Stilfragen Wie soll ich schreiben?

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1 Stilfragen Wie soll ich schreiben? G. Mohr Dezember 2008 AG 2

2 Stilfragen I wichtig ist schnelle Lesbarkeit und Verständlichkeit (in Sprache und Gliederung) scheue nicht davor zurück, den Leser, die Leserin an die Hand zu nehmen, typische Formulierungen hierfür: Im folgenden Abschnitt wird zunächst erläutert., danach.., abschließend.. Ausführliches zum Stil in : APA-Publications-Manual, 4 th. Edition, in der Bibo erhältlich, dort Abschnitt ,

3 Stilfragen II v. a. persönlich vs. unpersönlich unpersönliche Schreibweise bevorzugt: Es konnte gezeigt werden, seltener: ich habe gezeigt (denn: Wissenschaft ist allgemein, keine persönliche Stilfrage), insbesondere im Abstract/Zusammenfassung sparsam mit persönlicher Schreibweise, denn da stellt man den allgemeinen Beitrag für die Wissenschaft dar. aktiv vs. passiv, vorzugsweise aktive Form, d.h. statt Das Experiment wurde von Simson (2001) entworfen besser Simpson (2001) entwarf das Untersuchungsdesign, statt Die Teilnehmer wurden in bequemen Sesseln platziert besser Die Teilnehmer saßen in bequemen Sesseln.

4 Stilfragen IV Zeitformen: Literaturüberblick (Theorieteil): Vergangenheitsform ( wie Bandura gezeigt hat.) Vorgehensweise (Empirieteil): Vergangenheitsform ( wurde erhoben, indem.) Ergebnisdarstellung: Vergangenheitsform ( der Depressionswert war in t2 höher.) Diskussion und Schlussfolgerungen: Präsens (Diese Erhöhung ist im ersten Zeitabschnitt deutlich höher daraus kann gefolgert werden, dass..) Vergangenheitsform für alles, was definitiv in der Verfangenheit liegt (falsch: Müller (2000) kommt zu ähnlichen Werten. Richtig: Müller (2000) kam zu ähnlichen Werten.)

5 Stilfragen V Benutze keine Worthülsen, z. B. Es zeigte sich ein Zusammenhang : Welcher? Frauen hatten andere Werte als Männer Welche anderen? Der Abstand veränderte sich In welche Richtung? Der Zusammenhang wird diskutiert Wie? Schlussfolgerungen werden formuliert Welche? Die Grafik zeigt eine Interaktion Welche, von was, wie ist sie zu interpretieren?

6 Stilfragen VI Formuliere keine unbegründete Meinung! Es geht nicht um Glaube, Hoffnung, Anmutung, sondern: Was sagt die Theorie, Empirie? Jede persönliche Einschätzung muss unterlegt/belegt werden! keine zu langen Sätze pro Gedanke ein Absatz, nicht pro Gedanke ein (Schachtel-) satz (ausgeglichene Variation längerer und kürzerer Sätze) Prüfen: Wo kann ich anstelle eines Kommas einen Punkt setzen? Damit lassen sich viele Sätze kürzen! Trägt erheblich zur Lesbarkeit bei! Abkürzungen möglichst vermeiden klare Sprache und Ausdrucksvielfalt, aber nicht bei den Fachtermini (s.u.)

7 Stilfragen VII Achtung: Begriffe einheitlich verwenden, Fachtermini einheitlich verwenden, zentrale Begriffe nicht variieren (nicht: junge Männer, Jugendliche, Adoleszente) Außenperspektive (des Lesers/ der Leserin) einnehmen!!!! Reihenfolgen einhalten Zwischenzusammenfassungen Untersuchungsannahmen inhaltlich benennen! Überleitungen komplexe Sachverhalte optisch anbieten: tabellarischer Überblick über Untersuchungsannahmen und nicht vergessen: Die Hälfte des Universums ist weiblich. In der A&O mögen wir dies nicht in einer Fußnote versteckt sehen (vgl. dazu Papier Allgemeines_1)

I. II. I. II. III. IV. I. II. III. I. II. III. IV. I. II. III. IV. V. I. II. III. IV. V. VI. I. II. I. II. III. I. II. I. II. I. II. I. II. III. I. II. III. IV. V. VI. VII. VIII.

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