Liudger Wer war dieser Mann? Anregungen und Arbeitsblätter zur Arbeit mit dem Textheft

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1 Liudger Wer war dieser Mann? Anregungen und Arbeitsblätter zur Arbeit mit dem Textheft Stationen aus Liudgers Leben in Schuhkartons selbst gestalten. (Moos, Zweige, Playmobil-Figuren usw.) Die Legende von der Heilung des blinden Bernlefs aus der Perspektive Bernlefs oder Liudgers aufschreiben. Schreiben eines Briefes an Liudger z. B. zum Thema: Meine Taufe Verfassen eines Textes (z. B. für die Parallelklasse): Wer war Liudger? Umschreiben einer Szene in ein Folientheater, Schattenspiel oder Hörspiel z. B. zum Thema: Die Gründung des Klosters Werden Gestaltung einer Zeitleiste (evtl. unter Verwendung der Bilder des Ausschneidebogen) Arbeit mit den beigefügten Arbeitsblättern: Die letzten Arbeitsblätter können auch bearbeitet werden, wenn die Kinder kein eigenes Textheft in der Hand haben. Thomas Hagemann, Graute Laun 19, Billerbeck

2 Was ist auf diesen Bildern dargestellt? Auf diesen Seiten findest du Hilfen für deine Antworten: 6, 8, 13, 17, 18

3 Auch Liudger geht in die Schule. Aber damals war es in der Schule nicht so, wie du es kennst. Nur in wenigen Städten gab es eine Schule, die zu einem Kloster gehörte. Die Lehrer waren Mönche. Diese lebten zusammen mit ihren Schülern im Kloster. Die Mönche hatten damals oben auf dem Kopf alle Haare abrasiert. Diese runde Glatze war ihr Erkennungszeichen und hieß Tonsur. Auf diesem Bild siehst du, wie Liudgers Vater seinen Sohn in die Klosterschule bringt. So hat sich ein Maler das am Ende des 11. Jahrhunderts vorgestellt. Du darfst das Bild ausmalen. In die Schule gingen damals nur Jungen, keine Mädchen! Sie lernten dort lesen und schreiben und auch noch einige fremde Sprachen. Vor allem Latein, die Sprache der Römer und die griechische Sprache. Damals wurden Bücher noch nicht in der deutschen Sprache sondern meistens in einer dieser beiden Sprachen geschrieben.

4 Wenn du diese Fragen beantworten möchtest, dann findest du auf den Seiten 8 und 9 viele Hilfen. Lies die Abschnitte Liudger geht in die Schule und Liudger reist nach England noch einmal durch. Wie alt war Liudger, als er in die Schule kam? Wie hieß Liudgers Vater? In welcher Stadt war die Klosterschule? Wie hieß Liudgers Lehrer? Später studierte Liudger in einer anderen weit entfernten Stadt, in. Diese Stadt liegt in. Dort war Liudger mal. An dieser Schule hatte er einen guten Freund. Der hieß. Eines Tages musste Liudger plötzlich fliehen. Was war geschehen?

5 Wie haben die Menschen zur Zeit Liudgers geschrieben? Das heißt: (An) Timotheus, (seinen) liebsten Sohn. Diesen Text soll Liudger selbst geschrieben haben. In der zweiten Reihe steht als erstes das Wort Apostolus. Damals wurde das s ganz anders geschrieben als heute. Auch das r und das f sehen anders aus. Hinter dem Punkt steht: Timotheo carissimo filio Die Schüler hatten damals auch noch keine Füller oder Kugelschreiber. Weil Papier sehr wertvoll war, hatten sie auch keine Hefte. Sie kratzten die Buchstaben mit einem spitzen Stöckchen auf Brettchen, die mit einer dünnen Bienenwachs-Schicht überzogen waren, oder schrieben mit einem Griffel auf Schiefertafeln. Wenn sie auf Papier geschrieben haben, dann machten sie das mit einer Gänsefeder. Diese wurde kurz vor dem unteren Ende schräg abgeschnitten. Die Spitze wurde dann etwa einen Zentimeter weit in der Längsrichtung des Federröhrchens eingeschnitten. Wenn die Feder dann in Tinte getaucht wurde, blieb etwas Tinte im Röhrchen, und damit konnten sie dann einige Wörter schreiben. Die nasse Tinte wurde dann nicht mit einem Löschblatt getrocknet, sondern mit feinem trockenem Sand, den sie aus einem Salzstreuer, genauer gesagt aus einer Streusandbüchse auf die nasse Tintenschrift streuten. Vielleicht hast du Spaß daran, dir selbst einmal aus einer Gänsefeder oder aus einer Hühnerfeder eine Schreibfeder zu machen und damit zu schreiben. Du kannst es auch mit einem dünnen Strohhalm versuchen. (Ein Plastik-Trinkhalm ist leider nicht so gut geeignet.) Beim Schreiben darfst du nicht zu stark drücken, sonst kleckst die Feder.

6 Wenn du diese Fragen beantworten möchtest, dann findest du auf den Seiten 20, 21 und 22 viele Hilfen. Lies die Abschnitte Liudgers Tod und Wo soll Liudger begraben werden? noch einmal durch. Die letzte Reise Liudgers ging von nach Unterwegs machte Liudger eine Pause. Diese Stelle heißt heute Wo feierte Liudger seine letzte Heilige Messe? An welchem Tag starb Liudger? Der tote Liudger wurde in seine Bischofsstadt gebracht, nach Doch es gab Streit darum, wo Liudger begraben werden sollte. Wer wollte, dass er nicht in seiner Bischofsstadt begraben werden sollte? Welchen Grund haben diese Männer genannt? Wer hat entschieden, wo Liudger begraben werden sollte? Wann wurde Liudger begraben? Das Grab Liudgers kannst du heute noch sehen. Es ist in

7 Liudger- Rätsel - Fragen und Antworten 1. Wie heißt der Vorname des Mannes, der heute Bischof von Münster ist? 2. Als Liudger in die Schule kam, war er schon 13 Jahre alt. In welcher niederländischen Stadt ging er zur Schule? 3. Welches Tier kam in Billerbeck am Ludgerusbrunnen aus der Erde? 4. Wie hieß der germanische Volksstamm, der zu Liudgers Zeiten im Münsterland wohnte? 5. Wie heißt die Stadt, in der Liudger im Jahre 809 gestorben ist? 6. In Welcher Stadt ist das Grab des heiligen Liudger? 7. Wie heißt der Bischof, der Lidgers Eltern besucht hat? 8. Wie heißt die englische Stadt, in der Liudger studiert hat? 9. Wie heißt das berühmte Kloster, das Liudger in Italien besucht hat? 10. Welcher Kaiser hat Liudger die Aufgabe gegeben, den katholischen Glauben zu verbreiten? 11. Liudger war der erste Bischof einer Stadt im Münsterland. Wie heißt sie? Antworten: Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe und 12. Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe Buchstabe 11. Ü 11. Buchstabe Um das Lösungswort zu finden musst du die Buchstaben, die in den unterstrichenen Kästchen stehen hier eintragen. Vor 1200 Jahren war Liudger für uns ein Das ist er auch heute noch!

8 Liudger-Rätsel - Text Liudger wurde im Jahre 742 bei Utrecht geboren. Diese Stadt liegt in den Niederlanden, nahe am Meer. Liudger stammt aus einer vornehmen friesischen Familie. Sein Großvater war einer der ersten Christen in dieser Gegend. Bonifatius hat ihn und Liudgers Vater oft besucht und ihnen von Jesus erzählt. Liudger besuchte eine Klosterschule in Utrecht. Einige Jahre lang studierte er in England in der Stadt York. Am wurde er in Köln zum Priester geweiht. Nur wenig später reiste er nach Italien. Er war in Rom und im Kloster des heiligen Benedikt in Monte-Cassino, um seinen Glauben an Jesus zu stärken. Als er zurückkam, schickte ihn Kaiser Karl der Große zu den Sachsen ins Münsterland. Er sollte sie zum christlichen Glauben bekehren. Dort hat er den Menschen viel von Jesus erzählt und sie für den Glauben begeistert. Im Jahre 805 wurde Liudger der erste Bischof vom neu gegründeten Bistum Münster. In dieser Zeit errichtete er viele Kirchen wie in Billerbeck, Nottuln, Coesfeld und Herzfeld. In Münster hat er eine Schule eingerichtet und in Essen-Werden ein Kloster gegründet. Am 26. März 809 starb Liudger in Billerbeck. Auf seinen Wunsch wurde er im Kloster Essen-Werden beerdigt.

9 Zuordnungsspiel: Text und Bild Ausschneidebogen Schneide diese Bilder aus und lege sie auf das richtige Feld des anderen Blattes.

10 Zuordnungsspiel: Text und Bild Lege die Bilder auf die richtigen Felder. Der heilige Bonifatius besuchte mehrer Male die Eltern Liudgers. Liudger wollte Priester und Bischof werden, und wie Bonifatius Menschen zum Christentum bekehren. Liudgers Eltern wohnten in der Nähe von Utrecht. Diese Stadt liegt heute in den Niederlanden. Als Liudger 13 Jahre alt war, brachte ihn sein Vater zum Abt Gregor in die Klosterschule von Utrecht. An der Nordseeküste wohne das Volk der Friesen. Liudger hat dort viele Menschen zum Glauben an Gott bekehrt. Hier begegnete er dem blinden Sänger Bernlef. Mit Gottes Hilfe hat er ihn von seiner Blindheit befreit. Am wurde Liudger zum Priester geweiht. Im Jahre 805 wurde er in Köln mit heiligen Öl zum Bischof gesalbt. Er wurde der erste Bischof des Bistums Münster. Liudger hat in Italien das Kloster des heiligen Benedikt besucht. Das Leben der Mönche hat ihn so begeistert, dass er selbst in Essen-Werden ein Kloster bauen ließ. Hier hat er unter einem Baum gesagt, dass er in diesem Kloster begraben werden möchte. Als die Menschen noch nicht lesen konnten, hat man zu den Bildern von Heiligen ein Erkennungszeichen hinzugefügt. Beim heiligen Liudger sind das die Gänse. Es gibt mehrere Legenden, die von Liudger und Gänsen erzählen. Im Land der Friesen und der Sachsen hat Liudger viele Menschen zum Glauben an Christus geführt sie getauft. Es ist sehr gut möglich, dass er auch am Billerbecker Ludgerusbrunnen Menschen durch die Taufe in die große Familie der Christen aufgenommen hat. Auf seiner letzten Reise durch sein Bistum kam Liudger von Coesfeld nach Billerbeck. Hier hat er in der von ihm gegründeten Kirche seine letzte Messe gefeiert. Am 26. März 809 ist er in Billerbeck gestorben. Unter der Kirche in Essen- Werden gibt es eine Krypta. In ihr ist das Grab des heiligen Liudger.

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