Sicherheit und Widerstand gefragt wie nie

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1 Sicherheit und Widerstand gefragt wie nie Wie man absturzsicher und einbruchsicher kompetent montiert, korrekt befestigt und verkauft Seite 1

2 Sicherheit und Widerstand gefragt wie nie Inhalt Unterschiede zu: Bauteile - Bauelemente - Leistungseigenschaften Absturzsicherung - Einbruchhemmung Normen - Richtlinien Nachweise - Zulassungen Besonderheiten zur Bewertung bei Einbruchhemmung - Verkauf Seite 2

3 Baurecht: Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Bauteilen und Bauelementen (Systemen) 1. Bauteile (Profile, Dichtungen, Beschläge, Glas, Silikon usw.) 1.1. Bauelemente (Fenster-, Tür-, Montagesysteme usw.) 2. Leistungseigenschaften (z.b. EN ) 3. Leistungsfähigkeit zu Leistungseigenschaften bei 1. und Bewertung nach Prüfungen, Messungen usw. 3.2 Belege durch Nachweise, Gutachten, Zertifikate usw. 4. Nach folgenden Möglichkeiten: 4.1 europäische Normen (EN) 4.2 nationale Normen (Deutschland = DIN-Normen) 4.3 Richtlinien und Fachberichte (Verbände, Institute, Lehrstühle, usw., Sachverständige, aus der Rechtsprechung usw.) Seite 3

4 Grundlagen Absturzsicherung- Einbruchhemmung Zwei Leistungseigenschaften Unterscheidung der Anforderung: Absturzsicherung: Von Innen nach Außen Maßnahmen, Schutz gegen Absturz! Einbruchhemmung: Von Außen nach Innen Maßnahmen, Schutz gegen Einbruch! Seite 4

5 Grundlagen Absturzsicherung Leistungseigenschaften Anforderungen: Absturzsicherung: Von Innen nach Außen Maßnahmen, Schutz gegen Absturz! Seite 5

6 Grundlagen Einbruchhemmung Leistungseigenschaften Anforderung: Einbruchhemmung: Von Außen nach Innen Maßnahmen, Schutz gegen Einbruch! Seite 6

7 Grundlagen Absturzsicherung- Einbruchhemmung Baurechtliche Bewertung (Risikobewertung): Absturzsicherung: Von Innen nach Außen Maßnahmen, Schutz gegen Absturz! Sehr hoch (Schutz von Leib und Leben!) Einbruchhemmung: Von Außen nach Innen Maßnahmen, Schutz gegen Einbruch! geringer (i.d.r. Schutz von Sachgütern und Wertgegenständen) Seite 7

8 Grundlagen Absturzsicherung- Einbruchhemmung Leistungseigenschaften Anforderungen: Unterscheidung in beiden Fällen Absturzsicherung: Von Innen nach Außen Maßnahmen, Schutz gegen Absturz! Einbruchhemmung: Von Außen nach Innen Maßnahmen, Schutz gegen Einbruch! A: Bauteil? B: Bauelement, System? C: In den Anwendungen (Montage)? D: Alles ( Kette )? Seite 8

9 Grundlagen Absturzsicherung A: Bauteil B: Bauelement C: Anwendung D: Alles? Absturzsicherung: Von Innen nach Außen Maßnahmen, Schutz gegen Absturz! A: Bauteile 10. Füllung / Glas, 9. Glasanbindung 12. Beschläge, 8. Brüstungsschutz / Geländer 6. Brüstungsanbindung, 3. Befestigungsmittel B: Bauelement Fenster, Tür, Tor, Rollo, System? C: Anwendung 1 bis 5. Verankerung zum Mauerwerk D: Alles 1 bis 12. Element mit Bauteilen und Verankerung zum Mauerwerk Seite 9

10 Grundlagen Absturzsicherung Regelwerke Normen und Richtlinien zur: Absturzsicherung: Von Innen nach Außen Maßnahmen, Schutz gegen Absturz! Wieder unterscheiden nach A: Bauteilen B: Bauelemente C: Anwendung D: Alles A: Bauteile 10. Glas = TRAV / DIN / abp, 9. Glasanbindung = TRAV / DIN / abp 12. Beschläge = nichts 8. Brüstungsgeländer = TRAV / DIN / abp 7. Brüstungsanbindung = TRAV / DIN / abp 3. Befestigungsmittel = Materialqualitäten (Normen?) B: Bauelement Fenster, Tür, Tor, Rollo, System? C: Anwendung 1. bis 5. Verankerung = ETB + abz? (Neu: allgemeinen Bauartgenehmigung abg?) D: Alles 1 bis 12. Element mit Bauteilen und Verankerung = TRAV / DIN abp / ETB + abz Seite 10

11 Grundlagen Absturzsicherung A: Bauteil B: Bauelement C: Anwendung D: Alles? Absturzsicherung: Von Innen nach Außen Maßnahmen, Schutz gegen Absturz!? Verankerung an Wände Bisher klare Aussagen offen. Nun ist davon auszugehen, dass eine abz (allgemeine bauaufsichtliche Zulassung bzw. allgemeinen Bauartgenehmigung abg) zur ETB erbracht werden muss! Seite 11

12 Grundlagen Absturzsicherung Fall D: Element mit Bauteilen und Verankerungen (Montage): Die ganze Kette ist zu beachten ggf. nachweistechnisch abzudecken! Seite 12

13 Grundlagen Absturzsicherung Fall D mit Lasche (gfd): Element mit Bauteilen und Verankerungen (Montage). Die ganze Kette ist zu beachten ggf. nachweistechnisch abzudecken! Seite 13

14 Grundlagen Einbruchhemmung Regelwerke Normen und Richtlinien zur Einbruchhemmung Von Außen nach Innen Maßnahmen, Schutz gegen Einbruch! Wieder unterscheiden nach A: Bauteile B: Bauelemente C: Anwendung D: Alles! A: Bauteile Pos. 7. Glas = EN 386 / DIN (Typ je RC Klasse 1-6 / keine bis PA8 Anforderung), Pos. 9. Beschläge = geeignete für EN Pos. 3. Befestigungsmittel = Materialeigenschaften nach Anforderungsnormen der Befestigungsmittel ggf. mit Zulassung für bestimme Anwendungen) B: Bauelement Prüfungen des Elements EN 1627 bis 1630 nach EN 1627 bis 1630 (RC1-6)! Diese Normen bestehen nur für Elemente! (also für Beschlags- Pos. 9 bzw. Glas,- innen Glashalteleistenanbindung Pos. 6 oder 8) Seite 14

15 Grundlagen Einbruchhemmung C: Anwendung 1. Element Pos. 9 mit Verankerung Pos. 1 bis 5= Krafteinleitung ins tragende Mauerwerk nach Tabelle 5 EN 1627, nach Mauerwerklasse > = SFK 12 und für Krafteinleitung je Befestigungspunkt (3kN RC2 bzw. 6kN RC3) D: Alles Pos 1. bis 9. Element mit Bauteilen und Verankerung = (Prüfung in Anlehnung an EN 1627 bis EN 1630 Klasse RC 1-6) Seite 15

16 Grundlagen Einbruchhemmung Regelwerke Normen und Richtlinien zur: D: Alles / Anwendung Element und Verankerung = Krafteinleitung ins Mauerwerk nach Tabelle NA.5 nach Mauerwerklasse > = SFK 12 = EN 1627 in das tragende Mauerwerk Tabelle NA.2 EN 1627 und immer schubfeste Hinterfütterung an jeden Befestigungspunkt. Seite 16

17 Grundlagen Einbruchhemmung Fall D: Element mit Bauteilen und Verankerungen (Montage): Die ganze Kette ist zu beachten und ggf. nachweistechnisch abzudecken! Seite 17

18 Grundlagen Einbruchhemmung Besonderheiten zur Bewertung bei Einbruchhemmung - Verkauf Prioritäten 1. Prävention / Verhaltensschulung 2. Mechanische Prävention (DIN18104 T1 +2 / EN1627 bis 1630) 3. Elektronische Systeme (Einbruchmeldeanlagen, Alarmanlagen usw.) Seite 18

19 Grundlagen Einbruchhemmung 1. Präventionen Fenster und Türen verschließen Licht im Haus offene Gestaltung zum Haus hin (keine hohen Mauer, Hecken usw.) gute Nachbarschaft / Informationen Steighilfen vermeiden (Leitern, Tonen usw.) Beratung der Polizei nutzen Beratung Einrichter nutzen und ggf. Nachrüsten nach DIN und 2 Seite 19

20 Grundlagen Einbruchhemmung 2a. Mechanische Prävention (DIN / EN1627 bis 1630) Seite 20

21 Grundlagen Einbruchhemmung 2a. Mechanische Prävention (DIN / EN1627 bis 1630) Seite 21

22 Grundlagen Einbruchhemmung 2b. Mechanische Prävention (DIN / EN1627 bis 1630) 3. Elektronische Systeme (Einbruchmeldeanlagen, Alarmanlagen usw.) Nur 5% sind bei Alarmanalagen echte Meldungen. Rest Fehlalarm. Seite 22

23 Grundlagen Einbruchhemmung Relevante Normen zur Einbruchhemmung DIN Teil 1 - Nachrüstung von Bauelementen mit aufgeschraubten Beschlägen DIN Teil 2 - Nachrüstung von Bauelementen mit verdeckt liegenden Beschlägen DIN EN 1627 bis geprüfte Bauelemente (RC Klassen 1-6) DIN EN 1627 Klassifizierungen DIN EN 1628 statische Prüfung (Druckkräfte / Punktlasten) DIN EN 1629 dynamische Prüfung (Pendelschlag / Erschütterung) DIN EN 1630 manuelle Prüfung (Einbruchversuch / manueller Angriff) DIN EN 356 einbruchhemmende Gläser DIN einbruchhemmende Gläser DIN EN 1303 Schießzylinder für Schlösser & Beschläge VDS 0691 Versicherungsbedingungen für einbruchhemmende Bauelemente DIN und bis 3 Schlösser (Einsteckschlösser, Mehrfachverriegelungen) Seite 23

24 Grundlagen Einbruchhemmung Relevante Fakten für die Einbruchhemmung LKA (Klaus Kister, Markus Schettke) Statistische Erhebung (Kölner Studie LKA / alle Zahlen unter Einbrüche seit 2006 ständig steigend (in NRW je Jahr derzeit über Einbrüche) davon nur 14% Aufklärung = Klarheit über das Vorgehen (86% unklar) davon scheitern 42,7% der Einbrüche (22.522) Störung, Verlassen des Objektes 80% gehen über Fenster aushebeln nur 8% übers Fensterglas 30% über die Hausvorderfront nicht in der Winter- und/oder Urlaubszeit sind die meisten Einbrüche, sondern an Feiertagen und an Samstagen um 16 bis 20 Uhr NRW 47 polizeiliche Beratungsstellen (auch vor Ortberatung): Ziel 1 - Kriminalitätsvorbeugung, Prävention Ziel 2 Nachrüstung Einbruchhemmung (Errichterliste) Seite 24

25 Grundlagen Einbruchhemmung Daher ein gutes Geschäftsfeld, bes. mit Aufnahme als Hersteller in die Errichterliste (Voraussetzung: Schulung, Zertifizierung) Seite 25

26 Zusammenfassung der wichtigsten Fakten für einen erfolgreichen Verkauf über technische Fachberatung Unterscheiden zwischen den Leistungseigenschaften und richtig bewerten Absturzsicherung: Die Kettenbetrachtung ist wichtig! Nachweise (auch welche) vorher abstimmen Seriöse Beratung Kompetenz Einbruchhemmung: Erst Präventionen dann mechanische Absicherungen Welche Maßnahme sind richtig und sinnvoll (Kanonen auf Spatzen?) Seriöse Beratung - Kompetenz Seite 26

27 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Seite 27

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