Dritter Rundbrief aus Costa Rica

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1 Dritter Rundbrief aus Costa Rica von Björn Max Mohr

2 Name: Björn Max Mohr Projekt: CTP Upala Land: Costa Rica Dauer: Juli 2011 September 2012 Inhalt 1. Jede Menge Rummel 2. Nachhilfe im Colegio 3. Positiver Rassismus 4. Schüler des CTP Upala 5. Besuch aus Deutschland Liebe Unterstützer, liebe Familie und Freunde, liebe EireneGemeinschaft, über mir bricht gerade der heftigste Regen seit Monaten herein und prasselt auf das Wellblechdach meines Hauses. Die Trockenzeit ist offiziell vorbei. Von den letzten vier heißen, und regenarmen Monaten möchte ich nun erzählen. Ich bin leider etwas zu spät mit meinem dritten Rundbrief, was aber wirklich nur daran liegt, dass ich zur Zeit echt beschäftigt bin! In meinen Berichten muss ich immer sehr allgemein schildern, dieses Mal möchte ich dieses Mal einige meiner Schüler speziell vorstellen, denn sie sind mindestens genauso verschieden und facettenreich, wie junge Menschen in Deutschland. Liebe Grüße an alle und nun viel Vergnügen beim lesen! Björn Bilder Deckseite: Der Wasserfall des Río Celeste ( Himmelblauer Fluss )(oben), Orchideenzucht im Colegio (links), Englisch-Einzelnunterricht (mitte), Surfen am Pazifikstrand (rechts) 3. Rundbrief - Björn Max Mohr Costa Rica März bis Mai 2012

3 Jede Menge Rummel Das neue Schuljahr begann stürmisch zumindest für mich. Die französischen Praktikanten, mit denen ich zusammen wohne, waren noch nicht abgereist, als Anfang Februar ihre Nachfolger ankamen. So waren es zwischenzeitlich sechs Franzosen bei uns im Haus. Es wurde einige Wilkommens- Geburtstags- und Abschiedsfeste gefeiert und dabei viel lecker gekocht. Ein bisschen schwierig wurde es mit der Sprache, denn einige Neuankömmlinge sprachen noch kein Spanisch. Echten Rummel gab es auch, denn im März wurden in Upala und umliegenden Orten Stadtfeste veranstaltet. Das heißt vor allem Rodeoreiten und Karaoke singen unter freiem Himmel. Alle Bars ziehen dann in ein Zelt auf der Festwiese um, dazu gibt es Fahrgeschäffte und viele Leckereien, wie etwa Churros. Der wichtigste Teil ist aber wohl der Ball der jeden Abend im großen Salon (eine Sporthalle mit Tribüne) stattfindet. Dort finden sich Pärchen zu Salsa, Cumbia und Merengue, zwischendurch gibt es auch Reggaeton und Elektro. Not-Fütterung der acht Hundebabies mit Kuhmilch Dann bekamen wir auch noch tierischen Zuwachs bei uns zuhause. Ungefähr gleichzeitig gebaren die Katze und eine Hündin des Hauses Junge, sodass sich die Anzahl der Haustiere vervierfachte. Die vergangenen drei Monate stolzierten viele kleine Hunde und Katzen durchs Haus und sorgten für viel Arbeit, bis sie dann nach und nach verschenkt wurden. Der Vater war jeweils ein Straßentier, davon gibt es leider sehr viele in Costa Rica. Ich wurde leider schon einige Male Zeuge von Gewalt oder Misshandlungen von Haus- oder Straßentieren. Geschlagene Hunde oder ausgesetzte Katzenbabys sind leider keine Seltenheit. Allerdings gibt es hier auch kein Tierheim in Upala wo man diese Hunde und Katzen unterbringen könnte und viele Tiere laufen frei herum, sodass sie sich

4 ungehindert vermehren. Nachhilfe im Colegio Im Februar schickte mir meine Koordinatorin von Eirene einen Artikel aus einer costaricanischen Zeitung, der das Fehlen von Nachhilfeangeboten im Land mournierte. Demnach würden viele Schüler ihren Abschluss deshalb nicht erreichen, weil es nur wenige Möglichkeiten gibt, außerhalb des Unterrichts an einem problematischen Fach zu arbeiten. Den Lehrern fehlt meist die Zeit für Extra- oder Einzelunterricht und private Anbieter sind selten. Meine Vorgänger hatten bereits mit verschiedenen Nachhilfeangeboten auf sich aufmerksam gemacht und ich hatte schon länger versucht etwas ähnliches zu organisieren. Im März konnte ich dann endlich einzelnen Schülern im Fach Englisch unter die Arme greifen. Dabei handelte es sich um ein spezielles Projekt, denn die beiden Schüler von 15 und 17 Jahren hatten einige Preise bei den örtlichen und nationalen Austragungen eines Wissenschaftswettberbs gewonnen und waren darauf zu einem weiteren Wettbewerb in Houston, USA eingeladen worden. Dort würden sie mit ihrem Projekt nicht nur ihre Schule sondern auch ihr Land repräsentieren. Ihr Englisch reichte jedoch kaum für eine einfache Konversation. Deshalb bat man mich und eine der französischen Praktikantinnen, den beiden intensiven Einzelunterricht in Englisch zu geben und mit ihnen ihre Präsentation vorzubereiten. Zwei Monate lang feilten wir so rund 20 Stunden in der Woche, neben oder an Stelle des regulären Unterrichts an ihrem Englisch. Für die beiden war es eine große Anstrengung, die sich aber sicherlich gelohnt hat. Neben dem einzigartigen Erlebnis der Reise und des Austauschs mit Schülern aus aller Welt, gewannen die beiden eine Ehrenhafte Erwähnung. Im Mai begann ich dann gemeinsam mit der Französin eine Mathe-Nachhilfe, die nach der regulären Schulzeit stattfindet. Der Mathe-Lehrer berichtete, dass viele Schüler der Abschlussklasse beim ersten Examen nicht gut abschnitten und ihnen ein Durchfallen bei der abschließenden Prüfung drohe. Da das Konzept Nachhilfe nicht sehr verbreitet ist, war es zunächst nicht leicht es zu organisieren. Immerhin gibt es rund 90 Schüler und wir sind nur zu zweit. Es war auch fraglich ob überhaupt Schüler bereit sind nach acht Stunden Schule am Abend noch zwei Stunden Mathe zu üben, zumal einige viele Kilometer entfernt auf dem Land wohnen. Doch die Beteiligung war bislang überraschend gut und auch die Motivation der Schüler ist deutlich zu spüren. Mir macht etwas Sorge, dass einige Schüler nicht kommen können, weil spät kein Bus mehr fährt. Es wäre aber leider auch nicht möglich alle 90 Schüler einmal in der Woche zu haben. Mein Ziel ist natürlich den Schülern die kommen beim Abschluss zu unterstützen, denn einige sind in diesem Jahr schon bei ihrem dritten Anlauf. Etwas überrascht hat mich doch, wie viel Spaß Nachhilfe einem doch macht (zumindest wenn man sie gibt). Man lernt seine Schüler viel besser kennen, weil sie weniger sind und nicht ständig unter dem Notendruck stehen. Ich möchte in den Wochen vor den Abschlussprüfungen im September ein ähnliches Angebot für Englisch bereitstellen. Wenn ich gerade von der Arbeit spreche, möchte ich auch mal von meinen anderen Tätigkeiten erzählen. Im Biolabor bin ich nach wie vor bei der Orchideenzucht beschäftigt. Das heißt der Bestand an künstlich gezüchteten Orchideen der Guada Morada, der Nationalblume soll erweitert werden. Ziel des Projektes ist, Schülern die künstliche Pflanzenzucht zu zeigen und größere Exemplare sollen zu Gunsten des Colegio verkauft werden. Außerdem wurde ich damit beauftragt Chili und Tomaten im Biofeld zu züchten. 3. Rundbrief - Björn Max Mohr Costa Rica März bis Mai 2012

5 Dazu wurden mir ein paar Früchte in die Hand gedrückt, aus denen ich die Samen entfernen und pflanzen sollte. Nach nun drei Monaten ist die Peperoni schon 30 cm hoch und die Cherry-Tomaten tragen Früchte. Vier Monate alt und 30 cm groß: Biologisch angebaute Peperoni Bei Events im Colegio ( Muttertag, Nationalfeiertage, Die Woche der Verkehrssicherheit ) werde ich von meiner Tutorin immer wieder als Fotograf eingesetzt. Etwas das mir besonders viel Spaß macht. Die Bilder und Videos finden sich dann auch der Schulwebseite ctpupala.jimdo.com wieder. Einen Tag in der Woche bin auch in der Klasse mit behinderten oder lernbehinderten Schülern. Dort wird viel gebastelt, denn dabei können alle mitmachen, egal ob sie schreiben oder lesen können. Das genau bereitet nämlich die Schwierigkeit: Eine Klasse von 30 Schülern mit sehr unterschiedlichen Niveaus. Einige können schon richtig schreiben, anderen fällt noch das sprechen schwer. Inidiviuelle Aufmerksamkeit ist da wichtig, doch oft verliere ich mich in dem Chaos das dort herrscht. Die meiste Zeit helfe ich derzeit aber im Englischunterricht, wo ich mich mit meinem costaricanischen Kollegen sehr gut ergänze. Er findet immer gute Wege mich im Unterricht einzubringen, bzw. hilft mir eigene Ideen umzusetzen. Dabei lerne ich von ihm viel über das lehren und er kann durch mich sein Englisch aufbessern. Der Englischunterricht ist auch meine Tätigkeit mit der meisten Kontiunität hier. Leider fallen insgesamt recht häufig Stunden aus, oder man ist durch andere Aktivitäten von der Arbeit abgehalten. Grund dafür ist aber auch die Einstellung der Menschen. Allgemein gilt eher: Lieber mache ich mir keinen Stress, als das ich etwas pünktlich abliefere. Für deutsche Ohren klingt das zunächst wie Faulheit, doch für mich steht das für ein anderes Menschenbild. Man ist eben keine Maschine die immer pünktlich und qualitativ hochwertig

6 abliefern muss, sondern zu allererst ist man ein Menschen, der Fehler macht und auch ein Privatleben hat. Deshalb erlebt man es hier auch selten, dass jemand für Unzuverlässigkeit kritisiert wird. Man ist toleranter gegenüber den Fehlern anderer. Außerdem wird die Arbeit hier immer sehr positiv betrachtet. Während ich in Deutschland eher eine Suche nach Fehlern und Verbesserungsmöglichkeiten gewohnt bin, zählen hier mehr die Dinge die funktioniert haben. Ich habe mich umgehört: Das Burnout-Syndrom ist hier nicht sehr bekannt. Positiver Rassismus Als Europäer, vor allem aber als Weißer erfahre hier in Costa Rica einen positiven Rassismus. Diese Bezeichnung ist aus gutem Grund in Anführungszeichen gestellt, denn eigentlich ist er genauso ungerecht und benachteiligend wie der herrkömmliche Rassismus, bloß das ich in diesem Fall bevorzugt werde. Da das im Gegenzug natürlich bedeutet das andere schlechter behandelt werden, kann diesem Phänomen objektiv betrachtet nichts positives abgewonnen werden. Es ist eine Beschönigung, dessen was geschieht. Ich möchte hier von einem Erlebnis erzählen, dass mir besonders im Gedächtnis geblieben ist. An einem Sonntag entschieden meine französischen Mitbewohner und ich uns dazu, einen spontanen Ausflug in eine südlich gelegene Stadt zu unternehmen. Schnell packten wir ein paar Sachen zusammen und setzten uns in den Bus. Nach einigen Kilometern hielt dieser an einem Polizeiposten an und ein Beamter stieg in den Bus Ausweiskontrolle. In Costa Rica ist es Pflicht immer ein Dokument mit sich zu führen, mit dem man sich ausweisen kann. Da Upala an der Nordgrenze zu Nicaragua liegt, gibt es solche Kontrollen häufiger, um Einwanderer ohne Dokumente auf ihrer Reise ins Innere des Landes abzufangen. In meinem Fall wäre das ein Reisepass gewesen, oder zumindest eine Kopie, doch ich hatte beides vergessen. Genauso ging es meinen Mitreisenden, eine unangenehme, wenn nicht gefährliche Situation. Als der Polizist mich wiederholt aufforderte, ihm irgendeinen Auweis vorzuzeigen wurde ich nervös, suchte in meinem Rucksack nach etwas Brauchbarem dabei wusste ich genau meine Papiere zuhause liegen lassen zu haben. Er zog erst einmal weiter, um die anderen Gäste zu überprüfen. Ich tauschte fürchtende Blicke mit den Französinnen, während weiter hinten im Bus eine weitere Frau keine Papiere vorweisen konnte. Der Polizist fragte uns erneut, als wir versicherten nichts dabei zu haben überlegte er kurz und gab uns dann eine ernste Verwarnung. Beim nächsten Mal nehmt ihr eure Dokumente mit, sonst werdet ihr mitgenommen! war der ungefähre Wortlaut. Die Frau, welche dem Augenschein nach aus der Region stammte, bekam keine zweite Chance und wurde mehrfach gefragt ob sie aus Nicaragua stamme und dann aus dem Bus geführt. Den Rest der Fahrt begleitete mich das bedrückende Gefühl, Unrecht getan zu haben, denn das Richtige wäre wohl gewesen, dass die Polizei uns ebenfalls verhaftet. Der Grund für diese Bevorzugung von Weißen lässt sich oberflächlich damit begründen, dass beinahe alle Touristen sind, die bekanntermaßen eine Menge Geld haben und ins Land bringen. Doch auch durch die Freiwilligen oder Gastarbeiter aus den USA und Europa hinterlassen ein verzerrtes Bild von Weißen. Schließlich sind es meist sehr gut ausgebildete und/oder reiche Menschen die nach Costa Rica kommen. Da kaum jemand von hier in unsere Länder reist, bleibt der Eindruck, bei uns könnten alle mehrere Fremdsprachen fließend sprechen und sich mehrmals im Jahr ein Flugticket um die halbe Welt leisten. 3. Rundbrief - Björn Max Mohr Costa Rica März bis Mai 2012

7 Die Schüler des CTP Upala Die Menschen hier in Costa Rica sind genauso vielfältig, wie überall auf der Welt. Deshalb möchte ich einige meiner Schüler am Colegio einmal vorstellen ( die Namen wurden geändert). Claudia Araya ist 15 Jahre alt und in der zehnten Klasse. Sie hat die Fachrichtung Tourismus gewählt, das heißt ihre wichtigsten Fächer sind Gastronomie, Hotelmanagement und Erdkunde. Ein wichtiger Teil ihres Unterrichts ist auf Englisch, aber das stört sie wenig, denn sie ist sehr sprachbegeistert. Außerhalb der Schule lässt sie sich von einer Freiwilligen Japanisch-Unterricht geben. Überhaupt fasziniert sie Asien, am meisten Südkorea. Ihre Lieblingsmusik ist K-Pop (koreanische Popmusik). Man sieht sie häufig mit ihrem Smartphone auf dem Schulgelände, meistens hört sie gerade Musik, oder nutzt die Übersetzer-App um neue Vokabeln zu lernen. In der Tourismus-Branche will sie später eigentlich nicht arbeiten. Ihr Traumjob ist Marketing-Managerin in einer größeren Firma, am liebsten mit englischsprachigen Kollegen. Sie ist schon einmal in die USA gereist und war ganz begeistert davon, wie groß alles war das Essen, die Autos und die Gebäude. Ihre Eltern sind geschieden, der Vater wohnt in der Hauptstadt und die Mutter hier im kleinen Upala. So sagt Claudia, hat sie zwei sehr unterschiedliche Zuhause. Ausnahmsweise ohne Uniform - Schüler des C.T.P.

8 Deylin Murillo ist 17 Jahre und geht in die 12. Klasse. Das bedeutet sie wird im September ihre Abschlussprüfungen für das Bachillerato schreiben. Dann hat sie den höchsten Schulabschluss, den es in Costa Rica gibt und noch dazu erste berufliche Fähigkeiten erworben. In ihrem Fall ist das etwas ganz besonders, denn sie ist seit ihrer Geburt blind. Sie beherrscht deshalb die Blindenschrift, welche sie in der Hellen Keller-Schule in San José gelernt hat. Diese wird von der gleichnamigen US-amerikanischen Stiftung finanziert und Deylin besucht sie bis heute noch etwa einmal im Monat. Besonders ausgeprägt ist das Gehör von Deylin. Das erklärt für mich, warum ihr Englisch besser ist als, jenes ihrer Mitschüler. Eines ihrer Hobbies ist singen. Seit sie in der sechsten Klasse auf das Colegio kam hat sie jedes Jahr auf dem Festival de las Artes gesungen allein, vor mehreren hundert Menschen. Keylor Velásquez ist mit 17 Jahren einer der älteren seiner Klasse. Er ist in der Zehnten, wo die meisten 15 Jahre alt sind. Doch Keylor hat sich zwischendurch eine Auszeit genommen und sich zur neunten Klasse einfach nicht erneut matrikuliert. In dem Jahr arbeitete auf dem Bauernhof seines Vaters, denn der brauchte ihn. Es war eine angenehme Pause vom Lernen. Die neunte musste er dann wiederholen, aber das stört ihn nicht weiter - hauptsache er schafft seinen Abschluss. Seine Spezialität ist Agroecología, also Umweltkunde und Umweltschutz. Sein Lieblingsfach ist Mathe, da hilft er seinen Mitschülern gerne. Nach dem Colegio will er erstmal wieder für seinen Vater arbeiten, ob er irgendwann studieren will, weiß er noch nicht. Keylor's Spitzname an der Schule ist übrigens Igel, denn er hat seit jeher eine stachelig hochgegelte Frisur. Besuch aus Deutschland Im April verdoppelte sich die Anzahl der deutschen Bevölkerung in Upala. Mein Freund Jannis kam aus Deutschland angereist, um meine derzeitige Heimat kennen zu lernen und dessen hervorragende Eigenschaften als Urlaubsort auszukosten. Wir bereisten die Highlights des Landes, wobei ihm die Karibikküste am meisten gefallen zu haben scheint. Außerdem nutzen wir die Gelegenheit um Surfen zu lernen und ihm wurden einige Schritte des Salsa beigebracht. Während er in Upala war kochten wir gemeinsam mit meinen Freunden hier, sangen Karaoke und konnten ihnen so manches deutsches Kartenspiel, sowie Flunkyball zeigen. Zu zweit ist es eben deutlich einfacher so etwas zu organisieren und etwas deutsche Kultur zu präsentieren, finde ich. Mir ist aufgefallen, dass das bislang etwas unter den Tisch gefallen ist. Ich habe zwar sehr viel über Costa Rica gelernt, dabei aber meine eigene Heimat nicht annähernd so umfangreich präsentiert, wie ich das gerne tun würde. Ich finde das ist ein gutes Ziel für meine letzten Monate hier in Upala. 3. Rundbrief - Björn Max Mohr Costa Rica März bis Mai 2012

9 Das deutsch-französische und costaricanisch-deutsche Team beim Flunkyball Gleichzeitig war es eine interessante Erfahrung, einem Freund aus Deutschland Costa Rica, mein Umfeld und meine Arbeit zu zeigen. Viele Dinge an die ich mich nach einem halben Jahr gewöhnt hatte und schon selbstverständlich wurden, erschienen ihm fremd und eigenartig. So konnte ich etwa auf der Halbzeit meiner Zeit hier einmal einen Rückblick wagen und alles aus einem kritischen Blickwinkel betrachten. Doch auch so manch positive Seite dieses Landes hatte ich im Alltag vergessen. Besonders gegen Ende seines Aufenthalts kam bei mir jedoch auch Heimweh auf. Mit ihm kam jemand sehr vertrautes und ein Stück deutsche Kultur ins ferne Costa Rica, beides fehlt mir doch etwas. Fast fertig! Wir sind am Ende meines dritten Rundbriefs, danke für das Durchhaltevermögen. Wer noch mehr möchte, kann gerne auf mein Blog schauen oder mir schreiben! An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei meinen Unterstützern, die mir diese wunderbaren Erfahrungen möglich machen, sowie dem Eirene-Team, das sich um mich kümmert und natürlich Freunden und Familie, die mich auf andere Art unterstützen. Meinen vierten und letzten Rundbriefs werden ich wohl im September veröffentlichen, im selben Monat kehre ich auch nach Deutschland zurück.

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