Küche des Ringgenhofs. Die Tour heute ist gut gelaufen. Nun muss er noch das Fahrzeug reinigen, dann hat er Wochenende. Auf das freut er sich schon. Und wie entspannt sich da der zweifache Familienvater? Vielleicht mit Fußball, sagt er. Am Montag wartet die nächste Tour. harald dubyk 111 Klaus Langkau bei der Arbeit: Über 560 Essen werden täglich an externe Kunden geliefert. Foto: Harald Dubyk

12 Höchsten von der neugier auf den neuen höchsten Liebe Ehemalige, zur Eröffnung des neuen Höchsten in Bad Saulgau wollen wir mit einer Ausstellung zeigen, wie Ihr Leben nach der Therapie in Bildern und Kreativität einen neuen Ausdruck gefunden hat. Wir wünschen uns, dass Sie bereit sind, Ihre Arbeiten im neuen Höchsten zu zeigen. Ihre Arbeiten werden mit großer Sorgfalt behandelt. Diese Ausstellung kann mit Ihren Arbeiten Alt und Neu zusammenfügen. Wir freuen uns schon auf das, was Sie uns für den neuen Höchsten zur Verfügung stellen. Lassen Sie uns daran teilnehmen! Die Ausstellung ist geplant zur Eröffnung der neuen Klinik im November 2010 bis Februar Die Arbeiten sollten bis 15. Oktober gemeldet bzw. geliefert sein. Infos und Kontakt: Katharina Lindauer, Fachkrankenhaus Höchsten, Tel /809124, zieglersche.de Zwölf Grad und mehr oder weniger Dauerregen so hatten wir uns das letzte Jahresfest auf dem alten, dem echten Höchsten, nicht vorgestellt. Viele waren trotzdem gekommen. Viele waren sogar von weither gekommen, um Abschied zu nehmen. Die Abschiedsstimmung war deutlich zu spüren. Im Festzelt konnte man die wehmütigen Stimmen hören: Das wird wohl das letzte Mal sein, dass ich zum Jahresfest komme. In Bad Saulgau ist das nicht mehr das gleiche. Oder: In Bad Saulgau kenn ich mich gar nicht aus, es wird sicher nicht so sein wie hier. Und eine andere: Meine Therapie war hier, ich erinnere mich an so viele Stunden hier, an Schmerz, Trauer, Neuanfang, an jedes Zimmer, an den Ausblick. Mit Bad Saulgau verbindet mich nichts. Auch in den Beiträgen, im Vortrag von Dr. Ursula Fennen und in den Gesprächen war von Abschied die Rede. Aber immer mehr auch vom Neubau in Bad Saulgau, davon, dass der Geist des Höchsten nicht an einen Ort gebunden ist. Dass er auch in Bad Saulgau wehen soll. Und je näher die Abfahrt der Busse rückte, desto mehr Stimmen wurden laut, die auch von Neugier kündeten, von einem dann packen wir es halt an. Auf dem Podium machten ehemalige Patientinnen den anderen Mut, sich auf das Neue einzulassen. Und so wurden schließlich drei Busse voll. Viele kamen noch mit ihren Autos, trotz Kälte und Nieselregen mit, um sich ein erstes Bild von der neuen Klinik zu machen. Der Förderkreis mit einer Streichholzaktion und die Aktion mit beschrifteten Holzscheitchen, die vom Höchsten nach Bad Saulgau symbolisch getragen werden sollten, luden zur Weitergabe des Feuers, der guten Gedanken, des Geistes vom Höchsten ein. In Bad Saulgau ist die Fachklinik Höchsten auf den Ortsschildern überall angezeigt, der Weg dorthin ist also schon ganz leicht zu finden. An verschiedenen Stationen erklärten Mitarbeitende die verschiedenen Räume und manch eine konnte sich schon die Tische im neuen Speisesaal zur Mittagszeit vorstellen, oder die Sportstunden im Gymnastikraum, Spaziergänge an der Kapelle vorbei über die Felder oder die Arbeit im Tierbereich. Bei der Abfahrt zurück ins Deggenhausertal war dann auch ein zartes Abendrot zu sehen, das von besserem Wetter kündete, in den Bussen und Autos wurde lebhaft diskutiert, verglichen, gestaunt. Zum ersten Mal spürte man, dass man auch im Höchsten in Bad Saulgau einen guten Neuanfang hätte machen können und das verbindet schon jetzt mit der neuen Klinik und mit den Patientinnen, die in den nächsten Monaten dorthin umziehen oder bald ihre Therapie in diesem klaren, mit Holz ummantelten Gebäude beginnen werden. karin friedle-unger stimmen zum neuen höchsten 12 Was für ein schönes Gebäude. Wie hell hier alles wird. Und da sieht man schon die Kapelle. So komfortabel war s bei uns auf dem Höchsten nicht. Mensch, die Patientinnen hier werden s gut haben. Es ist nicht wie auf dem Höchsten, aber man hat eine weite Sicht und das ist wichtig. Ich bin froh, dass ich mitgefahren bin, jetzt kann ich s mir vorstellen. Ich bin schon sehr aufs Jahresfest in Bad Saulgau gespannt. Ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall, ich will auch sehen, wie der neue Höchsten aussieht, wenn alles fertig ist. Aufgezeichnet von karin friedle-unger

13 Rehabilitationszentrum am bussen radeln für die reha Zeigen, was möglich ist unter diesem Motto ist die 3. Bäder- und Reha-Tour im September 2010 gestartet. Bereits am zweiten Tag machten die Sportler alle mit dem Rad auf über 800 Kilometern durchs Ländle unterwegs Halt bei den Zieglerschen. Im Rehabilitationszentrum am Bussen in Oggelsbeuren (Landkreis Biberach) gab es eine Bergankunft mit anschließender Verschnaufpause. Mit dieser Tour, initiiert und angeführt vom Ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg Hubert Seiter, möchten der Krebsverband Baden-Württemberg und die DRV Baden-Württemberg zeigen, was mit Rehabilitation und Prävention alles möglich ist. Kurz vor drei an diesem Samstag war es soweit. Am Fuße des Kirchbergs, auf dem das Rehabilitationszentrum am Bussen mitten in Oggelsbeuren steht, tauchten die ersten Radler auf. Der örtliche Musikverein, Bürger (darunter Attenweilers Bürgermeisterin Monika Brobeil) und Mitarbeitende der Klinik begrüßten die Sportler, die an diesem Tag bereits knapp 90 Rad-Kilometer in den Beinen hatten. Bereits am zweiten Tag der 3. Bäder- und Reha-Tour stand die so genannte Königsetappe auf dem Programm: 105 Kilometer von Bad Urach nach Bad Buchau, gespickt mit Anstiegen. Da kam die Pause bei den Zieglerschen gerade recht. Mit Erfrischungsgetränken, einem kleinen Imbiss sowie Kaffee und Kuchen stärkten sich die Radler, um die restlichen 18 Kilometer der Etappe bis nach Bad Buchau zu meistern. Insgesamt hatte die Tour neun Etappen, von Stuttgart, über die Alb, am Bodensee vorbei, durch Oberschwaben und das Allgäu, mit kurzen Schlenkern in die Schweiz und nach Österreich, wieder zurück nach Stuttgart. Teilnehmende waren Vertreter der Deutschen Rentenversicherung, von Reha-Kliniken und Betroffenen, die nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall mit Hilfe einer Rehabilitation wieder Fuß gefasst und im Sport neue Kraft gefunden haben. Dr. Ursula Fennen, Fachliche Geschäftsführerin der Suchthilfe der Zieglerschen, und Professor Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen, begrüßten die Radler. Ursula Fennen stellte den Gästen kurz die Klinik vor, die sich im Frühjahr nicht nur einen neuen Namen gab sondern auch ihr Konzept hin zu einer kultursensiblen Therapie für suchtkranke Männer mit Migration und um eine Sucht- und Psychosestation für Männer aus Deutschland erweiterte. Dabei verwies sie auf die immer wieder schwierige Belegungssituation der Klinik hin, die stets zur Herausforderung werde. Ursula Fennen gab den Sportlern zur Weiterfahrt einen Radfahrer-Segen mit auf den Weg: Möge Ihr Rahmen niemals rosten, Ihr Dynamo stets genug Licht geben und Ihr Schlauch niemals platzen. Der Erste Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und passionierte Radfahrer, Hubert Seiter, der auch ehrenamtlicher geschäftsführender Vorstand des Krebsverbandes Baden-Württemberg ist, bedankte sich für den freundlichen Empfang. Dabei plädierte Seiter für eine leistungsstarke Reha in Baden-Württemberg: Im Land erwirtschaftetes Geld muss auch schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg investiert werden. Die Rentenversicherung im Land werde hier nicht müde, dafür zu werben. Gerichtet an die Zieglerschen sagte Seiter: Kämpfen Sie für Ihr Angebot! harald dubyk 13 Hubert Seiter, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, freut sich über den herzlichen Empfang im Rehabilitationszentrum am Bussen. Foto: Harald Dubyk

14 Mitarbeitende erlebte nächstenliebe Nachbar kauft Höchsten Die Zieglerschen haben das Gebäude ihrer Fachklinik Höchsten auf dem gleichnamigen Berg an den direkten Nachbarn verkauft. Hotelier und Gastwirt Hans-Peter Kleemann vom Berggasthof Höchsten und Rolf Baumann, Kaufmännischer Vorstand der Zieglerschen, unterzeichneten den Vertrag. Damit, so Baumann, kommt der Höchsten in gute Hände. Nötig geworden war der Verkauf, weil die Zieglerschen ihre Fachklinik in Bad Saulgau neu gebaut haben. Ende November werden die etwa 80 Patientinnen samt der Mitarbeiterschaft in die neue Klinik umziehen. Baumann zeigte sich auch deswegen erfreut über die nun abgeschlossenen Verkaufsverhandlungen, weil in der Region Befürchtungen laut geworden waren, die leere Klinik könne zur Ruine werden, oder sei gar nicht zu verkaufen. Der neue Eigentümer Hans- Peter Kleemann hat schon ganz konkrete Ideen. Das parkähnliche Gelände mit See- und Alpenblick soll zu einer Anlage mit großzügigen Ferienwohnungen werden. Die Kapelle auf dem Höchsten bleibt dagegen in Besitz der Zieglerschen und wird in Zukunft als Ort für Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen oder der Ruhe und Einkehr genutzt. 14 Der ökumenische Kirchentag 2010 in München liegt bereits Monate zurück. Für Jürgen Jehring, Arbeitstherapeut im Fachkrankenhaus Ringgenhof in Wilhelmsdorf, ist die Erinnerung an diese Tage noch lebhaft. Hatte er doch eine besondere Begegnung, die ihn sehr überraschte und zugleich erfreute, aber auch nachdenklich gestimmt hat. Die hat mir blind vertraut. : Jürgen Jehring über seine Gastgeberin. Foto: privat Es hätte ein ganz normaler Kirchentagbesuch werden sollen. Gemeinsam mit Kollegen aus den Zieglerschen brach Jürgen Jehring nach München auf, um in das Programm des diesjährigen ökumenischen Kirchentags einzutauchen. Bereits zu Beginn der Veranstaltung hatte Jürgen Jehring ein mulmiges Gefühl er musste die drei Nächte während des Kirchentags mit 15 Schülern einer Grundschule in einem Massenlager verbringen oder, anders ausgedrückt: überstehen! Und das zum ersten Mal in einem Mumienschlafsack, erinnert er sich. An Schlafen war nicht zu denken. Jürgen Jehring beschloss, sofort wieder die Heimreise anzutreten, besprach sich mit seinem Kollegen ab, der ebenfalls im Massenlager nächtigte und verabschiedete sich. Ich habe das Ganze irgendwie falsch eingeschätzt, erzählt er. Auf dem Weg zum Bus er hatte sich zwischenzeitlich verlaufen fragte er eine Frau nach dem Weg. Die hatte mich sofort als Kirchentagsbesucher erkannt und wollte wissen, warum ich denn bereits zu Beginn des Kirchentags wieder abreisen wolle, sagt Jürgen Jehring. So schilderte er der älteren Dame seine Lage und Bedenken, in einem Massenlager zu nächtigen. Und dann reagierte die Frau, wie es Jürgen Jehring nie für möglich gehalten hätte: Sie hat mich einfach und spontan gefragt, ob ich bei ihr übernachten wolle, erzählt er, obgleich sie mich überhaupt nicht kannte. Erst hatte er etwas gestutzt. Die Dame hatte bereits zwei Kirchentagsbesuchern ein Quartier bei sich zu Hause angeboten. Der eine ein pensionierter Pfarrer, der andere ein ehemaliger Schulleiter. Jürgen Jehring nahm das Angebot an. Seine neue Gastwirtin drückte ihm den Schlüssel in die Hand und wollte auch sonst nichts von ihm wissen. Geld für die Übernachtungen wollte sie sowieso nicht. Die hat mir blind vertraut, sagt er, immer noch etwas erstaunt. Bestens untergebracht, konnte er nun den Besuch des Kirchentages genießen. In einem Gespräch mit der Frau erfuhr Jürgen Jehring, nachdem er sich als Arbeitstherapeut in einer Suchtklinik zu erkennen gab, dass ihr Mann alkoholabhängig gewesen und an den Folgen dieser Krankheit gestorben sei. Nie gelang es ihr, ihn zur Therapie zu motivieren, gestand sie ihm unter Tränen. Lange redeten die beiden über Alkoholabhängigkeit und dessen Folgen für die Angehörigen. Für Jürgen Jehring wird dieser ökumenische Kirchentag 2010 in München immer in tiefer Erinnerung bleiben. Wäre ich den richtigen Weg zum Bus gegangen, erzählt er nachdenklich, hätte ich diese Frau nie getroffen und wäre heute wohl um eine sehr wertvolle Begegnung ärmer. Das, sagt er, sei erlebte Nächstenliebe gewesen. Noch heute hat Jürgen Jehring Kontakt zu der Frau in München. harald dubyk

15 Suchthilfe grosses interesse auf der g sund Es hatte sich gelohnt: Bei der ersten regionalen Gesundheitsmesse in Ravensburg, die g sund, die vom 24. bis 27. September in der Oberschwabenhalle stattfand, war die Suchthilfe der Zieglerschen mit einem Stand vertreten und informierte über ihre Arbeit. Der Stand lockte viele Interessierte an. Gut kam der Hindernis-Parcours mit der Rauschbrille an. Als im Frühjahr 2010 bekannt wurde, dass die g sund an den Start gehen würde, war rasch klar: Die Suchthilfe der Zieglerschen würde mit einem eigenen Stand ihre Arbeit präsentieren. Dazwischen liegen viele Stunden der Planung und Vorbereitung. Das Projektteam um Judith Köberle und Harald Dubyk wurde in der heißen Phase durch die beiden Praktikantinnen Ramona Springindschmitten und Carolin Metzler mehr als unterstützt. Und so wurde der Messeauftritt der Suchthilfe zu einer wertvollen studienbegleiteten Projektarbeit für die beiden. Am Stand informierten Mitarbeitende der Suchthilfe über ihre Arbeit. Dabei konnten die zahlreichen Messebesucher ihr Wissen über Alkoholgebrauch und -missbrauch testen oder ihre Standfestigkeit im Hindernis-Parcours unter Beweis stellen. Hier mussten die Standbesucher mit einer so genannten Rauschbrille, die aufgesetzt einen Zustand unter Alkohol- oder Drogenmissbrauch simulierte und das Sehvermögen und damit die Orientierung stark einschränkte, verschiedene Übungen ausführen. Anschließend wurde das so eben Erlebte besprochen. Jeder der Teilnehmenden erhielt zudem einen Anti- Stress-Ball. Beim Gewinnspiel die Suchthilfe verloste an jedem Messetag eine Freikarte für den Hochseilgarten in Bad Waldsee nahmen rund 250 Besucher teil. Die Fachliche Geschäftsführerin der Suchthilfe der Zieglerschen, Dr. Ursula Fennen, hielt am Sonntag einen Vortrag zum Thema Sucht. Großes Interesse herrschte auch am Infotisch von Profit. Hier informierten sich hauptsächlich Vertreter von Unternehmen über Gesundheitsprogramme und Schulungen für mittelständische Betriebe, die Hilfe im Umgang mit abhängigkeitserkrankten Mitarbeitenden suchen. Auf diesem Gebiet ist die Suchthilfe der Zieglerschen seit einiger Zeit aktiv und nimmt sich so dem herausfordernden Thema Betrieb und Sucht an und präsentiert sich hier als Partner regionaler Unternehmen. Damit hat sich für uns der Auftritt bei der g sund auf jeden Fall gelohnt, sagen die beiden Geschäftsführer der Suchthilfe der Zieglerschen, Dr. Ursula Fennen und Christoph Arnegger. Es sei gelungen, ein schwieriges, gesellschaftliches, volkswirtschaftliches und persönliches Thema dem Besucher näher zu bringen. Bei der nächsten g sund wolle man deshalb wieder mit dabei sein. harald dubyk Termine Komasaufen unter Jugendlichen Vortrag von Pascale Sorg, PSB Ulm Mit anschließender Diskussion Tagesrehabilitation Ulm, 19 Uhr Zielgruppe: Eltern, Lehrer, Fachleute, Interessierte Informations- und Beratungsstellentag im Fachkrankenhaus Ringgenhof, Wilhelmsdorf, 10 Uhr Mit der Möglichkeit, am Nachmittag die neue Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau zu besichtigen Ehemaligentreffen in der Tagesrehabilitation Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg, 10 bis 16 Uhr Burnout Vortrag von Dr. med. Ursula Fennen, MBA Tagesrehabilitation Bodensee- Oberschwaben, 19 Uhr Zielgruppe: Alle Interessierte Ralligenfreizeit (Schweiz) für Ehemalige und Angehörige Der Engel, der die Träume macht Konzert mit dem Liedermacher Gerhard Schöne, 19 Uhr, Kapelle Höchsten Komasaufen unter Jugendlichen Vortrag von Pascale Sorg, PSB Ulm Mit anschließender Diskussion. Tagesrehabilitation Bodensee- Oberschwaben, 19 Uhr Zielgruppe: Eltern, Lehrer, Fachleute, Interessierte Tag der offenen Türe Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau, 11 bis 17 Uhr Fachtag Migration im Rehabilitationszentrum am Bussen, Attenweiler-Oggelsbeuren Umzug der Fachklinik Höchsten nach Bad Saulgau Burnout Vortrag von Dr. med. Ursula Fennen, MBA, Suchthilfe der Zieglerschen Tagesrehabilitation Ulm, 19 Uhr Zielgruppe: Alle Interessierte Computersucht - Über die Schattenseite der Neuen Medien Vortrag von Jürgen Eberle, M.A. Medienpädagoge, Drogenhilfe Ulm Tagesrehabilitation Ulm, 19 Uhr Zielgruppe: Alle Interessierte, insbesondere Eltern, Lehrer, Fachleute 15

16 Suchthilfe 11 fragen an klaus-ernst harter Klaus-Ernst Harter ist Leiter der Suchtberatung im Landkreis Sigmaringen mit Außenstellen in Pfullendorf, Bad Saulgau und Gammertingen. Der 54-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder. 1. womit oder wodurch können sie besonders gut entspannen? Besonders hilfreich für mich ist Sport, aber auch Meditation. Das Optimum ist Schnorcheln oder Tauchen, aber das geht halt nicht so oft. 2. was bringt sie richtig auf die palme? Ignorante Politiker, arrogante, nicht zu bremsende Banker, etc.. Im Alltag ist es eher selten, dass ich auf die Palme gehe. 3. wodurch fühlen sie sich gestärkt, wenn es beruf lich oder privat gerade sehr anstrengend für sie ist? Mich stärkt das Bewusstsein, dass alles seinen Sinn hat und nichts zufällig geschieht. Dass das, was im Licht passiert, immer auch eine Kehrseite hat. 4. an welchen ort haben sie richtig gute erinnerungen und wollen ihn vielleicht einmal wieder aufsuchen? In unserer Region ist das der Bodensee. Das ist für mich tief empfundene Heimat. 5. vielleicht möchten sie uns ein buch, eine cd oder einen f ilm nennen, etwas, das sie in den letzten wochen gelesen, angedacht alleinsein und zur ruhe finden Wir leben heute in einer hektischen Zeit. Immer mehr Leute müssen in immer weniger Zeit immer mehr Dinge produzieren. Der Umtrieb hat sich in unserem Leben breit gemacht und sich auch in unser privates Leben eingeschlichen. Wir können uns 24 Stunden am Tag mit irgendwelchen Dingen ablenken, uns beschallen oder berieseln lassen, bis wir müde ins Bett fallen. Was gerade In ist, was gehört oder getan werden soll, was im hintersten Winkel der Welt vor sich geht, ist uns bekannt. Wir werden mit Informationen überschüttet. Das geht so weit, dass sogar im Urlaub uns gesagt wird, was wir zu tun haben. Animation nennt man das. Vielen Menschen geht es so, vielleicht auch Ihnen. Wir werden abhängig und unfrei und entfremden uns gehört oder gesehen haben und sie besonders beeindruckt hat. Zurzeit lese ich das Buch Pure Präsenz. Das gefällt mir sehr gut. 6. was hat die tätigkeit, die sie derzeit ausüben, für sie interessant gemacht und welche stationen führten bis hierher? Ich sehe Suchterkrankungen als Quelle von vielerlei Fehlentwicklungen in der Gesellschaft, in den Familien. Ich wollte als junger Sozialarbeiter etwas Grundsätzliches, etwas Sinnvolles machen. Ich arbeitete als Student in einem Slum in Bombay/Mumbai und später dann in einem Kinderheim in Deutschland. 7. welche ihrer stärken können sie in ihrem beruf besonders gut brauchen? Meine Intuition, meine Fähigkeit zu motivieren und sehr gut zu organisieren, meine schnelle Auffassungsgabe. 8. und mit welcher schwäche stehen sie sich vielleicht manchmal im weg? Meine Schnelligkeit, mein Perfektionsbedürfnis. 9. was wird sich nach ihrer einschätzung an der therapie von suchtkranken menschen in zukunft am meisten verändern? Wir werden noch mehr ambulante und teilstationäre Behandlungen bekommen, von uns selbst. Deshalb ist es wichtig anzuhalten, um auf sich selbst zu hören. Still werden und auf Gott hören, um sich selber verstehen zu lernen. In diesem Stillsein und Ruhe haben begegnen wir schönen und weniger schönen Dingen. Henry Nouwen hat dies in einem Buch treffend beschrieben: Allein sein ist der Garten für unser Herz, das nach Liebe verlangt, der Ort, an dem unsere Einsamkeit Frucht bringen kann. es ist das Zuhause für unseren rastlosen Leib und unseren sich sorgenden Verstand. Alleinsein, ob in einem konkreten Raum oder nicht, ist ein wesentlicher Bestandteil unseres geistlichen Lebens. Es ist kein einfacher Aufenthaltsort, seit wir so unsicher und ängstlich geworden sind, dass wir von allem, was sofortige Befriedigung verspricht, der multidisziplinäre Zugang zum Suchtgeschehen wird dadurch noch notwendiger. Periphere Hilfen wie zum Beispiel Schuldnerberatung, aufsuchende, motivierende Arbeit etc. werden noch stärker gefordert werden. Der Bereich Suchterkrankungen bei Seniorinnen und Senioren wird deutlich wachsen. 10. wo sehen sie ihren arbeitsbereich im netzwerk der suchthilfe? Wir im ambulanten Bereich haben von allen, die im Netz handeln, die meiste Erfahrung in der Netzwerkarbeit. Wir sehen uns in der Rolle der Fallsteuerung. Wir sehen die Bedarfe, wir sind auch in der Prävention, der Nachsorge und in der Vernetzung mit der Selbsthilfe tätig. Deshalb müssen und werden wir, wie in den vielen Jahren zuvor, in der Netzwerkarbeit eine entscheidende Rolle spielen. 11. was wünschen sie sich für ihre arbeit in zukunft ganz besonders? Die Arbeit der ambulanten Suchtberatungsstellen wir immer umfassender und vielschichtiger. Sie wird im Angebot modularer und differenziert sich immer mehr aus. Dazu braucht es aber auch Ressourcen. Ich wünsche mir, dass diese zur Verfügung gestellt werden. Die Kooperation über die professionellen Grenzen hinweg hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Da wünsche ich mir weiterhin ein gutes Miteinander. angezogen und beherrscht werden. Alleinsein schafft keine augenblickliche Befriedigung, weil wir im Alleinsein unseren Dämonen begegnen, unseren Abhängigkeiten, unseren Gefühlen von Angst und Lust, unserem großen Bedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung. Wenn wir dem Alleinsein aber nicht entfliehen, werden wir in ihm auch den finden, der zu uns sagt: Fürchte dich nicht. Ich bin bei Dir und werde dich durch das Tal der Finsternis führen. Kehren wir zu unserem Alleinsein zurück. Ich wünsche uns allen solche Momente, in denen wir Ruhe finden, um neue Kraft für unser Leben zu erhalten. peter deuss Kunsttherapeut Fachkrankenhaus Ringgenhof

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