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1 Karrierehandbuch.de Kontakt: / Reden Birkenstraße Auenwald / Stuttgart ISDN / Internet / F 841

2 1. Grundlegendes Sie sollten sich niemals zu einer Rede zwingen müssen. Sprechen Sie ausschließlich zu Themen, in denen Sie kompetent und von denen Sie selbst begeistert sind. Wählen Sie Ihre Kleidung dem Anlasse entsprechend - eher overdressed - aus. Bereiten Sie sich auf Ihre Rede immer gründlich vor. 2. Vorbereitung Ihrer Rede Definieren Sie vorab, was Sie mit Ihrer Rede erreichen wollen. Definieren Sie ebenfalls, welchen Nutzen Ihre Rede dem Zuhörer bringen soll. Sammeln Sie strukturiert in einem Ordner alle hierfür relevanten Informationen. Erstellen Sie für Ihre Rede eine logische Gliederung. Erarbeiten Sie den roten Faden. Gliedern Sie hiernach Ihre Kernbotschaften. Falls Sie die Rede ausformulieren, schreiben Sie diese in Ihrem Sprachstil. Ein langatmiger Schreibstil, tötet jede Rede. Markieren Sie trotzdem die wichtigen Stichworte. Verwenden Sie Verben anstatt Substantive. Setzen Sie Verben zu Beginn der Sätze und nicht zum Schluß ein. Beschränken Sie Ihre Wortwahl auf allgemein verständliche Fachwörter. Sprechen Sie bildhaft - erzeugen Sie bewußt Bilder in den Köpfen Ihrer Zuhörer. Kurze Silben, kurze Wörter, kurze Sätze. Fürchten Sie sich nicht vor Wiederholungen - sie wirken einprägsam. Lassen Sie unnötige Worte konsequent weg. Vermeiden Sie negative Begriffe - formulieren Sie diese positiv um. Formulieren Sie jeden Vorteil - beispielsweise gegenüber Konkurrenten - aus. Heben Sie Positives hervor, denn dies stimmt positiv. 3. Einsatz von Hilfsmitteln - 2 -

3 3. Einsatz von Hilfsmitteln Erschlagen Sie Ihre Zuhörer nicht mit Folien bis zu deren Erschöpfung. Verwenden Sie Folien deshalb nur zur Verdeutlichung von Sachverhalten. Lesen Sie niemals die Inhalte Ihrer Folien ab. Verwenden Sie in Powerpoint keine Animationen. Beherzigen Sie auch die etwas zynische Erkenntnis: verwendet er Powerpoint oder hat er etwas zu sagen. Die Dynamik einer Rede wird am besten durch Flipcharts unterstützt. Bei längeren Reden kann ein Stehpult vorteilhaft sein. Bei Reden mit Manuskripten gilt: A nschauen, A ufschauen, A ussprechen. 4. Halten Sie Ihre Rede vorab Stellen Sie sich hierbei vor, wie die Zuhörer vor Ihnen sitzen. Üben Sie hierbei auch Erwiderungen auf mögliche Zwischenrufe. Stehen Sie aufrecht als stünden Sie mit dem Rücken an einer Wand. Vermitteln Sie die Gefühle, die die Inhalte auslösen sollen und nicht nur die Inhalte. 5. Eröffnung Nehmen Sie den Raum mental in Besitz. Sie sind der Regent - nicht das Opfer. Und Chefs benötigen weder Stehpulte noch Konferenztische. Beginnen Sie Ihre Rede mit einem bewussten Blickkontakt. Starten Sie weder mit langatmigen Danksagungen noch Entschuldigungen. Sagen Sie es, wenn es eine Ehre für Sie ist, vor diesem Kreis zu sprechen. 6. Erwartungshaltung der Zuhörer Fokussieren Sie Ihre Rede entsprechend der Erwartungshaltung Ihrer Zuhörer. Beziehen Sie eventuell bestehende Vorurteile mit ein. Sprechen Sie über das, was die Zuhörer interessiert und nicht über Ihre Interessen

4 7. Sprachtechnik Machen Sie vorab ein Stimmjogging durch Sprechen oder Singen. Sprechen Sie nur in der Phase, in der Sie ausatmen. Sprechen Sie so langsam, dass es Ihnen zu langsam vorkommt. Heben Sie Ihre Stimme zu Beginn eines Satzes und senken Sie diese im Verlauf. Machen Sie lange Pausen - diese sind so wichtig wie die Inhalte. 8. Darstellung der Inhalte Achten Sie darauf, dass die Struktur Ihrer Argumente erkennbar bleibt. Verwenden Sie kurze Hauptsätze ohne Nebensätze. Verwenden Sie vorzugsweise das Wort wir anstatt ich. Sprechen Sie die Zuhörer in ihren positiven Seiten an. Beziehen Sie Ihre Zuhörer mit ein. Reden Sie mit den Zuhörern und nicht zu Ihnen. Treten Sie bescheiden auf und spielen Sie sich nicht in den Vordergrund. Tragen Sie gelassen und ohne Hektik vor. Versetzen Sie Ihre Zuhörer aber auch nicht in einen Ruhezustand. Illustrieren Sie Ihre Rede mit unterstreichenden Beispielen. Und würzen Sie Ihre Rede auch mit etwas Humor. 9. Nonverbale Botschaften Suchen Sie den Blickkontakt indem Sie die Zuschauer vorne links und rechts und anschließend hinten links und dann rechts bewusst ansehen. Unterstreichen Sie Ihre Aussagen durch den beherrschten Einsatz von Mimik und Gestik. Signalisieren Sie durch Ihre Mimik Wohlwollen. Achten Sie auf identische Botschaften Ihrer Körpersprache zu Ihren Aussagen. Tragen Sie nicht vorwurfsvoll oder mit finsterem Blick vor

5 10. Unterbrechungen Ignorieren Sie zu spät Kommende. Begrüßen Sie auch Zwischenrufe. Gehen Sie auf Ansichten der Zuhörer ein. Verweisen Sie die Beantwortung aus sachlichen Gründen auf später - oder gehen Sie, wenn Ihnen dies passend erscheint, auch sofort darauf ein. Warten Sie Unruhen - auch durch Applaus - ab. Kontern Sie provokative Fragen mit Verständnis oder Rückfragen. Betonen Sie gegebenenfalls, dass wir sachlich bleiben sollten. Verlieren Sie den Faden - können Sie kurz zusammenfassen oder sagen, dies ist so wichtig, da sollte ich doch kurz in das Manuskript sehen. Haben Sie den Mut zur Lücke und bleiben Sie dabei locker und entspannt. Korrigieren Sie nur bedeutsame Versprecher. 11. Abschluss Ihrer Rede Kommen Sie zum Schluß, bevor alle ermüden. Wenn Sie das Ende Ihre Rede ankündigen, sollten Sie diese auch abschließen. Kommen Sie zum Abschluss nochmals auf die Eröffnungsthematik zurück. Was war das Ziel und welche Übereinstimmung haben wir erzielt. Beenden Sie Ihre Rede mit einem Dank für das entgegengebrachte Interesse. Redemanagement Tritt fest auf, machs Maul auf, hör bald auf! Martin Luther - 5 -

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