Enterprise Application Integration

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1 Enterprise Application Integration Titel des Lernmoduls: Enterprise Application Integration Themengebiet: New Economy Gliederungspunkt im Curriculum: Zum Inhalt: Dieses Modul befasst sich mit der Anwendungsintegration in bereits bestehenden Systemlandschaften. Außerdem werden Komponenten wie Middleware, Adapter und Prozessmanagement vorgestellt. Stichwörter: Anwendungsintegration, EAI,Middleware, Adapter, Prozessmanagement Bearbeitungsdauer: 35min Schwierigkeit: mittel Zielgruppe: Lehrstuhl: Lehrstuhl Prof. Thome -Uni Würzburg Professor: Prof. Dr. R.Thome Autoren: lpt Inhalt: Kernaussagen: Klassische Beschaffung Kernaussagen: Klassische Bestellabwicklung Vertiefung: Nachteile/Kosten der klassischen Beschaffung Kernaussagen: Online Procurement Kernaussagen: Fehlinvestitionen können vermieden werden Kernaussagen: Systemarchitektur Vertiefung: Unternehmensinterner Aufbau Vertiefung: Aufbau beim Lieferanten Vertiefung: Aufbau bei einem Intermediär Kernaussagen: Kooperation ermöglicht eine Verbesserung der Bestellabwicklung Kernaussagen: www-orientiertes Procurement schafft Potenziale Kernaussagen: Gelerntes Wissen testen... New Economy Enterprise Application Integration Page 1

2 Kernaussagen: Klassische Beschaffung Zunächst soll die klassische Beschaffung veranschaulicht werden, bevor auf ihre Nachteile und Kosten eingegangen wird. 1. Kataloge suchen 2. Einkauf vom Vorgesetzten genehmigen lassen 3. Formulare ausfüllen 4. Weiterleitung der Bestellung zum Einkauf 5. Eingabe der Bestellung in das System 6. Lieferantensuche 7. Bestellung beim Lieferanten 8. Lieferung 9. Warenannahme verteilt Ware 10.Abgleich der Buchhaltung 11.Bezahlung : Flashanimation ' AIDAILYDE.swf ' siehe Online-Version Kernaussagen: Klassische Bestellabwicklung Bei einer klassischen Bestellabwicklung werden fast identische Arbeitsschritte (z. B. Bestellauslösung auf Unternehmenseite und Bestellannahme auf Lieferantenseite) auf beiden Seiten durchgeführt. [Böhnlein, SS 2002] : Flashanimation ' AIDAEMYDE.swf ' siehe Online-Version Vertiefung: Nachteile/Kosten der klassischen Beschaffung Beschaffungskosten eines Bleistifts betragen ca. 88 Euro (einschließlich Ausfüllen des Antrags, Rechnungsprüfung, Bezahlung etc.) Administrationsaufwand hoch - ca. 9 Mitarbeiter sind an diesem Prozess mit Abstempeln,Unterzeichnen, Abheften, Faxen, Verbuchen, Telefonieren, etc. beteiligt. Pro Mitarbeiter wird die Ruhezeit eines Auftrags berechnet, d. h. die Zeit währendderen der Auftrag auf dem jeweiligen Schreibtisch liegt Bestellvorgang dauert etwa 7 Tage Verwaltung nimmt 70 % der Zeit des Einkaufs in Anspruch ein Drittel aller Einkäufe werden an Rahmenverträgen, die Mengenvergütungen ermöglichen würden, vorbei getätigt (http://www.wiinf.uni-wuerzburg.de/helios/) New Economy Enterprise Application Integration Page 2

3 Kernaussagen: Online Procurement Der hohe Zeitaufwand und die hohen Kosten haben viele Unternehmen veranlasst, sich einer neuen Art der Beschaffung anzuschließen. Durch den Einsatz von www-applikationen wird eine Vereinfachung manueller Tätigkeiten erzielt. Online Procurement hat zum Ziel, die Bestellauslösung nicht mehr zentral über den Einkauf, sondern dezentral vom Bedarfsträger selbst auszulösen. Ablauf Jeder Mitarbeiter kann von seinem Arbeitsplatz aus direkt auf das Procurement-System mit einem elektronischen Produkt- und Dienstleistungskatalog - in dem nur die Produkte angezeigt werden, zu deren Kauf der jeweilige Mitarbeiter berechtigt ist - zugreifen, nach bestimmten Produkten suchen und sie bei Bedarf bestellen. Nachdem das System das Bestellbudget des Mitarbeiters überprüft hat, wird die Bestellung sofort an den Lieferant weitergeleitet. Der Bedarfsträger ist nun für seine Bestellung selbst verantwortlich und muss immer seinen Status überwachen. Er übernimmt auch die Funktionen Wareneingang und Qualitätsprüfung. : Flashanimation ' AIDAYOYDE.swf ' siehe Online-Version Kernaussagen: Fehlinvestitionen können vermieden werden Vor der Einführung bzw. Umsetzung einer solchen Procurement-Lösung sollten einige Fragen unbedingt im Vorfeld geklärt werden, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Welche Produkte eignen sich? Es eignen sich Produkte mit folgenden Eigenschaften: geringer Bestellwert, geringes Risiko bei der Beschaffung, New Economy Enterprise Application Integration Page 3

4 wenig Erklärungsbedürftigkeit, C-Teile (Verbrauchsgüter wie z. B. Bleistifte), große Zahl an verschiedenen Herstellern, hoher Standardisierungsgrad der Produkte, überproportional hohe Transaktionskosten und Flexibilität bei Transport und Lagerung Welche Fragen müssen außerdem geklärt werden? Sind die Lieferanten damit einverstanden? Welche Lieferanten beteiligen sich und welche Anforderungen stellen wir an sie? Wie kann Integration zur bestehenden Systemlandschaft geschaffen werden? Welche Abläufe werden wie angepasst? Sind auch die Anwender damit einverstanden? Wie kann man das Sicherheits- und das Genehmigungsverfahren integrieren? Welche rechtlichen Bestimmungen sind zu beachten? Bis zu welchem Maß ist die Integration der Procurement-Lösung wirtschaftlich? [Thome, Schinzer, 2000, Kernaussagen: Systemarchitektur Das Bestellsystem bietet je nach Ort der Implementierung verschiedene Vor- und Nachteile. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, an welchem Ort das System implementiert und gepflegt werden kann. Unternehmensinterner Aufbau Der Bedarfsträger kann über das Intranet auf das Beschaffungssystem zugreifen. Aufbau beim Lieferant Das Bestellabwicklungssystem wird vom Lieferanten als Dienstleistung angeboten. Der Lieferant richtet Benutzerprofile ein; die Bedarfsträger können mittels Passwort und/oder Chipkarte auf das System zugreifen. Bereitstellung des Systems bei einem Intermediär Intermediäre stellen die Angebote mehrerer Lieferanten für mehrere Kunden über das Internet bereit. [Thome, Schinzer, 2000, New Economy Enterprise Application Integration Page 4

5 Vertiefung: Unternehmensinterner Aufbau Vorteile Sicherheitsrisiken bei der Übertragung von Daten über externe Netze entfallen, Unternehmung kann das System ganz nach den eigenen Bedürfnissen anpassen, Implementierung von Kontrollmechanismen und Genehmigungsverfahren ist einfach zu realisieren, Bestellvorgänge können kumuliert versendet werden um Losgrößeneffekte zu realisieren, lokale Verfügbarkeit der Kataloge vereinfacht die Suche und Selektion von Produkten und direkte Datenintegration in die eigenen betriebswirtschaftlichen Anwendungen erfolgt automatisch. [Thome, Schinzer, 2000, New Economy Enterprise Application Integration Page 5

6 Vertiefung: Aufbau beim Lieferanten Vorteile hohe Qualität und Aktualität der Daten, spontane Verfügbarkeitsprüfung und Rückmeldung möglich, Implementierung von Kontrollmechanismen und Genehmigungsverfahren einfach zu realisieren und Auftragsverfolgung möglich. Nachteil Genehmigungsverfahren sind nur sehr aufwendig realisierbar. [Thome, Schinzer, 2000, Vertiefung: Aufbau bei einem Intermediär Vorteile Produktdaten verschiedener Lieferanten unter einheitlicher Bedienoberfläche, umfassende Suchfunktionen und homogene Bestellfunktionen und Produktvergleiche über mehrere Lieferanten hinweg möglich. Nachteil Kosten sind dem Aufwand entsprechend sehr hoch. [Thome, Schinzer, 2000, New Economy Enterprise Application Integration Page 6

7 Kernaussagen: Kooperation ermöglicht eine Verbesserung der Bestellabwicklung Online Procurement ermöglicht die Integration in Systeme der Handelspartner. Der Vertrieb des Lieferanten kann nun - in Kooperation mit dem Einkauf des Unternehmens - versuchen, den neugestellten Anforderungen gerecht zu werden. Ähnliche Aktivitäten, die auf beiden Seiten auftreten, können integriert und so zu einer einzigen Aktion zusammengeführt und automatisiert bearbeitet werden. Die Zusammenarbeit und das Verfolgen gemeinsamer Ziele ist hier mindestens genauso wichtig wie der technische Aspekt. Die Distribution des einen Unternehmens verschmilzt mit dem Procurement des Anderen - unter Einsparung mehrerer Prozessschritte - zum gemeinschaftlichen "Districurement". [Böhnlein, SS 2002] : Flashanimation ' AIDARIKZ.swf ' siehe Online-Version Kernaussagen: www-orientiertes Procurement schafft Potenziale Die Beschaffung dezentral und über das Internet abzuwickeln, ermöglicht die Integration mit den Systemen der Handelspartner. Welche Vorteile diese Tatsache nun allgemein für ein Unternehmen mit sich bringt, soll anhand einiger Aspekte veranschaulicht werden. New Economy Enterprise Application Integration Page 7

8 Kernaussagen: Gelerntes Wissen testen... : Flashanimation ' AIDABKKZ.swf ' siehe Online-Version Glossar dezentral Erläuterungstext jeder Bedarfsträger kann direkt vom Arbeitsplatz eine Bestellung auslösen. Literaturverweis Literaturangabe [Böhnlein, SS 2002] Böhnlein,Claus (SS2002) Verbesserung der Bestellabwicklung aus Vorlesungsunterlagen "Supply Chain Management", Würzburg, Universität Würzburg Lehrstuhl Thome für Wirtschaftsinformatik [Böhnlein, SS 2002] Böhnlein, Claus (SS2002) Verbesserung der Bestellabwicklung aus Vorlesungsunterlagen "Supply Chain Management", Würzburg, Universität Würzburg Lehrstuhl Thome für Wirtschaftsinformatik New Economy Enterprise Application Integration Page 8

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