Der Einsatz und die Anpassung von Frequenzerniedrigungstechniken, eine aktuelle Ergänzung im DGPP Konsenspapier zur Hörgeräte-Versorgung bei Kindern

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1 Der Einsatz und die Anpassung von Frequenzerniedrigungstechniken, eine aktuelle Ergänzung im DGPP Konsenspapier zur Hörgeräte-Versorgung bei Kindern Dr. med. Thomas Wiesner Abt. f. Phoniatrie und Pädaudiologie Werner Otto Institut, Hamburg Sozialpädiatrisches Zentrum der Ev. Stiftung Alsterdorf

2 10 Jahre Konsenspapier der DGPP zur Hörgeräte- Versorgung bei Kindern Aktuell: Vers. 3.5 Vers. 1 verabschiedet auf der DGPP-Jahrestagung am in Erlangen, revidiert und erweitert auf der DGPP-Jahrestagung am in Heidelberg und in Innsbruck, in Bonn Erarbeitet durch: Th. Wiesner, Hamburg; A. Bohnert, Mainz; A. Limberger, Aalen; C. Massinger, München; A. Nickisch, München Ergänzungen durch: K. Fleischer, Hamburg; A. Nickisch, München; E. Kruse, Göttingen; M. Heinemann, M

3 Konsenspapier der DGPP zur Hörgeräte-Versorgung bei Kindern interdisziplinär vorbereitet und diskutiert Interdisziplinäre Erfahrungsaustausch-Wochenenden: Pädaudiologie-Pädakustiker Hamburger Netzwerk zur Diagnostik und Versorgung hörgeschädigter Kinder: Pädaudiologie-Pädakustiker-Hörgeschädigtenpädagogen Konzept Ausbildung Pädakustiker Lübeck BIAP (Büro International Audiophonologie) Pädaudiologie/HNO-Pädakustiker/Audiologen- Hörgeschädigtenpädagogen/Logopäden-Psychologen auf Europäischer Ebene Empfehlungen der AAA, ASHA und NHSP(UK).

4 Konsenspapier der DGPP zur Hörgeräte-Versorgung bei Kindern, Vers. 3.5-Entwurf I. Personale Voraussetzungen II. III. IV. Technische und audiometrische Voraussetzungen Hörgeräte-Anpassung Erfolgskontrolle im Rahmen der Hörgeräte-Anpassung bei Kindern IVx. Anpassung und Überprüfung von Hörsystemen mit Frequenzerniedrigungsverfahren V. Abschluss der Hörgeräte-Verordnung VI. VII. Hörsystemversorgung bei geringgradiger Schwerhörigkeit Hörsystemversorgung bei einseitiger Schwerhörigkeit VIII. Kombination von Cochlea Implantat (CI) und Hörgerät (HG) IX. ANHANG

5 IV. Erfolgskontrolle im Rahmen der Hörgeräte- Anpassung bei Kindern Die Erfolgskontrolle beinhalteteine meßtechnische (Verifikation) und audiometrische (Validierung) Überprüfung Zentraler Bestandteil des Verfikation-Procedere im DGGP-Konsenspapier ist das SPLogram oder die Perzentialnalyse Die Vorteile des SPLogram wurden bereits mit Einführung der DSL-Methode (Seewald, 1991) publiziert Die Information des SPLogram findet sich jetzt auch in der für alle Meßgerätehersteller verfügbaren Perzentilanalyse

6 IV. Erfolgskontrolle im Rahmen der Hörgeräte- Anpassung bei Kindern Die Verifikation mittels SPLogram oder Perzentialnalyse beinhaltet: Berücksichtigung des kleineren GG-Volumens / der individuellen Transferfunktion des Ohres RECD- oder Insitu-Messung Messsignal: reale Sprachsignale (ISTS: International Speech Test Signal) Ziel ist der Nachweis einer optimierten Übertragung des mittleren Langzeitsprachspektrums in den Restdynamikbereich des Kindes. Eine unzureichende Übertragung z.b. leiser Sprachanteile oder im Hochtonbereich ist zu begründen [s.a. Empfehlung der AK Perzentile (EUHA/AHA):

7

8 IVx. Anpassung und Überprüfung von Hörsystemen mit Frequenzerniedrigungsverfahren Wenn keine ausreichende und rückkopplungsfreie Übertragung im Hochtonbereich erreicht wird: Prüfen, ob mit einem anderem Hörsystem oder durch Optimierung der Otoplastik die Zielwerte und oder Rückkopplungsfreiheit erreicht werden können Prüfen des Einsatzes von Frequenzerniedrigungsverfahren Optimierung der Hörsystemvoreinstellung zunächst mit ausgeschalteter Frequenzerniedrigungstechnik anhand kindgerechter Anpassalgorithmen von DSL 5 oder NAL-NL2 dann Aktivierung der Frequenzerniedrigungstechnik

9 IVx. Anpassung und Überprüfung von Hörsystemen mit Frequenzerniedrigungsverfahren Überprüfen des Gewinns durch die Frequenzerniedrigungstechnik in der Messbox: mit einem speziell gefilterten Sprachsignal mit lebender Sprache (/s/, /sch/), ob unterschiedliche Frequenzbänder im Hochtonbereich: so hörbar gemacht werden können so verschoben werden, dass sie auch nach der Verschiebung in ihrem Frequenzmaximum noch von einander zu unterschieden sind

10 IVx. Anpassung und Überprüfung von Hörsystemen mit Frequenzerniedrigungsverfahren

11 IVx. Anpassung und Überprüfung von Hörsystemen mit Frequenzerniedrigungsverfahren Validierung: Überprüfung des Hörgewinns durch subjektive Hörtestverfahren (z.b.: Hochton-AAST, TITATU, A E, Phonemtest): Gewinn in der Wahrnehmung, Diskrimination und Differenzierung von Sprachlauten im Hochtonbereich Ausschluss von Lautverwechselungen im mittleren Frequenzbereich (durch Überlagerung von Sprachlautinformation) Vergleich mit/ohne Erniedrigungsverfahren Frequenzerniedrigungsverfahren gezielt einsetzen! bei nachgewiesenem Bedarf und Hörgewinn (Der Frequenzerniedrigungsalgorithmus ist i.r. ein- und ausschaltbar)

12 IVx. Anpassung und Überprüfung von Hörsystemen mit Frequenzerniedrigungsverfahren Offene Fragen: Kann es durch Frequenzerniedrigungsverfahren zu einer Prägung kommen, die eine Umversorgung in Zukunft erschwert Wer profitiert von welchem Frequenzerniedrigungsverfahren am meisten Ist auch bei gering- und mittelgradigen breitbandigen Hörverlusten eine Erweiterung des Frequenzbereichs zu erwarten

13 Vielen Dank fürs Zuhören! Nutzen Sie die Best-Practice Empfehlungen des DGPP Konsensus-Papier: Hörgeräteversorgung bei Kindern, Vers Profibereich Download Susan Scollie, Danielle Glista, Marlene Bagatto, Sheila Moodie, Frequency-Lowering Hearing Aids Protocol Addendum and Support Document, Ontario Infant Hearing Program, April, Mitarbeiter Audiologie: Protokoll Hörgeräteanpassung mit Frequenzerniedrigungsverfahren

I. II. I. II. III. IV. I. II. III. I. II. III. IV. I. II. III. IV. V. I. II. III. IV. V. VI. I. II. I. II. III. I. II. I. II. I. II. I. II. III. I. II. III. IV. V. VI. VII. VIII.

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