PS: Einführung in die Geschichtsphilosophie (SS 2006)

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1 Institut für Philosophie Peggy H. Breitenstein, M.A. PS: Einführung in die Geschichtsphilosophie (SS 2006) Peggy H. Breitenstein Kleines Marx-Glossar Akkumulation (bzw. Kapitalakkumulation): Wachstum des Kapitals durch beständige Umwandlung von Mehrwert in Kapital. Arbeit: Unabhängig von bestimmten historisch-gesellschaftlichen Ausprägungen ist Arbeit eine Existenzbedingung des Menschen, ist der Prozess, worin der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur durch eigene Tat vermittelt, wobei sich beide Seiten verändern. Zweck der Arbeit ist die überlebensnotwendige Herstellung von Gebrauchswerten, aber auch die Vergegenständlichung des Gattungslebens der Menschen, die sich produzierend verdoppeln und sich in ihren Produkten wieder erkennen. Im Zusammenhang historisch-gesellschaftlicher Verhältnisse ist Arbeit abhängig von bestimmten Produktionsverhältnissen. Unter kapitalistischen Bedingungen ist Arbeit Lohnarbeit, auf deren Ausbeutung alle ökonomische Wertschöpfung basiert. Dialektik: Zum einen bezeichnet D. die Methode der Forschung und Darstellung in der Kritik der politischen Ökonomie: Deren Kategorien werden auseinander entwickelt, womit gezeigt werden soll, dass die eine notwendig aus der anderen folgt (Elementarform der einfachen Arbeit zum Geld, Kapital, kapitalistischen System). Diese Darstellung dient zugleich der Kritik an den negativen Seiten der kapitalistischen Gesellschaftsformation und dem Nachweis des realen Scheins der Kategorien der klassischen politischen Ökonomie. Zum anderen spielt die D. in der Geschichtsphilosophie von Marx eine zentrale Rolle: als Gesetz der historischen Bewegung der ökonomischen Struktur der Gesellschaft bzw. der gesamten gesellschaftlichen Wirklichkeit: Die Produktivkräfte geraten im Laufe ihrer Entwicklung in Widerspruch mit den vorhanden 1

2 Produktionsverhältnissen, die deshalb negiert werden müssen. Die alten Produktionsverhältnisse werden zugunsten einer neuen Stufe aufgehoben (beseitigt und zugleich bewahrt und erhoben), bis sie wiederum in Widerspruch mit den fortschreitenden Produktivkräften geraten. Produktionsverhältnisse sind dergestalt zugleich Grundlage des Fortschritts der Produktivkräfte und ihrer eigenen Negation. Im Kapitalismus führt diese Dialektik zu permanenten Krisen und schließlich zum Zusammenbruch: Er fordert den absoluten Fortschritt der Produktivkräfte, der aber zugleich zu Überproduktion, Fall der Profitrate, Verelendung des Proletariats führt. Entfremdung: Kritischer Begriff, der bei Marx einen Zustand des materiellen Lebensprozesses kennzeichnet, in dem die Menschen sich und ihre Zwecke nicht mehr in den von ihnen produzierten Gegenständen erkennen können. So kommt es im Kapitalismus beispielsweise zur Entfremdung des Arbeiters vom Produkt seiner Arbeit, von der produzierenden Tätigkeit selbst, von seinem Gattungsbegriff (produktive Selbstverwirklichung) und schließlich zur Entfremdung der Menschen voneinander. Neben diesen ökonomisch bedingten Entfremdungen analysiert Marx auch Formen des entfremdeten Bewusstseins ( Ideologie). Gebrauchswert (der Ware): Nützlichkeit einer Ware, die sich im Gebrauch verwirklicht. Gesellschaftsformation: Gesamtheit aller gesellschaftlichen Verhältnisse; ihre Basis sind die Produktionsverhältnisse, weshalb Marx auch oft von ökonomischen Gesellschaftsformationen spricht. Dieser Basis entsprechen bestimmte juristische, politische und kulturelle Verhältnisse (Überbau). Marx unterscheidet asiatische, antike, feudale und modern-bürgerliche (kapitalistische) Gesellschaftsformationen, die in der bisherigen Geschichte aufeinander gefolgt sind (bzw. sogar sich quasi naturgesetzlich auseinander entwickelt haben). Ideologie: Von einem Klassen-, d.h. Interessenstandpunkt aus durchgeführte Interpretation der gesellschaftlich-ökonomischen Wirklichkeit, die sich in Religion, Philosophie, Ökonomie, im Recht, im vorherrschenden Wertesystem niederschlägt. 2

3 Diese Interpretation dient zugleich der Stärkung der jeweils (ökonomisch) herrschenden Klasse. Die Ideologiekritik von Marx führt herrschende Werte und Ideen auf soziale Interessen zurück und kritisiert das verkehrte Bewusstsein, das in der gesellschaftlichen Praxis entsteht, indem zwischenmenschliche Beziehungen als Verhältnisse von Dinge erscheinen. Kapital: In ökonomischer Perspektive Geld, dessen Zweck es ist, sich zu vermehren, d.h., Gewinn abzuwerfen. In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung geschieht diese Verwertung durch den Tausch mit der Ware Arbeitskraft. In soziologischer Perspektive ist das Kapital ein gesellschaftliches Verhältnis, das im Kapitalismus zwischen Eigentümern und Nichteigentümern an Produktionsmitteln besteht. Kapital, konstantes (c): Teil des Kapitals, der in den Verbrauch und Verschleiß von Produktionsmitteln (Rohstoffe, Maschinen, Gebäude) investiert, d.h. vorgeschossen wird. Sein Wert wird während des Produktionsprozesses konstant auf die Produkte übertragen. Kapital, variables (v): Teil des Kapitals, der in die Arbeitskräfte investiert, d.h. zur Bezahlung der Löhne verwendet wird. Es verändert seinen Wert im Produktionsprozess: Es reproduziert sein eigenes Äquivalent, darüber hinaus jedoch auch einen Mehrwert, der größer oder kleiner werden kann. Kapitalismus: Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der nicht (bzw. nicht primär) für den unmittelbaren Verbrauch produziert wird, sondern für den gewinnbringenden Tausch. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ergreift die kapitalistische Produktion mit dem Industriekapitalismus immer weitere Bereiche und Regionen. Kritik: Zum einen: Rückführung des Alltagsbewusstseins und wissenschaftlicher Theorien auf bestimmte Produktionsverhältnisse; sodann: Destruktion der diesen Verhältnissen entsprechenden Kategorien insbesondere der politischen Ökonomie (Kategorienkritik); sowie Darstellung des zerstörerischen Potentials, das der kapitalistischen Produktionsweise eigen ist. 3

4 Materialismus: Eine dem Idealismus entgegen gesetzte Grundrichtung der Philosophie, welche den Einfluss der gesellschaftlichen Wirklichkeit ( Praxis) für alles vermeintlich autonome Denken und Handeln betont. Der historische Materialismus von Marx erklärt das Funktionieren und die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft von der materiellen Produktion des Lebens aus. Mehrwert (m): Wertzuwachs durch Zusetzung menschlicher Arbeit. Mehrwert, absoluter: Mehrwert, der in der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit entsteht. Mehrwert, relativer: Mehrwert, der durch Verkürzung der zur Reproduktion der Arbeitskraft notwendigen Arbeitszeit entsteht (beispielsweise durch niedrigere Lebensmittelpreise). Weil dabei die gesamte Arbeitszeit konstant bleibt, verlängert sich die Mehrarbeit. Mehrwertrate: Verhältnis von Mehrwert zum variablen Kapital (m/v). Sie ist das Maß für die Ausbeutung der Arbeitskraft und wird in % angegeben. Natur: Bezogen auf die menschliche Praxis: Quelle aller Arbeitsmittel; Stoff, an dem sich Arbeit verwirklicht. Der Mensch selbst tritt in der Arbeit als Naturmacht dem Stoff der Natur gegenüber, verändert ihn und damit auch sich selbst. Auch den geschichtlichen Prozess des Aufeinanderfolgens der ökonomischen Gesellschaftsformationen bezeichnet Marx (in metaphorischem Sinne?) als einen naturgeschichtlichen Prozess, der mit naturgesetzlicher Notwendigkeit abläuft; ebenso die Funktionsweise des Kapitalismus. Philosophie, Aufhebung der: Bedeutet zum einen: Negation des überkommenen metaphysischen und idealistischen Begriffsapparats; an dessen Stelle tritt ein unbefangenes (tendenziell positivistisches) Studium der Wirklichkeit. Zum anderen 4

5 soll Philosophie aber zur Wirklichkeit erhoben werden, d.h. sie soll in ihrer traditionellen Form negiert, aber in neuer Gestalt erhalten werden. Praxis: Der wirkliche Lebensprozess der Menschheit, d.h. die Gesamtheit der gegenständlichen menschlichen Tätigkeit, welche die soziale und natürliche Wirklichkeit des Menschen konstituiert und zugleich permanent verändert. (Siehe Arbeit) Produktionsverhältnisse: Verhältnisse, unter denen produziert wird, d.h. Eigentumsverhältnisse (an Produktionsmitteln, sowie Grund und Boden), gesellschaftliche Verhältnisse im engeren Sinn (Arbeitsteilung in der Familie etc.) und bestimmte Produktionsweisen (charakterisiert durch spezifische Arbeitsteilung, Spezialisierungsgrade und Produktionszweck). Produktivkräfte: Alles, was Einfluss auf die Arbeitsproduktivität hat, d.h. auf den Aufwand, mit dem in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Menge von Gütern hergestellt werden kann. Dazu gehören: Die Produktionsmittel (Maschinen, Werkzeuge, Gerätschaften, Rohstoffe), sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten der menschlichen Arbeitskraft. Profit: Gewinn des Unternehmers. Erscheinungsform des Mehrwerts. Der Profit erscheint nicht wie der Mehrwert als Ergebnis unbezahlter Mehrarbeit, sondern als Überschuss des Preises der Waren über die in der Produktion dieser Waren verbrauchten Investitionen in konstantes und variables Kapital. Profitrate (p): Verhältnis des Gewinns des Unternehmers bzw. des Mehrwerts zum vorgeschossenen konstanten und variablen Kapital [p = m/(c+v)]. Tauschwert (der Ware): Austauschverhältnis zwischen mehreren Produkten, deren Äquivalent gebildet wird. Gesellschaftliche Form einer Ware. Die Größe des Tauschwerts bemisst sich an der Menge der in einer Ware vergegenständlichten Arbeit. (Siehe Wert der Ware.) 5

6 Ware: Für den Tausch (nicht den unmittelbaren Gebrauch) hergestelltes Arbeitsprodukt. Sie verkörpert Tausch- und Gebrauchswert. Warenfetischismus: Er haftet den Arbeitsprodukten an, sobald sie als Waren produziert werden. Dabei erscheinen den Menschen die gesellschaftlichen Eigenschaften ihrer Arbeit als natürliche Eigenschaften der Arbeitsprodukte selbst. Wert der Arbeit: Verkehrter Ausdruck für den Wert der Arbeitskraft, der die unbezahlte Mehrarbeit nicht berücksichtigt. Wert der Arbeitskraft: Summe der durchschnittlich für die Reproduktion der Arbeitskraft notwendigen Kosten (Für Nahrungsmittel, Kleidung, Miete etc.). Wert der Ware: Der Wert einer Ware wird laut Marx weder durch das (subjektive) Bedürfnis nach ihr bestimmt, noch durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage, sondern durch die Menge der in ihr enthaltenen gesellschaftlich notwendigen Arbeit. Diese gesellschaftlich notwendige Arbeit wiederum entspricht der Durchschnittsarbeit, die zur Produktion der Ware benötigt wird, welche je nach dem Stand der Produktivkräfte (insbesondere der Technik) variiert. 6

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