Berufliche Grundbildungen

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1 Berufliche Grundbildungen Etwa zwei Drittel aller Jugendlichen in der Schweiz absolvieren eine berufliche Grundbildung und schliessen diese mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis EFZ oder einem eidg. Berufsattest EBA ab. Der Abschluss einer Grundbildung ist auch für Erwachsene möglich, wobei Berufserfahrung nachgewiesen werden muss (Art. 32 der Berufsbildungsverordnung). Ausserdem gibt es nun die Möglichkeit, über ein Validierungsverfahren einen eidgenössisch anerkannten Abschluss auf individuellem Weg zu erwerben (Nachholbildung). Dabei werden die erworbenen beruflichen Handlungskompetenzen mit dem Anforderungsprofil des gewünschten Berufsabschlusses verglichen. Fehlende Kompetenzen können ergänzt werden. Allerdings gibt es nicht in allen Regionen und nicht für alle Berufe Validierungsverfahren. Weitere Informationen: Ausbildung/Abschluss Dauer/Besonderes Weitere Informationen Fachmann/Fachfrau Gesundheit EFZ 3 Jahre 2 Jahre für über 22-Jährige mit 2-jähriger Berufserfahrung im Bereich Pflege und Betreuung. Nachholbildung für Personen mit Berufserfahrung im pflegerischen Bereich Dauer je nach Anbieter unterschiedlich OdASanté, Nationale Dachorganisation der Nachholbildung, Adressen siehe: Fachmann/Fachfrau Betreuung EFZ Fachrichtungen: Behindertenbetreuung Betagtenbetreuung Kinderbetreuung Generalistische Ausbildung Pflegeassistent/in SRK (Letzter Lehrgang startet 2011) Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA Neue Bildungsverordnung ab 2012 (Ab Lehrbeginn 2011 Pilotausbildungen in Aargau, Basel, Bern, Jura, Luzern, Neuenburg, Schaffhausen, Zürich) 3 Jahre 2 Jahre für über 22-Jährige mit 2-jähriger Berufserfahrung in Betreuung Nachholbildung für Personen mit Berufserfahrung im pflegerischen Bereich Dauer je nach Anbieter unterschiedlich Savoir Social, Schweizerische Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales: Nachholbildung, Adressen siehe: 1 Jahr Schulliste: 2 Jahre OdASanté, Nationale Dachorganisation der Savoir Social, Schweizerische Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales: Berufsprüfungen (BP) und Höhere Fachprüfungen (HFP) Grundbildung (EFZ) im Fachbereich absolviert hat oder eine gleichwertige Ausbildung (Matura, Berufs- oder Fachmatura) sowie einige Jahre Berufserfahrung in der Branche aufweisen kann. Berufsleute mit eidg. Fachausweis (Berufsprüfung) sind in Bereichen tätig, in denen vertiefte Fachkenntnisse verlangt werden, und sie übernehmen als Vorgesetzte Führungsfunktionen. Wer sich darüber hinaus für Bereiche mit grösserer Verantwortung qualifizieren möchte und ein EFZ und sofern vorhanden eine Berufsprüfung vorweisen kann sowie über Berufserfahrung verfügt, kann die Höhere Fachprüfung absolvieren und ein eidg. Diplom erwerben. Eine Übersicht zu den Berufs- und Höheren Fachprüfungen finden Sie unter > Themen > Berufsbildung > Berufsverzeichnis. Aktuelle Angaben zu den meist berufsbegleitenden Vorbereitungskursen vermittelt Im Bereich Pflege und Betreuung werden in den nächsten Jahren Höhere Fachprüfungen sukzessive eingeführt. Diese werden die geplanten Nachdiplomstudien NDS HF teilweise ersetzen. Aktuelles dazu finden Sie auf Ausbildung/Abschluss Dauer Vorbereitungskurs/Besonderes Weitere Informationen Medizinische/r Kodierer/in mit eidg. Fachausweis 20 Tage berufsbegleitend Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Codierung SGMC: H+ Bildung, Aarau: 1

2 Transportsanitäter/in mit eidg. Fachausweis 1 Jahr, entspricht dem 1. Jahr der Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter/in HF Verkürzte Ausbildung für dipl. Emergency Schulungszentrum, Zofingen: Schutz und Rettung Stadt Zürich: Schweizer Institut für Rettungsmedizin: Höhere Fachschulen HF Die Lehrgänge an Höheren Fachschulen HF bauen auf der Sekundarstufe II auf, nämlich auf einer abgeschlossenen beruflichen Grundbildung, einer gymnasialen Maturität, einer Berufsmaturität oder einem Fachmittelschulausweis. Sie vermitteln auf die jeweilige Branche bezogene generalistische theoretische und praktische Kenntnisse und können im Vollzeitstudium oder (teilweise) berufsbegleitend absolviert werden. Nach Abschluss einer Höheren Fachschule ist der Übertritt an eine Fachhochschule möglich. Die aktuellen Ausbildungsorte, die Zulassung und genaue Dauer sind zu finden auf Studiengang/Abschluss Dauer/Besonderes Weitere Informationen Fachmann/Fachfrau Operationstechnik HF 3 Jahre Vollzeit OdASanté, Nationale Dachorganisation der Pflegefachmann/-fachfrau HF Dauer je nach Anbieter und Vorbildung OdASanté, Nationale Dachorganisation der Schweizerischer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK: Rettungssanitäter/in HF 3 Jahre Vollzeit Vereinigung Rettungssanitäter Schweiz: Forum Berufsbildung Rettungswesen: Fachhochschulen FH Die FH-Studiengänge richten sich vor allem an Fachleute mit Berufs- oder Fachmaturität im Studienbereich sowie an Personen mit gymnasialer Maturität. Wer die Grundausbildung nicht im Studienbereich absolviert hat, muss in der Regel mindestens ein Jahr Praxiserfahrung im Gebiet der gewählten Studienrichtung vorweisen. Zudem entscheidet eine umfassende Eignungsabklärung über die Zulassung zum Studium. Die Studiengänge werden mit einem Bachelor of Science (BSc) oder einem Master of Science (MSc) abgeschlossen. Das Bachelor-Studium dauert in der Regel 6 Semester und das nachfolgende Master-Studium 4 Semester. Vereinzelt werden an den FHs in Kooperation mit ausländischen Universitäten auch Doktoratsprogramme angeboten. Ausführliche Informationen zu den Studiengängen finden Sie unter oder Ausbildung/Abschluss Dauer Weitere Informationen Hebamme FH (Midwifery) Bachelor of Science (BSc) Hebamme 3 bis 4 Jahre Vollzeit Verkürzte Ausbildung für dipl. Schweizerischer Hebammenverband: 2

3 Pflegefachmann/-fachfrau FH Bachelor of Science (BSc) in Pflege Master-Studiengänge sind in Planung und können voraussichtlich 2010 starten. Mindestens 3 Jahre Vollzeit Einige FHs bieten ein Teilzeitstudium an (Dauer mindestens 4 Jahre). Verkürztes Studium für dipl. Berner Fachhochschule: Hochschule für Gesundheit Freiburg: Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Gallen: Hochschule Wallis: Fachhochschule Westschweiz: Santé / Pflegewissenschaft FH Master of Science (MSc) in Nursing Sciences 2 Jahre Vollzeit Fachhochschule Westschweiz: in Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne Nachdiplomausbildungen an Höheren Fachschulen/Fachausbildungen Die Nachdiplomausbildungen im Pflegebereich haben die bisherigen höheren Fachausbildungen (HöFa I und II) abgelöst. Die unten stehende Aufzählung ist eine Auswahl. Weitere Angebote und Infos finden Sie in der Weiterbildungsdatenbank Höhere Fachausbildung in Gesundheitsund Krankenpflege Stufe I SBK Grund-, Fach und Einzelmodule, zum Beispiel: Aggressionsmanagement Diabetespflege und -beratung Frau und Gesundheit Gerontologische Pflege Infektionsprävention und Hygiene Onkologiepflege Palliative Care Pflege Kinder und Jugendliche Psychiatriepflege Rehabilitationspflege Nachdiplomkurse SBK Pflege von Menschen mit Mehrfachbehinderung Tabak- und Rauchentwöhnung Bewegung und Pflege Neuro Nursing Care Mindestens 11/2, maximal 3 Jahre Berufsbegleitend Berechtigt Pflegende DN I zum Titel Pflegefachmann/-fachfrau HF (Anerkennung durch SRK). Die Module können auch einzeln besucht werden. SBK Bildungszentrum, Zürich: Nachdiplomkurse WE'G Eine Auswahl: Akute Pflegesituationen Ethische Entscheidungsfindung Kinaesthetics Leben mit neurologischen Erkrankungen Komplementäre Therapieangebote Lebensqualität im Alter Migration und Pflege Palliative Pflege Psychiatrische Pflege Nachdiplomstudium WE'G Pflege mit Schwerpunkten Mindestens 12 Monate, berufsbegleitend, modular Die Module können auch einzeln besucht werden. Baut auf Nachdiplomkursen auf, berufsbegleitend, modular WE'G Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe, Aarau: 3

4 Experte/Expertin Anästhesiepflege NDS HF, dipl. 2 Jahre berufsbegleitend Diverse Spitäler: Schweizer Berufsverband Experte/Expertin Intensivpflege NDS HF, dipl. 2 Jahre berufsbegleitend Diverse Spitäler: Schweizer Berufsverband Experte/Expertin Notfallpflege NDS HF, dipl. 2 Jahre berufsbegleitend Diverse Spitäler: Schweizer Berufsverband Gerontologie Je nach Angebot, berufsbegleitend Schule für Angewandte Gerontologie, Zürich Bildungszentrum Gesundheit und Soziales BGS, Chur: Operationspflege 2 Jahre berufsbegleitend Diverse Spitäler: Schweizer Berufsverband Nachdiplomausbildungen an Hochschulen (DAS/CAS/MAS) Nach einem Hochschulstudium kann mit Nachdiplomausbildungen das Wissen vertieft und eine Spezialisierung erreicht werden. Es entstehen immer wieder neue Lehrgänge. Aktualisierte Informationen finden Sie unter Für die Zulassung und Dauer der Ausbildung wenden Sie sich direkt an den Anbieter. Care Management Gerontologische Pflege Geriatrische Pflege Mental Health Onkologische Pflege Pädiatrische Pflege Palliative Care Master of Advanced Studies (CAS) Patienten- und Familienedukation Wound Care Master of Advanced Studies (CAS) In Planung WE'G Hochschule Gesundheit, Aarau: Berner Fachhochschule: Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Gallen, Fachbereich Gesundheit: Weiterbildungslehrgänge und Kurse 4

5 In Weiterbildungslehrgängen und Kursen werden neue berufliche Qualifikationen erworben, bestehende erneuert, vertieft und erweitert. Sie schliessen sowohl an die berufliche Grundbildung als auch an die höhere Berufsbildung oder an ein Studium an. Sie vermitteln theoretische und praktische Kenntnisse und können meist berufsbegleitend absolviert werden. Die nachstehende Aufzählung ist eine Auswahl. Laufend aktualisierte Informationen zu den Angeboten finden Sie auf Anthroposophische Pflege Je nach Angebot Ita Wegman Klinik, Arlesheim: Freies Anthroposophisches Pflegeseminar am Paracelsus Spital Richterswil: Verein Anthroposophische Pflege in der Schweiz: Betriebssanitäter/in Je nach Angebot Ausbildung Betriebssanität: Ausbildung nach Richtlinien SRK: SanArena Rettungsschule: Betriebssanitäterausbildung: Geburtsvorbereiter/in Je nach Angebot Berufsverband für Gymnastik und Bewegung Schweiz:www.bgb-schweiz.ch Doula Geburtsbegleitung: Gerontologische Pflege Je nach Angebot Tertianum Bildungsinstitut, Berlingen: Pflegehelfer/in SRK Mindestens 120 Stunden Theorie Pflegepraktikum von mind. 12 Arbeitstagen Angebote in allen Kantonen Fachverband für Pflege und Betreuung: Schweizerisches Rotes Kreuz SRK: Sterbebegleiter/in Je nach Angebot Curaviva Weiterbildung, Luzern: Fachverband für Pflege und Betreuung: Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung: Transporthelfer/in Je nach Angebot Emergency Schulungszentrum, Zofingen: Schweizerischer Samariterbund: SanArena Rettungsschule: Wundexperte/-expertin 24 Tage H+ Bildung, Aarau: Swiss Association for Wound Care: Diverse Weiterbildungskurse Je nach Angebot Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner H+ Bildung, Aarau: 5

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