Technik als Kultur. Problemgeschichte (3) / Hegel und Marx: Technik als Potenzial. 10. Vorlesung ( ): Christoph Hubig

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1 Technik als Kultur 10. Vorlesung ( ): Problemgeschichte (3) / Hegel und Marx: Technik als Potenzial Christoph Hubig

2 Gliederung Hegel Wissenschaft der Logik / Teleologie Rechtsphilosophie /System der Bedürfnisse Marx Prof. Dr. Ch. Hubig Institut f. Philosophie FG Philosophie der wissenschaftlich-technischen Kultur 2

3 Hegel (1) Wissenschaft der Logik / Teleologie Technik als Mittel äußere Zweckmäßigkeit: Dialektik der Mittel Mittel bestimmen die Realisierung der Zwecke (kontingent), machen Zwecke erst vorstellbar und werden dadurch erst als Mittel vorstellbar (Zirkel) Mittel als Mitte des Schlusses a) theoretisch/topik: B wird von A ausgesagt A wird von C ausgesagt B wird von C ausgesagt b) praktisch B (Erstrebtes) wird durch M subjektiv vorgestellter Zweck M realisiert C (Werk) Annahme vs. Befund B wird von C ausgesagt (objektiver Zweck) Gegensatz des Wollens und Vollbringens (B B ) Progression von Mitteln (relative Zwecke) Prof. Dr. Ch. Hubig Institut f. Philosophie FG Philosophie der wissenschaftlich-technischen Kultur 3

4 Hegel (1) Wissenschaft der Logik / Teleologie Medialität des Technischen Mittel als Macht potenzial über äußere Natur (nach realisierten Zwecken ist der Mensch der Natur unterworfen) aber: Potenzial von Zwecken innere Zweckmäßigkeit Mittel verbrauchen sich gegenseitig List der Vernunft: Technik wird zwischen Vernunft und Welt eingeschoben, lastet der Technik die Negativität an Freiheit erscheint in der Technik ex negativo Selbstbewusstsein als Differenz (gehemmte Begierde) Prof. Dr. Ch. Hubig Institut f. Philosophie FG Philosophie der wissenschaftlich-technischen Kultur 4

5 Hegel (2) vs. Mechanismus: vs. Chemismus: Unvollständigkeit des Erscheinenden/ d. Erscheinungs-Verhältnisse Leben kein äußerer Natur-Zweck Innerer oberster Zweck: Idee der Freiheit Potential der Zwecke Erkenntnis der Veräußerlichung Reflexion der Idee (Vernünftigkeit des Wirklichen) Prof. Dr. Ch. Hubig Institut f. Philosophie FG Philosophie der wissenschaftlich-technischen Kultur 5

6 Hegel (3) Rechtsphilosophie / System der Bedürfnisse 1. Tier: fester Kreis von Mitteln zur Bedürfnisbefriedigung Mensch: Vervielfältigung von Bedürfnissen (je nach Rolle) Partikularisierung von Bedürfnissen System der Bedürfnisse Abstraktwerden der einzelnen Bedürfnisse ( abstrakt = einseitig ) Abhängigkeit von anderen / allseitige Abhängigkeit 2. Arbeit: Partikularisierten Bedürfnissen partikularisierte Mittel zu bereiten und zu erwerben 3. Abstraktion und Teilung der Arbeit: - Vergrößerung der Menge der Produktionen - Erhöhung der Geschicklichkeit - Erhöhung der Abhängigkeit und Wechselbeziehung - Erhöhung des mechanischen Anteils Substitution durch Maschinen 4. Herstellung eines subsistenzgarantierenden allgemeinen Vermögens Möglichkeit der Teilnahme daran durch Kapital und Geschicklichkeit (Technik) 5. Notwendigkeit der Kontrolle der Wechselbeziehung: Institutionen Prof. Dr. Ch. Hubig Institut f. Philosophie FG Philosophie der wissenschaftlich-technischen Kultur 6

7 Marx (1) Technik als Mittel Selbst produzierte Lebensmittel zur Reproduktion des Menschen (Gebrauchswert) Konsumtion Produktion im Rahmen der jeweiligen Verkehrsformen/ Produktionsverhältnisse Produktivkraft (1): Verhältnis von Arbeitsergebnis zu Arbeitseinsatz ( Produktivität ) Technik als Arbeitsmittel, dazwischen geschoben zwischen Arbeiter und Gegenstand Maschinerie: Bewegungsmaschine/ Transmission/Werkzeugmaschine: Maschinensystem Medialität des Technischen Produktivkraft (2): Schaffung möglicher Gebrauchswerte und Nutzungspotenziale Produktion Konsumtion Trennung der Produktionspotenz von der Arbeit im Zuge der Manufakturproduktion und der industriellen Revolution System der Maschinerie sinkende Profitrate Prof. Dr. Ch. Hubig Institut f. Philosophie FG Philosophie der wissenschaftlich-technischen Kultur 7

8 Marx (2) Entfremdung im Bereich der Mittel Arbeiter als Teilmaschine (soziotechnische Entfremdung) vom Mittel im Bereich der Medialität Trennung vom Gebrauchswert (soziale Entfremdung) vom Zweck Entzug des Mehrwerts (ökonomische Entfremdung) von den Produkten Diff.: kapitalistische und sozialistische Anwendung Prof. Dr. Ch. Hubig Institut f. Philosophie FG Philosophie der wissenschaftlich-technischen Kultur 8

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