Politik & Unterricht. Demokratie (er-)leben Ein Prinzip in Gesellschaft und Politik 2/ Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung

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1 Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung E 4542 Politik & Unterricht 2/ Demokratie (er-)leben Ein Prinzip in Gesellschaft und Politik

2 Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung Politik & Unterricht Heft 2/ /3. Quartal 32. Jahrgang Inhalt Politik & Unterricht wird von der Landeszentrale für po litische Bildung Baden-Württemberg herausgegeben. Herausgeber und Chefredakteur Lothar Frick, Direktor der LpB Baden-Württemberg Geschäftsführender Redakteur Dr. Reinhold Weber, LpB Baden-Württemberg Redaktion Judith Ernst-Schmidt, Oberstudienrätin, Werner-Siemens-Schule (Gewerbliche Schule für Elektrotechnik), Stuttgart Ulrich Manz, Rektor der Schillerschule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule), Esslingen Dipl.-Päd. Holger Meeh, Studienrat a. e. H., Pädagogische Hochschule Heidelberg Horst Neumann, Ministerialrat, Umweltministerium Baden-Württemberg, Stuttgart Angelika Schober-Penz, Erich-Bracher-Schule (Kaufmännische Schule), Kornwestheim Karin Schröer, Reallehrerin i. R., Reutlingen Anschrift der Redaktion Stafflenbergstraße 38, Stuttgart Telefon: 0711/ ; Fax: 0711/ Redaktionsassistenz: Gestaltung Medienstudio Christoph Lang, Rottenburg a. N., Verlag Neckar-Verlag GmbH, Klosterring 1, Villingen-Schwenningen Anzeigen: Neckar-Verlag GmbH, Anzeigenleitung: Peter Walter Telefon: 07721/8987-0; Fax: 07721/ ; Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom Druck PFITZER DRUCK GMBH, Benzstraße 39, Renningen Politik & Unterricht erscheint vierteljährlich Preis dieser Nummer: Euro 5,60 Jahresbezugspreis: Euro 11,20 Unregelmäßige Sonderhefte werden zusätzlich mit je Euro 2,80 in Rechnung gestellt. Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers und der Redaktion wieder. Nachdruck oder Vervielfältigung auf elektronischen Datenträgern sowie Einspeisung in Datennetze nur mit Genehmigung der Redaktion. Titelfoto: picture-alliance/dpa Editorial 1 Geleitwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport 2 Autoren dieses Heftes 2 Unterrichtsvorschläge 3 14 Einleitung 3 Baustein A: Demokratie im Alltag (er-)leben 6 Baustein B: Misch Dich ein! Mitmachen in der Demokratie 6 Baustein C: Entscheidungen in der pluralistischen Gesellschaft treffen 8 Baustein D: Demokratie als Staats- und Herrschaftsform erleben 9 Literaturhinweise U 3 Texte und Materialien Baustein A: Demokratie im Alltag (er-)leben 18 Baustein B: Misch Dich ein! Mitmachen in der Demokratie 24 Baustein C: Entscheidungen in der pluralistischen Gesellschaft treffen 34 Baustein D: Demokratie als Staats- und Herrschaftsform erleben 42 Einleitung: Gabriele Metzler (Federführung) Baustein A, B, C und D: Gabriele Metzler, Daniel Mergner, Daniel Metzger und Tonio Oeftering In der Mitte dieses Heftes finden Sie das Brettspiel»Wer wird Bundeskanzler(in)«eingeheftet. Es steht in Zusammenhang mit dem Materialteil D 6 und wird im Lehrerteil auf Seite 10 näher erläutert. Auflage dieses Heftes: Exemplare Redaktionsschluss: 15. Juni 2006 ISSN

3 Editorial Wenn sich die Landeszentrale für politische Bildung Baden- Württemberg in der Zeitschrift»Politik & Unterricht«mit dem Thema Demokratie beschäftigt, so ist das ihre ureigenste Aufgabe. Seit Jahrzehnten arbeiten wir daran, in der Bürgerschaft und vor allem bei jungen Menschen Wissen über und Verständnis für die Demokratie zu wecken und zu stärken. Nicht nur vor dem Hintergrund zweier Diktaturen auf deutschem Boden, sondern auch angesichts aktueller Tendenzen, die oft als Politikverdruss umschrieben werden, wird diese Aufgabe zusehends wichtiger. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Didaktik der politischen Bildung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Das Fach Gemeinschaftskunde hat in Baden- Württemberg Verfassungsrang.»In allen Schulen ist Gemeinschaftskunde ordentliches Lehrfach«, so die Landesverfassung in Artikel 21. Diesen Verfassungsauftrag unterstützen wir mit»politik & Unterricht«nunmehr im 32. Jahrgang der Zeitschrift. Zahlreiche Themenhefte haben wir dabei ganz unterschiedlichen Facetten der Demokratie gewidmet. der freiheitlichen demokratischen Grundordnung über die Grundsätze der Gewaltenteilung bis hin zu Wahlrecht und Wahlsystem. Mit dem vorliegenden Heft bieten wir dieses Mal einen ergänzenden, lebensweltbezogenen und auch spielerischen Zugang an. Den Lehrkräften des Landes wollen wir damit Unterstützung bei ihrer wichtigen Aufgabe geben, das Bewusstsein um die Bedeutung der Demokratie bei den Schülerinnen und Schülern zu stärken. Zahlreiche Projekt- und Spielvorschläge sollen Lust auf Demokratie machen und zeigen, dass uns das Prinzip der Demokratie im Alltag, in der Gesellschaft und in der Politik tagtäglich begleitet und dass es der tagtäglichen Umsetzung und Stärkung bedarf. Mit dieser Ausgabe wollen wir dieses zentrale Thema in Schule und Unterricht erneut und grundsätzlich aufarbeiten. Dabei haben wir bewusst auf eine klassische Institutionenlehre verzichtet. Nicht, weil sie weniger wichtig wäre. Ganz im Gegenteil: Wer Politik verstehen und sich politisch engagieren will, der muss auch Institutionen und Prozesse der Demokratie verstehen. Diese»klassischen«Themen der politischen Bildung sind jedoch in vielen Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien aufbereitet: von den Prinzipien Lothar Frick Direktor der LpB Dr. Reinhold Weber Geschäftsführender Redakteur Die Zeitschriften der LpB im Internet Politik & Unterricht erreicht seine Leserinnen und Leser nicht nur in Papierform. Die Zahl derjenigen, die online auf die Zeitschrift zur Praxis der politischen Bildung zugreifen, wird zusehends größer. Um Ihnen den Zugriff über das Internet zu erleichtern, ist die Website unserer Zeitschrift»umgezogen«. Unter dieser Adresse finden Sie ab sofort die aktuellen, aber auch die bereits vergriffenen Hefte von P&U. Die Themenhefte stehen Ihnen zum Download als pdf-dokument oder als html-dokument zur Verfügung der perfekte und unkomplizierte Weg also zur raschen Recherche und zum Weiterverarbeiten von Materialien für den Unterricht. Zu vielen der jüngeren Themenheften finden Sie darüber hinaus zusätzliche Unterrichtsmaterialien, Projektvorschläge, Literaturhinweise oder kommentierte Internethinweise. Denselben Service bieten auch die beiden weiteren Zeitschriften der Landeszentrale für politische Bildung an: Die wissenschaftliche Zeitschrift»Der Bürger im Staat«bietet umfassende Informationen von ausgewiesenen Experten zu aktuellen Themen der Politik und der politischen Bildung. Die älteste und traditionsreiche Zeitschrift der LpB, im Jahr 1950 gegründet, richtet sich vor allem an Mittler der politischen Bildung, an Lehrende und Studierende sowie an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II. Die Reihe»DEUTSCHLAND & EUROPA«richtet sich an Lehrkräfte der Unterrichtsfächer Gemeinschaftskunde, Geschichte, Geographie, Deutsch, Kunst und Wirtschaft aller Schularten. Das zweimal im Jahr erscheinende Heft zu deutscheuropäischen Themen enthält wissenschaftlich orientierte Aufsätze sowie Materialien für den Einsatz im Unterricht. Auch hier wird methodisch-didaktisches Zusatzmaterial zum kostenfreien Download im Internet angeboten. D&E orientiert sich insbesondere an fächerverbindenden Fragestellungen und will zu solchen Unterrichtsansätzen motivieren. 1

4 Geleitwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport»Eines Abends, als wir gegessen hatten, sagte Mama, wir sollten sitzen bleiben, Stichwort Familienrat.... Unseren Familienrat hat Mama erfunden, weil sie für Demokratie ist, das heißt, sie hat s aus einem Erziehungsbuch, aber meistens bedeutet Familienrat etwas Unangenehmes. Mama und Papa versuchen dabei, uns irgendwas schmackhaft zu machen, von dem sie wissen, dass wir dagegen sind, Wanderferien zum Beispiel oder dass sie unser Taschengeld nicht erhöhen wollen. Wir reden uns die Köpfe heiß, am Schluss gibt s eine Abstimmung, und auch wenn wir Kinder drei zu zwei gewinnen, finden sie später tausend Gründe, die Sache so zu deichseln, dass es doch nach ihrem Kopf geht.«was der 13-jährige Cassius in Lukas Hartmanns Jugendbuch»Die fliegende Groma«so knapp und nüchtern schildert, beschreibt nicht nur Mechanismen der Demokratie wie Diskussion und Abstimmung, sondern berührt zentrale Fragen der Demokratie: Wie viel gilt eine Mehrheitsentscheidung? Kann und darf es Stimmen mit unterschiedlichem Gewicht geben? Welche Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche mit demokratischer Entscheidungsfindung? Welche Mitbestimmungsrechte werden ihnen in der Familie, aber auch in der Öffentlichkeit eingeräumt? Gleichzeitig entlarvt es den Versuch einer Familie, demokratische Spielregeln zu befolgen: Der Familienrat scheitert, die Familie stolpert über den eigenen Anspruch, weil Kinder und Jugendliche eben noch nicht an allen Entscheidungen gleichberechtigt beteiligt werden können. wachsen. Deshalb lohnt sich die oft mühsame Diskussion und die gemeinsame Entscheidungsfindung. Die Glaubwürdigkeit von Demokratie misst sich auch daran, ob und inwiefern sie im Alltag erlebt wird, im alltäglichen Umgang zwischen Eltern und Kindern, Lehrern und Schülern. Das vorliegende Heft der Landeszentrale für politische Bildung will nicht nur Kenntnisse vermitteln, sondern die Schülerinnen und Schüler auch in demokratische Prozesse»verwickeln«. Durch abwechslungsreiche Plan- und Rollenspiele können sie in spielerischer Auseinandersetzung erleben, welche Vorteile die Demokratie hat, wie man in der Demokratie verhandelt, warum in der Demokratie viel gestritten wird und wie man einen gerechten Staat schaffen kann. Spannenden Diskussionsstoff bieten Materialien zum Wahlrecht für Kinder und zur Rolle von Interessengruppen. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hofft, dass das vorliegende Heft vielfach genutzt wird, damit Jugendliche in der Schule nicht nur Wissen über Demokratie erwerben, sondern auch Demokratie erleben. Denn nur gelebte und erlebte Demokratie bleibt lebendig. Johanna Seebacher Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg Jugendliche reagieren meist empfindlich, wenn ihnen ein Recht auf Mitbestimmung verweigert wird sie fühlen sich übergangen, gerade in einem Alter, in dem sie sich doch schon so erwachsen fühlen. Ein Recht auf Mitbestimmung zu gewähren, bedeutet immer auch, Vertrauen zu schenken und den anderen ernst zu nehmen: Daran können Jugendliche AUTOREN DIESES HEFTES Tonio Oeftering studiert Politik- und Erziehungswissenschaft auf Diplom an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und steht kurz vor dem Abschluss. Dr. Gabriele Metzler (federführend) ist Dozentin für Politikwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Daniel Mergner ist ein angehender Grundschullehrer aus Freiburg. Daniel Metzger ist Realschullehrer in Wolfach. 2

5 Demokratie (er-)leben Ein Prinzip in Gesellschaft und Politik EINLEITUNG Der weltweite Siegeszug demokratisch legitimierter politischer Ordnungen wird heute allgemein konstatiert.»demokratie«, so Claus Offe, gilt als»die moderne Organisationsform politischer Herrschaft«. Kaum ein Staat verzichtet insofern darauf, sich seinen Bürgern und der Weltgesellschaft als»intakte Demokratie«zu präsentieren. Nordkoreas Kim Jong II, Simbabwes Diktator Robert Mugabe, die afghanischen Taliban sowie regional und lokal agierende Kriegsherren fragmentierter Staaten sie alle waren und sind in der ihnen eigenen, oft auch psychopathisch angereicherten Fantasiewelt glühende Demokraten. Es ist von daher notwendig zu unterscheiden, ob es sich bei der Betrachtung demokratischer Staatsformen um wirkliche Demokratien handelt oder nur um Nenndemokratien. Gerade auch vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und des von den Nationalsozialisten propagierten Führerprinzips wird deutlich, dass die demokratische Staatsform keine Selbstverständlichkeit ist und erkämpft, gewollt und von jeder Generation neu akzentuiert werden muss. Demokratische Systeme rücken den einzelnen Bürger, den Menschen in seiner Würde und Einzigartigkeit in den Mittel- punkt. Dieser Auffassung entsprechen die verfassungsmäßig verbrieften Grund- bzw. Menschenrechte, die in Diktaturen außer Kraft gesetzt sind. Diktaturen jedweder Form verstoßen somit fundamental gegen den Wesensgehalt der partizipativen Demokratie, nach welcher Herrschaft nur legitim ist, wenn sie vom Willen der Beherrschten getragen ist. Demokratie steht und fällt somit mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich in das gesellschaftliche und politische Geschehen aktiv einbringen. Einer der Schwerpunkte des vorliegenden Heftes ist es, die intensive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit den Möglichkeiten demokratischer Teilhabe in ihrem unmittelbaren schulischen und kommunalen Umfeld und auch darüber hinaus im Sinne von Interessenartikulation und -aggregation mit geeigneten Materialien zu forcieren. So wird grundsätzlich die Frage nach den Partizipationsmöglichkeiten in einer Demokratie aufgeworfen. Die Schwerpunktsetzung auf partizipative Formen demokratischen Agierens lässt sich auch an anderen Beispielen politischer Beteiligung festmachen, etwa im schulischen Bereich im Rahmen der Schülermitverwaltung, von Schülerparlamenten oder im weiten Lernfeld kommunaler Interessendurchsetzung (z. B. Jugendräte). Damit Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Interessen zu erkennen, diese zu artikulieren, gegenüber anderen zu vertreten sowie sich zum Gerhard Mester 3

6 Einleitung Zwecke der Interessendurchsetzung zusammenzuschließen, ist auch psychosoziale Basisarbeit im Sinne von Empowerment (Er-Mächtigung/Stärkung des Selbstwertempfindens) unumgänglich. Lebendige Demokratien benötigen selbstbewusste junge Menschen. Die Fortentwicklung der deutschen sowie europäischen Wertegemeinschaft ist ohne das engagierte Involviertsein der jungen Generation nicht möglich. Was leisten Demokratien?»Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform, ausgenommen alle anderen.«diese Aussage wird dem ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill zugeschrieben. Churchills Zitat zielt auf die mit demokratischen Verfahren verbundenen Schwerfälligkeiten, auf das Erarbeiten von Kompromisslösungen, auf die Einmischungen und Einsprüche der zu einer pluralen Gesellschaft gehörenden Interessengruppen. Nicht zuletzt meint Churchill damit auch die Mühen und vielfältigen Bemühungen, welche Demokratien von befehlsgeleiteten Führerdiktaturen unterscheiden. So müssen sich die Bürgerinnen und Bürger demokratischer Gesellschaften, um am politischen Geschehen teilnehmen zu können, eben auch Wissen über die für demokratische Systeme bestimmende Verrechtlichung des öffentlichen und privaten Lebens angeeignet haben. Um sich einzumischen, um politisch aktiv zu werden, sind von daher umfassende Kenntnisse nötig. Winston Churchill bringt in seiner Aussage einen weiteren wichtigen Sachverhalt auf den Punkt: Nirgendwo gibt es eine perfekte Demokratie, aber trotz allgegenwärtiger Widrigkeiten und auch kritischer Einwände kennen wir kein besseres politisches System als die Demokratie. Demokratisch organisierte Systeme bilden von daher die beste Gewähr dafür, dass Konflikte friedlich geregelt werden können, und zwar sowohl auf innergesellschaftlicher Ebene wie auch im Rahmen der internationalen Beziehungen. Die Sicherung des Friedens nach innen und außen, im Extremfall die Vermeidung von Aufständen und Bürgerkriegen bzw. zwischenstaatlichen Kriegen, ist somit ein vordringliches Kernelement demokratischer Systeme.»Demokratien führen keine Kriege gegeneinander«, so der Politologe Ernst-Otto Czempiel. Herausforderungen der Demokratie Ein einseitiges Loblied auf die Demokratie anzustimmen und deren Schwachstellen auszublenden wäre mit Blick auf den in Deutschland vorhandenen Reformstau und auf schwerwiegende gesellschaftliche Probleme, wie etwa die seit zwei Jahrzehnten dauerhaft hohe Arbeitslosigkeit, verfehlt. Neuerdings wird von diversen Autoren gar die Frage aufgeworfen, ob sich die vielbeschworene»good governance«möglicherweise weniger in plural-demokratisch verfassten Gesellschaften realisieren lasse als vielmehr in autoritativpragmatischen politischen Systemen, deren kurze Entscheidungswege bei der Durchsetzung von Reformen als Systemvorteil gewertet werden (z. B. Stadtstaat Singapur, chinesische Führung unter Staatspräsident Hu Jintao und Ministerpräsident Wen Jiabao). Nicht von ungefähr konstatiert der amerikanische Ökonom Lester Thurow bewundernd:»china hat eine effektive Regierung, die Strategien entwerfen und Entscheidungen treffen und durchsetzen kann.«wird also China durch seine auf Schnelligkeit und Effizienz ausgerichtete Regierung den Westen und vor allem auch die Vereinigten Staaten von Amerika in den kommenden Dekaden ökonomisch überholen und damit zur neuen Weltmacht Nummer Eins aufsteigen? Weitgehend unstrittig ist unter Demokratieforschern, dass demokratische Herrschaft»in hohem Maße kontextabhängig, insbesondere von den Bedingungen wirtschaftlicher Entwicklung, sozialer Integration, politischer Kultur«ist (Rainer-Olaf Schultze). Wenn sich also die ökonomischen Bedingungen in Deutschland verschlechtern, die Menschen weiterhin durch ein hohes Arbeitsplatzrisiko und durch Massenarbeitslosigkeit verunsichert sind, so könnte auch das liberaldemokratisch und marktwirtschaftlich-sozial geprägte politische System an Zuspruch verlieren.»das Vertrauen in die ganze politische Klasse ist heute geringer als jemals in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Man traut den Politikern den Willen zur Karriere zu, nicht aber genug Tatkraft für das Allgemeinwohl«, argumentieren Ex-Bundeskanzler Schmidt (SPD) und der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Barzel in einem gemeinsamen FAZ-Artikel im Mai 2005.»Auch deshalb breiten sich Ängste und schlechte Stimmungen aus. Die Titel, unter denen die Fernseh-Talkshows in den Programmen angekündigt werden, sind in großer Fülle negativ, sie suggerieren eine negative Sichtweise. Ein gewählter Politiker aber, der sich an Fernsehrunden unter Titeln beteiligt wie Deutschland bankrott oder Land ohne Zukunft, der vergibt seine Würde. Und weil die Talkshows nicht zum Handeln und zur Veränderung führen, vergibt er unbemerkt und schrittweise seine Glaubwürdigkeit.«Haben die beiden gestandenen Politiker Schmidt und Barzel also Recht, wenn sie bedeutende demokratische Institutionen, wie etwa die tragende Rolle des Parlaments, durch überzogene Anpassungsleistungen der Politiker an die»mediendemokratie«gefährdet sehen? Haben sie Recht, wenn sie der Demokratieschelte hinzufügen, dass Politiker oftmals den Weg des geringsten Widerstands gehen, da man oft leichter gewählt werde, wenn man den Wählern nur das sage, was diese gern hören wollten? Zur Konzeption des Heftes»Der Geist der Demokratie kann nicht von außen aufgepfropft werden. Er muss von innen kommen«, sagt Mahatma Gandhi. Ist es von daher nicht vermessen, Kinder und Jugendliche zur Demokratie erziehen zu wollen? Ein auf ausschließlich kognitive Elemente ausgerichteter Politikunterricht wird wohl kaum den von Demokratie durchdrungenen Staatsbürger hervorbringen. Vielmehr müssen emotionales Involviertsein und kognitives Dazulernen ineinander greifen, um Verstehensprozesse in Gang zu setzen und um als Zielperspektive»Stolz auf unsere Demokratie«hervorzubringen. Dabei gilt es, Verhaltens- und Aktionsweisen zu fördern, die die ganze Schülerpersönlichkeit einbeziehen. Dieser Grundauffassung entsprechend sind die Unterrichtsmaterialien für dieses Heft (Bausteine A bis D) darauf ausgerichtet, sowohl kognitive Kompetenzen zu erwerben 4

7 Einleitung wie auch tiefergehende, emotional angereicherte (Er-) Lebensformen von Demokratie hervorzurufen und zu fördern.»erziehung zur Demokratie«bedeutet demnach, Demokratiekompetenz erwerben und Demokratie (er-)leben durch den Erwerb von Wissen zum Thema Demokratie das Erkennen, Artikulieren und Durchsetzen eigener Interessen das Ausbilden und Trainieren kommunikativer Fähigkeiten das Pflegen einer produktiven Streitkultur und das Erproben kompromissorientierter Konfliktlösungsmuster die Entwicklung von Verantwortung und Gemeinsinn für das Ganze das Sich-Hineinversetzen in unterschiedliche Sichtweisen, Interessen und Rollen die Erfahrung von Intensität und die Entwicklung von Begegnungsmentalität die Schaffung von Bewusstsein und Empfindungstiefe für werteorientiertes Handeln die Wertschätzung für den hohen, vor allem auch zeitlichen Aufwand für demokratische Prozesse das Erlangen von Selbstvertrauen und auf dieser Grundlage die Entwicklung von Freude am Gestalten des politischen Umfeldes. Allein schon die kaum mehr zu überblickende Zahl an älteren und neuen Publikationen zur Demokratiethematik lässt ermessen, welch vielschichtiges und weitgefasstes Spektrum diese Themenstellung umfasst. Für das vorliegende Heft wurde eine für den modernen Unterricht geeignete Konzeption erarbeitet, anhand derer die für Schüler schwer zugängliche klassische Institutionenlehre von der Entstehung der ersten politischen Gemeinschaften hergeleitet wird, um so aufzuzeigen, wie bestimmte Verhaltensweisen sich letztendlich zu Gewohnheiten verdichten und institutionellen Charakter annehmen. Die Ausbildung der Fähigkeit der Schüler zur letztendlich selbstständigen Unterscheidung von demokratischen, autokratischen oder gar totalitären Gemeinwesen ist ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts. Ein wichtiges Ziel ist dabei auch die altersgerechte Vermittlung der politischen Ideengeschichte. Gemeinhin werden die großen Philosophen abgesehen von der gymnasialen Oberstufe als ungeeignet für schulische Bearbeitungsformen betrachtet. Hier soll jedoch versucht werden, dass alle jungen Menschen, unabhängig von ihrer Schulform und ihrem Alter, mit der abendländischen Geisteskultur vertraut gemacht werden können. Die Verwendung von spielähnlichen Arbeitsformen nimmt im vorliegenden Heft großen Raum ein. Durch die Übertragung spielerisch gewonnener Einsichten und Erfahrungen auf reale Sachverhalte lassen sich kognitive Widerstände der Schüler überwinden. Aus didaktischer Sicht ist es ein wichtiges Anliegen des Heftes, den Lehrpersonen eine möglichst breite Methodenvielfalt zur Verfügung zu stellen. Der Ansatz des Heftes beruht darauf, von konkreten Lebenssituationen der Schüler ausgehend (Baustein A), einen weiten Bogen hin zu abstrakten Inhalten der Demokratieforschung (Baustein D) zu spannen. Baustein A sucht die Alltagsprobleme der Schüler zu hinterfragen, um so die dort zugrunde liegenden demokratischen oder auch nichtdemokratischen Wertvorstellungen und Verfahren aufzuzeigen. Davon ausgehend soll die Überleitung zu Baustein B geschaffen werden, in welchem Betätigungsfelder auf kommunaler Ebene im Mittelpunkt stehen, um die Schüler zur aktiven Mitgestaltung ihrer Umwelt anzuregen. Die in Familie, Clique, Klasse und Kommune identifizierten Strukturen und Verhaltensmuster werden nunmehr in Baustein C erweitert und in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext überführt. Mit den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich so politische Entscheidungsfindungsprozesse als das nachvollziehen, was den Gerhard Mester 5

8 Baustein A/B Schülern schon ansatzweise aus ihrem privaten Lebensumfeld geläufig ist. Die pluralistisch-freiheitliche Ordnung als Grundlage demokratischer Staaten soll durch Baustein C besonders hervorgehoben werden. Die für das System der Bundesrepublik konstitutive politische Ordnung findet in allen vier Bausteinen Berücksichtigung, in besonders aufschlussreicher Weise jedoch in Baustein D. Doch darüber hinaus soll in Baustein D das Blickfeld auch auf die internationale Ebene ausgeweitet werden. Dass Demokratie auch als»embedded democracy«verstanden werden muss, erschließt sich etwa durch den Diskurs Olivers und Kathrins über das Thema»Wie sozial soll die deutsche Demokratie sein?«(d 8). BAUSTEIN A DEMOKRATIE IM ALLTAG (ER-)LEBEN UNTERRICHTSPRAKTISCHE HINWEISE In Baustein A wird der leitmotivische Charakter demokratischer Wertvorstellungen den Schülern in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld erfahrbar gemacht.»was bedeutet Demokratie für Dich?«, ist die zentrale Fragestellung der Arbeitsmaterialien dieses Bausteins. Zu Beginn geht es darum, Vorwissen und individuelle Einstellungsmuster über Demokratie auszuloten und diese in der Klasse zu erörtern (A 1). Die hier präsentierten Fragen orientieren sich an der Shell Jugendstudie In A 2 spricht unvermittelt die Demokratie als personalisierte Figur zu den Schülern. Sie fordert die jungen Menschen auf, ihr in distanzüberwindender Briefform zu antworten. Demokratie als Lebensform findet auch Ausdruck in den Sozialbezügen der Schüler, in Familie, Clique und Klasse. Hierbei geht es um Formen demokratischen Verhaltens, die geprägt sind durch demokratisch fundierte Konfliktlösungsmuster wie die Wertschätzung einer jeden Person und ihrer Anliegen, Mehrheitsfindung und Minderheitenschutz sowie Einüben von Kompromissen in strittigen Situationen (A 3 A 5). Im abschließenden Karikaturenteil (A 6) tritt dann wieder die kognitive Ebene stärker hervor (Begriffe-Lexikon), jedoch animiert durch humorvolle, pointierte Zeichnungen. Grundlegende Werte der Demokratie werden wieder aufgenommen und erweitert. Anhand der vorangegangenen Miniszenen aus Familie, Clique und Klasse können die Schüler den Transfer hin zur eigenständigen begrifflichen Erläuterung der angeführten Wertvorstellungen (Toleranz, Zivilcourage usw.) leisten. BAUSTEIN B MISCH DICH EIN! MITMACHEN IN DER DEMOKRATIE UNTERRICHTSPRAKTISCHE HINWEISE Nach der Erarbeitung demokratischer Werte im unmittelbaren Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler gilt es nun, den Aktionsradius in den gesellschaftlichen Raum hinein zu erweitern. In einem ersten Schritt erhalten die Schüler einen Einblick in die Mitwirkungsmöglichkeiten der Schülermitverantwortung, insbesondere der Schulsprecherfunktion (B 1). Das Beispiel der Nürtinger Schülerzeitung»Spongo«eröffnet den Schülern Möglichkeiten, im medialen Bereich Erfahrungen zu sammeln und somit die Bedeutung der Medien und ihre meinungsbildende Funktion in demokratischen Gesellschaften zu erleben (B 2 B 3). Als Schnittpunkt zwischen Individuum und Gesellschaft fungiert der Text»Schulkleidung für alle?«in B 4. Das Hinaustreten der Schülerinnen und Schüler in den gesellschaftlichen Raum schafft für sie neue Mitwirkungsperspektiven im Rahmen ihrer Gemeinde. Anhand des Textes B 5 lernen die Schüler ihre Mitwirkungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene kennen. In B 6 wird ein Beispiel dargestellt, was Jugendliche in ihrer Gemeinde erreichen können. Die Wertschätzung ihrer Anliegen können die Schülerinnen und Schüler im Zuge des eigens dafür konzipierten»planspiel Jugendgemeinderat«durch Entscheidungs- und Kompromissfindungsprozesse erfahren (vgl. S. 7 8). Tanja Fallers Einsatz für das»jugendhaus Z«in Freiburg zeigt, welche Freude auch in gemeinnütziger Arbeit von und mit Jugendlichen stecken kann (B 7). Jugendliche lernen vor allem auch im Kreis Gleichaltriger und junger Menschen. In den Jugendverbänden der etablierten Parteien können sich junge Menschen als mündige Bürger auf Augenhöhe mit ihresgleichen auseinandersetzen und die werteorientierte Diskussions- und Streitkultur verinnerlichen, die das Fundament unserer demokratischen Grundordnung bildet (B 8). Der um sich greifenden Politikverdrossenheit, gerade bei den unter Dreißigjährigen, soll mit statistischem Anschauungsmaterial entgegengewirkt werden (B 9). Junge Menschen verlieren aufgrund ihres schwindenden Bevölkerungsanteils gegenüber älteren Mitbürgern an Einfluss. Um ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen, wurde der fiktive, bisweilen auch provokante Diskurs»Kinder an die Wahlurnen!«verfasst (B 10). 6

9 Baustein B PLANSPIEL JUGENDGEMEINDERAT Planspiele gewinnen im Kontext der Bildungspläne vermehrt an Bedeutung. Ganzheitliches Lernen statt Generieren von trägem Wissen und die Bereitschaft zur Unterrichtsöffnung seitens der Lehrenden bilden den Grundstein für ein erfahrendes, im Sinne des Schülers selbsttätiges Lernen.»Learning by doing«heißt derweil die Zauberformel, die ein thematisch tieferes Involviertsein seitens der Schüler zulässt und zu einem Mehr an Verstehen und damit zu besseren Lernerfolgen führt. Im Zusammenhang mit der Durchführung von Planspielen wird immer wieder die Frage nach dem Lebensweltbezug gestellt. Schüler erleben im Kontext von Planspielen ein Höchstmaß an Realitätsnähe. Der Lernerfolg entsteht dabei nicht zuletzt durch das sinnhafte Verknüpfen des angeeigneten Wissens mit spielerischen Elementen, etwa mit Rollen-, Plan- und Simulationsspielen, die letztlich ein schnelleres und weniger problembehaftetes Einsteigen in komplexe Zusammenhänge ermöglichen. Voraussetzungen Voraussetzung für dieses Planspiel ist, dass die Lernenden die Aufgaben und Tätigkeitsfelder eines Jugendgemeinderats kennengelernt haben (vgl. B 5 B 6). Vorbereitung Bevor das Planspiel beginnen kann, sollten die Schüler über die Methode und das geplante Vorgehen informiert werden, denn sie finden sich mit Beginn der Sitzung in der Rolle der Jugendgemeinderäte wieder. Sie lernen dabei geschicktes Argumentieren, das Einhalten von klaren Gesprächsregeln, problemorientiertes Vorgehen und das Finden von Kompromissen. Dabei sollen sie nicht nur ihre eigene Meinung zu einzelnen förderungswürdigen Vorhaben vertreten, sondern immer auch die Auffassungen der Jugendlichen, mit deren Vertretung sie nun beauftragt sind, berücksichtigen. Bevor die Jugendgemeinderatssitzung starten kann, gilt es, den Raum möglichst realitätsnah umzugestalten aus dem früheren Klassenzimmer wird jetzt ein Sitzungssaal. Durchführungsphase Der Lehrer informiert die Schüler über den Zeitrahmen und den Ablauf der Sitzung. Etwa drei Schulstunden sollten eingeplant werden. Er weist sie darauf hin, dass sie sich jetzt mit der Rolle der Jugendgemeinderäte identifizieren sollen. Die Lehrperson übernimmt die Rolle des anwesenden Bürgermeisters und eröffnet die Sitzung. Aufträge an die Arbeitskreise Im Jugendgemeinderat werden Arbeitskreise gegründet. Jeder Arbeitskreis nimmt sich eine der förderungswürdigen Maßnahmen vor. Es folgen: eine kurze Vorstellung des Projekts eine ausführliche Begründung des Vorhabens (warum sollte gerade dieses Projekt gefördert werden?) und die Darstellung möglicher Kompromiss- bzw. Teillösungen aufgrund des begrenzten Budgets. Reflexion In der anschließenden Reflektionsphase sollten die Schüler sie haben ihre Rolle mit der Beendigung der Sitzung wieder verlassen ihre Erfahrungen gemeinsam diskutieren. Dabei ist es wichtig, ihnen plausibel zu machen, dass vermeintlich schnelle Lösungen zu Fehlentscheidungen und zu einseitiger Klientelpolitik führen können. Ablauf Eröffnung der Sitzung und Begrüßung durch den Bürgermeister, Erläuterung des Sitzungsablaufs, Vorstellung der Tagesordnung und Abstimmung per Handzeichen. Die Jugendgemeinderäte erhalten nun die Tagesordnung und können Anträge zur Aufnahme bzw. Veränderung einzelner Punkte stellen. Ein Jugendgemeinderat übernimmt die Protokollierung der Ergebnisse. Nach einer kurzen Aussprache steht dieser Vorschlag zur Abstimmung (Handzeichen oder drei verschiedenfarbige Kärtchen: rot = nein, weiß = Enthaltung, grün = Zustimmung). Tagesordnung 1. Vorstellung des Finanzbudgets ( EUR) für jugendfördernde Maßnahmen (fünf förderungswürdige Projekte): Entwicklung eines Spielplatzkonzepts (8.000 EUR) Bau eines Skateparks ( EUR) Freizeitzuschüsse für Kinder und Jugendliche sozial schwacher Familien (6.000 EUR) Integratives Sportkonzept (Sportplatzsanierung inklusive neuer Basketballanlage ( EUR). Hochseilgarten mit Kletterwänden ( EUR). 2. Ermittlung des gesamten Finanzierungsbedarfs (= EUR). 3. Bildung der Arbeitskreise zur Entwicklung eines Kompromisspapiers (nach Interessenlage der Jugendgemeinderäte) mit Zeitvereinbarung. 4. Vorstellung und Begründung des Vorhabens im Plenum. 5. Kompromissfindungsphase (evtl. nochmalige Bildung von Arbeitskreisen). 6. Abstimmung über den erzielten Kompromiss (sonst Abstimmung über die Einzelbereiche). 7. Wünsche und Anträge, Ausblick. 7

10 Baustein C Vorstellung der Projekte Der Bürgermeister trägt jetzt die einzelnen förderungswürdigen Projekte vor und erläutert die Problematik der Budgetknappheit. Die Jugendgemeinderäte müssen also vor allem alternative Überlegungen anstellen und kreative Ideen entwickeln. Die Arbeitskreise Für die folgende Arbeitsphase in den Arbeitskreisen ist es wichtig, den Gruppen eine klare Zeitspanne (ca. 30 bis 45 Minuten) vorzugeben. Im nächsten Schritt werden im Klassenraum gleichmäßig an den Wänden die einzelnen Infoblätter zu den förderungswürdigen Projekten angepinnt. Die Jugendgemeinderäte sammeln sich jetzt nach Interessenlage und bilden zu jedem förderungswürdigen Projekt einen Arbeitskreis. Nach dieser Findungsphase sollen die Gruppen die Sitzordnung zu Gruppentischen umfunktionieren. Die AKs beginnen nun zu arbeiten. Präsentation und Diskussion im Plenum Im Anschluss an die Gruppensitzungen gilt es, die Ergebnisse im Plenum vorzustellen. Dafür wird die ursprüngliche Sitzordnung des Plenums wiederhergestellt. Die Schüler haben jetzt die Möglichkeit, in die Kompromissfindung einzusteigen. Der Bürgermeister hält die Lösungsvorschläge fest. Sollten sich noch keine Kompromisse abzeichnen, können die Jugendgemeinderäte per Mehrheitsentscheid erneut eine Unterbrechung und eine Fortsetzung der Arbeit in den AKs vorschlagen. Eine erfolgreiche Kompromissfindung hängt insbesondere davon ab, ob es den Jugendgemeinderäten gelingt, Aspekte des bürgerlichen Engagements, Spendenaktionen und Sponsoring zu integrieren. Wichtig ist, dass sie am Ende der Kompromissfindung gemeinsam über die Lösung abstimmen. Der Bürgermeister dankt den Jugendgemeinderäten für ihre engagierte Mitarbeit und beendet die Sitzung. Arbeitskreise (AK) Arbeitskreis 1: Entwicklung eines Spielplatzkonzeptes (8.000 EUR). Die Bürgerinitiative für eine familienfreundliche Umgebung setzt sich seit längerer Zeit schon für den Bau eines Spielplatzes ein. Auf dem Sportplatz werden gerade kleinere Kinder immer wieder von Jugendlichen verdrängt. Es sei deshalb höchste Zeit, so die Bürgerinitiative, dass ein kindergerechter neuer Spielplatz gebaut werde. Arbeitskreis 2: Bau eines Skateparks ( EUR). Der städtische Jugendclub möchte auf dem Gelände einer ehemaligen Parkanlage eine Skateranlage bauen lassen. Damit könnten in Zukunft Unfälle mit PKWs, Fahrradfahrern und Fußgängern vermieden und den Jugendlichen ein höheres Maß an Sicherheit gewährleistet werden. Arbeitskreis 3: Freizeitzuschüsse für Kinder und Jugendliche sozial schwacher Familien (6.000 EUR). Die Vereine und Veranstalter von Jugendfreizeiten (Stadtranderholung, Zeltlager usw.) brauchen dringend EUR, um weiterhin sozial schwachen Familien einen Zuschuss gewähren zu können. Arbeitskreise 4: Integratives Sportkonzept ( EUR). Nach mehreren Anfragen seitens Jugendlicher und einiger Sportvereine wird eine Sanierung des Sportplatzes inklusive einer Basketballanlage (Mehrzwecksportplatz) in Betracht gezogen. Die Kosten belaufen sich inklusive einer einfachen Basketballanlage auf EUR. Arbeitskreis 5: Hochseilgarten mit Kletterwänden ( EUR). Der Stadtkämmerer macht den Vorschlag, den Geldbetrag von EUR für ein Jahr zurückzustellen und so zu sparen, um im kommenden Jahr auf einem freiwerdenden Grundstück am Waldrand die ersten Bauschritte einleiten zu können. BAUSTEIN C ENTSCHEIDUNGEN IN DER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT TREFFEN UNTERRICHTSPRAKTISCHE HINWEISE In der pluralistischen Gesellschaft sind Erfahrungen mit der Demokratie oft von langwierigen und schwierigen Entscheidungsprozessen geprägt. Dieser vermeintliche Makel demokratischer Systeme wird in Baustein C thematisiert. Vermeintlich deshalb, weil der bedeutende und nicht genug zu betonende Vorteil der Demokratie gerade darin besteht, möglichst viele Auffassungen und Interessen in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen. Es ist geradezu das zentrale Kennzeichen der Demokratie, diesen nötigen Interessenausgleich zu schaffen und Kompromisse zu finden. C 1 bietet anhand von sechs Fotos die Möglichkeit, die Vielfalt der Interessen und Lebensweisen sowie ihre unterschiedlichen Ausdruckformen als Bedingung der Demokratie zu thematisieren. Die bunte Fülle von Meinungen, Interessen und Lebensweisen in demokratischen Gesellschaften rekurriert auf einer Vielzahl von interagierenden Verbänden und starken Parteien, die den Schülern als Partizipationsmöglichkeit dargeboten werden (C 2 C 4). Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass der Lobbyismus zu den Grunderscheinungsformen in der Demokratie gehört und prinzipiell nicht negativ ist, wenn es gelingt, die Ausgewogenheit unterschiedlicher bis hin zu gegensätzlichen und mit aller Macht artikulierten Interessen zu wahren (C 5). Dass diese 8

11 Baustein D Idealvorstellung nicht immer gegeben ist, hängt auch von der unterschiedlichen Machtkonzentration bei den jeweiligen»pressure Groups«ab. Von der Pluralismustheorie zur Praxis Am Fallbeispiel der Neuen Landesmesse in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart können die Schülerinnen und Schüler anhand eines praktischen Beispiels aus der aktuellen Politik den langen zeitlichen Planungshorizont bis hin zur konkreten Verwirklichung erfahren (C 6) begann die Standortsuche für die Neue Messe, abgeschlossen sein wird das Projekt im Frühjahr Wäre dieses Bauvorhaben nicht demokratisch, sondern obrigkeitsstaatlich durchgeführt worden, hätte es keine vierzehn Jahre bis zur Realisierung der Neuen Messe gedauert, aber gewiss hätten sich die Betroffenen nicht politisch einbringen können und wären um ihre demokratischen Rechte gebracht worden. BAUSTEIN D DEMOKRATIE ALS STAATS- UND HERRSCHAFTSFORM ERLEBEN UNTERRICHTSPRAKTISCHE HINWEISE Baustein D setzt mit dem Insel-Spiel ein. Die zentralen Aspekte der Demokratie als Staats- und Herrschaftsform lassen sich über dieses handlungsorientierte Spiel erarbeiten. Gleichermaßen sind diese Grundlagen wie Staatsform, Gewaltenteilung, Verfassung, politische Institutionen und Akteure (z. B. Parlamente und Parteien), wehrhafte Demokratie, Sozialstaatsklausel, Medien und Pressefreiheit, aber auch diktatorische Erfahrungen sowie Grundrechte- und Menschenrechtsverletzungen mit den einzelnen Materialteilen unabhängig von dem Insel-Spiel zu bearbeiten. Die hier präsentierten Materialien bieten vor allem einen alternativen und ergänzenden Zugang zu den gängigen Schulbüchern, in denen die politischen und rechtlichen Grundlagen der Demokratie aufgearbeitet sind. D 1 bietet ein stimmungsvolles Bild für den Einstieg in das Spiel und erste Materialien. Eine ausführliche Beschreibung des Spiels findet sich im Folgenden auf den Seiten Im Insel-Spiel steht die Entwicklung eigenständiger Politik- und Gesellschaftsentwürfe seitens der Schüler auf der Grundlage insularer Reduziertheit im Vordergrund. Die Grundidee des als Projekt angelegten Spiels stammt aus den von der Politologin Susan Strange in ihrem politökonomischen Klassiker States and Markets vorangestellten Some Desert Island Stories. Diese eindrucksvoll entworfenen Inselgeschichten repräsentieren, ausgehend von der Situation von Schiffbrüchigen mit anschließender Insellandung, drei unterschiedliche politökonomische Ordnungsmuster: Das autoritär-diktatorische System mit totalitären bzw. fundamentalistischen Tendenzen, das egalitär-sozialistische System, angereichert mit Kommunegedanken und das liberal-marktwirtschaftlich demokratische System. Die theoretischen Grundlagen (Susan Strange) sind dabei als wissenschaftlicher Hintergrund für die von den Schülern eigenständig zu entwickelnden Staats- und Gesellschaftsideen und nicht als unbedingt bindende Setzungen zu verstehen. Im Rahmen des Insel-Spiels werden die Schüler in die Lage versetzt, die Anfänge möglicher gesellschaftspolitischer Entwicklungen und damit auch unterschiedliche Systemausformungen selbst zu entwerfen. Sie erfahren dabei elementar die jahrhundertewährende und bis hin zur Demokratie sich ausformende Staatswerdung. Akzeptanz und Wertschätzung demokratischer Grundprinzipien werden so als Grundlage eines gerechtigkeitsorientierten und friedlichen Zusammenlebens auf eine intensive Art fassbar gemacht. Indem die Schüler in die Schiffbrüchigensituation versetzt werden, können sie spielerisch die Herausbildung unterschiedlicher Staatsformen prozessual begreifen. Auf allen Ebenen des Insel-Spiels können die Lehrenden die Schüler mit den in D 2 folgenden Ich-Aussagen der zehn Philosophen konfrontieren (in der Ablaufplanung des Insel- Spiels ist dies am Ende vorgesehen). Die Philosophen verleihen dem Insel-Spiel gedankliche Tiefe und weisen auch über dieses hinaus. Die Schüler erfahren beispielsweise durch den Vergleich ihrer Positionen bzw. des von ihnen entwickelten Inselstaates, dass auch die großen Denker der politischen Ideengeschichte über den besten aller möglichen Staaten bzw. die beste Form menschlichen Zusammenlebens nachgedacht haben und an manchen Stellen zu ähnlichen oder gar denselben Schlussfolgerungen wie die Schüler gelangt sind. Doch ebenso wie das Herausstellen von Gemeinsamkeiten zwischen philosophischen Aussagen und Schülerpositionen beleben auch die Widersprüche. Die Schüler erweitern ihren gedanklich-emotionalen Horizont durch konträre oder ganz anders lautende Denk- oder Verhaltensmuster. Die zehn Philosophen repräsentieren mit dem Fokus auf das politische Denken die abendländische Geisteskultur von der Antike bis zur Gegenwart. Den Einstieg in die politische Ideengeschichte bilden also nicht sperrige Textauszüge aus den Schriften der jeweiligen Denker. Vielmehr nähern sich die Philosophen den Schülern als Personen. Dabei stand das Bemühen im Vordergrund, essentielle inhaltliche Schwerpunkte aus den Werken der jeweiligen Denker herauszufiltern und diese auf eine zwar häufig verknappte, aber sinnerhaltende und auch pointiert herausfordernde Weise zu formulieren. Unabhängig vom Insel-Spiel können die Ich-Aussagen der Philosophen auf vielfältige Art und Weise den Unterricht beleben. So können die bedeutenden Denker der politischen Ideengeschichte verglichen werden im Hinblick auf ihr Menschenbild (anthropologische Grundlagen der jeweiligen Theorie), 9

12 Baustein D DAS»WER WIRD BUNDESKANZLER(IN)?-SPIEL«Bei dem in der Mitte des Heftes beigehefteten»wer wird Bundeskanzler(in)?«-Spiel handelt es sich um eine Variation des sogenannten»gänsespiels«. Dieses Spiel trat erstmals während der Regentschaft des Florentiner Großherzogs Francesco de Medici ( ) in Erscheinung, der eine edle Ausgabe des Spiels an den spanischen König Philipp II. sandte. Nachdem der König von diesem Spiel angetan war, erlangte es rasch europaweite Bekanntheit. Seit dem frühen 17. Jahrhundert waren die ersten gedruckten»gänsespiele«im Umlauf und erhielten nun eine pädagogische Ausrichtung. Zuvor enthielten die Spielfelder nur unterschiedliche Funktionen, doch nun wurden diese mit moralischen Wertvorstellungen verknüpft. Auf zeitgenössischen Stichen jener Zeit sieht man nun gelegentlich Eltern, die mit ihren Kindern Varianten des Gänsespiels spielen (wie etwa»tugend und Laster«), um sie sittlich zu bilden. Diese pädagogische Ausrichtung des Spiels ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts verloren gegangen. Das Spiel wurde wieder, was es in seinen Anfängen war: ein unterhaltsames Spiel für Jung und Alt. Ähnliches gilt auch für das»schlangen und Leitern«-Spiel, das von dem indischen Spiel»moksha-patamu«abstammt, welches dort traditionell religiöse Inhalte vermittelt. Es liegt nahe, das»gänsespiel«und das»schlangen-und-leitern-spiel«wieder mit pädagogischen Inhalten zu besetzen, um so Kinder und Jugendliche»spielend«für Bildung und Politik zu motivieren. Das»Wer wird Bundeskanzler(in)?«-Spiel bietet einen spielerischen Zugang zu politischen Ämtern und Institutionen, zu Personen in der Politik und nicht zuletzt auch zu den unterschiedlichen Politikebenen (Gemeinde, Kreis, Land und Bund). Es steht in diesem Heft auch in Zusammenhang mit den Porträts der vier Bundeskanzler (Material D 6). Hier lassen sich im Vergleich zwischen den vier politischen Karrieren in der realen Demokratie und dem Spiel auf spielerische Art und Weise Erkenntnisse über Politik gewinnen. auf die von ihnen präferierte Staats- bzw. Gesellschaftsform, auf den Zusammenhang zwischen ihrer Biografie, den jeweiligen zeitlich-historischen Bedingungen und ihren theoretischen Schlussfolgerungen, auf ihre Grundwertepräferenz, auf ihr Demokratie- bzw. Diktaturverständnis, auf Ablehnungen und Animositäten im Rahmen ihres Werks sowie auch der Philosophen untereinander bzw. auf gemeinsame Anliegen. Fortführung der erarbeiteten Grundlagen des Insel-Spiels In der Folge können, abhängig von der jeweiligen Thematik, die Ergebnisplakate reflektiert und die Regelungen der Inselgruppen mit den Staatsformen (D 3) und dem Prinzip der Gewaltenteilung (D 4) verglichen werden. Davon ausgehend erschließt sich das politische System Deutschlands (D 5). Die Erkenntnisse insularer Herausbildung von Verantwortungsträgern, Führungs- und Herrscherfiguren sollen mit biografischem Hintergrund auf vier Kanzler der Bundesrepublik Deutschland transferiert werden (D 6). Die vier Kurzbiografien bieten einen personenbezogenen Zugang zu demokratischen Prozessen und Entscheidungen. Sie stehen auch in Zusammenhang mit dem»wer wird Bundeskanzler(in)?- Spiel«. Dieses Brettspiel, in der Mitte des Heftes beigefügt, bietet einen spielerischen Zugang zu Akteuren und Institutionen in der parlamentarischen Demokratie. Überblick: Formen der Republik 10

13 Baustein D In den Erfahrungen der Inselgruppen finden sich auch Freiheitsbestrebungen und -beschränkungen der Individuen (z. B. Arbeitszwang, Essensrationierung, Gruppendruck), die zum heutigen Dilemma zwischen Freiheit und einem auszutarierenden Maß an Sicherheit in Bezug gesetzt werden können (D 7). Insulare Formen des Sich-Wehrens und der äußeren bzw. inneren Gefahrenabwehr sollen auf den heutigen Diskurs im Hinblick auf die Fragestellung»Wie weit kann der Rechtsstaat im Kampf gegen seine Feinde gehen?«, verglichen werden. Konflikte, wie etwa der Umgang mit kranken und leistungsunfähigen Inselbewohnern, lassen sich zum besseren Verständnis des Sozialstaatsprinzips heranziehen. Unterschiedliche Formen sozialstaatlicher Ausprägung finden sich im Text (D 8). Eine spezifische Variante sozialistischen Gedankenguts (vgl. die Ich-Aussagen von Karl Marx) lernen die Schüler nun durch die Beschreibung der politischen Wirklichkeit in der ehemaligen DDR kennen (D 9). schrecklichen Erfahrungen der Kindersoldatin China Keitetsi (D 13) nicht nur kognitiv, sondern auch gefühlsmäßig erfahrbar. Mit der Geschichte über China Keitetsi wird auch das Empathiepotenzial der Schüler angesprochen. Die dramatische Lebensgeschichte erhöht die Aufmerksamkeit der Schüler und lässt die Bedeutung ansonsten schwer zugänglicher Gesetzestexte in neuem Licht erscheinen. Die Zitate in D 14 dienen zur abschließenden Diskussion über die grundsätzlichen Elemente der Demokratie und demokratischer Gesinnung. D15 bietet als Quiz die Möglichkeit zur abschließenden Lernkontrolle. Die Materialien D 10 und D 11 thematisieren einerseits die Medien, ihre Bedeutung in der Demokratie sowie ihren Einfluss auf den politischen Meinungsbildungsprozess, andererseits aber auch das Postulat, dass eine lebendige Demokratie von informierten Bürgern lebt. Ein krasser Gegensatz zum demokratischen System Deutschlands ist das Regime von Alexander Lukaschenko in Weißrussland. Im Text D 12 treten dessen diktatorische Machenschaften zu Tage. Stolz sein auf demokratische Errungenschaften kann nur derjenige, der sich auch mit den vielschichtigen Facetten diktatorischer und totalitärer Herrschaft auseinandergesetzt hat. Aus konflikthaft zugespitzten Inselsituationen und dem starken Wunsch nach Sicherheit bilden sich oftmals (An-)Führerfiguren mit zunehmend martialischer werdenden Handlungen heraus. Demokratie, so lernen die Schüler, ist etwas Kostbares, das es nicht nur zu verteidigen, sondern immer wieder neu zu beleben gilt. Der glückliche Umstand einer durch Grundrechte abgesicherten Demokratie (Rechtsstaatsprinzip) wird durch die Überblick: Formen der Diktatur 11

14 Baustein D DAS INSEL-SPIEL Im Insel-Spiel werden die Schüler aus ihrem etablierten politischen System herausgerissen und in eine Situation versetzt, in der die gewohnten Regularien nicht mehr gültig sind. Sie werden damit konfrontiert, mit einer selbstentwickelten Rollenbiografie auf einem Kreuzfahrtschiff einen Südseeurlaub zu verbringen. Das Schiff gerät aus welchen Gründen auch immer in eine Katastrophensituation und wird untergehen. Ein Teil der Touristen und der Besatzung des Schiffes kann sich mit Rettungsbooten in Sicherheit bringen, andere Schiffbrüchige versuchen schwimmend an Land zu kommen. Nach dem Schiffsuntergang erfolgt ein Szenenwechsel. Drei schiffbrüchige Gruppen haben sich an unterschiedlichen Stellen einer großen Südseeinsel gerettet, ohne voneinander zu wissen. Die britische Politökonomin Susan Strange hat ihrem Lehrbuchklassiker States and Markets ihre Three Desert Island Stories vorangestellt. Nach Strange bilden sich drei unterschiedliche politische Systeme heraus: Ein autoritär-diktatorisches System unter der Führung eines ehemaligen Besatzungsmitglieds des Kreuzfahrtschiffs, ein zweites System, das auf sozialistischen und kommunistischen Ideen fußt, und ein drittes, freiheitlichdemokratisches System, das auf markwirtschaftlichen Vorstellungen aufbaut. Der Ansatz von Susan Strange zielt darauf ab, dass sich Schüler jenseits theoretischen Wissens mit den Basiserfordernissen der drei Systemvarianten in der durch den Schiffsuntergang künstlich herbeigeführten, anarchischen Konstellation arrangieren und ihren jeweiligen Kleinstaat schaffen. 1. Die Bedeutung des Insel-Spiels für die Demokratiethematik Das Spiel führt die Teilnehmer an die Anfänge des politischen Gemeinwesens zurück. Die Selbstverständlichkeit, in ein etabliertes und funktionierendes demokratisches System hineingeboren zu werden, das sich in Jahrhunderten entwickelt hat, entfällt. Junge Menschen werden auf eine schöpferisch-kreative Weise dazu gebracht, sich ihre eigenen, politikdurchwirkten Lebensbedingungen selbst zu gestalten. Verfahrensweisen, Regeln und Gesetze sind nicht, wie im realen politischen System, vorgegeben. Sie müssen, meist angeregt durch konkrete Probleme sowie Interessenkonflikte, von den Teilnehmern verhandelt und beschlossen werden. Hierbei ist für demokratische Ordnungen konstitutiv, dass alle politischen Entscheidungen kollektiv durch alle getroffen werden. Üblicherweise enthalten die Regeln auch einen Sanktionskatalog, mit dem Regelverstöße geahndet werden. Im Insel-Spiel wird die Wirksamkeit oder Ineffizienz politischer Ordnungselemente in ihren Auswirkungen auf das Individuum und auf die Gemeinschaft hautnah erlebt. Das ist gerade für Kinder und Jugendliche ein tiefgreifender Prozess. Das, was beim Insel-Spiel an Politik- und Demokratieerfahrungen gewonnen wird, ist etwas Bleibendes, auf dem aufgebaut werden kann. Kognitive und emotionale»verwicklungen«führen zu (Spiel-)Handlungen, in denen alle Beteiligten mit»kopf, Herz und Hand«involviert sind. Mit der Einblendung realer Philosophen (vgl. D 2) werden kognitive Prozesse beflügelt und die politische Urteilskraft geschärft. Die Philosophen treten meist in kritischen Situationen auf (»Freeze«/Ruhen der Spielhandlung) und beziehen in Ich-Aussagen Stellung zum anstehenden Konflikt. Durch ihre tiefgründig divergenten Vorstellungen erweitern sie das Meinungsspektrum der Schüler. Auch verweisen sie auf die historische Dimension von Politik bzw. demokratischer Theorie. Die Philosophen beschwören die Wiederkehr des»immergleichen«, aber sie verweisen ebenso auch darauf, dass auf neue Herausforderungen neue Antworten gefunden werden müssen. Die im Insel-Spiel enthaltenen Konfliktsituationen legen nahe, die dort identifizierten Mechanismen auch vor anderem Hintergrund wiederzuerkennen. 2. Typische Konfliktsituationen im Insel-Spiel Wie organisiert die jeweilige Inselgruppe ihr Überleben bzw. die Sicherung ihrer Existenzgrundlage? Welche Konflikte treten auf und wie werden diese geregelt (z. B. Führer- oder Mehrheitsprinzip)? Was geschieht mit einem Schwerverletzen? Kann dieser etwa durch Mehrheitsbeschluss aus der Gruppe ausgestoßen und damit dem sicheren Tod ausgesetzt werden? Wie wird verfahren, wenn einer alleine ein Tier erlegt? Soll grundsätzlich alles geteilt oder soll strikt nach dem Leistungsprinzip verfahren werden? Welche ungeschriebenen oder auch schriftlich fixierten Gesetze gelten für die jeweilige Inselgruppe bzw. den Kleinstaat? Was passiert, wenn die drei Inselgesellschaften aufeinander treffen? Wird es unter dem Strukturmerkmal der Anarchie, was auch weitgehend noch für die heutige internationale Staatenwelt gilt, zu Kriegshandlungen kommen? Oder wird über strittige Fragen verhandelt und eine friedliche Kompromisslösung herbeigeführt, die alle Interessen zu berücksichtigen sucht? 3. Varianten des Insel-Spiels Das Insel-Spiel lässt sich im Rahmen einer AG oder eines längerfristigen, fächerübergreifenden Projekts umsetzen. Denkbar ist allerdings auch eine auf einzelne Aspekte verkürzte Version, die an einem einzelnen Vormittag durchgeführt werden kann. Bei der Bearbeitung des Insel- Spiels ist auch eine Aufbereitung als Theaterstück oder Videofilm denkbar, um so die gewonnenen Erkenntnisse anderen vermitteln zu können. Die Philosophen können sowohl durch die Schüler verkörpert werden, aber sie können auch durch die Lehrperson dargestellt werden. In den unteren Jahrgangsstufen bietet sich eine Dar- 12

15 Baustein D stellung ausgewählter Philosophen in Posterform an. Auch in diesem speziellen Fall werden die Schüler zur Überlegung aufgefordert, welche Philosophen der von ihnen entwickelten Staatsform entsprechen bzw. nicht entsprechen. Generell werden für das Spiel die Klassenstufen 6 bis 8 empfohlen, wobei Teamteaching wegen des recht großen Aufwands von Vorteil ist. 4. Die Spielphasen des Insel-Spiels im Einzelnen Rollenbiografien Die Schülerinnen und Schüler entwerfen zu Beginn des Spiels eigene Rollenbiografien (vgl. D 1 im Schülerteil des Heftes) nach dem Motto:»Wer möchtest Du gerne sein? In welche Rolle möchtest Du gerne schlüpfen?«sie gestalten einen eigenen Rollenausweis (Karten in gleicher Anzahl in Grün, Rot, Blau). Es folgt die Umgestaltung des Klassenzimmers. Schiffsuntergang und Strandung Die Schülerinnen und Schüler recherchieren zunächst den Schiffskurs in Richtung Fidschi-Inseln, setzen sich auf den Boden und schließen die Augen (Meeresrauschen). Es folgt das Vortragen der Traumreise Teil I durch die Lehrperson. Anschließend bewegen sich die Schüler im Rhythmus der Musik und genießen Kulinarisches (Knabbermischung auf Tablett). Nach einigen Minuten setzen sie sich wieder und schließen erneut die Augen. Die Lehrperson trägt Teil II der Traumreise vor. Nach der Textstelle mit der gewaltigen Explosion (Schiffsuntergang) retten sich die Schüler in die drei bereitgestellten»rettungsboote«(drei farbige Schnüre: grün, rot, blau in Bootsform; Zuordnung entsprechend der Ausweisfarbe). Die Schiffbrüchigen landen an drei auseinander gelegenen Inselstränden (eingekreiste Bereiche mit Farbpunkten grün, rot, blau). Es folgt die Abdunklung und Meeresrauschen. Die Schüler schließen wiederum die Augen. Diese Vorgehensweise wird später noch vermehrt Verwendung finden. Es ist deshalb sehr ratsam, die Abdunklung und die Musik zu ritualisieren. Sicherung des Überlebens Die Schülerinnen und Schüler sollen sich nunmehr aktiv vor dem Hintergrundwissen, dass eine Rettung ausgeschlossen scheint, auf das Inselleben einstellen und können das angeschwemmte und damit vorhandene Material (Holz, Schnüre, Muscheln, Tücher, Steine, Bambusrohre usw.) auf eine mögliche Nutzbarkeit überprüfen (z. B. kantige Muschel = Schneidewerkzeug). Die zentrale Fragestellung heißt in dieser Phase:»Überlegt Euch, wie Ihr Euer Überleben sichern könnt.«die Gruppen gehen auf Nahrungssuche, bauen Flöße, richten sich Unterkünfte ein und stellen Angeln, Jagdwerkzeuge,»Kleidung«oder auch andere nützliche Gegenstände her. Für den Fischfang werden in den abgedunkelten Phasen (Nacht) Papierfische zwischen den»inseln«verstreut. Besprechungsphase I Die Inselgruppen stellen erste Lösungsansätze vor, die ihr Überleben sichern könnten. Entwicklung rudimentärer Staatsstrukturen Besonders interessant sind die Reaktionsweisen der Inselgruppen auf den Wegfall zivilisatorischer Ordnungssysteme. Mittels einer ersten Flaschenpost als Impuls, in der sich eine versteckte Arbeitsanweisung befindet (z. B.»Wie ist das Zusammenleben geregelt?«, vgl. D 1), entwickeln die Gruppen Regelungen (z. B. Inselgesetze) und einigen sich über einen Verbots- und Strafkatalog (Plakat, Farbstifte). Besprechungsphase II Die Gruppen stellen sich jetzt gegenseitig ihre Inselgesetze vor und diskutieren die unterschiedlich akzentuierten Regelungen. Produktion und Vermarktung Jede Gruppe erhält eine Urfrucht (Banane, Kokosnuss oder Orange), die symbolisch das Saatgut darstellt. Mit der nunmehr einsetzenden Produktion entwickeln sich Formen marktwirtschaftlichen Agierens. Der Vorgang des Säens wird von den Schülern durch das Umrisszeichnen auf Papier symbolisiert, das Bewässern durch Ausmalen und das Ernten durch Ausschneiden. Dabei erfahren die Schüler, dass die jeweiligen Produktionsschritte unterschiedlich viel Zeit beanspruchen und durch Veränderungen Rationalisierungseffekte erzielt werden können. Währungssystem Perlen In der darauf aufbauenden Phase entwickeln die Schüler ein geeignetes Währungssystem, symbolisch unterstützt durch die»angeschwemmten«perlen. Die drei Gruppen erhalten jeweils die gleiche Anzahl (z. B. 90 rote, blaue oder grüne Perlen). Ziel ist ein eigenes Währungs-, Preisund Entlohnungssystem, indem festgelegt wird, wer z. B. für welchen Arbeitseinsatz in welcher Höhe entlohnt wird. Zudem muss entschieden werden, wer das»gruppengeld«verwaltet und wie etwa Früchte bzw. Nahrung, Holz oder Werkzeuge erworben werden können. Mittels eigener Preisgestaltung treten jetzt die Gruppen mit dem Ziel, hohe Verkaufserlöse zu erwirtschaften, in direkte Konkurrenz zueinander. Besprechungsphase III Den rasanten Währungssystem- und Marktentwicklungen folgen zwei Gesprächsrunden zum gemeinsamen Austausch (gegenseitige Vorstellung des Preis- bzw. Entlohnungssystems und des Produktionsablaufs). Abschließend wird festgestellt, welche der Gruppen den höchsten Gewinn bzw. Verlust erzielt hat. Die Schüler reflektieren über Einführung bzw. Abschaffung des Geldes. 13

16 Baustein D Einwanderungsproblematik Die Gruppenmitglieder haben nun die Möglichkeit, die Gruppe zu wechseln. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, klare Regelungen zu Einwanderung und Asylgewährung auf ihrem jeweiligen Inselterritorium zu verabschieden. Fragen wie»wer darf rein?«bzw.»welche Voraussetzungen muss er oder sie mitbringen?«werden mittels einer weiteren, den Schülerimpuls aufnehmenden Flaschenpost zur Entscheidungsgrundlage (Flaschenpost Nr. 4; Farbstifte, Plakat, vgl. D 1). Besprechungsphase IV Gruppenbesprechung mit Erfahrungsaustausch. Die philosophische Ebene Nach mehreren Stunden Inselleben gilt es nun, Bilanz zu ziehen. Die von den unterschiedlichen Gruppen entwickelten Strukturen und Rechtssysteme sollen nun mit ausgewählten Ich-Aussagen der Philosophen verglichen werden. Die faszinierende Erfahrung für die Schüler besteht darin, dass sie in einem schöpferischen Akt aus eigener Kraft diverse Gesellschaftskonstruktionen erschaffen haben, die von niemand Geringerem als den großen Denkern abendländischer Geistestradition begründet wurden. Zurück in die Zivilisation Das Projekt neigt sich nun dem Ende zu. Es gilt jetzt, die»gestrandeten«von der nicht oder kaum erschlossenen Insel in die Zivilisation zurückzuholen (Schiff: Stuhlanordnung in Rumpfform). Ein»mitgereister Journalist«(eine der Lehrpersonen) begrüßt die geretteten Insulaner an Bord und befragt sie nach ihren Erfahrungen und Eindrücken während des Insellebens. Auch sollen die Schüler darüber Auskunft geben, was sie nach ihrer Rückkehr in ihre»alte Heimat«an neuem Wissen und Denken mit einbringen wollen. Checkliste für die Lehrpersonen Vorbereitung: Information des Lehrerkollegiums, Raumorganisation, Teamteaching. Materialvorbereitungen: Karteikarten (Ausweise/Rollenbiografie, Wandzeitung), Wandzeitung Philosophen (vgl. Material D 1 und D 2), farbige Seile (Rettungsboote). Materialien für die Insulaner: Holzrollen und Latten, Schnüre, Muscheln, Tücher, Lederfetzen, Fäden, Nähnadeln, Steine, Bambusrohre, Papierfische, drei Tüten mit verschiedenfarbigen Perlen, drei unterschiedliche (Ur-)Früchte, genügend Papier, Kartons, Scheren, Obst, Schokolade, Blei- bzw. Buntstifte, leere Flaschen (für Flaschenpost), Korken. Technische Geräte: CD-Player, CD mit Meeresrauschen und Tierstimmen (Möwen) sowie Discomusik. Innerhalb des Spiels beobachtbar: Geeignete Zeitpunkte (Fixpunkte) für Feedback- und Besprechungsphasen in den Projektverlauf einbauen. Reflexionsphasen: Präsentations- bzw. Besprechungsphasen sollten zeitlich den Gruppenprozessen (sinnvolle Zäsur) angepasst werden. Mögliche Probleme: Beteiligungsdefizite können durch ein geeignetes Sortiment an Sinnesmaterialien kompensiert werden. Die Texte zu den Traumreisen Traumreise Teil I Die Schülerinnen und Schüler sitzen auf dem Boden des Klassenzimmers und schließen die Augen (CD mit Meeresrauschen):»Wir befinden uns an einem großen Hafen. Einige Seemöwen kreischen leise im säuselnden Wind. Ein großes Luxusschiff mit dem Namen Earth 3000 legt leise brummend an. Langsam wird die Schiffstreppe ausgefahren und wir betreten das Schiff (im Hintergrund ertönt jetzt Partymusik, die zunehmend lauter wird). Wir betreten mit den anderen Reisenden den großen, hell ausgeleuchteten Partysaal des Schiffes und lauschen der Begrüßungsrede des Kapitäns.«Die Lehrperson begrüßt die Anwesenden auf dem Luxusdampfer. Die Schüler wachen auf, bewegen sich zum Rhythmus der Musik und bedienen sich an der Bar. Traumreise Teil II»Müde begeben wir uns zurück in unsere Kojen (Schüler schließen die Augen). Wir hören die Geräusche der Wellen, die an den Schiffsbug klatschen. Langsam beginnt das Schiff zu schwanken. Ein Sturm zieht auf. Das Prasseln des Regens wird immer stärker. Plötzlich ertönt ein lauter Knall. Alle Lichter gehen aus. Ihr werdet aus Eurem Schlaf gerissen und lauscht angespannt den Anweisungen des Kapitäns: Achtung, Achtung! Bewahren Sie bitte Ruhe und gehen Sie zügig aus Ihren Kabinen. Unser Schiff hat Schlagseite bekommen und ist nicht mehr manövrierfähig! Bitte begeben Sie sich an Deck und entsprechend Ihrer Ausweisfarben in die Rettungsboote (grüne Ausweise = grünes Boot). Rudern Sie so gut Sie können. Ich wünsche Ihnen viel Glück. «14

17 Reinhold Weber/Hans-Georg Wehling (Hrsg.): Baden-Württemberg. Gesellschaft, Geschichte, Politik. Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs Bd. 34, Stuttgart Seit seiner Gründung im Jahr 1952 ist Baden-Württemberg einen erfolgreichen Weg gegangen. Aber das Land hat auch tiefgreifende Veränderungen erfahren sei es in den Bereichen Föderalismus, europäische Einigung oder durch die Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels der deutschen Gesellschaft. Namhafte Autoren bieten eine politische Landeskunde zum deutschen Südwesten auf dem neuesten Stand. Grundlegend informiert wird über Geschichte, Politik, politisches System und politische Kultur, Geografie, Bevölkerung und Gesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung, Kultur und nicht zuletzt über Religionen und Konfessionen in Baden-Württemberg. Der Grundlagenband zum Ländle versteht sich als Studienbuch und als Nachschlagewerk. Erhältlich gegen eine Schutzgebühr von 6.50 EUR (zzgl. Versandkosten) bei der Landeszentrale für politische Bildung, Marketing, Stafflenbergstr. 38, Stuttgart oder über Reinhold Weber/Ines Mayer (Hrsg.): Politische Köpfe aus Südwestdeutschland. Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs Bd. 33, Stuttgart Namhafte Politiker aus dem deutschen Südwesten haben zwischen der Reichsgründung 1870/71 und der Gründung der Bundesrepublik die Geschicke Deutschlands beeinflusst. Ausgewiesene Experten porträtieren in diesem 316 Seiten starken Buch 30 Zeitzeugen und Akteure zweier Jahrhunderte, die auf Reichs- bzw. Bundesebene nachhaltige Spuren hinterlassen haben als Abgeordnete, Minister, Kanzler, Präsidenten und als Protagonisten des Widerstands gegen das NS-Regime. Die Beiträge belegen das Verdienst politischer Köpfe aus Südwestdeutschland bei der Parlamentarisierung des Deutschen Reiches, bei der Begründung und Verteidigung der ersten deutschen Demokratie von Weimar, im Widerstand gegen die Hitler-Diktatur sowie beim Wiederaufbau der deutschen Demokratie nach 1945 und in der Bundesrepublik Deutschland. Das Buch ist gegen eine Schutzgebühr von 6.50 EUR (zzgl. Versandkosten) bei der Landeszentrale für politische Bildung oder zu bestellen.

18 Das Informations-Portal zur politischen Bildung Ein Angebot der Zentralen für politische Bildung Was möchte das Portal? Das gemeinsame Internet-Portal möchte die Internet-Angebote aller Zentralen für politische Bildung unter der gemeinsamen Web-Adresse zugänglich machen. Wer betreibt das Portal? Der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Politische Bildung Online gehören die Bundeszentrale für politische Bildung sowie die Landeszentralen für politische Bildung der jeweiligen Bundesländer an. Im Download-Bereich werden sämtliche derzeit online zur Verfügung stehende Publikationen der Zentralen für politische Bildung verzeichnet. Im Webkatalog sind derzeit über 2000 wichtige Adressen und Angebote im Web im Bereich Politik und Bildung erfasst, beschrieben und nach Themen sortiert zugänglich. Im Bereich Link-Tipps werden zu jeweils aktuellen Themen eine Auswahl an Link-Tipps zusammengestellt. Monatlich kommen 2 3 Themen hinzu bzw. werden überarbeitet und aktualisiert. Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Politische Bildung Online c/o Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stafflenbergstr. 38, Stuttgart Karl-Heinz Meier-Braun/Reinhold Weber (Hrsg.): Kulturelle Vielfalt. Baden-Württemberg als Einwanderungsland. Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs Bd. 32, Stuttgart Baden-Württemberg hat traditionell den höchsten Ausländeranteil unter den deutschen Flächenländern. Fast 1,3 Millionen Menschen aus mehr als 200 Nationen der Erde leben im Südwesten. Die ersten Gastarbeiter im Nachkriegsdeutschland kamen nach Baden-Württemberg. Das Buch bilanziert fünfzig Jahre Ausländer- und Integrationspolitik bis zur Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes im Sommer Thematisiert werden übergreifende integrationspolitische Aspekte und einzelne Migrantengruppen in Vergangenheit und Gegenwart. Auch die Frage, welche Rolle Zuwanderung mit Blick auf die demografische Entwicklung der deutschen Gesellschaft künftig spielt, steht dabei im Mittelpunkt. Der Band belegt: Baden- Württemberg ist als Einwanderungsland von kultureller Vielfalt geprägt. Das Buch ist gegen eine Schutzgebühr von 6.50 EUR (zzgl. Versandkosten) bei der Landeszentrale für politische Bildung, Marketing, Stafflenbergstr. 38, Stuttgart oder über zu bestellen.

19 A Demokratie im Alltag (er-)leben Demokratie (er-)leben Ein Prinzip in Gesellschaft und Politik Texte und Materialien für Schülerinnen und Schüler 2/ Baustein A Demokratie im Alltag (er-)leben A 1 A 2 Was bedeutet Demokratie für Dich? 18 A 3 A 5 Entscheidungen in Familie, Clique und Klasse 20 A 6 Werte in der Demokratie 22 Baustein B Misch dich ein! Mitmachen in der Demokratie B 1 B 4 Mitmachen in der Schule! 24 B 5 B 7 Mitmachen in der Gemeinde! 27 B 8 Mitmachen in den Jugendorganisationen der Parteien! 29 B 9 B 10 Mitmachen bei Wahlen! 31 Baustein C Entscheidungen in der pluralistischen Gesellschaft treffen C 1 C 2 Pluralismus der Meinungen, Interessen und Lebensstile 34 C 3 C 4 Parteien, Verbände, Interessengruppen 36 C 5 Lobbyismus 38 C 6 Fallbeispiel: Die Neue Messe in Leinfelden-Echterdingen 39 Baustein D Demokratie als Staats- und Herrschaftsform erleben D 1 Das Inselspiel: Wie soll Euer Staat gestaltet sein? 42 D 2 Gedanken über den besten Staat 44 D 3 Staatsformen: ein Überblick 49 D 4 Gewaltenteilung 50 D 5 Deutschland: eine parlamentarische Demokratie 51 D 6 Vier deutsche Bundeskanzler vier politische Karrieren in der Demokratie 52 D 7 Die wehrhafte Demokratie: Freiheit und Sicherheit 56 D 8 D 9 Rechtsstaat und Sozialstaat 57 D 10 D 11 Medien in der Demokratie 59 D 12 D 13 Beispiele für die Missachtung der Demokratie 60 D 14 D 15 Was ist Demokratie? 62 Hinweis: Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte von Websites, auf die in diesem Heft verwiesen oder verlinkt wurde. 17

20 A Demokratie im Alltag (er-)leben A Demokratie im Alltag (er-)leben Materialien A 1 A 6 A 1 Einstellungen zur Demokratie und zur Politik 1. Jeder sollte das Recht haben, für seine Meinung einzutreten, auch wenn die Mehrheit anderer Meinung ist. 2. Jeder Bürger, der das Wahlrecht hat, sollte auch wählen gehen. 3. Jeder Bürger hat das Recht, für seine Überzeugung auf die Straße zu gehen. 4. Eine lebensfähige Demokratie ist ohne politische Opposition nicht denkbar. 5. Auch wer in einer politischen Auseinandersetzung in der Mehrheit ist, sollte einen Kompromiss mit der Minderheit suchen. 6. Ich glaube nicht, dass sich Politiker darum kümmern, was Leute wie ich denken. 7. Eine starke Hand müsste mal wieder Ordnung in unseren Staat bringen. 8. Politik finde ich zu kompliziert. 9. In einer Demokratie müssen alle aufeinander Rücksicht nehmen. 10. Ich bin stolz auf unsere Demokratie. trifft voll und ganz zu trifft überhaupt nicht zu Fragen nach: Jugend Shell Jugendstudie, Frankfurt/M. 2002, S ARBEITSAUFTRÄGE ZU A 1 Bildet in Eurer Klasse vier Gruppen und diskutiert die zehn Aussagen. Entscheide Dich anschließend ganz für Dich selbst und kreuze in der Tabelle an, was für Dich zutrifft oder was für Dich überhaupt nicht zutrifft. Sammelt in Eurer Klasse die Ergebnisse der Fragebögen und stellt die Ergebnisse grafisch dar. Vergleicht diese Ergebnisse nun mit denen der Shell Jugendstudie von Bei der Suche der Ergebnisse dieser Befragung von Jugendlichen in Deutschland ist Euch sicherlich Euer Lehrer behilflich. Führt eine Straßenumfrage durch und vergleicht die Ergebnisse ebenfalls mit der Shell-Jugendstudie. 18

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