Entwicklungspsychologie. erfahrungserwartend : überflüssige Strukturen werden erfahrungsbedingt abgebaut, z.b. im ZNS

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1 Dr. Götz Fabry Vorlesung Medizinische Psychologie Entwicklungspsychologie I: Bindung Entwicklungspsychologische Fragestellungen sind für die ärztliche Tätigkeit von großer praktischer Bedeutung. Ein Arzt braucht z.b. eine konkrete Vorstellung davon, welche physischen und psychischen Leistungen er in den unterschiedlichen Lebensaltern von einer Person erwarten darf oder welche Risiken, Krisen und Probleme typischerweise zu bestimmten Zeitpunkten der Lebensspanne auftreten. Für viele Erkrankungen wird ein Zusammenhang mit kritischen Ereignissen der Lebensgeschichte vermutet, auch hier ist es von großer Wichtigkeit, daß der Arzt die Faktoren kennt, die dazu beitragen, daß einige Personen solche Erfahrungen offenbar ohne größere Schwierigkeiten bewältigen können, während andere im weiteren Verlauf Störungen entwickeln. Gerade solche prognostischen Fragestellungen und die sich daraus eventuell ergebenden Interventionsmöglichkeiten sind für die Medizin besonders relevant. Im Rahmen dieser Vorlesung können nur einige wenige entwicklungspsychologische Gegenstände dargestellt werden, um eine Ahnung davon zu vermitteln, mit welchen Gegenständen sich das Fach befaßt. Die soeben erschienene 5. Auflage eines der Standardlehrbücher der Entwicklungspsychologie von Ralf Oerter und Leo Montada, das zur weiteren Vertiefung sehr empfohlen wird, umfaßt rund 1000 Seiten, womit die Bedeutung und der Umfang des Faches eindrücklich demonstriert sein dürfte. Eine zentrale Frage bei der Betrachtung von Veränderungen in der Lebensspanne ist die nach dem Verhältnis von Reifung und Erfahrung (Folie 1). Einerseits sind vor allem während der ganz frühen Entwicklung bestimmte Erfahrungen des Kindes (z.b. aufrecht zu sitzen) erst möglich, wenn die organischen Voraussetzungen dafür bestehen (z.b. ein bestimmter Entwicklungsstand des Nervensystems), andererseits beeinflussen Erfahrungen aber auch biologische Prozesse und lenken sie in eine bestimmte Richtung. Letzteres ist insbesondere bei der Entwicklung des Nervensystems der Fall, wo die genaue Verschaltung der Synapsen unter Einfluß äußerer Reize gesteuert wird (z.b. beim räumlichen Sehen). Dabei sind zwei verschiedene Mechanismen im Spiel: entweder es wird erfahrungserwartend ein Überschuß an Struktur produziert, der dann funktionsabhängig wieder reduziert wird oder der Stoffwechsel in bestimmten Regionen wird erfahrungsabhängig angekurbelt, was einen vermehrten Gewebeaufbau zur Folge hat. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie sehr anlagebedingte Reifungsund erfahrungabhängige Entwicklungsprozesse miteinander verknüpft sind und wie schwierig es mitunter ist, den Anteil der Anlage und den der Entwicklung voneinander zu trennen, was z.b. für die Erforschung der Ursachen bestimmter Störungen von großer Bedeutung ist. Folie 1 Entwicklungspsychologie erfahrungserwartend : überflüssige Strukturen werden erfahrungsbedingt abgebaut, z.b. im ZNS Reifung Erfahrung erfahrungsabhängig : Steigerung des Metabolismus durch Aktivität, z.b. Bewegungsapparat Am Beispiel des Bindungsverhaltens soll exemplarisch ein für die Medizin bedeutsames entwicklungspsychologisches Konstrukt vorgestellt werden. Wie der Begriff des Urvertrauens, der mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch über gegangen ist, zeigt, wird der Bedeutung der frühen Be-

2 ziehung 1, die ein Kind zu seiner Mutter und/oder anderen Bezugspersonen aufbaut, große Bedeutung beigemessen. Insbesondere die Psychoanalyse betont die prägende Bedeutung der frühen Interaktionen des Kindes für den gesamten weiteren Lebensweg und weist auf deren Bedeutung für die Entstehung von psychischen Störungen hin. Der britische Psychiater und Psychoanalytiker John Bowlby ( ) entwickelte auf der Grundlage psychoanalytischer Vorstellungen, in die er Erkenntnisse der Ethologie und Systemtheorie miteinbezog, ein Modell von Bindung, das mittlerweile durch zahlreiche empirische Studien gut belegt ist. Bowlby postulierte ein sogenanntes Bindungsverhaltenssystem (attachment system, Folie 2), das der Suche und dem Aufrechterhalten von Nähe dient und im Bedarfsfall Erleben und Verhalten so steuert, daß das Kind die Nähe einer beschützenden Person sucht. Das vom Kind gezeigte Bindungsverhalten löst beim Erwachsenen ein komplementäres Fürsorgeverhalten (nurturing) aus. Das Bindungesverhaltenssystem wird desaktiviert, sobald ein Zustand der Sicherheit erreicht ist, dann dominieren andere Verhaltensweisen, v.a. Explorationsverhalten. Folie 2 Bindung (John Bowlby ) unvertraute Situationen Bindungsverhaltenssystem (attachment system) aktivieren Fürsorgeverhalten des Erwachsenen steuert Emotionen Motivationen Verhalten Bindungsverhalten: - Suchen der Bindungsperson - Hinkrabbeln - Festklammern - Anschmiegen, Anlächeln - Schreien, Weinen Folie 3 zeigt die Entwicklung der Bindung in Zusammenhang mit wichtigen Schritten der motorischen und kognitiven Entwicklung. Erst ab dem Alter von etwa drei Monaten gelingt es dem Kleinkind seinen Blick aktiv zu steuern und Gegenstände visuell zu analysieren. Unterschiede zwischen verschiedenen Personen werden somit wahrnehmbar, was eine der Voraussetzungen für ein personenunterschiedenes Bindungsverhalten ist. Ein nächster wichtiger Entwicklungsschritt beginnt etwa im 7. bis 8. Monat, wenn das Kleinkind durch gewachsene motorische Fähigkeiten beginnt, seinen Aktionsradius auszudehnen und seine Umgebung zu erkunden. Das Kind entfernt sich damit erstmals selbständig räumlich von der Mutter, womit dem Bindungsverhaltenssystem große Bedeutung zukommt. Damit wird gewissermaßen eine sichere Basis zur Verfügung gestellt, die dem Kind seine Erkundungsgänge erst ermöglicht. Wer Kleinkinder dabei beobachtet wird feststellen, daß diese sich häufig zur Mutter umdrehen und sich ihrer Anwesenheit und damit ihres Schutzes versichern. Vor allem das zweite Lebensjahr ist für die weitere Entwicklung des Bindungsverhaltens von großer Bedeutung. 1 Beziehung und Bindung sind nicht dasselbe. Die Bindung ist ein wesentlicher Teil der Beziehung, zu der aber noch andere Aspekte gehören z.b. das Mitteilen und die Regualtion von Affekten, Lernen, Spielen u.a.

3 Folie 3 Entwicklung der Bindung Vorphase: noch nicht an spezifische Person gebunden, Signale an alle Personen der Umwelt Signale bevorzugt an einen oder mehrere spezifische Partner (personenunterschiedene Ansprechbarkeit) Bindung: spezifische Person wird bei Abwesenheit vermißt, Nähe und Entfernung können reguliert werden 3. Monat Monat aktive Blicksteuerung, analytisches Sehen - Lokomotion - Objekt- und Personenkonstanz Rauh 2002 Das Bindungsverhalten von Kindern wurde mit Hilfe der sogenannten Fremden Situation systematisch untersucht (Folie 4). In einem Raum der durch eine Einwegscheibe einsehbar ist, stehen zwei Stühle, auf dem Boden liegen verschiedene Spielzeuge. Nun wird das Verhalten des Kindes in verschiedenen Situationen beobachtet, die in Folie 5 aufgeführt sind. Folie 4 Die Fremde Situation ( strange situation Ainsworth & Wittig 1969) Einwegscheibe

4 Folie 5 Die Fremde Situation ( strange situation Ainsworth & Wittig 1969) 1. Mutter und Kind werden vom Beobachter in den Raum geführt. Die Mutter setzt das Kind auf den Boden. 2. Mutter und Kind sind allein. Die Mutter liest eine Zeitschrift. Das Kind kann die Umgebung und die Spielzeuge erkunden. 3. Eine freundliche Fremde tritt ein, setzt sich, unterhält sich mit der Mutter eine Minute lang und beschäftigt sich dann auch mit dem Kind. 4. Die Mutter verläßt unauffällig den Raum, hinterläßt aber ihre Tasche. Die Fremde bleibt mit dem Kind allein. Sie beschäftigt sich mit ihm und tröstet es, wenn notwendig. 5. Die Mutter kommt zurück, während die Fremde geht. Mutter und Kind sind allein. Die Mutter beschäftigt sich mit dem Kind und versucht es wieder für das Spielzeug zu interessieren. 6. Die Mutter verläßt mit deutlichem Abschiedsgruß den Raum und läßt das Kind allein. 7. Die Fremde tritt ein. Sie versucht, wenn notwendig, das Kind zu trösten. 8. Die Mutter kommt wieder, die Fremde verläßt gleichzeitig den Raum. Besonders relevant für die Beobachtung des Bindungsverhaltens sind die Situationen 5 und 8, in denen die Mutter nach einer Trennung wieder den Raum betritt. Kinder zeigen in dieser Situation im wesentlichen vier Strategien um Nähe und Distanz zur Mutter zu regulieren (Folie 6). Folie 6 Strategien der Nähe-Distanz-Regulation Widerstand gegen Körperkontakt Nähesuchen Kontakthalten Vermeidungsverhalten Aus der individuelle Ausprägung dieser vier Strategien lassen sich drei charakteristische Bindungsstile oder Bindungsmuster erkennen, die in Folie 7 aufgelistet sind und die in zahlreichen empirischen Studien bestätigt werden konnten. Das Verhalten einiger Kinder ließ sich keinem der drei Muster zuordnen. Diese Kinder zeigen ein bizarres und seltsames Verhalten, das der Situation nicht angemessen zu sein scheint und das in einer eigenen Katgorie (D) klassifiziert wird. Kinder die dieses Verhaltensmuster zeigen haben häufig traumatische Erfahrungen wie Mißhandlungen oder Mißbrauch in der Vorgeschichte.

5 Folie 7 Bindungsstile (A) unsicher-vermeidend: Kinder zeigen bei Rückkehr der Mutter nur wenig Emotionen, suchen nicht ihre Nähe, schmiegen sich nicht an, beschäftigen sich weiter mit ihrem Spielzeug. Höchster Cortisol-Anstieg. (B) sicher, balanciert: Kinder zeigen, wenn sie allein gelassen werden, direkt ihren Kummer. Tritt die Mutter ein, sind sie wie erlöst, fühlen sich im engen Kontakt mit der Mutter geborgen. (C) ambivalent, unsicher: Kinder reagieren oft schon beim Eintreten oder bei der Annäherung der Fremden empfindlich und zeigen deutlich, lautstark und z.t. auch wütend ihren Kummer, wenn sie allein gelassen sind. Kehrt die Mutter zurück verhalten sie sich ambivalent: einerseits suchen sie den Kontakt, andererseits widersetzen sie sich den Kontakt und Interaktionsversuchen (besonders in 8). (D) desorganisiert, desorientiert: seltsames und bizarres Verhalten (z.b. Grimassieren, Erstarren, u.ä.), das die Kinder in Anwesenheit der Mutter zeigen. Offensichtlich Reaktion auf vorübergehende Beunruhigungen oder als Ausdruck anhaltender Störungen der Verhaltensregulation. Was entscheidet darüber welches Bindungsmuster ausgeprägt wird? Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Zunächst einmal bringt das Kind ein bestimmtes anlagebedingtes Temperament mit sich, das zum Beispiel beeinflußt, wie sensibel es auf Reize reagiert, wie lautstark und wie häufig es seinen Unmut zum Ausdruck bringt, usw. Auch organische Faktoren z.b. Bauchkrämpfe, die bei Kleinkindern aufgrund der Verdauungsumstellung nicht selten sind oder leichte neurologische Störungen können das Verhalten des Kindes beeinflussen. Den Verhaltensweisen des Kindes stehen die der Mutter gegenüber, die den Bedürfnissen des Kindes mehr oder minder angepaßt sein können. Die Bindungstheorie spricht hier von der mütterlichen Sensitivität, die umso höher ist, je besser es der Mutter (oder auch dem Vater) gelingt, aus den anfangs noch rätselhaften Äußerungen ihres Kindes die richtige Botschaft herauszulesen. Wie in empirischen Studien gezeigt werden konnte, spielt dabei das Bindungsmuster der Mutter (oder des Vaters), das diese selbst im Laufe ihres Lebens erworben haben eine entscheidende Rolle. So konnte man aus dem mittels eines gängigen Testverfahrens ermittelten Bindungsmuster (bzw. dem bewußt zugänglichen Teil davon, der kognitven Repräsentation) von Schwangeren den Bindungsstil des Kindes zuverlässig vorhersagen! Folie 8 Ursachen für Bindungsmuster Mütterliche Sensitivität Kindliches Temperament - positive emotionale Einstellung und Zuwendung - Gegenseitigkeit und Harmonie - emotionale Unterstützung - emotionales Dabeisein - Stimulation - anlagebedingte Faktoren z.b. Irritabilität - Geburtstermin - organische Ursachen z.b. Bauchkrämpfe In großen Längsschnittstudien, die u.a. auch in Deutschland durchgeführt wurden konnte gezeigt werden, daß die frühkindlich erworbenen Bindungsmuster während der Kindheit weitgehend stabil sind und auch im Schul- und Jugendalter noch nachgewiesen werden können (Folie 9).

6 Folie 9 Bindung im Längsschnitt Vorschulalter: bindungsspezifische Unterschiede in der Art der Konfliktregulierung und des emotionalen Ausdrucks als Einjährige sicher gebundene Kinder fanden sich in Kindergarten und Grundschule besser zurecht, waren in Konflikten mit Gleichaltrigen kompetenter, waren weniger feindselig und hatten insgesamt weniger Verhaltensprobleme als Kinder mit unsicherem Bindungsmuster Schul- und Jugendalter: frühkindliche Bindung zur Mutter ergab eine hohe Korrelation zum Bindungsmuster mit sechs Jahren (einstündige Trennung) und dieses zum Bindungsmuster mit 16 Jahren (Konfliktlösegespräch) Grossmann & Grossmann 2001 Bindungsmuster können sich aber in Abhängigkeit lebensgeschichtlicher Ereignisse auch verändern. Die Veränderung einer sicheren in eine unsicher Bindung wird v.a. durch traumatische Lebensereignisse ausgelöst, z.b. die Trennung der Eltern. Aber auch ein Wechel von einer unsicheren zu einer sicheren Bindung ist möglich, hier ist vor allem an die im Jugendalter vermehrt einsetzenden Prozesse der Identitätsfindung zu denken, die das Bindungsverhaltenssystem modifizieren können (Folie 10). Folie 10 Bindungsinstabilität sicher z.b. Trennung der Eltern unsicher unsicher Identitätsfindung im Jugendalter? sicher Für die Medizin von großer Bedeutung ist der Zusammenhang von bestimmten Bindungsstilen mit psychischen Störungen. Folie 11 zeigt die Häufigkeit der Bindungsstile einmal für eine klinische Population, d.h. für Patienten mit verschiedenen psychischen Störungen und einmal für die gesunde Normalbevölkerung. Auffällig ist, daß die unsicheren Bindungsstile in der klinischen Population wesentlich häufiger vorkommen als in der Vergleichsgruppe. Auch der hier nicht aufgeführte desorganisierte Typus ist unter Patienten mit psychischen Störungen häufiger zu finden, meist in Verbindung mit Mißbrauchs- oder Mißhandlungserlebnissen in der Kindheit.

7 Folie 11 Bindungsmuster und psychische Krankheiten klinische Population unsicher-v. unsicher-amb. sicher gesunde Population unsicher-v. unsicher-amb. sicher Zusammenfassung: - Bindung ist ein psychologisches Konstrukt, das Emotionen, Motivationen und Verhalten je nach den Erfordernissen strukturiert - personenspezifische Bindungen werden während der ersten beiden Lebensjahre entwickelt - die frühkindlichen Bindungsmuster sind offensichtlich zeitlich stabil und prägen auch das Bindungsverhalten des Erwachsenen - in Gruppen mit psychiatrischen Patienten finden sich vermehrt Personen mit unsicheren Bindungsstilen Literatur: - Oerter R, Montada L (Hg): Entwicklungspsychologie. Weinheim (Beltz PVU) Schmidt S, Strauß B: Die Bindungstheorie und ihre Relevanz für die Psychotherapie. Teil 1: Grundlagen und Methoden der Bindungsforschung. Teil 2: Mögliche Implikationen der Bindungstheorie für die Psychotherapie und Psychosomatik. Psychotherapeut 41: (1996) und 42: 1-16 (1997). - Spangler G, Zimmermann P (Hg): Die Bindungstheorie. Grundlagen Forschung Anwendung. Stuttgart (Klett-Cotta) 1995.

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