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1 Jahresbericht 2011

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3 Inhalt Editorial... 4 Schwerpunktthema... 8 Berichte aus den Bereichen und Geschäftsfeldern FinanzGruppe: Führung und General Management FinanzGruppe: Produktions- und Steuerungsbank FinanzGruppe: Vertriebsbank FinanzGruppe: Key-Account- und Alumni-Aktivitäten Agri-Food-Business und Verbundgruppen Verbände und Ausland Hotel Schloss Montabaur Öffentlichkeitsarbeit Kommunikation, Vertriebsmanagement und Kundenservicecenter Interne Unternehmenssteuerung Research Qualitätsmanagement und Lernmethoden Personalmanagement ADG Business School Organe, Fachräte und Bereichsleiter der ADG Förderverein der ADG Highlights ADG Impressum und Fotos... 58

4 04 05 Editorial Qualität und Werte in einer neuen Welt Web 2.0, Social Media und die Endgeräte-Revolution von Smartphones und Tablet-PCs verändern nicht nur die Kommunikationswelt rund um das Internet, sondern haben tief greifende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Wie der kanadische Professor Don Tapscott bei der Eröffnung des Veranstaltungszentrums der ADG deutlich machte, haben beispielsweise die Occupy-Wall- Street- Bewegung und die Freiheitsbewegungen in Nordafrika ähnliche Grundmuster: Eine tiefe Unzufriedenheit der Menschen mit bestehenden Ungerechtigkeiten organisiert sich über die sozialen Netzwerke zu einer breiten Protestbewegung (auch wenn all diesen Bewegungen gleich ist, dass man zwar gegen etwas ist, aber nicht weiß, wofür man ist). Gleichzeitig führt die Vernetzung und Transparenz der neuen Kommunikation dazu, dass mangelnde Wahrhaftigkeit und Manipulationen immer schneller entlarvt werden.

5 In dieser Entwicklung steckt eine sehr große Chance für all jene, die mit Werten und Qualität das halten, was sie ver sprechen. Dieser gesellschaftliche Megatrend beflügelt ganz sicher das Geschäftsmodell der Genossenschaften, welches im Jahr der Genossenschaften 2012 immer stärker in den gesellschaftlichen Fokus gerät. Dass dies letztlich auch zum wirtschaftlichen Erfolg führt, haben die drei Säulen des deutschen Genossenschaftssektors im Jahr 2011 einmal mehr zeigen können. Die genossenschaftliche FinanzGruppe hat 2011 wiederum Marktanteile gewonnen und erstmals die Marke von 17 Millionen Mitgliedern durchbrochen. Die Unternehmen im Bereich des Deutschen Raiffeisenverbandes sind in einem turbulenten Jahr 2011 um 12,6 % gewachsen, und auch die dezentralen gewerblichen Verbundgruppen sind auf klarem Wachstumskurs. Die gesamtgesellschaftliche Entwicklung stützt das Geschäfts modell dezentraler Nachhaltigkeit. Gleichwohl muss auch die Genossenschaftsorganisation die Herausforderung bestehen, auf der neuen kommunikativen Klaviatur erfolgreich zu spielen. Strategie, Struktur, Kultur Im Jahr 2011 hat die ADG den Dreiklang aus Strategie, Struktur und Kultur mit einem umfassenden Werteprozess komplettiert. Die Ausgangsbasis bildete der 2009 neu aufgesetzte Strategieprozess, in dessen Rahmen die klare Orientierung der ADG an der Kundennutzenperspektive mit dem Slogan Ihr Erfolg ist unsere Motivation festgelegt wurde. Im Jahr 2010 wurden diese strategischen Aussagen in den Strukturen der ADG umgesetzt, indem die Geschäftsfelder neu strukturiert wurden, neue Querschnittsfunktionen etabliert wurden und das Produktportfolio deutlich verschlankt wurde. Erstmals kam in 2011 die auf dieser Basis entwickelte neue Balanced Scorecard der ADG zum Einsatz. Auf dieser gehen bei der Messung der Kundenperspektive drei Teilindizes in die Gesamtwertung ein: Neben den Indizes für die Globalzufriedenheit und für Service und Ambiente ist dies der (neue) Index Erfolgsbeitrag. In diesem Index misst die ADG durch Teilnehmer- und Entsenderbefragungen, ob die Teilnahme an den Maßnahmen der ADG den Kunden tatsächlich in der Erreichung seiner Ziele erfolgreicher gemacht hat. Bei den Teilindizes wurde (nach Schulnotenskala) bei der Globalzufriedenheit ein Wert von 1,5, beim Service und Ambiente ein Wert von 1,3 und beim Erfolgsbeitrag ein Wert von 1,5 erzielt. Erhalten blieben auf der Balanced Scorecard die bisherige Finanzperspektive, deren Ziel deutlich übertroffen wurde, und der Innovationsindex, der in 2011 einen Wert von 0,87 erreichte, was bedeutet, dass 87 % der Angebote der ADG jünger als drei Jahre waren. Neben der Beurteilung einzelner Maßnahmen durch die Kunden erfragt die ADG zusätzlich in einer Repräsentativbefragung die Gesamtzufriedenheit mit der ADG. Die hohe Zufriedenheit der Kunden in 2010 konnte im Jahr 2011 noch weiter erhöht werden: 82 % der Kunden beurteilen die ADG mit sehr gut oder ausgezeichnet (Vorjahr 63 %). Besonders bemerkenswert ist dabei auch die hohe Weiterempfehlungsbereitschaft: 96 % der Befragten empfehlen die ADG ihren Kollegen und Mitarbeitern. Das starke Wachstum der ADG hat somit seine Wurzeln in einer hohen Kundenzufriedenheit. Ein überaus positives Ergebnis konnte auch der Hotelbereich von Schloss Montabaur erzielen: 95 % der Kunden sind mit der Service- und Kundenorientierung im Hotelbereich äußerst oder sehr zufrieden. Im Jahr 2011 wurde auch der Werteprozess der ADG abgeschlossen. In mehreren TABOR-Workshops mit Führungskräften, Mitarbeitern, Kunden und Dozenten wurden auf der Basis des genossenschaftlichen Selbstverständnisses die Grundwerte der ADG herausgearbeitet: Wahrhaftigkeit, Vertrauen, Verantwortung, Wertschätzung, Innovation und Exzellenz. Daraus folgen wiederum die Handlungsmaximen Kundenzentrierung und Kooperation. In einer Mitarbeiterbefragung wurde praktisch als Nullmessung hinterfragt, wie weit diese Werte in der ADG nach innen wie nach außen heute schon gelebt werden. Aus den Ergebnissen dieser Befragung heraus konnten Felder

6 06 07 Editorial identifiziert werden, in denen die Werte in Zukunft noch besser gelebt werden können. In konkreten Umsetzungsprojekten geht die ADG all diese Themen an. Ergebnisse dieses Prozesses sind beispielsweise auch die ADG-Zufriedenheitsgarantie für ihre Kunden (Geld-zurück-Garantie), ein Qualitätsmanagementhandbuch für die Partner der ADG sowie der Ausbau der eigenen Personalentwicklung und des Gesundheitsmanagements im Unternehmen. In 2012 werden darüber hinaus alle allgemeinen Geschäftsbedingungen und Vertrags grundlagen der ADG mit Blick auf Wertekonformität überarbeitet. Am Ende dieses Prozesses schließt sich das Dreieck von Strategie, Struktur und Kultur. Zweiter Regelkreis der Qualitätssicherung Neben der direkten Beurteilung durch Kunden und Entsender hat die ADG einen zweiten Regelkreis der Qualitätssicherung geschaffen. Im Hotelbereich hat Schloss Montabaur die externe Zertifizierung Servicequalität Deutschland Stufe II erfolgreich durchlaufen, eine Servicequalitätsstufe, die in Deutschland nur 176 von Betrieben erreichen. Für 2012/2013 ist geplant, die neu eingeführte Stufe III von Servicequalität Deutschland zu erreichen. Im Seminarbereich erfolgte erstmals eine externe Qualitätssicherung durch die European Foundation for Management Development (EFMD). Seit 2009 ist die ADG Mitglied in dieser Vereinigung der weltweit führenden Managementakademien, Business Schools und wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulen. In einem Peer-Review-Prozess durch eine internationale Prüfungskommission von Spezialisten aus dem Kreis der EFMD-Mitglieder erhielt die ADG das begehrte Clip-Zertifikat für fünf Jahre. Dabei setzte das internationale Expertenteam strenge Maßstäbe: Nach einer umfang reichen Prüfung der bereitgestellten Unterlagen folgten eine Vielzahl von persönlichen Interviews mit dem Vorstand, den Führungskräften und Mitarbeitern sowie mit Gremien mitgliedern und Kunden. Neben dem generellen Gütesiegel enthält der Bericht über 90 Einzelbeurteilungen zu wichtigen Fragen der ADG, angefangen bei der strategischen Aufstellung bis hin zur Güte von einzelnen Prozessen. Erfolgreich und werteorientiert Das Thema Werte stand aber nicht nur für die ADG selbst, sondern mit der Vermittlung der genossenschaftlichen Wertekultur auch im Angebot der ADG im Mittelpunkt der Arbeit in Um eine theoretische Grundlage für die Wertedis kussion in der genossenschaftlichen Organisation zu legen, hat der Förderverein der ADG einen der renommiertesten deutschsprachigen Philosophen, Prof. Julian Nida-Rümelin, Ludwig-Maximilians-Universität München, mit einem Gutachten zur Unternehmens- und Führungsethik in Genossenschaften beauftragt. In einem ersten Schritt galt es herauszuarbeiten, welches die Grundbedingungen einer ethischen und dabei gleichzeitig erfolgreichen Ökonomie sind. Auf der Basis dieser Grundlage untersucht Nida-Rümelin anschließend, inwiefern die genossenschaftliche Unternehmensform hierfür einen geeigneten Rahmen bildet. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die genossenschaftliche Rechtsform wie keine andere in der Lage ist, Erfolg und Ethik in der Ökonomie miteinander zu verknüpfen. Als wesentliche Bedingungen sieht er das Identitätsprinzip von Kunde und Eigentümer, die Selbsthilfe und Solidarität im Haftungsverbund, die regionale Verwurzelung sowie die Kooperation in einem kontrollierten Netzwerk. Gleichzeitig macht er jedoch deutlich, dass dieser Rahmen nicht automatisch zu dem gewünschten ethisch erfolgreichen Ergebnis führt. Im dritten Teil des Gutachtens wird herausgearbeitet, welche ethischen Grundsätze in der Führung erforderlich sind, damit dieser Rahmen auf richtige Weise gefüllt wird. Die Ergebnisse dieses Gutachtens sind zum einen in die Arbeit des BVR-Fachrats Personal eingeflossen, mit dem Ziel, die Mitarbeiter der genossenschaftlichen Banken zu Wertebotschaftern zu machen. Zum anderen hat die ADG ein Umsetzungsprojekt in Zusammenarbeit mit der ADG Business School aufgesetzt, welches sicherstellt, dass die genossenschaftlichen Kernwerte und eine genossenschaftliche Führungsethik ab Mitte 2012 feste Bestandteile aller Managementprogramme der ADG werden. Dies betrifft sowohl die strategische Ausrichtung als auch Umsetzungshilfen bis in die Teilbankbereiche hinein. Parallel dazu befasst sich eine Arbeitsgruppe aus der ADG und den regionalen Akademien mit der Umsetzung des Wertesystems in der gesamten genossenschaftlichen Personalentwicklungsarbeit.

7 Die ADG ist der festen Überzeugung, dass dies für die genossenschaftlichen Unternehmen eine Chance ist, eine Alleinstellungsposition im Markt von der Werteseite her zu definieren. Mehrwert in der neuen Kommunikationswelt Die neue Kommunikationswelt verändert unsere Gesellschaft aber noch in einer anderen Richtung: Während es bisher durchaus ein Erfolgsrezept war, einen Wissens- und Informationsvorsprung vor anderen zu haben, entsteht in der neuen Welt ein Mehrwert dadurch, dass man sein Wissen teilt, sei es über Rezensionen, Blogs oder ähnliche Themen. Die ADG ist in einem TABOR-Workshop mit Mitarbeitern, externen Experten und Kunden der Frage nachgegangen, was diese neue Welt des Wissenteilens mit einem Wissensunternehmen wie der ADG macht. Das Ergebnis ist eindeutig: Für die ADG ist das eine sehr große Chance. Die ADG nutzt die neuen Technologien bereits intensiv. So wurden allein in sogenannte Webinare durchgeführt. Webinare sind eine Mischung aus Seminar (= Vorlesung) mit Rückfragemöglichkeiten und Integration der Zuhörer über das Internet. Dabei wurden auch die neuen Möglichkeiten der Endgerätetechnologie, beispielsweise die Teilnahme an den Webinaren mittels einer App auf einem Tablet PC oder gar Smartphone, genutzt. Durch das Format der Webinare besteht eine zeitsparende und kostengünstige Möglichkeit für die Kunden der ADG, zu aktuellen Themen auf dem Laufenden zu bleiben. Gleichzeitig werden diese neuen Lernformen aber die klassischen Präsenzseminare, in denen es insbesondere auch auf den persönlichen Austausch ankommt, nie ersetzen. Die ADG wird bei diesen Formaten die neuen Techniken nutzen, um hier zusätzliche Services für die Kunden zu generieren. Das kann damit beginnen, dass die Kunden schon in der Phase der Seminargestaltung mit ihren Wünschen und Ideen einbezogen werden, und führt über zusätzliche Services während des Aufenthalts auf Schloss Montabaur bis hin zur Unterstützung bei der Nachbearbeitung und Umsetzung des Gelernten in der Praxis mit Hilfe von Blogs, geschlossenen Kommunikationsgruppen etc. Im Ergebnis des Workshops wurde ein Projekt aufgesetzt mit dem Ziel, dass die ADG bis zum Ende des Jahres 2012 in allen Bereichen und allen Formaten vollständig in der neuen Welt von Web 2.0, Social Media und Endgeräte-Revolution angekommen sein wird. Schöne neue Welt Auch wenn einem manchmal angesichts der rasanten Geschwindigkeit der neuen kommunikativen Welt der Atem stockt, überwiegen letztlich die Vorteile gerade für genossenschaftliche Unternehmen. Die beiden Megatrends, nämlich Social Networks auf der einen und die Bedeutung ethischen Handelns auf der anderen Seite, belohnen solche Unternehmen, die sich durch Aufrichtigkeit, Kooperation und eine nachhaltige Form des Wirtschaftens auszeichnen, wie es in den Genossenschaften praktiziert wird. Die ADG leistet ihren Beitrag dazu, dass wir alle erfolgreich in dieser neuen Welt agieren. Johann Graver, Bereichsleiter Personalmanagement, und Uwe Tangermann, Vertriebsleiter Marktgebiet Hannover-Mitte, beide Hannoversche Volksbank eg

8 08 09 Schwerpunktthema Martin Rith, Regionaldirektor Privatkundengeschäft Stuttgart-Mitte, Manfred Schneider, Regionaldirektor Firmenkundengeschäft Schorndorf, und Frank Horchelhahn, Bereichsleiter Marktfolge Aktiv (v.l.n.r.), alle Volksbank Stuttgart eg ADG integriert Web 2.0 konsequent in ihre Kommunikation und Qualifizierungsangebote Rund zwanzig Jahre nach seinem Siegeszug als Informationsmedium hat das Internet eine neue Entwicklungsstufe erreicht, das Web 2.0. Die ADG hat sich frühzeitig mit den neuen Möglichkeiten des Web 2.0 beschäftigt und diese schrittweise in ihre Kommunikation und die Qualifizierungsangebote integriert. Mit der Einführung der ADG- XING-Kunden-Community im Jahr 2010 und von Webinaren sammelte sie in diesem Bereich bereits erste Erfahrungen. Diesen Kurs setzte sie in 2011 konsequent fort. Schwarmintelligenz, sondern gleichzeitig wird auch ein übergreifendes gemeinsames Lernen in einer neuen Dimension möglich. Zum anderen schaffen die technischen Fortschritte in der modernen internetgestützten Kommunikation ideale Voraussetzungen für diesen Austausch. Die nahezu jederzeit ortsunabhängige Verfügbarkeit und die Bedienerfreundlichkeit der vielfältigen mobilen Endgeräte machen das Web 2.0 zum festen Alltagsbegleiter in Beruf und Privatleben und damit zu einem immer wichtigeren Faktor in sozialen Beziehungen. Neue Formen des Lernens und Austauschs im Web 2.0 Zwei wesentliche Kräfte treiben die Weiterentwicklung des Internets voran: Dies ist zum einen der Trend bei Millionen von Nutzern, in einem ständigen und intensiven Austausch zu stehen, Inhalte im Internet gemeinsam zu erarbeiten und Wissen bewusst zu teilen. Durch dieses schnelle, weltweite Miteinander entsteht nicht nur neues Wissen im Sinne einer Insofern ist Web 2.0/Social Media das Trendthema im Internet. Der Begriff Social Media umfasst den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Sichtweisen mit Hilfe von Community-Websites. Beispiele für Social-Media-Plattformen sind Blogs, Foren, Netzwerke, Bild- und Videoportale, nutzergenerierte Websites, Wikis und Podcasts. Die neuen Online-Communitys wachsen rasant: Rund 845 Millionen

9 Menschen nutzten zu Jahresbeginn 2012 allein Facebook, das derzeit größte soziale Netzwerk, mit seinen unterschiedlichsten Funktionalitäten. Von Beginn an stand bei den Anbietern der mobilen Endgeräte das interaktive Lernen als eines der Zukunftsfelder im Fokus. Durch entsprechende Softwarelösungen, die sogenannten Apps, sind in den USA bereits an vielen Schulen und Universitäten ipads im Einsatz, mit deren Hilfe die Schüler, Studenten, Lehrer und Professoren ihre Aufgaben organisieren, Vorlesungen online verfolgen, Mitschriften anfertigen oder sich auf Prüfungen vorbereiten. Über Vorlesungen, Videos, Bücher und weitere Materialien zu Tausenden von Themen stehen laut dem Branchenführer Apple derzeit bereits online zur Verfügung und können über itunes U verteilt werden. Das Lernen über Web 2.0/Social Media ist daher keine Zukunftsmusik mehr, sondern bereits Teil des modernen und innovativen Lernens. ADG-Webinare als neue Lernformate In 2011 hat die ADG über 100 Webinare durchgeführt und diese weiter ausgebaut: In den Webinaren erhalten die Teilnehmer Informationen und Wissen ohne Reisekosten direkt per Internet auf ihren Arbeitsplatz oder ihr mobiles Endgerät. Die neuesten Ergebnisse der Marktforschung bestätigen das große Interesse der genossenschaftlichen Banken insbesondere der Führungskräfte und Spezialisten an dem neuen Lernformat. Im Gegensatz zu den bisherigen E-Learning-Formaten spielen die Interaktionen in den Webinaren eine wichtige Rolle: Per Chat oder Telefon können die Teilnehmer während des Webinars jederzeit ihre Fragen an die Dozenten richten oder als Diskussionspunkte in die gesamte Gruppe tragen. Hierzu können neue Elemente wie Live-Umfragen, Videos oder Download-Möglichkeiten direkt in das Webinar eingebaut werden. Webinare bieten immense Vorteile für alle Beteiligten: Als Anbieter kann die ADG schnell auf aktuelle Entwicklungen, wie beispielsweise gesetzliche Neuregelungen, reagieren und binnen Tagen ein entsprechendes Angebot bereitstellen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der ADG-Angebote lagen dabei im vergangenen Jahr auf den bankaufsichtsrechtlichen Themen: So wurden u. a. Webinare zu den Themen Basel III, Verschärfung des Basel-II-Zinsschocks oder Neue Anforderungen an den Strategieprozess durchgeführt. Zudem bot die ADG Webinare zur modernen Ausrichtung der Produktionsbank und zur Nutzung von Social Media an. Die ADG-Webinare wurden dabei speziell für das ipad optimiert, denn neben dem Zugangsweg per Desktop- PC können alle ADG-Webinare auch mittels der bereits genannten kostenlosen Apps über das ipad, Tablets auf Basis des Android-Betriebssytems oder per Blackberry PlayBook verfolgt werden. Für das Jahr 2012 sind bereits rund 200 ADG-Webinare geplant. Integration der mobilen Endgeräte in bestehende angebote Außer bei den ADG-Webinaren kommt das ipad aber auch direkt im Seminar zum Einsatz: So erhalten die Teilnehmer des Managementprogramms TOP zu Programmbeginn ein ipad, über das sämtliche Seminarunterlagen zur Verfügung gestellt werden. Mittels Zusatzprogrammen können die Unterlagen beispielsweise direkt über den Bildschirm mit eigenen handschriftlichen Notizen und Markierungen versehen sowie anschließend als bearbeitete Seminarunterlagen digital gespeichert werden. Bei einem Gewicht von gerade einmal 600 Gramm ermöglicht das ipad2 den Teilnehmern, auf alle Unterlagen auch aus vergangenen Modulen zuzugreifen. Die Teilnehmer gewinnen so einen direkten Eindruck und sammeln Erfahrungen, wie sich die technischen Möglichkeiten durch die neuen Endgeräte derzeit dramatisch verändern und welche Chancen dies konkret, beispielsweise für eine Beratung per ipad, in ihrer Bank oder im mobilen Vertrieb mit sich bringt. Erste interaktive Lesung per Videostream auf Schloss Montabaur durchgeführt Eine ADG-Premiere fand am 13. Juli 2011 unter der Kuppel des neuen Veranstaltungszentrums auf Schloss Montabaur statt: Dr. Andreas Zeuch trug in der ersten interaktiven Lesung der ADG aus seinem Buch Feel it! So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen Kernthesen vor und stellte diese zur Diskussion. Neben den rund 60 Zuhörern in der Kuppel nahm eine

10 10 11 Schwerpunktthema Vielzahl von Online-Teilnehmern das Angebot per Videostream am heimischen Bildschirm wahr. Die Teilnehmer vor Ort und im Internet diskutierten unter der Moderation von Markus Stegfellner lebhaft mit Dr. Zeuch sowie zwei geladenen Experten und machten die erstmals durchgeführte interaktive Web-Lesung zu einem echten Erfolg. Ein kurzer Mitschnitt von ca. fünf Minuten Länge steht unter dem in der Fußzeile abgedruckten QR-Code per Internet zur Verfügung. 1 QR-Codes als ideale Brücke zwischen der Print- und onlinewelt QR-Codes ( QR steht für quick response ) setzt die ADG seit Anfang letzten Jahres erstmals als Symbol und Wegweiser beim ADG-ZukunftsRadar 3.0 in ihrer Kommunikation und Interaktion ein. Der QR-Code bildet dabei eine ideale Brücke zwischen der Print- und der Online-Welt, da der Leser keine komplizierte Internetadresse eingeben muss, sondern automatisiert und sekundenschnell zum entsprechenden Online-Angebot geleitet wird. Ob in Broschüren oder auf Flyern, Anzeigen oder Hinweisschildern: Schrittweise integriert die ADG diese Technik derzeit in ihre Kommunikationsmittel, aber auch in die Veranstaltungen, wie beispielsweise in Foren wie jüngst beim Forum Organisation Die Teilnehmer in diesen Foren können den QR-Code mit ihrem Smartphone oder ipad/tablet scannen und auf eine Online-Umfrage zugreifen und diese ausfüllen. Innerhalb weniger Sekunden werden die Ergebnisse solcher Umfragen dem Dozenten während des Vortrags aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Sie 1 Laden Sie einfach einen kostenfreien QR-Code-Reader wie i-nigma auf ihr mobiles Endgerät, und lesen Sie den Code mit der Kamera des Gerätes aus. dienen als Basis einer intensiven Diskussion während und nach dem Forum. Dieses Beispiel zeigt, welche völlig neuen Formen der Interaktion und Meinungsabfrage durch den Einsatz von QR-Codes während einer größeren Tagung zur Verfügung stehen. ADG fragt Erwartungen an Seminare im Vorfeld online ab In 2011 hat die ADG einen wichtigen Baustein zu einer noch kundenorientierteren Gestaltung ihrer Qualifizierungsprogramme eingefügt: So erhalten alle Teilnehmer von Seminaren, Qualifizierungsprogrammen und Workshops jeweils vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn per einen Link zu einer Online-Umfrage, in der die Ziele und Erwartungen an die Veranstaltung aus Teilnehmer- und Unternehmenssicht abgefragt werden. Die Teilnehmer können hier auch spezielle Fragen aus ihrer täglichen Arbeit im Vorfeld einreichen. Die Dozenten erhalten diese Informationen in anonymisierter Form als Vorbereitung und können sich somit noch gezielter auf die jeweilige Teilnehmergruppe einstellen. Auch mit Blick auf den nachhaltigen Erfolg der Qualifizierungsprogramme geht die ADG neue Wege: So wird den Teilnehmern und den entsendenden Banken zwei Monate nach Veranstaltungsende eine kurze Online-Befragung zugesendet, in der erhoben wird, inwieweit die in der Veranstaltung vermittelten Inhalte auch am Arbeitsplatz umgesetzt werden und so zu einem noch besseren Erfolg des Hauses beitragen konnten. Damit will die ADG ihrem Leistungsversprechen Ihr Erfolg ist unsere Motivation weitere Impulse zum Nutzen und Erfolg der Kunden geben. Schwerpunktthemen der ADG in 2012 Die ADG hat sich im Rahmen ihrer Jahresplanung die Integration von Web 2.0/Social Media als einen ihrer Arbeitsschwerpunkte 2012 auf die Agenda gesetzt. Umfangreiche Vorbereitungen wurden bereits im letzten Jahr getroffen. Die Maßschnur aller Überlegungen ist dabei der Kundennutzen, d. h., es erfolgt keine Integration um der Integration willen, sondern gezielt nur dort, wo die ADG ihren Kunden durch den Einsatz konkrete Mehrwerte bieten kann.

11 Weitere Qualitätssteigerungen bei den Qualifizierungsangeboten Social Media bietet die Chance, Interessenten und Kunden noch intensiver als bislang in die Planung und die konkrete Durchführung von Veranstaltungen einzubeziehen und sie in der anschließenden Umsetzungsphase im Unternehmen zu begleiten. Durch einen frühzeitigen und intensiven Kontakt mit dem Kunden können neue Stimmungen und Herausforderungen noch früher erkannt werden und in einem engen Miteinander können die optimalen Lösungen entwickelt werden. Mit Social Media kann die ADG beispielsweise über Online-Befragungen, Votings oder Diskussionsplattformen zu Fachthemen mit den genossenschaftlichen Partnern in Kontakt treten, um Themen und deren Praxisrelevanz auszuloten. Auch bei der konkreten Zusammenstellung von Inhalten bestehen intensivere Möglichkeiten, mögliche Teilnehmer von Beginn an einzubinden. Auch während der Veranstaltung können über diese Kanäle gezielt Empfehlungen, Kritik und Kommentare generiert werden. Nach Veranstaltungsende werden sich künftig völlig neue Möglichkeiten der Umsetzungsbetreuung bieten. Web 2.0 macht nicht nur neue Lernformate möglich, sondern trägt auch erheblich zur Qualitätssteigerung der bekannten Formate wie Workshops, Seminare oder Foren bei. Kontakte und Netzwerk weiter ausbauen Über die sozialen Netzwerke ergeben sich auch neue Chancen für die Pflege und den Ausbau der in den Seminaren geknüpften Kontakte der Teilnehmer untereinander und der Kontaktpflege zur ADG. Hier arbeitet die ADG an einer Auswahl und zielgruppengerechten Gestaltung der entsprechenden Plattformen. Das Augenmerk in 2012 liegt im Aufbau und in der Optimierung sogenannter Social Networks wie Facebook, Twitter, Xing und YouTube sowie auf der Integration von interaktiven Elementen, wie Blog-Funktionen und/oder Bewegtbildern. Die technischen Affinitäten, die Lehrinhalte sowie die Lerngestaltung unterschiedlicher Zielgruppen der ADG werden dabei unmittelbar berücksichtigt. Auf diesem Weg lässt sich auch während den Präsenzphasen der Kontakt weiter ausbauen und die Erreichbarkeit für den Kunden spürbar verbessern. Optimierung mit Blick auf die mobilen Endgeräte Ein weiterer Schwerpunkt wird das Thema Mobile Endgeräte sein. Hierzu entwickelt die ADG spezielle Inhalte für Smartphones und Tablets. Zudem überarbeitet sie die Internetseiten der ADG, der ADG Business School und der ADV vollständig und optimiert diese so, dass die grafische Darstellung und eine bequeme Nutzung der Funktionalitäten auch auf Smartphones und Tablet-PCs möglich sein werden. Weitere neue technische Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Fernsehen der Zukunft mit einem entsprechenden Smart-TV-Gerät, runden das Angebot ab. Zielgerichtete Integration in die Kommunikation Web 2.0/Social Media sowie die neuen technischen Möglichkeiten werden systematisch in die gesamte Unternehmenskommunikation der ADG sowie der Schwestermarken eingearbeitet. Dies beginnt bei der Verwendung von QR-Codes in den Publikationen und reicht über die neuen Internetauftritte bis hin zu einer aktiven redaktionellen Arbeit auf den neuen Plattformen und in den sozialen Netzwerken. Voraussetzung für den Erfolg der unterschiedlichen Maßnahmen ist jedoch, dass sich die Mitarbeiter mit den Möglichkeiten und Besonderheiten des Web 2.0 vertraut machen. Daher hat die ADG seit 2010 das Mitmachen in sozialen Netzwerken gefördert und in 2011 auch die nötige Geräteausstattung bereitgestellt, damit die Mitarbeiter Wissen und praktische Erfahrungen sammeln. Da insbesondere in den sozialen Netzwerken dezentrale Kommunikation gefordert ist, ist die ADG dabei, interne Social-Media-Guidelines zu verankern, welche die Richtschnur für das Verhalten der Mitarbeiter auf diesen Plattformen vorgeben. Die immensen Nutzerzahlen der sozialen Netzwerke und die Verkaufsrekorde bei den mobilen Endgeräten zeigen, wohin sich der Markt entwickelt. Was heute noch manchem als verzichtbare Spielerei erscheint, wird schon morgen unverzichtbarer Standard im Alltagsgeschäft sein. Daher ist es für den genossenschaftlichen Verbund von großer Bedeutung, zu den Schrittmachern bei der Integration der modernen Medien zu gehören.

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13 Die Qualifizierungsangebote der ADG nutzen wir schon seit vielen Jahren über alle Themenfelder hinweg sehr intensiv. Besonders wichtig ist uns, dass die ADG ein Pionier für aktuelle, innovative Themen und Qualifizierungsformate ist, die sie konsequent in ihre Angebote integriert. So bleiben nicht nur die klassischen Programme und Seminare topaktuell, sondern es entstehen auch völlig neue Angebote wie TABOR, die mich durch ihre kreative und zugleich zielgerichtete Problemlösungstechnik begeistern. Zu den neuen Angeboten zählen für mich auch die Webinare, mit denen wir uns kurz und kompakt beispielsweise über neue Herausforderungen in der Produktionsbank umfassend am Rechner in der Bank informieren konnten. Gerhard Walther VR-Bank Rothenburg o. d. Tbr. eg

14 14 15 Berichte aus den Bereichen und Geschäftsfeldern Führung und General Management Exklusiver Hochschulstudiengang MBAonTOP Die Erfolgsgeschichte des umstrukturierten TOP-Trainingsprogramms Oberste Personalebene geht weiter: Nachdem 2011 zwei komplett ausgebuchte TOPs für Vorstände und Führungskräfte der zweiten Ebene erfolgreich gestartet waren, erfreut sich dieses Premium-Managementprogramm der ADG auch 2012 größter Beliebtheit: Beide in 2012 startenden Programme sind ausgebucht. Neben der Vermittlung von breit gefächerten Managementkenntnissen schätzen die Teilnehmer besonders auch den sogenannten Blick über den Tellerrand mit Einblicken in andere Branchen (BlickWechsel) und Berichten herausragender Persönlichkeiten sowie erfahrener Führungskräfte aus Wirtschaft und Gesellschaft (Perspektiven der Führung). Zudem wird es 2012 eine Neuerung für die TOP-Teilnehmer geben: Ab sofort besteht die Möglichkeit, den neuen Studiengang MBAonTOP anzuschließen und so den akademischen Titel Master of Business Administration zu erwerben. Hierbei können TOP-Inhalte in erheblichem Umfang angerechnet werden. BankCOLLEG setzt auf webbasierte und standortübergreifende Inhalte Auch die Qualifizierungsmaßnahmen aus der FIT- Programm gruppe sind 2011 sehr stark nachgefragt worden. Ab 2012 werden beide Programme (FIT und FIT F2) mit neuen Inhalten angeboten. Alle FIT-F2-Termine waren zu Jahresbeginn 2012 bereits ausgebucht. Daher hat die ADG einen Zusatztermin angeboten. Im Genossenschaftlichen Bank-Führungsseminar (GBF) stellen die Teilnehmer seit vergangenem Jahr die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten auf einer Projektmesse vor. Eingeladen sind dabei die entsendenden Banken. Mit diesem Prozess möchte die ADG den Austausch untereinander und die Umsetzung des Gelernten in der Praxis fördern. Um das GBF auf seinem sehr hohen qualitativen Niveau weiter auszubauen, setzt die ADG neben innovativen Lehr- und Lernmethoden, wie etwa das ADG-Webinar, nunmehr auch methodisch-didaktische Begutachtungen, Beratungsgespräche und Reportings ein. Die ADG wird zudem 2012 ihre Managementausbildung BankCOLLEG 3 überarbeiten. Die inhaltlichen Änderungen sollen zum Wintersemester 2012 in Kraft treten. Unter dem Motto BankCOLLEG wird die dritte Stufe des Bank- COLLEG zu einem webbasierten und standortübergreifend vernetzten Programm ausgebaut. Außerdem ist die weitere Verzahnung mit den Bachelor-Studiengängen der ADG Business School geplant. Für TOP-Teilnehmer und -Absolventen hat bereits zum siebten Mal auf Schloss Montabaur das bundesweite, zweitägige TOP-Managementforum stattgefunden. Unter dem Motto Mit genossenschaftlichen Werten erfolgreich die (digitale) Zukunft gestalten wurden aktuelle Themen wie die Blue Ocean Strategy oder Finanzmanagement goes Social Media & Web 2.0 dem Publikum vorgetragen. Diese kamen beim Auditorium sehr gut an. Auch der Vortrag von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, einem der bedeutendsten deutschen Philosophen, der seine Ergebnisse des ADG- Forschungsprojekts Ökonomie und Ethik genossenschaftlicher Unternehmen vorstellte, traf auf großes Interesse. ADG-Think-Tank zur Zukunftsfähigkeit von Genossenschaften Neu in 2011 hat die ADG das Qualifizierungsprogramm Leiterkompetenz: Führung von Teams und Unternehmenseinheiten aus der Taufe gehoben. Führungskräften wird hierbei eine Gelegenheit der persönlichen Standortbestimmung geboten. So werden für Einsteiger wie Erfahrene in Führungspositionen in kompakter und effizienter Weise Führungsgrundlagen vermittelt. Auch werden individuelle Führungserfahrungen und aktuelle Führungsfragen an Praxisfällen diskutiert. Diese Qualifizierungsmaßnahme wurde von den Kunden gut angenommen: 2011 waren alle Termine ausgebucht. Stark nachgefragt wurden aber auch in 2011 Veranstaltungen, die sich mit der Persönlichkeitsent-

15 wicklung beschäftigten. So waren Veranstaltungen wie Sich selbst zur Marke machen oder Souveränität und Autorität beim Führen ausgebucht. Aufgrund des hohen Interesses werden neue Veranstaltungen wie Von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit und Voll da sein! Was Führungskräfte vom Spitzensport lernen können diesen Themenbereich unterstützen gab es außerdem mit dem ersten ADG-Think-Tank ein besonderes Highlight: Gemeinsam mit rund vierzig Entscheidern aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie namhaften Referenten und Moderatoren wurde intensiv an konkreten Lösungsansätzen der Leitfrage: Agenda 2020: Was müssen wir kurz- und mittelfristig tun, um als Genossenschaftsbanken langfristig erfolgreich im Geschäft zu bleiben? gearbeitet. Personal: Stärkung der Führungskompetenz von Frauen Der Anteil von Frauen in Führungspositionen wächst kontinuierlich. Dies spiegelte sich auch 2011 in den Buchungszahlen von ADG-Veranstaltungen wider. Häufig stehen Führungsaufgaben und weibliches Rollenbild in einem Spannungsverhältnis, für das es nur individuell sinnvolle Lösungen gibt. In 2012 werden diese Formate ausgebaut, um somit künftig Frauen für kommende Führungsaufgaben gezielter zu qualifizieren oder bereits etablierte Frauen auf ihrem Karriereweg weiterhin zu begleiten. Methodenkoffer für Coaches und Trainer erfolgreich gefüllt Mit über 70 diplomierten systemischen Coaches ADG wurden 2011 so viele Coaches wie noch nie zertifiziert, und die Teamtrainerausbildung wurde erfolgreich pilotiert. Um als Coach die eigenen Grundverhaltens- und Handlungsmuster besser bestimmen zu können, wird die ADG ab 2012 ein zusätzliches Modul zur Selbstreflexion in der Coaching- Ausbildung anbieten. Auch in der Trainerausbildung wird der eigenen Persönlichkeit als Fundament aller Methoden zusätzliches Augenmerk gewidmet. Personalmanagement für die Generation Y Gute Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildende sind in Zeiten des demografischen Wandels knapp. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, einen Blick auf die kommende Generation an Mitarbeitern die Generation Y zu werfen. Wie gelingt es, diese neue Mitarbeitergeneration zu rekrutieren und für das Aufgabenfeld des Bankers zu begeistern? Welche neuen Anforderungen an die Personalentwicklung werden gestellt? Und wie kann Mitarbeiterbindung auch als strategischer Wettbewerbsvorteil gestaltet werden? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die ADG in diesem Jahr. ADG-Individualangebote stark nachgefragt Besonders hervorzuheben ist die TABOR -Methodik der ADG, die im vergangenen Jahr stark genutzt wurde. TABOR ist ein einzigartiger Lösungsprozess und kann bei komplexen Problemstellungen, beispielsweise im Falle einer strategischen Neuausrichtung, bei Fusionen oder auch bei der Entwicklung einer Personalstrategie, verwendet werden. In den Lösungsprozess werden hierbei alle Wissensträger, Entscheider und Beteiligten einbezogen. Gemeinsam mit den Moderatoren der ADG und ggf. weiteren externen Experten können mit der Kompetenz der Mitarbeiter in kurzer Zeit individuelle Lösungen und bereits konkrete Maßnahmenpakete zur Umsetzung im eigenen Haus erarbeitet werden. TABOR kann darüber hinaus eingesetzt werden, wenn es darum geht, zusammen mit anderen Häusern innerhalb des genossenschaftlichen Verbundes Wissen auszutauschen oder innerhalb der Region beispielsweise einen Zukunfts-TABOR auszurichten. Ein neues Angebot im Portfolio ist das ADG-Talente-Center. Es richtet sich an Banken, die insbesondere die jungen Nachwuchstalente genauer ins Potenzialvisier nehmen möchten. In 2012 wird die ADG die Weiterentwicklung der bereits erfolgreichen Formate rund um ProFI und STEP vorantreiben. Die verschiedenen Möglichkeiten der Kompetenzdiagnostik und die Durchführung von Potenzialeinschätzungen erfreuten sich 2011 steigender Nachfrage. Neu in 2011 war das Seminarformat Ein Tag in Ihrer Bank. Hierbei werden ganze Gruppen effizient in den Banken vor Ort auf den neuesten Wissensstand gebracht.

16 16 17 Berichte aus den Bereichen und Geschäftsfeldern Finanzgruppe: Produktions- und steuerungsbank ADG bringt Licht in die Regulierungsflut Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden immer komplexer. Seit 2011 bietet die ADG Vorständen auch in den Regionen ein regelmäßig eintägiges Vorstandsupdate mit dem aktuellen Regulierungsfahrplan an. Hierbei wird an einem Tag ein Überblick darüber gegeben, welche aufsichtsrechtlichen Umsetzungen in den nächsten Monaten für die Genossenschaftsbanken anstehen, welchen Umsetzungsaufwand diese mit sich bringen werden und welche Unterstützungsleistungen aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe bei der individuellen Umsetzung helfen können. Um sich zu aktuell veröffentlichten Rechtsänderungen kompakt zu informieren und so neue aufsichtsrechtliche Anforderungen bereits frühzeitig richtig einschätzen zu können, ist gerade ein kurzer und prägnanter Überblick über den aktuellen Stand hilfreich. Mit einem internetfähigen PC in der Bank oder zu Hause, aber auch über ein ipad, iphone oder ein Android-Tablet können sich seit 2011 Kunden der ADG mittels der ADG-Webinare in ein bis zwei Stunden gezielt zum aktuellen Stand in speziellen rechtlichen Fragen informieren, ohne wie bislang Reise- und Abwesenheitszeiten in Kauf nehmen zu müssen. ADG-Infoservice unterstützt in der täglichen Praxis Seit der ADG-MaRisk-Infoservice vor einigen Jahren gestartet wurde, bietet dieser kostenlose Infoservice aktuelle Informationen zu neu veröffentlichten Rundschreiben der BaFin oder zu aktuellen Gesetzesnovellen. So erhalten Kunden aktuellste Informationen, die sie bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Auf vielfachen Wunsch hat die ADG den Themenkreis des ADG-Infoservice über die MaRisk hinaus auf weitere rechtliche Themen ausgeweitet informiert der ADG-Infoservice noch zielgerichteter zu den aktuellsten Entwicklungen. Dagmar Schumacher, Referentin Personalbetreuung, und Friedrich Bauche, Bereichsleiter Filialkundengeschäft, beide Hannoversche Volksbank eg Treasury: Aktuelle Projekte des BVR aufgegriffen Mit den neu überarbeiteten Seminaren Frühwarnsysteme für die Risikotragfähigkeit MaRisk erfüllen und solide in die Zukunft steuern, Erfolgreiche Zinsbuchsteuerung Aktiv oder Passiv?! und Überblick Risikosteuerung mit VR-Control, KRM und Zinsmanagement bietet die ADG ihren Kunden optimale Unterstützungsleistungen für die auch 2011 im BVR-Kompass vorgeschlagenen Maßnahmen an. Darüber hinaus werden in dem 2012 erstmalig gestarteten Qualifizierungsprogramm Zertifizierter Unternehmenssteuerer ADG weitere aktuelle Projekte des BVR aufgegriffen.

17 Mit den Spezialistenprogrammen zum Zertifizierten Risikomanager ADG, Zertifizierten Treasurymanager ADG und Zertifizierten Risikoanalyst Eigenanlagen ADG unterstützt die ADG die genossenschaftlichen Häuser auch 2012 dabei, eigene Ansprechpartner auszubilden, die intern mit fundiertem Fachwissen bei allen Fragen, wie etwa zu den Themen Risikomanagement, Anforderungen auf 44-KWG-Sonderprüfungen oder professionelles Depot-A- Management, Rede und Antwort stehen können. In 2012 bietet die ADG im Rahmen der Veranstaltungen 5. Vorstandsforum Gesamtbanksteuerung und 11. Forum Gesamtbanksteuerung Plattformen zum Netzwerken und zum Austausch mit hochklassigen Referenten und Bankpraktikern aus dem genossenschaftlichen Sektor an. Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Backoffice- Servicegesellschaften Mit rund 20 Geschäftsführern und Führungskräften von etablierten Servicegesellschaften, Vertretern genossenschaftlicher Verbände sowie ausgewählten Experten und Dozenten fand auf Schloss Montabaur ein TABOR-Workshop zu folgender Leitfrage statt: Wie sind wir in und mit unseren Servicegesellschaften dauerhaft erfolgreich? Während zwei intensiven Tagen wurde an operablen Lösungen für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der genossenschaftlichen Backoffice-Servicegesellschaften gearbeitet. Ausgegründete Servicegesellschaften werden außer an ihrem eigenen Leistungs- und Ertragsanspruch immer auch an dem Nutzen gemessen, den sie für die Genossenschaftsbanken auf der Primärstufe erbringen. Mehr Webinare für Produktionsbank und IT-Bereich In der Produktionsbank wurden 2011 zahlreiche ADG- Webinare zu Themen wie beispielsweise Interne Optimierung der Produktionsaufgaben, Kapazitäts- und Leistungsplanung in der Produktion, Transparenz und Qualität in der Produktion durchgeführt. Das Webinar-Portfolio wird aufgrund der positiven Resonanz in 2012 in den Themen der Produktionsbank und der IT deutlich ausgebaut. Neues Qualifizierungsprogramm in der Produktionsbank In 2012 wird im Qualifizierungsangebot der ADG weiterhin der Fokus auf die Themen Qualität und Prozesse gelegt. Dafür werden die Einzelseminare und Programme ständig weiterentwickelt, und auch ein neues Qualifizierungsprogramm zum Zertifizierten prozessorientierten Organisationsentwickler ADG wird aufgelegt. Hierbei wird Wissen zur Optimierung einzelner Prozesse sowie zur Einführung und Entwicklung einer prozessorientierten Organisation vermittelt. Auftretende soziale Dynamiken werden dabei berücksichtigt. Neues Seminarportfolio für Immobiliengutachter Das Seminarportfolio für die Immobiliengutachter sowie die Reihe zur Vorbereitung auf die Prüfung und Zertifizierung bei der HypZert wurden 2011 neu überarbeitet. Im August 2012 gibt es zum ersten Mal ein ADG-Gutachterforum für Immobiliengutachter. Forum Kapazitätsmanagement feiert Premiere 2011 fand das Forum Ganzheitliches Kapazitätsmanagement zum ersten Mal statt. Aufgrund der positiven Resonanz wird dieses Forum 2012 erneut durchgeführt. Angesprochen werden hier nicht nur die Vorstände und Führungskräfte aus der Produktion und Steuerung, sondern auch Personalverantwortliche. Folgende Fragestellungen gilt es zu beantworten: Wie gelingt es, die richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle in einem Unternehmen zur Verfügung zu stellen? Wie vermeidet man Leerkapazitäten? Und was sind die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem effektiven und effizienten Einsatz der Mitarbeiter? Zwei neue ADG-Publikationen für 2012 geplant Außerdem sind zwei neue ADG-Wissen-Publikationen zu den Themen Überblick über die Produktionsbank und Planung und Steuerung der Personalressourcen in der Produktionsbank in 2012 vorgesehen.

18 18 19

19 Neben den vielfältigen Managementprogrammen wie dem GBF oder FIT und den aktuellen Seminaren schätzen wir die ADG als lang jährigen Partner, insbesondere auch bei den Individualangeboten. Wir haben verschiedene exakt auf unser Haus zugeschnittene Qualifizierungsmaßnahmen genutzt: Im vergangenen Jahr waren wir u. a. mit unserem Aufsichtsrat auf Schloss Montabaur. Alle Teilnehmer sind von der individuellen Veranstaltung zu den Rechten, Pflichten und Leitplanken der Aufsichtsratarbeit auch im Nachhinein noch sehr begeistert. Hans Rudolf Zeisl Stellv. Sprecher des Vorstands Volksbank Stuttgart eg

20 20 21 Berichte aus den Bereichen und Geschäftsfeldern Finanzgruppe: Vertriebsbank Qualifizierungsangebote werden an Demografietrend angepasst Mit dem Forum Generationenmanagement soll auch zur fachlichen Qualifikation der Spezialisten eine neue Plattform für Vorstände und Geschäftsfeldverantwortliche geschaffen werden, die sich mit dem Thema des Generationenmanagements strategisch auseinandersetzen. Der BVR-Kompass 2012 hat das Thema Generationenberatung aufgegriffen. Dies ist eine logische Konsequenz angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland. Die Genossenschaftsbanken stehen nun vor der Herausforderung, dieses anspruchsvolle Beratungsthema im Markt zu etablieren und dabei die gesetzlichen Grenzen, verankert im Rechtsdienstleistungsgesetz, über das Erlaubte hinaus nicht zu überschreiten. Neuausrichtung beim Zertifizierten Estate Planner Die Zahl älterer Menschen mit beachtlichem Privat- und Firmenvermögen wächst kontinuierlich und damit auch die Zahl der umfangreichen Vermögensübertragungen und Erbschaften. Um diesen Erfordernissen gerecht zu werden, hat sich die ADG zu einer Neugestaltung des Qualifizierungsprogramms Zertifizierter Estate Planner ADG entschlossen. Kern der Neuausrichtung ist ein Programm, welches in zwei Stufen absolviert wird und damit eine stärkere Trennung zwischen der privaten und der unternehmerischen Vermögensnachfolge vornimmt. Demnach wird in 2012 das Grundstudium mit dem Abschluss Zertifizierter Generationenberater ADG und das Aufbaustudium mit dem Abschluss Zertifizierter Estate Planner ADG durchgeführt. Bereits im Dezember 2011 und Januar 2012 informierten sich die ersten hundert Banken über das aktuelle Themenangebot der ADG im Rahmen von speziellen Webinaren. Erneuerbare Energien für Genossenschaftsbanken ein großes Thema Ob Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie oder Biomasse: Die Meinungen zu erneuerbaren Energien gehen weit auseinander. Für die einen stellen sie eines der wichtigsten Zukunftsfelder dar, andere sehen darin eine überregulierte Branche. Fakt ist: Es geht um große Investitionen innerhalb eines sich wandelnden Förderrahmens. Das Forum Erneuerbare Energien zeigt, wie die Genossenschaftsbanken an diesem aktuellen, komplexen Thema erfolgreich teilhaben können und welche kritischen Punkte beachtet werden müssen. Auch 2012 wird das Thema der Energiewende die Primärgenossenschaften begleiten. Das neu in 2011 aufgelegte Format Forum Erneuerbare Energien wird dabei zusammen mit dem Agrarfinanzforum den Vorständen und Führungskräften als Plattform zur Verfügung stehen, um neue Ideen und Impulse für erfolgreiche Marktbearbeitung zu erhalten. Innerhalb des Unternehmensleitbildes der ADG steht der Erfolg unserer Kunden im Mittelpunkt aller Aktivitäten bot die ADG für Banken, landwirtschaftliche und gewerbliche Genossenschaften insgesamt Veranstaltungen mit rund Seminartagen an. Besucht wurden diese von mehr als Teilnehmern. Neue Seminarangebote für kompetenzgerechte Web-2.0-Qualifizierungen Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Co. haben ebenso wie die zunehmende Verbreitung und Nutzung von Web-2.0-Technologien das Informations- und Kommunikationsverhalten der Bankkunden in den letzten Jahren grundlegend verändert. Über soziale Netzwerke entwickelt sich das Internet zunehmend zu einer Plattform des Austausches, vom Schaufenster zum Marktplatz. Die ADG bietet mit dem Seminar Twitter, Facebook und Co. sowie dem neuen Seminarangebot Social Media Management topaktuelle Qualifizierungen für dieses neue Medium an. So bereitet die

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