Der Case Local Motors: Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie

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1 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie Analyse und Reaktionen aus der Industrie Aktualisierte Fassung!

2 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 2 Inhalt Über die Studie 3 Einleitung: Klassische Industrieproduktion in der Krise 4 Der Local Motors Business Case 7 Eine völlig neue Art von Auto-Unternehmen 11 Aus dem Netz auf die Straße: Der Rally Fighter 15 Die Community als offenes Entwicklungswerkzeug 26 Insight: Wie startet man eine Co-Creation-Community 33 Die Kunden von Local Motors 39 Der Charme des Selbermachens: Die Local Motors Build Experience 43 Der Local Motors Prozess 47 FLYPmode: Von der Idee zum Prototypen in 150 Tagen 50 Perspektive: Neue Fahrzeuge, Flotten und ein Auto für Afrika 53 Analyse: Die Vorteile offener Entwicklungsprozesse 57 Executive Summary: Die Learnings aus dem Case Local Motors 65 Reaktionen der Industrie 67 Anhang 1: Offene Zusammenarbeit bei deutschen Zulieferern 79 Anhang 2: Collaboration-Beispiele und Best Practices 82

3 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 3 Über die Studie Mit dieser Studie wollen wir das Thema Innovation im Automotive-Bereich um eine neue Perspektive erweitern: Die offene Entwicklung mit Hilfe einer Community, bei der nach dem Collaboration-Prinzip verteilte Akteure außerhalb des Unternehmens Aufgaben eigeninitiativ abwickeln. Die Studie gliedert sich in vier Teile: einen deskriptiven Teil, in dem wir erklären, wie Local Motors funktioniert, einen Teil, in dem wir darstellen, was dieses Entwicklungsmodell für den deutschen Markt bedeuten kann, einen Teil, in dem die Learnings aus dem Case Local Motors zusammengefasst werden und einen Teil, der Reaktionen der deutschen Automotive-Industrie auf Local Motors dokumentiert. Für den analytischen Teil der Studie wurden neben dem Team und den Führungskräften von Local Motors rund 50 Fach- und Führungskräfte aus der deutschen Automobilindustrie in Interviews um Einschätzungen zu Local Motors gebeten. Um die Reaktionen der deutschen Automobilindustrie auf das Konzept Local Motors zu ermitteln, hat die Universität St. Gallen im Nachgang eine quantitative Befragung durchgeführt. Autoren: Dr. Willms Buhse, Lars Reppesgaard (doubleyuu), Prof. Dr. Sven Henkel (Universität St. Gallen), Dr. Ulrich Lessmann (T-Systems) Local Motors CEO Jay Rogers mit einem der Autoren, Dr. Willms Buhse Bildnachweise: S. 4: Public Domain, Fotograf unbekannt / S. 61: Streetsmart GmbH / alle anderen: Local Motors. / S. 3 & 11: Stefan Hans

4 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 4 Einleitung: Klassische Industrieproduktion in der Krise Als Adam Smith 1776 seine Ideen zur Arbeitsteilung veröffentlichte, ahnte er nicht, was er auslösen würde. Smith schlug vor, dass die Arbeiten in einer Gesellschaft jeweils von einem Spezialisten mit speziellen Werkzeugen erledigt werden sollten. Unter dem Einfluss seiner Theorie von der Arbeitsteilung und den Ideen von Frederick Winslow Taylor, der vorschlug, Produktionsprozesse in viele kleine Arbeitsschritte aufzuteilen, die wiederum in repetitive Ablaufabschnitte unterteilt sind, erlebte die Wirtschaft im 19. Jahrhundert eine ungeheure Steigerung ihrer Produktivität. Heute bezeichnen wir diese Zeitwende als Industrielle Revolution. Als Henry Ford Anfang des 20. Jahrhunderts begann, die Automobilproduktion zu revolutionieren, griff er auf ihre Ideen zurück. Damals drängte das weiträumige Amerika nach ungehemmter Mobilität. Doch noch war das Auto nicht nur ein vollkommen neues, sondern auch ein außerordentlich teures Produkt. Ford schwebte ein einfach zu bedienendes, robustes Vielzweck-Auto vor, das für jedermann erschwinglich sein sollte. Das Ford Modell T, das Ford 1908 auf den Markt brachte, war perfekt auf diese Anforderungen abgestimmt. Doch erst 1914, mit Einführung des Fließbandes für eine hoch arbeitsteilige Massenproduktion, knackte Ford die letzte Bastion für den Einstieg in den Massenmarkt. Schrittweise konnte er den Preis der Tin Lizzy von 850 Dollar auf 370 Dollar senken. Der Erfolg war überwältigend. Das T-Modell motorisierte Amerika und wurde bis 1928 über 15 Millionen Mal verkauft. Erst der VW Käfer konnte 1972 den Verkaufsrekord des Modell T brechen. Fortschritt trifft auf Vergangenheit: Eine Tin Lizzy begegnet auf diesem Foto aus dem Jahr 1911 Big Springs, Nebraska, einer Kutsche.

5 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 5 Das Wachstum der automobilen Industrieproduktion führte danach zum Aufbau riesiger Produktionsstraßen. Noch bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts stellten die Automobilkonzerne einen Großteil der Bauteile im eigenen Unternehmen her Ford unterhielt zeitweise sogar ein eigenes Reifenwerk. Erst der Aufstieg von japanischen Herstellern änderte das Spiel. Die Lean Production mit optimierten Materialflüssen und Just-in-Time-Logistik nach der KANBAN-Methode des japanischen Herstellers Toyota galt in den 90er Jahren als Leitbild des Fahrzeugbaus. Seither werden immer größere Anteile der automobilen Produktion und Entwicklung an spezialisierte Partner ausgelagert. Was sich nicht geändert hat: Nach wie vor setzen die meisten Automobilproduzenten auf das klassische Inhouse-Prinzip. Entwicklungsabteilungen mit Heerscharen an Weißkitteln entwickeln auf der Grundlage von Marktforschung ingeniöse Innovationen. Im Anschluss schrauben Kohorten von Blaukitteln Seite an Seite mit Robotern in großen Fabrikhallen die Fahrzeuge an Just-in-time-genährten Fließbändern zusammen. Mit hohem Kapitalaufwand entwickeln die Hersteller Einheitsbaumuster, um sie fach zu kopieren und über ihr Händlernetz per Massenmarketing in den Markt zu drücken. In diesem System gibt es keinen kontinuierlichen Dialog mit den Kunden. Das Feedback von Kunden begrenzt sich auf Marktforschungsergebnisse, Reaktionen auf Messeprototypen und Erfahrungen aus dem Kundenservice nach Verkauf des Produktes. Das Angebot an Dienstleistungen rund um das Fahrzeug ist beim Händler konzentriert oder auf einen undurchsichtigen Dschungel unabhängiger Servicebetriebe verteilt. Obwohl der Kunde mit dem Auto die zweitgrößte Anschaffung seines Lebens macht, finden viele seiner Bedürfnisse und Wünsche erst sehr spät Eingang in die Serie wenn sie nicht gleich gänzlich unberücksichtigt bleiben. Das ist die Praxis der automobilen Industrieproduktion bis heute. Zwar lässt sich auch in der Automobilproduktion ein Trend zur Individualisierung von Produkten und zu limitierten Auflagen beobachten, doch sind diesen Entwicklungen angesichts der gegebenen Struktur der Wertschöpfungskette enge Grenzen gesetzt. Spätestens seit der jüngsten Finanzkrise 2009 hat das klassische Paradigma der Industrieproduktion Risse bekommen. Das gilt ganz besonders für die amerikanische Automobilindustrie. Nach Jahren des Siechtums stehen die stolzen Bannerträger des American Way of Life vor der Herausforderung, sich radikal neu auszurichten.

6 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 6 Dabei geht es nicht nur darum, Antriebe für die nächste Fahrzeuggeneration zu entwickeln oder die richtigen Schritte bei der Vernetzung der Fahrzeuge zum Connected Car zu tun. Vor allem bei Jüngeren nimmt die emotionale Bindung an Marken oder Modelle ab. Der Wert des Autos an sich als Mittel der Wahl zur individuellen Mobilität, als identitätsstiftendes Statussymbol und als Kommunikationswerkzeug wird in einer zunehmend urbanen und vernetzten Gesellschaft neu definiert. Es ist eine neue Ära, und jeder, der mit diesem Unternehmen verbunden ist, muss dies verstehen und bereit sein für Veränderungen, und zwar schnell. (Frederick Henderson, CEO von General Motors) Diese Entwicklung ist besonders ausgeprägt bei den sogenannten Digital Natives zu beobachten der Generation der ab 1980 Geborenen, die mit digitalen Technologien wie dem Computer und dem Mobiltelefon aufgewachsen sind. Ihre Verhaltensmuster, die sich an netz-inhärenten Werten wie dem Teilen von Wissen, dem Vernetzen und Offenheit orientieren, prägen aber inzwischen auch andere Teile der Gesellschaft. Das Verständnis des Kunden hat sich verändert. Er will gestalten und mitmachen und nicht mehr nur konsumieren. (Prof. Dr. Torsten Tomczak, Universität St.Gallen) Gleichzeitig hat sich in einer zunehmend von der Digitalisierung und der permanenten Vernetzung, vom Mitmach-Internet Web 2.0, individualisierten Produkten und offenen Partizipationsmodellen wie Wikipedia geprägten Gesellschaft das Verständnis der Kunden an sich und damit auch der Autokunden verändert. Aus reinen Konsumenten werden Kunden, für die der Schriftsteller und Futurologe Alvin Toffler den Begriff Prosumenten, also Konsumenten, die produzieren, gestalten und mitmachen wollen, geprägt hat. Noch versäumen es Automobilbauer in der Regel, ihnen Partizipationsmöglichkeiten anzubieten.

7 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 7 Der Local Motors Business Case Wohin soll also die Reise gehen? Vielleicht hierhin: Stellen Sie sich vor, Sie mischen mit bei der Entwicklung Ihres neuen Autos und diskutieren Ihre Ideen und Wünsche mit Ingenieuren und Designern. Und schließlich begeben Sie sich zu Ihrem freundlichen Händler, um dort Ihr Auto gemeinsam mit Freunden zusammenzubauen ein Auto, das es nur ein einziges Mal gibt. Und jetzt sagen Sie: Ist es nicht eigentlich völlig undenkbar, dass Kunden ihre Autos selbst zusammenbauen? So etwas Ähnliches haben sich die Leute auch gefragt, als Ikea an den Start ging. Werden die Leute wirklich bereit sein, ihre Möbel selbst zusammenzubauen? Heute weiß man, dass die Leute dazu bereit sind und Ikea gerade für diese Idee lieben. Genau diese Gedanken hatte Jay Rogers, als er sich entschloss, Local Motors zu gründen. Das Start-Up-Unternehmen aus Phoenix im US-Bundesstaat Arizona baut Autos. Das ist aber auch fast das einzige, was das Unternehmen, das sich selbst als Next Generation American Car Company bezeichnet, mit anderen Autoproduzenten gemeinsam hat. Local Motors ist ein Autohersteller, der seine Produkte über das Internet entwickelt und sie von ihren Kunden beim Händler vor Ort zusammenbauen lässt. So kommt es, dass jeder Kunde bei Local Motors sein ganz individuelles Auto bekommt ein Auto, das er selbst gebaut hat. Damit wagt das Unternehmen etwas, das neu ist in der Automotive-Industrie. Das Unternehmen setzt in den Bereichen Konstruktion und Entwicklung voll auf Offenheit als Strategie. Das beinhaltet das intensive Einbeziehen von Kunden und Freunden der Marke in Entwicklungs- und sogar Fertigungsprozesse. Dieser gemeinschaftliche, aber final immer von Local Motors gesteuerte Schöpfungsprozess Co-Creation ist das Ergebnis einer offenen Entwicklungsstrategie und die Basis des Geschäftsmodells. Ob Fahrzeugkonzept, Detailentwurf von Baugruppen, Produktion oder Service Local Motors nutzt die Erfolgsfaktoren von Co-Creation in allen Phasen der Wertschöpfung. Vor allem im Bereich der Produktentwicklung ist diese Vorgehensweise wesentlich durch das Collaboration-Prinzip das Bearbeiten einer Aufgabe durch verteilte Akteure geprägt. Was in Local Motors-Fahrzeugen wie dem Rally Fighter steckt, ist demnach alles andere als ein Betriebsgeheimnis. Im Gegenteil: Die Konstruktionsdaten aller Bauteile sind öffentlich einsehbar. Dadurch werden die Fahrzeuge in dynamischen, agilen Collaboration-Prozessen mit

8 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 8 einer ungeheuren Geschwindigkeit entwickelt eine Verfahrensweise, die eher an das Codieren von Software als an die Ingenieursarbeit in einer Entwicklungsabteilung erinnert. Es passt perfekt zu dem Local Motors-Fertigungskonzept für Kleinserien, die auf Fertigteilen beruhen, die lediglich leicht verändert oder neu zusammengestellt werden. Von Local Motors kann man lernen, wie man Offenheit als Strategie verfolgt, wie man diese Strategie Schritt für Schritt umsetzt, wie ein Automobilunternehmen so die Prinzipien des Netzes aufgreift, um Kunden nachhaltig zu binden und zu begeistern und was ein Unternehmen darüber hinaus durch diese Vorgehensweise zu gewinnen hat. Local Motors hat die Erfahrungen aus drei Jahren co-kreativer Entwicklung und Produktion in einen strukturierten Prozess überführt, den die Arbeitsschritte der Community in vier Phasen Create it, Develop it, Build it und Mod it aufgliedert. Dieser Prozess erlaubt es, in jeder Entwicklungsphase auf Kreativität und Feedback aus der Community zugreifen zu können ohne die Kontrolle über die Entwicklung Externen zu überlassen. Gegenüber klassischen Crowdsourcing-Szenarien, bei denen ein Unternehmen vielfältige Impulse von außen aufnimmt, verfolgt Local Motors einen Co-Creation-Ansatz: Kunden, Designer und Ingenieure ( Contributors ) und die Mitarbeiter von Local Motors entwickeln das Fahrzeug in engem Austausch.

9 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 9 Außerdem pflegt und entwickelt Local Motors ein Open-Source-Netzwerk mit Zulieferbetrieben, über das CAD-Dateien der Bauteile ausgetauscht und publiziert werden. Die Öffnung der OEM-Prozesse zu allen Stakeholdern unterstützt neuartige Interaktionen, angefangen von der Konzeptdefinition über das Design bis hin zur Gestaltung der Außenhaut mithilfe von Skins, die der Kunde gemeinsam mit den Community-Designern entwirft. Über die Community und die Local Motors-Experience, den gemeinsamen Bautermin in den Microfactories, werden Kunden eng in den Entwicklungs-, Kauf- und Serviceprozess eingebunden. Die Microfactory dient als Plattform für die aktive Begegnung und Zusammenarbeit von Kunden mit Experten des Unternehmens. Dieser Ansatz erlaubt es Local Motors, ein Geschäftsmodell zu verfolgen, mit dem sich extrem schnell und mit einem sehr geringen Kapitaleinsatz individuelle, aber auch komplett neue Fahrzeuge entwickeln lassen und das sich zudem schon nach extrem kurzer Zeit rechnet. Während neue Serien und Modelle in der klassischen Autoindustrie eine Vorlaufzeit von fünf bis sieben Jahren haben, dauerte es beim Rally Fighter nur 18 Monate, bis aus der 2D-Zeichnung ein Fahrzeug wurde, das ein Kunde abholen konnte. Das nächste Ziel von Local Motors ist es, diesen Zeitraum auf 12 Monate zu reduzieren. 18 Monate dauerte es, bis nach dem ersten Entwurf der Rally Fighter, das erste Produktionsfahrzeug von Local Motors, auf einer Wüstenpiste fuhr.

10 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 10 Ähnlich radikal sehen die Zahlen beim Thema Kapitaleinsatz aus. Während Ford beispielsweise für seinen 4-Wheel-Drive F150 in fünf Jahren etwa 1,5 Milliarden Dollar investieren musste und Tesla für den Roadster sechs Jahre und 250 Millionen Dollar Kapital benötigte, kam der Rally Fighter, das erste Modell, das Local Motors zum Verkauf anbietet, mit einem Budget von 3,6 Millionen Dollar aus. Local Motors muss also nur ein bis zwei Prozent des Kapitals aufwenden, das die klassische Automotive-Industrie in ein neues Fahrzeugmodell investiert. Bereits jetzt ist Local Motors nach eigenen Angaben an einem Punkt, an dem schon 150 verkaufte Fahrzeuge pro neuer Serie ausreichen, um den Break-Even zu erreichen. Das Innovationsmodell von Local Motors ist radikal neu für die Automotive-Industrie. Der Ansatz, Kunden und Zulieferer online an der Produktentwicklung zu beteiligen, ist vielversprechend und eröffnet der Branche aufregende Perspektiven, wie sie Produkte beziehungsweise Komponenten in Zukunft schnell und kosteneffizient entwickeln kann. (Prof. Dr. Daniel Wentzel, RWTH Aachen)

11 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 11 Eine völlig neue Art von Auto-Unternehmen Wer Local Motors besucht, sieht zunächst eine Wellblechhalle, drei kleine Büroräume und eine Armada an Autos, die aussehen wie Kampfmaschinen für einen neuen George-Lucas-Film. Erst das Internet macht den kleinen Automobilhersteller zum Riesen. Weil Local Motors die Entwicklungsabteilung kurzerhand in eine Online-Community ausgelagert hat, lebt der weitaus größte Teil des Unternehmens im Netz. Und die allermeisten Menschen, die gestalten, planen und entwickeln, sind überhaupt nicht bei Local Motors angestellt: Es sind Designer, Ingenieure und Autofans aus der ganzen Welt, die über das Internet begeistert ihr Wissen und ihr Know-how in die Wertschöpfung von Local Motors einbringen. Rund Designer arbeiten für Local Motors, außerdem viele eingeführte Zulieferer der amerikanischen Automobilindustrie. Der Rally Fighter vor der ersten Microfactory des Unternehmens in Phoenix, Arizona. Auch bei der Produktion geht das Start-up neue Wege. Bei Local Motors gibt es keine Fabriken mit langen Fließbändern, sondern kleine Werkstatthallen, die gleichzeitig als Händlerstützpunkt dienen. Local Motors nennt sie Microfactory. Auch viele der Monteure, die dort arbeiten, sind nicht bei Local Motors angestellt nein, es sind Kunden, die gemeinsam mit Freunden und Familie ihre Autos unter fachkundiger Anleitung zusammenschrauben in der Regel echte Fans, die schon immer gern einmal selbst Hand anlegen wollten. Hinter der Idee von Local Motors steht ein Mann mit Benzin im Blut. John Burton Rogers, den alle nur Jay nennen, ist geschäftsführender Gesellschafter und Mitgründer von Local Motors. Seit frühester Kindheit vom Autovirus infiziert, sammelte Jay seine Fahrpraxis auf BMW 535, Mercedes 300 SL, Dodge Viper, Chevrolet 1500, Honda Element und Mercedes 280 SL. Schon sein Großvater war ein Motor Guy er leitete den berühmten amerikanischen Motorradhersteller Indian, der bis zum zweiten Weltkrieg die Königsklasse des Motorradbaus darstellte.

12 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 12 Jay hat bereits ein äußerst bewegtes Leben hinter sich, bevor er Local Motors gründet. Mit seinem Vater hat er im aufstrebenden China der 90er Jahre ein Start-up für medizinische Testgeräte entwickelt. Sein Studium absolviert er an der Woodrow Wilson School of Public and International Affairs der renommierten Universität Princeton. Er arbeitet als Finanzanalyst für die Investment Bank Ewing & Partner und lernt die Welt von Private Equity und Venture Capital von innen kennen. Im Anschluss entscheidet sich Jay gegen einen Studienplatz an der Universität Stanford und für den Eintritt in die US Army. Über sechs Jahre kommandiert er eine Truppe von 300 Infanteriesoldaten im United States Marine Corps. Zwischendurch wird er auch noch Ehemann seiner Frau Susannah und Vater seiner Söhne John, Charles und Houston. Seine Militäreinsätze führen Jay in den Nahen Osten, wo er hautnah wahrnimmt, wie Amerikas Abhängigkeit von Ölimporten die Sicherheit des Landes gefährdet. Jay beschließt, etwas dagegen zu tun. Als leidenschaftlicher Autofan und mit seinen Erfahrungen als Gründer und Führungskraft entwickelt er nach und nach die Vision eines Automobilunternehmens der Zukunft. Bei den Marines lernt man bescheiden zu sein, aber in großen Maßstäben zu denken. Ich habe Autos tief in meinem Herzen geliebt seit ich ein Kind war. Ich hatte einen Hintergrund als Unternehmer. Das und meine Arbeit im Finanzsektor würde bedeuten, dass ich Geld aufbringen kann. Und ich hatte bereits viele Leute geführt, als Kommandeur einer Kompanie war ich für 300 Marines verantwortlich, Ich dachte wer wäre besser dazu in der Lage, in der Auto-Industrie einen Unterschied zu machen? (Jay Rogers, Gründer von Local Motors) Nach seiner Zeit bei der Armee setzt Jay sein Studium an der Harvard Business School fort und konzentriert sich auf das Thema Innovation in der Automobilindustrie. Parallel arbeitet er als Berater für die Automotive Practice der Unternehmensberatung McKinsey & Co. Gemeinsam mit einem Kommilitonen

13 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 13 gewinnt er für seine Studienarbeit Dollar der Harvard Social Enterprise Initiative ein Gründerpreis für sozial verpflichtete Unternehmer. Der Preis motiviert die beiden Jungunternehmer, ihre Ideen in ein Gründungskonzept umzusetzen. Sie studieren eingehend die Methoden der Autohersteller und führen Interviews mit großen und kleinen Herstellern, darunter mit Ford, dem Elektropionier Tesla und dem Kit-Car-Produzenten Factory Five. Sie lernen, dass fast kein Hersteller die Kunden seiner Autos wirklich kennt. Am besten weiß es der kleine Hersteller Factory Five, der Replicas klassischer Autos als Bausätze anbietet. Eher beiläufig hatte das Unternehmen eine Online-Community-Plattform ins Netz gestellt mit beachtlichem Erfolg. In der Community diskutieren Kunden und Interessenten von Factory Five über kleine Details und große Ideen. Bis zu Nutzer pro Tag nutzen das Online-Forum des Kleinherstellers weitaus mehr als die Community-Plattformen großer Hersteller wie Ford oder Volkswagen. Für Jay ist die Factory Five-Community so überzeugend, dass er sich sofort entschließt, das Element der Community in sein Gründungskonzept aufzunehmen auch wenn er zu dieser Zeit noch nicht genau weiß, welche Funktion die Community in seinem Unternehmen haben würde. Joe Lassiter, einer seiner Professoren in Harvard, bestätigt Jay in seiner Vorahnung. (Joe Lassiter) regte an, dass nicht wir diejenigen sein sollten, die die Kunden davon überzeugen müssen, unser Produkt zu kaufen, sondern dass die Kunden andere Kunden überzeugen müssten unser Produkt zu kaufen. (Jay Rogers, Local Motors) Professor Joe Lassiter empfiehlt, zunächst eine kleine Fach-Community zu entwickeln, die Designer und Entwickler für die Mitarbeit gewinnt. Und Factory Five-Chef Mark Smiths plädiert dafür, die Kunden ähnlich wie bei Kit-Cars am Bau der Autos zu beteiligen, sodass ein erheblicher Teil der Wertschöpfung durch die Kunden selbst erbracht würde. Nachdem Jay seinen Harvard MBA in der Tasche hat, kommt der Tag der Entscheidung. Noch sind drei Optionen im Spiel: Die Beraterlaufbahn bei McKinsey, ein Job bei einer Private Equity-Beratung, und die Gründung von Local Motors. Jay setzt auf volles Risiko und entscheidet sich für Local Motors. Sein Partner

14 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 14 springt im letzten Augenblick aus privaten Gründen ab. Jay steht unverhofft allein da. Ein Gespräch mit Mark Smiths, dem Gründer von Factory Five, bringt den Wendepunkt. Smith ist sofort von der Local Motors-Idee überzeugt und bietet umfangreiche Starthilfen an: Büros und eine Werkstatt in der Nähe der Factory Five-Produktion, Zugriff auf Ingenieure und Designer, Know-how für Betriebsführung und Produktion sowie die Unterstützung des Factory Five-Managements. Mit diesem Grundstock überzeugt Jay weitere Investoren. Die Anteile sind weit gestreut viele der Investments bewegen sich um Dollar. Eine kleine Mannschaft, die Großes bewegt: Das Kernteam von Local Motors.

15 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 15 Aus dem Netz auf die Straße: Der Rally Fighter Die Gründung von Local Motors beginnt bei Null. Es gibt keinen Entwurf, keinen Prototyp und kein fertiges Produkt. Es gibt nur Jays festen Glauben, dass die Gemeinschaft der Local Motors-Online-Community schon bald ein erstes Produktionsfahrzeug hervorbringen wird. Als erste Iteration der Produktentwicklung entwickelt Local Motors den Rally Fighter. Dynamische Entwicklung: Im Laufe der 18 Monate veränderten sich Design und Innenleben des Rally Fighters durch den Input der Community erheblich. Doch bis der Wüstenrenner Wirklichkeit wird, ist es noch ein langer Weg. Zunächst muss Jay die Online-Community aufbauen, die er später Local Forge nennen wird. Die Anfänge sind mühselig. Um Local Forge erfolgreich zu starten, wirbt Jay aktiv Designer an. Er führt Gespräche mit Lehrenden und Studenten des berühmten Arts Center in Pasadena, Kalifornien, einer weltweit führenden Talentschmiede für Autodesigner. Jay stellt fest, dass nur 20 Prozent der Absolventen einen Job bei einem der großen Autohersteller finden. Er sieht ein großes Potential an unterbeschäftigten Jungdesignern, die mit frischen Ideen und ohne industrielle Vorprägung nach ersten Herausforderungen suchen. Diese kreativen Talente möchte er überzeugen, über Local Forge mit seinem Unternehmen zusammen zu arbeiten. Der Start der Community verläuft zögerlich. Auch eine Prämie von 500 Dollar, die er den Studenten zusagt, sofern sie ihre eigenen Designarbeiten in die Community hochladen, bringt wenig Erfolg. Erst als Ariel Ferreira das Management der Community übernimmt, stellen sich erste Erfolge ein. Ariel hat Erfahrung mit Kundenbindungsprogrammen für Volvo und GM und akquiriert von nun an systematisch neue Mitglieder. Sie besucht Automotive und Industrial Design Online-Communities und nimmt Kontakt mit potentiellen Kandidaten auf. Oft

16 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 16 muss Ariel Misstrauen auflösen und nachweisen, dass Local Motors keine kurzlebige Eintagsfliege ist. Auch die Frage des Urheberrechts taucht immer wieder auf. Vielfach sind bis zu zehn Kontakte notwendig, bevor es zur Registrierung in der Community kommt. Mit dem Charter Member -Programm wirbt Ariel um die ersten Mitglieder. Um die virtuelle Community realer und spürbarer zu machen, erhalten die 20 ersten Designer, die ihre Arbeiten in die Community hochladen, eine Racing-Basecap mit Local Motors-Logo als Dankeschön. Einige dieser Designer stellt Ariel mit einem Beitrag im Blog von Local Motors vor. Irgendwann, nach mühevollen Anfängen, wendet sich das Blatt: 12 Monate nach Start sind Designer und Autofans in der Community registriert. Wir erreichten einen Punkt, an dem es umkippte und an dem die Leute aufhörten, die Fragen nach unserer Glaubwürdigkeit zu stellen, weil so viele ihrer Freunde und Kollegen sich bereits beteiligten. Sie begriffen, dass wir echt waren. (Ariel Ferreira, ehemalige Community-Managerin von Local Motors) Im April 2008 startet Local Motors den ersten Online-Wettbewerb ein Motivationsmittel, das von jetzt an die Community-Kultur des Autoherstellers maßgeblich bestimmt. Der Southern Californian Contest dreht sich um ein Offroad-Fahrzeug für die Wüstenregionen im Südwesten der USA. Dieser Wettbewerb deutet bereits das Rally Fighter-Konzept an. Mindestens 10 ernstzunehmende Entwürfe müssen eingereicht werden, damit das Preisgeld von 2000 Dollar ausgeschüttet wird. Am Ende sind es 22 Entwürfe. Sieger wird das Offroad-Performance-Konzept Panterra des 30jährigen Transportation Designers Filip Tejzerski aus Australien. Ab jetzt folgt jeden Monat ein neuer Wettbewerb. Parallel steigen die Teilnehmerzahlen. Auf die Miami Motors Competition mit 40 Einreichungen folgt die Air Base Motors Challenge mit 80 und der Adventure Team Motors Contest mit über 100 Teilnehmern.

17 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 17 Mit monatlichen Wettbewerben hält Local Motors die Community lebendig. Thema der Wettbewerbe sind innovative Fahrzeugkonzepte für regionale Nischenmärkte. Die Wettbewerbe werden auf regionale Nischenmärkte in den USA ausgerichtet. Die Anforderungen an das Autodesign leiten sich von örtlichen Kundenbedürfnissen und äußeren Bedingungen wie Geologie, Wetter, Kultur und ästhetischem Empfinden ab. Im Sommer 2008 ist es soweit: Local Motors ruft zur Auswahl eines Top- Konzepts für die Umsetzung in die Produktion aus. Die Community bekommt die Möglichkeit, noch einmal alle Einreichungen zu bewerten. Local Motors motiviert die Community ausdrücklich dazu, besonders innovativen Ansätzen ihr Votum zu geben. Im Rennen sind sowohl die Wettbewerbssieger als auch Ideenskizzen und heiß gehandelte Fast-Gewinner früherer Wettbewerbe. Unter Berücksichtigung von Community-Kommentaren und Bewertungen wählen die Local Motors- Mitarbeiter aus den besonders hoch bewerten Entwürfen 10 Top-Konzepte für die finale Entscheidung aus. Die letzte Entscheidung behält sich Jay Rogers vor. Er will sicherstellen, dass das Konzept die geplanten Anforderungen technisch

18 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 18 erfüllt, mit den gegebenen Ressourcen der Firma umsetzbar ist und am Markt eine reelle Chance hat. Diese Entscheidung kann nach Jays Überzeugung nur jemand treffen, der mit allen Aspekten des Unternehmens vertraut ist. Ausschnitte aus einem langem Interview mit Jay Rogers finden Sie auf Ich wollte, dass die Leute von Anfang an wissen, dass jemand die endgültige Entscheidung treffen wird und dass wir nicht lediglich an einen demokratischen Prozess gebunden sein würden. Wir befanden uns in einer sehr empfindlichen Phase. Die Community war noch sehr klein, es gab keine Präzedenzfälle, auf die man sich beziehen konnte, und der größte Teil unseres Investments stand auf dem Spiel. Ich hatte also das Gefühl, dass die Person mit der meisten Erfahrung in dem Unternehmen aus den Community-Designs auswählen sollte, was wir bauen, was wir vermarkten können und so weiter. Ich nenne diesen Prozess des kollaborativen Entscheidens von Community und Unternehmen bi-modale Intelligenz. (Jay Rogers, Local Motors) Vor der endgültigen Festlegung berät sich Jay noch einmal mit externen Stakeholdern, zum Beispiel mit dem Arts Center und mit Experten von Factory Five. Jay entscheidet sich schließlich für den Entwurf des südkoreanischen Designers Sangho Kim, auch wenn sein internes Team eher für das Panterra -Konzept, den Sieger des Southern Californian Motors Contest, plädiert. Kim hatte mit dem Rally Fighter-Konzept zuvor bereits den Miami Road Racer Competition gewonnen. Am kündigt Jay im Blog und auf der Website von Local Motors den Rally Fighter offiziell als erstes Produkt von Local Motors an. Das erste Auto von Local Motors soll die Bedürfnisse der angepeilten Marktnische funktional und ästhetisch exakt befriedigen, die Individualität des Designers spiegeln und gleichzeitig als Kultsymbol für die junge Automarke dienen.

19 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 19 Der Local Motors Rally Fighter basiert auf einem Entwurf des koreanischen Designers Sangho Kim. Eine der Varianten von Kims Entwurf dient als Ausgangspunkt für die weitere Ausarbeitung durch die Community. Die Reinzeichnung des Entwurfs wird von der Community inspiriert. In weiteren Ausarbeitungen werden die Proportionen an das Maßkonzept angepasst.

20 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 20 Auch im weiteren Entwicklungsprozess des Rally Fighter-Konzepts behält die Community ihre einflussreiche Rolle. Über den Online-Dialog finden Designer und Ingenieure gemeinsame Positionen, obwohl ihre Perspektiven oft ganz unterschiedlich sind und einander widersprechen. Du musst sie dazu bringen, miteinander zu reden. Die Designer wollen etwas, die Ingenieure werden dir sagen, dass es nicht geht. Und oft musst du beide dazu bringen, einen Kompromiss zu finden. Beide Seiten werden ihre Entscheidungen verteidigen, und manchmal wirst du Leute vor den Kopf stoßen. (Jay Rogers, Local Motors) Für den Rally Fighter entwickeln die Local Motors-Ingenieure ein leichtes, hochfestes Chassis. Es dient als Basis für individuelle Karosseriekörper, die die Community entwickelt. Ingenieure aus der Community und Techniker von Local Motors kümmern sich um die Anpassung der Designentwürfe an das Einheitschassis. Auch das Innenleben Komponenten wie Motor, Lenksäule oder Getriebe entwickeln die Ingenieure von Local Motors nach den Vorgaben und auf Grundlage der Ideen der Community. Sie sind es aber, die im Detail Lösungen für technische Probleme suchen und entscheiden, wie sie sie am Besten lösen. Rapid Prototyping: Der 3D-Drucker bei Local Motors im Einsatz Dazu nutzt Local Motors unter anderem gezielt 3D-Drucker und -Scanner. Die Hardware des Anbieters Z Corporation wird für das Rapid Prototyping genutzt, um die Entwicklungszeit zu reduzieren und Entwicklungskosten zu senken. So benötigte das Unternehmen etwa bei der Konstruktion des Rally Fighters eine Antriebswellengabel, die für die off-road-taugliche Federung geeignet war. Das Entwicklungsteam kaufte eine handelsübliche

21 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 21 Gabelaufhängung, die den Anforderungen am nächsten kam. Ihre Oberflächendaten wurden mit einem 3D-Scanner erfasst und in ein CAD-Modell umgewandelt. Die Entwickler veränderten an einigen Stellen die Proportionen der Gabel und fügten Anschlussbacken hinzu. Diese Konzeptstudie drucken sie auf einem 3D-Drucker um sicherzugehen, dass das Teil ins Fahrzeug passen würde. Hätte das Unternehmen das CAD-Modell an eine Werkstatt geschickt, hätte Local Motors mit einer Bearbeitungszeit von drei bis vier Wochen und mit Kosten von Dollar rechnen müssen. Local Motors nutzte die 3D-Technik auch um sicherzustellen, dass alle Teile des Rally Fighters tatsächlich exakt in das Chassis passen. Pisanis Team scannte fertig gebaute Einheiten wie Benzintank, Motor und Lenksäule und integrierte diese Daten in das CAD-Modell des Fahrzeugs. Bei der Entscheidung, welche Fertigteile Local Motors für die Fahrzeuge einkauft, half die 3D-Technologie ebenfalls, etwa bei der Suche nach Front- und Heckscheinwerfern. Auf Grundlage eines bereits sehr ausgereiften CAD- Entwurfs druckte das Local Motors-Team ein Frontpaneel aus. Dieses Glasfaser- Modell bestückten die Mitarbeiter mit unterschiedlichen frei im Handel erhältlichen Lampen. Sie verglichen die optische Wirkung der jeweiligen Frontabdeckungen auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums mit den Frontansichten der dort geparkten Fahrzeuge und entschieden dann, welche Scheinwerfer die richtigen für den Rally Fighter waren. 3D-Scanning und 3D-Druck helfen uns, die Entwicklung zu beschleunigen und Kosten zu senken, sodass wir pünktlich und innerhalb des Budgets bleiben können. (Mike Pisani, Fahrzeug Ingenieur und Ausbilder der Autobauer in den Mikrofabriken, Local Motors)

22 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 22 Die Außenhaut wird in einen dreidimensionalen CAD-Datensatz umgesetzt. Der CAD-Entwurf wird mit einer grafisch durchgestalteten Oberfläche versehen. Der Entwurf wird in ein 1:1-Schaum-Modell umgesetzt. Zur Beurteilung des Außendesigns entsteht ein 1:4-Tonmodell des Rally Fighters.

23 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 23 Konzept Produktion Auch einzelne, technische Komponenten werden durch Ingenieure und Designer der Community entwickelt. So entsteht der außenliegende Auspuff innerhalb eines Monats. Das Gestaltungskonzept für das Interieur des Rally Fighters wird in nur vier Monaten in die Produktion umgesetzt. Kalkuliert für eine Stückzahl von pro Jahr und Produktionsstandort, kann der Rally Fighter zu einem Maximalpreis von Dollar angeboten werden. Alle Bauteile sind als Open-Source nach Creative Commons lizensiert. Die dazugehörigen CAD- Files sind online über die Community abrufbar. Im Juni 2010 startete die Produktion des Rally Fighters. Die CAD-Daten des fertigen Entwurfs wurden an die Zulieferer übergeben, die die notwendigen Standardkomponenten bereitstellten und just-in-time an die Local Motors Microfactory auslieferten. Dort wurden die Autos unter Mitarbeit des Kunden verkauft, montiert, qualitätsgeprüft und gewartet. Bis November 2010 wurden 127 Autos zum Stückpreis von Dollar bestellt und vier fertig gestellt.

24 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 24 Mitte 2011 fuhren bereits 22 Rally Fighter auf den Straßen des süd-westlichen Amerikas und einer im fernen Kasachstan. Die technischen Komponenten stehen als Open Source-CAD-Dateien online zur Verfügung. Designer und Ingenieure können die Dateien weiter modellieren und maßgeschneiderte Designs um die technischen Bauteile herum entwickeln. Und Besitzer eines Rally Fighters können ihre Fahrzeuge auch nach dem Kauf problemlos aufrüsten oder verändern. Allerdings: Bis heute ist keiner der Designer Kunde von Local Motors geworden vielleicht deshalb, weil der angepeilte Verkaufspreis von rund Dollar weit über dem Budget der meisten Jungdesigner liegt. Der Rally Fighter ist nicht nur das erste Produktionsfahrzeug von Local Motors, sondern gleichzeitig das erste Crowdsourcing Creative Commons -Auto überhaupt. Er erfüllt alle gesetzlichen Regelungen für Custom Built -Autos und ist in 50 amerikanischen Staaten auf Emission geprüft und für die Zulassung freigegeben. Alle Elemente des Rally Fighters zum Beispiel Exterior und Interior Design, Türen, Heck und Name, wurden in der Community entwickelt. Er vereint die besten Ideen aus Designentwürfen von Community-Mitgliedern aus über 100 Ländern. Ein robuster Gitterrohrrahmen bildet die stabile Basis für kundenindividuelle Konfigurationen des Rally Fighters. Der Rally Fighter-Gitterrohrrahmen in Produktion.

25 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 25 Fertigung der Rally Fighter-Karosserie. Montage von Chassis und Zulieferteilen. Springinsfeld mit Offroad-Qualitäten: Der Rally Fighter.

26 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 26 Die Community als offenes Entwicklungswerkzeug Das Kundenerlebnis Local Motors wird ganz wesentlich von der Zusammenarbeit in der Online-Community Local Forge geprägt, der Open Source Co-Creation Plattform von Local Motors. Sie ist zentrales Element des Local Motors-Geschäftsmodells. Technisch basiert die Community auf einer Reihe von Programmen zur Bereitstellung dynamischer Webseiten, die sich mit dem Akronym LAMP abkürzen lassen. Die Buchstaben stehen für Linux, Apache, MySQL und PHP. Diese bei vielen Webunternehmen und -projekten extrem populäre Programmkombination ist besonders geeignet für den Aufbau von Webangeboten, deren Inhalte sich schnell verändern und die von extrem vielen Besuchern genutzt werden. Sie stellt auch beispielsweise die Infrastruktur für die Wiki-Software MediaWiki dar, mit der das Online-Lexikon Wikipedia betrieben wird. Die Grundlage aller Softwarebausteine ist Linux als quelloffenes Betriebssystem. Auf dem Open Source Webserver Apache liegen die CAD-Entwürfe, aber auch alle Dokumente, in denen sie kommentiert oder bewertet werden, in einer MySQL-Datenbank. Der Computer, der Surfern auf ihre Anfragen hin die dynamischen Webseiten der Local Motors-Community zur Verfügung stellt, nutzt PHP-Skripte, um Daten aus einer MySQL-Datenbank zu generieren und mit Apache über das World Wide Web abrufbar zu machen. Die Seitenbesucher können die Seiteninhalte verändern. Änderungen werden dann in die MySQL- Datenbank zurückgeschrieben. Der eigentliche Code zur Programmierung der Community ist dagegen alles andere als eine Standard-Lösung: Ihn haben Programmierer bei Local Motors selbst entwickelt. Auch der Code, den das Unternehmen nutzt, um Hacker zu entdecken und zu verhindern, dass Spammer mit ihren Einträgen die Community missbrauchen, ist eine Eigenentwicklung. Doch nicht die individuelle Programmierung der Community-Software ist der wesentliche Erfolgsfaktor des Unternehmens, sondern der Aufbau der virtuellen Gemeinschaft und der Umgang mit ihren Mitgliedern. Den Prozess des Community Managements beschreibt Jay Rogers als Ein- und Ausatmen, als dynamischen Wechsel der Prinzipien Wettbewerb und Zusammenarbeit. Die Community erschließt das Know-how von Designern, Ingenieuren und

27 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 27 Autofans, um innovative Fahrzeuge zu entwickeln. Local Motors spezifiziert Konzept, Marktsegment und Zielpreis, die Community kreiert in Online- Wettbewerben maßgeschneiderte Problemlösungen und die Kunden bauen ihre Autos gemeinsam mit Local Motors-Mitarbeitern in den regionalen Micro factories zusammen. Jay sieht Local Forge als einfach zu benutzendes Werkzeug für Designer, Ingenieure, Kunden und Fans, um ihr ganz persönliches Idealauto zu entwerfen, zu entwickeln und schließlich auch zu fahren. Die Local Motors-Community ist gleichzeitig Showroom der registrierten Designer, die eigene Arbeiten in ihrem Profil veröffentlichen können. Gemeinsam ein technisch hochkomplexes Industrie produkt entwickeln? Wie soll das gehen? Aurel François, diplomierter Industrialund Autodesigner aus Castres in Frankreich hat es selbst erlebt. Nachdem er 2007 seinen Abschluss als Transportation Designer in der Tasche hatte, folgten viele Bewerbungen, aber kein Jobangebot. Um möglichst viele Menschen auf seine Arbeiten aufmerksam zu machen, entschloss sich Aurel, sie online zu veröffentlichen. Bald wird auch Ariel Ferreira, Community Managerin bei Local Motors, auf Aurel aufmerksam. Aurel bekommt ausführliche s von Ferreira, mit denen sie dem Jung designer die Mitgliedschaft in der Local Motors-Community schmackhaft machen will. Doch Aurel hat seine Probleme mit Ariels Angeboten. Ihre Vorschläge lesen sich sehr utopisch, sind für einen Franzosen schwer zu verstehen und äußerst langatmig verfasst. Dennoch wird er Mitglied der Community. Er veröffentlicht seine Entwürfe auf Local Forge und lädt bald erste Ideenskizzen in den sogenannten Check-Up-Bereich der Community hoch. Schließlich nimmt Aurel an der Miami Motors Challenge teil ein Designwettbewerb zur Entwicklung eines Fahrzeugkonzepts speziell für Miami, ausgeschrieben von Local Motors. Weil Aurel niemals in seinem Leben in Miami gewesen ist, muss er zunächst sehr viel recherchieren. Aurels

28 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 28 fertiger Designentwurf wird von den anderen Mitgliedern der Community bewertet und erreicht Rang 3. Aurel hat die neuartige Arbeitsweise überzeugt. Er mag das Gefühl des Zeitdrucks, konnte sein Konzept aktiv verteidigen und hat viele Anregungen aus den zahlreichen Vorschlägen und Kritiken gezogen. Community-Mitglieder wie Aurel sind in allen Phasen eingebunden. Ob Besucher, einfaches Mitglied, Designer oder Builder in allen Rollen können Nutzer mitarbeiten. Mit besonderen Reward-Tags bildet Local Motors Untergruppen innerhalb der Community. Es gibt LM Competion Winner, LM Vehicle Owner, LM Team Members und LM Charter Members die Mitglieder der ersten Stunde. Von der ersten groben Ideenskizze bis hin zum Produktionsfahrzeug können die Mitglieder Iterationen der Fahrzeugentwicklung mit eigenen Vorschlägen beeinflussen, bewerten und kommentieren. Über Local Forge kann Local Motors hautnah entlang aktueller Markttrends entwickeln, um kompromisslose, begeisternde Fahrzeuge zu kreieren. Zentrales Element der Community sind die monatlichen Wettbewerbe. Sie helfen Local Motors, Produkte iterativ zu entwickeln. Dafür wird das Gesamtprojekt wird in mehrere Einzelwettbewerbe für die Entwicklung einzelner Baugruppen zerlegt. Der Projektfortschritt wird in der Punch List über ein Journal aller wichtigen Releases dokumentiert. Jeder Wettbewerb markiert eine Entwicklungsphase und eröffnet Mitgliedern die Chance, mit einem eigenen Beitrag zur Lösung beizutragen. Während des Wettbewerbs geben die Mitglieder wechselseitig Feedback. Die Höhe des Preisgeldes, das ebenfalls monatlich ausgeschüttet wird, richtet sich nach der Komplexität der Komponente. So gibt es für ein komplettes Außendesign ein höheres Preisgeld als für den Feinentwurf einer Tür. Es ist eine großartige Erfahrung, das erste Mal, dass ich etwas über Local Motors erfuhr, war an meiner Schule, der IED hier in Turin. Da war so ein Banner, einfach ausgedruckt und an eine Wand geklebt. Und nun das. Es ist cool, Teil dieser Community zu sein. Es ist großartig. (Giulio Partisani, Istituto Europeo di Design Turin, nach dem Gewinn der Chicago Motors Competition)

29 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 29 First Time in a Competition - Editable 3D and Photoshop Package to help community members with their design. - Restricted drivetrain placement and configuration (Batteries and Electric Motor) - Form factor : Shooting Brake - Use of video interviews to help designers get a better idea of who they would be designing for. Local Motors Competitions Das Briefing des San Francisco Motors Competition formuliert exakt die Regeln und Rahmenbedingungen für den Entwurf. Wettbewerbsdetails Wettbewerb der Kategorie Umrisszeichnungen Preise: Erster Preis: Dollar Zweiter Preis: 500 Dollar Dritter Preis: 200 Dollar Rahmen-Layout: Shooting Brake Elektrofahrzeug Ausschreibungszeit: Zwei Wochen Zeit zum Einreichen der Vorschläge: Eine Woche Abstimmungsphase: Eine Woche Bislang 123 eingereichte Vorschläge Themen der monatlichen Wettbewerbe sind Nischenkonzepte für regionale Märkte. Beim San Francisco Motors Competition ging es um ein Elektroauto im Shooting Brake -Sportkombi-Layout. Designer und Entwickler können in der Community auch auf Software-Tools und CAD-Files fertig entwickelter Komponenten und Baugruppen zurückgreifen, die unter Creative Commons lizensiert sind und als Open Source-Dateien heruntergeladen werden können.

30 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 30 Die Mitglieder der Local Motors-Community können die Konstruktionszeichnungen von Chassis und Komponenten kostenlos als Open Source-CAD-Files herunterladen und weiter verarbeiten. Alle Zeichnungen sind nach Creative Commons lizensiert. Jedes Bauteil des Rally Fighters ist als Open Source-CAD-Datei online hinterlegt. Die Open Hardware Platform der Local Motors-Fahrzeuge spiegelt den Open Source-Ansatz der Software-Industrie nach Vorbild des Betriebssystems Linux, das zu einem weltweit führenden Betriebssystem aufstieg, nachdem es über mehrere Iterationen der Community-Entwicklung eine immer größere Reife erreicht hatte. Die Zulieferer von Local Motors nutzen die Open Hardware Plattform, um neue Bauteile zunächst in Kleinserie einzuführen. Über das Feedback

31 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 31 der Local Motors Community erhalten sie wertvolles Feedback für die Großserie. Ähnlich wie bei Linux prognostiziert Jay auch für die Open Hardware Platform von Local Motors einen längeren Vorlauf, bis Anwender und Nutzer der offenen Hardware-Plattform auf breiter Ebene vertrauen. Jay führt zudem an, dass die Entwicklung einer Hardware-Plattform für ein Auto besonders hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Compliance stellt. Er setzt auf die Kräfte der Community, über die er das Feedback von Kunden sammeln und in die weitere Entwicklung einbeziehen kann. Außerdem ist er überzeugt, dass die junge Marke Local Motors über den offenen Entwicklungsprozess nachhaltig Bekanntheit und Vertrauen aufbauen kann. Wir werden das erste wirkliche Open-Source-Autounternehmen sein. (Jay Rogers) Local Motors integriert sukzessive weitere Partner in seine Community, darunter Medienpartner, Logistikunternehmen, Software-Produzenten, Regierungsagenturen, Markenartikler und Zulieferer ist die Community auf Mitglieder aus 122 Ländern angewachsen. Viele Mitglieder kommen aus Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Deutschland und Russland sind weniger stark vertreten. Local Forge bildet ein Gegenmodell zur Abteilungsstruktur traditioneller Automobilhersteller. Auch dort nähern sich Fachabteilungen wie Entwicklung und Marketing aus unterschiedlicher fachlicher Perspektive gemeinsamen Lösungen. Doch verläuft

32 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 32 die Kommunikation zwischen Fachabteilungen in der Regel viel schleppender. Abstimmungen und Umsetzung aktueller Markttrends in das Produkt dauern länger. Und die Fähigkeit, Kunden zuzuhören, ist wesentlich weniger ausgeprägt. Das Beispiel Local Motors zeigt, dass Automotive- Unternehmen Online-Communities kontinuierlich aktiv managen müssen, wenn sie die Kreativität ihrer Kunden dauerhaft für sich nutzen wollen. Prof. Dr. Daniel Wentzel, RWTH Aachen. Seit ihrem Start im März 2008 hat sich die Local Motors-Community stetig vergrößert sind Mitglieder in Local Forge registriert.

33 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 33 Insight: Wie startet man eine Co-Creation-Community Ariel, wie sind Sie zu Local Motors gestoßen? Mein Ehemann half dem Gründer im Jahr 2007, seine Webseite zu starten. Damals hatten sie noch nicht ein einziges Community-Mitglied, aber von Beginn an die Vision eines offenen Entwicklungs- und Designprozesses, an dem maßgeblich eine Community beteiligt ist. Ich wurde gefragt, ob ich den Aufbau übernehmen würde und sagte zu, auch wenn ich ehrlich gesagt nicht wusste, wie man eine Community managed. Es war damals ein ziemlich neuer Berufszweig. Und was wir vorhatten, war auch neu: Wir wollten für Auto-Enthusiasten und Designer einen Ort für die Zusammenarbeit und konstruktives Feedback schaffen. Gab es keine anderen Communities, in denen Designer im Automotive-Bereich Entwürfe vorstellen und diskutieren konnten? Ariel Ferreira Es gab bereits andere Communities, wo man sein Portfolio zeigen Sie war die erste Communityund sich vernetzen konnte, aber sie Managerin von Local Motors. waren weniger auf den Austausch Community-Nickname: Ari von konstruktivem Feedback und Heute betreut sie die Presseganz sicher nicht für Collaboration- und Öffentlichkeitsarbeit des Projekte ausgelegt. Statt einer Unternehmens. formellen Ausbildung als Community Manager waren Freundlichkeit, Respekt und Zuspruch die Eigenschaften, die ich in den Aufbau unserer Community mit einbringen konnte. Wir wollten einen Ort im Netz kreieren, an dem man positiv über die Dinge spricht und nicht nur kritisiert. An dem man von seinem Traumwagen träumt und sagen kann: Ich würde es lieben, wenn ein Auto soundso wäre.

34 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 34 Negative Stimmen innerhalb der Local Motors- Community gibt es aber vermutlich auch, oder? Ja, ein paar Neinsager und Meckerer gibt es überall. Aber wenn man eine Community vom ersten Aufkeimen bis zur Blüte begleitet, erlebt man, dass es ganz entscheidend ist, dass zu Beginn Mitglieder mitmachen, die bestimmte Werte hochhalten. Sie wachsen mit der Gemeinschaft und weisen oft die Neinsager in ihre Schranken. Wir selbst schalten uns sehr selten in die Konversationen ein, meistens schaffen es die Mitglieder, selbst die kollaborative und konstruktive Atmosphäre zu erhalten. Wie startet man eine Co-Creation-Community? Das Gute ist, dass viele Auto-Designer und andere, die sich mit viel Leidenschaft das Automotive-Umfeld bewegen, das öffentlich tun. Sie haben ein Blog, sie wollen sich ausdrücken. Zunächst haben ich viele Blogger persönlich kontaktiert und ihnen erklärt, was wir vorhaben und dass wir ein offenes Modell der Co- Creation in der Automotive-Entwicklung verfolgen. Das war nicht einfach, denn viele haben nicht geglaubt, dass wir es mit unserem offenen Co-Creation-Ansatz ernst meinen und das Open Source-Prinzip tatsächlich ernst nehmen. Da war der persönliche Kontakt das wichtigste um Vertrauen aufzubauen. Das gilt übrigens für Community-Mitglieder inner- und außerhalb der Vereinigten Staaten gleichermaßen. Dabei habe ich mir oft viel zu viel Arbeit gemacht und lange, lange Mails geschrieben, in denen ich das ganze Projekt erklärt habe. Heute weiß ich, dass drei Zeilen genügt hätten und am Schluss die Sätze: Hast du Interesse? Dann lass uns darüber sprechen. Aber hey, man lernt eben nie aus. Der zweite Schritt war, dass ich persönlich alle wesentlichen Design-Hochschulen in den Vereinigten Staaten besucht und dort unser Konzept vorgestellt habe. Auch hier gab es viele Menschen, die Lust hatten, ihre Designs vorzustellen und Feedback zubekommen. Der dritte Schritt war, dass wir schnell begonnen haben, diejenigen öffentlich hervorzuheben, deren Designs in der Community am besten ankamen. Konstruktives Feedback ist einer der Werte, zu denen wir uns als Organisation bekennen, und wir versuchen, diesen Grundsatz auch beim Umgang mit der Community mit Leben zu füllen.

35 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 35 Wie wichtig war es für Local Motors, nicht nur einige Spezialisten, sondern eine große Zahl von Autoliebhabern für die Community zu begeistern? Die Basis für unsere Arbeit sind die Designs, die in einem offenen Co-Creation- Verfahren entstehen. Es ist entscheidend für unser Geschäft, dass die Community weiter wächst. Wir haben zwar immer Qualität wichtiger eingeschätzt als Quantität. Wir brauchen aber eine kritische Masse von Nutzern, weil wir nicht nur Entwürfe benötigen, sondern auch Feedback, und zwar am Besten von Leuten, die nicht alle Auto-Designer sind, sondern von Leuten, die einfach nur Autos lieben. Aber auch wenn die Community rasch wächst, legen wir noch immer mehr Wert auf Qualität als auf Quantität. Deswegen haben wir nun zwei neue Community-Manager. Könnte ein großer Hersteller eine ähnlich erfolgreiche Community aufbauen? Grundsätzlich: In gewisser Hinsicht Ja, in anderer Nein. Für einen großen Hersteller wäre die kritische Masse an Nutzern natürlich viel schneller zu erreichen. Die Herausforderung ist dann aber, eine funktionierende Community weiter zu pflegen, damit sie langfristig kreativ und produktiv bleibt. Es reicht nicht aus, so etwas als einmalige Aktion zu konzipieren, die dann nach einem Jahr wieder beendet wird. Außerdem kann Local Motors schnell Feedback ohne bürokratische Hürden umsetzen. Uns gibt es, um den Kunden zu dienen und diese Community und die Grundlage unseres Unternehmen sind auf diesem kollaborativen Co-Creation-Prozess aufgebaut, der als Resultat zu echten Fahrzeugen führt. Diese Grundlage ist es, die uns half, eine erfolgreiche Community aufzubauen, und ich weiß nicht, ob ein größerer Hersteller in der Lage ist, das Gleiche zu tun. Reicht das dazu aus, Mitglieder zu sammeln und passiv zuzusehen, womit sie sich beschäftigen? Nein, wir haben ihnen im übertragenen Sinn von Beginn an Bälle zugeworfen und dann geschaut, was passiert. Manche ignorieren sie, aber manche werfen sie auch zurück. Am Anfang habe ich vor allem auf Qualität der rechnergestützten Designs geachtet und den Nutzern, die sie eingestellt haben, viel Aufmerksamkeit geschenkt und Anregungen gemacht. Aber ich lernte schnell, dass nicht

36 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 36 nur diese Kreativen wichtig sind. Andere Mitglieder brachten vor allem eine ungeheure Leidenschaft mit. Zum Beispiel gab es ein Mitglied, das der Community sehr früh beigetreten war, aber zu Beginn nur ziemlich mittelmäßige Designs beisteuerte. Ich hatte keine Ahnung, dass er sich bald zu einem unserer größten Unterstützer entwickeln würde. Er wurde nicht nur zu einer Inspiration für die etablierteren Designer, sondern entwickelte sich selbst schnell weiter zu jemandem, der einzigartige Designs beisteuerte. Er zeichnete seine Entwürfe am Anfang nur auf Papier, aber nachdem wir begannen, uns auszutauschen, lernte er schnell, wie man die Design-Werkzeuge benutzt, die wir online zur Verfügung stellen. Es ist ungeheuer wichtig, zu sehen, ob jemand einen Ball zurück wirft, und wenn jemand das tut, dann muss man ihn auffangen. Inzwischen betreuen Sie nicht mehr allein die Community. Wie verhindert man, dass der Einzelne enttäuscht ist, wenn nun Sie persönlich nicht mehr so viel Zeit für den Dialog verwenden? Zum Glück müssen nicht wir Local Motors-Mitarbeiter allein dafür sorgen, dass es Dialog und Feedback gibt. Die Community wächst. Das heißt, die Last, die einzelnen Mitglieder der Community zu unterstützen, verteilt sich auf unterschiedliche Schultern. Leute, die sich dort engagieren, werden für die anderen zu Vorbildern, sie helfen anderen. Aber natürlich funkt mich manchmal jemand an, und sagt, hey, du hast lange nicht geantwortet. Natürlich bekommt er dann eine persönliche Antwort. Die Zeit müssen wir uns nehmen. Das sind wir den Community-Mitgliedern schuldig. Bestimmte Designs belohnt Local Motors mit Geldpreisen. Wie erhält man eine gemeinschaftliche, konstruktive Atmosphäre, wenn Geld ins Spiel kommt? Wir fingen mit größeren Geldpreisen an, damit Leute die Community entdecken, und das brachte auch viele Leute und viel Presse. Aber wir merken, dass wir durch das Bargeld nicht den Grad der Partizipation der Community steigern können. Die Leute wollen Preise, die man nicht kaufen kann, Anerkennung und Erfüllung zum Beispiel. Geld ist kein großer Antreiber für die Community. Was die Mitglieder mehr als alles andere schätzen, ist, dass sie lernen und Rückmeldungen von Top-Leuten bekommen, von Leuten, die sie achten. Sie bekommen

37 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 37 so etwas wie den Designer-Respekt. Es geht nicht um das Geld. Wir zahlen es vor allem, weil wir für einzigartiges Design auch bezahlen wollen. Die Einreichungen in die monatlichen Local Motors-Wettbewerbe nehmen stetig zu. Die Höhe des Preisgeldes, dass sich zwischen und Dollar bewegt, haben keinen signifikanten Einfluss auf die Teilnehmerzahlen. Die Community-Mitglieder sitzen rund um die Welt. Wieso legt Local Motors darauf wert, obwohl man derzeit nur in den Vereinigten Staaten produziert? Eins und eins ergibt in einer Community nicht zwei, sondern sehr viel mehr. Je mehr Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Wünschen mitmachen, desto mehr Kreativität wird entfesselt. Das ist keine Frage von Märkten, die man erobern möchte, sondern eine Frage von Autoträumen, die man mit anderen teilen und die man vielleicht erfüllen kann. Wir haben einen tollen Community-Leader in Uganda. Für ihn gibt es im Berufsleben kaum Möglichkeiten, sein Talent als Autodesigner auszuleben. Wir freuen uns, wenn wir solchen Menschen ein Forum bieten können.

38 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 38 Local Motors ist trotz seiner geringen Größe ein Global Player: 2011 rekrutieren sich die Mitglieder der Local Motors-Community aus 122 Ländern. Über 65 Prozent der Community sind jünger als 30 Jahre. Den größten Anteil macht die Gruppe der 21- bis 25-Jährigen aus, die fast ein Drittel aller Mitglieder stellen.

39 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 39 Die Kunden von Local Motors Wer kauft aber einen Rally Fighter? Zum Beispiel Offroad-Fahrer und Fans digitaler Gadgets, die über die Presse auf den Rally Fighter aufmerksam geworden sind. Jay Rogers weiß, dass Local Motors derzeit noch nicht den durchschnittlichen Autokunden anspricht, sondern eine Gruppe, die er die engagierten Mitmacher nennt. Sie sind technisch interessiert, aber nicht notwendigerweise selbst Automotive-Experten. Eine wesentliche Gruppe besteht ihm zufolge aus Familienvätern, die im Beruf etwa als Ärzte oder Anwälte sehr erfolgreich sind und in der Woche wenig Zeit für die Familie haben. Für sie ist die Möglichkeit, zum Beispiel als Vater und Sohn ein Wochenende mit dem gemeinsamen Bau eines Autos zu verbringen, extrem attraktiv. Zu ihnen zählt etwa der Bauunternehmer Jay, Kunde Nr. 8, einer der ersten Kunden, der in der Local Motors-Microfactory sein Auto selbst zusammenbaut gemeinsam mit seinem Sohn, einem Neffen und seinem Bauleiter. Auch Robert, der im Filmbusiness arbeitet und eigentlich Kunde Nr. 82 ist, gehört in dieses Segment. Er hat seinen Rangplatz nach zähen Verhandlungen mit Kunde Nr. 13 getauscht und wird seinen Rally Fighter an einem langen Wochenende gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Die Käufer des Rally Fighter zusammenbauen. 125 sind männlich, drei weiblich Eine zweite Kundengruppe besteht Sie verfügen über ein Eigenheim im Schnitt im aus Unternehmern und Selbstständigen, die es schätzen, sich selbst Wert von Dollar. 50 Prozent erfuhren von dem Projekt durch vier zu vermarkten und wenn sie an der Magazinartikel (in den Magazinen Wired, Men s Ampel staunend gefragt werden, Journal, PopSci und PopMech). woher sie das Auto haben, mit Genuss Ein Drittel sind Off-Road-Fahrer. antworten, dass sie es selbst gebaut Ein Drittel zählt sich zu den als extrem technologie-interessiert eingestuften Lesern des Magazins haben. Eine dritte Kundengruppe stellen Autosammler dar, die einen Rally Wired. Fighter wollen, weil für sie dieses Auto ein neues industrielles Paradigma repräsentiert. Eine vierte lässt sich unter dem Begriff der Open Source- und Bastelfreunden subsummieren. Es sind Konsumenten, die beim Produktkauf lediglich einen technischen Rahmen und am liebsten gar kein fertig designtes

40 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 40 Produkt erwerben wollen. Sie genießen es, Produkte selbst zu modifizieren und auszuprobieren, inwieweit sie sich nach ihren individuellen Vorstellungen verändern lassen. Es sind Leute wie Louise, Kunde Nr. 46, Farmerin in zweiter Generation, die das alte Flugzeug ihres Vaters restauriert und Colin aus Santa Cruz, Kunde Nr. 49, der bereits Subaru und Mini Cooper fährt, Rennerfahrung mitbringt und seinen Rally Fighter für Offroad-Rallyes einsetzen will. Jay #8 Eigentümer der Moreno Valley Construction. Ein Sohn, ein Neffe und sein Vorarbeiter bauten das Fahrzeug mit ihm. Liebt Sandpisten. Fuhr mit dem Rally Fighter auch schon ein Rennen in Glamis, Südkalifornien, vor Zuschauern. Jay, Rally Fighter- Kunde Nr. 8. Robert #13 Ist im Filmgeschäft. Bat darum, in der Liste der Bautermine weiter nach oben zu kommen und tauschte seinen Platz #82 mit Kunde #13. Wird seinen Rally Fighter mit zwei seiner Söhne zwischen Weihnachten und Neujahr bauen. Robert, Rally Fighter-Kunde Nr. 13

41 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 41 Peter #44 Diesen Rally Fighter hat Peter, Kunde Nr. 44, bestellt. Baut sein Fahrzeug im Dezember Wollte eigentlich einen Diesel. Will aber trotzdem einen Rally Fighter. Arbeitet aus Spaß einmal im Jahr bei der Security des Burning Man-Festivals. Louise #46 Arbeitet in der zweiten Generation als Anbauer von Zitrusfrüchten in der Sunkist-Kooperative. Will das Flugzeug ihres Vaters zu seinen Ehren restaurieren. Er behielt es, obwohl es ihn fast finanziell ruiniert hätte. Louise, Rally Fighter-Kunde Nr. 46

42 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 42 Colin, Rally Fighter-Kunde Nr. 49 Colin #49 Lebt und arbeitet Santa Cruz. Mag: Rallyfahren. Die Street Legal -Zulassung des Rally Fighers erlaubt es ihm, mit dem Fahrzeug zu, Rennen zu fahren. Fährt sonst einen Subaru und einen Mini Cooper. Hat einen Hintergrund als professioneller Rennfahrer. Fuhr die LaCarrera Panamericana und die 24 Stunden von Le Mans, entdeckt gerade seine Liebe für Sandpisten.

43 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 43 Der Charme des Selbermachens: Die Local Motors Build Experience Einen Rally Fighter kauft man nicht einfach fix und fertig aus dem Showroom. Gebaut wird nur auf Bestellung, und zwar unter tatkräftiger Mitarbeit des Kunden. Zusammengebaut wird der Rally Fighter in regionalen Minifabriken, den Microfactories. Bis 2020 plant Local Motors die Errichtung von 30 bis 50 Fabriken von jeweils gut Quadratmetern Fläche. Pro Microfactory können rund 40 Verkäufer und Techniker jährlich bis zu Fahrzeuge produzieren. Je nach regionalem Preisgefüge fallen pro Standort Investitionen von drei bis zehn Millionen Dollar an. Als Umfeld sind Gewerbe- und Einkaufsgebiete großer Ballungsräume vorgesehen. Ideale Standorte haben eine gute Verkehrsanbindung und liegen in der Nähe großer Do-It-Yourself-Einkaufserlebniswelten wie zum Beispiel Ikea, Home Depot, Bass Pro Shops oder Lowes. Für die Auswahl der Standorte ermittelt Local Motors die jährlichen Autoverkäufe und bestimmt jeweils die Anzahl potentieller Early Adopters. Diese Gruppe, die rund fünf Prozent aller Käufer ausmacht, interessiert sich ganz allgemein für neue Technologien wie Hybridautos und limitierte Auflagen und kommt daher als Zielgruppe für Local Motors besonders in Frage. Die ersten Microfactories nahmen in Phoenix und Boston ihren Betrieb auf. Es sind aber nicht nur kleine Produktionsstätten. Als Ort der Begegnung von Kunden und Technikern sind sie auch ein wesentlicher Baustein der communityorientierten Marketingstrategie von Local Motors. Jay ist der festen Überzeugung, dass sich Fans und Kunden über eine virtuelle Online-Community nicht ausreichend binden lassen. Notwendig sei auch ein physischer Ort, um den sich alle Fans wie um ein Lagerfeuer scharen können, um dort im direkten Gespräch Geschichten und Informationen auszutauschen. Deshalb lädt Local Motors seine Fans von Anfang an zu Burgers, Cars and Welding -Events in der Fabrik ein. Monat für Monat kommen hier Dutzende von Autofans und Schraubern zusammen, um über aktuelle Designentwürfe oder die Features des Rally Fighters zu plaudern.

44 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 44 Den Austausch in der Online-Community ergänzt Local Motors um Life-Events wie die Burgers, Cars & Welding, bei denen sich Fans, Kunden und Designer mit Mitarbeitern über Trends und Ideen austauschen. Um einen Rally Fighter zu erwerben, überweist der Kunde zunächst eine Anzahlung. Gleichzeitig erhält er einen Platz in der Produktionsrangfolge. Ist das Auto bestellt, liefern die Zulieferer Chassis und Karosserieteile an die kleine Montagehalle vor Ort, die Microfactory. Die Montage in der Microfactory dauert 14 Tage. Die Basisarbeiten während der ersten 5 Tage übernehmen Local Motors-Mitarbeiter. Anschließend wird der Kunde zur Local Motors Build Experience eingeladen, um an zwei langen Wochenenden seinen Rally Fighter unter fachkundiger Anleitung eines Builder Trainers zusammenzubauen gern gemeinsam mit Freunden, Bekannten und Kollegen, die später als Multiplikatoren zur weiteren Verbreitung der Local Motors-Story beitragen. Local Motors hält eine Liste an Bauteilen bereit, die der Kunde auf Wunsch in Eigenarbeit zusammenfügen kann. Je höher der Eigenbauanteil ausfällt, desto weniger muss der Kunde für die Montageleistung von Local Motors zahlen. Die Kosten für die Bauteile belaufen sich auf bis Dollar bis Dollar fallen für die Arbeitslöhne der Local Motors-Mitarbeiter in der Microfactory an.

45 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 45 Die Local Motors Build Experience sieht vor, dass Kunden ihren Rally Fighter gemeinsam mit Local Motors-Mitarbeitern über zwei lange Wochenenden in Eigenarbeit zusammenbauen. Kunden und Mitarbeiter bei der Arbeit. Hohe Identifikation, Spaß und Lernerfahrung: Die Einbindung der Kunden in die Local Motors- Produktion nützt beiden Seiten. Local Motors produziert dezentral in lokalen Werkhallen, den sogenannten Microfactories. Erster Produktionsstandort ist die Microfactory in Phoenix, Arizona.

46 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 46 Nach dem Kauf übernimmt die Microfactory auch den Service. Mit dem Night- Owl-Service bietet Local Motors ein innovatives Servicekonzept an. Steht das Auto maximal 3 Stunden Fahrzeit von der nächsten Microfactoy entfernt, holt ein Local Motors-Mitarbeiter den Wagen abends beim Kunden ab. Am nächsten Morgen wird das Auto fertig repariert wieder an den Kunden überführt. Dauert die Reparatur länger, bucht Local Motors auf Wunsch einen Mietwagen für den Kunden. Da alle Standardbauteile von eingeführten US-Zulieferfirmen stammen und in vielen anderen Autos verbaut werden, können Local Motors- Autos auch in anderen Werkstätten gewartet werden. Technische Informationen und Baupläne liegen offen und können über die Website heruntergeladen werden. Local Motors-Microfactories vereinen die Funktionen Produktionsstätte, Showroom und Servicebetrieb auf einer Fläche von maximal Quadratmetern. Klein, aber smart: Rally Fighter-Produktion in der Microfactory. Anfragen für weitere Standorte von i Anfragen für weitere Standorte von Microfactories Vereinigte Arabische Emirate Nigeria Deutschland Singapur Philippinen Bahrain Großbritannien Texas Florida New Hampshire New York Nicht nur in den USA, sondern weltweit soll das Konzept der Mikrofabriken die schlanke Produktion und einen effizienten Vertrieb sicherstellen. Schon jetzt liegen zahlreiche Anfragen internationaler Partner vor.

47 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 47 Der Local Motors Prozess Die Erfahrungen aus drei Jahren co-kreativer Entwicklung und Produktion hat das Unternehmen in einen strukturierten Prozess überführt, den die Community in die Phasen Create it, Develop it, Build it und Mod it aufgliedert. Create it Die kreative Konzeptfindung bildet den Einstieg. Sie beginnt mit der Registrierung in der Online-Community. Designer stellen ihre Referenzmappen ein. Im sogenannten Checkup -Bereich können sie erste Entwürfe und Skizzen diskutieren, um Feedback für die weitere Ausarbeitung zu sammeln. Ein zentrales Element der Kreativphase bilden monatliche Designwettbewerbe. Sie sorgen für stetige Bewegung und Motivation. Local Motors prüft Kommentare und Bewertungen und wählt auf dieser Grundlage die Gewinner aus. Develop it In der nächsten Phase geht die Community in die Detailentwicklung der besten Konzepte der sogenannten Top Concepts. Ziel ist ein produktionsreifer Prototyp. Als Gestaltungsgrundlage dienen offen zugängliche CAD-Files der einzelnen Bauteile. Auch in der Entwicklungsphase werden Wettbewerbe ausgeschrieben. Sie konzentrieren sich auf die Konstruktion einzelner Baugruppen und Komponenten und richten sich eher an Ingenieure. Das Auto entsteht in einem co-kreativen Prozess mit Designern und Kunden. Basis ist ein Gitterrohrrahmen, den Local Motors unter Creative Commons-Lizenz zur Verfügung stellt. Build it Gegen Bestellung und auf Vorkasse produzieren die regionalen Microfactories bis zu Fahrzeuge pro Jahr und Modell. Der Käufer partizipiert am Produktionsprozess seines Fahrzeuges. Jedes Fahrzeug ist nummeriert. In Custom Car Skin Competitions schreiben Kunden Dekors für die Karosserie ihres Fahrzeugs aus, die mit digitalen Technologien in kürzester Zeit umgesetzt werden.

48 Co-Creation und Collaboration in der Automotive-Industrie 48 Kunden nutzen die Community, um mit Designern in nur einer Woche individuelle Dekors ( Skins ) für die Karosserie des Rally Fighters zu entwerfen. Die Kunden geben Aufträge und Ideen für individuelle Skins in die Community. In Wettbewerben entwickeln Designer die Dekors. Die prämierten Entwürfe werden über ein Template in die Produktion umgesetzt und auf dem Kundenfahrzeug umgesetzt. Die Community bei der Arbeit: Die erste Custom Car Skins Competition gewinnt Dwight Bynum, Jr. Der Custom Car Skins Competition bringt eine Vielzahl an fantasievollen Karosseriedekors hervor.

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