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1 Gut beobachtet Sie haben einen Ball geschlagen und können ihn nicht mehr finden. Einfach futsch. Jetzt wäre es natürlich außerordentlich hilfreich, wenn alle Flightpartner den Flug des Balls verfolgt hätten. Denn dann wäre die verirrte Kugel schnell gefunden. Bedenken Sie bitte: Im Turnier zählen nicht wiedergefundene Bälle doppelt. Nachdem die übrigen Spieler abgeschlagen haben, sollten Sie daher vorsichtshalber einen provisorischen Ball hinterher spielen. So gewinnen Sie wertvolle Zeit. Denn Zurücklaufen dauert bekanntlich länger. Und was ist, wenn Sie Ihren Ball doch noch aufspüren? Sofern er sich nicht im Aus befindet, spielen Sie ihn weiter und heben den provisorisch gespielten auf. 146

2 22. Handicap- Optimierungs- Faktor Beteiligungs- Controlling steigert die Zufriedenheit Jederzeit wissen, was läuft Zahlreiche Anleger stochern im Nebel und beschweren sich noch nicht einmal darüber. Nehmen wir einmal an, Herr X hat seit 15 Jahren in etliche Fonds investiert. Dabei ist er 30 Beteiligungen in unterschiedlicher Höhe und Laufzeit eingegangen. Mal hat er mit seinen Anlagen Erfreuliches, mal weniger Angenehmes erlebt. Wenn wir Herrn X fragen würden, ob sich seine Beteiligungen für ihn rentiert haben, bekommen wir wahrscheinlich als Antwort ein Achselzucken. Er weiß es nämlich nicht. Weil ihm einfach die Übersicht fehlt. Sollte er jetzt seinen Steuerberater um Auskunft bitten, würde er in vielen Fällen ebenfalls auf Ahnungslosigkeit stoßen. Denn das komplexe Datenmaterial steht diesem nicht ohne weiteres zur Verfügung. Alternativ bestünde für Herrn X noch 147

3 die Möglichkeit, seinen Berater mit der entsprechenden Recherche zu beauftragen. Ohne Frage ergeben sich immer wieder Abweichungen gegenüber den Werten in den Prospekten. Für den Anleger macht es aber einen substanziellen Unterschied, ob er diese Abweichungen nur vermutet oder ob sie durch eindeutige Zahlen belegt werden. Objektivität und Subjektivität: Eine Frage des Prinzips Auch folgender Fall kann sich ergeben: Ein Anleger, der 1990 investiert hat, ist beispielsweise der Meinung, aufgrund fehlender Ausschüttungen laufen seine Beteiligungen nicht. Er fragt seinen Berater, der daraufhin die Sache prüft. Dabei richtet dieser sein Augenmerk besonders darauf, ob die versprochenen Daten in Bezug auf Steuervorteile, Ausschüttungen und Liquidität übereinstimmen oder nicht. Objektiv betrachtet mag die Abweichung nur gering sein der Anleger empfindet es aber anders, weil er die steuerliche Auswirkung nicht beachtet. Die Erfahrung lehrt, dass Anleger zurückliegende Steuervorteile gefühlsmäßig kaum bis gar nicht verinnerlicht haben. Unter ganzheitlichen Aspekten sind jedoch alle Faktoren zu berücksichtigen, die den Ertrag einer Beteiligung beeinflussen. Insoweit gehören auch Steuervorteile in die Beurteilung einer Anlage. Im Vordergrund sollte der Steuervorteil allerdings nicht stehen. Ob Sie als Anleger zufrieden oder unzufrieden sind, hat viel mit Ihrer Wahrnehmung zu tun. Nach dem Motto: Was 148

4 22. H-O-F man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen. Was würden Sie in der folgenden Situation empfinden? Jemand reicht Ihnen Euro bar über den Tisch. Sie sind hocherfreut. Wenn Sie nun statt dessen einen Scheck in gleicher Höhe bekommen, fragen Sie sich unwillkürlich, ob dieser wohl gedeckt ist. Sollen Ihnen die Euro aufs Konto überwiesen werden, nehmen Sie das zur Kenntnis und halten sich nicht lange damit auf. Falls Sie zum Beispiel Ihrem Finanzamt noch Euro schulden und durch einen Steuervorteil von Euro nur noch Euro zahlen müssten, so ärgern Sie sich immer noch über diese Obwohl Sie faktisch Euro sparen, nehmen Sie diesen Vorteil emotional nicht wahr. Ihre Wahrnehmung ist selektiv. Beteiligungs- Controlling steigert die Zufriedenheit Kaum Durchblick bei geschlossenen Fonds: Dabei wäre Transparenz so einfach In der Vermögensverwaltung gehört der monatliche oder vierteljährliche Status zum Standard. Auf diese Weise kann der Anleger Monat für Monat, von Quartal zu Quartal bis zum Jahresvergleich die Entwicklung seines Depots verfolgen. Ein Jahresvergleich also die Gegenüberstellung zum entsprechenden Vorberichtszeitraum zeigt die Rendite an. Durch die festgesetzte Renditevorgabe etwa 10 % per anno steht dem Anleger eine Kontrollgröße zur Verfügung, mit der er die Arbeit des Verwalters überprüfen kann. Treten Abweichungen nach oben oder unten auf, besteht die Möglichkeit, die gewählte Strategie gegebenenfalls anzupassen. Was in der Vermögensverwaltung bewährter Usus ist, zählt im gesamten Bereich der geschlossenen Fonds eher zu 149

5 den Ausnahmen. Transparenz ist nur selten zu finden. Unverständlich, denn gerade auf diesem Anlagesektor könnte eine systematische Offenlegung der Vorgänge mit relativ wenig Einsatz verwirklicht werden. Denn: Die Soll-Größen kann man aus dem Prospekt entnehmen. Die tatsächlichen Ist- Werte ergeben sich aus der Realität und lassen sich problemlos gegenüberstellen. Gerade dann, wenn Sie dauerhaft investieren wollen, ist ein solches Beteiligungs-Controlling ein hilfreiches Steuerungs-Werkzeug für Sie. Denn durch ein planmäßig angelegtes Controlling-Konzept lassen sich Marktentwicklungen ableiten sowie Anpassungsstrategien entwickeln und umsetzen. Lesen Sie dazu auch den 10. H-O-F. Die Parameter für den Erfolgsnachweis: Die richtigen Mittel zum Handeln Ihr künftiges Beteiligungs-Controlling könnte über verschiedene Messgrößen verfügen. Empfehlenswert sind die folgenden: 1. Steuerliche Ergebnisse 2. Ausschüttungen 3. Liquidität 4. Tilgung 5. Verkaufserlöse 150

6 22. H-O-F Mit Hilfe dieser Parameter haben Sie jederzeit Überblick darüber, ob Ihre Beteiligungen die gesetzten Erwartungen erfüllen oder nicht. Und können ganz gezielt handeln. Lassen Sie sich vom Beteiligungs-Controlling bei der Anpassung Ihrer Strategien unterstützen. Mit dem Beteiligungs-Controlling fühlen Sie sich einfach besser, da sich Ihre Wahrnehmung verändert. Beteiligungs- Controlling steigert die Zufriedenheit FAZIT Entscheiden Sie sich für ein Beteiligungs-Controlling. Damit bekommen Sie ein wichtiges Steuerungs- Instrument in die Hand. Profitieren Sie von der höheren Beratungs-Transparenz. 151

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