ZHH-Information. Tag des Hartwarenhandels in Dresden

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1 Ausgabe 3-4 / 2007 ZHH-Information Aktuelle Daten und Fakten für den Fach- und Großhandel der Hartwarenbranche Tag des Hartwarenhandels in Dresden ZHH-Info 3-4/2007 Neues ZHH-Präsidium Partner des Fachhandels gewählt Branchenbetriebsvergleich online Optimismus auf den Messen Mindestanforderungen bei s

2 Am 16. und 17. März 2007 fand der zweite Tag des Hartwarenhandels in Dresden statt. Wir danken unseren Sponsoren, ohne die die Veranstaltung in dieser Form nicht zu realisieren gewesen wäre.

3 Tag des Hartwarenhandels in Dresden Festlich und informativ Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlich blauem Himmel trafen sich am 16. März mehr als 100 Interessierte in Dresden, um am 2. Tag des Hartwarenhandels teilzunehmen. Das Fazit sei vorweg genommen: Der Tag des Hartwarenhandels in Dresden bot ein breites Spektrum interessanter Themen. Die Meinung der Teilnehmer ist eindeutig: dies sollte in zwei Jahren fortgesetzt werden!. Dresdener Impressionen Während des Tages standen für die Verbandsoffiziellen zuerst einige Verpflichtungen an (Präsidiumssitzung, Delegiertenversammlung - sh. S. 6). Unterdessen nutzten einige andere Teilnehmer am Tag des Hartwarenhandels die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden: u.a. konnte die gläserne Manufaktur besichtigt und eine individuelle Stadtrundfahrt im kleinen Kreis genossen werden. Am frühen Abend stand dann der Besuch der Frauenkirche auf dem Programm. Wir nahmen an einer Orgelandacht mit einer zentralen Kirchenführung teil. Anschaulich wurde die Geschichte der Kirche erzählt und im Anschluss daran blieb noch genug Zeit, das Gehörte auf sich wirken zu lassen. Fachhandelsabend in den Brühlschen Festungsmauern mit Ehrung der Partner des Fachhandels Der Tag fand seinen Höhepunkt mit dem Fachhandelsabend in den Festungsmauern am Brühlschen Garten, auf dem auch die Partner des PVH 2006 geehrt wurden. Im Gewölbe der Festungsmauern erwartete uns die Reichsgräfin von Cosl mit ihrem Gefolge und kündigte uns auch bald einen hohen Gast an: wir hatten die Ehre von Kurfürst August dem Starken (alias Klaus-Dietmar Matthes) persönlich in Dresden begrüßt zu werden. Dieser bewies tiefgehende geographische Kenntnisse und wusste zu jedem Herkunftsort der anwesenden Gäste treffende Bemerkungen zu machen, die mit großem Applaus bedacht wurden. Leider ist er ein vielbeschäftigter Mann und musste uns nach einer guten halben Stunde wieder verlassen. Man hätte gerne mehr von ihm gehört. Die Ehrung der Partner des PVH 2006 hatte in dem festlichen Festungsgewölbe einen würdigen Rahmen, und die Platzierten wurden mit Urkunden und Beifall geehrt. Der Vorsitzende des AKW, Dr. Paul Kellerwessel von der Firma Aug. Hülden GmbH & Co. KG in Köln, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass für den Erfolg am Markt die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Händler eine zentrale Voraussetzung sei. Dies gelte in besonderem Maße für den Fachhandel. Produkt, Kondit i on, Distribution u n d Kom - m uni - kation müssten aufeinander abgestimmt sein, damit der Fachhandel auskömmliche Spannen erzielen könne. Auskömmliche Spannen seien zwingend erforderlich, um das vom Fachhandel erwartete hohe Serviceniveau zu gewährleisten. Der Fachhandel braucht Marken. Dies sind überwiegend Herstellermarken. Die Auszeichnung "Partner des PVH" will vorbildliche Leistungen hervorheben. Zugleich soll sie die nicht ausgezeichneten Lieferanten zu Verbesserungen anspornen (Ergebnisse der Partnerwahl sh S. 7). Noch lange nach dem offiziellen Teil saß man in intensive Gespräche vertieft zusammen und genoss das Ambiente. Marke ist cool - statt Geiz ist geil Der Samstag stand ganz im Zeichen der Fachvorträge verschiedener Referenten. Obwohl es kurzfristig krankheitsbedingte Programmänderungen gegeben hatte, ist es gelungen, ein breit gefächertes Spektrum abzudecken. Nach dem Dank an die Sponsoren, die Firma Metabo, die Firmen Dorma, Fischer, Fuhr und Rüggeberg sowie die Firmen Geze und Assa Abloy, ohne die die Veranstaltung in dieser Form nicht hätte durchgeführt werden können, und der Begrüßung der anwesenden Vertreter der Einkaufsgesellschaften (Herrn Adorf und Herrn Dr. Andreas Trautwein vom EDE, Herrn Dr. Stolze von Nordwest, Herrn Eversberg von der EK servicegroup und ZEUS sowie Herrn Oefler von der WHB) sowie des Ehrenpräsidenten des ZHH Dr. Georg Hungerkamp und des langjährigen Hauptgeschäftsführers Gerd Scharping eröffnete der wieder- gewählte Präsident des ZHH, Dr. Paul Kellerwessel, die Tagung mit einigen Worten zur Lage der Branche und des mittelständischen Fachhandels. Der Wettbewerbsdruck steige - trotz einiger konjunktureller Lichtblicke - weiter an, die Unterstützung seitens der Politiker sei entschieden zu gering, die Hoffnungen, die gerade der Mittelstand in die Große Koalition gesetzt hatte, seien enttäuscht worden. Die einzige Lösung sei ein partnerschaftliches vertrauensvolles Zusammenarbeiten von Händlern und Herstellern. Marke ist cool statt Geiz ist geil - dies sei ein beginnender Trend bei den Verbrauchern, der verfestigt werden müsse. 4 ZHH--Info 3-4/2007

4 Tatort Arbeitsplatz Den Anfang der Vortragsreihe machte Manfred Lotze von der Detektiv-Institut Kocks GmbH in Düsseldorf, der anschaulich schilderte, welchen kriminellen Risiken Unternehmer ausgesetzt sind. Vieles werde einem erst bewusst, wenn man selbst Opfer geworden ist. Es müssten von Anfang an Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, da man immer nur vor die Stirn schauen könne - und vermeintliche Menschenkenntnis sei nicht immer der beste Ratgeber. Ein vollständiger Schutz ist unmöglich, aber den Tätern kann ihr Tun erschwert werden, wenn man sich in ihre Denkweise hineinversetzt hat. Achten Sie deshalb auf jedes Signal - meistens ist in jedem Hinweis ein wahrer Kern enthalten. Im vergangenen Jahr war jedes zweite Unternehmen von Unregelmäßigkeiten betroffen. Bei Verdachtsmomenten ist es häufig ratsam, einen Profi einzuschalten, da dieses Rechtsgebiet für den Laien nicht zu überblicken ist. Was nützen Beweise, wenn sie vor Gericht nicht anerkannt werden? Die Kosten, die entstehen, wenn eine Detektei beauftragt wird, sind überschaubar und in manchen Fällen sogar erstattungsfähig. Suchmaschinenmarketing Dresden zu kommen. Er erklärte den Zuhörern, wie sie ihre Internetseiten in den Suchmaschinen auf die vorderen Anzeigeplätze bringen können - ohne die Platzierung als Anzeige bezahlen zu müssen. Neben grundlegenden Informationen über die verschiedenen Suchmaschinen nannte er eine Fülle von Tricks, durch die die eigenen Webseiten von Suchmaschinen besser bewertet und weiter vorne gelistet werden. Es sind viele Kleinigkeiten, die dem Nutzer nicht auffallen, die aber die automatischen Suchagenten beeinflussen, wie z. B. pdf-dateien mit Kommentaren, aussagekräftige Bilddateinamen, Links mit echtem Inhalt und nicht mit dem Verweis hier. Ein breiter Seitenaufbau, wo wenige Klicks zum Ziel führen, ist nicht nur für menschliche Nutzer eine Erleichterung. Er erklärte auch, wie die Informationstexte, die bei Google & Co zu sehen sind, zustande kommen und machte deren Werbewirkung klar: Im klassischen Handel wird der Kunde gesucht - im Internet suchen Kunden ein Unternehmen! Kreativität - Extrapower für den Mittelstand Vom Institut für Zukunftsforschung und angewandte Kreativität (GmbH) in Essen kam Jochen Thinius und referierte über weitgehend ungenutzte Potentiale. Es gebe zu viele gleiche Produkte, nur Kreativität helfe aus diesem Dilemma. Wissen alleine helfe heutzutage nur noch wenig, da das Verfallsdatum von Wissen recht kurz (max. 3-4 Jahre) geworden sei. Es sei nicht entscheidend, wer man sei, sondern wer man sein wolle. Dieses Ziel gelte es zu erreichen. Erreicht werden könne dies nur in einer angstfreien Umgebung, da Angst Kreativität lähme. Dies bedeute, dass das Führungsverhalten überprüft werden müsse. Führung ist Beziehung (Leader- ship). Durch Wertschätzung der Mitarbeiter komme es zur Wertschöpfung, zu Motivation, die zu freiwilligen Höchstleistungen führe. Kreative Lösungen verlassen eingefahrene Wege, orientieren sich an Neuem, greifen Tendenzen auf, bleiben wertfrei. Einführung von zielorientierten Entlohnungssystemen in der Praxis Dipl.-Kfm. Dr. Gerald Preisler von der Deutschen Gesellschaft für angewandtes Controlling mbh, München, vertrat seinen erkrankten Vater, Prof. Dr. Preisler, und sprach über zielorientierte Entlohnungssysteme. Nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass es kein Patentrezept gebe, dass vor allen Dingen eine zielorientierte Verkäuferentlohnung immer Teil des gesamten Führungssystemes sei, differenzierte er materielle und immaterielle Anreize. Beide sind als annährend gleichwertig anzusehen. Die Einführung eines neuen Entlohnungssystemes sollte grundsätzlich mit den Betroffenen detailliert besprochen werden. Gegen ihren Willen ist es ohnehin nicht zu verwirklichen, da dann bestehende Probleme, wie z. B. geringes Kostenbewußtsein, Vermeiden schwieriger Kunden, wenige Neukunden, Flucht in Krankheit..., nur verschärft werden. Anhand eines praktischen Beispiels führte Dr. Preisler die Implementierung eines zielorientierten Entlohnungssystemes vor. Zum Download Für unsere Mitglieder stehen die Vorträge des Tages des Hartwarenhandels in geschützten Bereich von zum Download bereit. Hier finden Sie auch die Unterlagen des krankheitsbedingt ausgefallenen Vortrages von Cagla Doganci zum Thema Teleshopping in Deutschland - Shopping mit Zukunft? Teilnehmer am Tag des Hartwarenhandels können die Unterlagen aber auch in der Geschäftsstelle anfordern ( geschaeftsfueh- Auch weitere Photos finden Sie auf Dipl.-Wirt.-Inf. Andreas Duscha vom Institut für Handelsforschung in Köln hatte sich äußerst kurzfristig bereit erklärt für den krankheitsbedingt ausfallenden Vortrag Intelligente Strategien in schwierigen Zeiten Finanzplanung für Leistungsträger der Hartwarenbranche von Matthias Uelschen nach ZHH-Info 3-4/2007 5

5 Wahl zum Partner des Fachhandels 2006: Hervorragendes Engagement Zum 17. Mal hat der FHG die Partnerwahl des Fachhandels durchgeführt, um die besonders fachhandelsorientierten Lieferanten für ihren Einsatz zu würdigen. Neben den bisherigen Kriterien Fachhandelstreue, Preispolitik, aktuelle Produkte und Reklamationsverhalten wurde erstmals das Kriterium "Marktbedeutung" mit abgefragt. Auf der Ambiente 2007 in Frankfurt stellte der FHG das Ergebnis der Wahl vor und ehrte die Unternehmen, die die besten Plätze belegten. Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie unter Für 2006 hat der Facheinzelhandel folgenden Unternehmen die beste Zusammenarbeit bescheinigt: Hausrat: 1.Ed. Wüsthof Dreizackwerk, Solingen 2.Le Creuset GmbH, Notzingen 3.Städter GmbH, Grünberg Porzellan/Keramik: 1.B. T. Dibbern GmbH & Co. KG, Bargteheide 2.Porzellanfabriken Christian Seltmann GmbH & Co. KG, Weiden 3.Rosenthal AG (Rosenthal studio-line), Selb Besteck: 1.Robbe & Berking Silbermanufaktur, Flensburg 2.Seibel Designpartner GmbH (Pott), Mettmann 3.WMF Württembergische Metallwarenfabrik AG, Geislingen Glas: 1.RC Ritzenhoff Cristal AG, Marsberg 2.glaskoch B. Koch jr. GmbH & Co. KG (Leonardo), Bad Driburg 3.Valentin Eisch GmbH Glashütte, Frauenau Geschenkartikel: 1.Chr. Bollweg e.k., Rietberg 2.Victorinox Messerfabrik, Ibach/Schweiz 3.Räder Wohnzubehör GmbH & Co. KG, Bochum Wahl zum Partner des Fachhandels 2006: Excellente Zusammenarbeit Arbeitsschutz: 1.Bilsom, Lübeck 2.Planam, Herzebrock- Clarholz 3.Kwintet, Norderstedt Schleif-/Trennmittel: 1.Dronco, Wunsiedel 2.Rhodius, Burgbrohl 3.Rüggeberg, Marienheide Befestigungstechnik: 1.Heco-Schrauben, Schramberg 2.Tox-Dübel, Krauchenwies 3.Prebena, Ahrensburg Die Wahl zum "Partner des PVH" führte der AKW in Verbindung mit dem Arbeitskreis multitec - Bundesverband Produktionsverbindungshandel in diesem Jahr zum 7. Mal durch. Wie in den Jahren zuvor war der Fachhandel wieder dazu aufgerufen, seine Industriepartner hinsichtlich Fachhandelstreue, Preispolitik/Marktpflege, Abverkaufsunterstützung, Produktinnovation und Reklamationsverhalten im Jahre 2006 zu bewerten. Anlässlich des Branchenabends zum "Tag des Hartwarenhandels" (sh. S. 4 und 5) stellte der AKW/multitec das Ergebnis der diesjährigen Wahl vor und ehrte die Unternehmen, die die besten Plätze belegten. Die Übergabe der Urkunden nahmen der Vorsitzende des multitec, Dirk Hacker von der Firma August Hoffmann in Vlotho, und Dr. Paul Kellerwessel, der Vorsitzende des AKW, von der Firma Aug. Hülden GmbH & Co. KG, Köln, vor. Die ausführlichen Ergebnisse sind unter der Rubrik "Aktuelles" auf der Internetseite des ZHH unter abrufbar. Für 2006 hat der Facheinzelhandel folgenden Unternehmen die beste Zusammenarbeit bescheinigt: Handwerkzeuge: 1.Wera Werk, Wuppertal 2.Wiha Werkzeuge, Schonach 3.Knipex-Werk, Wuppertal Betriebsausstattung: 1.Günzburger Steigtechnik, Günzburg 2.fetra Fechtel, Borgholz-- hausen 3.Zarges, Weilheim Präzisionswerkzeuge: 1.August Löher, Remscheid 2.Exact (Giess + Quanz) Remscheid 3.Edessö, Remscheid Die Partner des GPKB-Facheinzelhandels 2006: : Wolfgang Koppmann (Seltmann), Oliver Zeroni (Le Creuset), Jörg Hehner (Ed. Wüsthof Dreizackwerk), Peter Städter (Städter), Carmen Syperek (Pott), Eberhard Eisch (Valentin Eisch), Bernhard Bollweg (Bollweg), Hans Boos (Victorinox), Detlef Eßbach (RC Ritzenhoff Cristal), Hartmut Räder (Räder Wohnzubehör), Anni Sound (Rosenthal studio-line), Christian Schwarze (Leonardo), Bernd Dibbern (Dibbern), Herr Kurz (WMF AG)(v.l.n.r.) Die Partner des PVH 2006: Johannes Troesch (Dronco AG), Rüdiger Neumann (Wiha Werkzeuge GmbH), Hans Hoymann (August Rüggeberg GmbH & Co. KG), Ralf Tessun (Wera Werk Hermann Werner), Dirk Hacker (multitec), Ralf Putsch (Knipex-Werk), Stefan Hettich (Heco-Schrauben), Ferdinand Munk (Günzburger Steigtechnik GmbH), Bernd Seipelt (August Löher), Jochen Eckl (Prebena), Dr. Paul Kellerwessel (AKW), Gerald Lichter (Rhodius Schleifwerkzeuge), Ulrich Mühlberger (Bacou-Dalloz GmbH & Co. KG), Christian Reckord (Planam) (v.l.n.r.) Die nächste Ausgabe der ZHH-Information erscheint im Mai. 6 ZHH--Info 3-4/2007

6 Photos aus Dresden: ZHH, EZ und Lothar Jäkel

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