Oktober, November, Dezember Ausgabe N. 16 Handy-freie Schule?

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1 [W] generation Das Schulmagazin der Freien Waldorfschule Lörrach e.v. Oktober, November, Dezember Ausgabe N. 16 Handy-freie Schule?

2 2 I Termine Januar: Elternsprechtag EA. 1. Klasse EA. 5. Klasse EA. 3. Klasse EA. 6. Klasse EA. 4. Klasse und 9. Klasse Februar: Monatsfeier März: EA. 3. Klasse Schulfreie Tage: Freitag, der (Brückentag) Freitag, der (Brückentag) Ferienkalender: bis Fastnacht bis Ostern bis Pfingsten bis Sommer Praktikumszeiten der Oberstufe: bis Klasse Betriebspraktikum bis Klasse Sozialpraktikum bis Klasse Landwirtschaftspraktikum bis Klasse Feldmessen

3 Inhalt Herbstfest 04 Klassenfotos Da sind wir, die 1. Klasse 13 Schach - Die Erröffnung 16 Monatsfeier 18 Der Sportplatz Ökologie-Praktikum der 11. Klasse 20 Die römische Geschichtsepoche 22 Klassenfahrt der 7. Klasse Schul-Heileurythmie 26 Schülerinterview 28 Medienkompetenz - Handy-freie Schule 30 Die SMV unserer Schule Spendenaufruf 33

4 4 I Herbstfest 2013 Traditionell findet immer am zweiten wieder soweit: Von bis Uhr feierten wir auf dem Schulgelände und in den Gebäuden ein vielfältiges und buntes Fest. Dieser Tag bietet den Eltern, Lehrern und Schülern wie immer eine gute Gelegenheit, sich einmal ungezwungen außerhalb des Schulalltags zu begegnen und gleichzeitig die Schule in vielfältigen Angeboten und Aktivitäten den Sonntag im Oktober das große Herbstfest unserer Schule statt. Am war es Besuchern zu präsentieren. Wie immer gab es zahlreiche Mitmach-Aktionen für Familien mit kleinen und großen Kindern. Das beliebte Angelspiel, die Rollenrutsche, Werkeln mit Naturmaterialien und Speckstein, Edelsteine aus dem Sand Sieben, eine Seifenstube und Kerzenziehen sowie Bewegungsspiele gehören zum festen Programm und wer wollte, konnte sich wieder in den Räumen der Hüte fürs Nostalgie-Foto verkleiden und ablichten lassen. Kulinarisch war die Auswahl von süß bis deftig wie immer enorm: Vom reichhaltigen Salatbuffet, leckeren Essen in der Kantine (zubereitet von der elften Klasse) und Pastagerichten, duftenden Flammwaien bis zu den Bio-Grillwürstchen war für alle etwas dabei, und als Desserts wurden Waffeln, Popcorn, gebrannte Mandeln und Kaffee/Kuchen angeboten. Man konnte aber auch einfach durch den Candy Shop schlendern,um sich mit selbstgebackenen Cookies zu verwöhnen. Die große Zahl der Kunsthandwerker mit ihrem reichhaltigen Angebot, das Antiquariat und der Flohmarkt luden erneut zum Stöbern ein, und an Jahreszeit-gerechten Verkaufsständen gab es wieder interessante Produkte. Victor, 10. Klasse

5

6 6 I Die Klassen Klasse 2 Klasse 1

7 Klasse 4 Klasse 3

8 8 I Klasse 6 Klasse 5

9 Klasse 8 Klasse 7

10 10 I Klasse 10 Klasse 9

11 Klasse 12 Klasse 11

12 12 I Klasse 13

13 Das sind wir, die 1. Klasse! Da jede neu ankommende Klasse besonders ist durch die verschiedenen, einzigartigen Kinder, ergeben sich in jedem Jahr auch besondere Aufgaben, die eine Klasse zusammen mit dem Klassenlehrer erfüllen möchte, damit sowohl die Kinder wie auch die Eltern sich gemeinsam im Schulorganismus wohl und gut aufgehoben fühlen können. Es sind 28 Kinder in der jetzigen ersten Klasse, ein Schüler hat die Klasse wieder verlassen. Zu den Fachlehrern zählen die Handarbeitslehrerin Frau Wehnert, die den Kindern zeigt, mit ihren eigenen Händen wunderschöne Dinge zu gestalten, die man alle im Leben benutzen kann; dann unsere Eurythmielehrerin Frau Wagner, mit der wir einmal in der Woche - begleitet durch viele, schöne Verslein - in feinen Kleidchen im hellen Eurythmieraum tanzen, hüpfen, springen und Lichtlein entzünden mit der Pianistin Frau Schubmann, die uns so wunderbar begleitet dabei; außerdem Frau Moebel für unseren lebendigen und fröhlichen Französischunterricht; und nicht zuletzt haben wir alle Herrn Jaks in unsere Herzen geschlossen, der uns oft besucht und dessen fünfte Klasse unsere Patenklasse ist. Die Kinder seiner Klasse haben schon allerhand gemeinsam mit uns unternommen, wie z.b. Spaziergänge in den Wald, Laternen basteln und Seilspringen in den Pausen. Und schließlich lernen wir gerade Frau Bock kennen: Einige durften schon zur Heileurythmie gehen, was sehr schön ist, so ganz alleine. Dass wir in einem Bewegten Klassenzimmer lernen, ist allen bekannt. Was dies eigentlich bedeutet, wohl nicht immer. Deswegen werde ich in dieser schönen Schulzeitung, ein wenig davon berichten. Viele Artikel wurden bereits in der Zeitschrift Erziehungskunst zu dem Thema geschrieben. Ein unübersehbares äußeres Merkmal ist das Mobiliar im Klassenzimmer. Große, in unserem Fall lilafarbene Kissen und hölzerne Bänkchen, die wir fleißig immer wieder umbauen können, fallen in unserem hellen, geräumigen und klaren Zimmer auf. Am Morgen, wenn wir zwischen halb und viertel vor acht Uhr den Unterricht beginnen, dürfen die Kinder zunächst im sogenannten Freien Spiel miteinander bauen, turnen, spielen, ruhen oder sich Bücher anschauen. Die Bänkchen dürfen dafür umgebaut werden. Es gibt Tage, wo Hochhäuser entstehen und andere, an denen eine große Liegewiese mit allen Kissen darauf gebaut wird. Manchmal bauen die Kinder auch Festungen: auf der einen Seite die Jungen und auf der anderen Seite die Mädchen... Und auch gemeinsame Hüpfspiele von ganz oben werden gemacht. Wir haben Zircusmaterialien wie z.b. Diabolos, Seile, Jonglierbälle, Turnmatten, Drehteller, Stelzen und Tretspielzeuge. Außerdem spielen die Kinder gerne mit Bauklötzen und anderen Holzspielzeugen. Manche Kinder gestalten auch sehr gerne in dieser Zeit mit mir den Jahreszeitentisch oder ordnen die Schuhe, die beim Ankommen durcheinander geraten waren. Die Kinder dürfen so lange spielen, bis ich einen schönen Gongschlag ertönen lasse. Dann helfen alle mit, den Raum wieder aufzuräumen. In wenigen Minuten stehen alle Bänkchen in einem großen Kreis und in der Mitte wird ein kleines, rundes Tischchen aufgestellt, worauf eine Kerze, ein Erzählstein und

14 14 I dazu immer ein paar kleine Blümchen stehen. Manchmal fegen Kinder, die gerade Fegedienst haben den Raum auch noch gerne aus. Wenn alle auf ihren Plätzen zur Ruhe gekommen sind, wird der Erzählstein nacheinander an drei Kinder gereicht. Nur dasjenige Kind, welches den Stein in der Hand hat, darf etwas erzählen. Die anderen sollen dann gut zuhören. Meistens erzählen die Kinder vom Vortag. Damit auch alle lauschen, dürfen die Kinder, die entweder Englisch, Französisch oder Hebräisch sprechen, die erzählenden Kinder jeweils nach ihrem Beitrag übersetzen. Das ist eine Freude! So viele verschiedene Satzmelodien zu hören! Gleich danach beginnen wir im Kreis unseren Morgenspruch zu sprechen, den so viele Kinder auf dieser Welt zu jeder Stunde miteinander teilen. Wir singen, tanzen, sprechen Sprüchlein und spielen kleine, kurze Märchen. Auch balancieren wir dazu auf den Bänkchen, krabbeln unter ihnen durch, ziehen uns darüber oder springen auf und ab. Sehr oft benutzen wir dafür verschiedene Klanginstrumentarien und bewegen uns dazu. Die sechste Klasse, die unter uns lernt, wird uns sicherlich hören! Nachdem wir dann unseren Arbeitsspruch gesprochen haben, beginnt die jeweilige Epoche. Gerade haben wir Rechnen. Kissen werden aufeinander gelegt, wieder getrennt und zerlegt, Kinder stellen sich zu verschiedenen Mengen auf, gemeinsam oder alleine und viel Bewegtes und Lebendiges macht den Unterricht anschaulich und begreifbar. Zu zweit, zu dritt oder in noch größeren Gruppen, lernen die Kinder verschiedene Aufgaben zu bewältigen und Arbeitsformen kennen. Nachdem viel auf diese Weise gerechnet wurde, wird alles in die Epochenhefte geschrieben und dazu gemalt. Hier lernen die Kinder die stille Einzelarbeit, in der es ruhig sein soll und das Mündlein verschlossen bleibt. Jedes Kind zeigt allen Kindern seine Arbeit - und gleich danach ist der Hunger sehr groß. Die Tische werden für das Frühstück hergerichtet. Ein Kind darf nach vorne kommen und unser Lied anleiten. Nachdem wir uns alle einen guten Appetit gewünscht haben, werden Äpfel, Möhren, Gurken, Tomaten, Mandarinen, Weintrauben und Vollkornbrot mit leckerem Aufstrich verspeist. Manchmal entdeckt ein Kind, dass es die Brotdose mit seinem Geschwisterkind vertauscht hat...und schon klopft es an der Tür: Darf ich meine Brotdose tauschen? Das Frühstück könnte noch viel länger dauern, aber in der Pause wollen die Kinder natürlich auch nach draußen. Sehr häufig machen wir weite Spaziergänge in den Wald, besuchen den Kletterparcour in der Schweiz oder spielen auf der Krake. Je nachdem, wie viel Zeit wir haben.

15 Zu zweit in einer langen Reihe zu gehen, ist meist zu langweilig - es gibt doch so vieles zu entdecken auf dem Wege. Oder da verlaufen kleine Bächlein an der Straße, in denen sich Blätter zu kleinen Schiffchen verwandeln, oder die angrenzenden Häuser verleiten die Kinder dazu, verbotene Sachen auszuprobieren wie: Stöcke zu wunderbaren Klingelstreichen zu benutzen. Herrliche Wege hinter der Schule, in der freien Natur, sind die kostbarsten Lernspielplätze für die Kinder. Wenn es feucht ist und schlammig, bringt das Laufen am meisten Spaß! Die Kühe mit den großen Glocken kennen uns schon, und die Spaziergänger mit ihren Hunden ebenso. Wenn die Flöte gespielt wird, dann wissen alle, dass es wieder zurück geht in die Schule und niemand ist traurig darüber! Alle gehen sie gerne wieder dorthin zurück. Ausgeruht, mit roten Wangen, kommen die Kinder dann in den Fachunterricht, der nach einem kräftigen Marsch viel mehr Freude bereitet. Einige Feste haben wir bereits erlebt: Michaeli mit der vierten Klasse und der Drachensuche im Wald. Oder unser strahlendes Laternenfest und den Gang durch die Wohnstraßen bis in den Wald hinein. Gebacken haben wir unsere ersten Buchstaben, die Himmelslaute und Obstsalat haben wir für alle gemacht, eine riesengroße Schüssel voll. Mmmmm... Und in wenigen Wochen steht das wunderbare Adventsgärtlein an, welches uns gemeinsam einstimmen wird auf die beginnende Weihnachtszeit und uns Erwachsenen wieder ein Stück weit mehr bewusst machen wird, dass ein großer und kräftigender Schatz der Waldorfpädagogik auch das Zelebrieren solcher schönen, andächtigen Rituale in Liebe, Dankbarkeit, Verbundenheit und Stille ist: Licht im Himmel, Licht in mir Licht durch mich auf Erden hier! Ich bin sehr gespannt, welche schönen Aktivitäten die erste Klasse noch gemeinsam in ihrem ersten Schuljahr erleben wird. Das Beste am Bewegten Klassenzimmer ist, dass sich nicht genau vorher sagen lässt, was als nächstes denn kommen wird, weil sich eben alles zum gegebenen Zeitpunkt erst zeigen und entwickeln wird. Die Antwort darauf dann als situative, pädagogische Arbeit zu einem Erlebnis werden zu lassen, mit dem die Kinder sich begeistert verbinden können, das ist das Ziel. Alle Dinge, die wir in der Schule gemeinsam machen, tragen dazu bei, dass wir uns weiter entwickeln können, und ich erlebe täglich, dass ich als Lehrerin von den Kindern, von deren Reaktionen, Aktionen, Blicken, Kommentaren und Gesten am meisten lernen darf. Danke dafür an alle Kinder und Eltern, die ihre größten Schätze morgens zu mir bringen. Catharina Jülich

16 16 I Schach - Die Eröffnung Die Eröffnung ist die erste Phase der Schachpartie. Sie dient der Entwicklung der Figuren. Je eher die Entwicklung abgeschlossen ist, desto eher kann man zum Angriff übergehen. Die Eröffnung ist also nichts anderes als eine Vorbereitung für den eigentlichen Kampf. Doch ist diese Phase so wichtig, daß sie oft schon über Sieg oder Niederlage einer Partie entscheidet. Für einen Schachamateur ist es unmöglich, sich mit sämtlichen Eröffnungen einschließlich der Varianten vertraut zu machen. Doch sollte man wenigstens die wichtigsten kennen, um sich in diesem königlichen Spiel behaupten zu können. Wir teilen die Eröffnungen in drei große Gruppen ein: 1. Offene Spiele 2. Halboffene Spiel 3. Geschlossene Spiel In dieser Ausgabe werden wir uns mit der erste Gruppe beschäftigen und mit den offenen Spielen beginnen, da sie leicht zu überschauen sind und zu besonders schneller Entwicklung der Figuren führen. Königsspringerspiel 1. e2-e4 e7-e5 2. Sg1-f3 Weiß greift den schwarzen Bauern mit seinem Königsspringer an. Er könnte auch den Läufer in das Spiel bringen. Nur die Dame als stärkste Figur behält er zunächst im Hintergrund. Am Anfang sollen die leichten Figuren das Spiel machen Sb8-c6 Das ist die beste Antwort von Schwarz, denn dieser Zug dient sowohl der Entwicklung als auch der Verteidigung des angegriffenen Bauern. Italienische Partie Wenn Weiß mit 3. Lf1-c4 fortfährt, wird das Königsspringerspiel zur italienischen Partie. Also: 1. e2-e4 e7-e5 2. Sg1-f3 Sb8-c6 3. Lf1-c4 Dieser Zug hat dreifache Bedeutung : Er entwickelt den Läufer, er bereitet die Rochade vor, er greift den schwächsten Punkt der schwarzen Stellung (f7) an.

17 Teil 1/ Lf8-c5 Spanische Partie Bei der spanischen Partie, die der spanische Schachmeister des 16. Jahrhunderts Lopez de Segura bevorzugte, zieht Weiß den Läufer Lf1 bis b5 und greift somit den Springer Sc6 und indirekt den Bauern e5 an. Diese Eröffnung führt meist zu interessanten Spielabläufen. 1. e2-e4 e7-e5 2. Sg1-f3 Sb8-c6 3. Lf1-b5 Auf diesen Zug hat Schwarz mehrere Möglichkeiten zur Antwort, z. B d7-d6 oder Sg8-f6 oder Lf8-c5 oder am besten a7-a6 Diese Verteidigung wird heutzutage bevorzugt. Schottische Partie In der schottischen Partie kommt es gleich zu Anfang zu einem munteren Schlagaustausch: 1. e2-e4 e7-e5 2. Sg1-f3 Sb8-c6 3. d2-d4 Dieser Zug provoziert geradezu den Kampf um das Zentrum. Die Antwort von Schwarz fällt auch entsprechend aus: e5xd4 4. Sf3xd4 Als offene Partie gibt es auch : die Philidorverteidigung, die russische Verteidigung aber auch den Nordischen Gambit. In der nächsten Ausgabe von GenerationW, werden wir die halboffenen Partie vorstellen. Schachmatt in 4 Züge Die Lösung per Mail an die Redaktion.

18 18 I Monatsfeier In der ersten Waldorfschule war es zunächst so, dass jeden Monat die Klassen einander zeigten, was sie in der vergangenen Epoche erarbeitet hatten. Daher kommt der Begriff Monatsfeier. In den allermeisten Waldorfschulen sind es heutzutage aber nur noch Quartals- oder sogar Halbjahresfeiern. Unsere letzte Vorführung war in meinen Augen ein wirkliches Fest. Schon am Freitag saßen alle Klassen von der ersten bis zur zehnten Klasse gespannt im Saal. Mit liebevoller Aufmerksamkeit wurden sowohl die zarten Stimmchen der Erstklässler als auch die kraftvollen eurythmischen Bewegungen der Acht- und Zehntklässler beobachtet und beklatscht. Jeder Beitrag war sprechend für das Alter und das jeweilige Fach (und natürlich auch den jeweiligen Lehrer). Alles wurde konzentriert und je nach Inhalt heiter oder sehr ernst vorgetragen. Von der Elternaufführung konnte ich nur die Stimmung am Ende wahrnehmen. Sie schien mir zufrieden und heiter zu sein berichtigen Sie mich, falls ich mich irre! Vielen Dank an alle Schüler und Kollegen für die herrlichen Beiträge und vielen Dank an die Eltern, die so zahlreich erschienen waren. Christiane Wehnert. Die Monatsfeier am 29. und 30. November Selbst mit Erkältungs-Nebelkopf waren das herrlich kurzweilige und abwechslungsreiche anderthalb Stunden. Die Socken-Wand, die einen Kanon rockt; die leicht und sicher geführten Kupferstäbe; die Urzel; englische Seenot; atemberaubende Mund-Perkussion und und und; oder auch mal der ein oder andere Halbwüchsige, der seine eurythmischen Bewegungen sagen lässt: 'Eigentlich ja nicht mein Ding' und es trotzdem gut macht. Ein üppig bunter Strauß voll Spiel und Gesang, Rhythmus und Poesie, tolle Gruppenleistungen, gespickt mit jeder Menge witziger Einfälle. Doch, ich kann Ihre Wahrnehmung bestätigen: Zufrieden und heiter, Zuschauer-Mundwinkel im Dauer-Hoch. Hanna Otter

19 Der Sportplatz Seit den letzten Sommerferien ist man dabei, hinter unserer Schule einen Basket- und Fußballplatz zu bauen. Und nun sind sie fast fertig. Der Basketballplatz ist schon fertig, aber der Fußballplatz noch nicht, da die Wiese noch wachsen muss. Deshalb kann man ihn voraussichtlich erst nächstes Frühjahr betreten. Für die Klassen sechs bis zwölf sind die beiden Plätze dann in den Pausen zum Spielen da. Wer sich um die Bälle kümmern wird, ist noch unklar. Man muss es noch in der Konferenz abklären. Frau Wehnert organisierte mit Hilfe von Elena aus der 12. Klasse ein Einweihungsturnier. Es fand am 4. Dezember 2013 in der großen Pause statt. Bevor das Turnier begann, hielt Frau Wehnert eine Dankesrede. Sie sprach über die Geldgeber, den Spielplan, den die SMV noch machen muss und bedankte sich beim FGK, dem Fest-Gestaltungs-Kreis. Im ersten Spiel auf dem Basketballplatz spielten ein paar Jungs aus der sechsten und siebten Klasse mit Unterstützung eines Zehntklässlers. Das zweite Spiel wurde von den Jungs aus der neunten und elften Klasse ausgetragen. Und dann war die Pause auch schon vorbei. Man hatte viel Spaß und die Einweihung war eine gelungene Veranstaltung. Lisa Sammarchi, 9. Klasse

20 20 I Ökologiepraktikum der 11. Klasse Das diesjährige Ökologiepraktikum der 11. Klasse bestand aus drei verschiedenen Teilen. Der erste Teil fand in Weil beim Trinationalen Umweltzentrum (TRUZ) statt. Dort bestimmten wir mithilfe von chemischen und biologischen Wasseruntersuchungen die Güteklasse des Wuhrbaches. Wir kamen mit beiden Methoden zu dem Ergebnis: Güteklasse I bis II, also gering bis mäßig belastet. Der zweite Teil des Praktikums beschäftigte sich mit der Ökologie des Waldes. (auch in Weil beim TRUZ) Das Ende des Praktikums fand in Frankreich in der Petite Camargue im Rahmen des Projektes Grenzüberschreitender Naturkorridor statt. Die Klasse wurde dafür in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir nahmen an einer deutsch-französischen Führung durch das 900 Hektar große Naturschutzgebiet teil und pflanzten anschließend mit französischen Gärtnern und teilweise auch mit französischen Schülern eine Hecke, um den Schutz der Tiere zu erhalten. Manche von uns nahmen die Gelegenheit wahr und erprobten dabei auch ihre mündliche Kommunikationsfähigkeit in der französischen Sprache. Julian (11. Klasse) Am um 8:45 Uhr ging es los; wir von der A-Gruppe der 11. Klasse der Waldorfschule Lörrach fuhren mit einem Bus zur Petite Camargue nach Saint-Louis in Frankreich. Dies ist ein großes Naturschutzgebiet außerhalb der Stadt St. Louis. Wir wurden von unseren beiden Führern und Animateuren Jérémie und Hélène herzlich begrüßt und ins Haus (maison éclusière an einem kleinen Rheinkanal) gebeten. Dort warteten wir auf zwei junge Männer unseres Alters, die aus dem Elsass kamen und zu unserer Gruppe dazu stießen. Zuerst teilten wir uns in vier Gruppen. Wir sollten die beiden Jungs auf Französisch mit einbeziehen, da sie kein Deutsch konnten. Dadurch wurde die Kommunikation ein wenig langsamer. Die erste Aufgabe bestand darin, eine vier-geteilte Karte materiell als Modell nachzustellen, mit allem darauf Abgebildeten (Seen/Flüsse, Städte, Land, Wald, Hügel, Bäume und mehr). Dann sollten wir sie erklären. Jérémie übersetzte alles auf Deutsch bzw. Französisch. Die Schüler, die gut französisch sprachen und sich auch so verständigen konnten, wurden gebeten, in dieser Sprache alles zu erklären und mit den beiden anderen zu kommunizieren. Auf den Modellen wurden Saint-Louis, Basel, Hauingen, Haagen und Lörrach mit dem Rhein, der Wiese und der Birs dargestellt. Man sah auch den Tüllinger, den Schwarzwald, die Vogesen und den Schweizer Jura. Nachdem wir alle unsere Werke erklärt hatten, machten wir eine kurze Pause. Danach besichtigten wir das Naturschutzgelände. Uns wurden verschiedene Hochsitze gezeigt, von denen aus wir schottische Hochlandrinder und Vögel beobachten konnten. Bei einem kleinen See bzw. Sumpfgebiet machten wir Rast und

21 bekamen alle eine Karte. Auf diesen Karten waren Tiere abgebildet. Wir fanden uns in Gruppen zusammen: Sie waren durch die Titelbilder konstruiert worden. Wir sollten die Lebensbedingungen der Tiere genau beschreiben (unter anderem Igel, Füchse, Rotkehlchen und Forellen). Schließlich machten wir uns auf den Weg zurück zum Haus. Der warme Tee und der heiße Apfelsaft wärmten unsere verfrorenen Körper. Nach dem Lunch kamen circa zwölf freiwillige französische Helfer zwischen acht und dreizehn Jahren. Zusammen mit ihnen gingen wir auf ein ehemaliges Maisfeld, an dessen Rand eine Hecke gepflanzt werden sollte. Alles war von den Männern und Frauen der Stadtgärtnerei Saint-Louis vorbereitet werden. Dort befanden sich Löcher, in die wir Bäume und Sträucher einpflanzen konnten Mit dem Spaten mussten wir die gefrorene Erde lockern, die Bäume in das Loch heben, mit pflanzlichem Dünger düngen und das Loch mit genug feiner Erde bedecken. Dann streuten die Gärtner noch Rindenmulch auf die Baumscheibe und gossen die Bäume an. Unsere Bemühungen wurden sogar vom elsässischen Fernsehen gefilmt. Zum Schluss gab es noch eine kleine Aufmerksamkeit von Jérémie und Hélène: Kuchen und warmen Apfelsaft für alle. Nach einem sehr schönen Tag verabschiedeten wir uns um 16 Uhr und fuhren zurück. Salome (11. Klasse)

22 22 I Die römische Geschichtsepoche Die erste Geschichtsepoche in der sechsten Klasse beschäftigt sich mit dem römischen Reich von seiner noch sagenumwobenen Entstehung bis zum Untergang. Ich finde sie deshalb besonders interessant, weil vieles, was in dieser antiken Zeit entwickelt wurde, bis heute zumindest in Europa und Nordamerika Bestand hat, z.b. das Rechtssystem. Zunächst aber fanden die Sechstklässler dann doch die Sage um Romulus und Remus und auch alle anderen Geschichten in der Geschichte (wie den unglaublichen Übergang Hannibals über die Alpen oder die Schlacht am Teutoburger Wald bzw. bei Kalkriese) spannender als die Entwicklung des römischen Staats. Das können Sie an der Darstellung der Schüler deutlich erkennen. Trotzdem waren sie bei allen Aspekten aufmerksam dabei. Nach dem letzten König, den die Römer verbannten, gründeten die Bürger eine Republik (res publica die Sache aller ). Wählen durften alle, gewählt werden aber nur die Patrizier. Von den Sechstklässlern wurde Patrizier sofort und nicht ganz unrichtig mit die Reichen übersetzt. Die Plebejer (sechste Klasse: die Normalen ) durften aber Volkstribunen aus ihrer Mitte wählen, die ein Vetorecht hatten (veto = ich verbiete es). Selbstverständlich wurde die nächste unangenehme Anweisung meinerseits ( Diktathefte bitte rausholen, wir schreiben ein Diktat ) mit einem vielstimmigen Veto! beantwortet. Der beeindruckende Kampf der Karthager, angeführt von Hannibal, führte zu dem Kommentar: Jetzt weiß ich gar nicht, zu wem ich halten soll zu Hannibal oder zu Rom! Bekanntlich siegten schließlich die Römer. Hiermit begann der Verfall der römischen Republik, persönlicher Reichtum und eigener Vorteil wurden wichtiger als das Ganze und die römischen Tugenden. Die Ausbreitung des Christentums war für die gesamte nachfolgende Weltgeschichte bis heute von entscheidender Bedeutung, egal wie man als Erwachsener innerlich dazu stehen mag. Die Völkerwanderung, bis heute noch nicht vollständig erforscht, beendete das schon schwach gewordene (west-)römische Imperium. Die wichtigste Frage dieser und der nachfolgenden Geschichtsepochen ist für mich stets: Was lasse ich weg? Denn wollte ich auch nur halbwegs alle Aspekte beschreiben und mit den Schülern betrachten, bräuchte ich alle Epochen des Schuljahres dafür. Der schönste Kommentar beim Epochenabschluss: Schade, dass die Epoche schon vorbei ist! Christiane Wehnert.

23 Was wir in der Rom Epoche gelernt haben... Angefangen haben wir mit der Sage von Romulus und Remus. In der Sage geht es um zwei Königssöhne die noch als Säuglinge in einem Weidenkorb auf dem Tiber ausgesetzt und dann von einer Wölfin gesäugt wurden. Dann wurden sie von einem Bauern gefunden und großgezogen. Eines Tages kam heraus, dass sie die Enkel des Königs waren, und sie lebten nun auf dem Königshof. Bald aber wurde es ihnen zu langweilig und sie beschlossen, ihre eigene Stadt zu gründen. Beim Streit um den richtigen Platz wurde Remus von seinem Bruder ermordet. Nun baute Romulus auf einem der sieben Hügel (Palatinus) die Stadt und benannte sie nach sich selbst: Rom. Der erste der sieben Könige Roms war Romulus, der letzte Lucius Tarquinius Superbus (Superbos: der Hochmütige). Das Volk wollte ihn aber nicht, verbannte ihn aus der Stadt und gründete eine Republik. Wir haben noch einiges über den Pyrrhussieg gelernt und über die drei Punischen Kriege, bei denen Hannibal sehr schlau und geschickt kämpfte und sich besondere Taktiken ausdachte. Cäsar war ein großer Herrscher und wahrscheinlich auch der berühmteste, aber er wurde in einen Hinterhalt gelockt und umgebracht. Die Mörder wurden hingerichtet. Den Kampf im Teutoburger Wald fanden wir alle sehr spannend. Der Plan von Varus, Arminius in einen Hinterhalt zu locken, war sehr hinterhältig, aber es machte uns Spaß, Aufsätze darüber zu schreiben. Wir hörten auch davon, dass sich das Römische Reich mit der Zeit in zwei Hälften teilte, weil es zu groß war, um nur von einem König regiert zu werden. Nun zerfiel das ganze römische Reich in kleine Länder und hatte sich aufgelöst. Das war das Ende des römischen Reiches. Die Meinung von unseren Mitschülern zu dieser Epoche: Linn: fand die Geschichte von Hannibal sehr spannend, weil uns die Geschichte sehr spannend erzählt wurde. Victor: fand die Sage von Romulus und Remus am besten, weil alles damit angefangen hat. Ihm hat nichts gefehlt. Anna: Mir haben die ganzen vielen Sagen gut gefallen. Schade fand ich, dass wir nur so wenige von ihnen gelernt haben, es gibt doch so viele! Giulia und Noemi 6. Klasse

24 24 I Klassenfahrt der 7. Klasse Am Montag den bis zum Samstag waren wir, die 7.Klasse auf Klassenfahrt in der Vulkaneifel, nach Manderscheid unterwegs. Auf die Reise gingen 16 Mädchen und 13 Jungs. Wir fuhren um 8.15 Uhr von der Schule ab und kamen gegen Uhr an. Die Stimmung der Klasse war locker. Die Einfahrt zum Hüttendorf war extrem schmal und verwinkelt. Der Busfahrer musste sich sehr konzentrieren. Anschließend bezogen alle ihre Hütten. Bei den Jungs gab es zwei Achterhütten und bei den Mädchen gab es auch zwei Achterhütten und eine Fünfer Hütte. Um Uhr gab es Abendessen. Es gab Spaghetti mit Tomatensoße. Im Anschluss gingen wir in den Ort Manderscheid, weil wir eine Burg mit Fackeln besichtigten wollten Uhr ging es los und wir waren pünktlich an der Burg. Es war interessant, was uns der Führer erzählte und zeigte. Nach der Besichtigung der Burg gingen wir wieder zurück zu unseren Hütten. Frühstück gab es jeden Morgen um 8.00 Uhr. An jedem Tisch gab es pro Mahlzeit einen Tischdienst, der den Tisch deckte und abräumte. Am Dienstag war das Projekt Schatzsuche und Floßbau dran. Wir hatten nur einen Kompass und eine Karte mit Ordinaten zur Verfügung. Das Ziel war der Burgweiher. Dort war unter einer Wurzel eine Rolle, wo draufstand, das jeder eine Los ziehen darf. Die Betreuerin, die das Projekt begleitete, nahm aus ihrem Rucksack die Lose und jeder der Schüler zog eines. Es gab Nieten, Gewinne für die Klasse und Gewinne für einen selbst. Vom Burgweiher aus, gingen wir an einen Teich. Dort war unsere Aufgabe ein Floß zu bauen. Es gab zwei Gruppen. Jede Gruppe bekam eine Luftpumpe, sechs Holzbretter und sechs Seile und zwei Luftröhren zum aufblasen. Als wir fertig waren, hat die Betreuerin kontrolliert, ob die Luftröhren richtig befestigt und gut aufgepumpt wurden. Die Befestigung der Holzbretter wurde ebenfalls kontrolliert. Nach der Kontrolle wurden die Flöße in das Wasser gelassen. Es gab immer Neuner - Gruppen. Vier haben gelenkt, die anderen saßen und haben die Aussicht genossen. Eine Fahrt ging 15 min und anschließend haben die jeweiligen Teilnehmer der einzelnen Gruppen gewechselt. Am Nachmittag wurden die Flöße wieder aus dem Wasser gezogen und auseinandergebaut. Es dauerte eine dreiviertel Stunde. Danach wurde bei strahlenden Sonnenschein noch gegessen. Am späten Nachmittag ging die Klasse wieder zurück zum Hüttendorf. Um 18 Uhr gab es Abendessen, das Essen sehr lecker. Wir hatten danach noch Freizeit.Manche gingen auf den Spielplatz andere gingen sich schon duschen oder sie machten andere Sachen. Bald danach wurden die Nachtruhe angesagt. Am Mittwoch nach dem Frühstück, um 9 Uhr war ein Termin in einem Vulkanmuseum anberaumt. Dort erfuhr man, das eine jetzige Zwölftklässlerin unserer riesigen Schule bei einer Vulkanwanderung vor 7 Jahren das zweit größte Fossil auf der Erde gefunden hatte. Im Museum gab es auch ein Quiz über das Museum. Jeder Besucher bekam ein Blatt, das man ausfüllen sollte. Am Nachmittag standen Teamaufgaben auf dem Plan. Die Teamaufgaben bestanden darin, das die gesamte Klasse 1000 Füßler, eine abgewandelte Form von Spinnennetz, das Spiel Setz den Ball spielten und sie lernten wie man ohne Feuerzeug Feuer erzeugen kann. Am Abend folgte

25 das Essen mit anschließender Nachtruhe. Am Donnerstag machten wir eine Ganztagswanderung in die Vulkaneifel mit einem Wanderführer. Der Führer war leider erkältet, deswegen konnte er nicht besonders laut sprechen. Es konnten ihn aber alle gut verstehen. Bei der Wanderung kam die Klasse an ein Stück, wo man Vulkansteine mitnehmen konnte. Was der Wanderführer auch gezeigt hatte und wahrscheinlich sehr vielen im Gedächtnis bleiben wird, ist in der Wolfsschlucht die Wand mit Lava und Schlacke. Schlacke ist Gestein, das im Flug nicht abgekühlt ist und sich ansammelt und danach auskühlt. Die Wanderung ging gegen 9 Uhr los und zog sich bis zum Nachmittag Uhr hin. Am Freitag war der letzte Tag der Reise. Es wurden am Vormittag Klassenaufgaben in der Natur gemacht. Gegen späten Mittag waren wir in einem Edelsteinmuseum. Es bestand aus verschiedenen Steinen aus der ganzen Welt. Es gab auch eine dunkle Ecke, dort waren Steine die mit Schwarzlicht leuchteten. Die Klasse war in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste ging direkt zum Museum, die anderen zwei Gruppen gingen einkaufen. Am Abend war eine Abschlussparty. Für die meisten war es eine gelungene Party. Am Samstag trat die Klasse die Heimreise wieder an. Der Bus stand abfahrt bereit und alle packten ihre Taschen in den Bus. Auf der Fahrt hielten wir noch an einem Kaltwassergeyier an. Er brach alle 20 min aus und es war sehr spannend ihm zuzusehen, wie er in wenigen Sekunden den Bereich für sich ausfüllte. Am späten Nachmittag trafen alle wohlbehalten vor der Schule ein und wir wurden schon von unseren Eltern erwartet. Charlotte Göbel-Singrin 7.Klasse

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