DIE SOCIAL MEDIA GENERATION

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1 DIE SOCIAL MEDIA GENERATION Die digitale Spaltung teilt Österreich in vier Kommunikationswelten Aktuelle Demoskopische Befunde ( 2012)

2 Tägliche Internetnutzung hat sich in 13 Jahren verdreifacht 2 Quelle: Österreichische Verbraucheranalyse 2012 "Wie oft benutzen Sie das Internet? Würden Sie sagen " 100 Mehrmals täglich im Internet Mindestens einmal im Monat Internetasketen in % , Österreichische Bevölkerung ab 14 Jahre, n=ca.8.000

3 Intensive Social Media Nutzung hat sich in 5 Jahren verfünffacht 3 Quelle: Österreichische Verbraucheranalyse 2012 Es nutzen Social Media: % 40 Ab und zu Oft Insgesamt , Österreichische Bevölkerung ab 14 Jahre, n=ca.8.000

4 Die vier neuen Kommunikationswelten 4 TYP A: 32% Internet - Asketen Mediennutzung ohne Internet TYP B: 35% Basis Internet Nutzer Mediennutzung, Internet Aber kein Web 2.0 TYP C: 17% Moderate Social Media Nutzer Mediennutzung, Internet Web20abundzu 2.0 TYP D: 16% Intensive Social Media Nutzer Mediennutzung, Internet Web 2.0 oft 2012, Österreichische Bevölkerung ab 14 Jahre, n=ca.8.000

5 Die neuen Kommunikationswelten in der Alterszusammensetzung J J J J. 60+ J. % TYP A: 32% Internet - Asketen TYP B: 35% Basis Internet Nutzer TYP C: 17% Moderate Social Media Nutzer TYP D: 16% Intensive Social Media Nutzer , Österreichische Bevölkerung ab 14 Jahre, n=ca.8.000

6 Intensive Social Media Nutzer Ausgewählte Aktivitäten 6 TYP D: 16% Intensive Social Media Nutzer Minuten im Ø TYP D: 5% Intensive Social Media Nutzer (14-20 Jahre) Minuten im Ø Internet 118 Internet 131 Sich mit Freunden getroffen / ausgegangen 73 Sich mit Freunden getroffen / ausgegangen 92 Ausgeruht, entspannt 55 Ausgeruht, entspannt 60 Am Handy telefoniert 48 Am Handy telefoniert 51 Computerspiele gespielt 26 Sport betreiben 29 Sport betreiben 19 Computerspiele gespielt 27 Bücher lesen Aktivitäten im Freien gemacht, wie Spazierengehen od. Gärtnern Am Handy gespielt 7 Bücher lesen Aktivitäten im Freien gemacht, wie Spazierengehen od. Gärtnern Am Handy gespielt , Österreichische Bevölkerung ab 14 Jahre, n=ca.8.000

7 Eindruck der Internetnutzer: Internet als Lebensbeschleuniger aber Sensibilität fehlt 7 Erhöhung der gesellschaftlichen Geschwindigkeit durch das Internet *) 77 % Noch kein Gedanke zuviel Zeit im Internet verbracht zu haben *) 72 Für meine tägliche Information sind Computer und Internet unverzichtbar **) Das Internet erleichtert mein Leben sehr stark, es ist nicht mehr wegzudenken **) Beim Surfen im Internet verfolge ich oft nebenher Fernsehen oder höre Radio **) 37 *)IMAS-Report Nr. 9 I 2013 I Österreichische Bevölkerung 16+, n=1046, face to face **) IMAS-Report Nr. 28 I 2010 I Österreichische Bevölkerung 16+, n=1.000, face to face

8 Die Herausforderungen des Internet- Zeitalters für Kinder und Jugendliche Prim. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz

9 Kinder und Jugendliche stehen im Spannungsfeld zwischen: Bedürfnisbefriedigung g Abhängigkeit Beziehung Dr. Kurosch Yazdi

10 Bedürfnisbefriedigung Fähigkeit zum Aufschub von Bedürfnisbefriedigung spielt zentrale Rolle für privaten und Beruflichen Erfolg Kleine Kinder streben nach möglichst schneller Bedürfnisbefriedigung. Wenn diese Befriedigung aufgeschoben wird, dann entsteht Frustration. Marshmallow Test von Walter Mischel ab 1968 Dr. Kurosch Yazdi

11 Im Rahmen des Reifungsprozesses lernen sie, mit dieser Frustration umzugehen. Das heißt, Bedürfnisse müssen nicht immer sofort befriedigt werden, sondern die Hoffnung auf spätere Bedürfnisbefriedigung genügt. Dr. Kurosch Yazdi

12 Bedürfnisbefriedigung g Fähigkeit zum Aufschub von Bedürfnisbefriedigung gspielt zentrale Rolle für privaten und Beruflichen Erfolg Mischel: Kinder, die mit 4 Jahren eine bessere Impulskontrolle haben, sind 20 Jahre später deutlich erfolgreicher in Bezug auf Ausbildung und Beruf, Beziehungen und Emotionalität. Dr. Kurosch Yazdi

13 Abhängigkeit Im Rahmen der Pubertät verschiebt sich allmählich die Abhängigkeit gg von den Eltern bzw. bisherigen Bezugspersonen in Richtung Peergroup. Diese Verschiebung kann aber auch in Richtung Substanzen (Alkohol, Nikotin,.) oder Verhaltenssüchten (Internetsucht, Kaufsucht, Spielsucht, ) gehen. Dr. Kurosch Yazdi

14 Abhängigkeit im Sinne der Sucht Verhaltenssüchte: 1. Onlinesüchte: Online-Rollenspiele (z.b. WoW) Socialnetworks (z.b. Facebook, Twitter) 2. Glücksspielsucht 3. Kaufsucht Dr. Kurosch Yazdi

15 Online Rollenspiele Wenn unser Bedürfnis nach Beziehung nicht befriedigt wird, neigen wir zu Pseudobeziehungen wie Alkohol, Nikotin und Drogen oder virtuelle Beziehungen im Internet.

16 Sucht als Suche nach Beziehung Pseudobeziehungen können unser natürliches Bedürfnis nach Beziehung nicht befriedigen. Dadurch bleiben wir einsam und werden krank.

17 Durch die neuen Medien verändert sich die Kultur der Kinder und Jugendlichen: Beziehung im Wandel der Jugendkultur: Soziale Kultur: Sind "Friends" auf Facebook das gleiche wie Freunde? Informationskultur: Hat ttwittern etwas mit Information zu tun? Lernkultur: Werden Kinder später erfolgreicher, je früher sie mit dem Internet umgehen lernen? Beziehungskultur: g Gibt es virtuelle Beziehungen? Dr. Kurosch Yazdi

18 Danke für die Aufmerksamkeit Prim. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin LNK Wagner-Jauregg Linz

Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz

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