Ausgabe September 2009

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1 Ausgabe September 2009 AKTUELLES nerell kann man davon ausgehen, dass auch Deutschland, auf Grund seiner Exportstärke, von einem Anziehen der Weltkonjunktur profitieren wird. Da jedoch die USA versuchen, weniger vom eigenen Konsum abhängig zu sein und diese Lücke durch verstärkten Export zu schließen und China weiter sehr stark wächst, könnten wir unseren Status als Exportweltmeister verlieren. Das Ende der Krise? Zunächst einmal ist es mittlerweile regelrecht ermüdend, in der Presse rührende Geschichten über die verarmte Frau Schickedanz zu lesen, oder morgens schon zu erfahren, was an diesem Tag zwischen Porsche und VW bzw. Conti und Schaeffler oder im Opel- Bieter-Wettstreit alles verhandelt wird. Fantastisch, wer dort alles was zu sagen hat und wie viele Termine ohne Ergebnis verstreichen. Amüsant finden wir allemal, wie die Medien unsere Politiker in der Beliebtheitsskala rauf oder runter manipulieren. Die Aussage der Politik, nach der Wahl würden die Steuern gesenkt, wird schon am nächsten Tag als unverschämte Lüge und nicht einhaltbares Wahlversprechen gegeißelt. Aber lassen Sie uns eine Bestandsaufnahme machen: Auf die schwerste Finanzkrise und Rezession der Nachkriegsgeschichte haben Notenbanken und Regierungen weltweit mit historischen Maßnahmen reagiert. Grundsätzlich wird von allen Ökonomen bestätigt, dass diese Maßnahmen notwendig waren. Einige dieser Maßnahmen haben sehr schnell Wirkung gezeigt. Von anderen wiederum verspricht man sich Impulse im kommenden Jahr. Ist das alles ausreichend? Diese Frage muss man sehr differenziert beantworten: Während Länder wie China schon wieder auf einen ordentlichen Wachstumspfad zurückgekehrt sind und man auch für die USA wieder positive Wachstumsraten prognostiziert, hat es Deutschland wesentlich schwerer, aus dieser Krise herauszukommen. Ge- Auch wenn sich unsere Wirtschaft auf niedrigem Niveau stabilisiert und, wie aktuell gemeldet, wieder mit leichten Wachstumsraten aufwartet, dürften auf dem Arbeitsmarkt noch einige schmerzhafte Einschnitte vorgenommen werden. Hier werden wir die Krise und ihre negativen Auswirkungen erst im Laufe des nächsten Jahres spüren. Dennoch ist die Hoffnung, den Höhepunkt der Krise gesehen zu haben, wohl berechtigt. Gleichwohl wird es nur langsam aufwärts gehen. Aber wenn die Richtung stimmt, ist ja schon viel gewonnen. 1

2 Aktienmärkte Rentenmärkte Unsere in den letzten News geäußerte Erwartung, dass die positive Tendenz anhalten dürfte, hat sich erfüllt. Nachdem die Frühindikatoren schon seit längerem eine Trendwende signalisiert haben, kommen nun auch die ersten Signale aus den Unternehmen, die von einer wieder anziehenden Konjunktur zeugen und den Aktienmärkten weltweit einen deutlichen Schub nach oben gebracht haben. Haben Sie auch schon von Ihrer Hausbank Post erhalten oder in den Medien Berichte verfolgt, in denen über Zinssätze von 13 bis 16% gesprochen wird? Natürlich handelt es sich hier nicht um Zinssätze, die Sie erhalten, sondern um die, die Ihrer Bank zustehen, wenn Sie Ihr Konto überziehen. Da sollte man fast annehmen, wir leben in einer Hochzinsphase. Doch weit gefehlt, das Gegenteil ist der Fall. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Mai den Leitzins auf ein historisches Tief von 1% gesenkt. Zum Vergleich: Im August letzten Jahres lagen wir noch bei 4,25%, doch zu dem Zeitpunkt gab es auch noch keine Lehman-Pleite und die Finanzkrise schien nur den Aktienmarkt zu belasten. Die Anhänger von Tagesgeldern spüren dieses ebenfalls sehr stark. Die Liquiditätsschwemme der EZB für die Banken ließ den 3-Monats-Euribor auf 0,87% sinken, ebenfalls ein historisches Tief (September 2008 lag der Satz bei 5,39%). Die EZB versucht den Geldfluss in der Wirtschaft weiter durch eine deutliche Ausweitung der Liquidität im Bankensystem anzuschieben. Das Potential einer Leitzinssenkung ist nur gering, daher bedient man sich seit Juli quantitativer Instrumente, wie der Ausschreibung eines 1-jährigen Zinstenders. Doch bisher ohne großen Erfolg; die Banken leiten die Gelder nicht weiter. Die Wertentwicklung von Euro-Unternehmensanleihen guter Bonität (Investment-Grad) war in den letzten Monaten hervorragend. Die positive Berichtssaison der Unternehmen, sowie gute makroökonomische Daten, wie beispielsweise der IFO- Geschäftsklimaindex in Deutschland stärkten das Vertrauen der Investoren. Gut beraten waren die mutigen Anleger, die im 1. Quartal 2009 Vertrauen hatten. Vertrauen in Unternehmen wie Daimler/ VW/Siemens/E.ON etc., die sich mit hohen Kupons bis zu 9% über den Markt der Unternehmensanleihen Liquidität beschafften. Diese Anleihen verzeichnen Kursgewinne bis zu 13%, neben dem jährlich fließenden Zinskupon. Dennoch ist gerade aufgrund der sehr guten Wertentwicklung seit März dieses Jahres das Kurspotential nach oben begrenzt. Der Anleger sollte sich überlegen, ob er die Papiere bis zur Endfälligkeit hält oder ob er die unverhofften zusätzlichen Kursgewinne realisiert. Allerdings hat der schnelle und kräftige Anstieg der Aktienmärkte schon viel von dem aufkommenden Optimismus vorweg genommen, so dass wir vorübergehend eine etwas defensivere Gangart bevorzugen. Auf längere Sicht gibt es aber noch genug Indikatoren (z.b. die relativ steile Zinsstrukturkurve), die uns weiter steigende Aktienkurse erwarten lassen. Die anhaltend restriktive Kreditvergabe der Banken brachte dem Unternehmensanleihemarkt eine wahre Flut von Neuemissionen, die unverändert gute Aufnahme im Markt finden. Dankbare Abnehmer sind dabei vor allem die Banken, die damit gut verdienen. Private und institutionelle Investoren schwimmen in Liquidität, es herrscht Anlagenotstand und die Zinsdifferenz (Risikoaufschlag) zu den öffentlichen Titeln ist nach wie vor attraktiv. 2

3 Immobilienmärkte SEB Immoinvest Anteilscheine / Fondshandel vwd AG bis offene Immobilienfonds Wertentwicklung über 5 Jahre ( ) 24,7% 22,4% 20% 17,7% 15,4% 13,1% 10,8% 8,5% chere Ergänzung in Ihrem Depot sein. Zudem stellen Immobilien noch immer einen gewissen Schutz vor Inflation dar, da die Mieterträge in aller Regel an die Inflationsentwicklung gekoppelt sind. Auch hier gilt: Chancen und Risiken aus offenen Immobilienfonds sind sehr komplex. Gern erläutern wir Ihnen unsere Strategie offene Immobilienfonds (Mittelwert) + 4,65% p.a. Staatsanleihen 5 Jahre (REX - Index) + 4,65% p.a ,2% 3,9% 1,6% Vorsicht Zinsfalle! Läuft in nächster Zeit die Zinsbindungsfrist Ihrer Baufinanzierung oder eines anderen Darlehens aus? Dann sollten Sie vorsichtig sein. Offene Immobilienfonds in der Krise? Auch an den offenen Immobilienfonds ist die Finanzmarktkrise nicht spurlos vorüber gegangen. Als im Oktober 2008 viele große Investoren dringend Liquidität benötigten, wurden Anteile von offenen Immobilienfonds massiv verkauft. Zum Schutz der Anleger wurden darauf hin etliche Fonds für die Rückgabe von Anteilen geschlossen. Die Besorgnis unserer Kunden war verständlicherweise groß, galten Immobilienfonds doch bis dato als sichere und verlässliche Anlageform. Die meisten Anbieter haben mittlerweile die Rücknahme von Anteilen wieder aufgenommen, so dass sich in der Nachbetrachtung die Liquiditätskrise als Sturm im Wasserglas erwiesen hat. Wie fast immer in Krisenzeiten versuchen unseriöse Finanzhaie aus der Verunsicherung Kapital zu schlagen. So wurden und werden Anleger der betroffenen Fonds mit dubiosen Tauschangeboten bombardiert. Die Banken sind gesetzlich gezwungen, die Anleger über derartige Offerten zu informieren, dadurch erhalten diese Angebote einen offiziellen Anstrich, was von den Anbietern natürlich auch beabsichtigt ist. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt ausdrücklich vor diesen unmoralischen Tauschangeboten. Auch wir raten Ihnen: Tauschen Sie nicht! Ihr persönlicher Berater klärt Sie gern über die aktuelle Lage bei den offenen Immobilienfonds auf, bitte sprechen Sie ihn an. In den vergangenen 5 Jahren erzielten offene Immobilienfonds mit 4,65% p. a. im Mittel eine gleich hohe Rendite wie Staatsanleihen gleicher Laufzeit. Die Nachsteuerrendite lag sogar noch deutlich vor Staatsanleihen, da ein beträchtlicher Anteil der Erträge aus offenen Immobilienfonds steuerfrei bleibt, während der Zinsertrag bei Anleihen voll steuerpflichtig ist. In der Grafik ist ebenfalls deutlich erkennbar, dass die Wertentwicklung der Immobilienfonds erheblich stabiler verlief als die der Staatsanleihen. Bei dem dargestellten Anlagehorizont von 5 Jahren und länger halten wir offene Immobilienfonds weiterhin für eine sinnvolle Ergänzung innerhalb unserer Vermögensverwaltung. Die Finanzkrise hat viele Banken dazu gebracht, drastisch gesteigerte Zinssätze anzubieten. Nehmen Sie diese Angebote an, ohne zu vergleichen, kann das zu unnötigen Ausgaben für Sie in den nächsten Jahren führen. Je nach Kredithöhe verschenken Sie so über die Zinsperiode schnell einen Kleinwagen. Daher sollten Sie sich Ihre Entscheidung genau überlegen und das Angebot auf jeden Fall durch uns überprüfen lassen. Auf Wunsch begleiten wir auch Ihre Verhandlungen mit der Bank/den Banken. Oftmals ist es nicht notwendig, die Bank zu wechseln. Nutzen Sie unseren Service und sprechen Sie uns an. Schneller und einfacher können Sie kein Geld sparen. Viel Geld! Zwar dürften die Bruttorenditen der nächsten 2 bis 3 Jahre unterhalb des langjährigen Mittelwertes liegen, doch angesichts der aktuellen Renditen von Staatsanleihen, die für 5-jährige Laufzeiten bei 2,75% liegen, sollten offene Immobilienfonds eine attraktive und si- Niedrige Zinssätze sichern! Bitte informieren Sie uns auch, wenn die Zinsbindungsfrist Ihres Kredites erst in den nächsten 12 Monaten ausläuft. Wir versuchen dann, das derzeit niedrige Zinsniveau für Sie zu sichern. 3

4 CT Welt Portfolio AMI CT Welt Portfolio AMI / Fondshandel vwd AG bis Wertentwicklung 2009 ( ) 22,8% 18,4% Auswahl der Fondsgesellschaften hat sich damit auch in diesem Jahr wieder ausgezahlt CT Welt Portfolio AMI + 22,8% MSCI Welt Index EUR + 15,0% 14% 9,6% 5,2% 0,8% -3,6% -7,9% -12,3% Drittens haben wir das Risiko des US Dollar im Dachfondsportfolio ausgeschaltet, indem wir unsere Bestände in der amerikanischen Währung durch ein Termingeschäft abgesichert haben. Auch hier konnte durch die schwache Tendenz des USD gegenüber EUR ein erfreulicher Mehrwert erzielt werden. 19 Jan 09 Feb 09 Mrz 09 Apr 09 Mai 09 Jun 09 Jul 09 Nach dem Jahrestief der globalen Aktienkurse am folgten bis zum Kurszuwächse, die im Frühjahr so gut wie niemand prognostiziert hatte. Unser Aktiendachfonds CT Welt Portfolio AMI konnte davon überdurchschnittlich profitieren und liegt mit einer Wertentwicklung von 22,8% in diesem Jahr 7,8% vor seinem Vergleichsindex. -16,7% festgehalten und weder unsere Aktienfondsquoten reduziert und damit Kassepositionen aufgebaut, noch haben wir uns von der katastrophalen Stimmung anstecken lassen und unsere Übergewichtung in den Schwellenländern beibehalten. Diese konsequente Haltung war für den größten Teil unserer Mehrwerterzielung verantwortlich. Da sich die Aktienmärkte auch aktuell noch in einem intakten Aufwärtstrend befinden, bleiben wir optimistisch für das zweite Halbjahr. Selbstverständlich müssten der besseren Stimmung nun auch bessere Konjunkturdaten folgen, um den Börsenaufschwung nachhaltig zu stützen. Wir glauben, dass dies im vierten Quartal der Fall sein wird und hoffen, mit unserem CT Welt Portfolio AMI weiterhin positive Ergebnisse präsentieren zu können. Verantwortlich für diese mehr als erfreuliche Entwicklung waren im Wesentlichen drei Gründe: Erstens haben wir an unserer Strategie Zweitens konnten fast alle Zielfonds, in denen wir investiert waren, gegenüber ihrem Index oder Vergleichsmarkt zulegen. Unsere sorgfältige Analyse und CTV Strategiefonds HAIG Aktien defensiv CTV-Strategiefds Aktien Def. B / Fondshandel market maker bis Wertentwicklung 2009 ( ) 6,7% 1,1% Weg aus der Krise befinden. Den Vorteil dieses defensiven Fonds sieht man deutlich in starken Abschwungphasen wie im März Die Einschätzung des Fondsmanagements aus der letzten Ausgabe der CT- News scheint sich zu bestätigen. Die Frühindikatoren wie Geschäftsklimaindex, Produktion der Industrie, Auftragseingänge und selbst der Export zeigen CTV Strategie Aktien defensiv + 7,3% Dow Jones Euro Stoxx 50 Index + 7,6% Jan 09 Feb 09 Mrz 09 Apr 09 Mai 09 Jun 09 Jul 09 inzwischen wieder leicht nach oben und ist ein ganzes Stück von den tiefsten Ständen entfernt. Das Fondsmanagement des CTV HAIG Aktien defensiv ist der Meinung, dass wir damit die Talsohle erreicht haben und uns bereits auf dem -4,5% -10,1% -15,7% -21,3% -27% Im Fonds haben wir die vorhandene Liquidität weiter abgebaut und die Investments in zyklische Werte verstärkt. An der Strategie, die Kursgewinne der Aktien durch Zusatzerträge über Optionsgeschäfte zu erhöhen, wurde festgehalten. Die Performance des Fonds liegt für die ersten 8 Monate bei 7,30%. Die verfügbare Liquidität werden wir zu gegebener Zeit für weitere Zukäufe einsetzen. Wir sehen für den Rest des Jahres sich weiter stabilisierende Wirtschaftsdaten; dabei trauen wir den Märkten durchaus noch eine Jahresendrallye zu. 4

5 CTV Strategie HAIG Rentenfonds 25,0 24,5 24,0 23,5 23,0 22,5 CTV-Strategie HAIG Renten Def. / Fondshandel vwd AG bis Wertentwicklung 2009 ( ) CTV Strategie Renten defensiv + 6,2% REX Performance Index + 1,9% Jan 09 Feb 09 Mrz 09 Apr 09 Mai 09 Jun 09 Jul 09 Bundestitel versus Unternehmensanleihen Die Zeit des Höhenfluges beim Bund- Future scheint gestoppt, die Schwankungsbreite liegt seit Mai zwischen 117 bis 122 Punkten. Der deutsche Rentenindex legte seit Jahresanfang lediglich um 1,25% zu. Positive Konjunktursignale und Quartalsberichte der Unternehmen gaben den Marktteilnehmern Zuversicht, wieder verstärkt in Unternehmensanleihen zu investieren. Der Markt erlebte ein nie zuvor gesehenes Neuemissionsvolumen und nimmt es dankbar auf. 6,9% 4,8% 2,7% 0,5% -1,6% -3,8% Unser CTV-Strategie HAIG Rentenfonds hat seine positive Performance weiter gefestigt. Seit Jahresanfang bis zum 12. August 2009 weist der Fonds eine Wertentwicklung von 10,10% auf (incl. der Anteilsausschüttung von 0,87 im Februar 2009). Das Fondsvolumen erhöhte sich im Jahr 2009 von 8,964 Mio um ca. 51% auf nunmehr 13,62 Mio. Die durchschnittliche Restlaufzeit der im Fonds befindlichen Wertpapierpositionen liegt bei 3,14 Jahren. Der überwiegende Anteil ist aktuell im Bereich der Corporates investiert, Staatsanleihen ergänzen das Portfolio mit 13%, die Liquidität beträgt aktuell 15,4%. Der Anteil der Eurorenten beträgt über 90%. Die rege Emissionstätigkeit der Unternehmen wird sich das Fondsmanagement auch weiterhin selektiv, unter Beachtung der Ratings, zu Nutze machen. Setzt die Honorarberatung zum Siegeszug an? Gerade jetzt könnten Bankkunden guten Rat in Finanzfragen gebrauchen. Doch statt ihre zweite Chance zu nutzen, verkaufen Banken und ihre Berater weiterhin komplizierte und teure Produkte wie Zertifikate und strukturierte Anlagen. Klar ist: Finanzinstitute kommen nicht umhin, Produkte zu verkaufen, mit denen sie möglichst schnell möglichst viel Geld verdienen. Aber das darf nicht immer zulasten der betroffenen Anleger gehen. Die Sparer ihrerseits werden sich entscheiden müssen: vertrauen sie auch weiterhin ihren Finanzinstituten, trotz der genannten Gegebenheiten. Oder sind sie bereit, zukünftig im Rahmen einer unabhängigen Beratung Dritter, feste Honorare an diese zu zahlen, um so eine langfristig nachhaltige Unterstützung zu unterhalten und sich von den kurzfristigen Interessen ihrer Hausbank abzukoppeln. Vergleichen wir die Kosten eines auf klassischer Provisionsbasis vermittelten Depots mit einem auf Honorarbasis geführten Depots, erkennen wir sehr schnell, dass die Honorarberatung spätestens nach fünf Jahren deutliche Vorteile zeigt. Klassische Provisionsdepots sind wenig transparent und extrem aufgeladen mit versteckten Gebühren. Glücklicherweise wird diese Intransparenz zukünftig mit Sicherheit durch die MiFID ( Finanzmarktrichtlinie ) abgebaut werden. Wenn diese Richtlinie in absehbarer Zukunft von Banken und anderen Finanzdienstleistern wirklich gelebt wird, dann wird auch das Verstecken von Provisionen endlich ein Ende haben. Wir unterstützen die Bemühungen der Bundesregierung die Einführung der Honorarberatung voranzutreiben. Positiv sehen wir auch die Bemühungen des Bundesverbraucherschutzministeriums, die bankseitige Beratung künftig nicht mehr an Mitarbeiterprovisionen zu koppeln. Diese Praxis war im Zuge der Finanzkrise in die Kritik geraten, nachdem Anleger zum Teil herbe Verluste erlitten und sich schlecht beraten fühlten. Aus unserer Sicht ist unbestritten, dass unabhängige Vermögensverwalter am besten die Interessen ihrer Kunden berücksichtigen und umsetzen können. Sie müssen keine Produkte verkaufen, können das Depot aktiv je nach Börsenlage verwalten und verdienen letztendlich am langfristigen Erfolg des Kunden mit. Das ermöglicht es ihnen, ihre Kunden fair und nachhaltig zu beraten. Kurzfristige Aktivitäten haben in dieser Beziehung eine geringe Bedeutung und werden nur eingesetzt, wenn sie im Sinne des Kunden sind und ihm wesentliche Vorteile erbringen. 5

6 Die Schiene ersetzt die Straße Seit Einführung der Lkw-Maut im Jahr 2006 gewinnt die Schiene an Wettbewerbsfähigkeit. Die Schiene ersetzt die Straße auf langen Distanzen. Und: Die Bundesregierung stärkt dieses mit ihrem Konjunkturprogramm. Allein 520 Millionen Euro sollen in den Aus- und Neubau des Schienennetzes fließen ein klares und deutliches Bekenntnis. An diesem wachstumsträchtigen Logistikbereich können Anleger teilhaben. Hier setzt das Paribus Rail Portfolio, ein geschlossener Fonds des Hamburger Emissionshauses Paribus Capital an, welchen wir seit gut einem Jahr aufmerksam verfolgen. Der Fonds erwirbt und vermietet rund 25 Rangier- und Zubringerlokomotiven und ist damit der einzige geschlossene Fonds dieser Art. Rangierloks sind in der Logistikkette unentbehrlich, um Züge optimal zusammenzustellen. Potenzielle Kunden sind alle Gesellschaften der Deutsche Bahn AG, Regionalbahnen, Häfen, Güterbahnen, Speditionen und Industriebetriebe mit eigenem Schienenverkehr oder auch Spezialisten im Bereich Schienenbau und -wartung bzw. Werkstattbetriebe für Schienenfahrzeuge. Als reines Euro-Investment unterliegt der Fonds keinen Währungsrisiken. Neben der vielversprechenden Marktsituation spricht auch die ökonomische und ökologische Vernunft für das Transportmittel Bahn. Nur 33% des Energieverbrauchs und nur 25% des Co²-Ausstoßes von Lkws benötigen Bahntransporte im Verhältnis zum Transport mit dem Lkw. Dies macht den Fonds insbesondere als nachhaltiges Investment interessant. Der Fonds ist ausschließlich mit Eigenkapital, ohne jedes Finanzierungsrisiko konzipiert und erwirtschaftet Erträge aus dauerhafter Vermietung und Verpachtung der Loks. Für die bereits beigetretenen Anleger zahlt sich das Investment schon jetzt aus: Der Fonds hat die laufenden Auszahlungen plangemäß erwirtschaftet. Mit einem Zeichnungsbetrag von mindestens Euro (zzgl. 5% Agio) können sich Anleger beteiligen. Die Auszahlungen beginnen bei 8% p. a. und werden vierteljährlich an die Anleger überwiesen. Die Schiene ersetzt die Straße: Ein nachvollziehbares Konzept, wie wir finden. Fondsbranche vergrault Anleger mit Gebührenpolitik Ohne die Anleger darüber zu informieren, haben die Fondsgesellschaften einiger Finanzinstitute für viele Fonds die Gebühren erhöht. Neben der Managementgebühr müssen die Anleger nun mit einer erfolgsabhängigen Gebühr rechnen. Diese kann einen großen Teil der vom Fondsmanager erzielten Mehrrendite wieder auffressen. Damit folgen diese Unternehmen anderen Häusern, die schon seit Längerem an der Performance beteiligt sind. Diese Art von Gebühren ist umstritten. Kritisch sehen wir dabei vor allem, dass die Anbieter diese Gebühren auch dann kassieren können, wenn der Fondsmanager die Mindestanforderungen seiner Arbeit nicht erfüllt hat. Die neuen Gebühren wurden weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit in den Verkaufsprospekten festgeschrieben. Ermöglicht wurde das durch die aktuelle Gesetzgebung. Diese sieht vor, dass Gebührenerhöhungen nicht von der für die Fondsaufsicht zuständige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen genehmigt werden müssen. Sollten Sie bei Ihren Anlagen ähnliche Entwicklungen beobachtet haben oder sollten Sie nicht sicher sein, ob der geschilderte Sachverhalt auch Ihre Anlagen betrifft, dann sprechen Sie uns an. Wir kennen den Markt, wir kennen die Anbieter, wir kennen die Produkte wir sagen Ihnen, wo mit derartigen Beeinträchtigungen zur rechnen ist. Achtung Steuerfalle! Das Thema STEUERN ist nicht nur ein Thema im Wahlkampf. Auch wir möchten Sie noch einmal darauf hinweisen, dass bei bestimmten Wertpapieren im Falle der Fälligkeit oder bei Verkauf übermäßig hohe Steuerabzüge zur Anrechnung kommen. Dieses tritt immer dann auf, wenn ein Papier während der Laufzeit von einer Bank auf eine andere übertragen und gleichzeitig als Finanzinnovation deklariert wurde. Um diese Steuern zurück zu holen reicht es, wenn man dem Finanzamt Kauf- und Verkaufabrechnung mit der Steuererklärung einreicht. Dann werden die zuviel berechneten Steuern vergütet. Wir sind unseren Kunden hier gern behilflich, indem wir ein Schreiben an den Steuerberater oder direkt an das Finanzamt formulieren. Nachstehend einige Titel, bei denen diese Form der Besteuerung vorkommen konnte: Barclays Anleihe mit Fälligkeit März 2009, Oddo Anleihe auf mehrere Aktien, HSBC-France Anleihe mit vorgezogener Fälligkeit im Mai Genauso möchten wir darauf hinweisen, dass thesaurierende Investmentfonds nach ausländischem Recht beim Verkauf nachteilig behandelt werden. Auch hier stehen wir unseren Kunden gern für Rückfragen zur Verfügung. Sprechen Sie uns an! Diese fünf Minuten könnten Ihren nächsten Urlaub finanzieren. Der CT Witz zum guten Ende: Finanzkrise trifft Urlaubswünsche: Ich habe gehört, Ihr fahrt dieses Jahr doch nicht nach Argentinien? Nein, das ist falsch. Nicht nach Argentinien sind wir im letzten Jahr gefahren. Dieses Jahr fahren wir nicht nach Hawaii! Die nächsten CT NEWS erscheinen im Januar design-office-neumann.de Fritze Design Dat.Id: CT NEWS 3/2009 6

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