Vorlesung Einführung in die Bindungstheorie zum Kurs Bindung, Liebe und Partnerschaft (03404), Beantwortung der Themenliste

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1 Vorlesung Einführung in die Bindungstheorie zum Kurs Bindung, Liebe und Partnerschaft (03404), Beantwortung der Themenliste Rot: Hinweise auf Klausur 1. John Bowlby: beruflicher Hintergrund, Forschungsinteressen Die Bindungstheorie wurde von Bowlby, einem englischen Kinderpsychiater und Psychoanalytiker entwickelt und hat ihre Ursprünge sowohl in der Psychoanalyse als auch in der Verhaltensbiologie (Bowlby, 1969, 1973). Bowlby hat die klassische Psychoanalyse Freuds mit ihrer Reduktion menschlicher Motivation auf das Lustprinzip und den Todestrieb abgelehnt. Durch seine Arbeit in verschiedenen Kinderheimen und Kliniken beschäftigte sich Bowlby mit der Beziehung von Eltern und Kindern und besonders mit den Folgen, die eine Trennung von der Mutter für das Kind hat. Er kritisierte, dass die Psychoanalyse sich zu sehr mit kindlichen Phantasien, anstatt mit tatsächlichen Familienereignissen beschäftigte und forderte eine gründliche Forschung zur Überprüfung der analytischen Theorie, womit er bei den Mitgliedern der Psychoanalytische Vereinigung auf äußerste Skepsis stieß. Bowlby arbeitete mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Beeinflusst von Lorenz' Arbeiten zur Prägung wandte er sich später der Ethologie zu, die die Bildung von Eltern-Kind-Beziehungen erklären konnte, ohne dass dabei das Füttern (oder die kindliche Sexualität, wie in der Psychoanalyse) von Bedeutung war. Bowlby konnte zeigen, dass die Bindung eines Kindes an seine Bezugsperson ein eigenständiges Motivationssystem darstellt, das nicht an die Nahrungsaufnahme oder die Sexualität eines Kindes gekoppelt ist. Er wurde auch beeinflusst von Nikolaas Tinbergen (Ethnologe/ Konrad Lorenz) Der Bezug zu der Ethologie hatte auch Konsequenzen im Hinblick auf die Wahl der Erfassungsmethoden. Die Feldbeobachtung unter Alltagsbedingungen wurde zu seinem primären Forschungsinstrument (Grossmannet al., 1997). Bowlbys Theorie weist viele Parallelen zu Meads Konzeption der Genese des Selbst auf Ein späterer Mitarbeiter von Bowlby, Robertson, hatte die Methode der schriftlichen Kinderbeobachtung in Anna Freuds Kinderheim gelernt, welche in Bowlbys Arbeit mit aufgenommen wurde kam Ainsworth an die Tavistock Klinik in London, wo sie unter der Leitung von Bowlby an seinem Projekt über die Auswirkungen von frühen Mutter-Kind-Trennungen auf die Persönlichkeitsentwicklung mitarbeitete. Aus privaten Gründen verließ sie die Tavistock Klinik 1953 um nach Uganda zu ziehen, wo sie sich der Analyse der Entwicklung der Mutter-Kind-Beziehung im ersten Lebensjahr widmete. Nach ihrer Rückkehr in die USA begann Ainsworth mit der Baltimorestudie und zwischen ihr und Bowlby entwickelte sich eine erneute fruchtbare Zusammenarbeit (Bretherton, 1995). 2. Bindungstheorie: a. Theoretische Einbettung Die Bindungstheorie ist eine soziogenetische Theorie, psychische Funktionen ("Selbst") sind sozialen Ursprungs. zieht unterschiedliche Aspekte zum Verständnis, zur Erklärung und Beschreibung von menschlichen Verhaltensweisen heran: evolutionsbiologische Aspekte soziale Aspekte psychische Aspekte b. Zentraler Aspekt Die Bindungstheorie betont die zentrale Rolle von Beziehungen für eine lebenslange Entwicklung. Seite 1 von 6

2 c. Definition Bindung Ein emotionales Band zwischen dem Kind und einer Bezugsperson (meist Mutter), welches sich in der frühen Kindesentwicklung etabliert. d. Begriffsverständnis bzw. -unterscheidung: Bindungssystem, Bindungsverhalten, Explorationsverhalten, Funktion des Bindungssystems 1. Bindungssystem: Überwacht die physische Nähe und psychologische Verfügbarkeit einer Bindungsperson und aktiviert und reguliert entsprechendes Bindungsverhalten. 2. Bindungsverhalten: Die gezeigten Verhaltensweisen, welche auf eine Bindung schließen lassen. Bindungsverhalten wird nur bei wahrgenommener Bedrohung aktiviert. 3. Explorationsverhalten: Wenn die Präsenz der Bindungsperson gegeben ist als sichere Basis', dann kommt es zum Explorationsverhalten, welches Spiel, etc. ermöglicht. e. Funktion des Bindungssystems Aus der Evolution hervorgegangen zum Überleben der Art. Sichert das Kleinkind vor dem Alleinsein ab, hilft so entscheidend mit es am Leben zu erhalten. Das Bindungssystem ist genetisch verankert. überwacht die physische Nähe/Distanz und psychologische Verfügbarkeit einer Bindungsperson und aktiviert/reguliert entsprechendes Bindungsverhalten. 3. Beschreibung des Regelkreisprinzips von Explorations- und Bindungssystem So lange sich ein Kleinkind sicher fühlt, fungiert die Bindungsperson (Mutter) als sichere Basis, das Kind spielt, die Mutter ist in der Nähe, das Kind weiß oder ahnt, dass es im Bedarfsfall jederzeit die Mutter aufsuchen kann. Sobald aber diese Nähe nicht mehr gewährleistet ist, oder das Kind sich in irgendeiner Form bedroht fühlt, dann springt das Bindungssystem an, das Explorationsverhalten wird unterbrochen und das Kind sucht die Nähe zu seiner Mutter. Das eine System springt also an, wenn die Sollwerte nicht gegeben sind, um die Verhältnisse wieder aufeinander abzustimmen und zu regulieren: Regelkreisprinzip! Istwert Kind spielt, erkundet die Umgebung Sollwert Kind fühlt sich sicher darin Störgröße fremde Person taucht auf, Kind fühlt sich bedroht, rennt zur Mama (Explorationsverhalten wird unterbrochen) Stellgröße Mama, die ihrem Kind signalisiert "keine Angst, ich bin da" - oder auch nicht Regler Bindungssystem Regelgröße Bindungsverhalten (Kind rennt zur Mama, sucht Schutz oder auch nicht, dieser wird ihm auch gewährt oder auch nicht) die bereits internalisierten Erfahrungen des Kindes spielen hierbei auch eine Rolle Und das Kleine Kind spielt beruhigt weiter. 4. Beziehung zwischen Fürsorgesystem und Bindungssystem Fürsorgesystem ist das korrespondierende Verhaltenssystem auf elterlicher Seite Gegenstück zum Bindungssystem Beide sind evolutionsgeschichtlich entstanden und genetisch verankert Sicherung des Überlebens der Kinder, angewiesen sein der Kinder auf elterliche Fürsorge + Seite 2 von 6

3 5. Was ist mit der Aussage gemeint: Das Bindungssystem ist umweltstabil? Das Bindungssystem ist umweltstabil : Im ersten Lebensjahr Entwicklung einer personenspezifische Bindung zwischen Kind und der Bezugsperson (meist Mutter) selbst bei einem Minimum von Interaktionskontakten Bindungssystem ist genetisch gegeben Die Ausformung einer spezifischen Bindungsqualität jedoch ist umweltlabil: Ausprägung der Bindungsmuster sind erfahrungsabhängig in Abhängigkeit der Interaktionserfahrung von Mutter und Kind 6. Phasen der Bindungsentwicklung Immer noch gültig, keinen nennenswerten neueren Erkenntnisse 0-3 Monate einfache, sofort aktivierbare Verhaltenssysteme sind wirksam keine personenspezifische Bindung/Beziehung Kind akzeptiert Trost und Zuwendung von jeder Person 3-6 Monate einfache, sofort aktivierbare Verhaltenssysteme sind wirksam richten sich etwa ab dem 4. Monat langsam auf spezifische Personen Fremdeln und Trost nur noch von Bezugspersonen 6 Monate - 3 Jahre spezifische Bindung des Kindes an einige wenige Bezugspersonen tritt deutlich in Erscheinung Bindungsverhaltenssystem wird zielorientiert auf die Nähe zur Bindungsperson hin orientiert kognitives Abschätzen der eigenen Ziele und der Ziele der Anderen Abschätzen des eigenen Verhaltens auf die Intuition der Anderen Ab 3. Jahr Ziel- "korrigierte" Partnerschaft zwischen den Bindungspartnern. kognitiven Fähigkeiten ermöglichen dem Kind durch Beobachtung und Erfahrung Erkennen der Motive, Gefühle und Interessen der Bindungsperson Berücksichtigung dieser zunehmend bei der Verwirklichung der eigenen Pläne und Absichten Konstruktion von kognitiven Modellen Internal Working Models 7. Fremde-Situation-Test (Strange Situation Test, SST) von Mary Ainsworth a. Beschreibung der einzelnen Schritte Labordesign zur empirischen Klassifizierung von unterschiedlichen Bildungsqualitäten bei 1 jährigen Kindern ( umweltlabil), Dauer 15-20min verschiedene Phasen: jede dieser 8 Phasen dauert 3 Minuten, wobei die Phasen 4, 6 und 7 jederzeit von der Mutter in ihrem Ermessen unterbrochen werden können 1. Mutter und Kind werden vom Beobachter in einen Raum geführt. Mutter setzt Kind auf den Boden. 2. Mutter und Kind sind allein. Die Mutter liest eine Zeitschrift. Das Kind kann die Umgebung und das Spielzeug erkunden. Explorationsverhalten aktiviert 3. Eine "freundliche Fremde" ( neutrales Verhalten) tritt ein, setzt sich, unterhält sich mit der Mutter eine Minute lang und beschäftigt sich dann auch mit dem Kind. 4. Die Mutter verlässt unauffällig den Raum. Die Fremde bleibt mit dem Kind allein. Sie beschäftigt sich mit ihm und tröstet es, wenn dies notwendig ist. Induktion von Stress Seite 3 von 6

4 5. Die Mutter kommt zurück, während die Fremde geht. Mutter und Kind sind allein. Die Mutter beschäftigt sich mit dem Kind und versucht es wieder für das Spielzeug zu interessieren. 6. Die Mutter verlässt mit deutlichem Abschiedsgruß den Raum und lässt das Kind allein. 7. Die Fremde tritt ein. Sie tröstet (wenn notwendig) das Kind. 8. Die Mutter kommt wieder, die Fremde verlässt gleichzeitig den Raum. kann, wenn er einmal mit Vater/Kind, ein zweites Mal mit Mutter/Kind durchgeführt wird, zu zwei unterschiedlichen Bindungsklassifikationen des Kindes führen. b. Klassifizierung der Bindungsmuster (Interaktionsstil der Mütter) Bindungsstil Beschreibung Bindungsstil Interaktionsstil Mutter festgestellt durch Hausbesuche Verhalten in der Testsituation Sichere Bindung Kinder können Nähe und Distanz der Bezugsperson angemessen regulieren Feinfühligkeit: Wahrnehmung der Befindlichkeit des Säuglings richtige Interpretation prompte Reaktion angemessene Reaktion - Trennung kurzfristig irritiert und weinen - lassen sich jedoch von der Testerin trösten - laufen der Bezugsperson bei deren Wiederkehr entgegen und begrüßen diese freudig, lassen sich schnell trösten, spielen wieder Unsichervermeidende Bindung Kinder zeigen eine Pseudounabhängigkeit von der Bezugsperson Vermeidung von Körperkontakt außerhalb von Pflegesituationen minimaler Körperkontakt - bei der Trennung von der Bezugsperson sind sie unbeeindruckt - (Pokerface, andere Stressfaktoren lassen sich nachweisen); - sie spielen, auffallend oft für sich allein; - Kinder vermeiden die Mutter in den Wiedervereinigungsphasen, es kommt in der Regel zu keinem Körperkontakt Unsicherambivalente Bindung Kinder zeigen ambivalentes Verhalten (zugleich Zuneigung und Ablehnung) Sehr unzuverlässiges Verhalten mal sehr feinfühlig, mal überhaupt nicht das Verhalten der Mutter ist für die Kinder völlig willkürlich und nicht abschätzbar - Trennung massiv, verunsichert, weinen, laufen zur Tür, - sind durch die Testerin kaum zu beruhigen. - Wiederkehr der Mutter führt zu abwechselnd anklammerndes und aggressiv-abweisendes Verhalten - sind nur schwer zu beruhigen. Seite 4 von 6

5 c. Prozentuale Verteilung der Bindungsmuster sichere Bindung: 67% unsicher-vermeidende Bindung: 21% unsicher-ambivalente Bindung:12 % Verteilung der Bindungsmuster sind relativ ähnlich verteilt, aber es gibt auch Variationen interkulturelle Studien Kritik ethnozentrisches Modell (orientiert an den Vorstellungen an Mutter- Kind-Interaktionen von den USA und westlichen Ländern) Beispiel Japan Studie nicht durchführbar, da Kinder zu gestresst, da die Kinder keine Trennung kennen d. Relevante Beobachtungssequenzen für die Klassifizierung des Bindungsstils Wiedervereinigungsphasen (5 und 8): Beobachtung von: Nähesuchen, Kontakthalten, Widerstand gegen Körperkontakt und Vermeidungsverhalten Aus diesen Werten wurde dann auf die Bindungsqualität geschlossen und den Bindungsklassen zugeordnet. Phasen 1-4, 6-7 keine unterschiedlichen Verhaltensweisen, relativ gleichförmiges Verhalten der allein gelassenen Kinder (Weinen, nicht wirklich Trösten lassen) 8. Stabilität der Bindungsklassifikation im Kleinkindalter im weiteren Entwicklungsverlauf Annahme Bowlbys: Kind aus sicherer Bindung wird später ebenfalls sichere Bindungen zu seinen Eltern, Freunden etc aufbauen Untersuchung dieser angenommenen Stabilität durch Längsschnittstudien Korrelationsstudien widersprüchliche Befunde: harmonische Beziehung mit den Eltern (mit 2 Jahren) deutlich!: Kind mit einem Jahr als sicher gebunden klassifiziert mit 2 Jahren auch sicher gebunden inkonsistente Ergebnisse (mit 2 ½ bis 10 Jahren) andere Maße (soziale Entwicklung; Persönlichkeit): sehr gemischte Ergebnisse 1. Frage: Ist es theoretisch überhaupt sinnvoll, Einflüsse der Bindung mit 1 Jahr auf die zukünftige Entwicklung zu vermuten? Starres Modell, statisches Modell nicht beachtet: Beziehungsmuster können sich ändern, neue Gründe für Stabilität können dazu kommen 2. Frage: Wie stabil ist die Bindungsklassifikation? Regensburger Längsschnittstudie: Stabilität von 12 bzw. 18 Monaten bis 6 Jahre Berkeley: Stabilität von 12 bzw. 18 Monaten bis 6 Jahre Regensburg und Bielefeld: Uneindeutige Ergebnisse bei 10jährigen; keine Stabilität mehr bei 16jährigen 9. Was sind Internale Arbeitsmodelle (Internal Working Models of Self and Other )? kognitive Modelle, Modell von sich selbst und der Welt: Erwartungen, Wissen um Pläne der anderen wichtiges Konzept der Bindungstheorie Dynamische Repräsentationen des eigenen Selbst und der Bindungspersonen: steuern, regulieren, sagen vorher sind aktiv Die Arbeitsmodelle der eigenen Person und der Bindungsperson sind nach Bowlby komplementär Arbeitsmodell vom Anderen : ist emotional verfügbar, unterstützt Exploration Seite 5 von 6

6 Arbeitsmodell vom Selbst : Person fühlt sich wertgeschätzt und kompetent Beide Seiten einer Beziehung werden also durch die komplementären Arbeitsmodelle repräsentiert Internale Arbeitsmodelle gelten als: entwicklungspsychologische Vorraussetzung (Objektpermanenz, theory of mind, etc.) Veränderung und Resistenz gegenüber Veränderungen (Assimilation, Akkomodation) Aber auch: Abwehrmechanismen bzw. unbewusste Prozesse: defensive Rückschlüsse, Ausschlüsse, Manipulation, Fehleinstellung Innere Arbeitsmodelle sind kognitive Schemata, in deren Erwartungen bzgl. des Verhaltens einer bestimmten Person gegenüber dem Selbst gespeichert sind. Diese Erwartungen sind Abstraktionen, die auf wiederholten Interaktionen mit dieser Person basieren. (...) Solche inneren Arbeitsmodelle bleiben das ganze Leben lang relativ stabil. ("Psychotherapie und Entwicklungspsychologie" von Inge Seiffge-Krenke, 2009) 10. Möglichkeiten zur Erfassung von Bindungsqualitäten bei älteren Kindern und Erwachsenen a. Methode Adult Attachment Interview von George, Kaplan & Main (1985) AAI Instrument für Jugendliche und Erwachsene zur Diagnose des Bindungsstils Halbstrukturiertes Interview zur Rekonstruktion der Beziehung zur Mutter und zum Vater Die Auswertung richtet sich auf die Formaspekte der Schilderung der Beziehung (Kohärenz, Konsistenz), nicht auf die Inhalte also die Art und Weise, wie erzählt wird Geschichtenergänzungsaufgaben Bindungsrelevante Themen werden angesprochen und sollen von den Kindern mit z.b. Puppen zu Ende gespielt werden. (z.b. Monster greift an, Kind fällt hin und verletzt sich) b. Auswertung Adult Attachment Interview von George, Kaplan & Main (1985) Auswertung richtet sich auf die Formaspekte der Schilderung der Beziehung, nicht auf die Inhalte! Klassifikation in 4 Bindungsstile: sicher-autonom relativ realistische Darstellung (kohärent und objektiv), Wertschätzung der Beziehung unsicher-distanziert positive Darstellung ohne Inhalt, abstreiten von Auswirkungen bindungsrelevanter Erfahrungen unsicher-verwickelt irrelevante langatmige Schilderungen, aktiv-ärgerlich oder passive Verstrickung mit der vergangenen Beziehung unverarbeitet-traumatisiert bei traumatischen Erlebnissen plötzliche Wechsel im Sprachstil, Gedankenfehler Zusammenhang zwischen Generationen (Adult Attachment Interview mit schwangerer Frau, Strange Situation Test mit diesem Kind) Sicher autonome Mütter: sicher gebundene Kinder Unsicher distanzierte Mütter: vermeidende Kinder Unsicher verwickelte Mütter: ambivalente Kinder Geschichtenergänzungsaufgaben Es wird analysiert, wie die Kinder die Geschichte zu Ende spielen und daraufhin wird auf das Bindungsmuster geschlossen. Seite 6 von 6

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