Wie sich die Metropolregion schlägt

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1 Ausgabe Rhein-Neckar 12 / Jahrgang ,90 t Finanzkrise Wie sich die Metropolregion schlägt Präzisionstechnik Präzise durch die Krise Versicherungen Pflicht und Kür für Manager und Unternehmer

2 Schaller & Partner

3 Editorial Krisenkommunikation Econo Rhein-Neckar: Aus der Region für die Region Heideldruck baut 1400 Arbeitsplätze in Heidelberg und Wiesloch ab. Die Probleme des Maschinenbauers, ausgelöst durch den Einbruch der Nachfrage weltweit, sind das derzeit augenscheinlichste Beispiel dafür, dass die Finanzkrise nun auch die Realwirtschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar erfasst hat. Vor allem Automobilzulieferer hat es erwischt. Wer noch betroffen ist und wie sich die Metropolregion schlägt, lesen Sie ab Seite 54. Erfahren Sie, warum die Insolvenz- und Sanierungsexperten Jobst Wellensiek und Peter Depré die Lage dennoch nicht allzu schwarz malen. Eine Sicht, die auch die Präzisionstechnik-Unternehmen in der Metropolregion teilen. Wir haben für Sie einen Blick hinter die Kulissen dieser faszinierenden Branche geworfen, deren Produkte im Weltall genauso zu finden sind wie auf Formel-1-Rennstrecken oder in Zigarettenabfüllmaschinen. Lesen Sie ab Seite 24, wie sich die mittelständischen Maschinenbauer in der Region mit Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Pedanterie vor der Krise schützen. Vor der Konjunkturkrise geschützt zu sein, ist das eine. Sich gegen die Wechselfälle des Berufslebens zu versichern, das andere. Ab Seite 50 lesen Sie, welche Policen sich Selbstständige und Existenzgründer in jedem Fall leisten sollten. Darüber hinaus stellen wir eine spezielle Versicherung in den Mittelpunkt: die so genannte Managerhaftpflicht. Lesen Sie, warum sich diese Policen auch für Geschäftsführer lohnen können. Ob die Gründer von RiotCreations.com schon ausreichend versichert sind, wissen wir nicht. Was dagegen fest steht: Mit einer pfiffigen Idee wollen die Jungunternehmer die Modewelt verändern. Lesen Sie auf Seite 23, wie Internetnutzer über Modekollektionen abstimmen. Die Welt verändern möchten auch Politiker mit ihren Gesetzen. So will die EU den Kohlendioxid-Ausstoß der Industrie senken. Doch auch wenn das Ziel richtig ist über den Weg wird heftig gestritten. Ab Seite 70 erfahren Sie, warum sich HeidelbergCement und die BASF gegen die Auktionierung von CO 2 -Emissionen wehren. Einen klaren Kurs in der Krise und viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen Die Econo-Redaktion (von links): Stefan Wagner (verantwortlich), Matthias Schmitt und Kristian Klooß. Ihr Econo-Team

4 Dezember 54 Finanzkrise Nachrichten Unternehmen & Märkte 6 Weinheim. Stadt und Private investieren Millionen 7 Walldorf. SAP senkt nach einem guten dritten Quartal die Prognosen 8 Heidelberg. Die Finanzkrise zwingt Heideldruck zu harten Einschnitten 10 Ludwigshafen. Migros zieht in die Rhein-Galerie 12 St. Leon-Rot. Der Medien- Großhändler TMI ist pleite 12 Wiesloch. Die jungen Chefs des Obst-Großhandels Birlik gewinnen den L-Bank-Preis 14 Rhein-Neckar. Die Konjunkturstimmung ist im Keller 15 Mannheim. Roche investiert und schließt am Standort 16 Darmstadt. Die Südhessen suchen die Nähe zu Frankfurt und Rhein-Neckar 18 Neustadt. ICT Software Engineering will kräftig wachsen 18 Kandel. Warum B&R DV-Informationssystem in der Schweiz expandiert 20 Ludwigshafen. Die Ludwigshafener Gespräche greifen Weltprobleme auf 21 Pfalz. Richter erlauben einem Winzer die Kennzeichnung Réserve für seinen Wein 22 Osterburken. Bleichert sucht Rettung bei einem Investor 23 Mannheim. Ein Gründerduo will mit RiotCreations.com die Modewelt verändern 24 Präzisionstechnik I. Wie Maschinenbauer aus der Region die Krise meistern 26 Präzisionstechnik II. Warum die Wirtschaft die präzisen Tüftler braucht 30 Versicherungen. Was auf private und gesetzliche Kassen 2009 zukommt x3 x49 x80 Editorial Impressum Index x Der Schreibtisch von Versicherungen. Die privaten Kassen hoffen auf Wechsler 35 Spielwaren. Schildkröt ein Kapitel Industriegeschichte 37 EDV. Das IT-Hausmeister - Netz des Ulrich Schappach 38 Handwerk. Die Mannheimer Bildungsakademie wird 25 Menschen 42 Beate Zientek-Strietz. Die Politische 44 Werner Sax und Andreas Burger. Die Bodenständigen 46 Dr. med. Christoph Ganss. Der Innovative 47 Menschen des Monats

5 INDUSTRIEBAU Beste Aussichten wenn es mal eng wird. FREYLER keine Baulösungen von der Stange. 24 Präzisionstechnik 50 Versicherungen Management 50 Versicherungen I. Fehltritte von Unternehmern und Managern richtig versichern 58 Finanzkrise II. Sparkassen-Vorstand Helmut Schleweis im Interview 52 Versicherungen II. Welche Policen Unternehmer und Gründer brauchen 54 Finanzkrise I. Wie reagieren die Unternehmen der Region und was kommt auf sie zu? Politik & Gesellschaft 64 Bürokratieabbau. Das bringt das dritte Mittelstandsentlastungsgesetz 66 Steuern. Das neue Recht für Firmenerben 68 Infrastruktur. Warum der ICE an der Bergstraße im Tunnel vorbeirasen soll 59 Finanzkrise III. Das Zentrum für Insolvenzen und Sanierung an der Uni Mannheim 60 De jure 62 Preise & Wettbewerbe 70 Klimaschutz. Wie die EU mit ihrer Politik hiesige Industrieunternehmen bedroht 72 Berufsgenossenschaften. Warum sie fusionieren 76 Bildung & Wissenschaft 78 Lifestyle Platzmangel ist oft die Ursache für ineffiziente Arbeitsprozesse. Und Improvisieren schafft auf längere Sicht garantiert keine Abhilfe, denn früher oder später verlangt der unternehmerische Erfolg auch bauliche Weichenstellungen. Hier sind individuelle, ganzheitliche Lösungen gefragt, die maximale Prozesseffizienz garantieren und die auch Ihr Wachstum von morgen schon in der Planung berücksichtigen. Lösungen wie die von FREYLER Industriebau. FREYLER Industriebau GmbH Am Ullrichsberg Mannheim Tel Fax

6 6 Nachrichten Investor saniert Altes Hallenbad HEIDELBERG. Das Alte Hallenbad in Heidelberg wird saniert und zur Markthalle umgebaut. Investor Hans-Jörg Kraus hatte sich nach einem positiven Gemeinderatsbeschluss im Oktober Bedenkzeit erbeten (Econo berichtete in der letzten Ausgabe ausführlich). Nachdem er in der öffentlichen Ausschreibung der einzige Bewerber gewesen war, hatten ihn Verdächtigungen aus dem Kreis der Gemeinderäte dazu gebracht, sein Engagement zu überdenken. Es wurde vermutet, dass Kraus von der Stadt bevorzugt worden wäre. Avendi übernimmt zwei Pflegeheime MANNHEIM. Die Avendi Senioren Service GmbH, eine Tochter des Mannheimer Bauunternehmens Diringer & Scheidel, hat die Betreiberschaft zweier Pflegeheime in Sinsheim und Bad Überkingen übernommen. Zurzeit betreibt die Gesellschaft sieben eigne Einrichtungen für betreutes Wohnen und vollstationäre Pflege sowie mobile Pflegedienste mit insgesamt 300 Mitarbeitern. Für Anfang 2009 plant Avendi die Übernahme weiterer bereits bestehender stationärer Einrichtungen. Wormser Wohnungsbau zieht Bilanz WORMS. Im vergangenen Jahr hat die Wormser Wohnungsbau GmbH die energetische Sanierung ihres Wohnungsbestandes fortgesetzt. Rund 9,2 Millionen Euro hat die Gesellschaft dafür in ihre Gebäude investiert. Trotz der Investitionen hat die Wormser Wohnungsbau GmbH einen Jahresüberschuss von Euro ausgewiesen. Das Anlagevermögen ist um vier Millionen Euro auf 88,5 Millionen Euro angewachsen. WBG saniert Wohnungen NEUSTADT. Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) hat für 1,3 Millionen Euro Häuser in der Neusatz- und Allensteiner Straße saniert. Ziel war es, den Energieverbrauch zu reduzieren. Daher hat die WBG Wände, Dächer und Kellerdecken dämmen lassen. Außerdem wurden Photovoltaikanlagen installiert. Am nördlichen Ende der Weinheimer Fußgängerzone wurde kürzlich das ehemalige Kaufhaus Birkenmeier abgerissen. Es muss dem neuen Einkaufszentrum Weinheim-Galerie weichen. Foto: Rothe Weinheimer Weckruf Mit Millioneninvestitionen will sich Weinheim als attraktives Mittelzentrum positionieren WEINHEIM. Es ist eine Aufholjagd. Mit diesen Worten beschreibt Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard die Entwicklung der Einwohner- Stadt. Bis Frühjahr 2010 fließen 85 Millionen Euro private Investitionen in die Kommune. Die Stadt will außerdem für 7,3 Millionen Euro das Areal rund um den Hauptbahnhof neu gestalten. 60 Prozent der Kosten soll dabei das Land Baden- Württemberg tragen. An erster Stelle steht die Sanierung und Modernisierung des in die Jahre gekommenen Bahnhofs. Dessen Bedeutung wird mit der ab 2015 in Betrieb gehenden S-Bahn-Linie in die Metropolregion Frankfurt wachsen. Zum Sanierungsgebiet Bahnhof zählt auch das Areal der ehemaligen Nudelfabrik Drei Glocken. Hier sollen nach dem Willen der Stadt moderne Wohn- und Gewerbe-Immobilien entstehen. Die Förderung durch das Land vorausgesetzt, könnten die Projekte im Laufe der nächsten zehn Jahre umgesetzt werden. Deutlich weiter ist Weinheim mit der Entwicklung der Innenstadt rund um die Fußgängerzone. An deren nördlichen Ende hat der Hamburger Projektentwickler DC Commercials gerade das ehemalige Kaufhaus Birkenmeier abreißen lassen. Es muss der neuen Weinheim-Galerie weichen. Das 40-Millionen-Euro-Projekt wird auf 9000 Quadratmetern und drei Etagen Einzelhandelsflächen bieten. Der Handel kehrt zurück in die Innenstädte, sagt Lothar Schubert, Geschäftsführer von DC Commercials. Und verweist auf die Liste der Mieter, die für viel Kundschaft sorgen sollen: die Modeketten C&A und H&M sowie der Drogeriemarkt dm. Ein Blick in die Kaufkraftanalyse der IHK Rhein-Neckar zeigt, dass das Potenzial Weinheims groß ist. Mit einer einzelhandelsrelevanten Kaufkraft pro Kopf von 6060 Euro zählen die Weinheimer zu den wohlhabendsten Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Nur die Walldorfer haben mit 6159 Euro pro Kopf noch mehr Geld fürs Einkaufen im Portemonnaie. Der Einzelhandel in Weinheim profitiert hiervon wenig. Seine Umsätze je Einwohner belaufen sich auf gerade einmal 5250 Euro. Mit dem neuen Magneten Weinheim- Galerie möchten die Verantwortlichen aber nicht nur Kaufkraft halten, sondern auch neue Konsumenten gewinnen. Viele Odenwälder fahren bisher in das Rhein-Neckar- Zentrum in Viernheim oder nach Mannheim. Weinheim lassen sie links liegen. In unmittelbarer Nähe zum Großprojekt in der Fußgängerzone investiert die Mannheimer Baugenossenschaft Familienheim rund 45 Millionen Euro in das so genannte Neue Burgenviertel. Neben einem Pflegeheim mit 100 Betten und betreutem Wohnen entstehen in fünf Stadthäusern auch 60 Mietund Eigentumswohnungen. Doch das neue Burgenviertel soll nicht nur Schlafstadt sein. Familienheim-Vorstand Gerhard Burkhardt berichtet, dass auch zwei Einzelhandelsmärkte gebaut werden. Mit Rewe und Lidl seien auch schon Mieter für die Objekte gefunden worden. Einfach sei das nicht gewesen: Die bauen lieber auf der grünen Wiese, sagt Burkhardt. Für die unmittelbare Anbindung des Neuen Burgenviertels soll ab 2010 ein Fußgängersteg sorgen. Die 400 Bewohner des Burgenviertels können dann barrierefrei die Innenstadt erreichen. Matthias Schmitt econo 12/ November 2008

7 Nachrichten 7 SAP SAP senkt Margenziel und hält sich mit Prognosen zurück WALLDORF. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal 2008 von 606 Millionen auf 614 Millionen Euro gesteigert. Der Gesamtumsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent zu, er kletterte von 2,42 Milliarden auf 2,76 Milliarden Euro. Die Softwareumsätze erhöhten sich um sieben Prozent auf 763 Millionen Euro und die Softwareund softwarebezogenen Serviceerlöse um 15 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro. Aufgrund der Finanzkrise und wegen des einsetzenden konjunkturellen Abschwungs hat das Unternehmen allerdings seine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 gesenkt. Die Walldorfer rechnen für dieses Jahr nur noch mit einer bereinigten operativen Marge von rund 28 Prozent. Ursprünglich lag das Ziel am oberen Ende einer selbst gesetzten Spanne von 28,5 bis 29 Prozent. Um das angepasste Margenziel trotz Finanzkrise und konjunktureller Abkühlung zu erreichen, will der DAX-Konzern die weltweiten Kosten um 200 Millionen Euro reduzieren. Die Kostensenkungsmaßnahmen umfassen unter anderem einen Einstellungsstopp. Außerdem soll es Einschränkungen bei Dienstreisen geben. Einen Zwangsurlaub zwischen Weihnachten und Neujahr, wie unternehmensintern diskutiert, werde es nach Absprache mit dem Betriebsrat indes nicht geben, teilte SAP mit. Zur Konzernentwicklung der beiden kommenden Jahre will sich die Konzernführung um Henning Kagermann und Léo Apotheker erst Anfang 2009 äußern. Keine Zweifel hat Kagermann nach eigenen Aussagen daran, dass sein Unternehmen die für 2009 angekündigten hö- heren Wartungspreise bei den Kunden auch angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage durchsetzen kann. Eine Kundenzurückhaltung wegen der höheren Servicekosten gebe es nicht, sagte er in einem Fernsehinterview. Im Sommer hatten die Walldorfer angekündigt, die Wartungsgebühren für Bestandskunden innerhalb der nächsten vier Jahre von 17 auf 22 Prozent anzuheben. Spätestens im Februar 2009 wird auch in den Industriespionage- Rechtsstreit mit Oracle Bewegung kommen. Der zuständige kalifornische Richter Joseph Spero hat den US-Konzern aufgefordert, bis zum 13. Februar eine konkrete Geldforderung an SAP zu stellen. Die Walldorfer haben dann bis zum 18. Februar Zeit, eine Gegenofferte abzugeben. Für den 23. Februar ist eine Einigungskonferenz angekündigt. Kristian Klooß Spedition fördert Verkehrserziehung HEIDELBERG. Die Spedition Feld beteiligt sich am bundesweiten Verkehrserziehungsprojekt Toter Winkel. Dazu stellte sie für 80 Grundschüler aus Birkenau für einen Vormittag einen Lastwagen zur Verfügung. Durch die Unterrichtseinheit sollen die Kinder lernen, Situationen im Verkehr besser einzuschätzen. Das Schulprojekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Cirrus Air fliegt nach München MANNHEIM. Die Fluggesellschaft Cirrus Airlines hat eine neue Strecke in ihrem Flugplan: Mannheim-München. Um 6.05 Uhr, Uhr und Uhr starten die Maschinen wochentags vom City-Airport in Neuostheim nach München, am Sonntag nur um Uhr. Vom Münchener Flughafen aus haben sie Anschluss zu mehr als 40 Flugzielen weltweit. Am City Airport können Fluggäste kostenlos parken. Die Check-in-Zeit beträgt hier nur 20 Minuten. BASF Chemiekonzern nutzt die Kapitalmarktkrise für Zukäufe LUDWIGSHAFEN. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im dritten Quartal dieses Jahres deutlich weniger verdient als im Vergleichszeitraum vor einem Jahr. Den Konzernumsatz steigerte das Unternehmen von Juli bis September zwar um dreizehn Prozent auf 15,77 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank jedoch um acht Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Die globale Finanzkrise wirkt sich immer schneller und stärker auf die Realwirtschaft aus, sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht bei der Präsentation der Zahlen. Reagieren will die BASF unter anderem mit einer Senkung der Anlagenauslastung und vorgezogenen Wartungsarbeiten. Die Prognosen für das Gesamtjahr haben die Ludwigshafener gesenkt. Das Management strebt, bei wachsenden Umsätzen, ein Ergebnis in Höhe des Vorjahres an. Dennoch sieht sich die BASF gerüstet. So teilte Hambrecht bei der Präsentation der Quartalszahlen mit, dass sich der Konzern am Markt nach möglichen Übernahmekandidaten umsehe. Für den norwegischen Ölproduzenten Revus haben die Ludwigshafener gerade 580 Millionen Euro geboten. Darüber hinaus hat sich die BASF für 38,3 Millionen Euro eine Sparte des belgischen Kunststoffherstellers Recticel einverleibt, die sich auf Glas-Einkapselungen spezialisiert hat. Diese Technik wird im Scheibenumguss im Automobilbau und in der Solartechnik verwendet. Auch die Ciba-Übernahme verläuft plangemäß. Inzwischen hat sich die BASF auch mit dem Ciba- Großinvestor Bestinver geeinigt. Die Spanier, die zunächst von einem Verkauf ihres dreizehnprozentigen Anteils absahen, haben diesen nun doch verkauft. Die Übernahme wird nach Angaben der BASF voraussichtlich zum ersten Quartal 2009 vollzogen. KrK Tragwerksplanung + Statik Bauphysik Brandschutzplanung Unser Ingenieurbüro ist mit der Planung der Statik und des Tragwerks der Weinheim- Galerie beauftragt. Ingenieurgemeinschaft Kronach+Müller Luisenstrasse Viernheim Telefon: Fax:

8 8 Nachrichten Energiesparprojekt wird fortgesetzt LUDWIGSHAFEN. Seit zwei Jahren ist das energieeffiziente 3-Liter-Haus in Ludwigshafen mit einer Brennstoffzelle der Firma Baxi Innotech ausgestattet. Sie erzeugt Wärme und Strom. Über eine Weiterentwicklung dieses Pilotversuchs zur Erkundung von Technologien zur nachhaltigen Erdgasnutzung haben die beteiligten Partner jetzt einen Vertrag unterzeichnet. Zu den Projektpartnern gehören die Technischen Werke Ludwigshafen am Rhein AG (TWL), die Luwoge und der Erdgasversorger Wingas. Stadtwerke bauen Fernwärme aus SPEYER. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Speyer GmbH (SWS) hat Investitionen in Höhe von 9,3 Millionen Euro beschlossen. Im Fernwärmebereich stehen 2009 mit sechs Millionen Euro die höchsten Investitionen an. Im Zuge der Umsetzung der Klimaschutz- und Energieleitlinie, die der Speyerer Stadtrat verabschiedete, solle vorhandene Kraftwerkswärme ausgebaut und das Fernwärmenetz verdichtet werden. Technische Werke müssen sparen LUDWIGSHAFEN. Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) sehen sich wegen des Bundesenergiegesetzes gezwungen, in den kommenden Jahren zehn Millionen Euro zu sparen. Das hat Die Rheinpfalz berichtet. Das ab 2009 geltende Gesetz soll Verbraucher bei den Kosten für Strom und Gas entlasten. Um im Wettbewerb gegen die Stromkonzerne gerüstet zu sein, will sich TWL außerdem mit 59 kommunalen Energieversorgern in der neuen Gesellschaft Pfalzenergie zusammenschließen. Stadtwerke übernehmen Stromnetz BUCHEN. Der Gemeinderat der Stadt Buchen hat beschlossen, dass die Stadtwerke Mitte 2009 die Stromkonzession für den Stadtteil Hettingen übernehmen. Durch die Übernahme des Netzes von der EnBW sollen sich für die Stromkunden Vorteile ergeben, unter anderem kürzere Wege und schnellere Reaktionszeiten. Die Laufzeit des Vertrags beträgt 20 Jahre. Dunkle Aussichten: Die Finanzkrise und der damit einhergehende Nachfrageeinbruch hat die Heidelberger Druckmaschinen AG im zweiten Quartal des Geschäftsjahres erfasst. Im Bild: der Firmensitz in Heidelberg. Bild: Heideldruck Sparziel verdoppelt Die Finanzkrise hat die Heidelberger Druckmaschinen AG erfasst. Betriebsbedingte Kündigungen schließt der Konzern nicht aus HEIDELBERG. Die Heidelberger Druckmaschinen AG gehört zu den großen Verlierern der Finanzkrise. Die Branchenindikatoren verschlechtern sich beinahe täglich, räumte Bernhard Schreier Ende Oktober auf einer Telefonkonferenz ein. Gleichzeitig verkündete er, das bestehende Sparprogramm verschärfen zu wollen. Das versetzte vor allem die eigenen Mitarbeiter in Angst. Weltweit baut der Druckmaschinenhersteller 2500 von fast Mitarbeitern ab. Die Standorte Heidelberg und Wiesloch schultern mit 1400 Arbeitsplätzen den Löwenanteil. Ein im Juli aufgelegtes Programm, das 100 Millionen Euro jährlich einsparen soll, hat Schreier auf 200 Millionen aufgestockt. Wirksam werden sollen die Maßnahmen ab Doch zunächst kosten sie Geld im laufenden Geschäftsjahr 130 bis 150 Millionen Euro. Die Gründe für den hohen Kostendruck sind schnell er- klärt. Noch auf der wichtigen Branchenmesse Drupa im Mai war von dem heraufziehenden Gewitter nichts zu spüren. Doch dann kam mit der sich verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise der Einbruch. Im zweiten Quartal lag der Auftragseingang mehr als ein Fünftel unter dem Vorjahreswert. Besonders abrupt sank die Nachfrage in Nordamerika. Sie ist um die Hälfte zurückgegangen. Doch nicht nur die Nachfrage macht den Heidelbergern sorgen. Auch die Situation bei den Rohstoffen und die Fremdwährungsrisiken haben sich verschärft. Den Erklärungen Schreiers folgten wenige Tage später die verheerenden Halbjahreszahlen: Der Umsatz ging um elf Prozent auf 1,46 Milliarden Euro zurück. Das Betriebsergebnis lag bei minus 85 Millionen Euro. Rund die Hälfte ist hierbei auf Sondereinflüsse zurückzuführen. Das neu geschnürte Sparpaket hat indes zu Ärger unter den Beschäftigten geführt. Eine Betriebsvereinbarung schützt die deutschen Arbeitnehmer noch bis 2012 vor Entlassungen. Schreier geht nicht davon aus, dass der Abbau der 1400 Arbeitsplätze nur über Reduzierung von Leiharbeit, Vorruhestandsregelungen oder Kurzarbeit möglich sei. Mit betriebsbedingten Kündigungen ist also zu rechnen. MSc econo 12/ November 2008

9 Nachrichten 9 METROPOLREGION Erfolgreiche Cluster erhalten je Euro Fördermittel RHEIN-NECKAR. Nach der erfolgreichen Teilnahme zweier Cluster am Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung, verbucht die Region jetzt im Cluster- Wettbewerb von Baden-Württemberg Erfolge. Die Cluster Energie & Umwelt und nanovalley.eu zählen zu den zwölf Gewinnern der ersten Runde. Damit erhalten sie für einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt jeweils Euro an Fördergeldern. Die im Cluster Energie & Umwelt zusammengeschlossenen Partner präsentieren sich als Region der Energieeffizienz. Das Cluster nanovalley.eu ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Institutionen im Bereich Nanotechnologie entlang des Oberrheins. Der Wettbewerb wird vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium veranstaltet. MSc ALSTOM Technologiekonzern erzielt Aufträge in Rekordhöhe PARIS/MANNHEIM. Der französische Technologiekonzern Alstom spürt noch nichts von der Wirtschaftskrise. Im von April bis September reichenden ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen einen Rekordauftragseingang von 15 Milliarden Euro (+20 %). Der Umsatz erhöhte sich auf neun Milliarden Euro (+12 %), das Betriebsergebnis wuchs auf 697 Millionen Euro (+22 %). Die Gewinnspanne erreichte 7,8% im Vergleich zu 7,2% im Vorjahr. Den starken Anstieg der Aufträge verdankt die Alstom- Gruppe hauptsächlich dem Bereich Power Systems (+41 %). Zum 30. September entsprach der Auftragsbestand einem Umsatz von rund zweieinhalb Jahren. Vor diesem Hintergrund bestätigte Alstom seine Prognose einer operativen Gruppen-Marge von neun Prozent für März MSc MVV Versorger senkt Gaspreis und hebt Strompreis MANNHEIM. Die MVV reagiert auf den gesunkenen Ölpreis und senkt den an ihn gekoppelten Gaspreis zum Jahresanfang um 0,43 Cent je Kilowattstunde. Das entspricht einer durchschnittlichen Preissenkung von fünf Prozent. Mit der frühen Verbilligung von Gas gibt der Versorger den Preisvorteil noch in der Heizperiode weiter. Auch bei den Stromtarifen gibt es ab 2009 eine Änderung. Konventionell erzeugter Strom wird am 1. Januar um durchschnittlich fünf Prozent teurer. Damit ist erstmals der von der MVV angebotene Ökostrom preisgünstiger als konventionell erzeugter Strom. Darüber hinaus hat die MVV einen Stufenplan für die Investition in Fernwäreprojekte angekündigt. Bis 2013 will der Konzern 37 Millionen Euro in Verdichtung und Ausbau seines Fernwärmenetzes investieren. MSc 12, 5 Millionen für Stadtumbau LUDWIGSHAFEN. Die Stadt Ludwigshafen und das Land Rheinland-Pfalz haben eine Vereinbarung zur Neugestaltung der Ludwigshafener Innenstadt unterzeichnet. Das Land fördert das Projekt mit zweieinhalb Millionen Euro pro Jahr. Mit der Unterzeichnung sind der Chemiestadt bis 2012 Fördermittel von Land und EU in Höhe von 12,5 Millionen Euro garantiert. Mannheim schrumpft und altert MANNHEIM. Die Bevölkerungszahl in Mannheim geht nach Schätzungen der Stadt bis 2020 um 7000 bis 8000 Einwohner auf dann zurück. Gleichzeit nimmt der Anteil der älteren Menschen um fast 25 Prozent zu. Dem steht ein Rückgang an Kindern und Jugendlichen von über zehn Prozent gegenüber. Unsere Mitarbeiterin Svenia Seipp liebt auch privat das perfekte Zusammenspiel. Triple Plus: Der innovative Dreiklang aus Telefonie, Daten und Internet Intelligente Telekommunikationslösungen mit persönlicher Betreuung! Wie ein gutes Orchester passt sich das neue Universalnetz perfekt Ihrem Rhythmus an: ohne Limits in puncto Bandbreite, Datendurchsatz oder Sicherheit dafür mit maximaler Flexibilität, bis hin zur beispiellos einfachen Erweiterung Ihres Firmennetzwerks um zusätzliche Standorte. Das besondere Plus ist unser höchstpersönlicher Service, den Ihnen nur ein Partner direkt vor der Tür bieten kann. Rufen Sie uns an und lassen Sie uns über Ihre Anforderungen sprechen:

10 10 Nachrichten Tegut eröffnet Geschäft in Lorsch LORSCH. Die Fuldaer Handelskette Tegut hat eine Filiale im Lorscher Gewerbegebiet Daubhart eröffnet. Damit wurden 35 Arbeitsplätze und zwei Ausbildungsstellen in dem Gewerbegebiet geschaffen. Der Ansiedlung des Lebensmittelfachmarkts im Gewerbegebiet Daubhart sollen weitere folgen. Zwei Einzelhändler will die Gemeinde auf dem Quadratmeter großen Gelände noch ansiedeln. Insgesamt sollen so rund 150 neue Arbeitsplätze entstehen. Grätschenberger schließt Filiale HEIDELBERG. Das Heimtextilgeschäft Oscar Grätschenberger wird zum Jahresende sein Geschäft in der Heidelberger Hauptstraße 6 aufgeben, da der Hauseigentümer die Miete verdoppeln will. Das hat die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet. Das seit 95 Jahren in Heidelberg ansässige Fachgeschäft könne sich diese Kostensteigerung nicht leisten. Zurzeit sucht das Unternehmen nach Alternativen. Zinkgräf beginnt Räumungsverkauf WEINHEIM. Der Textilhandel Zinkgräf in der Weinheimer Innenstadt wird zum 31. Dezember geschlossen. Der Räumungsverkauf hat bereits begonnen. Das Traditionsgeschäft ist vor fast 120 Jahren gegründet worden. Zuletzt wurde Zinkgräf von Geschäftsführerin Ulrike John und ihren vier Mitarbeiterinnen geführt. Ein Nachmieter sei bereits gefunden, heißt es. Sparkasse Speyer präsentiert Zahlen SPEYER. Die Sparkasse Speyer hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Zinsüberschuss von 18,4 Millionen Euro erzielt. Der ordentliche Ertrag betrug 9,4 Millionen Euro. Bei den Forderungen an Kunden kommt die Sparkasse auf 878,7 Millionen Euro (plus 5,6 Prozent), bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden auf 824,9 Millionen Euro (plus 6,1 Prozent) will das Institut nicht nur im Kreditbereich, sondern auch mit Finanzierungsformen wie Leasing, Factoring und Beteiligungskapital wachsen, sagte Sparkassenvorstand Uwe Geske bei der Präsentation der Zahlen. Migros geht an den Rhein Die größte Einzelhandelskette der Schweiz, die genossenschaftlich organisierte Migros, eröffnet 2010 in der Rhein-Galerie ihre vierte Deutschlandfiliale. Bis zu 100 Arbeitsplätze sollen entstehen LUDWIGSHAFEN. Die Handelsgenossenschaft Migros plant die Eröffnung eines vierten Supermarktes in Süddeutschland. Wie die Schweizer auf Anfrage mitteilten, haben sie sich ab 2010 in der noch im Bau befindlichen Ludwigshafener Rhein-Galerie eingemietet. Alle diesbezüglichen Verträge und Vereinbarungen sind getroffen, sagt Unternehmenssprecher Dieter Wullschleger. In der neuen Filiale am Rhein werden 80 bis 100 Arbeitsplätze entstehen. In der Schweiz ist Migros eine Institution. Gegründet wurde das Eher Feinkostladen als Discounter: so will sich Migros im Markt abheben. FÜRSTLICH CASTELL SCHE BANK Kreditinstitut zieht von Ludwigshafen nach Mannheim LUDWIGSHAFEN. Zum 1. Dezember zieht die Castell sche Bank von Ludwigshafen in die Mannheimer Augustaanlage. Als Gründe nennt Direktor Stefan Trillig die Anforderungen an eine hochwertige, persönliche, diskrete und kundenorientierte Beratung. Das sah die Bank in der Geschäftsstelle in der Ludwigsstraße nicht mehr erfüllt hat das in Würzburg beheimatete Kreditinstitut die Ludwigshafener Filiale eröffnet. Seit Jahren schrumpfe die Bedeutung des Schaltergeschäfts. Mit dem Umzug nach Mannheim werde sich das Unternehmen 1925 vom Züricher Gottlieb Duttweiler. Mit fünf Lastwagen fuhren er und seine Mitarbeiter von Stadt zu Stadt und verkauften Kaffee, Reis, Zucker, Teigwaren, Kokosfett und Seife. Der Verzicht auf einen Zwischenhändler und das kleine Sortiment ermöglichte es dem Unternehmen, seine Produkte günstiger als die Konkurrenz anzubieten gründete Duttweiler die erste Migros-Genossenschaft im Tessin. 75 Jahre später sind zwei Millionen Schweizer Migros-Genossenschaftler, das heißt, sie erhalten das Migros-Ma- Haus daher vollständig auf die Beratung der Firmen- und Privatkunden konzentrieren. Hierbei blicken wir nicht nur auf die Städte Ludwigshafen und Mannheim, sondern auf die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar, sagt Trillig. Der neue Standort biete zudem ausreichend Reserveflächen, um das angepeilte Wachstum der kommenden Jahre zu ermöglichen. An der Mitarbeiterzahl von fünf ändere sich durch den Umzug nichts. Von der Finanzmarktkrise sieht sich das Unternehmen mit insgesamt 270 Mitarbeitern an 16 Standorten nicht gazin kostenlos und sparen hier und dort ein paar Franken beim Fahren mit der Bergbahn oder dem Sessellift. Einen Trend setzte Migros 1948 mit der Eröffnung des ersten Selbstbedienungsladens der Schweiz in Zürich. Den Schritt ins benachbarte Ausland wagte das Unternehmen dann erstmals 1993 mit der Eröffnung eines Einkaufszentrums im französischen Thoiry. Die Deutschlandexpansion begann Migros im Jahr 1995 mit einem Markt in Lörrach an der Schweizer Grenze, nur wenige Kilometer entfernt vom Unternehmenssitz in Basel. Es folgte 2001 ein Supermarkt in Bad Säckingen, der jedoch wegen mangelnder Rentabilität wieder geschlossen wurde gründete Migros eine Filiale in Freiburg. Seit diesem September betreiben die Schweizer auch einen Markt in Reutlingen. Weitere sechs Filialen in Süddeutschland sollen in den kommenden Jahren eröffnet werden. Wir haben nicht die Absicht, den Markt zu erobern, sagt Unter- betroffen. Hier hat sich die konservativ-werterhaltende Strategie unseres Hauses bewährt, sagt Trillig. Dazu zählt der Bankdirektor unter anderem die starke Verankerung im Kundengeschäft. Auf die Refinanzierung am Inter-Banken- Markt sei man nicht angewiesen. In unserer Bilanz finden sich daher auf der Refinanzierungsseite, neben den Kundengeldern und dem Eigenkapital, im Wesentlichen nur Fördermittel sowie in geringem Umfang kurzfristige Finanzierungen durch die Deutsche Bundesbank, sagt Trillig. Matthias Schmitt econo 12/ November 2008

11 Nachrichten 11 Der Lebensmittelhändler setzt in Deutschland auf Schweizer Spezialitäten und auf Obst und Gemüse von Landwirten aus der Region. Bilder: Migros DATEN & FAKTEN Eidgenössische Genossenschaft Der Umsatz der Migros Deutschland GmbH lag 2007 bei 79,5 Millionen Schweizer Franken (52,5 Mio. Euro). Die Migros-Gruppe setzte 22,7 Milliarden Schweizer Franken (14,6 Mrd. Euro) um und verdiente vor Steuern 1,04 Milliarden Franken (664 Mio. Euro). Die Mitarbeiterzahl der Deutschlandtochter liegt derzeit bei rund 350. Die Migros-Gruppe beschäftigt rund Mitarbeiter. Die Zahl der Genossenschafter liegt bei über zwei Millionen. RÖCHLING Röchling wächst weiter in den Vereinigten Staaten MANNHEIM. Mit der Einweihung eines Produktionsgebäudes für thermoplastische Kunststoffe in Gastonia, im US-Staat South Carolina, setzt die Röchling-Gruppe ihr Wachstum in Nordamerika fort. An den Standort sind bereits die gesamte Produktion von thermoplastischen Halbzeugen der Röchling Sustaplast, die Plattenextrusion der Röchling Engineered Plastics sowie das Lager und die gesamte Verwaltung umgezogen. Ziel sei es, Röchling-Produkte künftig aus einer Hand anzubieten, teilte das Unternehmen mit. KrK BILFINGER BERGER Baukonzern will Ergebnis aus dem Vorjahr überbieten MANNHEIM. Der Baukonzern Bilfinger Berger hat vor Steuern und Zinsen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 140 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 137 Mio. ). Die Leistung hat in den ersten neun Monaten des Jahres um fünfzehn Prozent auf 7,85 Milliarden Euro zugenommen. Das Ergebnis werde zum Jahresende trotz der im zweiten Quartal gemeldeten Belastung im Geschäftsfeld Ingenieurbau deutlich über dem Wert des Vorjahres liegen, kündigte das Unternehmen an. KrK nehmenssprecher Wullschleger. Im süddeutschen Einzelhandelsmarkt sehe sich Migros eher als Nischenplayer. Deshalb stehe auch nicht die Anzahl der neuen Märkte, sondern die Qualität ihrer Standorte im Zentrum der Strategie. Wobei Migros bei der Standortanalyse darauf achte, dass die Stadt samt Umgebung eine gewisse sozio-demografische Größe habe und dass der Markt entweder in 1A-Innenstadt- Lage oder in einem erstklassigen Einkaufszentrum eröffnet werde so wie in Ludwigshafen. Darüber hinaus sei auch eine ausreichende Nettoverkaufsfläche von mindestens 1500 Quadratmetern wichtig. Strategisch stelle sich Migros im deutschen Markt als Schweizer Unternehmen auf, das für Qualität, Frische, Kundenfreundlichkeit und Swissness stehe. Wir positionieren uns näher beim Feinkostladen als beim Discounter, sagt Wullschleger. Bei unserer deutschen Kundschaft zählen Schweizer Schokolade, Rösti, Teigwaren und Kaffee zu den Verkaufsrennern. Das Konzept, sich von lokalen und regionalen Produzenten mit Früchten, Gemüse, Fleisch, Milchund Käseprodukten beliefern zu lassen, will Migros auch in Ludwigshafen umsetzen. Die Genossenschaftsidee überträgt das Schweizer Unternehmen hingegen nicht auf Deutschland. In der Bundesrepublik firmiert Migros als GmbH. Die Geschäftspolitik wird jedoch von der Genossenschaft Migros Basel gelenkt. Kristian Klooß HEIDELBERGCEMENT Baustoffkonzern profitiert von Hanson-Übernahme HEIDELBERG. Dank der Übernahme des britischen Konkurrenten Hanson und der guten Geschäfte in Osteuropa, den Beneluxstaaten, Skandinavien, Deutschland, Indonesien, China und der Türkei, hat die HeidelbergCement AG den Umsatz im dritten Quartal 2008 auf rund 3,9 Milliarden Euro gesteigert (Vorjahr: 3,1 Mrd. ). Das operative Ergebnis blieb mit 664 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 716 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr geht Deutschlands größter Baustoffhersteller davon aus, seine Ergebnisprognose zu erreichen. KrK Breitbandbedarf ermittelt MOSBACH. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (WiNO) plant, die Breitbandversorgung im Landkreis zu verbessern. Mit einer vom Regensburger Ingenieurbüro IK-T erstellten Breitbandstudie wurde daher die Versorgungssituation von Privathaushalten und Unternehmen untersucht. Die Studie nennt kurzfristige und langfristige Maßnahmen zur Verbesserung des Status quo. Graduiertenschule eröffnet HEIDELBERG. Die Heidelberger Graduiertenschule für Geistesund Sozialwissenschaften (HGGS) ist eingeweiht worden. Nach knapp einem Jahr Aufbauphase sind rund 20 Doktoranden in das erste Studienjahr an der HGGS gestartet. Die Graduiertenschule wird von mehreren Fakultäten getragen. Mit der Einrichtung sollen die Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbessert werden. So werden strukturierte Promotionsprogramme angeboten. Dabei sollen die Forscher innerhalb von drei Jahren ihre Doktortitel erwerben, Praxis sammeln und ihre Schlüsselkompetenzen verbessern. Neue Berufsoberschule BAD BERGZABERN. Die Berufsbildende Schule (BBS) in Bad Bergzabern richtet ab dem Schuljahr 2009/2010 eine neue Berufsoberschule II für Technik ein. Der einjährige Bildungsgang ergänzt das Bildungsangebot der BBS Südliche Weinstraße und soll Schülern eine Alternative zum Gymnasium bieten. Neue Höhere Berufsfachschule LUDWIGSHAFEN. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Ludwigshafen erweitern ab dem nächsten Schuljahr ihr Angebot um eine Höhere Berufsfachschule für die Fachrichtung Facility- und Logistikmanagement. An den Höheren Berufsfachschulen können Jugendliche mit mittlerer Reife ab 2009/10 eine Ausbildung zum staatlich geprüften Assistenten für das Berufsfeld Wirtschaft, Verwaltung und Dienstleistungen durchlaufen. 12/ November 2008 econo

12 12 Nachrichten IMAP vermittelt Fahrradhersteller MANNHEIM. Die IMAP M&A Consultants AG hat eine grenzüberschreitende Kooperation zweier Fahrradhersteller vermittelt. Gemeinsam mit der Schweizer IMAP- Niederlassung ist es dem Mannheimer Beratungshaus gelungen, die Bergamont Fahrrad Vertrieb GmbH mit Sitz in Hamburg und die ISH International Sport Holding AG mit Sitz im schweizerischen Grenchen zusammenzuführen. Die ISH wird neue Mehrheitsgesellschafterin der Bergamont GmbH. Aluguß von Insolvenz betroffen KÖLN/LADENBURG. Die Insolvenz des sauerländischen Felgenherstellers RH Alurad trifft auch die in Ladenburg ansässige Aluguß GmbH & Co. KG. Für sie wurde ebenfalls Insolvenzantrag gestellt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Bruno Kübler mit. Aluguß beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter. Das Unternehmen beschichtet die Oberflächen der RH-Leichtmetallfelgen. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigt 215 Mitarbeiter. Lampertheim will Kosten senken LAMPERTHEIM. Die Stadt Lampertheim gibt laut Berechnungen einer Heilbronner Ingenieurgesellschaft fast Euro im Jahr für Energie aus. Im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss der Stadt wurden laut einem Bericht der Lampertheimer Zeitung jetzt unterschiedliche Sparvorschläge der Heilbronner diskutiert. Demnach könne die Stadt im Falle langfristiger Maßnahmen Euro im Jahr an Energiekosten einsparen, bei Investitionen von 5 Millionen Euro. Mittel- und kurzfristig würden die Einsparpotenziale sinken, allerdings auch die Investitionskosten. Die Politiker wollen nun über die Maßnahmen entscheiden. Photovoltaik versorgt 72 Haushalte MANNHEIM. Auf dem Mannheimer Hafengelände sind zwei neue Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen worden. Die Solarstrommodule mit einer Gesamtfläche von je 4000 Quadratmetern versorgen nach Angaben der Hafenleitung 72 Haushalte mit Strom. TMI sucht Investoren Der Mediengroßhändler aus St. Leon-Rot ist pleite, 500 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Bis Weihnachten soll die Sanierung gelingen ST LEON-ROT. Die Top Music International Vertriebs GmbH (TMI) ist zahlungsunfähig. Das Familienunternehmen, das allein am Stammsitz in St. Leon-Rot 250 Mitarbeiter beschäftigt, beliefert den Einzelhandel mit rund Medienartikeln wie Bücher, Musik- CDs und Computerspiele. Außerdem bietet TMI Logistikdienstleistungen für den stationären Handel an, zum Beispiel für Edeka, Euronics und Rossmann. Darüber hinaus wickelt das Unternehmen Bestellungen bei Online-Händlern ab, wie zum Beispiel Amazon.de und Buch.de. Den Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hat der Großhändler Ende September eingereicht. Wir haben in diesem Jahr eine Restrukturierung durchgeführt, sagt der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, Alexander Wessendorf. Es habe Standortbereinigung gegeben, wobei das Buchgeschäft auf den Standort Bremen konzentriert worden sei, das Geschäft mit CDs und DVDs hingegen auf die Firmenzentrale in St. Leon-Rot. Dennoch habe es letztlich nicht gereicht. Wessendorf bleibt, wie bei einem vorläufigen Insolvenzverfahren üblich, Geschäftsführer. Ihm zur Seite steht der Rechtsanwalt Christopher Seagon, den das zuständige Amtsgericht Heidelberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt hat. Grundsätzliche Änderungen würden erst durch einen neuen Investor erfolgen, sagt Seagon. Bis dieser gefunden ist, stellt der Heidelberger Rechtsanwalt die Vermögensmasse sicher und verhandelt mit Einzellieferanten und Finanziers über ihr weiteres Engagement bei TMI. Wir haben bislang Verhandlungen mit den fünfzig wichtigsten Einzellieferanten geführt und abgeschlossen, sagt Seagon. Mit der Rückendeckung der jeweiligen Banken und Warenkreditversicherer sei es gelungen, das Fachmarktgeschäft TMIs sicherzustellen Kunden wie Euronics, Electronic Partner und Pro Markt Berlin werden somit weiter beliefert. Bis Weihnachten, also noch vor dem Ende der dreimonatigen Insolvenzgeldzahlungen an die insgesamt 500 TMI-Beschäftigten, soll auch die Investorensuche abgeschlossen sein. Die Verhandlungen laufen noch, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter. Es gebe grundsätzlich positive Signale. Die Kunden, Lieferanten und Banken BIRLIK Lebensmittelgroßhändler gewinnt Landespreis der L-Bank WIESLOCH. Die Birlik MT Großhandel GmbH, ein Obst- und Gemüsegroßhändler aus Wiesloch, hat den dritten Platz im Wettbewerb um den baden-württembergischen Landespreis für junge Unternehmen gewonnen. Die Eltern der drei Gründer Emine Tavsan-Özkaplan, Memduh und Mehmet Tavsan sind türkische Einwanderer. Gemeinsam setzten sie im November 2002 ihre Geschäftsidee um, Obst und Gemüse aus Belgien, Spanien, der Türkei und Griechenland mit einem eigenen Fuhrpark zu importieren. Wir wären allerdings kaum wahrgenommen worden, wenn wir uns keine Nische gesucht hätten, sagt Emine Tavsan-Özkaplan. Also haben wir uns Gedanken gemacht, was wir anders als unsere Wettbewerber machen könnten. So entschieden sich die Gründer, auf vergleichsweise gro- ße Äpfel oder Tomaten zu setzen, die zum Beispiel bei russischen Einwanderern sehr beliebt sind. Mittlerweile hat das Wieslocher Familienunternehmen Geschäftsstellen in Mannheim und Freiburg eröffnet. Es beschäftigt 63 Mitarbeiter und machte im vergangenen Jahr 13,8 Millionen Euro Umsatz. Darüber hinaus bildet Birlik zurzeit vierzehn Jugendliche aus. Kristian Klooß econo 12/ November 2008

13 Nachrichten 13 Der Großhändler TMI erwirtschaftete 2007 mit dem Verkauf von Büchern, CDs und Computerspielen einen Umsatz von 280 Millionen Euro. Bild: TMI Aufgrund der Finanzkrise sei ihm zwar eine gewisse Zurückhaltung einiger potenzieller Investoren aufgefallen, wenn es darum gehe, in erheblichem Umfang Umlaufmittel zu organisieren. Ich habe aber schon den Eindruck, dass die richtigen Unternehmer, gerade die strategischen Investoren, ihre Finanwollen allerdings eine Perspektive haben. Sie wollen sehen, welche Investoren am Horizont erscheinen, sagt Seagon. Mehr als 30 Interessenten haben sich bislang bei ihm zurückgemeldet. Sowohl strategische als auch Finanzinvestoren zeigen Interesse an der Übernahme der TMI-Gruppe, sagt Seagon. Er könne sich auch vorstellen, dass bisherige Kunden unternehmerisch antreten. Das hat aber nicht höhere Priorität. zierung schon beisammen haben, sagt Seagon. Ob die Familie Wessendorf als bisherige Eigentümerin der TMI- Gruppe im Boot bleibt, ist offen. Es geht momentan um den Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze, sagt Alexander Wessendorf. Alles weitere hänge von den künftigen Investoren ab. Dass TMI als Ganzes erhalten bleibt, scheint unwahrscheinlich. Es wird voraussichtlich eine Teillösung geben, sagt der Geschäftsführer. Das liege auch daran, dass die Geschäftsfelder der TMI sehr unterschiedlich seien. Ins Buchgeschäft hatte sich TMI erst 2006 durch die Allianz mit dem Online-Buchhändler Libri und die Übernahme des Regalflächenbetreibers Librofino gewagt. So sollten die Rückgänge im Tonträgergeschäft ausgeglichen werden. Darüber hinaus wurden Niederlassungen in Osteuropa geschlossen. Doch die Wende sollte dennoch nicht gelingen. Lagen die Umsätze des Unternehmens im Jahr 2004 noch bei rund 350 Millionen Euro, sanken sie auf zuletzt 280 Millionen stand ein Fehlbetrag in Höhe von Euro in den Büchern. Auch 2007 habe das Unternehmen Verluste geschrieben, sagt Seagon. Kristian Klooß Daten & Fakten Rund 500 Mitarbeiter waren zuletzt bei der Gruppe beschäftigt. Davon 250 in St. Leon-Rot, 170 in Bremen und 80 in Alsdorf bei Aachen. Rund 280 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete TMI im Jahr Phenex sammelt Geld ein LUDWIGSHAFEN. Die Phenex Pharmaceuticals AG hat den Abschluss einer Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen Euro bekannt gegeben. Das Unternehmen will neue Medikamente gegen Stoffwechselkrankheiten und Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf entwickeln. Diese Finanzierungrunde wird uns den Schritt hin zu einem klinischen Wirkstoffentwickler ermöglichen, sagt Phenex- CFO Thomas Hoffmann. Bis Anfang 2010 soll der erste Wirkstoff die klinische Entwicklungsphase I erreichen. Sygnis erhöht Grundkapital HEIDELBERG. Das Heidelberger Pharmaunternehmen Sygnis will durch eine Grundkapitalerhöhung die Forschung im Bereich Wirkstoffe zur Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems vorantreiben. Dazu hat der Konzern jetzt mehr als zwölf Millionen Stammaktien ausgegeben. Mit dem Erlös steigt das Grundkapital der AG von 29 Millionen Euro auf rund 41 Millionen Euro an. SAP beteiligt sich an LinkedIn WALLDORF/LONDON. Das Online-Netzwerk LinkedIn hat erneut eine Finanzspritze in Höhe von 22,7 Millionen Dollar erhalten. Unter den Geldgebern in der jüngsten Kapitalrunde ist neben Goldman Sachs und McGraw-Hill Companies auch der Risikokapitalgeber SAP Ventures, eine Tochter des Walldorfer Softwareherstellers. geschäfte verbinden. bis zu 5x täglich mannheim-berlin bis zu 3x täglich mannheim-hamburg bis zu 3x täglich mannheim-münchen inkl. Prämienund Statusmeilen bei Miles & More Information und Buchung unter unter der Hotline 0180/ (0,20 /Anruf) oder in Ihrem Reisebüro. Partner of Lufthansa

14 14 Konjunktur Hessische Industrie steigert Umsatz WIESBADEN. Die hessische Industrie überraschte im September mit einem deutlichen Umsatzplus gegenüber dem Vorjahresmonat. Dazu haben nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes vor allem die Inlandsumsätze und die Umsätze in der Eurozone beigetragen. Die Nachfrage aus der Nicht-Eurozone nahm dagegen nur verhalten zu. Weiter positiv ist die Beschäftigungssituation, wenn auch die Zuwachsraten inzwischen leicht abnehmen. Pfälzer Gemüseanbau boomt PFALZ. Der Gemüseanbau im Freiland hat sich weiter ausgedehnt. Inzwischen bauen 560 rheinland-pfälzische Landwirte auf fast Hektar Gemüse an. Damit hat sich innerhalb von 16 Jahren die Anbaufläche mehr als verdoppelt. Der Gemüseanbau konzentriert sich auf die Vorderpfalz. Mit rund Hektar bewirtschaften allein die im Rhein-Pfalz-Kreis ansässigen Betriebe 57 Prozent der landesweiten Anbaufläche. Im benachbarten Landkreis Germersheim wird auf 3300 Hektar Gemüse erzeugt, das entspricht fast einem Fünftel der Anbaufläche im Land. Dämpfer für Industrie im Südwesten STUTTGART. Die weltweite Konjunkturabkühlung wirkt sich zunehmend auf die Industrieumsätze aus. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen die Umsätze im September im Vorjahresvergleich um 2,5 Prozent. Während die Umsätze aus dem Inlandsgeschäft noch ein deutliches Plus erreichten (4,5 %), legten die Auslandsumsätze lediglich moderat zu (0,5 %). Preise steigen langsamer SÜDWEST. Der Preisanstieg hat sich im Monat Oktober in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beruhigt. Er fiel mit 2,7 Prozent in Baden-Württemberg am höchsten aus, gefolgt von 2,2 Prozent in Rheinland-Pfalz und zwei Prozent in Hessen. Noch im Sommer lag die Inflationsrate in allen drei Bundesländern bei über drei Prozent. Stimmung im Keller Die Wirtschaftskrise hat die Region erreicht. In guter Verfassung ist der Arbeitsmarkt noch RHEIN-NECKAR. Die Zeichen für eine Rezession mehren sich: So hat das Statistische Bundesamt Mitte November berichtet, dass im September der Produktionsrückgang 3,6 Prozent betragen hat. Besonders die Auslandsnachfrage nahm um acht Prozent ab. Auch der ifo-wirtschaftsklima-indikator hat sich im vierten Quartal zum fünften Mal in Folge verschlechtert. Er fällt damit auf den niedrigsten Wert seit Anfang Auch bleiben die Erwartungen für die nächsten sechs Monate unverändert pessimistisch. Das Fazit der Münchner Konjunkturexperten: Der Abschwung im Euroraum wird sich fortsetzen. Dieser ist nun auch in der Region angekommen. So hinterlässt die Krise der Automobilhersteller in der Zulieferbranche erste Spuren. Die IHK Darmstadt befragte dazu 535 Unternehmen. Rund 80 Prozent der befragten Firmen spüren erste negative Auswirkungen. Immerhin: Bei einem Fünftel der Betriebe wirkt sich die Krise nicht aus. Ein kleiner Lichtblick in den ansonsten düsteren Konjunkturmeldungen sind die ZEW-Konjunkturerwartungen (siehe Grafik). Diese sind im November um 9,5 Punkte gestiegen und liegen nun bei minus 53,5 Punkten nach minus 63,0 Punkten im Vormonat. Mit diesem Wert liegen sie zwar immer noch weit unter ihrem historischen Mittelwert von 27,1 Punkten. Bei der gegenwärtigen Stimmung ist jedoch schon dieser Anstieg eine kleine Sensation. Die Mannheimer Konjunkturforscher sehen in der Aufwärtsbewegung allerdings auch eine Teilkorrektur zum Vormonat. Im Oktober waren die Erwartungen angesichts der Zuspitzung an den Finanzmärkten sehr stark eingebrochen. Das Rettungspaket der Bundesregierung für den Finanzsektor und das geplante Konjunkturprogramm scheinen das Vertrauen der Finanzmarktexperten etwas gestärkt zu haben. Auch die weltweiten Zinssenkungen dürften den Konjunkturabschwung bremsen. Die Finanzmarktanalysten können sich in ihren früher geäußerten pessimistischen Erwartungen durch die derzeitige und absehbare konjunkturelle Entwicklung bestätigt sehen. Vom gemeinsamen Vorgehen der Regierungen und Zentralbanken scheinen die Experten allerdings eine Milderung des Konjunkturabschwungs zu erhoffen, kommentiert ZEW-Präsident Professor Wolfgang Franz. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage ist im Gegensatz zu den Erwartungen im November allerdings ein weiteres Mal gefallen. Der Indikator rutscht um 14,5 Punkte auf minus 50,4 Punkte. Wie groß die Krise auch immer ausfallen mag: Auf den Arbeitsmarkt hat sie noch nicht durchgeschlagen. Der Arbeitsmarktbericht für die Metropolregion Rhein-Neckar weist mit einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent den niedrigsten Stand seit 15 Jahren aus. Die Spannbreite in einzelnen Arbeitsagenturbezirken schwankt dabei stark: Während Kandel mit 2,8 Prozent Vollbeschäftigung meldet, liegt die Arbeitslosenquote in Mannheim mit 7,6 Prozent nur im bundesdeutschen Durchschnitt. Besonders profitiert von der Entwicklung der vergangenen Monate haben die Langzeitarbeitslosen. Die Zahl der Betroffenen sank um fast ein Viertel auf jetzt Von Vorteil war die gute Konjunktur auch für junge Arbeitslose unter 25 Jahren. Hier reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 16 Prozent. MSc econo 12/ November 2008

15 Nachrichten 15 DUSCHOLUX Geschäftsführung und Betriebsrat vereinbaren Transfergesellschaft SCHRIESHEIM. Nach wochenlangem Streit haben sich unter Beteiligung des vorläufigen Insolvenzverwalters Karl-Heinrich Lorenz die Geschäftsführung, die IG Metall und der Betriebsrat auf ein Konzept zur Schließung der Duschkabinenfertigung im Schriesheimer Duscholux-Werk geeinigt. Das hat der Mannheimer Morgen berichtet. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Produktionsgesellschaft in Schriesheim geschlossen wird. Davon sind 65 Mitarbeiter betroffen. Diese erhalten allerdings die Möglichkeit, bis zu zwölf Monate von einer Beschäftigungsgesellschaft übernommen zu werden. Dort bekommen sie noch 80 Prozent ihres Nettolohns. In der Beschäftigungsgesellschaft sollen die Mitarbeiter qualifiziert werden. Au- ßerdem erhalten sie Unterstützung bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen. Im Gegenzug nimmt die Geschäftsführung die bereits beantragte Insolvenz zurück. Der vorläufige Insolvenzverwalter Lorenz schätzt die Kosten dieser Maßnahme auf mindestens 1,7 Millionen Euro, für die die Duscholux-Gesellschafter aufkommen müssen. Duscholux-Geschäftsführer Dieter Preissing sieht eine klare Zukunftsperspektive für den Standort Schriesheim. Auch nach Schließung der Produktion verbleibe dort die Vertriebsgesellschaft D&S und die Serviceeinheit DAS. Preissing zufolge ist sogar geplant, den Vertrieb in Schriesheim zu stärken. Die Querelen der Vergangenheit sollen mit der Einigung beendet sein. Matthias Schmitt ROCHE Pharmakonzern investiert und schließt in Mannheim MANNHEIM. Der Baseler Roche-Konzern wird in den kommenden Jahren über eine halbe Milliarde Euro in seine deutschen Standorte Mannheim, Penzberg, Grenzach und Kulmbach investieren. Das Investitionsniveau bleibt auf sehr hohem Niveau, sagte Konzernchef Severin Schwan bei Bekanntgabe der Pläne. Deutschland ist für das Diagnostik- und Pharmaunternehmen nach den USA der wichtigste Markt. Hier arbeiten Menschen für Roche, 7325 davon in Mannheim, wo mit der Roche Diagnostics GmbH die Diagnostik-Sparte angesiedelt ist. Auf Mannheim entfallen von der halben Milliarde knapp 190 Millionen Euro Investitionen. In der ersten Jahreshälfte hatte Roche angekündigt, seine Chemieproduktion in Mann- heim zu schließen. Dieser Prozess, von dem 450 Mitarbeiter betroffen sind, soll bis 2011 schrittweise abgeschlossen werden. Dazu haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat nun einen Sozialplan vereinbart. Dabei soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werde. Der Schwerpunkt des Sozialplans liegt auf Weiterbildung. Für fünf Jahre ist außerdem der finanzielle Nachteilsausgleich gesichert. Der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Katzmarek hält die Schließung dennoch für falsch. Damit verabschiedet sich Mannheim unwiederbringlich von einer Technologie. Er hat Zweifel, ob der Konzern trotz seiner Fokussierung auf Biotechnologie gut beraten sei, die chemische Wirkstoffproduktion aufzugeben. Matthias Schmitt Einen Schritt voraus Bell Employment der Lösungsanbieter für Personaldienstleistungen VISITENKARTE Anzeige Bell Employment blickt als Personaldienstleister auf acht Jahre Erfahrung zurück. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter in Weinheim, Bruchsal, Groß-Gerau, Siegen, Marburg, Delmenhorst, Wetzlar und Montabaur. Um dem Wettbewerb voraus zu sein, müssen wir unsere Partner, sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden, nicht nur zufriedenstellen, sondern sie von unserem Engagement begeistern, sagt Lars-Holger Dürr. Um dies sicherzustellen, setzt der geschäftsführende Gesellschafter der Bell Employment Personaldienstleistungen GmbH auf drei Dinge: Qualität, Flexibilität und Kontinuität. Know-how, gute Kontakte und ein hoch motiviertes Team Unsere Stärken sind unser Know-how, die guten Kontakte zu Unternehmen und Behörden sowie ein hoch motiviertes Team. Klar können auch wir nicht jedes Mal den Wunschkandidaten liefern, aber unsere Kunden wissen, dass sie sich auf uns verlassen können und wir immer unser Bestes dafür geben, so Dürr. Ein Jahr nach Gründung der Weinheimer Niederlassung unterstützt Bell Employment bereits viele der bedeutendsten Unternehmen der Metropolregion. Flexibilität ist hierbei Grundlage unseres Geschäfts, sagt Dürr. Bell Employment hat sich seit der Gründung im Jahr 2001 auf verschiedene Leistungen spezialisiert: darunter Zeitarbeit, Personal- und Arbeitsvermittlung, Outsourcing und Outplacement. Firmen, die Mitarbeiter nur für einen bestimmten Zeitraum projektbezogen einsetzen wollen, sind bei Bell Employment ebenso an der richtigen Adresse wie Unternehmen, die Kandidaten zur unmittelbaren Festanstellung suchen, sagt Dürr. Das Leistungspaket zur Besetzung kurz- oder langfristig vakanter Stellen reicht von einfachen Tätigkeiten bis hin zu Führungspositionen alles aus einer Hand. Im Bereich des Outsourcing übernimmt Bell Employment die Komplettabwicklung gesamter Arbeitsbereiche. Dazu zählen zum Beispiel die Personalabteilung oder die Lagerlogistik. Mit Outplacement bietet das Unternehmen darüber hinaus an, nicht benötigtes Personal (in Absprache und vertraglicher Regelung) befristet oder auf Dauer zu übernehmen. Bell versteht sich nicht als klassische Zeitarbeitsfirma, sondern als Lösungsanbieter im Bereich der Personaldienstleistung, sagt Dürr. Ziel sei es, die Dienstleistung als externer Partner so bereitzustellen, als wäre sie vom Kunden selbst erbracht worden. Seinen Mitarbeitern bietet Bell Employment attraktive Arbeitsplätze mit tariflicher Entlohnung und Entwicklungschancen. Seinen Kunden bietet das Unternehmen sowohl kurz- als auch langfristige Komplettlösungen. Kontakt BELL EMPLOYMENT Personaldienstleistungen GmbH Niederlassung Weinheim Werderstraße Weinheim Tel.: Fax: (Stellenmarkt)

16 16 Nachrichten BA begrüßt 2000 Erstsemester MANNHEIM. An der Berufsakademie (BA) Mannheim haben im Wintersemester rund 2000 junge Menschen ihr Studium angetreten. Das ist der stärkste Jahrgang in der 35-jährigen Geschichte der Einrichtung und im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 16 Prozent. Am stärksten gewachsen mit 23,5 Prozent sind die technischen Studiengänge, die BWL hat um 11 Prozent zugelegt. Die BA arbeitet mit über 2000 Partnerunternehmen zusammen, die den praktischen Teil des dualen Studiums tragen. Verkehrsverein aufgelöst WORMS. Der Verkehrsverein Worms wird zum 31. Dezember aufgelöst. Dies wurde jetzt einstimmig auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen. Die bisherigen Aufgabenfelder des Verkehrsvereins werden künftig vom Wormser Stadtmarketing und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) übernommen. Die WfG übernimmt dabei Geschäftsfelder der Tourismusförderung, wie zum Beispiel das Nibelungenbähnchen und den Reisemobil-Stellplatz. Aufgaben wie die Brauchtumspflege und der Weihnachtsmarkt werden vom Stadtmarketing übernommen. Mannheim ist Kulturmetropole MANNHEIM. Der Kulturfinanzbericht belegt die starke Stellung Mannheims in Kunst und Kultur. Mit Ausgaben in diesem Bereich von 148 Euro pro Einwohner und Jahr belegt die Quadratestadt deutschlandweit den zweiten Platz in der Größenordnung zwischen und Einwohnern. Platz eins in dieser Gruppe belegt die Stadt Karlsruhe. Kulturbürgermeister Michael Grötsch sieht darin eine gute Basis für eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr Popakademie wirbt für Kultur MANNHEIM. Die Popakademie unterstützt das Goethe-Institut bei der Förderung der deutschen Sprache und zum besseren Erleben deutscher Kultur. Dazu touren Dozenten und Studenten der Pop-Akademie seit November durch französische Gymnasien. Darmstadt sucht die Nähe zu Frankfurt und Rhein-Neckar Darmstadt möchte die Regionen Frankfurt und Rhein-Neckar verbinden. An Selbstbewusstsein mangelt es den Südhessen nicht DARMSTADT. Deutschlands Denker tummeln sich im Süden, betitelte das Handelsblatt Ende Oktober einen Bericht über die Ergebnisse einer Prognosstudie. Das Forschungsinstitut hat das Potenzial an hochkreativen Innovateuren und Entwicklern neuer Produkte und Dienstleistungen untersucht. Laut Prognos ist Darmstadt ganz vorne mit dabei, was die Anzahl an Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern, Technikern und Ingenieuren angeht. Der sich nördlich anschließende Großraum Frankfurt-Rhein-Main dagegen zählt lediglich zu den eher guten Regionen, die Metropolregion Rhein-Neckar immerhin zu den sehr guten Regionen. Den Titel Top-Region jedoch trägt Darmstadt. Die IHK Darmstadt sieht durch diese Ergebnisse ihren Ansatz bestätigt, die Wissenschaftsstadt und die umliegenden Land- KREIS BERGSTRASSE Wirtschaftsförderung legt Zweijahresbilanz vor HEPPENHEIM. 709 Arbeitsplätze direkt geschaffen, weitere 500 indirekt. Die Summe der Investitionen und Zuschüsse beläuft sich auf zwölf Millionen Euro. Das ist in knapper Form die Bilanz der Wirtschaftsförderung Bergstraße aus den letzten zwei Jahren. Die Genugtuung bei der Präsentation der Zahlen stand Landrat Matthias Wilkes daher ins Gesicht geschrieben. Die 2005 von Wilkes initiierte kreisweite Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB) hatte einen stotternden Start und viele Kritiker. Seit 2006 ist dort Dr. Carl-Christian kreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und den Odenwald als Engineering Region zu vermarkten hat die IHK gemeinsam mit der Handwerkskammer dazu die Standortinitiative addicted to innovation gestartet. Die Region Darmstadt soll als Scharnier die Metropolregionen Frankfurt Rhein-Main und die Metropolregion Rhein-Neckar verbinden. Genau einen Tag vor Veröffentlichung der Prognosstudie fand die zweite Strategiekonferenz zu diesem Thema in der IHK Darmstadt statt. Landräte, Bürgermeister, Unternehmer und Verantwortliche aus den Hochschulen überlegten, wie die Zusammenarbeit mit den beiden Metropolregionen auszugestalten sei. Eingeladen waren auch die Geschäftsführer der beiden Metropolregionen-GmbHs: Wolf- Rainer Lowack von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und Dr. Beckmann am Ruder. Inzwischen sind viele Zweifler verstummt. Neben dem Kreis sind heute die drei Sparkassen Bensheim, Starkenburg und Worms-Alzey-Ried sowie alle 22 Städte und Gemeinden mit im Boot. Von Anfang hatte sich Beckmann auf vier Schwerpunkte konzentriert. Neben dem klassischen Standortmarketing und Investorenservice besetzt die Wirtschaftsförderung die Felder Kommunalbetreuung, Unternehmerservice und Gründerberatung. Aktuell ist die WFB mit 84 interessierten Investo- Hartmut Schwesinger von der Frankfurt Rhein-Main GmbH. Ich finde es gut, wenn sich Regionen für einen Austausch treffen und überlegen, wo sie zusammenarbeiten können, kommentiert Wolf- Rainer Lowack die Veranstaltung auf Anfrage. Einigkeit bestand unter den Konferenzteilnehmern darin, dass die projektbezogene Zusammenarbeit auf Arbeitsebene ausgebaut werden solle. Dissens gab es bei der Frage, ob eine Großregion Frankfurt-Rhein-Main-Neckar anzustreben sei. Da beide Metropolregionen sich überlappen, liegt die Vision einer Rhein-Main-Neckar-Metropolregion nahe, sagte Konferenzteilnehmer Matthias Wilkes (CDU) gegenüber Econo. Diese begründe sich zum Beispiel durch die zentrale Bedeutung des Frankfurter Flughafens als internationales Tor für beide Metropolregionen. Wilkes ist Landrat des Kreises Bergstraße. Der südlichste Landkreis Hessens ist der einzige, der formal beiden Metropolregionen angehört. Der Darmstädter IHK-Präsident Dr. Michael Römer hält nichts von solch einer großen Einheit. Entscheidend ren im Gespräch. Für die Profilbildung hat zudem kürzlich ein Beratungsunternehmen die Branchenschwerpunkte des Kreises ermittelt. Zu den zwölf starken Schwerpunktbranchen im Kreis zählen unter anderem Chemie, Medizintechnik sowie Umwelt- und Energiewirtschaft. Langfristiges Ziel ist es, die Schwerpunkte mit den Clustern der Metropolregionen Rhein-Neckar und Frankfurt zu verknüpfen. Außerdem will die Wirtschaftsförderung diese zwölf Kompetenzfelder entlang ihrer Wertschöpfungskette ausbauen. Sl/MSc econo 12/ November 2008

17 Nachrichten 17 Neue Klasse für Berufskraftfahrer BAD DÜRKHEIM. Seit Anfang November gibt es an der Berufsbildenden Schule in Bad Dürkheim eine Klasse für Berufskraftfahrer. Die IHK für die Pfalz hatte sich beim Land für diese neue Berufsschulklasse eingesetzt. Hintergrund ist der Mangel an Kraftfahrern, unter dem die Branche leidet. Bislang hatten viele Pfälzer Unternehmen nicht in diesem Beruf ausgebildet, weil die nächsten Berufsschulklassen in Karlsruhe und St. Ingbert zu weit entfernt waren. Schön mittendrin: Darmstadt möchte die Metropolregionen Frankfurt und Rhein-Neckar zusammenführen. Die Südhessen wollen sich in diese informelle Partnerschaft als Engineering-Region einbringen. Bild: Fotolia Architekt Rhein setzt sich durch LAMPERTHEIM. Der Ortsbeirat des Stadtteils Hüttenfeld hat sich beim Bau einer neuen Trauerhalle für den Entwurf des Architekten Gerhard Rhein ausgesprochen. Neben dem Hüttenfelder Rhein hatten auch das Heppenheimer Architekturbüro SKP und der Hofheimer Architekt Harald Heiser Entwürfe vorgestellt. sei vielmehr, dass Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Themen gemeinsam voranbrächten. Da liefe die Kooperation im Übrigen heute schon sehr gut. Als Beispiel nennt der Merck-Chef die Beteiligung seines Unternehmens an den erfolgreichen Spitzenclustern Organische Elektronik und Zellbasierte und Molekulare Medizin. Römers Fazit: Lasst uns das Kirchturmdenken vergessen. Das Selbstbewusstsein der Südhessen BERGSTRASSE Kreistag verabschiedet Nachtragshaushalt HEPPENHEIM. Die Koalitionsmehrheit von CDU, FDP und FWG hat im Kreistag den Nachtragshaushalt für 2008 verabschiedet. Kritik kam von Seiten der Opposition. Sie vermisst ein realistisches Konsolidierungsprogramm. Auch der Erste Kreisbeigeordnete Thomas Metz (CDU) bewertet die Kreishaushalte aus strukturellen Gründen als einsturzgefährdet. Die Ertragsseite soll sich im kommenden Haushalt von 289 Millionen auf 295 Millionen Euro leicht verbessern. Die Aufwendungen betragen 314 Millionen Euro. MSc ist groß. Beide Regionen könnten die Engineering-Kompetenz aus Darmstadt gut gebrauchen. Als eher zögerlichen Part macht Römer die südliche Metropolregion aus: Rhein-Neckar ist nicht auf Augenhöhe mit Frankfurt. Gründe seien die geringere Einwohner- und Unternehmenszahl. Wolf-Rainer Lowack sieht das anders: Bei einer Region zählt für mich die Qualität der Zusammenarbeit. Gibt es die Bereitschaft zur Kooperation und HIRSCHHORN Sieben Firmen finden in alter Fabrik neues Zuhause HIRSCHHORN. Mittlerweile haben sich in dem ehemaligen Hirschhorner Meto-Werk und heutigem Gewerbepark sieben Unternehmen angesiedelt. Albert Brandschutzservice, die Kfz-Werkstatt Auto Volk, die Firma Barefoot, die sich mit Vertrieb und Entwicklung pferdegerechter Ausrüstung befasst, BVC Transformatorenbau, Checkpoint Solutions, Drewes Design Tec und Malczuk Bausanierung beschäftigen nach eigenen Angaben rund 50 Mitarbeiter. Das hat die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet. MSc die dazu nötigen Strukturen? Da sind wir den meisten anderen Regionen voraus auch Frankfurt. Lowack erkennt durchaus die Qualitäten der Südhessen an. Er vergisst aber auch nicht Karlsruhe, Frankfurt und Kaiserslautern. Das sind ebenfalls wichtige Partner. Derweil freut sich Oberbürgermeister Walter Hoffmann über die Standortqualitäten seiner Stadt. Das Schöne: Darmstadt liegt mittendrin. Matthias Schmitt ZORN & SÖHNE Welde-Tochter stellt Insolvenzantrag PLANKSTADT. Die Welde- Tochter Zorn & Söhne in Eppingen hat einen Insolvenzantrag wegen drohender Überschuldung gestellt. Die Plankstadter Weldebräu ist Mehrheitseigner des Unternehmens, das mit 30 Mitarbeitern das Palmbräu-Bier produziert. Nicht betroffen ist die Schwestergesellschaft Palmbräu GmbH. Der Insolvenzantrag liefert neue Nahrung für den Streit zwischen Welde und den früheren Zorn-Geschäftsführern Andreas und Georg Polster, die Ende September abberufen wurden. MSc Hardberg-Klinik zieht nach Sandbach SANDBACH. Die bisher in Siedelsbrunn im Kreis Bergstraße ansässige Hardberg-Klinik ist nach Sandbach im Neckar-Odenwald- Kreis umgezogen. Vorausgegangen war dem Umzug ein Eigentümerwechsel. Die Deutsche Rentenversicherung Hessen hatte als vorheriger Betreiber die Sandbacher Ernst-Ludwig-Klinik zum 1. März an die Allgemeine Hospitalgesellschaft AG (AHG) mit Sitz in Düsseldorf verkauft. Die Schließung der Reha-Einrichtung hatte ursprünglich Besorgnis um die Arbeitsplätze in der Region hervorgerufen. Der Einstieg der AHG hat den Arbeitsmarkt gestärkt. Kreiskrankenhaus erhält Neubau HEPPENHEIM. Der Landeswohlfahrtsverband wird für das Zentrum für Soziale Psychiatrie einen Neubau mit direkter Anbindung zum dortigen Kreiskrankenhaus errichten. Vor der Investitionsentscheidung über 30 Millionen Euro wurden auch Alternativen wie eine Sanierung des vorhandenen Altbaubestands oder eine Ansiedlung am Heilig-Geist-Hospital in Bensheim geprüft, jedoch verworfen. 12/ November 2008 econo

18 18 Nachrichten Quoka zählt 5,3 Millionen Besucher LAMPERTHEIM. Quoka.de ist der einzige Marktplatz für Online- Kleinanzeigen, der im September die Zahl von fünf Millionen Seitenbesuchen erreicht hat. Die aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) weisen mehr als 5,3 Millionen Seitenbesuche für das Portal auf. Damit haben die Lampertheimer die Zahl vom August um fast eine halbe Million Besuche gesteigert. Com.sat hat einen neuen Auftritt VIERNHEIM. Die Com.sat GmbH ist mit einem neuen Internetauftritt in den Herbst gestartet. Das Unternehmen hat sich auf GSM-Gateways spezialisiert, mit denen Verbindungen zwischen unterschiedlichen digitalen und analogen Kommunikationsnetzen hergestellt werden. Ab sofort können Kunden, Händler und Partner unter Präsentationen, Produktdatenblätter und Software für com.sat-gateways herunterladen. Freudenberg IT von SAP zertifiziert WEINHEIM. Die Freudenberg IT ist als einer von weltweit zehn Hosting Partnern der SAP bestätigt worden. Freudenberg IT nimmt darunter nach eigenen Angaben eine Sonderrolle ein, da das Unternehmen sich als einziger Partner klar auf mittelständische Kunden ausgerichtet habe. Seine Rechenzentren betreibt das Weinheimer Unternehmen über alle Zeitzonen hinweg. Zetvisions wächst um 1542 Prozent HEIDELBERG. Die Zetvisions AG hat bei der diesjährigen Deloitte Technology Fast 50-Nominierung den sechsten Platz belegt. Die Rangliste zählt die am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen Deutschlands auf. Die Platzierungen basieren auf den kumulierten prozentualen Umsatzwachstumsraten der vergangenen fünf Jahre. Zetvisions wuchs in diesem Zeitraum um 1541,8 Prozent. Mit betriebswirtschaftlichen Anwendungen für das Beteiligungsmanagement betreut die Zetvisions AG europaweit mehr als 200 Kunden. ICT Software Engineering plant Übernahmen Das Neustadter Unternehmen wächst rasant. Bis Ende 2009 will es mehrere Firmen übernehmen und 15 Ingenieure einstellen NEUSTADT. Wenn in der New Yorker U-Bahn Informationen über die Anzeigentafeln flimmern oder Ansagen auf den Bahnsteigen die Fahrgäste auf ein- oder ausfahrende Züge hinweisen, dann ist dies auch Software-Ingenieuren aus Neustadt zu verdanken. Die Spezialisten der Neustadter Niederlassung der ICT Software Engineering GmbH haben die Informations-, Kommunikations- und Kontrollsysteme der Subway im Big Apple fit für die Zukunft gemacht. Dazu haben sie einen so genannten Railcom Manager. Er koordiniert und bündelt alle Informations-, Kommunikations- und Kon- B&R DV-INFORMATIONSSYSTEM GMBH IT-Unternehmen expandiert in der Schweiz KANDEL. Der Softwareanbieter B&R DV-Informationssystem GmbH baut seine Vertriebsaktivitäten mit einer Geschäftsstelle in der Schweiz aus. Müllheim liegt in der wirtschaftlich sehr starken Region zwischen Zürich, Schaffhausen und St. Gallen. Wir sehen dort sehr gute Marktchancen für unsere Software, sagt B&R-Geschäftsführer Ralph Rastert. 350 Unternehmen setzen das Programm der Pfälzer zum Management ihrer Kundenbeziehungen neudeutsch Customer Relationship Management (CRM), ein. Die Kunden sind vorwiegend Mittelständler, der Schwerpunkt liegt in Süddeutschland. Zu seinen Kunden zählt Rastert sowohl produzierende Firmen, die selbst oder über Händler an andere Unternehmen verkaufen, als auch reine B2B- troll-systeme auf einer Oberfläche und in einem System. Ein Folgeauftrag wurde auch schon erteilt, sagt Pressesprecherin Nicole Funke. Expansion ist angesagt in Neustadt. Der Umsatz von 3,5 Millionen Euro in diesem Jahr soll bis 2010 auf acht Millionen Euro wachsen. Dazu sollen auch neue Mitarbeiter, bevorzugt Ingenieure, beitragen. Die Einstellung von 15 Kollegen ist bis Ende 2009 geplant, um die heute 35-köpfige Mannschaft zu unterstützen. Erst seit Juli gehören die Neustadter Programmierer zur ICT Software Engineering GmbH mit B&R-Geschäftsführer Ralph Rastert investiert in der Schweiz. Bild: B&R Händler. Mit einer speziellen Software richtet sich B&R an Verlage und Medienhäuser. Von der neuen Geschäftsstelle aus sollen sowohl Sitz in Böblingen. Diese wiederum ist die erst in diesem Jahr gegründete deutsche Tochter der niederländischen Aktiengesellschaft ICT Automatisiering N.V. aus Barendrecht. ICT ist in Deutschland mit einer Reihe von Übernahmen auf Expansionskurs. So hat ICT die Neustadter Unternehmen!zip EDV-Beratungs GmbH und!zip Automation GmbH gekauft. Beide gehörten vorher dem österreichischen Ingenieur Helmut Leitner. Zudem übernahmen sie die Lineas Automotive GmbH mit fünf Standorten in Wolfsburg, Braunschweig, Nürnberg, München und Ingolstadt sowie die Xcc Software GmbH in Karlsruhe. Weitere Akquisitionen stehen noch an, so Nicole Funke. Die Chancen für eine Expansion in diesem Markt seien gut. Den Grund nennt ICT-Geschäftsführer Jörg Espelage: Die Konsolidierung bei IT- Dienstleistungen ist in vollem Gan- die Schweizer Kunden betreut werden, als auch die Expansion in der Alpenrepublik vorangetrieben werden. Das Unternehmen lässt sich wegen der Finanzkrise von seinen Wachstumsplänen nicht abbringen: In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen. Deshalb ist die Nachfrage nach CRM-Software ungebremst, sagt Rastert. Einsparungen bei Investitionen und Personal seien der falsche Weg. Zu Umsatz und Ertrag macht das Unternehmen keine Angaben. Geschäftsführer Rastert betont jedoch, dass die Firma in den letzten Jahren stetig gewachsen sei. Das lasse sich auch an der Mitarbeiterzahl von derzeit 35 ablesen. Wir sind ein gesundes Unternehmen. Matthias Schmitt econo 12/ November 2008

19 Nachrichten 19 Eine ICT-Mitarbeiterin zeigt Produkte, die mit Hilfe der Pfälzer Software veredelt werden: Kugellager, Schlaftabletten und Schokoladentaler. Bild: Kai ge. Kleine und mittelgroße Unternehmen schließen sich zusammen oder verkaufen an einen leistungsstarken größeren Player wie ICT. Die Stärke von ICT: Die Entwicklung von Software für so genannte Embedded Systems, beispiels- SNP Heidelberger steigern operativen Gewinn deutlich HEIDELBERG. In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat die Schneider-Neureither & Partner AG (SNP) den Konzernumsatz um 36,6 Prozent auf 15,3 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 11,2 Mio. ). Im dritten Quartal 2008 erzielte SNP einen Konzernumsatz von rund 5,1 Millionen Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal von knapp 20,3 Prozent entspricht. Aufgrund der unterjährigen zeitlichen Abgrenzung von halbfertigen Leistungen zum Stichtag 30. September 2008 fiel der Umsatz im Vergleich zum zweiten Quartal um knapp neun Prozent niedriger aus. Das operative Ergebnis (EBIT) legte in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um 78,8 Prozent zu. Nach neun Monaten lag das EBIT bei 2,86 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. ). KrK weise in der Automobilindustrie und bei Autozulieferern. So erhöht eine von dem Unternehmen entwickelte Software für eine elektromechanische Servolenkung bei VW- Fahrzeugen den Komfort für den Fahrer. Er kann die ihm genehme REALTECH Softwarekonzern wächst um zwölf Prozent WALLDORF. Die Realtech AG hat ihren Konzernumsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um zwölf Prozent auf 51,3 Millionen Euro gesteigert. Die Software-Erlöse kletterten um 22 Prozent auf 11,5 Millionen Euro. Im Beratungsgeschäft verbesserte sich das Unternehmen um zehn Prozent auf 39,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 24 Prozent auf 4,5 Millionen Euro. Im dritten Quartal hat sich das Wachstum abgeschwächt. Der Beratungsumsatz stieg um zwei Prozent auf 12,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal. Der Software-Umsatz legte um 13 Prozent auf vier Millionen Euro zu. Im Oktober hat die SAP die Realtech AG durch die Vergabe der Special Expertise Partnerschaft für SAP ERP Upgrades ausgezeichnet. KrK Lenkcharakteristik wählen, zum Beispiel den Sportmodus. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Zusatzfunktionen wie automatisches Einparken zu realisieren. Auch die Abteilung Infotainment in Fahrzeugen, angefangen vom Multifunktionsdisplay, über Radio, CD- Wechsler, Mobilfunkmodul und Soundsystem bis hin zur Kamera für die Einparkhilfe, haben die ICT- Ingenieure im Visier. Sie fügen die einzelnen Funktionen zu einer Gesamt-Software zusammen, damit die unterschiedlichen Komponenten harmonisch zusammenspielen. Die aktuellen Probleme der Automobilindustrie tangieren uns nicht, sagt Jörg Espelage. Die großen Konzerne der Branche investieren weiterhin in die Optimierung und Automatisierung ihrer Prozessabläufe. Entsprechend stehen die Signale bei ICT nach wie vor auf Wachstum. Die rund 260 Mitarbeiter der ICT Software Engineering in Deutschland werden an den acht Standorten in diesem Jahr einen Umsatz erzielen, der mit 24 Millionen Euro um 9 Millionen Euro über dem Vorjahr liegt, so die Prognose. Die gesamte Gruppe erzielt mit 1200 Beschäftigten und 17 Niederlassungen einen Umsatz von rund100 Millionen Euro. Ulla Cramer MLP Finanzdienstleister spürt die Bankenkrise WIESLOCH. Die Finanzkrise hat das Ergebnis des Finanz- und Vermögensberaters MLP eingetrübt. Zwar entwickelte sich das Kerngeschäft in den ersten neun Monaten des Jahres stabil. Die Gesamterlöse legten bei einer positiven Entwicklung in der Altersvorsorge von 411,8 Millionen Euro auf 413,8 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf 35,5 Millionen Euro (Vorjahr: 56,4 Mio. ) zurück. Im dritten Quartal 2008 fielen die Gesamterlöse auf 126,4 Millionen Euro (Vorjahr: 138,7 Mio. ). Das EBIT betrug 2,8 Millionen Euro, nach 18,2 Millionen im Vorjahr. Der Überschuss lag bei 0,8 Millionen Euro (Vorjahr 16,8 Mio. ). Trotz schwieriger Rahmenbedingungen erwartet der Finanzdienstleister für 2008 Erlöse in Vorjahreshöhe (638,8 Mio. Euro). KrK RICHTIGSTELLUNG Wahrer des Wachstums In der Oktoberausgabe auf Seite 49 hat Econo über Patentschutz im Mittelstand berichtet. Dabei konnte im dritten Absatz der Eindruck entstehen, dass die ehemaligen Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens Hottinger versucht hätten, bei Ausscheiden aus der Firma auf illegale Weise Patente zu entziehen. Dies entspricht nicht den Tatsachen. MBS zählt zur internationalen Elite MANNHEIM. Im aktuellen Ranking der Financial Times kommt die Mannheim Business School (MSB) mit ihrem Executive-MBA-Programm nun auf Rang 25. Top-Ten- Platzierungen nimmt der berufsbegleitende Studiengang in den Kategorien Karrierefortschritt ehemaliger Teilnehmer (Platz 6), Internationalität des Curriculums (Platz 8) und Internationalität der Teilnehmer (Platz 9) ein. Hays verdoppelt Spezialistenzahl MANNHEIM. Die Hays Temp GmbH hat zum ersten Mal die Marke von 500 Spezialisten im Kundeneinsatz überschritten. Im letzten Geschäftsjahr hat der Personaldienstleister die Zahl seiner Spezialisten verdoppelt. Das Zeitarbeitsunternehmen ist ausschließlich im hoch qualifizierten Segment tätig. Mehr als 80 Prozent der verliehenen Arbeitskräfte verfügen über einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Dabei dominieren mit 70 Prozent die Diplom-Ingenieure. Reutax wächst am schnellsten HEIDELBERG. Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk hält die Heidelberger Reutax AG für den am schnellsten wachsenden Personaldienstleister im Bereich IT und Engineering in Deutschland. Während die zehn führenden Anbieter von 2006 auf 2007 durchschnittlich um 26 Prozent wuchsen, legte Reutax um 114 Prozent zu. Im Ranking der Anbieter von freiberuflichen Projektmitarbeiten nehmen die Heidelberger den fünften Rang ein. 12/ November 2008 econo

20 20 Messen & Kongresse Stiftertag der Metropolregion MANNHEIM. Der 3. Stiftertag der Metropolregion Rhein-Neckar findet am Donnerstag, der 4. Dezember 2008, von 15 bis Uhr im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Veranstalter sind der Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und das Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) an der Universität Heidelberg. Der Stiftertag der Metropolregion Rhein-Neckar bietet eine Plattform für den gegenseitigen Austausch und Wissenstransfer rund um die Themen Stiftungen und Stifuntgsgründungen. Experten stellen sich außerdem in Workshops und Podiumsdiskussionen den Fragen der Besucher. Die Aula des Heinrich-Pesch-Hauses wird im Januar wieder Ort anregender Vorträge sein. Bild: Katholische Akademie Klima, Armut, Gerechtigkeit Maimarkt wird modernisiert MANNHEIM. Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat der Stadt Mannheim einen Förderbescheid in Höhe von Euro übergeben. Mit dem Geld sollen die Messeanlagen auf dem Maimarktgelände modernisiert werden. Damit bezuschusst das Land die Investitionen der Stadt Mannheim und der Messegesellschaft in Höhe von knapp drei Millionen Euro. Nachträglich gefördert werden unter anderem der Umbau der Kleinen Maimarkthalle zu einer multifunktionalen Messehalle und die Verbesserungen des Parkplatzangebotes. Einigung in der Messefrage SINSHEIM. Die Messe Sinsheim GmbH hat sich mit der Neuland GmbH darauf geeinigt, dass letztere zum 1. Juli 2009 einen Großteil des bisherigen Messegeländes die Hallen 1 bis 5 zur eigenen Verwendung zurücknimmt. Was mit den Hallen passiert, ist noch offen. Die Messe Sinsheim wird künftig statt auf Quadratmetern nur noch auf Quadratmetern Hallenfläche agieren. Die Halle 6 bleibt Eigentum der Messe Sinsheim GmbH. Dort werden künftig kleine eigene Messen und Events veranstaltet. Die Messe Sinsheim bleibt somit Messeveranstalter, verlegt aber ihren Schwerpunkt auf die Organisation von Messen an verschiedenen Standorten in Deutschland. Der Firmensitz und die Arbeitsplätze in Sinsheim sollen erhalten bleiben. econo 12/ November 2008 Bei den Ludwigshafener Gesprächen werden im Januar weltumspannende Themen diskutiert FONDS PROFESSIONAL KONGRESS Drehscheibe für Finanzdienstleister MANNHEIM. Der Fonds professionell Kongress, findet am 28. und 29. Januar im Mannheimer Congress Center Rosengarten statt. Die Veranstaltung dient als Plattform für Finanzdienstleistungsunternehmen, unabhängige Vermögensberater, Versicherungsmakler und Finanzierungsberater sowie Kundenberater von Banken und Sparkassen. Zu den Referenten zählen in diesem Jahr die Renn- fahrerin Jutta Kleinschmidt, Barings-Bank-Ruinierer Nick Leeson sowie der Dachfonds-Experte Eckhard Sauren. Darüber hinaus werden zahlreiche bekannte Fondsmanager anwesend sein. Auf dem Programm stehen mehr als 190 Fachvorträge und eine begleitende Messe mit rund 200 deutschen und internationalen Ausstellern. Der Eintrittspreis beträgt 28 Euro. Bei dem Kongress handelt es LUDWIGSHAFEN. Mit den Worten Klimawandel, Armut und Gerechtigkeit sind die diesjährigen Ludwigshafener Gespräche betitelt, die am 22. und 23. Januar im Heinrich-Pesch-Haus stattfinden. Veranstaltet werden die Gespräche von der Katholischen Akademie Rhein-Neckar in Kooperation mit dem Institut für Gesellschaftspolitik an der Hochschule für Philosophie in München (IGP), dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor. Am Donnerstag, dem 22. Januar, werden die Gespräche um 13 Uhr eröffnet. Am ersten Veranstaltungstag stehen Themen wie Klimawandel und Un-Gerechtigkeit: Perspektiven aus dem Süden, Warum wir einen Global Deal für Klima- und Entwicklungspolitik brauchen! sowie Globale Klimaund Entwicklungspolitik als gemeinsame Herausforderung für Süd und Nord auf dem Programm. Als Vortragende werden unter anderen der brasilianische Bischof Ulrich Steiner sowie hochrangige Vertreter aus der Wirtschaft erwartet. Am Freitag, dem 23. Januar, stehen hingegen die Themen Was können wir uns gegenseitig zumuten, was erwarten wir voneinander? und Unsere Verantwortung für eine entwicklungsgerechte Klimapolitik im Mittelpunkt. Hier werden als Referenten, neben Bischof Ulrich Steiner, hochrangige Politiker erwartet, unter ihnen die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul. Moderiert werden die Ludwigshafener Gespräche in diesem Jahr von Stefan Leifert und Dr. Peter Frey vom ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin. Kristian Klooß Daten & Fakten Termin: 22./23. Januar Ort: Ludwigshafen, Heinrich-Pesch-Haus Internet: sich um eine geschlossene Veranstaltung, an der maximal 5000 Besucher teilnehmen können. Eine Anmeldung ist daher Pflicht. KrK Daten & Fakten Termin: 28./29. Januar Ort: Mannheimer, Rosengarten Internet: fondskongress/kongressinfo.php

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