Migration von RMS nach ORACLE

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1 E.W.Raschner, Max von Pettenkofer-Institut, LMU München, Voraussetzungen, Umgebung Grundlegende Überlegungen Aufbau der ORACLE-Datenbank Programm-Schnittstelle ( OCI ) Probleme Ergebnisse Ausblick Einführung Gründe für die Migration: Von proprietären Lösungen zu Standards ( eigener DB-Server, RMS, VMS ) Plattformunabhängigkeit Öffnung für Tools anderer SW-Lieferanten ( ODBC, SAS, Office, BI-Produkte ) Ausgangspunkt für neue Anwendungen Kenntnisse der Mitarbeiter 1

2 Voraussetzungen Alle Anwendungen haben eine einheitliche, relativ einfache Schnittstelle zur Datenbank Diese ist Ansatzpunkt für die Umstellung der Datenbankschnittstelle von RMS-basierendeauf Oracle-basierende Zugriffe Programmierung mit OCI (Oracle Call Interface) Anwendungen bleiben zunächst auf VMS VMS-ALPHA-Cluster ( Oracle-Server auf ES40 bzw. DS25/1000 mit 2 Prozessoren und RAID ) Umgebung Alpha2100,1000,500au Diverse Vax-Rechner Vorher ca. 150 Desktop Clients mit Terminalemulation(Anita) bzw. Thin-Clients Alpha2100, 1000, 500au Alpha ES40 bzw. DS25/1000 Anwendungen: Warenwirtschaft Laborsystem etc. Nachher 2

3 Grundlegende Überlegungen Oracle ist heute performant genug, um keinen Engpass gegenüber RMS zu bedeuten, allerdings ist ein 'starker' Rechner mit mind. 2 Prozessoren, und ausreichend Hauptspeicher Schneller Plattenzugriff und sinnvolle Verteilung der Oracle-Dateien ( nicht nur Tables ) nötig Die Schnittstelle zwischen Anwendungen und Datenbank muss eindeutig, relativ einfach sein, und von allen Programmen eingehalten werden Aufbau der OracleDB Ausgehend von der Manager-View der RMS-DB werden DCL-und SQL Prozeduren erzeugt, die folgende Aufgaben erledigen: Erzeugen aller nötigen Tabellen und Indizes Export/Import Scripte Einrichten des System-Tablespace, Redo-Log- Dateien, Rollback-Segmente mit entsprechender Verteilung auf möglichst viele Platten Synonyme, Anwenderprofile 3

4 Programm-Schnittstelle ( OCI ) Die Schnittstelle zur RMS-DB ist ein logischer String in reverse polish Darstellung der Art operand operand operator aufgelöst auf einzelne Relationen Wird mittels eines Stack-basierten Algorithmus (endlicher Automat) in SQLStatements umgesetzt Programmierung in C unter Verwendung der Oracle Call Schnittstelle ( OCI ) als Standard- Interface zur Oracle Datenbank Probleme Implizite Sortierung der RMS-basierten DB Behandlung von NULL-Werten Gross/Kleinschreibung bei Such-Befehlen Datumstypen Funktionsumfang Oracle versus RMS Aufwand für Datenbank-Aufbau etwa gleich gross wie der Programmieraufwand OCI ist relativ gut dokumentiert, aber kaum jemand hat Erfahrung 4

5 Ergebnisse 1 / 2 Performance ausreichend, aber deutlich stärkerer Rechner für Oracle als für RMS Grösse der Tables und Indizes nahezu gleich Umgestellte Anwendungen laufen praktisch unverändert weiter, neue Oracle-basierende Anwendungen wurden bereits hinzu gefügt OCI-Interface ist für diese Art der Umstellung gut geeignet Ergebnisse 2/2 Aufwand Programmierung geringer als angenommen, trotz einiger unerwarteter Probleme wie NULL-Wert Behandlung Aufwand für Datenbank-Aufbau und Verwaltung sehr hoch im Vergleich zu RMS Erstaunliche Performance des Oracle Loaders Import mit Loader und Index-Erzeugung sind >Faktor 10 schneller als das Auslesen der Daten aus der RMS-Datenbank Fragen: 5

6 Ausblick Einführung von Bind-Variablen bei Erzeugung der SQL-Abfragen Anstelle der relativ einfachen SQLStatements aufgelöst nach Relationen gejointes SQL Optimierung mit Hilfe von Oracle Tools Erweiterung der bestehenden Anwendung und gleichzeitiges Hinzufügen neuer Anwendungen, damit wird Oracle zur Plattform der Integration mit aller eingesetzten Produkte/Programme Anhang:Manager-View der RMS-DB, Ausgang für automatisierten Aufbau der ORACLE-DB Relation Attr.Nr/Name Typ Nr./Bez. Attr.Länge Key KeyLänge AUFTRAG 1 ABTEILG 1 ASCII AUFTRAG 2 USERNAM 1 ASCII AUFTRAG 3 DATUM 12 DAT AUFTRAG 4 AUFTR_NR 1 ASCII AUFTRAG 5 PAT_IDET 1 ASCII AUFTRAG 6 AUFN_NR 1 ASCII AUFTRAG 7 RUECKR 1 ASCII AUFTRAG 8 KE_IDENT 1 ASCII AUFTRAG 9 EFWI 1 ASCII AUFTRAG 10 STUDIE 1 ASCII AUFTRAG 11 AUF_UKL 1 ASCII AUFTRAG 12 ZEICHEN 1 ASCII AUFTRAG 13 AMB/STAT 1 ASCII AUFTRAG 14 RISIKO 1 ASCII AUFTRAG 15 KR_SEIT 1 ASCII AUFTRAG 16 EX/IKT 1 ASCII AUFTRAG 17 SSW 1 ASCII AUFTRAG 18 E_IDENT 1 ASCII AUFTRAG 19 A_IDENT 1 ASCII

7 Anhang: reverse polish nach Sql Logstring als Characterstring mit folgendem Aufbau: 64 Nr.Attr1 65 Laenge des Attr1 Wert Attribut1 Vglop 64 Nr.Attr2 65 Laenge des Attr2 Wert Attribut2 Vglop Logop vglop =, <, > usw. Logop AND,OR, usw. Beispiel: = = AND Auftr_Nr = Pat_Idet = AND Resultat der Umsetzung: Select from Auftrag where Auftr_nr= and Pat_Idet = ; Anhang: Größen und Zeiten Tabelle sekun. Anzahl Groesse RMS/ Groesse ORACLE Export Import create Index Tupel Export-Datei Data/Index Zeit Zeit IndexZeit AUFTRAG 3 1.5Mio / / :28.00???? BEFTEXT Mio / / : : :10.00 ERGEBNIS 1 6.0Mio / / : : :21.00 MATERIAL 2 2.4Mio / / : : :17.00 UNTSUCH 3 5.9Mio / / : : :13.00 RECHBUCH 0 8.3Mio / / :35.00?? jeweils 1 Primaer-Index, Datei Groessen in VMS Bloecken, Versuch 1 : Verteilung Oracle-Daten 4 Platten, 1 Kontroller, Plattentyp RZ1ED-LS (10K rpm) Tabelle sekun. Anzahl Groesse RMS/ Groesse ORACLE Export Import create Index Tupel Export-Datei Data/Index Zeit Zeit IndexZeit AUFTRAG 3 1.5Mio / / : : :01.33 BEFTEXT Mio / / : : :07.18 ERGEBNIS 1 6.0Mio / / : : :03.02 MATERIAL 2 2.4Mio / / : : :02.41 UNTSUCH 3 5.9Mio / / : : :09.08 RECHBUCH 0 8.3Mio / / : : jeweils 1 primaer-index, Datei Groessen in VMS Bloecken, Versuch 2 : Plattentyp Oracle-Data 5 Platten 2x Compaq (15K rpm) fuer Daten und Index 3 Platten typ RZ1ED-LS (10K rpm), 2 Kontroller 7

8 Anhang: Oracle9i und VMS OUI Oracle Universal Installer, basiert auf Java, ODS5-Disk nötig (weitgehend identisch mit Struktur auf UNIX/LINUX =/= 8i ) DBCA DataBaseCreationAssistant für Erzeugen/Verwalten von Dbs Scripts für DB-Erzeugen können erstellt werden Installationsskripte produzieren zum Teil schwer nachvollziehbare VMS- Probleme ( set def, set display ) ältere Alpha-Prozessoren nicht unterstützt 8

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