Magazin für Sicherheit & Gesundheit. September Betriebs- und. Was die Alterskasse leistet. So klappt s Immer gut Sichtbar

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1 LSV kompakt Magazin für Sicherheit & Gesundheit September 2010 Betriebs- und Haushaltshilfe Was die Alterskasse leistet So klappt s Immer gut Sichtbar

2 September l 10 Inhalt Betriebs- und Haushaltshilfe Die Betriebs- und Haushaltshilfe (BHH) ist eine Leistung aller drei Versicherungszweige der Landwir-tschaftlichen Sozialversicherung (LBG, LAK und LKK). 06 Osteuropäische Pflegekräfte Die Pflege durch osteuropäische Pflegekräfte wird gerne als kostengünstige Möglichkeit gesehen, um pflegebedürftige Angehörigen weiterhin in seinem Zuhause gut versorgt zu wissen. 08 Generationswechsel Hofabgabe beibehalten Die Hofabgabe soll als strukturpolitisches und agrarsoziales Instrument auch in Zukunft beibehalten werden, darauf weist der Deutsche Bauernverband hin. Sie fördert den rechtzeitigen Generationswechsel und wirkt einer Überalterung bei den aktiven landwirtschaftlichen Unternehmerinnen und Unternehmer entgegen. Unabhängig vom Festhalten an der Hofabgabevoraussetzung sind Problemfälle wie gewerbliche Tierhaltung, Schwierigkeiten bei der Verpachtung von Forst und schwer zu bewirtschaftenden Agrarflächen zu lösen. Auch die Nichtgewährung der Bäuerinnenrente bei fehlender Hofabgabe durch den Ehegatten ist besser zu regeln. Parlamentarische Aktivitäten, so heißt es weiter, sollten im Hinblick auf eine grundsätzliche Änderung nicht weiter verfolgt werden. Man muss das Holz würdig ernten Alois Frühmorgen sprach mit Margot Fischer, Waldbesitzerin von knapp fünf Hektar Wald aus Ergolding. 10 Befreiung in der Alterssicherung der Landwirte Verkürzte Fristen In der Alterssicherung der Landwirte gelten für Ehepartner von Landwirten eingeschränkte Befreiungsmöglichkeiten. Anträgen zur Befreiung von der Versicherungspflicht kann rückwirkend nur noch drei Monate nach der Eheschließung stattgegeben werden. Wer den Antrag später stellt, kann lediglich für die Zukunft befreit werden. Eine Fristüberschreitung ist nur dann zulässig, wenn das Verfahren zur Feststellung der Versicherungspflicht noch läuft. Die landwirtschaftliche Sozialversicherung rät, eine Eheschließung unverzüglich anzuzeigen. Unternehmermodell Seit 1997 werden die Sicherheitsseminare Unternehmermodell, kurz Unternehmerseminare, angeboten. 11 Zum Titelbild: Bei größeren Arbeitsbreiten ist besonderes Augenmerk auf die Kenntlichmachung von Fahrzeugen, Geräten und Anhängern zu legen. Für Henning Hördemann ist das selbstverständlich. LSV-Impressum LSV kompakt Magazin für Sicherheit und Gesundheit Herausgeber: Land- und forstwirtschaftliche Sozialversicherung Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben, Dr.-Georg-Heim-Allee 1, Landshut, Telefon , Fax Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung, Weißensteinstraße 70-72, Kassel, Telefon , Fax Redaktion: Alois Brandlmeier, Albert Münz, Erscheint fünf Mal pro Jahr. Der Bezugspreis ist durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten. Keine Gewähr für unverlangte Manuskripte. Nachdruck ist nach Rücksprache mit der Redaktion möglich. Druck: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG, Frankfurter Straße 168, Kassel. Bei den Adressangaben werden die Bestimmungen des Datenschutzes beachtet. PEFC zertifiziert Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen.

3 in Kürze Riesterrente Zulagenbescheide prüfen lsv auf ausstellungen Sicherheit im Fokus Derzeit erhalten etliche Land- und Forstwirte, Gärtner sowie deren Ehegatten Rückforderungsbescheide für die bisher erhaltenen Riesterzulagen. Hintergrund der Maßnahme ist der Datenabgleich, den die Zentrale Zulagenstelle bei der Deutschen Rentenversicherung vornimmt, um zu prüfen, ob tatsächlich Rentenversicherungspflicht besteht. Eine vergleichbare Maßnahme mit den Alterskassen funktioniert jedoch noch nicht, so dass die dort bestehende Pflichtversicherung nicht bestätigt werden kann. Somit werden alle, die nicht in die Rentenversicherung, wohl aber in die Alterskasse einzahlen, zur Erstattung der Zulagen aufgefordert. Dies können mehrere 100 Euro sein. Sollte dieser Fall eintreten, ist ein formloser Festsetzungsantrag auf die gewährte Zulage an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen in Berlin zu richten. Zur Begründung sollten die Beitragszahlungen zur Alterskasse und entsprechende Aktenzeichen genannte werden. Bei Fragen ist die Zulagenstelle auch über eine Servicehotline unter ( zu erreichen. Reha Care bis 9. Oktober 2010 in Düsseldorf Halle 3 Stand C 74 Themen: n kampagne Risiko raus! n Warnkleidung für Kinder n Rollstühle sichtbar im Straßenverkehr EuroTier bis 19. November 2010 in Hannover Halle 27 Stand A 40 Themen: n Vibrationen auf Schleppern n Beratung zur Zusatzversorgung n Gesundheitscheck n kampagne Risiko raus! Für die Ausstellungen stehen je zwanzig Eintrittsgutscheine bereit. Die ersten Anrufer unter ( erhalten einen davon per Post zugeschickt. Tag der Zahngesundheit Lachen ist gesund Interforst 2010 Optimismus in der Forstbranche In den letzten Jahren ist eine deutliche Verbesserung der Mundgesundheit in Deutschland eingetreten, vor allem bei Kindern und Jugendlichen ein Grund zur Freude und Anlass zum Lachen. Zu diesem Erfolg haben besonders beigetragen: n die in der Gruppen- und Individual pro phylaxe durchgeführten lokalen Fluo ridierungen, n die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta, n die Fissurenversiegelung der großen Ba ckenzähne sowie n ein stärkeres Bewusstsein für die Mundgesundheit. Darüber hinaus hat heute jedes Kind Anspruch auf eine kieferorthopädische Behandlung bei entsprechenden Voraussetzungen. In vielen an deren Ländern müssen diese Leistungen privat be zahlt werden. Aber auch die älteren Bevölkerungsgruppen profitieren von ei ner verbesserten Mundgesundheit. Das zeigt sich vor allem an der in den letzten Jahren gesunkenen Anzahl der Füllungen. Auch der Anteil zahnloser Menschen hat deutlich abgenommen. Die INTERFORST 2010 hat mit Rekordergebnissen gezeigt, dass der Optimismus in die Forstbranche zurückgekehrt ist. An fünf Messetagen kamen Besucher aus 80 Ländern auf das Münchener Messegelände, um über 400 Aussteller zu besuchen. Klar wurde, dass das Interesse an Innovationen groß ist. Eine außerordentlich gute Resonanz fanden Foren und Sonderschauen. Mit knapp Quadratmetern war die Sonderschau Landwirtschaftliche Sozialversicherung Ihre Prävention für den Forst eine der größten und meistbesuchten. Die regionalen Träger der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) unter dem Dach des Spitzenverbandes präsentierten Themen wie die richtige Baumbeurteilung, sichere Fäll- und Schnitttechniken, Windwurfaufarbeitung sowie Forschung und Innovation bei der persönlichen Schutzausrüstung. Außerdem nahmen viele Besucher die Möglichkeit wahr, bei einem Gesundheitscheck Gehör, Haut, Sehvermögen und Blutzuckerspiegel tes ten zu lassen. Da Forstwirte und Waldbauern starken Belastungen durch Vibration und Hebearbeiten ausgesetzt sind, hatten die Experten auch wichtige Tipps für rückenschonendes Arbeiten parat. Die Präventionskampagne Risiko raus! wurde mit den Schwerpunkten Richtige Ladungssicherung sowie Kenntlichmachung von Fahrzeugen für die Sicherheit im Straßenverkehr vorgestellt. Eindrucksvoll wurde den Besuchern mit dem Kickback-Simulator die Rückschlagkraft einer Motorsäge demonstriert September I 10 LSV kompakt 3

4 sicherheit So klappt s Immer gut sichtbar Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) regelt grundsätzlich, wie land- und forstwirtschaftliche Maschinen und Geräte zu kennzeichnen sind. In der Landwirtschaft werden immer größere und breitere Arbeitsgeräte eingesetzt. Damit sie von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen werden, müssen Arbeitsgeräte besonders gekennzeichnet Parkwarntafeln, Warntafeln und -folien gemäß DIN Warntafel / -folie links (rechts spiegelverkehrt) a b 45 sein. Durch entsprechende Warntafeln wird auf verkehrsgefährdende Bauteile hingewiesen. Zwillings- und Breitreifen Bei der Nutzung von Zwillings- oder Breitreifen ist darauf zu achten, dass diese entsprechend der Reifengröße und der Schlepperleistung zugeordnet sind. Bei sehr breiten Abmessungen kann der Hersteller die Geschwindigkeit begrenzen, weil die Radabdeckungen nicht die erforderliche Reifenbreite abdecken (mindes tens zwei Drittel). Zugmaschinen dürfen über die Breite von 2,55 Meter hinaus mit Zwillings- Form Maße (in mm) Anzahl je a b Wirkrichtung A K K L L R R Bei Arbeitsgeräten mit einer Breite bis mm sind zwei Warntafeln der Form K 1 bzw. K 2 aus reichend. Für Geräte mit einer Breite bis mm ist eine Warntafel der Form A ausreichend. bzw. Breitreifen eine Gesamtbreite bis drei Meter haben, ohne dass eine Ausnahmegenehmigung erforderlich ist. Bei Fahrzeugen mit mehr als drei Meter Gesamtbreite sind eine Ausnahmegenehmigung gemäß 70 StVZO und eine Erlaubnis gemäß 29 StVO beim Straßenverkehrsamt zu beantragen. Ab einer Breite von mehr als 2,75 Meter sind Warntafeln erforderlich. Die Angaben des Herstellers sind verbindlich. Arbeitsgeräte Für alle am Schlepper angehängten Arbeitsgeräte (wie Schwader, Scheibenegge, Pflanzenschutzspritze) gelten die gleichen Beleuchtungsvorschriften wie für Transportanhänger. Ausnahmsweise dürfen die für Anhänger vorgeschriebenen dreieckigen roten Rückstrahler durch rechteckige ersetzt werden. Bei Anbaugeräten erfolgt die Kenntlichmachung durch rot-weiß gestreifte retroreflektierende Warntafeln. Im landwirtschaftlichen Bereich sind verschiedene Größen von Warntafeln zulässig. Überwiegend werden Warntafeln der Form A (423 x 423 Millimeter) sowie der Form B (285 x 285 Millimeter entsprechend Paragraf 51 c StVZO) verwendet. Wenn das Arbeitsgerät mehr als 40 Zentimeter seitlich über die Begrenzungsleuchten des Schleppers hinaus ragt, müssen vorn zwei Warntafeln mit entsprechenden Begrenzungsleuchten (weiß) angebracht werden. Hinten sind ebenfalls zwei Warntafeln 4 LSV kompakt September I 10

5 sicherheit und zwei Schlussleuchten erforderlich. Die Schlussleuchten können auf der 423 x 423 Millimeter großen Warntafel angeordnet sein. Die Warntafeln sind maximal zehn Zentimeter von der Außenkante anzubringen. Sie sind zueinander so anzuordnen, dass die nach oben gedachte Verlängerung der Blockstreifen ein A ergibt. Wird die Schlepperbeleuchtung bei angebauten Arbeitsgeräten etwa von der Fronthydraulik verdeckt, muss sie am Arbeitsgerät wiederholt werden. Es darf nur ein Scheinwerferpaar eingeschaltet sein. Bei einem Frontanbaugerät ist die Fahrgeschwindigkeit auf 30 km/h zu begrenzen. Ragt das Arbeitsgerät mehr als einen Meter nach hinten über die Schlussleuchten des Schleppers hinaus, muss die Kenntlichmachung mit einer Warntafel, einer Schlussleuchte und einem roten Rückstrahler erfolgen. Selbst fahrende Arbeitsmaschinen Grundsätzlich gelten bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen die gleichen Beleuchtungsvorschriften wie beim Schlepper. Allerdings können nicht alle Vorgaben über die Anbringung der Beleuchtung eingehalten werden. Deshalb gibt es bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen Ausnahmen. Auf keinen Fall darf der äußerste Punkt der leuchtenden Fläche der Begrenzungsleuchten, Schlußleuchten und Rückstrahler mehr als 400 mm von der breitesten Stelle des Fahrzeugumrisses entfernt sein. Zur besseren Ausleuchtung können Arbeitsscheinwerfer angebracht werden. Diese dürfen bei Arbeiten auf dem Acker keine anderen Verkehrsteilnehmer blenden und während der Fahrt auf öffentlichen Straßen nicht eingeschaltet sein. Seitliche Kenntlichmachung Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als 6 m sowie alle Transportanhänger müssen an den Längsseiten mit gelben, nicht dreieckigen Rückstrahlern ausgerüstet sein. Beim Transportanhänger dürfen retroreflektierende Folien angebracht werden. Diese müssen den Vorgaben der UN/ECE 104 entsprechen (siehe auch aid-broschüre Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr ). Die seitlichen Rückstrahler müssen dauerhaft fest am Fahrzeug angebracht sein. Sie dürfen ausnahmsweise abnehmbar sein, wenn die Bauweise des Fahrzeugs eine dauerhaft feste Anbringung nicht zulässt, dies gilt auch für Bodenbearbeitungsgeräte. Schließlich: Alle Kennzeichnungen und Beleuchtungseinrichtungen an Arbeitsgeräten müssen funktionsfähig sein. Deshalb sollte vor Antritt der Fahrt ihre Funktion geprüft werden. Bei starker Verschmutzung sind Beleuchtungseinrichtungen und andere Kennzeichnungen zu reinigen. n LSV-info Informationsmaterial (wie die Broschüre Risiko raus Ladungssicherung in der Landwirtschaft ) hilft, Fehler beim Kennzeichnen von Fahrzeugen zu vermeiden und kann unter > Risiko raus gelesen und abgerufen werden. Weitere Informationen zum Thema enthält die aid-broschüre Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr (Bestell-Nr. 1035), zu beziehen für 3,50 Euro unter oder ( Jahre gesetzliche Unfallversicherung Der 1. Oktober 1885 ist die Geburtsstunde der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Das Unfallversicherungsgesetz hatte die Basis dafür geschaffen. Das Reichsgesetz betreffend die Unfallund Krankenversicherung der in landund forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen schuf dann zum 5. Mai 1886 die Hans-Joachim Fuchtel, Parla- Grundlagen der mentarischer Staatssekretär im landwirtschaftlichen Sozialversi- Bundesministerium für Arbeit und Soziales, beim Besuch der cherung. Geleitet Jubiläumsausstellung durch eine Selbstverwaltung, stand die Verbesserung der sehr schlechten Arbeitsbedingungen im Vordergrund. Heute stehen die Menschen vor neuen Herausforderungen. Die Folgen des demografischen Wandels oder vermehrte Klagen über psychische Belastungen im Arbeitsalltag sind nur zwei davon. Seit ihrem Bestehen gehört es zu den Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung, neuen Gefahren frühzeitig zu begegnen und bestehende Risiken zu verringern. Diesem Einsatz ist es auch zu verdanken, dass die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen Jahrzehnten beständig zurückgegangen ist. Die gesetzliche Unfallversicherung liefert alles aus einer Hand : Prävention, Rehabilitation und Entschädigung. Kommt es zu einem Unfall oder einer Berufskrankheit, unterstützt sie ihre Versicherten mit allen geeigneten Mitteln. Von der Heilbehandlung bis zur beruflichen Wiedereingliederung reicht das Angebot. Der ganzheitliche Behandlungsansatz hat von Anfang an die erfolgreiche Rehabilitation im Blick. Die Versicherten sollen in das Arbeitsleben zurückkehren, auch wenn gesundheitliche Einschränkungen dies erschweren. Bei einer bleibenden Minderung der Erwerbsfähigkeit wird eine Rente gezahlt. Als Besonderheit leistet die landwirtschaftliche Sozialversicherung Betriebs- und Haushaltshilfe zur Weiterführung des Betriebes. Was als Versicherung für gefährliche Berufe begann, ist heute zu einem modernen Dienstleister geworden, der anderen Ländern als Vorbild für den Aufbau eigener Unfallversicherungen dient. September I 10 LSV kompakt 5

6 Sicherheit Betriebs- und Haushaltshilfe Was die Alterskasse leistet Die Betriebs- und Haushaltshilfe (BHH) ist eine Leistung aller drei Versicherungszweige der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LBG, LAK und LKK). Die Ansprüche der Versicherten auf Leistungen sind abhängig vom jeweiligen Einsatzgrund. Der ist auch die Basis dafür, welche Körperschaft zuständig ist und nach welcher Rechtsgrundlage die Ansprüche auf eine Leistung geprüft werden. Was die Alterskasse im Bereich der Betriebs- und Haushaltshilfe leisten kann, wird in diesem Beitrag vorgestellt. Während medizinischer Rehabilitationsleistungen Während einer Rehabilitationsmaßnahme (im Volksmund Kur ) kann man einen Betriebshelfer oder eine Haushaltshilfe bekommen auch wenn aktuell keine Versicherungspflicht des Antragstellers bei der LAK besteht. Es muss allerdings ein landwirtschaftliches Unternehmen, welches die Mindestgröße erreicht, bewirtschaftet werden. Hierzu ein Beispiel: Der Landwirt beantragt eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme bei der LAK. Er hat von 1991 bis 2006 für 15 Jahre Beiträge gezahlt und erfüllt somit die versicherungsrechtlichen Voraussetzun gen für eine Rehabilitation. Im Jahr 2006 lässt sich der Landwirt wegen einer außerlandwirtschaftlichen Beschäftigung von der Versicherungspflicht befreien. Das landwirtschaftliche Unternehmen, welches die Mindestgröße überschreitet, führt er weiter. Während der medizinischen Rehabilitation erhält der Landwirt im Rahmen der Erforderlichkeit BHH, auch wenn er aktuell aufgrund der Befreiung nicht bei der LAK versicherungspflichtig ist. Ausschlaggebend ist allein die Fortführung des landwirtschaftlichen Unternehmens, welches die Mindestgröße überschreitet. Diese besondere Leistung der LAK geht sogar noch weiter: Der Landwirt aus dem obigen Beispiel könnte Betriebshilfe sogar dann von der LAK erhalten, wenn die Rehabilitation von der gesetzlichen Rentenversicherung oder wegen eines Arbeitsunfalls bzw. einer Berufskrankheit durch eine gewerbliche Berufsgenossenschaft gezahlt wird. Und zwar deshalb, weil er die Anspruchsvoraussetzungen (15 Jahre Beiträge zur LAK) auf eine Rehabilitation bei der LAK erfüllt hat. Hinsichtlich einer reinen Haushaltshilfegewährung sind aber vorrangig die Leistungsmöglichkeiten des Kostenträgers der Rehabilitation zu nutzen. Ob die LAK auch hier leisten kann, ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Begleitung eines Elternteils bei einem Kinderheilverfahren Müssen Kinder wegen einer Rehabilitationsmaßnahme für Wochen von zu Hause weg sein, ist es aus medizinischer Sicht häufig notwendig und sinnvoll, dass ein Elternteil das Kind begleitet. Wird die Maßnahme durch die LAK gezahlt und ist die Begleitung eines Elternteils aus medizinischen Gründen erforderlich, kann die LAK für den Ausfall des Elternteils BHH für das landwirtschaftliche Unternehmen bewilligen. Für Nebenerwerbslandwirte Nebenerwerbslandwirte sind in der Regel nicht bei der Landwirtschaftlichen Krankenkasse versichert. Betriebshilfe ist eine Besonderheit der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung und gehört nicht zum Leistungsumfang der anderen gesetzlichen Krankenversicherungen. Die LAK hat aber auch für Nebenerwerbslandwirte Betriebshilfe vorgesehen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung Beiträge zur LAK gezahlt werden. Nebenerwerbslandwirte sollten sich deshalb gut überlegen, ob sie sich von der Versicherungspflicht zur LAK befreien lassen: Ein Nebenerwerbslandwirt hat beispielsweise seine Hauptbeschäftigung in einem großen Industriebetrieb. Von der Versicherungspflicht zur LAK hat er sich nicht befreien lassen und zahlt weiterhin seinen Beitrag. Während einer ambulanten Arbeitsunfähigkeit erhält er von der LAK zur Aufrechterhaltung des landwirt 6 LSV kompakt September I 10

7 Sicherheit schaftlichen Betriebs Betriebshilfe bis zur Dauer von vier Wochen. Liegen außergewöhnliche Erschwernisse vor, wird die Betriebshilfe sogar für einen längeren Zeitraum erbracht. Macht die Erkrankung einen Krankenhausaufenthalt notwendig, wird auch während dieser Zeit Betriebshilfe gewährt. Selbst bei einer späteren, zur Verbesserung des Gesundheitszustandes des Landwirts durchgeführten Vorsorgemaßnahme der gesetzlichen Krankenkasse, kann Betriebshilfe durch die LAK möglich sein. Während die Betriebshilfe eine Besonderheit der LSV ist, bieten die reine Haushaltshilfe alle gesetzlichen Krankenkassen an. Die Voraussetzungen dafür erfrägt man am Besten bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung. Die LAK kann Haushaltshilfe in den genannten Fällen nur dann erbringen, wenn die gesetzliche Krankenkasse eine Leistung nicht vorsieht. Eine besondere Prüfung ist hier in jedem Einzelfall notwendig. Schwangerschaft und Mutterschaft Die LAK übernimmt die Betriebshilfe für pflichtversicherte Landwirtinnen für die Zeit der Mutterschutzfrist generell und für die vorausgehende Schwangerschaft, falls für diese Zeit eine Arbeitsunfähigkeit ärztlich bescheinigt ist. Die gesetzliche Krankenversicherung hat keine rechtliche Möglichkeit, während Schwangerschaft und Mutterschaft Betriebshilfe an Nebenerwerbslandwirte bzw. Ehefrauen von Nebenerwerbslandwirten zu gewähren. Dagegen wird eine Haushaltshilfe durch die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt. BHH bei Tod des Landwirts Die BHH soll im Todesfall dem hinterbliebenen Ehegatten eine Hilfe sein, damit das Unternehmen weitergeführt werden kann. Die Leistung kann für insgesamt 12 Monate - innerhalb einer Rahmenfrist von 2 Jahren - nach dem Tod erfolgen. Voraussetzung hierfür ist, dass der hinterbliebene Ehegatte das Unternehmen als versicherungspflichtiger Landwirt weiterführt. Auf die versicherungsrechtliche Stellung des Verstorbenen kommt es dagegen nicht an. Er kann also auch von der Versicherungspflicht zur LAK befreit gewesen sein. Wird BHH wegen eines Todesfalls gewährt, ist gesetzlich eine Selbstbeteiligung vorgesehen. Sie ist abhängig vom Einkommen des Hinterbliebenen und wird je Einsatzstunde erhoben. Tod anderer Personen und in anderen Fällen BHH ist ebenfalls vorgesehen beim Tod einer Person, die die Aufgaben eines pflichtversicherten Landwirts außerhalb eines rentenversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses wahrgenommen hat (z.b.: der Bruder des Landwirts lebt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb und melkt morgens und abends die Kühe, ist aber nicht beim Landwirt angestellt) oder eines alleinstehenden Landwirts. Durch diese Hilfe wird ermöglicht, dass das Unternehmen vorübergehend weitergeführt werden kann. Hier ist jedoch eine Versicherungspflicht des Landwirts bzw. des alleinstehenden Verstorbenen Leistungsvoraussetzung. Auch in diesen Fällen ist eine Selbstbeteiligung zu erbringen. n Harald Fischer, Stellenausschreibung LBG Niederbayern/Oberpfalz Und Schwaben Wir suchen: für unsere Präventionsabteilung möglichst zum 1. Januar 2011 eine/n Betriebsrevisor/in für den Außendienst Das Aufgabengebiet umfasst Beratungs-, Revisions- und Schulungsaufgaben zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten in den landwirtschaftlichen Unternehmen in den Regionen Niederbayern und Oberpfalz. Wir erwarten: n eine abgeschlossene Berufsausbildung als Meister/in bzw. Techniker/in im Fachbereich Technik oder Agrar-/ Forstwirtschaft n praktische Erfahrungen in der Land- und Forstwirtschaft n Mehrjährige berufliche Erfahrung n Freude an der Teamarbeit n Selbstständiges Arbeiten n ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit n Einsatzbereitschaft und Flexibilität im Außendienst n Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit n Bereitschaft zur Durchführung von Dienstfahrten mit dem PKW Wir bieten: n eine anspruchsvolle Tätigkeit mit hoher Selbständigkeit n die Mitarbeit in einem motivierten und engagierten Team n eine eineinhalbjährige Fachausbildung zum/r Betriebsrevisor/in n bei Vorliegen der laufbahnrechtlichen Voraussetzungen eine Einstellung nach der Dienstordnung der LBG NOS entsprechend dem mittleren Dienst für Landesbeamte in Bayern Wenn Sie interessiert und begeisterungsfähig sind, sich im sozialen Umfeld der Land- und Forstwirtschaft für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz engagieren wollen, dann richten Sie Ihre aussagekräftige schriftliche Bewerbung bis spätestens 15. Oktober 2010 an die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben Dezernat Personal/AV Herrn Marx Dr. Georg-Heim-Allee 1; Landshut Telefon: Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt. Weitere Informationen über die Landwirtschaftliche Sozialversicherung und unser Haus erhalten Sie auch im Internet unter September I 10 LSV kompakt 7

8 Pflege Fragen und Antworten Osteuropäische Pflegekräfte Die Pflege durch osteuropäische Pflegekräfte wird gerne als kostengünstige Möglichkeit gesehen, um einen pflegebedürftigen Angehörigen weiterhin in seinem Zuhause gut versorgt zu wissen. Rainer Sturm Informiert man sich zu diesem Thema genauer, stellt man jedoch schnell fest, dass eine derartige Beschäftigung mit vielen Fallstricken verbunden ist. Neben einer Vielzahl an Melde- und Genehmigungspflichten stellt sich auch die Frage wie genau das Beschäftigungsverhältnis ausgestaltet werden soll. Die Grenzen zwischen legaler und illegaler Beschäftigung sind dann nur noch schwer zu erkennen. Und auch der angenommene Kostenvorteil ist schnell verschwunden. Die Pflegekasse kann, nachdem es sich bei osteuropäischen Pflege- und Haushalshilfen um keinen zugelassenen Pflegedienst handelt, lediglich Pflegegeld gewähren. Abhängig von der Pflegestufe sind das monatlich 225 Euro, 430 Euro oder 685 Euro. Für die Beschäftigung einer osteuropäischen Pflegekraft gibt es verschie dene Möglichkeiten. Diese unterscheiden sich allerdings sehr hinsichtlich der jeweiligen Kosten und ihrer Anforderungen. Es ist daher sinnvoll, die möglichen Angebote, aber auch verfügbaren Alternativen, zu vergleichen. Die Familie als Arbeitgeber Möchten der Pflegebedürftige oder seine Familie selbst eine osteuropäische Pflegekraft beschäftigen, ist das derzeit nur unter sehr schwierigen Bedingungen möglich. Die erste Hürde stellt die erforderliche Arbeitserlaubnis der Bundesagentur für Arbeit dar. Nachdem der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für viele osteuropäische Länder auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit eingeschränkt ist, müssen ausländische Pflegekräfte einige Kriterien erfüllen, um überhaupt in die Auswahl für eine Arbeitserlaubnis zu kommen. Insbesondere muss die Pflegekraft einen - bezogen auf einschlägige deutsche berufsrechtliche Anforderungen - gleichwertigen Ausbildungsstand besitzen und ausreichende Sprachkenntnisse aufweisen. Voraussetzungen, die oftmals nicht erfüllt werden. Ohne diese Arbeitserlaubnis darf die Pflegekraft in Deutschland jedoch nicht beschäftigt werden. Ansonsten begeht sowohl die Familie als Arbeitgeber als auch die Pflegekraft eine Ordnungswidrigkeit nach dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung. Neben dem Risiko einer Ausweisung der Pflegekraft drohen des Weiteren empfindliche Geldstrafen. Grundsätzlich leichter ist es, eine Haushaltshilfe aus Osteuropa einzustellen. Speziell für Haushalte mit Pflegebedürftigen kann man sich - wiederum über die Bundesagentur für Arbeit - eine ausländische Haushaltshilfe vermitteln lassen. Für bis zu drei Jahre kann diese dann hauswirtschaftliche Arbeiten erbringen. Neu seit Jahresbeginn: Notwendige pflegerische Alltagshilfen dürfen nunmehr auch durch ausländische Haushaltshilfen übernommen werden. Hierunter versteht der Gesetzgeber einfache Hilfestellungen bei der Pflege, die jederman ohne Ausbildung leisten kann und von Angehörigen wie selbstverständlich erwartet werden. Auch nachdem eine Arbeitserlaubnis vorliegt, sind weitere Pflichten zu beachten. Die Haushaltshilfe muss als Arbeitnehmer sowohl bei der Sozialversicherung als auch beim Finanzamt angemeldet werden. Für die Zahlung der jeweiligen Beträge ist die deutsche Familie als Arbeitgeber verantwortlich. Das Gehalt sowie weitere Nebenkosten wie Unterkunft und Verpflegung bilden dabei die Bemessungsgrundlage für die zu entrichtenden Beiträge. Selbstverständlich dürfen die Arbeitsbedingungen der osteuropäischen Haushaltshilfen nicht schlechter sein als die eines vergleichbaren deutschen Arbeitnehmers. Insbesondere Arbeitszeit und Lohn müssen daher dem Tarifvertrag entsprechen oder ortsüblich sein. Die Kosten für eine ausländische Haushaltshilfe beginnen deshalb bei ca Euro pro Monat. Entsandte Pflege- und Haushaltskräfte Einfacher, aber regelmäßig mit wesentlich höheren Kosten verbunden ist die Vermittlung einer Pflegekraft über einen Unternehmer aus Osteuropa. Es finden sich auch viele deutsche Vermittlungsagenturen, die einen Kontakt herstellen. Die Pflege 8 LSV kompakt September I 10

9 Pflege kraft ist in dieser Variante weiterhin bei einer Firma in ihrem Heimatland angestellt und wird befristet nach Deutschland entsendet. Eine Arbeitserlaubnis ist in diesem Fall nicht notwendig. Abgesehen von der Anmeldung der Pflegekraft beim jeweiligen Meldeamt braucht sich die Familie auch um keine sozial- oder lohnsteuerrechtlichen Angelegenheiten kümmern. Das ist die Aufgabe des entsendenden Arbeitgebers im Ausland. Für bis zu 12 Monate kann die ausländische Pflegekraft die Pflege des Angehörigen ausüben. Eine Verlängerung der Beschäftigung ist in bestimmten Ausnahmefällen möglich. Hierzulande geltende Anforderungen an die Arbeitsbedingungen müssen auch durch die Pflegekraft eingehalten werden. Insbesondere die Höchstarbeitszeit von werktags 8 Stunden darf nicht überschritten werden. Das Gehalt der Pflegekraft ist abhängig von den Qualifikationen und beträgt ca bis Euro im Monat. Daneben trägt die Familie des Pflegebedürftigen regelmäßig auch die Ausgaben für Kost und Unterkunft der Pflegekraft. Weiterhin fallen nicht selten Gebühren durch das ausländische Unternehmen oder die Vermittlungsagentur an, so dass die Gesamtkosten bei monatlich ca Euro beginnen. Tipp: Um sicher zu gehen, dass die entsandte Arbeitskraft aus Osteuropa alle Anforderungen für eine legale Beschäftigung in Deutschland erfüllt, sollte man sich die entsprechende Bescheinigung (sog. E101 - Bescheinigung über die anzuwendenden Rechtsvorschriften) durch das ausländische Unternehmen vorlegen lassen. Selbstständig Pflegekräfte Eine dritte Variante ist die Pflege durch eine selbstständige Pflegekraft aus Osteuropa. Die deutsche Familie und die ausländische Pflegekraft schließen einen Dienstvertrag über die Pflege des betroffenen Angehörigen. Wohnt die Pflegekraft allerdings im Haushalt des Pflegebedürftigen und arbeitet ausschließlich für ihn, handelt es sich oftmals um eine sog. Scheinselbstständigkeit. Hierunter versteht man eine Beschäftigung, die zwar von einer selbstständigen Person ausgeführt wird, von der Art und Weise jedoch einer üblichen Arbeitnehmertätigkeit entspricht. In diesem Fall drohen wie auch bei einer Beschäftigung ohne Arbeitserlaubnis hohe Geldstrafen. Auch die nicht entrichteten Beiträge zur Sozialversicherung sind rückwirkend nachzuzahlen. Es kann also nur dringend davon abgeraten werden, diese Beschäftigungsart in Betracht zu ziehen. Alternativen Die gesetzlichen Pflegekassen bieten ein umfangreiches Leistungsangebot, das insbesondere zur Entlastung der pflegenden Angehörigen gedacht ist. So können beispielsweise die Kosten einer Sozialstation durch die Pflegekasse bis zum Höchstbetrag der jeweiligen Pflegestufe (440, bzw Euro) übernommen werden. Speziell für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz sind zusätzliche Betreuungsleistungen vorgesehen, über die eine stundenweise Beaufsichtigung der hilfebedürftigen Person finanziert werden kann. Auch die Miteinbeziehung von ehrenamtlichen Helfern kann eine große Unterstützung sein. Vor allem zusätzliche Besuchs- und Besorgungsdienste sind oftmals eine sinnvolle Ergänzung, wenn der Pflegebedürftige alleine lebt. Über die örtlich verfügbaren Ehrenämter informiert die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung. Reichen die Leistungen der Pflegekasse im Einzelfall nicht aus, gibt es noch eine weitere einfache und kostengünstige Alternative. Hierbei handelt es sich um so genannte Mini- Jobs in Privathaushalten. Der Pflegebedürftige oder dessen Familie haben dadurch die Möglichkeit selbst eine inländische Arbeitskraft auf 400- Euro-Basis anzustellen. Diese spezielle Form der geringfügigen Beschäftigung wird durch den Gesetzgeber sogar besonders gefördert. Zum einen sind die Lohnnebenkosten niedriger als bei gewerblichen Mini-Jobs, zum anderen wurde das Melde- und Einzugsverfahren der Pauschalbeiträge stark vereinfacht. Ein zusätzlicher Anreiz kann sich unter Umständen auch aus der Steuerermäßigung ergeben. Kosten von bis zu 510 Euro, die durch den Mini-Job entstehen, können bei der Steuererklärung geltend gemacht werden. Insbesondere für ältere Menschen, die Unterstützung bei haushaltsnahen Dienstleistungen wie Kochen, Putzen oder Einkaufen benötigen, bietet es sich also an, auch einen Blick auf diese Alternative zu werfen. Anlaufstelle für Fragen und Informationen im Zusammenhang mit der Beschäftigung einer osteuropäischen Pflege- oder Haushaltshilfe sowie zum Bereich Mini-Jobs ist zunächst die örtliche Agentur für Arbeit. Diese kennt auch die weiteren Ansprechpartner. Für Hilfe und Unterstützung bei Angelegenheiten rund um die Pflege steht direkt die Pflegekasse zur Verfügung. n Robert Hirsch LSV-Kontakt Robert Hirsch ist bei weiteren Fragen zu diesem Thema telefonisch zu erreichen unter Waldbesitzertage Nach dem regionalen Waldbesitzertag am 12. September in Roggenburg (Landkreis Neu-Ulm) findet noch ein weiterer am 9./10. Oktober in Schwandorf statt. Die Besucher können sich auf aktuelle Forsttechnik, die Angebote forstlicher Dienstleister und umfangreiche Informationen zu den Themen Wald und Holz freuen. Für das leibliche Wohl und ein interessantes Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt. September I 10 LSV kompakt 9

10 sicherheit Interview mit Margot Fischer Man muss das Holz würdig ernten Margot Fischer, Waldbesitzerin von knapp fünf Hektar Wald aus Ergolding sprach mit Alois Frühmorgen zum Thema Holzernte. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. M. Suda Wie sind Sie zu Ihrem Wald gekommen Fischer: Ich habe den Wald von meinem Vater bekommen. Die landwirtschaftlichen Flächen sind verpachtet, den Wald bewirtschafte ich mit meinem Mann selber - wir sind bei der Waldarbeit ein richtiges Team. Mein Wald gibt mir Ruhe, er ist für mich ein Auftrag und dort kann ich mich austoben und brauche nicht ins Fitnessstudio gehen. Ich bin sehr eng mit meinem Wald verbunden. Wie bewirtschaften Sie Ihren Wald Fischer: Die praktischen Arbeiten, für die wir nicht genügend Zeit haben, bzw. für die uns die notwendige technische Ausstattung fehlt, werden vergeben. Alle anderen Arbeiten führen wir selbst durch. Die Grundlage für die Planungen und Baumartenwahl bilden die Karten der Standortserkundung. Ich möchte, dass sich meine Waldbewirtschaftung rechnet und dass ich genügend Erträge habe, um den Waldumbau und technische Investitionen bewerkstelligen zu können. Welche Arbeiten führen Sie selbst durch Fischer: Die Planung der forstlichen Betriebsarbeiten mache ich selbst. Einzelne Fällungen erledigen mein Mann und ich abwechselnd. Die Baumansprache erfolgt dabei immer gemeinsam. Die Aufarbeitung macht dann jeder für sich. Ein ruhiges konzentriertes Vorgehen ist mir dabei ganz wichtig. Die Pflege, die Jungdurchforstung, das Ausmähen, die Borkenkäferkontrolle und die Brennholzaufarbeitung machen wir ebenfalls selber. Bei den Arbeiten am Hof helfen auch mein erwachsender Sohn und mein Vater mit. Wie haben Sie sich für die Arbeiten qualifiziert Fischer: Vor 15 Jahren habe ich meinen ersten Motorsägenkurs besucht. In zwei weiteren Kursen habe ich mein Wissen im Umgang mit der Motorsäge vertieft. Das Basiswissen für die Waldbewirtschaftung habe ich mir im vierwöchigen Grundlehrgang an der Waldbauernschule in Goldberg bei Kelheim angeeignet. Mir ist der Austausch mit anderen Waldbesitzern und Waldbesitzerinnen sehr wichtig. Deshalb besuche ich die Fortbildungsveranstaltungen und Exkursion der WBV Landshut und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Bei Waldbesitzerinnentagen bin ich von Anfang an mit dabei gewesen und möchte mich hier auch weiterhin aktiv einbringen. Welche Dienstleistungen nehmen Sie in Anspruch Fischer: Wir haben bereits zwei Harvestereinsätze durchgeführt. Hierbei werden jeweils hauptsächlich die Rückegassen angelegt und aufgeschnitten. Es handelte sich um eher schwächere Eingriffe um das Bestandsgefüge nicht zu destabilisieren. Gerne nehme ich dabei das Beratungsangebot der WBV Landshut in Anspruch um meine Ideen auf die Praxistauglichkeit zu prüfen und neue Impulse zu erhalten. Wie wurde der Harvestereinsatz organisiert Fischer: Ausgezeichnet wurde gemeinsam mit der Försterin der WBV. Die Einsatzleitung hat ebenfalls die WBV übernommen. Die Aushaltung und die Sortimente haben wir auf der Grundlage der wirtschaftlichsten Nutzung gemeinsam festgelegt. Bei der Hiebs- und Qualitätskontrolle war ich stets mit dabei weil ich den Überblick haben wollte. Eine Kontrolle der Stückzahl habe ich dabei selbst gemacht. Der Einsatz ist insgesamt gut gelaufen. Vielen Dank, Frau Fischer, und weiterhin viel Spaß mit Ihrem Wald! 10 LSV kompakt September I 10

11 Fortbildung für die Sicherheit Unternehmermodell Seit 1997 werden die Sicherheitsseminare Unternehmermodell, kurz Unternehmerseminare, angeboten. sicherheit Bis heute wurden in Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben 203 Lehrgänge gehalten. Die Nachfrage ist nach wie vor groß Männer und 130 Frauen begaben sich bisher in die Obhut eines erfahrenen Referententeams der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Auch im kommenden Winterhalbjahr ist eine Vielzahl von Fortbildungskursen in den drei Regierungsbezirken geplant. Vorteile: Das Thema Haftung nimmt einen breiten Raum ein, um Haftungsrisiken im Betrieb zu minimieren. An Praxisstationen werden insbesondere die Themen wie Forst, Gefahrstoffe, persönliche Schutzausrüstung, Maschinen, Biogasanlagen, Risikobewertung, Gefährdungsbeurteilung behandelt. Viele Kursteilnehmer haben ähnliche Probleme - einige auch schon die Lösungen dafür. Deren Erfahrungsberichte und Erfolgsstrategien sind besonders interessant für alle Teilnehmer. Tipps für Gesundheit und Generationenkonfliktlösungen runden die Seminare ab. Durchführung: Am Anfang steht das Grundseminar. Es dauert drei Tage. Hier werden die grundsätzlichen Themen zur betrieblichen Arbeitssicherheit behandelt. In Gruppen werden die Themen behandelt und Lösungen erarbeitet oder vorgestellt. Nach dem Grundseminar werden in regelmäßigen Abständen Aufbau- und Fortbildungslehrgänge angeboten. Diese sind mit einem Thema (zum Beispiel Biogasanlagen) überschrieben und dauern zwei Tage. Die Themen werden ausführlich behandelt und bauen auf das Grundseminar auf. Orte und Termine: Für folgende Orte sind Grundseminare im kommenden Winter geplant: n Almesbach bei Weiden, n Goldberg bei Kelheim, n Kringell bei Passau, n Rotthalmünster, n Schönbrunn bei Landshut, n Landsberg am Lech, n Kempten im Allgäu und n Gablingen bei Augsburg. Aufbau- und Fortbildungslehrgänge können in n Almesbach, n Goldberg, n Landsberg am Lech, n Schönbrunn, n Rotthalmünster, n Kringell und n Kempten besucht werden. LSV-Kontakt n Gerhard Müller Alle Termine und weitere Informationen verbindliche Anmeldung ab 11. Oktober bei Monika Maier Telefon Fax oder Die Wurfbeutelschleuder ausprobieren macht Spaß und zeigt, wie eine Seilsicherung aufs Dach kommt, ohne hinauf steigen zu müssen Die Gasgefahren beim Umgang mit Gülle sind immer ein ausführliches Thema September I 10 LSV kompakt 11

12 sicherheit Geplante Betriebsbesichtigungen Laubfall Schwaben Landkreis Oberallgäu Ostallgäu Neu-Ulm Niederbayern Landkreis Deggendorf Passau Regen Straubing Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Neumarkt Orte Missen-Wilhams, Balderschwang, Oy Mittelberg, Germaringen Altenstadt, Unterroth, Boos Orte Stephansposching Aldersbach Achslach Haselbach Orte Leonberg, Falkenberg Parsberg Auf nassem, rutschigem Laub stürzen Personen und erleiden zum Teil schwere Verletzungen besonders ältere Menschen. In der Haftung ist der, der das Laub nicht rechtzeitig entfernt. Wer auf Laub ausrutscht, verliert Lebensqualität oft auf Dauer. Wer für den Laubfall haftet, handelt sich Ärger ohne Ende ein. Da ist Laubkehren die gesündere und Nerven schonendere Alternative. n Fritz Allinger Eine laufend aktualisierte Liste dazu finden Sie auch im Internet unter: > Aktuelles > EBB Prüftermine Gewichtsmanschetten als Geschenk Mit Gewichtsmanschetten kann man die Muskeln trainieren, die Körperhaltung verbessern und die Wahrscheinlichkeit zu stürzen senken. Das Projekt Standfest und fit durchs Leben wurde genau Gewichtsmanschetten mit auswechselbaren Gewichtspatronen für Hand- und Fußgelenke (Preis rund 100 Euro) deshalb von der landwirtschaftlichen Sozialversicherung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Turnverband ins Leben gerufen. Die Ortsbäuerinnen initiieren dabei Kurse vor Ort, bei denen geschulte Trainer der Turn- und Sportvereine Übungen zeigen, mit denen die Muskeln gestärkt werden und die Balancefähigkeit verbessert wird. Dazu werden Gewichtsmanschetten an den Hand- und Fußgelenken genutzt. Diese Trainingsgeräte lassen sich je nach persönlichem Fitnesszustand mit unterschiedlich Gewichtspatronen bestücken. So kann jeder individuell seine Trainingsbelastung einstellen. Zu Gewichtsmanschetten mit auswechselbaren Gewichten geben Auskunft: n Silvia Renner Telefon: , n Meinrad Fußeder Telefon: , Meinrad Fußeder Deckel drauf Feldbrunnen müssen immer kindersicher gehalten werden. Dies ist während der Bewässerungssaison schwierig, aber möglich. Im Winter gehören Feldbrunnen sicher verschlossen. Am besten geht das mit einem stabilen Stahldeckel mit dickem Vorhängeschloss. Drahtverschlüsse können von kleinen Kin dern nicht geöffnet werden, schwere Deckel auch nicht. Laus bubensicher sind diese Lö sun gen nicht. Hier helfen nur Schloss und Riegel und starkes Ma te rial. Wer bezüglich Feldbrunnen den Winter über mit gutem Gewissen schlafen will, macht jetzt den Feldbrunnen-Check. Die Außendienstmitarbeiter der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft stehen beratend zur Seite: n für Landshut Telefon oder 280; Fax ; n für Augsburg Telefon Fax ; Fritz Allinger 12 LSV kompakt September I 10

13 sicherheit Wo ist dein Kind Wo die Kinder sind, muss jetzt auf den Höfen oft gefragt werden. Es ist Maissilierzeit. Und die ist für Kinder gleichermaßen interessant und gefährlich. Bevor die Silierfahrzeuge am Hof unterwegs sind, muss die Frage beantwortet sein, wo während des Silierens die Kinder sind. Auch während des Einsilierens muss diese Frage gestellt und exakt beantwortet werden. Weil das Einsilieren für den Betriebsleiter, die Bäuerin und die Fahrer Stress bedeutet, dürfen die Kinder weder auf den Fahrzeugen noch in den Silos und auf den Zu- und Abfahrtswegen sein. Wo die Kinder sicher sind, bestimmen die Eltern in Ausnahmefällen die sehr rüstigen Großeltern. Die Aufkleber Wo ist Dein Kind gibt es in beliebiger Stückzahl bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (für Augsburg: Heidi Diesenbacher, Telefon , Fax , für Landshut: Dagmar Kühl, Telefon , Fax ; Die Antwort kann nur lauten: In Sicherheit Damit Kinder schlank und fit bleiben, müssen sie raus an die frische Luft. Geht doch mal spielen!, ist nicht die beste Werbung gegen Fernsehen und Computer. Vielleicht klappt es leichter so: n Kommt, wir fangen Monsterinsekten mit der Becherlupe! n Wollt ihr ein Lagerfeuer machen n Wir bauen eine Vogelscheuche und stellen sie dann so auf, dass sich alle fürchten. n Mögt ihr den kleinen Bach stauen und einen Wasserfall bauen n Suchen wir Kieselsteine am Fluss Mal schauen, wer die allerallerschöns ten findet! Wie heißt das Insekt mit dem Rüssel und den Punkten auf den Flügeln Raus mit den Kindern Wer Kinder oder Enkelkinder zu Aktivitäten an der frischen Luft bewegen will, muss selbst beweglich sein. Tut allen gut Und es tut allen gut. Bewegungsmangel ist Ursache für die meisten und teuersten Erkrankungen in der Bevölkerung. Mit etwas mehr Bewegen in der Natur lassen sich viele Leiden, Kosten und Belastungen ersparen. Bei den Kindern beginnt es. Aber die Erwachsenen müssen Vorbild sein. n Fritz Allinger Oswald Haslbeck Neuer Sicherheitsberater im Landkreis Freyung-Grafenau Oswald Haslbeck ist seit 1. Juli 2010 Ansprechpartner bei allen Fragen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Land- und Forstwirtschaft im Landkreis Freyung-Grafenau. Im Juni hat Oswald Haslbeck seine zweijährige Ausbildung zum Technischen Aufsichtsbeamten erfolgreich abgeschlossen. Er wurde 1969 in Spiegelau geboren und wuchs dort auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern auf. Nach einer Schreinerlehre machte er das Fachabitur und studierte anschließend an der Fachhochschule Rosenheim mit Abschluss Dipl.-Ing. (FH) Holztechnik. Ab 1996 arbeitete er für 10 Jahre bei der Lindner AG in Arnstorf im Bereich Forschung und Entwicklung und war dort hauptsächlich für den Schallschutz zuständig. Nach einer zweijährigen Selbständigkeit mit einem Ingenieurbüro für Schallschutz und Energieberatung kam er im Juni 2008 zur Landwirtschaftlichen Sozialversicherung. Oswald Haslbeck ist unter , Fax und Oswald. erreichbar. September I 10 LSV kompakt 13

14 sicherheit In Deckenhöhe sammelt sich bei ungenügender Lüftung Methan Gaswarnanlage Durch das richtige Platzieren der Sensoren der Gaswarnanlage auf einer Biogasanlage werden explosive und toxische Gasgefahren reduziert! Die Sicherheit der Anlage wird erst durch die in diesem Fall aktivierten Schutzmaßnahmen erzielt. Im einfachsten Fall können dies optische und/oder akustische Warnungen des Personals sein. Es kann eine Lüftung ausgelöst werden oder es werden Anlagenteile abgeschaltet. Das richtige Schutzkonzept muss anlagenspezifisch vom Planer oder Biogasanlagenbetreiber erstellt und festgelegt werden. Unerlässlich bleibt es, das Personal mit den möglichen Ge fahren und vorgesehenen Maßnahmen anhand von Schulungen und Unterweisungen vertraut zu machen. Betreiberschulungen bieten die beste Möglichkeit, Sicherheitsrisiken auf der Biogasanlage zu erkennen. Bei Fragen hilft die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben (für Landshut: Dagmar Kühl, Telefon ; Fax ; und für Augsburg: Heidi Diesenbacher, Telefon ; Fax n Franz Ziegler Lückenlos beim Güllefahren Wenn Gülle aufgerührt und ausgefahren wird, bleiben oft Entnahmeöffnungen in Zäunen und Deckel in Güllegrubendecken offen. Das darf nicht sein. Nachahmen als Risikopotenzial Beim Aufrühren und Ausbringen der Gülle ist sicheres Verschließen der nicht benötigten Öffnungsweiten ein Muss besonders, wenn Kinder, eigene oder von den Nachbarn, in der Nähe sein können. Weil gerade kleine Kinder das Verhalten der Erwachsenen bis ins Detail nachahmen, droht ihnen beim Gülleausbringen große Gefahr. Drei Hauptgefahrenpunkte Für die Kleinen gehen die größten Bedrohungen von drei Gefahren aus: n Die offenen Öffnungen in Zäunen und Deckeln. Sie müssen technisch sicher verschlossen werden, auch während des Betriebes. Ein Kinderball darf nicht durchpassen. n Die zurückstoßenden Fahrzeuge. Sie müssen mit Rückfahrkamera-/monitor-Systemen ausgerüstet sein; bei neuen Fahrzeugen bereits vom Hersteller, bei älteren vom Betreiber, dem Landwirt. n Die Güllegase. Sie müssen jedem auf dem Hof bekannt sein, besonders der Schwefelwasserstoff als heimtückisches, giftiges Nervengas. Schwefelwasserstoff ist schwerer als Luft, sammelt sich an tieferliegenden Stellen und tötet Personen bereits bei geringen Konzentrationen. Deshalb: Kleine Kinder unbedingt von Güllegruben fernhalten. Güllefahren erfordert ein lückenloses Sicherheitskonzept - gerade wenn Kinder auf dem Hof sind. Wer will, kann das Beratungsangebot seiner landwirtschaftlichen Sozialversicherung nutzen und direkt vor Ort sein Güllemanagement auf Lückenlosigkeit bewerten lassen - für sich, für die Kinder und für Schadensfreiheit in der Zukunft. n Fritz Allinger 14 LSV kompakt September I 10

15 Sicherheit Ein Leiterunfall und die Folgen Hätt ich s doch gelassen Johann Kern (83 Jahre), ein Altenteiler aus dem Landkreis Lindau, fiel beim Zwetschgenpflücken von der Leiter. Neun Monate nach dem Unfall gab er dem Sicherheitsberater der Berufsgenossenschaft, Bernd Mayr, ein Interview. In der Zwischenzeit ist Herr Kern verstorben. Wir haben aber die Erlaubnis der Familie, das Interview zu veröffentlichen in der Hoffnung, dass viele Menschen aus dem Unfall lernen. Herr Kern, erzählen Sie uns von Ihrem Leben bis zum Unfalltag. Kern: Ich war immer gern Bauer, bin es heute noch. Ich bin stolz, dass meine Frau und ich den Hof mit viel Fleiß aufgebaut und 1996 an unseren Sohn übergeben haben. Ich bin froh, dass es mit dem Hof weiter geht. Neben der Landwirtschaft war ich auch in vielen Vereinen aktiv. Ich war lange Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Kirchenchor, beim Schützenverein und in der Jagdgenossenschaft tätig. Meine Familie hat es zusammengezählt und ist auf 235 Jahre aktive Vereinstätigkeit gekommen. Ja und der Sport war für mich auch immer ganz wichtig hab ich den 1. Platz im Skifahren bei den Lindauer Stadtmeis terschaften gewonnen. Das vergesse ich nie. Sie haben den Hof 1996 an Ihren Sohn übergeben. Wie sah Ihr Tagesablauf danach aus, welche Tätigkeiten haben Sie bis zum Unfalltag auf dem Hof verrichtet Kern: Ich wohne drei Kilometer vom Hof entfernt, bin aber jeden Tag hingefahren. Ich hab alles gemacht, Stallarbeit, Brennholzarbeiten, Feldarbeiten, alles wo ich helfen konnte. Am Liebsten hab ich mich um die Viehweiden gekümmert. Den Urlaubern habe ich dann die Landwirtschaft erklärt und von früher erzählt. Nun zu Ihrem Unfall: Was wollten Sie an diesem Tag tun Kern: Ich wollte nach der Stallarbeit Zwetschgen pflücken. Da mein Sohn mit der Familie unterwegs war, waren keine gemeinsamen Arbeiten vorgesehen. Also ging ich in den Garten, viele Zwetschgen waren schon am Boden, ein paar noch auf dem Baum. Und wie kam es nun zu dem Unfall Kern: Nun, zuerst klaubte ich die Zwetschgen am Boden auf, dann holte ich eine Aluleiter. Eine gute, stabile Leiter war das. Ich hatte schon zwei Kübel gepflückt, als ich die Leiter umstellte und erneut aufstieg. Als ich schon fast oben war, es dürften 4,50 m gewesen sein, brach plötzlich der Ast an dem die Leiter angelehnt war. Ich fiel auf den steinharten Boden, lag auf dem Rücken und sah noch wie die Leiter neben mir nieder fiel. Gott sei Dank nicht auf meinen Kopf! Gehen konnte ich nicht mehr, es tat alles weh. Ich kroch auf dem Boden vom Garten in den Hof. Dort zog ich mich in mein Auto. Ich wollte zum Arzt fahren, aber da ging nichts. Dann habe ich eben gewartet, bis mein Sohn mit der Familie wieder heim kam. Mein Sohn brachte mich dann in die Klink nach Tettnang, dort wurde ich operiert und medizinisch versorgt. Ich hatte eine Abrissfraktur der linken Hüfte. Ich war einen Monat im Krankenhaus. Was sagte Ihre Familie zu Ihrem Unfall Kern: Hättest s doch sein gelassen, haben alle gesagt. Vor allem meine Frau hatte mir immer wieder gesagt, dass ich nicht mehr auf die Leiter steigen soll. Mein Sohn war geschockt. Und Sie selbst Was sagen Sie zu Ihrem Unfall Kern: (schmunzelt): Hätt ich s doch sein gelassen. Was würden Sie jetzt anders machen Kern: Ich würde am Boden bleiben und auf meine Familie hören. Auf ein paar Zwetschgen kommt es nicht an. Was raten Sie anderen, die Obst pflücken wollen Kern: Auf Leitern steigen ist gefährlich, man weiß nie wie viel ein Ast aushält. Und wenn man älter ist, ist das Leitersteigen noch gefährlicher. Man ist einfach nicht mehr so fit, man übersieht etwas oder denkt, das geht schon gut, wie immer halt. Und wenn dann ein Unfall passiert, heilt es nicht mehr so gut wie bei jungen Leuten. Die Muskeln bauen schnell ab und oft kommen noch andere Komplikationen hinzu. Dann liegt man einige Wochen im Krankenhaus und kommt womöglich gar nicht mehr auf die Beine. Heute würde ich Niederstammobstbäume pflanzen. Da braucht man dann keine Leiter mehr. Und wie sieht Ihre Zukunft aus Kern: Ich hoffe, ich kann künftig wieder sicher gehen. Zurzeit bin ich noch sehr unsicher auf den Beinen. Ich hätte nie gedacht, dass man so schnell körperlich abbaut. Auch der Kopf baut schnell ab, wenn man nicht mehr so gefordert wird wie beim Arbeiten. Mein Wunsch ist, dass ich wieder einmal auf den Hof schauen kann, da war ich seit dem Unfall nicht mehr, das sind jetzt über neun Monate. Und sonst werde ich nur noch auf meine Frau hören (Herr Kern grinst). Der Austragslandwirt Johann Kern (mit Urkun de für den 1. Platz im Skifahren bei den Lindauer Stadtmeisterschaften 1971) September I 10 LSV kompakt 15

16 Gesundheit Depression Der graue Begleiter Jeden kann es treffen: Frauen, Männer und sogar Kinder. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder Fünfte im Laufe seines Lebens an einer Depression leidet. Auch die Statis tik der landwirtschaftlichen Alterskassen belegt, dass mehr als zehn Prozent der stationären Heilbehandlungen und Erwerbsminderungsrenten auf psychische und Verhaltensstörungen zurückzuführen sind. Viele Betroffene und ihre Angehörigen ignorieren erste Anzeichen der Krank LSV-info Die Robert-Enke- Stiftung wurde im Januar 2010 durch den Deutschen Fußball-Bund, den Ligaverband sowie Hannover 96 ins Leben gerufen. Vorstandsvorsitzende ist die Witwe des verstorbenen Nationaltorhüters Teresa Enke. Die Stiftung fördert Maßnahmen und Initiativen, die der Aufklärung, Erforschung und Behandlung der Krankheit Depression dienen. Außerdem engagiert sie sich für an Herzkrankheiten leidende Kinder. Ausschließlich Einrichtungen, Projekte und Institutionen, die sich mit diesen Krankheitsbildern beschäftigen, erhalten Unterstützung. So sollen möglichst viele Betroffene langfristig unterstützt werden. Gerne vermittelt die Stiftung aber Einzelpersonen an unterstützende Einrichtungen und Institutionen. Die Stiftung will mit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit über das Spezialthema Depression im Leis tungssport breite Schichten der Bevölkerung mit Informationen erreichen. Mehr dazu steht unter im Internet. heit oder schätzen Verhaltensänderungen falsch ein. Dabei sind Depressionen kein Makel es handelt sich um eine Erkrankung, deren Verlauf und Heilung ganz entscheidend von einer schnellen und professionellen medizinischen Behandlung abhängt. Das Schicksal des Fußballnationaltorhüters Robert Enke und seine Folgen haben deutschlandweit Betroffenheit und Unverständnis ausgelöst. Er litt jahrelang unter Depressionen im Stillen, von Kollegen und der Öffentlichkeit außerhalb der Fußballstadien unbemerkt. Der sympathische junge Mann war aufgrund seiner ruhigen und bedachten Art bei den Fans sehr beliebt, konnte viele berufliche Erfolge feiern und war finanziell unabhängig. Die Menschen bewunderten auch die Stärke, mit der Enke und seine Ehefrau Teresa gemeinsam den Tod ihrer an einer Herzerkrankung leidenden Tochter Lara im Jahr 2006 bewältigten. Im November 2009 nahm sich Enke das Leben. Dies ist ein Beispiel dafür, dass es für Depressionen keinen zwangsläufigen Zusammenhang zwischen Alter, Erfolg, Familienverhältnissen und Ansehen gibt. Teresa Enke unterstützt nach dem Tod ihres Mannes als Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung verschiedene Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen, die über Depressionskrankheiten aufklären und deren Erforschung oder Behandlung dienen. Neben der Unterstützung des bundesweiten Aktionsbündnisses für seelische Gesundheit werden auch regionale Institutionen gefördert. Nach Meinung von Experten können die persönliche Wahrnehmung von Veränderungen im seelischen Gleichgewicht, eine frühzeitige Diagnose durch einen Arzt und Rückhalt in der Familie für die Intensität der Krankheit und die Nachhaltigkeit des Behandlungserfolges entscheidend sein. Dazu auch der Kasten rechts. n zur Person Prof. Dr. med Petra Garlipp ist geschäftsführende Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschu le Hannover. Die Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie sowie Neurologie ist Koordinatorin im Bündnis gegen Depression in der Region Hannover, das von der Robert-Enke-Stiftung gefördert wird. LSV kompakt sprach mit Prof. Garlipp über Anzeichen der Krankheit und den Umgang mit ihr. LSV kompakt: Kann man als Angehöriger eine Depression erkennen Prof. Garlipp: Eine klärende Diagnose sollte zeitnah einem Arzt überlassen werden. Angehörige kennen den Patienten aber in seinem Arbeits- und Lebensumfeld und bemerken, wie ein Frühwarnsys tem, Veränderungen sehr genau. LSV kompakt: Welche Veränderungen sollte man im Auge haben Prof. Garlipp: Eine generelle Aussage ist schwer zu treffen. Liegt aber keine anlassbezogene seelische Verstimmung vor, wie etwa für eine gewisse Zeit der Trauer nach dem Tod einer nahestehenden Person, könnten länger als zwei Wochen andauernde Interesselosigkeit, Antriebsschwierigkeiten bei alltäglichen Arbeiten, Schlaf- und Essstörungen, Rückzug aus gewohnten sozialen Bereichen (Freunde / Vereine) und eine Vernachlässigung der eigenen Person (Kleidung, Haarpflege, Rasur, Mundhygiene) erste Signale sein. Die Symptome können in unterschiedlicher Kombination auftreten und werden häufig durch ein allgemeines Gefühl der Niedergedrücktheit und Freudlosigkeit begleitet. LSV kompakt: Was raten Sie in einer solchen Situation Prof. Garlipp: Aufmerksamkeit schenken und dem Angehörigen mitteilen, dass man sich sorgt ( Was ist los ). Der gemeinsame Besuch beim Hausarzt kann eine willkommene Hilfe für den Betroffenen sein. Ganz wichtig: Weder Betroffe ne noch Angehörige tragen Schuld Depression ist eine Krankheit! Unter bietet das Internet eine erste Hilfe und Orientierung. 16 LSV kompakt September I 10

17 KATER MORITZ Foto-Wettbewerb: Endspurt bis zum 30. September könnt ihr noch mitmachen! Knolle mit Stärke(n) Jetzt werden die Kartoffeln geerntet! Als Pommes frites, Kartoffelklöße oder Rösti kennt und liebt sie jeder. Doch sie stehen schon seit gut 250 Jahren bei uns auf dem Speiseplan. Durch die enthaltene Stärke entsteht beim Kochen die typische weiche Konsistenz. Auch zum Herstellen von Kleber oder Abfallsäcken sowie zum Andicken von Pudding oder Soßen wird sie genutzt. In China wird etwa ein Drittel der weltweiten Kartoffelmenge produziert. Aber auch Deutschland gehört zu den bedeutendsten Produzenten der Welt. Was steckt drin 78 % Wasser 15 % Kohlenhydrate (Stärke) 2 % Eiweiß 2 % Ballaststoffe + (Angaben sind Durchschnittswerte) geringe Mengen Fette, viele Vitamine und Mineralstoffe, u.a. Vitamin C Kartoffelspalten: Einfach lecker! Kartoffeln mittlerer Größe, Olivenöl, Salz, andere Gewürze oder getrocknete Kräuter (Pfeffer, Paprika, Rosmarin, Thymian) Die Kartoffeln mit der Gemüsebürste unter Wasser abschrubben und trocknen lassen. In einer großen Schüssel ein paar Esslöffel Olivenöl mit Salz und Gewürzen (so wie du es magst) verrühren. Knollen längs in Viertel schneiden, die Spalten in die Schüssel geben und alles gut vermischen. Kartoffelstücke auf einem Backblech verteilen und bei 200 bis 220 Grad Celsius für zirka 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Aufgedruckt! Für die Kaffeetafel oder als Geschenk Mit Kartoffeldruck kannst du kinderleicht Stoff oder Papier gestalten: Mittelgroße Knolle quer halbieren und mit einem scharfen Messer (lass dir von einem Erwachsenen helfen) die Umrisse um dein Motiv herausschneiden. Druckmotiv auf der Knolle mit Stoffmalfarbe einpinseln und auf den Stoff aufdrucken. So kannst du auch einfach mit Wasserfarben Post an Freunde und Familie kreativ bestempeln. Linktipps Viel Interessantes rund um die tolle Knolle: Kartoffel im Suchfeld eingeben Ein Kartoffelkäfer-Gedicht zum Selberbasteln kartoffelmaus/kartoffel_maus_m9_um.pdf

18 Prävention Sicher einsetzen Beizmittel Beizmittel werden im konventionellen und ökologischen Landbau sowie im Gartenbau verwendet. Auch die Arbeitssicherheit im Umgang mit Beizmitteln hat sich erheblich verbessert. Der Markt für Beizmittel in Deutschland hat ein Volumen von mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr. Etwa fünf Gramm Wirkstoff werden benötigt, um 100 Kilogramm Saatgut umfassend gegen verschiedene Pilzkrankheiten, in modernen Formulierungen auch gegen tierische Schädlinge, universell zu schützen. Untersuchungen zeigen, dass nur etwa bei zwei Dritteln der eingesetzten Präparate nach Angaben im Sicherheitsdatenblatt vorgegangen wird. Trotz der verbesserten Mittel, was ihr Staubverhalten anbelangt, ereignen sich noch zahlreiche Unfälle im Umgang LSV-info Weitere Sicherheitshinweise stehen im Internet unter in der Broschüre Gefahrstoffe und unter zur Verfügung. Umfangreiche Informationen zu den einzelnen Wirkstoffen sind der GESTIS-Stoffdatenbank, dem Gefahrstoffinformationssystem der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, zu entnehmen (www.dguv.de/ifa/stoffdatenbank). Außerdem kann im Internet ein Leitfaden für die Praxis zu diesem Thema abgerufen werden. mit Beizmitteln. Jährlich werden etwa 170 Unfälle im Pflanzenschutzbereich registriert, ein Teil davon entfällt auf den Umgang mit Beizmitteln. Insbesondere seit Ende der 70er Jahre und dem Verbot quecksilberhaltiger Beizen in Deutschland ist der Umgang erheblich sicherer geworden. Überdies sind 2010 einige Wirkstoffe durch veränderte Zulassungsbedingungen sicherer geworden. Die Staubbelastung mit Wirkstoffrückständen durch Beizmittel in Säcken sowie bei der Ausbringung mit pneumati schen und mechanischen Sämaschinen soll te so niedrig wie möglich gehalten werden. Flüssigbeizen, die jetzt vermehrt eingesetzt werden, haben gute Ergebnisse gebracht. Inkrustierung und Pillierung von Saatgut werden immer attraktiver, auch unter dem Gesichtspunkt der Arbeitssicherheit. Zudem wird durch neue Wirkstoffkombinationen die Anhaftung am Korn verbessert. Die Angaben im Sicherheitsdatenblatt sind stets zu beachten. Die persönliche Schutzausrüs tung ist den Angaben anzupassen. Weniger Staub Auch bei der Beizung wird eine staubreduzierende Technik angestrebt. Der Einsatz von technisch einwandfreien Beizanlagen mit einer Staubabsaugung verbessert die Arbeitssicherheit ganz erheblich und trägt nach der Aufbringung des Mittels dazu bei, dass Fauna und Flora nicht über Gebühr belastet werden. Außer professionellen Beizgeräten sollte nichts anderes eingesetzt werden. Sämaschinen sind nach Herstellerangaben einzurichten. Neben den Informatio nen des Sicherheitsdatenblattes sind immer Wirkstoff oder Bezeichnung und Zulassungsnummer, eventuell auch Sicherheitsinforma tionen, auf dem Sackaufkleber vorhanden. Jede Verpackung ist mit einem Etikett versehen, das Sicherheitsinformationen enthält. Auf diese Inhalte sollte bereits beim Produktbezug unbedingt geachtet werden. n Anträge bis 30. September stellen Arbeitnehmer, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung / Beihilfe beantragen. Um die Anspruchsvoraussetzungen zu erfüllen, müssen die Antragsteller auch eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen und am 1. Juli 2010 das 50. Lebensjahr vollendet haben. Außerdem ist für die letzten 25 Jahre vor Rentenbeginn eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigungszeit von 180 Kalendermonaten (15 Jahren) in der Land- und Forstwirtschaft nachzuweisen. Antragsteller aus den neuen Bundesländern müssen nach dem 31. Dezember 1994 noch mindestens sechs Monate in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb rentenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Anträge auf Gewährung einer Ausgleichsleistung sind bis zum 30. September 2010 zu stellen. Rückfragen sind zu richten an die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft, Drusel talstraße 51, Kassel (Telefon: , Fax: , Internet: 18 LSV kompakt September I 10

19 Gesundheit Zuviel Wasser schadet der Haut Kv- Beiträge ab 2010 höher absetzbar Seit dem 1. Januar 2010 können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung erstmals in voller Höhe abgesetzt werden. Wenn Hände regelmäßig in feuchtem Milieu arbeiten oder flüssigkeitsdichte Handschuhe tragen, bleibt das für die Haut nicht ohne Folgen. Zu den belasteten Arbeitsbereichen in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau gehören Melken, Reinigen und Desinfizieren, Waschen und Putzen von Gemüse und Tätigkeiten im Gartenbau. Der regelmäßige Kontakt der Haut mit Wasser (mehr als zwei Stunden) setzt deren Widerstandsfähigkeit he rab. Das zeigt sich durch Veränderungen wie Rötung, Trockenheit und Juckreiz. In der Folge können Hauterkrankungen entstehen oder sich verschlimmern. Zusätzlich verwendete Reinigungsund Desinfektionsmittel belasten die Haut, es kann zu Schädigungen und Al lergien kommen. In Deutschland sind etwa 30 Prozent aller gemeldeten Berufskrankheiten Hauterkrankungen. Das schützt Technische Lösungen entlasten mehr und mehr: Melk roboter oder gekapselte Vollautomaten zum Waschen von Gemüse reduzieren Belastungszeiten ein Teil Handarbeit verbleibt dennoch. Dann sind n Nass- und Trockenarbeit im Wechsel durchzuführen, n Schutzhandschuhe zu tragen, n Hautschutz- und Hautpflegemittel zu benutzen. Bei Verwendung flüssigkeitsdichter Schutzhandschuhe ist zu beachten: n nicht länger als unbedingt erforderlich tragen, n nicht mit anderen Personen gemeinsam benutzen, n Hände vor dem Anziehen gründlich, auch zwischen den Fingern, trocknen, n bei Bedarf waschbare Baumwollhandschuhe unterziehen, regelmäßig wechseln, n beschädigte Handschuhe sofort austauschen, n die Innenseiten vor Wiederverwendung trocknen. Bei Anzeichen einer Hautschädigung sofort den Hausarzt, Hautarzt oder Arbeitsmediziner aufsuchen. Frühzeitiges Erkennen und Behandeln unterstützt einen raschen Heilungsprozess. Präventionskampagne Aufgrund des häufigen Auftretens von Haut erkrankungen beraten derzeit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Präventionsdienste Arbeitnehmerbetriebe gezielt zu Feuchtarbeit / Tätigkeiten mit hautschädigenden Stoffen. LSV kompakt wird nach Abschluss berichten. Betriebsanweisung und Hautschutzplan (siehe Rückseite dieses Heftes) sind, am Arbeitsplatz und im Sanitärbereich sichtbar angebracht, ein gutes Hilfsmittel. Die Beurteilung der Gefährdung ist Grundlage für alle Hautschutzmaßnahmen wie die Bereitstellung von Reinigungs- und Pflegemitteln. n Mit dem Bürgerentlastungsgesetz zur Krankenversicherung vom 16. Juli 2009 wurde die steuerliche Berücksichtigung der Vorsorgeaufwendungen verbessert. Neu ist, dass ab 2010 alle tatsächlich geleis teten Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich berücksichtigt werden. Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung können in voller Höhe abgesetzt werden, die Krankenversicherungsbeiträge sind dagegen in den meisten Fällen um vier Prozent zu vermindern. Meldung an die Finanzverwaltung Bei Arbeitnehmern werden diese Beiträge schon bisher mit der Lohnsteuerbescheinigung an die Finanzämter übermittelt. Bei anderen gesetzlich Krankenversicherten, die ihre Beiträge selbst an die Krankenkasse zahlen (z. B. landwirtschaftliche Unternehmer, freiwillig Versicherte), wird eine Meldepflicht durch die Krankenkassen eingeführt. Erstmals für das Beitragsjahr 2010 muss bis spätestens zum 28. Februar 2011 eine Meldung an die Finanzverwaltung erstattet werden. Übermittelt werden die im jeweiligen Beitragsjahr tatsächlich geleisteten und erstatteten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Die übermittelten Angaben werden dem Versicherten schriftlich mitgeteilt. Einwilligung zur Datenübermittlung Für die Übermittlung an die Finanzverwaltung ist eine Einwilligung des Versicherten erforderlich. Bei den Versicherungsverhältnissen, die vor dem 1. Januar 2010 bestanden haben, gilt die Einwilligung zur Datenübermittlung als erteilt, wenn der Steuerpflichtige nicht innerhalb von vier Wochen nach Erhalt einer Information schriftlich widerspricht. Für Versicherungsverhältnisse, die seit dem 1. Januar 2010 begonnen haben, ist diese Übergangsregelung nicht mehr gültig. Der Datenübermittlung muss jetzt ausdrücklich zugestimmt werden. Weitere Informationen Bei Fragen zu den Auswirkungen des geänderten Steuerrechts auf die persönliche Situation können die LSV, der Steuerberater oder das Finanzamt weiterhelfen. Weitere Informationen gibt es unter de > Fragen und Antworten zum Bürgere n tl a st un g s ge s e t z. September I 10 LSV kompakt 19

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