Strukturwandel der österreichischen Wirtschaft - Ziele und Maßnahmen

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1 Strukturwandel der österreichischen Wirtschaft - Ziele und Maßnahmen Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny

2 Mittelstands-Offensive Motto 2011: Support für Erneuerung und Wettbewerbsfähigkeit Schwerpunkt KMU: Rückgrat der Wirtschaft 99,7 Prozent der österreichischen Unternehmen sind KMU Positive Stimmung: 57 Prozent der KMU erwarten Verbesserung der Wirtschaftslage 2011 (Feb. 2010: 36%; Feb. 2009: 3%) Ernst&Young Mittelstandsbarometer, Jänner 2011 Triple-I -Strategie 1. Innovationspotenzial heben 2. Investitionen unterstützen 3. Internationalisierung fördern

3 1. Innovationspotenzial heben Wir müssen um so viel besser sein, wie wir teurer sind Innovation Union Scoreboard Österreich von 11. Platz (2000) auf 7. Platz (2010) verbessert - Österreich noch in der Gruppe der Innovation Follower FTI-Strategie: Innovation Follower Innovation Leader Ziel: F&E betreibende Unternehmen binnen zwei Jahren um 10 und bis 2020 um 25 Prozent steigern 3

4 Innovationspotenzial heben F&E: Österreich liegt im europäischen Spitzenfeld F&E Quote Österreich konnte seine F&E-Quote von 1,9 Prozent des BIP im Jahr 2000 auf 2,8 Prozent im Jahr 2009 steigern - Öffentliche Hand finanziert hohen Anteil (41 Prozent) Quelle: OeNB Innovations-Fitnesspaket für Unternehmen startet im Juni - Innovationsscheck-Plus : Förderung steigt von bisher auf Euro - Gründungs-Technologiescheck - Kreativscheck (ab 2012) Ziele bis 2020: - F&E-Quote von 2,76 auf 3,76 Prozent des BIP anheben - Mindestens 66 Prozent der Investitionen von Privaten 4

5 1. Innovationspotenzial heben All-time high bei Förderauszahlungen der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) 450 Auszahlungen Mio. Euro Quelle: FFG Förderstatistik

6 2. Investitionen unterstützen Aufschwung durch Investitionen Kreditwachstum in Österreich seit 2009 höher als im Euroraum Kredite von Kreditinstituten an nicht-finanzielle Unternehmen Wieder moderates Kreditwachstum bei Unternehmen - Dez. 2009: -1,5% (Tiefstand) - Mitte 2010: +/- 0% - Dez. 2010: +1,1% OeNB 6

7 Investitionen unterstützen Für Österreichs Unternehmen gehören Kreditzinsen zu den niedrigsten im Euroraum -Zinssätze für neue Unternehmenskredite in Österreich konstant unter Euroraum- Durchschnitt - Günstige Finanzierungsbedingungen für Österreichs Wirtschaft Quelle: OeNB 7

8 Investitionen unterstützen Investitionsquote in Österreich höher als im Euroraum - Krise traf Österreich vor allem über den Außenhandel wegen hoher Exportquote - Daher mit globaler Erholung relativ rasche Rückkehr zu Wachstumspfad - Bruttoanlageinvestitionen seit 1996 stärker gestiegen als im Euroraum und auch in Deutschland Quelle: OeNB 8

9 Investitionen unterstützen Unternehmen in harten Krisenjahren gezielt unterstützt jetzt schaffen sie mehr Wachstum und Arbeitsplätze aws macht Kredite um zehn Prozent billiger - aws vergibt 2011 Förderleistungen von bis zu einer Milliarde Euro, was Investitionen von rund 2,5 Milliarden Euro möglich macht - 98 Prozent der Unterstützungen gehen an KMU, Zinsvorteil eines erp-kredites beträgt rund 10 Prozent der Kreditsumme lösten Förderungen der Austria Wirtschaftsservice (aws) 1. Investitionen von 2,23 Milliarden Euro aus, 2. sicherten Arbeitsplätze und 3. brachten neue Arbeitsplätze, davon drei Viertel bei KMU Bund hat 1,4 Milliarden Euro an Haftungen übernommen - Im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz (ULSG) hat die Republik Österreich für rund 50 vor allem große Unternehmen Kredithaftungen übernommen. Jetzt können sie sich wieder über den Kapitalmarkt finanzieren 9

10 3. Internationalisierung fördern Status quo: Starke Konzentration auf Europa Europa-Anteil Exporte 2010 Wirtschaftswachstum 2010 Österreich 83,0 Prozent 2,0 Prozent Deutschland 71,0 Prozent 3,7 Prozent Diversifikation der Produkte und Märkte notwendig Neue Märkte: Brasilien, Russland, Indien, China (BRIC), dazu Schwarzmeerregion, mittlerer Osten, Afrika Neue Produkte/Dienstleistungen: Hochwertige Investitionsgüter, zum Beispiel Öko-Innovationen, dazu wissensintensive Dienstleistungen (ITund Online-Services etc), Kreativwirtschaft (Design) Support durch Internationalisierungs-Offensive: Ziel ist, bis 2020 im EU-Vergleich unter Top 3-Pro-Kopf-Exporteure vorzustoßen

11 Internationalisierung fördern Wissensintensive Dienstleistungsexporte seit dem Jahr 1995 vervierfacht Milliarden Euro - Bsp. Managementconsulting, Telekommunikation, EDV, Rechnungswesen, Werbung, Rechtsberatung - Jeder dritte Euro, der mit Dienstleistungsexport verdient wurde, stammte von wissensbasierten Dienstleistungen (8 Mrd. Euro 2008) Quelle: Statistik Austria - Das wissensintensive Leistungsangebot aus Österreich wuchs bis 2008 dynamisch - im Schnitt plus 13 Prozent pro Jahr 11

12 Internationalisierung fördern Wir müssen neue Wachstumsmärkte außerhalb der EU stärker erschließen - 90 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums bis 2015 wird außerhalb der EU generiert - aber rund 83 Prozent unserer Exporte gehen derzeit nach Europa - Daher Diversifizierung in Richtung neuer Märkte mit neuen Produkten und Dienstleistungen Ziel bis 2020: Exportanteil der außereuropäischen Märkte von rund 17 auf 30 Prozent erhöhen 12

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